Die Rede, die ich auf der #EPOPIC2012 nicht halten werde...
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    Die Rede, die ich auf der #EPOPIC2012 nicht halten werde... Die Rede, die ich auf der #EPOPIC2012 nicht halten werde... Document Transcript

    • Vor vier Jahren, Obama war grade zum ersten mal gewählt worden, da habe ichin Stockholm, auf meiner zweiten EPOPIC überhautpt, davon zu träumenbegonnen, hier einmal auf der Bühne zu stehen.Schönen Guten Tag, ich bin Arne Krüger, ich bin ein Digital Resident undextrem aufgeregt, heute zu Ihnen über die Zukunft der Patent Informationsprechen zu können.Einleitung Es soll um meine Erfahrungen mit Wandel, mit den Folgen derdigitalen Vernetzung, um die dritte industrielle Revolution gehen.Manche vergleichen die Auswirkungen der digitalen Vernetzung mit derErfindung des Buchdrucks. Ich habe andere Themen gesucht, um sie auf dasThema Wandel und dessen Auswirkungen auf einzelne Branchen einzustimmen.Messaging Seit der Erfindung der Schrift von den früheren Hochkulturen vorüber 4.000 Jahren versuchen wir, uns die aufgeschrieben Nachrichtenzuschicken. Erst auf Steintafeln, später Papier, Bücher, Briefe, Brieftauben.Heute benutzen wir eMai und mehr und mehr Chats, Instant Messaging,Twitter. Asynchrone Kommunition in nahezu Echtzeit.Amerikanischer Teenager smsen pro Monat ca. 4.000 Nachrichten mit demSmartphone, etwa 130 Nachrichten pro Tag! Stellen Sie sich mal kurz vor, wasspassiert, wenn diese Vielkommunizierer beim amerikanischen Patentamt alsPrüfer anfangen.Übrigens haben wir gestern gehört, in 60 Sekunden werden 100.000 Tweetsverschickt… und 60 Anfragen an Espacenet gestellt und 17 Mal googletranslatebenutzt.Auf Twitter werden täglich mehr Nachrichten versendet, als alle Patentprüferund Gerichte der Welt an Rechtstandsupdates in einem ganzen Jahrproduzieren.Telefon Elektronisch können wir Nachrichten erst seit etwa​ 130 Jahren perTelefon übermitteln. Hier Bell’s erster Liquid Transmitter im Bild, der Edisonzu seinem Kohlemicrofon inspirierte und auf der anderen Seite die heutige
    • Version, mit der ich über Internet in Echtzeit und sehr günstig mit meinerKollegen in Berlin und meiner Frau und Tochter in Istanbul kommuniziere.Radio Ende des 19. Jahrhunterts veröffentlichte Marconi seine Patente für diekabellose Radioübertragung, für der er 1909 einen Physiknobelpreis erhielt. Dasist jetzt 110 Jahre her. Heute höre ich tausende Stationen Internetradio beiPandora oder statt CD’s zu kaufen, bekomme ich für 10€ im Monat Zugriff aufalle Musik der Welt bei Spotify.Fernsehen Noch schneller beim Fernsehen. Vor 86 Jahren baute Bairds seinenTransmitter mit dem es als erster gelang stabil Bilder zu übertragen. Heuteschaue ich mit Apple TV und mit Netflix alle Serien und Filme auf Smartphoneoder Laptop, wann immer ich will, ebenfalls legal für eine kleine monatlichePauschale.Computer 1984 wurde Apples ​erster schöner Personalcomputer vorgestellt, dawar ich 13 Jahre alt und da ich hinterm Eisernen Vorhang in einem kleinenDorf gross geworden bin, habe ich davon nicht so viel mitbekommen.Das bringt mich zu einem anderen Vergleich, denn späten 19. Jahrhundertwurde der Elektormotor erfunden. Das waren zu Beginn supergrosse Maschinenund konnten somit nur für sehr grosse Anwendungsfälle benutzt werden. Einerster Durchbruch passierte​, als jemand an diese riesigem Motoren Bänderanbrachte und damit vielleicht 5, 10 oder 20 mittlere Workstations betreibenkonnte.In meinen Dorf gab es Ende der 70iger beim Stellmacher/Tischler, der aneinem einzigen grossen Elektromotor mehrere Hobel- und Sägemaschinenenbetrieben hat.Ein wirklicher Durchbruch passiert erst, als der Elektromotor so klein wurde,dass er direkt dort eingesetzt werden konnte, wo nur eine kleine Teilmenge anKraft benötigt wurde. Heute haben wir mehrere Dutzend kleine Elektromotorenin den verschiedensten Geräten in unseren Haushalten verbaut. Und derStellmacher ist verschwunden.Wenn wir uns die Entwicklung von Computern verlief ähnlich in nur 65 Jahren.
    • Erst häusergrosse Computer, von wenigen benutzbar. Dann die Zeit der Hostsund deren Workstations/Terminal. Dann bringt der Personalcomputer ein paarJahre in den 80igern, die Kraft, die Rechenleistung und Chips direkt an denArbeitsplatz.Heute werden mehr Smartphones und Tablets als Destops verkauft und habenmehr Rechenleistung, als mein Laptop vor wenigen Jahren. Ich habe es nunimmer bei mir.Und genau wie Elektromotoren sind Comupter/Smartphones“Allzweckmaschinen”, die keinem spezifischen Zweck dienen, sondern eherMedium sind.Wer diese Allzweckmaschinen in Zukunft nicht bedienen, nicht programmiernkann, wird nicht mehr am sozialen und wirtschaftlichen Leben teilnehmenkönnen.Das verwundert sie sicherlich. Genauso erging es im 18. Jahrhundert denMenschen, denen man sagte, ohne Lesen und Schreiben wird es eines Tagesschwer einen Hilfsarbeiterjob zu bekommen. Um 1900 galt dasselbe für dasFühren einer Kraftdroschke, in den 70igern war es der berufliche Umgang mitComptern. Programmierkenntnisse sind das neue Lesen und Schreiben.Open Source Eine Ursache dafür ist diese eMail von Linus Torwalds, mit derer 1991 sein neues Betriebsystem Linux ankündigte, eine der ersten Diskettensetshabe ich wenig später zusammen mit einem Freund in den Händen gehaltenund ausprobiert. Heute läuft Linux auf der Mehrzahl aller Server und in jedemApple und Android.Internet Eine weitere Ursache ist dieser Herr hier, Tim Berners-Lee der alsErfinder des Internet gilt, das ist gerade mal 22 Jahre her.Welche Auswirkungen hat die digitalte Vernetzung? Auf welche Trends basiertdiese Entwicklung? Wird unsere Branchen ähnlich stark betroffen sein, wie dieMusikindustrie, die Verlage oder bald die Universitäten? Und wie stark werdensich Patentämter, Provider und Professionals ändern (müssen)?
    • Hintergrund Ich bin hinter dem Eisernen Vorhang gross geworden bin, inOstdeutschland in einem kleinen Dorf mit 270 Einwohnern und 400 Kühenaufgewachsen.Ich hatte 1987 richtig Glück, denn auf Transitautobahn fiel ein Westcomputervon einem Laster und mein Vater konnte diesen für 50.000 Ostmark für seineLPG erwerben.Dies hat mir wohl einen kleinen Vorsprung vor vielen der anderen 16 MillionenOstdeutschen verschafft, die noch keinen Zugang zu dieser Technologie hattenund das ist wohl mit ein Grund, warum ich heute hier bin. Ich habe damalsangefangen mit einem Vorläufer von Excel, Supercals zu arbeiten und habeRationsberechnungen unserer Kuehe digitalisiert.Zwei Jahre später fiel die Mauer. Mein Vater verlor seinen Job aber wirgewannen etwas, unsere Freiheit.Ich war 20 und bin sofort nach Westdeutschland gegangen, ich wollte wissen wieder Kapitalismus funktioniert und habe in einer Sparkasse eine Ausbildungbegonnen. Und habe den gleichen Compter noch einmal, gebraucht für 200Westmark von meinem ersten Weihnachstgeld gekauft.Weil ich Excel schon konnte, lief die Ausbildung super und ich wurde 1995 IT-Berater.Jeder, der damals Comupter buchstabieren konnte (und ich konnte sogar Excel),hat in diesen goldenen Zeiten einen Job bekommen.Ich habe meine erste Firma gegründet und wir haben u.a. in der NORDLB,einer grossen öffentlichen Bank in Hannover, deren erstes dezentraleRechenzentrum aufgebaut.Das ging überhaupt nur, weil ich erstens alle meine Freunde eingestellt hatte, dieauch Computer buchstabieren konnten und weil wir -wie in einem Netzwerk-mit vielen anderen kleinen und grossen Firmen zusammen gearbeitet haben.2002 hatten wir knapp 110 Mitarbeiter.
    • Dann kam IBM, übernahm den Betrieb der gesamten IT Infrastruktur der Bankin der ersten grossen Welle des IT Outsourcings und in 2005 waren wir wieder12, die in Berlin einen Neustart gewagt haben. Ebenfalls eine sehr prägendeErfahrung, kann ich ihnen versichern.Also haben wir den Neustart Knopf gedrückt. Und haben angefangen, dieBundesdruckerei und das DPMA zu beraten, wir konnten DEPAROMübernehmen, das erst die Bundesdruckerei und dann auch das DPMA nichtmehr haben wollte.Wir betreiben DEPAROM immer noch und wir haben immer noch etwa dengleichen Umsatz, genauso wie ich gehört habe, dass Thomson Reuters immernoch mehrere 10.000 Seiten Papier in jedem Monat durch die Republik schickt.Ich habe drei Jahre gebraucht, um zu verstehen, wie das alles funktioniert undwarum uns unsere Kunden für so etwas bezahlen. Und es waren wirklich harteJahre. Parallel habe ich geheiratet und bin Vater geworden, eine Tochter, dieheute fast 7 ist.Was aber auch passiert ist, in diesen drei Jahren ist, dass ich einen veritablenBurn Out hingelegt habe. Ich hatte wirklich extrem hart gearbeitet. Ich fandeinen Ausgleich in Meditation und der Beschäftigung mit buddhistischer,asiatischer Psychologie. Sie sprachen dort in diesen Büchern davon, dass allesmit allem verbunden ist, dass das eine im ganzen enthalten ist und das ganze indem einem. So wie sich in einem Wassertropfen der ganze Himmel vollerWolken spiegeln kann. Diese waren die Bilder des Meditationskrams, die mir indieser Zeit aus der Krise raus geholfen haben.Soziale Netzwerke In genau diesen Tagen etwa 2007 habe ich angefangen,mich mit den gerade aufkommenden sozialen Netzwerken zu beschäftigen undmeldete mich u.a. bei Facebook und Twitter und vielen anderen Diensten an.Und plötzlich bemerkte ich, dass es wirklich stimmte, was Buddha vor 2.500Jahren sagte. Wir sind wirklich alle mit einander verbunden, wenn wir dieseneuen Werkzeuge im Internet benutzen.So begann ich, wirklich tief einzutauchen in all diese Werkzeuge und Netzwerke
    • und AnwendungenSocial Web und ich zog prakisch ins Internet ein.In den späten 80igern habe ich von meinem Vater gelernt: wenn Du einProblem hast, mach einen Job draus. In diesen Tagen in 2007 lernte ich, wennDu ein Problem gelöst hast, fang an darüber zu erzählen. Genau das ist einweiterer Grund, warum ich heute vor ihnen stehe.Denn ich begann Vorträge zu geben über die Erfahrungen, die ich im Internetmachte und ich begann diese Erfahrungen mit meiner Arbeit zu verbinden. Undwir bekamen fast sofort erste Beratungsaufträge zu diesen Themen, weil wirdamit wohl wieder einen kleinen Vorsprung von ein, zwei Jahren vor all denanderen hatten.IOT Aktuell beobachte ich sehr genau die Bewegung hin zum mobilen Internet,zum Internet of Things, der Dinge. Immer mehr Geräte und Sensorenbekommen offene Schnittstellen, übertragen Daten an Dienste, lassen sichauswerten und verbinden. Aber das ist ein anderer Vortrag, vielleicht imnächsten Jahr hier.Heute haben wir in Berlin 60 Mitarbeiter, sind all-in Cloud Computing. Wirhaben mir Jira ein Art internes Facebook und ein eigenes Wiki, ich lebe inIstanbul und arbeite in Berlin. Das Internet mit alle seinen Werkzeugen undAnwendungen ermöglicht das un hat meine Arbeitsweise extrem verändert.Rifkin Ich habe viele Bücher (auf meinem Kindle) über das Thema gelesen,hängen geblieben bin ich bei Jeremy Rifkin und seinem naiven Zukunftsentwurfdes anbrechenden empathischen Zeitalters. Wenn man in eher netzwerkartigenStrukturen miteinander arbeitet, dann kann man nicht nur seinen eigenenInteressen folgen und das ist oft eine Herausforderung für die Controller inunseren Firmen.Open Als ich die sozialen Netzwerke und die Cloud in mein Leben und meineFirma integriert habe, war das erste, was ich verstanden hatte, dass ich michÖffnen muss.
    • Ich beobachte dabei viele Firmen, die sich als Plattform verstehen, auf derenBasis andere - wir - miteinander kommunizieren, miteinander Geschäftemachen können.Der Schwerpunkt verlagert sich dabei auf das Unterstützung von Prozessen, alsdas blosse Anbieten von fertigen Produkten oder Dienstleistungen. Damit gehtein ökomischer Wandel einher! Wir müssen dafür andere Arten derFinanzierung finden.Wir sind so sehr daran gewöhnt, Eigentum nur als etwas zu betrachten, anderevon der Benutzung von etwas ausschliessen zu können. Aber Eigentum wurdefrüher auch so definiert, von “etwas” eben gerade nicht ausgeschlossen werdenzu können! Und nur in diesem Sinne funktioniert der Begriff GeistigesEigentum. Andere von der Benutzung von Wissen im Zweifel auszuschliessen zukönnen, ist die Waffe, die wir mit jedem erteilten Patent durchladen.Collaboration Die Zusammenarbeit in losen Netzwerken wird durch dasInternet extrem vereinfacht und verbilligt. Technologischer Wandel, ziehtimmer sozialen Wandel nach sich.Diese neue Form der Zusammenarbeit ermöglich Services wie zB ipfolio.comvon Rupert Mayer, der defacto allein mit einem Netzwerk an weltweit verteiltsitzenden Partnern und Cloud Technologie eine Lösung für Märkte von 10.000Kunden bauen kann, die für die grossen, etablierten Konzernen viel zu kleinsind und für einen ​Einzelnen noch vor wenigen Jahren unerreichbar zu grosswaren.Der soziale Wandel ermöglicht Lösungen der Bounty Hunter Startups wieArticle One Partners oder Bluepatent, die sogar hier ausstellen. Auch dasThema Open Innovation gehört dazu, aber in einen eigenen Vortrag.Cloud Gestern haben wir gehört, wir sollen riesigen Private Clouds aufbauenund so wieder Menschen von der Nutzung ausschliessen können. Das halte ichfür den falschen Weg!Ich glaube, das sicher gut ist für einen IT-Riesen wie HP mit über 10.000Mitarbeitern alleine in Deutschland. Ich glaube auch, dass diese Punkte valide
    • sind, für die grossen Konzerne oder Patentämter, die Millionen in riesigeInfrastrukturen investiert haben, dass man getrost heute schon als private Cloudbezeichen kann.Das ist die gute Nachricht, die Euch HP überbringt: ihr braucht die PrivatCloud nicht erst zu kaufen, ihr habt sie doch schon. Aber das ist ein Trugschluss,denn diese Unterscheidung macht keinen Sinn!Mich erinnern die Rechenzentren der Patentämter und Industtrie mehr an dieNotstromgeneratoren, die ich in diesem Sommer in Beirut/Libanon gesehenhabe.Die zentralen Kraftwerke fallen bis zu vier Stunden am Tag aus. Um zuverlässigStrom zu erzeugen, ja jeder ein Notstromaggreagt, sein eigenes kleinesKraftwerk vor der Tür und im ganze Land wird extrem viel Geld dafür und fürden Sprit ausgeben.Bei uns hier haben wir das schon hinter uns gelassen, niemand mehr kommt aufdie Idee, sein eigenes Kraftwerk für sich allein zu betreiben, nein, wir speisen wirlokale Energiequellen Wind und Solar in ein globales Smartgrid ein.Stimmt nicht, die die ihr eigenes Rechenzentrum betreiben, die haben auchNotstromaggregate wie im Libanon.Ich denke, dass diese Unterscheidung zwischen Privat und Public CloudMarketing der grossen Konzerne ist und in naher Zukunft verschwinden wird,einfach weil es zu teuer und ineffizient ist.Heute differenzieren sich Firmen über die Nutzung der einen Cloud. Wirkönnen Kosten und Effizienzvorteile heben und haben Zugriff auf nahezuunbegrenzte IT Ressourcen. Das war vor wenigen Jahren nur grossenKonzernen vorbehalten.Aus Rupert Mayers ipfolio.com kann so ein Produkt für 10 Millionen Kundenwerden, die Infrastruktur und die Anwendungen skalieren problemlos.Und braucht es keine riesigen Investitonen, keine Budgets und keine grossen
    • Entwicklungsteams, er braucht auch keine Draht zu HP’s Cloud ConsultingTeam, um so etwas auf die Beine zu stellen.Denn die Cloud bietet nur Performance Contracts, pay what you use, wie beimStrom mit Rabatten für Grossabnehmer.Instagrams populärer Dienst hatte 50 Millionen Nutzer mit ganzen 7Mitarbeitern, ehe sie für 1 Mrd. von Facebook übernommen worden sind.OK, aber was genau hat das alles nun mit Patent Informationen zu tun. Nundenn, in Netzerken steigern sich sein eigener Wert, wenn man die Interessen vonanderen optimiert. Wie können wir das für Patent Informationen aucherreichen.Search Ich möchte ihnen nun Beispiele zeigen, wie Patentinformationen ineiner offenen, vernetzen Welt aussehen könnten.Und hier habe ich aus Loyalität dem Veranstalter gegenüber beginne ich mitEspacenet, dass, wie sie wissen, heute in etwa so aussieht.Mein australischer Designer, der auch die Slides erstellt hat (danke Brent!), hatdiesen Entwurf eines neuen Espacenet bereits vor etwa 1,5 Jahren entwickelt,der sich an der Einfacheit von Google orientiert.Wir haben ihn dem EPO zuerst gezeigt, damals gab es noch keine IT Roadmapund so zuckten die Kollegen nur interessiert mit den Schultern, als sie dieEntwürfe sahen.Sie müssen natürlich weiter mit ihren ganzen hochkomplexen Expertensystemenarbeiten. Aber immer wenn wir von interessierter Öffentlichkeit sprechen, dannmüssen wir radikal Vereinfachen und Verschönern, so sehr, dass gar keineTrainings oder Schulungen mehr erforderlich sind.Curation Dann habe ich mir ein Beispiel aus dem Umfeld Curation gesucht undmit Pinterest gefunden. Pinterest ist eine der am schnellsten wachsendenWebseites aller Zeiten, knapp über 2 Jahre alt, aktuell unter den 50meistbesuchtesten Webseiten der Welt mit etwa 25 Millionen Unique Visitors
    • pro Monat von denen auch noch über 60% Frauen sind.Das Design der Seite ist ebenfalls sehr sauber, es geht um Content Curation, alsoeigentlich um das gemeinsame Anlegen von Listen.Eine dramatische Weiterentwicklung der Bookmarkingdienste aus dem letztenJahrzehnt. Ein Erfolgsgeheimnis ist ein Subscription Model, mit dem ich denmich interessierenden Listen von anderen Menschen folgen kann und ich somitnur für mich relevanten Content angezeigt bekomme.Hier ist ein Screenshoot der Seite, so sieht mein Board/meine Liste zu PatentInfiormationen aus, in der ich interessante Patente oder Infografiken überPatente oder auch mal einen Artikel, Blogposts sammle.Wir haben uns hingesetzt und vesucht, ein Pinterest für Patente zu bauen, umein Gefühl zu bekommen, ob so etwas funktioniert. Hier der Entwurf, so könntedas Aussehen, wenn es ein Pinterest nur für Patent Informationen gibt.Wir haben uns auch überlegt, wie der Pin eines einzelnen Patentes aussehenkönnte.Commodities Das nächste Beispiel kommt aus dem Bereich Commodities, esgeht darum, welche neuen Geschäftsmodelle es neben Werbung es in diesenZeiten des digitalen Wandels noch geben kann.Man kann natürlich weiter den Zugang zu Informationen beschränken undhinter hohen Paywalls verstecken. Die Zeitungsverlage träumen davon, es dengrossen, kommerziellen nach zu machen…Als ich gumroad.com entdeckt habe, war ich fasziniert, vonder Einfacheit unddem genialen Servicegedanken, der hinter dem Dienst steckt.Im Internet wird entweder mit Aufmerksamkeit oder mit Geld bezahlt, wie imrichtigen Leben auch. Wenn es keine einfachen Möglichkeiten gibt, eineLeistung zu bezahlen, so liegt es in der digitalen Natur des Internets, dass manandere Wege finden kann, um sich das gewünschte Erlebnis oder Ergebnis zuverschaffen.
    • gumroad.com, das ist ein Service, der das Bezahlen im Internet vereinacht.Sie melden sich an, koennen eine URL einfuegen, einen Preis wählen undandere Menschen können dann mit wenigen Klicks den Inhalt hinter dem Linkkaufen.Wir haben versucht, auch das zu übersetzen. Die Idee dahinter war, einenService zu schaffen, mit dem sich Suchanfragen und Trefferlisten andersmonetarisieren lassen.Der Entwurf wurde verworfen, wir würden ihnen einfach raten, gumroad.comdirekt zu benutzen.Collaboration Zum Thema Zusammenarbeit haben wir an Basecamporientiert. Einer super einfachen Lösung für Projektmanagement in derCloud/im Netz. Die Mechanismen sozialer Netzwerke wird auch hier aufFirmen und Netzwerke von Professionals übertragen.Die lösen ein Problem super: die Langsamkeit interner IT Systeme beimAnlegen/Zulassen neuer Benutzer. Mit Basecamp kann ich in wenigen Klickseine Projektmanagementtool in Betrieb, um die Zusammenarbeit zwischenKollegen verschiedener Firmen zu ermöglichen.Wir haben das übersetzt auf die gemeinsame Bearbeitung von Trefferlistenzwischen Anwälten und Ingenieuren/Entwicklern, das ähnlich simpel undschnell sein sollte.Fazit Meine Empfehlungen, nein meine Forderungen, an Ämter, Provider unddie Professionals der Patentszene:Patent Informatione sind soziale Daten, an jedem Patent arbeiten vermutlich100 Leute mit und tausende Menschen sehen es vielleicht, die alle durch dasInternet miteinander verbunden sind und von denen die grosse Mehrheit sogarin sozialen Netzwerken, wie Facebook oder Twitter aktiv ist.Lasst uns endlich soziale Anwendungen bauen, die von Amateueren verstandenwerden, anstatt die Hürden und Dämme der Komplexität um uns herum weiter
    • hoch zu ziehen. Es ist doch alles gar nicht so kompliziert, wie wir hier immer alletun, politisch motiviert und um unsere Existenz und hohen Gehälter zurechtfertigen.Jeder Mensch ist Experte in etwas und 2.1 Mrd. davon können sie jetzt über dasInternet erreichen. Fangen Sie an, zu überlegen, wie sie deren Wissen nutzenkönnen.Meine Forderung and Ämter, Provider und Professionals: ja, Raise the bar fürQualität der Arbeit. Lower the bar für Den Zugang zu Informationen.Gebt den Leuten die Daten zurück, die sie erstellen, die Euch dafür bezahlenund die sie auch so benutzen sollten, dass sie sie verstehen!Wenn wir das nicht tun, werden viele von uns von der Vorteilen derDigitalisierung nicht proftieren können, sondern nur unter deren Nachteilen zuleiden haben und irgendwann anfangen, um unser Überleben zu kämpfen.Die Zukunft der Patentinformation liegt darin, endlich informiertenDritten/intelligenten Nicht-Experten/Nicht Patent Professionals/Amateurenden Zugriff auf diese Daten zu ermöglichen!Das wird die eigentliche Herausforderung vor der wir stehen und an der sichunsere Zukunft entscheiden wird.Heute Nacht ist Obama wiedergewählt worden: Four more years! hat er heutemorgen um 5:12 getweetet. Tweet ist über 600t gereetweetet und über 200t malgefavt worden seit heute Morgen 5:12… auf die nächsten Vier Jahre, ich bingespannt!Vielen Dank!