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Kontrolle über
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soziale Separation

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Diversitätsmanagement versus
Echokammer

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von Netzwerken
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Wie zähmt man also dieses trojanische Pferd?
(Marty Ross, schottischer Schriftsteller, reitet ein Trojanisces Schaukelpferd,
London Architecture Biennial 2004. http://...
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Mobile learning in der Schule, oder: wie man ein trojanisches Pferd zähmt.

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2. Jahresforum für SeminarlehrerInnen. Zentrum für Lehrerinnen- und Lehrerbildung der FAU in Kooperation mit dem Ministerialbeauftragten für die Realschulen in Mittelfranken und der RLFB für die Gymnasien in Mittelfranken

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  • promise of power
    seemingly serving traditional purposes
    carrying forces that disrupt the traditional order
  • For good reasons
  • gute Gründe sind dies aber nicht absolut, nicht unter allen Bedingungen und nicht in jeder Hinsicht.
    -> Schutz -> Bewahrung -> Bewahrpädagogik, Kulisse, Künstlichkeit
    Synchronisierung versus Individualisierung
    Begrenzung der Kommunikationsräume vs. Netzwerk
    Verpflichtung auf „lokale“ Inhalte und Werke (curricula) versus globalisierte, transkulturalisierte Informationswelten
  • (Trojan horse on corintian aryballos)
    What are the structural properties of a trojan horse?
    - it seems to be a gift – beautiful, attractive, powerful, „for the gods“
    – but as a fake gift for the gods, it only seems to serve the ancient powers
    – in opposite, it has forces inside that disrupt the old order.
  • Which is true. But: The usual approach to understand something unknown and new is to try to subsume it by means of the well-known old. This implies to miss (underestimate or misunderstand) the emergent qualities of media innovations.
  • … and it has to be so, because literality is not only an education goal and ideal, but also the basis of organisational practices such as organising the conveyance of knowledge.
  • Files, lists, reports, protocolls are at the heart of classical organisations.
  • As sociologist Niklas Luhmann pointed out, systems, such as educational organizations, can only process their operations one step after another, that is: linearly. (While of course there is a kind of multitasking and pluralisation of time through establishing subsystems such as school classes).
    Linearisation strategies are key to handling the multiple complexities organizations (such as schools) have to deal with.
  • Project-based learning means to partially override the temporal separation of aspects of the everyday world.
  • class community – workgroups – individual
    (as good as) no networks, neither within the school community nor with other schools.
    classroom boundary as paradigm for learning community
  • class community – workgroups – individual
    (as good as) no networks, neither within the school community nor with other schools.
    classroom boundary as paradigm for learning community
  • curricula,
  • curricula,
  • Governing an educational organisation by means of the administrative tools of the 18th and 19th century (basically) is not only bound to linearise non-linear complexities, but moreover, to naturalise linearisation.
  • Non-linear, complex media such as digital networked media are a challenge to the demands of nowadays schools in terms of control and boundaries.
  • A tool?
    An e-book „plus“?
    A thing to work with your moodle-course?
    and more lightweight than books, too!
  • A tool?
    An e-book „plus“?
    A thing to work with your moodle-course?
    and more lightweight than books, too!
  • These are some of he major transformations caused by digital, networked media:
    - asynchronous and polychronous structures are enabled by the persistence of information, which stretches the boundaries of „presence“.
  • - source and content control transforms into an individual task of choosing and building up filter mechanisms in order to separate valuable from less valuable, reliable from less reliable information, and to avoid the distraction of informational abundance as well as the redundance of an informational echo chamber.
  • - traditional social forms like communities and groups transform into the multitude of shapes that social networks can take (not talking about social networking platforms, but about networks of acquaintances as personal, i.e. knowledge resources).
  • - all this happens ubiquitously and mobile within the unified spaces and locations of the social web, pluralising our common notions of „space“ as one unity.
  • - all this happens ubiquitously and mobile within the unified spaces and locations of the social web, pluralising our common notions of „space“ as one unity.
  • The „old“ order has not vanished: it now becomes an option of deliberate choice. Controlled, closed, synchronised learning environments are a subset among many other options.
  • Deliberation implicates freedom of choice. Freedom of choice, though, implicates power of judgement, a competence in making „good“ decisions.
    This means, the multiplicity of options ubiquitously brought by digital networked media still demand the development and cultivation of good, helpful, efficient ways to use those options.
    This is a central task and educational challenge of our time.
    Institutions of formal education, such as schools and universities, have a special obligation in this regard.
    Mobile learning media may serve as trojan horses, allowing schools to adapt to nonlinear structures in the long run, because they allow for both: relatively traditional use of controlled content in linear modes and innovative networked use.
  • Trojan horses can‘t be trained (but people can be trained to ride them).
  • Not only teachers as professionals and students as learners, but educational organisations have to change in order to integrate the non-linear structures of new media, and to seek and cultivate good uses.
  • Not only teachers as professionals and students as learners, but educational organisations have to change in order to integrate the non-linear structures of new media, and to seek and cultivate good uses.
  • Transcript of "Mobile learning in der Schule, oder: wie man ein trojanisches Pferd zähmt."

    1. 1. Prof. Dr. Benjamin Jörissen! Institut für Pädagogik! http://joerissen.name! benjamin@joerissen.name Mobile learning in der formalen Bildung oder: Wie man ein Trojanisches Pferd zähmt 2. Jahresforum für SeminarlehrerInnen
 Nürnberg, FAU-Campus, 13.2.2014
    2. 2. „Mobile learning“? ! Lernen war immer schon mobil.
    3. 3. formale Bildungsinstitutionen immobilisieren das Lernen (aus gutem Grund)
    4. 4. gute Gründe sind z.B.: Schutz (sichere Umgebung) Fokussierung/Synchronisierung der Aufmerksamkeit Ermöglichung unterschiedlichster Kommunikationsformen Herstellung einer (lokal verorteten) Lerngemeinschaft und -kultur
    5. 5. (Jahrbuch des Kaiserlich Archäologischen Instituts, Berlin 1892, Taf. 2) http://archive.org/stream/jahrbuchdeskaise07kaisrich#page/n431/mode/2up
    6. 6. Struktureigenschaften trojanischer Pferde versprechen gesteigerte Macht dienen scheinbar traditionellen Zwecken bergen Kräfte, die tradierte Ordnungen sprengen
    7. 7. Struktureigenschaften trojanischer Pferde versprechen gesteigerte Macht dienen scheinbar traditionellen Zwecken bergen Kräfte, die die tradierte Ordnungen sprengen
    8. 8. „Smartboards sind vielseitiger/
 besser als Tafeln.“ „Beamer sind vielseitiger/besser als Overhead-Projektoren.“ „Smartpad s sind vielseitiger/besser als Bücher und Arbeitsbücher.“ etc. …
    9. 9. Digitale, vernetzte Med ien sind jedoch nicht einfach nur „Too ls“ Sie verändern die schulische Organisationsweise von … Lernen Schulkultur Lernkultur und insbesondere lischen Organisationkultur. der schu
    10. 10. Wieso?
    11. 11. W ei l … Netzwerke nicht begrenzt und nicht-linear sind Software eigendynamisch agiert folglich dig ital vernetzte Kulturen zahlreiche emergente Effekte zeigen!
    12. 12. W ei l … Schule braucht Ordnungen, nicht Emergenzen! Netzwerke nicht begrenzt und nicht-linear sind Software eigendynamisch agiert folglich dig ital vernetzte Kulturen zahlreiche emergente Effekte zeigen!
    13. 13. 2. ! Linearität und Kontrolle als Organisationsprinzipien von Schule
    14. 14. Schule repräsentiert eine 
 „typographische Bildungskultur“, für die (schriftliche) Literalität maßgeblich ist, mit der nicht-lineare Medien folglich inkompatibel sind. Böhme, Jeanette: Schule am Ende der Buchkultur. Bad Heilbrunn 2006.
    15. 15. Linearität ist eine der Haupteigenschaften von Text
    16. 16. Linearität ist eine der Haupteigenschaften von Text Buchstabe nach Buchstabe Wort nach Wort Satz nach Satz Absatz nach Absatz Kapitel nach Kapitel Buch nach Buch
    17. 17. Linearisierung als zentrales Prinzip der Komplexitätsreduktion in der
 Organisation von Schule
    18. 18. Linearisierung als zentrales Prinzip der Komplexitätsreduktion in der
 Organisation von Schule Akten Listen Berichte Protokolle dokumentierte Prozesse
 (Scripts und Vorschriften für Entscheidungsprozesse) …
    19. 19. Linearisierung als zentrales Prinzip der Komplexitätsreduktion in der
 Organisation von Schule Organisation des Raumes Organisation der Zeit Ordnung der Schulklassen Ordnung der Schulfächer Festlegung der Kommunikationsstrukturen Festlegung der Wissensstrukturen
    20. 20. Linearisierung als zentrales Prinzip der Komplexitätsreduktion in der
 Organisation von Schule Organisation des Raumes hierarchisch aufgeteilt
    21. 21. Linearisierung als zentrales Prinzip der Komplexitätsreduktion in der
 Organisation von Schule Organisation des Raumes hierarchisch aufgeteilt Definiertes Schulgelände Jeder Unterricht in 1 Raum Arbeit vs. Freizeit separiert Separation von Jahrgangsstufen Notwendigkeit der räumlichen Separation 

    22. 22. Linearisierung als zentrales Prinzip der Komplexitätsreduktion in der
 Organisation von Schule Organisation der Zeit zerteilt und normalisiert
    23. 23. Linearisierung als zentrales Prinzip der Komplexitätsreduktion in der
 Organisation von Schule Organisation der Zeit zerteilt und normalisiert Notwendigkeit eines 
 synchronisierten
 Zeitmanagements 45-Minuten-Einheiten Lehrpläne Prüfungszeiten
    24. 24. Linearisierung als zentrales Prinzip der Komplexitätsreduktion in der
 Organisation von Schule Differenzierung von Schulklassen räumliche Trennung + Alterstrennung
    25. 25. Linearisierung als zentrales Prinzip der Komplexitätsreduktion in der
 Organisation von Schule zeitliche Anordnung
 Differenzierung von Themen
    26. 26. Linearisierung als zentrales Prinzip der Komplexitätsreduktion in der
 Organisation von Schule vordefinierte Typen sozialer Settings Festlegung der Kommunikationsstrukturen
    27. 27. Linearisierung als zentrales Prinzip der Komplexitätsreduktion in der
 Organisation von Schule Klassenprinzip Schulgemeinschaft lokale Orientierung Notwendigkeit 
 sozialer Separation vordefinierte Typen sozialer Settings Festlegung der Kommunikationsstrukturen
    28. 28. Linearisierung als zentrales Prinzip der Komplexitätsreduktion in der
 Organisation von Schule Vorauswahl/ Hierarchisierung von Wissenfeldern/ Kompetenzen Festlegung der Wissensstrukturen
    29. 29. Linearisierung als zentrales Prinzip der Komplexitätsreduktion in der
 Organisation von Schule Notwendigkeit
 kontrollierbarer Medien Schulbücher Lehrfilme Lehrsoftware Vorauswahl/ Hierarchisierung von Wissenfeldern/ Kompetenzen Festlegung der Wissensstrukturen
    30. 30. Linearisierung als zentrales Prinzip der Komplexitätsreduktion in der
 Organisation von Schule Notwendigkeit
 kontrollierbarer Medien Notwendigkeit eines 
 synchronisierten
 Zeitmanagements Notwendigkeit 
 sozialer Separation Notwendigkeit der räumlichen Separation 

    31. 31. Linearisierung als zentrales Prinzip der Komplexitätsreduktion in der
 Organisation von Schule Notwendigkeit
 kontrollierbarer Medien Notwendigkeit 
 sozialer Separation Diese Notwendigkeiten erscheinen
 uns selbstverständlich Notwendigkeit eines 
 synchronisierten
 Zeitmanagements Notwendigkeit der räumlichen Separation 

    32. 32. Neue Medien widersprechen der „linearen“ Organisation des Lernens
    33. 33. Ich bin ein klassisches Lernwerkzeug 2.0: e-Schulbuch, e-Arbeitsblatt, e-Griffel, e-Schulaufgabe. ! Du behältst die volle Kontrolle. Versprochen. (Und hier kommt das 
 trojanische Pferd ins Spiel.)
    34. 34. Das System Schule in seinen tradierten Organisationsformen wird durch nicht-lineare Netzwerke und digitale Akteure (Software-NutzerHybride) notwendig irritiert.
    35. 35. Kontrolle über Quellen und Inhalte Synchronisation soziale Separation räumliche Separation

    36. 36. Kontrolle über Quellen und Inhalte soziale Separation asynchrone & polychrone Strukturen Synchronisation räumliche Separation

    37. 37. Kontrolle über Quellen und Inhalte soziale Separation keine Kontrolle 
 (aber individuelle Filter) asynchrone & polychrone Strukturen Synchronisation räumliche Separation

    38. 38. Kontrolle über Quellen und Inhalte keine Kontrolle 
 (aber individuelle Filter) soziale Separation Netzwerke ohne definierte Grenzen asynchrone & polychrone Strukturen Synchronisation räumliche Separation

    39. 39. Kontrolle über Quellen und Inhalte soziale Separation keine Kontrolle 
 (aber individuelle Filter) Netzwerke ohne definierte Grenzen asynchrone & polychrone Strukturen hybride Räume, Ubiquität, Mobilität Synchronisation räumliche Separation

    40. 40. deliberative Kontrolle über Quellen und Inhalte deliberative soziale Begrenzungen keine Kontrolle 
 (aber individuelle Filter) Netzwerke ohne definierte Grenzen asynchrone & polychrone Strukturen hybride Räume, Ubiquität, Mobilität deliberative Synchronisation deliberative räumliche Separation

    41. 41. deliberative Kontrolle über Quellen und Inhalte deliberative soziale Begrenzungen Dies sind basale Kulturtechniken digitalisierter Welten! deliberative Synchronisation deliberative räumliche Separation

    42. 42. Informationsrecherche, Abgleich, Quellenkritik, Diversitätsmanagement versus Echokammer deliberative soziale Begrenzungen Dies sind basale Kulturtechniken digitalisierter Welten! deliberative Synchronisation deliberative räumliche Separation

    43. 43. Informationsrecherche, Abgleich, Quellenkritik, Diversitätsmanagement versus Echokammer Aufbau und Pfege von Netzwerken (Weak Ties!), Einschätzen von Netzwerkeffekten und -problemen Dies sind basale Kulturtechniken digitalisierter Welten! deliberative Synchronisation deliberative räumliche Separation

    44. 44. Informationsrecherche, Abgleich, Quellenkritik, Diversitätsmanagement versus Echokammer Aufbau und Pfege von Netzwerken (Weak Ties!), Einschätzen von Netzwerkeffekten und -problemen Dies sind basale Kulturtechniken digitalisierter Welten! Umgang mit polychronen, beschleunigten Zeitverhältnissen, Gestaltung von Eigenzeit deliberative räumliche Separation

    45. 45. Informationsrecherche, Abgleich, Quellenkritik, Diversitätsmanagement versus Echokammer Aufbau und Pfege von Netzwerken (Weak Ties!), Einschätzen von Netzwerkeffekten und -problemen Dies sind basale Kulturtechniken digitalisierter Welten! Umgang mit polychronen, beschleunigten Zeitverhältnissen, Gestaltung von Eigenzeit Handeln in hybriden on-/offline-Räumen, in globalen 
 inter- und transkulturellen Räumen
    46. 46. Informationsrecherche, Abgleich, Quellenkritik, Diversitätsmanagement versus Echokammer Aufbau und Pfege von Netzwerken (Weak Ties!), Einschätzen von Netzwerkeffekten und -problemen Es geht um erheblich mehr als Medienkompetenz und mediale Lehr-/Lerntools. Umgang mit polychronen, beschleunigten Zeitverhältnissen, Gestaltung von Eigenzeit Handeln in hybriden on-/offline-Räumen, in globalen 
 inter- und transkulturellen Räumen
    47. 47. Informationsrecherche, Abgleich, Quellenkritik, Diversitätsmanagement versus Echokammer Aufbau und Pfege von Netzwerken (Weak Ties!), Einschätzen von Netzwerkeffekten und -problemen Es geht um soziale, kulturelle, artikulative, partizipative und mediale Kompetenzen. Umgang mit polychronen, beschleunigten Zeitverhältnissen, Gestaltung von Eigenzeit Handeln in hybriden on-/offline-Räumen, in globalen 
 inter- und transkulturellen Räumen
    48. 48. Informationsrecherche, Abgleich, Quellenkritik, Diversitätsmanagement versus Echokammer Aufbau und Pfege von Netzwerken (Weak Ties!), Einschätzen von Netzwerkeffekten und -problemen Kul tivi eru be d ngs arf ! Umgang mit polychronen, beschleunigten Zeitverhältnissen, Gestaltung von Eigenzeit Handeln in hybriden on-/offline-Räumen, in globalen 
 inter- und transkulturellen Räumen
    49. 49. Wie zähmt man also dieses trojanische Pferd?
    50. 50. (Marty Ross, schottischer Schriftsteller, reitet ein Trojanisces Schaukelpferd, London Architecture Biennial 2004. http://bit.ly/trojanhorseride)
    51. 51. Handlungsoptionen Jöran Muuß-Meerholz: Schule und Web 2.0 – Wie Social Media die schulische Kommunikation durcheinanderwirbelt. In: Regenthal/ Schütte: Öffentlichkeitsarbeit macht Schule. Download: www.oeffentlichkeitsarbeit-schule.de
    52. 52. Prof. Dr. Benjamin Jörissen! Institut für Pädagogik! http://joerissen.name! benjamin@joerissen.name Präsentationsfolien → http://joerissen.name
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