Your SlideShare is downloading. ×

NPK2011: Schlafstörungen

671

Published on

Joergen Mattenklotz …

Joergen Mattenklotz
Fachkrankenpfleger für Psychiatrie
Experte für Edukation und Beratung
Fachbuchautor

Published in: Health & Medicine
0 Comments
1 Like
Statistics
Notes
  • Be the first to comment

No Downloads
Views
Total Views
671
On Slideshare
0
From Embeds
0
Number of Embeds
0
Actions
Shares
0
Downloads
9
Comments
0
Likes
1
Embeds 0
No embeds

Report content
Flagged as inappropriate Flag as inappropriate
Flag as inappropriate

Select your reason for flagging this presentation as inappropriate.

Cancel
No notes for slide

Transcript

  • 1. Schlaf Störungen Joergen Mattenklotz Fachkrankenpfleger für PsychiatrieExperte für Edukation und Beratung Fachbuchautor
  • 2. Was wollen wir tun?  Was ist Schlaf? Warum schlafen wir? Was passiert im Schlaf?  Wie viel Schlaf braucht der Mensch? Macht wenig Schlaf krank? Was tun wenn der Schlaf nie ausreicht?  Wann sollte man zu Bett gehen?  Was sollte ich vor dem Schlaf vermeiden? Was sollte ich vor dem Schlaf tun?  Woran erkenne ich eine Schlafstörung?  Ist eine Schlafstörung gefährlich, kann sie krank machen?  Wie entsteht Schnarchen-ist es gefährlich?  Ist ein regelmäßiger Mittagsschlaf sinnvoll?  Was kann man selbst tun für ein gesunden, erholsamen Schlaf? Natürliche Einschlafhilfen  Wie entstehen Alpträume, sind Sie Anlass zur Sorge? Warum vergessen wir so oft unsere Träume?  Können Mondphasen den Schlaf stören?  Wie sollte das Schlafzimmer aussehen?, wo das Bett stehen?, Welche Temperatur sollte das Schlafzimmer haben?
  • 3. Was wollen wir tun?  Welche Schlaflage ist die beste?  Welche Matratzen sind die besten?  Ist nackt schlafen gesund?  Welches Kissen ist gesund?  Wann sollte ich mich an ein Schlaflabor wenden?  Was ist beim Umgang mit Schlaftabletten zu beachten?  Informationsmöglichkeiten, Internetadressen
  • 4. Was ist Schlaf?  Schlaf /altgermanisch heißt ursprünglich „schlapp,schlaff“.  Schlaf nicht passiv, gleichmäßiger Ruhezustand, aktive Leistung des Organismus.  Schlaf-Wach Geschehen unterliegt einem bestimmten Rhythmus, Stichwort „ biologische Uhr“.  Schlafbedürfnis kommt immer in einer bestimmten Phase dieser Rhytmik. Denken und die Wahrnehmung werden stark reduziert, d.h. das Bewusstsein verändert sich, es kommt zum Träumen, der Schlafende bleibt weckbar.  Seit den 30er Jahren ist der Nachweiß der elektrischen Aktivitäten im Gehirn mittels EEG möglich
  • 5. Warum schlafen wir?  Es gibt hier keine erquickliche Antwort. Sicher ist, Leben ohne Schlaf ist nicht denkbar, der Schlaf gehört zu den Grundbedürfnissen des Menschen. Wir schlafen um uns zu erholen und zu regenerieren.  Im Schlaf erfolgt das Aufladen aller Batterien. Die Regeneration der Zellen, die Stärkung des Immunsystems, die Auffrischung der Energievorräte die Organisation unseres Gedächtnisses und die Bearbeitung seelischer Konflikte.
  • 6. Was passiert im Schlaf? Wie vielSchlaf braucht der Mensch?  Das Hormon Melatonin schaltet unsere Körpersysteme in den Nachtmodus. Wir verdauen, speichern Gelerntes ab, erwachen im Schnitt 28mal.  Statistiken zeigen: Neugeborene schlafen 16, Zehnjährige 10, Erwachsene sieben Stunden,  Macht wenig Schlaf krank? Wer über lange Zeit wenig Schlaf findet, erhöht das Risiko von für Frühdiabetes, Magen- Darm, Herzkreislauferkrankungen und auch Depressionen um das 4fache.
  • 7. Was tun, wenn der Schlaf nieausreicht?  Mögliche Ursachen können Schilddrüsenunterfunktion, Schlafstörungen wie Schlafapnoe oder das „Unruhige- Beine- Syndrom“ sein. Während des Reifevorgangs bei Menschen zwischen 15 und 25 tickt die innere Uhr generell anders, sie können oft nicht früh einschlafen.
  • 8. Wann sollte man zu Bett gehen?Zwischen 3 und 4 Uhr Nachts ist die biologische Mitternacht.Da sollte der Tiefschlaf beendet sein.Demnach müssen Erwachsene gegen 23 Uhr ins Bett, Kinder unter zwölf spätestens um 20 Uhr.
  • 9. Was sollte ich vor dem Schlafvermeiden? Was tun?  Vier Stunden vor dem Schlafen keine Hauptmahlzeit essen. Nach 18 Uhr eher keine Rohkost, schwer verdaulich.  Wenig trinken, Harndrang. Den letzten Alkohol zwei Stunden vor dem Schlaf, denn Alkohol ist Arbeit für den Organismus.  Warme Getränke entspannen. Sport 2 Stunden vor dem Einschlafen beenden. Wichtig!!Keine Computerarbeit, TV früh ausschalten, Licht wirkt aktivierend.  Hilfreich; Entspannen, ruhige Musik hören, Abendspaziergänge, lauwarme Bäder. Zum Einschlafen hilft monotone Stimulation, Hörbücher sind gut.  Sex hilft laut aktuellen Studien
  • 10. Woran erkenne ich eineSchlafstörung?  Keine Krankheit-Symptom, möglicherweise im Rahmen einer anderen Erkrankung. Die Entwicklung zu einer eigenständigen Erkrankung ist möglich.  Mögliche Symptome; Ein, Durchschlafprobleme, unruhiger, flacher, unerholsamer Schlaf, Früherwachen und Müdigkeit, Unwohlsein und Leistungsschwäche am Tag.  „Nicht-einschlafen-können“, mit Wachliegen und Grübeln.  Restless-legs-Syndrom  Auch zuviel an Schlaf , kann verschiedene Ursachen haben, sollte untersucht und behandelt werden. Die Tagesbefindlichkeit ist ist sowohl beim einen, wie dem anderen beeinträchtigt.
  • 11. Ist eine Schlafstörung gefährlich,kann sie krank machen?  Unterschiedliches Erscheinungsbild, verschiedene Ursachen  Zuwenig Schlaf ; Etwa 30% sind auf organische Leiden zurückzuführen, deren umfassende Diagnostik/Therapie Vorbedingung für eine erfolgreiche Behandlung ist.  Der größte Teil hat aber psychosoziale bzw. psychoreaktive Hintergründe  Viele Autounfälle sind eine Folge erhöhter Tagesmüdigkeit nach längerem Schlafdefizit.  Soziale Rückzugstendenzen; Es fehlt an Antrieb und Unternehmungslust. Immunabwehr ist geschwächt  Zuviel Schlaf ; Etwa 90% sind auf organische Leiden zurück- zuführen, Schlafapnoe-Narkolepsie-Schlaflabordiagnostik
  • 12. Wie entsteht Schnarchen- ist esgefährlich?  Entsteht im Schlaf in den oberen Atemwegen durch Vibration der Rachenwände  Gegünstigt durch Übergewicht, Rückenlage, Alkoholkonsum  Zunehmendes Alter Schlaf Apnoe  Therapie gibt es eher nicht, aber eine Empfehlung, Verzicht auf Alkohol, sed.Medikamente, Gewichtsreduktion, Vermeiden der Rückenlage im Schlaf  Wenn nix geht, und vor dem Krieg…..getrennte Schlafzimmer
  • 13. Ist ein regelmäßiger Mittagsschlafsinnvoll?  Es gibt eine zweiphasige Leistungskurve am Tag. Dabei kommt in den frühen Nachmittagsstunden Müdigkeit auf.  In vielen Ländern ist „Siesta“ ein fester Bestandteil des Tagesablaufs.  Wenn Mittagsruhe dann regelmäßig zur gleichen Zeit, und nicht länger als eine Stunde  Menschen mit Schlafstörungen, sollten eher keinen Mittagsschlaf machen, gerade sie sollten sich die Tagesmüdigkeit für den Abend aufsparen.
  • 14. Natürliche Einschlafhilfen  Kräuterkissen;getrocknete Primeln, Lilienblüten, Baldrian, Holunder, Hopfen als Pulver in Kissen, beruhigt das Nervensystem  Yoga/Kerze;Schulterstand 8-10 Atemzüge, regt die Nebennierendurchblutung an, schüttet Schlafhormon aus/ Serotonin  Heiße Milch mit getrockneten Primeln/Honig trinken. Primeln beruhigen die Nerven.  Salatherzen in Olivenöl anrösten, vor dem Schlafengehen essen, macht opiatähnliche Stoffe frei, macht müde/schläfrig.  Anissamen kauen, schnelleres einschlafen  Kopf mit Lavendel einmassieren, wirkt über Nervenrezeptoren beruhigend
  • 15. Alpträume  Es kommt im Leben immer mal zu angsterfüllten Erwachen mit Herzjagen, schwitzen, und Traumbilder. Verfliegt mit der Erkenntnis sicher/wach im Bett zu liegen.  Alpträume treten während des REM Schlafes auf, in der Regel kann der Traum nach dem Erwachen genau geschildert werden.  Wiederkehrende Alpträume sind meist ein Hinweiß auf einen ungelösten Konflikt.  Es wird beschrieben dass zusätzlicher Stress, wie er auch immer aus sieht das Auftreten von Albträumen begünstigt.  Vereinzelte Albträume sind kein Grund zur Sorge und gehören zur nächtlichen Lebensbühne.
  • 16. Können Mondphasen den Schlafstören?  Viele Menschen berichten über unruhige Nächte bei Vollmond. Die Ursachen müssen offen bleiben, da eine Untersuchung nicht möglich ist, aufgrund methodischer Mängel.  Es ist denkbar, dass Veränderungen des Erdmagnetfeldes bei entsprechend sensibelen Menschen, Störungen des Schlafes bewirken kann.  Welche Rolle allerdings anderes, wie Erwartungshaltung, Volksglaube, veränderte Lichtverhältnisse bei Vollmond oder pure Einbildung dabei hat, sei dahingestellt.
  • 17. Wie sollte das Schlafzimmeraussehen? Temperatur?  Wohnlich, warme Farben, kein Schreibtisch, kein Computer, auch eher kein Stauraum. Raum nicht stockfinster verdunkeln, aber verhindern das grelles Licht einfällt.  Kein blaues/weißes Leselicht- unterdrückt Melatonin, hält wach. Fenster lieber zu, vor dem Schlaf stoßlüften.  Bett sollte nicht am Fenster, nicht an der Heizung und nicht zwischen Tür/Fenster stehen(Zug!!). Das Kopfenden an der Wand gibt Sicherheit.  18 Grad Temperatur ist ideal, in jedem Fall kühler als das Wohnzimmer.
  • 18. Welche Schlaflage ist die beste?  Die entspannendste ist die rechte Seitenlage, eingerollt.  Auf der linken Seite stört der Herzschlag, auf dem Rücken schnarcht man mehr
  • 19. Welche Matratzen sind die besten?  Punktelastische Matratzen, die es in jedem Bettengeschäft gibt.  Eher harte Matratzen sind sinnvoll, die Feuchtigkeit gut abführen.  In vielen Überprüfungen schneiden Taschenfederkern oder Kaltschaum überdurchschnittlich gut ab.
  • 20. Ist nackt schlafen gesund?  Nein, weil es unhygienisch ist.  Wir schwitzen pro Nacht etwa 0,5 Liter Feuchtigkeit aus.  Schulter und Nacken sollten außerdem vor Zugluft geschützt sein  Deshalb; Schlafanzug
  • 21. Welches Kissen ist gesund?  Empfehlung; Kissen mit den Maßen 40 mal 80 Zentimeter.  Ein gutes Kissen muss den Nacken unterstützen
  • 22. Wann sollte ich mich an einSchlaflabor wenden?  Es gibt keine allgemeingültigen Grenzwerte zwischen normalen und gestörtem Schlaf.  Faustregel; Wenn über einen Monat und länger trotz Diagnostik/Behandlung keine Besserung der Schlafstörung, und der Befindlichkeit eingetreten ist, sollte ein Spezialist konsultiert werden, der Schlaflaboruntersuchungen durchführen kann.  Schnell muss Hilfe her, wenn starke Tagesmüdigkeit und Einschlafphasen am Tage auftreten.  Ungewöhnliche Ereignisse während des Schlafens wie Schlafwandeln, Alpträume und ähnliches sollten abgeklärt werden  Analyse zahlt die Krankenkasse
  • 23. Was ist beim Umgang mitSchlaftabletten zu beachten?  Schlafmittel sind wirksame Medikamente, die Schlafstörungen beseitigen können, die aber bei falschem Benutzen nachteilig auf den Gesundheitszustand auswirken können.  Schaden können Schlafmittel anrichten, wenn sie bei Schlafstörungen infolge organischer Erkrankungen eingesetzt werden, diese müssen anders behandelt werden.  Wenn sie unkontrolliert, zu hoch dosiert, zu lange (Sucht!!) eingenommen werden, Nebenwirkungen auftreten und diese nicht beachtet werden  Wenn Sie aprupt abgesetzt werden, der Betroffene unerwartet, verstärkt unter Nebenwirkungen leidet und dann ohne Absprache die Medikamente in höheren Dosen weiternimmt.
  • 24. Informationsmöglichkeiten/Internetadressen  www.schlafcoaching.com  www.bild.de/Natürliche Einschlafhilfen bei Schlafproblemen  Schlafanalysen  www.lokosana.com  www.sonicshop.de  Bioenergetisches Schlafen  Schadstofffreie Zudecken  Orthopädische Kopfkissen  www.samina.com

×