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wissensarbeit20_lindner_20100205

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Wissensarbeit 2.0: Was ist das? Was ist anders? Wie lassen sich digitale Informations-Ökosysteme für digitale WissensarbeiterInnen designen?

Published in: Business, Education, Technology
  • super präsentation , auch wenn sie schon 2 Jahre alt ist :-)
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  • Sehr informativ und gut gemacht.
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  • das interessante ist ja, dass in '1984' das ministerium als eine art computer geschildert wird, der auf der prozessierung von schriftbasierter informations- und wissensarbeit basiert. sogar die programmiersprache (die neusprech-grammatik) wird ausdrücklich thematisiert.

    dazu passt, dass man ausgerechnet in der zeit der frühen mainframe-computer (1940er und 1950er) , bei denen die bits noch einzeln durch riesige verkabelte schränke geschoben wurden, geradezu obsessiv mit sprache befasst war.

    diese zentrale funktion von sprache/schrift müsste man auch heute noch einmal vergegenwärtigen ...
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  • endlich habe ich meine #wissensarbeit20 -präsentation (web edition) von der #learntec hochgeladen: http://is.gd/88W4x
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  • Interessante Inhalte - gut visualisiert, deshalb einer meiner Favoriten. - Danke für das Teilen!

    Die Assoziationen mit 1984 geben mir allerdings zu denken...
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wissensarbeit20_lindner_20100205

  1. 1. Wissensarbeit 2.0 Use these Tools, your Mind will Follow! 4. Februar 2010 (Learntec, Karlsruhe) Martin Lindner http://twitter.com/martinlindner
  2. 2. CDU, um 1946: „Wir stehen am Anfang einer Zeitenwende! Das bürgerlich-kapitalistische Zeitalter ist vorbei! Dem Sozialismus gehört die Zukunft!
  3. 3. Visionäre Vorschau auf das Web 2.0: „Doch wahrer Sozialismus heißt nicht Kollektivismus, verantwortungsbewußter Sozialismus nicht Vermassung!“
  4. 4. 1983
  5. 5. Ein/e WissensarbeiterIn ist jemand, der/die auf einen Bildschirm starrt. 2010
  6. 6. Auch Papier ist eine Art „Screen“: Oberfläche mit Zeichen & Symbolen Vannevar Bush, „Memex“ (1945)
  7. 7. Die Ursituation der Wissensarbeit: Zeug kommt rein, Zeug geht raus. Stuff out Stuff in Mit Dank an David Allen, Getting Things Done (2001)
  8. 8. Wissensarbeit 1984 (veröffentlicht 1948)
  9. 9. „Vor dem Teleschirm mit dem Sprechschreiber waren zwei Rohrpost-Öffnungen, eine für schriftliche Mitteilungen und eine größere für die Dokumente. (...) Winston wählte auf dem Teleschirm „Frühere Nummern“ und forderte die benötigten Dokumente an, die wenige Augenblicke später aus der Rohrpost herausgeglitten kamen.“ George Orwell, 1984 (In einer gestrichenen Manuskript-Passage berichtet ein Kollege, dass er sich via Tele- schirm mit Kollegen auf anderen Kontinenten austauscht.)
  10. 10. Wissensarbeiter 1984
  11. 11. Informationsarbeit: Vorgegebene Inhalte modifizieren „Zwei Aufgaben waren Routine-Angelegenheiten, wenn auch die zweite ein langweiliges Durch- ackern von Zahlenlisten erfordern würde.“ George Orwell, 1984
  12. 12. Wissenssarbeit: Nicht wissen, was das konkrete Resultat sein wird* „Aber es gab auch schwierige Aufgaben, in denen man sich verlieren konnte wie in den Tiefen mathematischer Probleme, von nichts geleitet als der Kenntnis der Prinzipien … und dem eigenen Einfühlungsvermögen ...“ George Orwell, 1984 In Anlehnung an die Definition von Peter Drucker
  13. 13. 1984: Beiläufige, informelle Kommunikation ist verboten.
  14. 14. 1994: „Wir sind Opfer des 'Tunnel-Design'.“ John Seely Brown & Paul Duguid
  15. 15. Semantische FOKUS Soziale Peripherie .doc Peripherie (z.B. Google, (Communities Twitter, Feeds of Practice, of & Tags ... Interest ...)
  16. 16. MS Office explodiert! Google 7 Minuten! shreddert (durchschnittliche Zeit Inhalte ohne Unterbrechung) Permanente Anrufe E-mail Flut! Ablage- Systeme Meetings, Meetings, Meetings
  17. 17. Arbeitsplatz 2001
  18. 18. Viertakter 1. Ansaugen Ottomotor: 2. Verdichten 3. Arbeiten 4. Ausstoßen = Ansaugen ... Dank für die Metapher an Matt Webb http://upload.wikimedia.org/wikipedia/commons/a/a6/4-Stroke-Engine.gif
  19. 19. Ansaugen, Verdichten, Arbeiten, Ausstoßen Matt Webb, The Web As Movement, Talk (2008) http://berglondon.com/talks/movement/?slide=29
  20. 20. The Web As Movement (Matt Webb) „Es braucht einen Funken, um das Ganze in Gang zu setzen. Wie bei einem Online Community Forum. Und dann dreht sich der Kolben, und es ist beinahe ein Nebeneffekt, dass dabei Bewegung nach außen auf die Räder übertragen wird. Ein anderer Nebeneffekt besteht darin, dass diese Bewegung zugleich wieder für neues Ansaugen sorgt, womit der Kreislauf neu beginnt. Es ist also eine selbsterhaltende Bewegung – so wie man die Energie vom Frühstück benutzt, um das Mittagessen zuzubereiten, und dann die Energie vom Abendessen, um wieder aufzustehen und Frühstück zu machen.“ Matt Webb, The Web As Movement, Talk (2008) http://berglondon.com/talks/movement/?slide=18
  21. 21. Das Microcontent-Office
  22. 22. Wissen, das nicht im Umlauf ist, ist jetzt schon vergessen. (Wissen, das nicht im Web ist, ist jetzt schon vergessen.)
  23. 23. Das Microcontent Ökoysystem: InfoClouds & InfoFlows
  24. 24. Fokus
  25. 25. McKinsey 2009: 12 Typen von Wissensarbeitern http://whatmatters.mckinseydigital.com/flash/collaboration/
  26. 26. Typ 1: Kommunikation in Kürzeln & Übersichten Manager Performer Verkäufer Projektmanager
  27. 27. Typ 2: Sachliche Interaktion Berater Instrukteur Agent Helfer / Zuarbeiter Projektmanager
  28. 28. Typ 3: Inhalte im Zentrum der Kollaboration Administrator Investigator Forscher Urheber/Kreativer
  29. 29. Die McKinsey-Idee: den 12 Typen von Wissensarbeitern typische kollaborative Arbeitsformen und von da aus dann typische Web-Applikationen zuordnen. (Die Idee ist richtig, die konkrete Umsetzung erscheint mir noch verbesserungsfähig. In der Folge meine ersten Schematisierungs-Versuche:)
  30. 30. Aspekte von Wissensarbeit Passende Applikationen AUTHORING Blog | Wiki | Etherpad | 'Dokumente' verfertigen GDocs ... KOMMUNIZIEREN (Micro-)Blogging | IM | Voice Vernetzen, Präsenz over IP | Webconferencing WISSEN Social Bookmarking | Wikis | AUFBAUEN Tagging |Feed Aggregator ... ZIRKULATION (Micro-)Blogging | MICROCONTENT Multimedia Mikro-Objekte KOLLEKTIVE Soziales Filtern INTELLIGENZ (Linken, Rating ...) PROJEKT Wiki | Agile PM 2.0 MANAGEMENT Applikationen
  31. 31. Aufgabe: Versuchen Sie, die typischen Funktionen von Wissensarbeit auf diese drei (groben) Typen organisierter Kollaboration zu projizieren: Welche Tools & Techniken werden bereits in herkömmlichen Organisationen eingesetzt, um diese Funktionen schlecht oder recht zu erfüllen? (Viele dieser Funktionen werden überhaupt erst klar benennbar und gut unterscheidbar, weil neue spezialisierte Web 2.0-Applikationen sie jetzt einzeln adressieren. Aber im alten Büro gab es sie irgendwie auch, und sei es als unerfülltes Bedürfnis.)
  32. 32. Welche Tools, Methoden und Applikationen stehen zur Verfügung? Welche sind typisch für den jeweiligen Organisations-Typus?
  33. 33. Welche Tools, Methoden und Applikationen stehen zur Verfügung? Welche sind typisch für den jeweiligen Organisations-Typus?
  34. 34. Welche Tools, Methoden und Applikationen stehen zur Verfügung? Welche sind typisch für den jeweiligen Organisations-Typus?
  35. 35. Welche Tools, Methoden und Applikationen stehen zur Verfügung? Welche sind typisch für den jeweiligen Organisations-Typus?
  36. 36. Welche Tools, Methoden und Applikationen stehen zur Verfügung? Welche sind typisch für den jeweiligen Organisations-Typus?
  37. 37. Welche Tools, Methoden und Applikationen stehen zur Verfügung? Welche sind typisch für den jeweiligen Organisations-Typus?
  38. 38. Es geht um das Design von Arbeitsumgebungen. „Social Media Business Design“ ist die bewusste Herstellung von vernetzten Ökosystemen, Prozessen und Kulturen, die auf dynamischen Signalen aufbauen, 'Schwarmintelligenz' ausnutzen & 'Metafilter' einsetzen.“ (Dachis Group) (Das klingt arg abstrakt und ein wenig zu penetrant nach Consultant-Sprache, aber im Kern stimmt es.)
  39. 39. Wie lässt sich ein passendes Ökosystem aus InfoClouds & InfoFlows designen?
  40. 40. “Media is no longer something we do, but something we become part of.” Marshall McLuhan
  41. 41. Deskworker
  42. 42. Nutzersicht 1.0
  43. 43. Cloudworker (Einkünftiger Arbeitsplatz von Wissensarbeitern sieht vielleicht nicht so aus, aber er fühlt sich so an.)
  44. 44. Nutzersicht 2.0
  45. 45. Sieben Prinzipien für das Design von Wissensarbeit 2.0-Umgebungen 1. Jede/r NutzerIn fühlt sich als Mittelpunkt des Universums 2. Der Grundstoff ist Microcontent: nicht größer als ein Screen, nicht länger als eine Aufmerksamkeitsspanne 3. Den Eindruck von Einfachheit erzeugen 4. Offenheit, Offenheit, Offenheit (des Design, der Inhalte, der Kollaboration) 5. Reiche Peripherie, beiläufige Aufmerksamkeit 6. Flow-Erlebnis (nicht vordefinierte Workflows) 7. Jeder Klick zuviel ist tödlich
  46. 46. User Experience Design
  47. 47. Beispiel: Kollaborativer Informations-Verdauungskreislauf aus Web 2.0-Modulen, zusammengehalten von Feeds
  48. 48. Widgets für Microinformation-Flows (und Browser-Plugins, um Mikroinhalte nebenbei zu produzieren)
  49. 49. Stellen wir uns z.B. den beiläufigen Flow von Mikroinforma- tionen und Wissens-Bausteinen vor, wie einen Radio-Kanal, dessen Programm ich selbst beeinflusse …
  50. 50. Statt Songs erscheint ein Feed meiner Microcontent-Items. (Und die Hits sind in 'Heavy Rotation'.)
  51. 51. Mit Daumen rauf/runter kann ich die Items hierarchisieren.
  52. 52. Ein Klick, und ich kann den Feed neu arrangieren.
  53. 53. Ein dynamisches Aufmerksamkeits-Management-System.
  54. 54. Wissen, das nicht im Umlauf ist, ist jetzt schon vergessen.
  55. 55. Vielen Dank. Martin Lindner MicroWeb Forschung & Beratung http://twitter.com/martinlindner martin.lindner@gmail.com

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