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Dr. Benjamin Jörissenhttp://joerissen.namebenjamin@joerissen.namemedien impuls – Tagung der fsfBerlin, 12. Juni 2013Strukt...
1. „Bildung“ in komplexen Gesellschaften: vomBildungskanon zur Strukturalen Bildungstheorie2. Bildung und „Artikulation“3....
1. „Bildung“ in komplexen Gesellschaften
<ironic	  mode></ironic	  mode>„Staat,	  Frieden,	  Molekül,	  Geist,	  Sport.	  New	  York,	  Borneo,	  Bielefeld	  —	  5...
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TextComenius	  (1592-­‐1670)
 Der	  historische	  Sinn	  des	  Bildungskanons	  1)	  Rückbezug	  auf	  ideale	  Formen2)	  „sich	  allgemein	  machen“
Moderne	 	zweite Moderne /PostmoderneOrientierungskrisen
Wilhelm	  von	  Humboldt	  (1767-­‐1835)Humboldt,	  Wilhelm	  von	  (1792):	  Ideen	  zu	  einem	  Versuch,	  die	  Grenze...
Wolfgang	  Kla*iDrei	  zentrale	  Aspekte	  von	  Bildung:	  SelbstbesVmmungMitbesVmmungSolidaritätsfähigkeitKla`i,	  Wolf...
Marotzki,	  Winfried:	  Entwurf	  einer	  strukturalen	  Bildungstheorie.	  Weinheim:	  Deutscher	  Studien-­‐Verlag,	  19...
Bildungsbegriff„struktural“?Strukturmuster	  der	  Weltaufordnung;Komplexität	  und	  OrienVerungswert	  dieser	  Muster	  
Strukturale	  BildungstheorieBildung	  als	  Prozess	  der	   	   Herstellung	  von	  Bes:mmtheit	  	  	  	  	  	  	  	  	...
Strukturale	  BildungstheorieBildung	  als	  Prozess	   	   	   versus	  Lernen	   	   	   versus	  „Gebildetheit“	  (Kanon)
Strukturale	  BildungstheorieBildung	  als	  Prozess	  der	   	   TransformaDon	  von	  	  	  	  	  	  Selbst-­‐	  und	  W...
transformatorisch-strukturalesBildungsverständnis
TentaDvitätOffenheit	  für	  Fremdheit/AndersheitAlteritätExploraDon,	  KreaDvität	  ,	  Als-­‐ob-­‐HandelnOrienDerung Umga...
2. Bildung und „Artikulation“
Formen	  der	  ArKkulaKon	  im	  Social	  Web	  • Klick-­‐AkKonen– Freundschaeseinladungen– Weiterleitung– „Like“-­‐Bufons...
täglich:9300	  neue	  Fotos60.000	  neue	  Bildkri>kenseit	  2001:20	  Millionen	  Fotos170	  Millionen	  Bildkri>ken
51	  Millionen	  Mitglieder6	  Milliarden	  Fotos
hfp://www.starwreck.com/faq.php
a. performativer Prozess der Explikationmenschlicher Erfahrung im sozialen Raumvs.b. symbolische Prägnanzformdes Ausdrucks...
Jung,	  Mafhias	  (2005):	  „Making	  us	  explicit“:	  ArVkulaVon	  als	  	  OrganisaVonsprinzip	  von	  Erfahrung.	  In:...
implizit-qualitative Gestaltgelebter Erfahrungexplizit-semantische Gestalteines prägnanten SymbolismusJung,	  Mafhias	  (2...
„Wer	  sich	  arVkuliert,	  deutet	  seine	  qualitaVve	  Erfahrung,	  indem	  er	  sie	  (...)	  zur	  Sprache,	  zum	  B...
P R O Z E S SPRODUKT
ArtikulationReflexion Anerkennung
Artikulation im BildungsprozessErfahrung
PrägnanzArtikulation im BildungsprozessErfahrung
Artikulation im BildungsprozessReflexionErfahrungPrägnanz
PrägnanzArtikulation im BildungsprozessReflexionErfahrungÄußerung
PrägnanzArtikulation im BildungsprozessAushandlungReflexion ReflexionErfahrungAntwortÄußerung
PrägnanzArtikulation im BildungsprozessAushandlungReflexion ReflexionErfahrungAntwortÄußerung
PrägnanzArtikulation im BildungsprozessAushandlungReflexion ReflexionErfahrungAntwortÄußerung
b. Artikulation als symbolische Prägnanzformdes Ausdrucks und der WahrnehmungOswald Schwemmer: Kulturphilosophie. Eine med...
Schwemmer 2005, S. 55.medialeFormbildungsmöglichkeitenkulturelle Prägnanzmuster(symbolische Formen)Artikulationsakte(Proze...
Erwin Panofsky: Die Perspektive als „symbolische Form“.In: ders., Aufsätze zu Grundfragen der Kunstwissenschaft. Berlin: S...
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160 Z + Netzwerkhtml + rssjava, mysql + phpMeldung/AphorismusJournaleintragz.B. Online-CommunityTweetWeblogSoftwareinstitu...
160 Z + Netzwerkhtml + rssjava, mysql + phpMeldung/AphorismusJournaleintragz.B. Online-CommunityTweetWeblogSoftwareinstitu...
Qualitäten von Artikulation1) (implizite oder explizite) Reflexion aufMedialität: Gestaltung, Mitgestaltung,Umgestaltung au...
3.Medienbildung –Bildung in der Netzzeit** „Netzzeit“ geklaut bei Peter Glaser, hier aber als Epoche gemeint.http://blog.z...
Artikulationen verweisen in digitalen Umgebungenzugleich auf ihre Re-MediatisierungenDigitale mediale Architekturen sind i...
Die Kultivierung digitaler Medienkultur ist eingesellschaftliches Entwicklungsfeld!„Digitale Kultur“ als Partizipation ans...
Subjekt Öffentlichkeitenmediale ArchitekturenReflexion Partizipationtransaktionale Effekte(Um-/Gestaltung)mediale Artikulat...
Medialität als zentrales Strukturierungsmoment im Alltaginformelle, non-formale und formale Bereiche
Neue Aufgaben der MedienpädagogikErforschung der neuen komplexen ArchitekturenMitgestaltung medialer ArchitekturenWahrnehm...
Dr. Benjamin Jörissenhttp://joerissen.namebenjamin@joerissen.namemedien impuls – Tagung der fsfBerlin, 12. Juni 2013Vielen...
Strukturale (Medien-) Bildung -  Was Medienpädagogik in der aktuellen Medienwelt leisten kann..
Strukturale (Medien-) Bildung -  Was Medienpädagogik in der aktuellen Medienwelt leisten kann..
Strukturale (Medien-) Bildung -  Was Medienpädagogik in der aktuellen Medienwelt leisten kann..
Strukturale (Medien-) Bildung -  Was Medienpädagogik in der aktuellen Medienwelt leisten kann..
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  1. 1. Dr. Benjamin Jörissenhttp://joerissen.namebenjamin@joerissen.namemedien impuls – Tagung der fsfBerlin, 12. Juni 2013Strukturale (Medien-) BildungWas Medienpädagogik in deraktuellen Medienwelt leisten kann
  2. 2. 1. „Bildung“ in komplexen Gesellschaften: vomBildungskanon zur Strukturalen Bildungstheorie2. Bildung und „Artikulation“3.Artikulation in digitalen Kulturen
  3. 3. 1. „Bildung“ in komplexen Gesellschaften
  4. 4. <ironic  mode></ironic  mode>„Staat,  Frieden,  Molekül,  Geist,  Sport.  New  York,  Borneo,  Bielefeld  —  50  Ideen,  50  Orte,  aktuelle  Brennpunkte,  historische  StäDen.“
  5. 5. <ironic  mode></ironic  mode>?
  6. 6. TextComenius  (1592-­‐1670)
  7. 7.  Der  historische  Sinn  des  Bildungskanons  1)  Rückbezug  auf  ideale  Formen2)  „sich  allgemein  machen“
  8. 8. Moderne zweite Moderne /PostmoderneOrientierungskrisen
  9. 9. Wilhelm  von  Humboldt  (1767-­‐1835)Humboldt,  Wilhelm  von  (1792):  Ideen  zu  einem  Versuch,  die  Grenzen  der  Wirksamkeit  des  Staates  zu  besVmmen.  In:  Ders.:  Werke  in  fünf  Bänden.  Bd.  1.    (3.Aufl.).  Darmstadt  1980,  S.  64  „Der  wahre  Zweck  des  Menschen  –  nicht  der,  welchen  die  wechselnde  Neigung,  sondern  welche  die  ewig  unveränderliche  Vernun5  ihm  vorschreibt  –  ist  die  höchste  und  propor:onlirlichste  Bildung  seiner  Krä5e  zu  einem  Ganzen.“
  10. 10. Wolfgang  Kla*iDrei  zentrale  Aspekte  von  Bildung:  SelbstbesVmmungMitbesVmmungSolidaritätsfähigkeitKla`i,  Wolfgang  (1985):  Neue  Studien  zur  Bildungstheorie  und  Didak;k.  Beiträge  zur  kri;sch-­‐konstruk;ven  Didak;k.  Weinheim/Basel,  S.  17
  11. 11. Marotzki,  Winfried:  Entwurf  einer  strukturalen  Bildungstheorie.  Weinheim:  Deutscher  Studien-­‐Verlag,  1990„StrukturaleBildungstheorie“
  12. 12. Bildungsbegriff„struktural“?Strukturmuster  der  Weltaufordnung;Komplexität  und  OrienVerungswert  dieser  Muster  
  13. 13. Strukturale  BildungstheorieBildung  als  Prozess  der     Herstellung  von  Bes:mmtheit                                und  Ermöglichung  von                                                   UnbesDmmtheit
  14. 14. Strukturale  BildungstheorieBildung  als  Prozess       versus  Lernen       versus  „Gebildetheit“  (Kanon)
  15. 15. Strukturale  BildungstheorieBildung  als  Prozess  der     TransformaDon  von            Selbst-­‐  und  Weltverhältnissenunter  Bedingungen  von  Wandel  und  Krise  (Kon:ngenz-­‐  und  Komplexitätssteigerung)
  16. 16. transformatorisch-strukturalesBildungsverständnis
  17. 17. TentaDvitätOffenheit  für  Fremdheit/AndersheitAlteritätExploraDon,  KreaDvität  ,  Als-­‐ob-­‐HandelnOrienDerung Umgang  mit  KonDngenzFlexibilisierungUmorienDerung,Reframing,  Reflexivität
  18. 18. 2. Bildung und „Artikulation“
  19. 19. Formen  der  ArKkulaKon  im  Social  Web  • Klick-­‐AkKonen– Freundschaeseinladungen– Weiterleitung– „Like“-­‐Bufons,  „Favsterne“• Standard-­‐Elemente– Avatare,  Profilbilder– Nicknames– ProfilinformaVonen– Hintergrundbilder– Gruppenmitglied-­‐schaeen– etc.  …• offene  Beiträge– Text-­‐,  Audio-­‐  Bild-­‐,  Videobeiträge  in  Weblogs,  Netzwerken  u.a.– Kommentare– etc.  …• Vernetzte  KollaboraKonenFilm-­‐,  Foto-­‐,  Musik-­‐,  MusikprodukVons-­‐,  Programmier-­‐,  ...,  Wissens-­‐CommuniVes  und  -­‐Netzwerke
  20. 20. täglich:9300  neue  Fotos60.000  neue  Bildkri>kenseit  2001:20  Millionen  Fotos170  Millionen  Bildkri>ken
  21. 21. 51  Millionen  Mitglieder6  Milliarden  Fotos
  22. 22. hfp://www.starwreck.com/faq.php
  23. 23. a. performativer Prozess der Explikationmenschlicher Erfahrung im sozialen Raumvs.b. symbolische Prägnanzformdes Ausdrucks und der Wahrnehmung
  24. 24. Jung,  Mafhias  (2005):  „Making  us  explicit“:  ArVkulaVon  als    OrganisaVonsprinzip  von  Erfahrung.  In:  Schlefe/Jung  (2005),  Anthropologie  der  ArVkulaVon.  Begriffliche  Grundlagen  und  transdisziplinäre  PerspekVven.  Würzburg:  Königshausen  &  Neumann,  S.  103-­‐142.a. Artikulation als Explikation von Erfahrung
  25. 25. implizit-qualitative Gestaltgelebter Erfahrungexplizit-semantische Gestalteines prägnanten SymbolismusJung,  Mafhias  (2005):  „Making  us  explicit“:  ArVkulaVon  als    OrganisaVonsprinzip  von  Erfahrung.  In:  Schlefe/Jung  (2005),  Anthropologie  der  ArVkulaVon.  Begriffliche  Grundlagen  und  transdisziplinäre  PerspekVven.  Würzburg:  Königshausen  &  Neumann,  S.  103-­‐142.a. Artikulation als Explikation von Erfahrung
  26. 26. „Wer  sich  arVkuliert,  deutet  seine  qualitaVve  Erfahrung,  indem  er  sie  (...)  zur  Sprache,  zum  Bild,  zur  Musik  oder  wozu  auch  immer  bringt.“Jung 2005, S. 126
  27. 27. P R O Z E S SPRODUKT
  28. 28. ArtikulationReflexion Anerkennung
  29. 29. Artikulation im BildungsprozessErfahrung
  30. 30. PrägnanzArtikulation im BildungsprozessErfahrung
  31. 31. Artikulation im BildungsprozessReflexionErfahrungPrägnanz
  32. 32. PrägnanzArtikulation im BildungsprozessReflexionErfahrungÄußerung
  33. 33. PrägnanzArtikulation im BildungsprozessAushandlungReflexion ReflexionErfahrungAntwortÄußerung
  34. 34. PrägnanzArtikulation im BildungsprozessAushandlungReflexion ReflexionErfahrungAntwortÄußerung
  35. 35. PrägnanzArtikulation im BildungsprozessAushandlungReflexion ReflexionErfahrungAntwortÄußerung
  36. 36. b. Artikulation als symbolische Prägnanzformdes Ausdrucks und der WahrnehmungOswald Schwemmer: Kulturphilosophie. Eine medientheoretischeGrundlegung. München: Fink 2005
  37. 37. Schwemmer 2005, S. 55.medialeFormbildungsmöglichkeitenkulturelle Prägnanzmuster(symbolische Formen)Artikulationsakte(Prozesse,Werke)
  38. 38. Erwin Panofsky: Die Perspektive als „symbolische Form“.In: ders., Aufsätze zu Grundfragen der Kunstwissenschaft. Berlin: Spiess 1992, S. 99-167.dynamische medialeEigenstrukturen alsFormbildungsmöglichkeitenPrägnanzmuster(symbolische Formeni.S. Cassirers)Architektur vs.Plastik vs.Bild(fläche)PerspektiveFarbeFormsprache (…)TempelSkulpturGemäldeArtikulationsakte(Prozesse,Werke)
  39. 39. Erwin Panofsky: Die Perspektive als „symbolische Form“.In: ders., Aufsätze zu Grundfragen der Kunstwissenschaft. Berlin: Spiess 1992, S. 99-167.medialeFormbildungsmöglichkeitenPrägnanzmuster(symbolische Formen)160 Zeichen + Netzwerkhtml + rssjava, mysql + phpMeldung/AphorismusJournaleintragz.B. Online-CommunityTweetWeblogSoftwareArtikulationsakte(Prozesse,Werke)
  40. 40. 160 Z + Netzwerkhtml + rssjava, mysql + phpMeldung/AphorismusJournaleintragz.B. Online-CommunityTweetWeblogSoftwareinstitutionell-ökonomischeKontexteInternet Business,Verwaltung,Medienrecht, ...medialeFormbildungsmöglichkeitenPrägnanzmuster(symbolische Formen)Artikulationsakte(Prozesse,Werke)
  41. 41. 160 Z + Netzwerkhtml + rssjava, mysql + phpMeldung/AphorismusJournaleintragz.B. Online-CommunityTweetWeblogSoftwareinstitutionell-ökonomischeKontexteInternet Business,Verwaltung,Medienrecht, ...medialeFormbildungsmöglichkeitenPrägnanzmuster(symbolische Formen)Artikulationsakte(Prozesse,Werke)
  42. 42. Qualitäten von Artikulation1) (implizite oder explizite) Reflexion aufMedialität: Gestaltung, Mitgestaltung,Umgestaltung auf Medienebene2) (implizite oder explizite) Reflexion aufkulturelle Formen: Gestaltung, Mitgestaltung,Umgestaltung auf Ausdrucksebene(z.B. Ästhetik oder Organisation von Wissen)3) nicht strukturell reflexiveArtikulationsformen
  43. 43. 3.Medienbildung –Bildung in der Netzzeit** „Netzzeit“ geklaut bei Peter Glaser, hier aber als Epoche gemeint.http://blog.zdf.de/hyperland/2011/07/aus-jetztzeit-wird-netzzeit/
  44. 44. Artikulationen verweisen in digitalen Umgebungenzugleich auf ihre Re-MediatisierungenDigitale mediale Architekturen sind integraler Teilvon ArtikulationsprozessenSie verändern die Struktur von Artikulation undsie verändern das Subjekt von Artikulation
  45. 45. Die Kultivierung digitaler Medienkultur ist eingesellschaftliches Entwicklungsfeld!„Digitale Kultur“ als Partizipation anstrukturalen Artikulationsprozessen,als Mitgestaltung medialer Architekturen
  46. 46. Subjekt Öffentlichkeitenmediale ArchitekturenReflexion Partizipationtransaktionale Effekte(Um-/Gestaltung)mediale Artikulation
  47. 47. Medialität als zentrales Strukturierungsmoment im Alltaginformelle, non-formale und formale Bereiche
  48. 48. Neue Aufgaben der MedienpädagogikErforschung der neuen komplexen ArchitekturenMitgestaltung medialer ArchitekturenWahrnehmung der Quervernetzung mediatisierterBereiche bezogen auf Wissen und Kultur
  49. 49. Dr. Benjamin Jörissenhttp://joerissen.namebenjamin@joerissen.namemedien impuls – Tagung der fsfBerlin, 12. Juni 2013Vielen Dank für IhreAufmerksamkeit!
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