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PM-IMS-04022010 _gkv markt 20009_.pdf

[PDF] Pressemitteilung: GKV-Ausgabenwachstum bei Arzneimitteln bleibt in 2009 mit 5,3% unter der vereinbarten Grenze
[http://www.lifepr.de?boxid=144710]

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  1. 1. Medieninformation Frankfurt, 04.02.2010 GKV-Ausgabenwachstum bei Arzneimitteln bleibt in 2009 mit 5,3% unter der vereinbarten Grenze Die Ausgaben für Arzneimittel, Impfstoffe und (Test-) Diagnostika belaufen sich für den gesamten GKV-Markt (GKV: Gesetzliche Krankenversicherung) 2009 auf 30,9 Mrd. Euro zu Apothekenverkaufspreisen (AVP), ohne Abzug von Hersteller- Zwangsrabatten. Auch Einsparungen aus Rabattverträgen bleiben unberücksichtigt, da diese nicht zeitnah veröffentlicht werden. Im Vergleich zum Vorjahr bedeutet das eine Steigerung von +4,4%. Ohne Impfstoffe erhöht sich die Ausgabensteigerung für Arzneien auf +5,3% (29,7 Mrd. Euro). +5,3% Veränderungsrate in +/-% +4,4% +1,5% +1,6% Umsatz Absatz (AVP*) (in Packungen) GKV-Gesamtmarkt GKV-Markt ohne Impfstoffe Quelle: IMS PharmaScope® GKV * AVP = Apothekenverkaufspreis (ohne Abzug von Zwangsrabatten) Der Ausgabenzuwachs bei Arzneimitteln blieb in 2009 unter der vereinbarten Grenze Dass der Zuwachs bei Ausschluss der Vakzine höher ausfällt, hängt mit der Entwicklung des Vor- und Vorvorjahres zusammen. Denn seit dem GKV-Wettbewerbsstärkungsgesetz aus dem Jahr 2007 müssen die Krankenkassen vermehrt Impfleistungen bezahlen. Das hatte in der
  2. 2. -2- Folge zunächst in 2008 zu einem politisch gewünschten Ausgabenschub bei Impfungen geführt, bevor in 2009 bei manchen Vakzinen, vor allem Einfach-Impfstoffen, ein Rückgang gegenüber 2008 zu verzeichnen war. Der Zuwachs verbleibt dennoch unter der zwischen Krankenkassen und Kassenärztlicher Bundesvereinigung getroffenen Rahmenvereinbarung von +5,6%. Der Absatz nach abgegebenen Packungen in Apotheken erhöhte sich im GKV-Gesamtmarkt um +1,5% auf 676 Mio. Packungen einschließlich und um +1,6% ausschließlich Impfstoffen. Therapeutischer Fortschritt in Spezialbereichen Das Wachstum im Arzneimittelmarkt resultiert aus innovativen Spezialbereichen. Im Jahr 2009 stieg der Umsatz (Berechnung zum Abgabepreis des pharmazeutischen Unternehmers) aus Verordnungen hausärztlich tätiger Praktiker/Internisten nur um knapp +2%. Hingegen legte der Verordnungsumsatz aus ausgewählten, mehrheitlich hochspezialisierten Facharztgruppen um +13% zu. Umsatzentwicklung aus Verordnungen Umsatzentwicklung aus Verordnungen von hausärztlich tätigen von auf Fachgebiete Praktikern/Internisten spezialisierten Ärzten (Auswahl)* Umsatz GKV gesamt** +/-%** Umsatz GKV gesamt** +/-%** 9,3 Mrd. Euro* +1,5% 5,6 Mrd. Euro* +12,9% * Ausgewählte Fachgruppen: Diabetologie/Endokrinologie, Kardiologie/Angiologie, Nephrologie, Rheumatologie, Onkologie, Gastroenterologie, Pneumologie, Neurologie/Psychiatrie, Ophtalmologie, Orthopädie ** Umsatz in Euro zum Abgabepreis des pharmazeutischen Unternehmers (ApU) +/-% = Veränderungsrate ggü. Vorjahr Quelle: IMS®NPA Umsatzwachstum bei Arzneimitteln resultiert aus Spezialgebieten (Jahr 2009, GKV-Rezepte) Bezogen auf die umsatzstärksten zehn Arzneigruppen ergibt sich für Verschreibungen durch Praktiker/Internisten lediglich ein einprozentiger Zuwachs, während der Anstieg durch fachärztliche Rezepte bei +15% liegt. Rabattverträge dominieren den Generikamarkt Die meisten Krankenkassen setzen inzwischen in großem Umfang auf Rabattverträge, um die Versorgung ihrer Versicherten kostengünstig zu gestalten. Wie schon im Vorjahr wurden auch in 2009 weitere Rabattverträge zwischen Krankenkassen und Generikaanbietern vereinbart und für 2010 sind weitere avisiert.
  3. 3. -3- Im generikafähigen Segment (Generika, Altoriginale mit abgelaufenem Patent, Lizenznehmer) sind im Dezember 2009 59% der abgegebenen Medikament-Packungen in einem Vertrag zwischen Krankenkasse und Hersteller „rabattgeregelt“. Der Boom hat sich also fortgesetzt. Ärzte und Apotheker haben zunehmend die Umsetzung der Verträge in Gang gebracht. Dabei erreichen einige Wirkstoffe, die der Behandlung von Erkrankungen mit meist hoher Prävalenz dienen, Umsetzungsraten zwischen knapp 70 bis zu weit über 80%. Das gilt etwa für Simvastatin zur Behandlung erhöhter Cholesterinwerte, die Schmerzmittel Mitamizol und Ibuprofen, Levothyroxin für die Therapie von Schilddrüsen- erkrankungen oder auch den Betablocker Metoprolol, der bei verschiedenen Herz-Kreislauf-Erkrankungen indiziert ist. 59 % des generikafähigen Hohe Umsetzungsrate bei GKV Marktes unter Rabattvertrag wichtigen Substanzen 516 522 Mio. Packungen Simvastatin 85% Metamizol 81% Levothyroxin 77% mit 59% Ibuprofen 66% 52% Rabatt- vertrag Metoprolol 66% 2008 2009 % Anteil mit Rabattvertrag an Gesamt-Substanz GKV 2009 Quelle: IMS Contract Monitor®, Absatz in Packungen Bei Generika ist die Mehrheit der Präparate „rabattgeregelt“ Neben Nachlässen in Rabattverträgen müssen Pharmahersteller und Apotheken auch weiterhin Zwangsrabatte an die GKV abführen. Im Jahr 2009 beläuft sich das durch Zwangsabschläge erzielte Einsparvolumen der Kassen insgesamt auf rund 2,3 Milliarden Euro. Kontakt / Pressestelle: Dr. Gisela Maag Pressesprecherin Tel.: 069-6604 4888 Fax: 069-6604 5590 Email:GMaag@de.imshealth.com www.imshealth.de
  4. 4. Datenquellen: IMS Contract Monitor TM: Abdeckung von über 99% des Arzneimittelmarktes der Gesetzlichen Krankenversicherung (GKV-Rezepte). Analytische Differenzierungen sind nach Kassen, Märkten, Herstellern und Produkten möglich. IMS NPA®: Datenquelle bilden abgerechnete GKV-Rezepte, die erreichte Marktabdeckung liegt bei über 99%. Analysen der Verordnungen sind nach 30 Facharztgruppen bundesweit möglich, außerdem nach allen KV-Gebieten. IMS PharmaScope® GKV: Die Daten umfassen die Arzneimittelabgaben der Apotheken für den GKV-Markt. ÜBER IMS: IMS HEALTH ist seit über 50 Jahren der weltweit führende Anbieter von Informationen und Dienstleistungen für den Pharma- und Gesundheitsbereich. In mehr als 100 Niederlassungen weltweit verknüpft IMS unzählige Healthcare Informationen mit großem Analyse Know-how und umfangreicher Consulting Expertise. Neu bei IMS Health Deutschland ist der Bereich „Gesundheitssystemforschung und Risiko- Strukturmanagement“ und Angebote für Krankenkassen. © IMS HEALTH 2010

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