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Hackonomy

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Hackonomy

  1. 1. hackonomy Making, Crafting, Bausteln: Endgegner des Kapitalismus? Kathrin Ganz @ihdl Jens Ohlig @johl
  2. 2. Wer wir sind: • Jens war zufällig dabei, als das Aufbauen von Räumen, in denen Hacker Sachen machen, zu einer weltweiten Bewegung wurde. • Kathrin interessiert sich für Orte, an denen Leute anders wirtschaften. • ... und so kamen wir ins Gespräch
  3. 3. Der Hype in interessanten Zeiten • CraftYarn Council of America: 150% Anstieg an Frauen zwischen 25 und 35, die stricken in den USA, allein zwischen 2002 und 2004 • Maker Faire 2008: ca. 65000 Besucher • Hackerspaces.org listet 461 selbstorganisierte Hackerspaces in 51 Ländern der Welt (viele Neugründungen seit 2007)
  4. 4. Stricken: It‘s serious business
  5. 5. ein Diskurs voll von Werten:
  6. 6. Kreativität
  7. 7. „Craftivism is a way of looking at life where voicing opinions through creativity makes your voice stronger, your compassion deeper & your quest for justice more infinite.“ (Betsy Greer) cc craftivism.com
  8. 8. Gemeinschaft & Kollaboration
  9. 9. Individualität
  10. 10. Produktion ohne Entfremdung
  11. 11. a new frontier: Der Gebrauchsgegenstand im Zeitalter der digitalen Kopierbarkeit
  12. 12. Die neue industrielle Revolution.
  13. 13. „But today these tools of production are getting so cheap that they are once again within the reach of many individuals. State-of-the-art milling machines that once cost $150,000 are now close to $4,000, thanks to Chris Chinese copies. Everybody‘s garage is Anderson Wired a potential high tech factory. Marx 02/2010 would be pleased.“
  14. 14. Everybody?
  15. 15. die Brötchenfrage • woher kommen die preiswerten Bauteile? • und wer stellt sie unter welchen Bedingungen her? • außerdem: das iPad kann man sich nicht selber stricken
  16. 16. Foxconn: Hier kommen eure iPhones her
  17. 17. Chumby: Ein echtes Hackerspielzeug zum Selbermachen
  18. 18. Basteln mit Liebe
  19. 19. Dies ist ein Chumby.
  20. 20. I heard that Foxconn–the place that makes the iPods and iPhones–consumes 3,000 pigs a day. I saw this truck of pigs going off the exit on the highway toward Foxconn, and it reminded me of that factoid.
  21. 21. mach es nicht selbst?! • Technikspielzeug für Besserverdienende mit viel Freizeit • bestenfalls eine Nische und kein Ausweg aus kapitalistischer Ausbeutung • dazu: eine tolle Selbsttechnologie, die unsere Kreativität fördert
  22. 22. was ist dran an der Revolutionsrhetorik?
  23. 23. trotzdem: • eine interessante Überlegung: ist der Kapitalismus ein regulatives Ideal? • vgl. Queer Theory • aber: wir leben doch im Kapitalismus?!
  24. 24. Christian Heller/plomlompom: Das Netz zersetzt die Identitätszuordnungen, von denen menschliches Gesellschaften abhängt
  25. 25. aber was ist mit den ökonomischen Identitäten?
  26. 26. Überbau und Unterbau
  27. 27. auch ökonomische Identitäten sind jetzt schon vielfältiger und können sich verändern!
  28. 28. wirtschaften, ganz allgemein: • Zu Wirtschaft zählen Einrichtungen und Handlungen, die der planvollen Deckung menschlicher Bedürfnisse dienen • Wirtschaften dient der Gewinnung und Verteilung von Ressourcen aller Art
  29. 29. kapitalistisches Wirtschaften • Privateigentum an Produktionsmitteln • Verkauf der Ware Arbeitskraft • Profit als Abschöpfen von Mehrwert • Markt
  30. 30. gegen die große Erzählung • Kapitalismus als große Erzählung • macht andere Formen des Wirtschaftens unsichtbar • aber es gibt sie • können wir uns dafür entscheiden? • wer kann das?
  31. 31. und nun? • (globale/postkoloniale) Produktionsverhältnisse nicht ausblenden (wir nennen es Warenfetischismus) • das eigene Handeln als Wirtschaften wahrnehmen • Kann/will ich damit was verändern? • diverse Strategien entwickeln
  32. 32. • Wer kann mitmachen? • Wer kann davon (ein bisschen) leben? Wollen wir es möglich machen, dass Leute davon leben, damit die mitmachen können? • Was für Formen nimmt es an und wie gestalten wir das gemeinsame Wirtschaften?
  33. 33. KTHXBAI.

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