Wey-Han Tan: Seminareinfuehrung "Spielend Lernen?", WS2011

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Folien zur Einführung in das Seminar im WS 2011, "Spielend Lernen? Struktur und Funktion von (Lern)Spielen". BA-Studium Erziehungswissenschaft, Fakultät EPB, Universität Hamburg.

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Wey-Han Tan: Seminareinfuehrung "Spielend Lernen?", WS2011

  1. 1. Seminar 41-61.046 / WS 2011„Spielend Lernen? Struktur und Funktion von (Lern)Spielen“Wey-Han TanVon-Melle-Park 8R 513a
  2. 2. Worum geht‘s?Theorie:Kenntnis, Reflektion und Anwendung von:- ausgewählten spieltheoretischen Konzepten- ausgewählten lerntheoretischen Konzepten- ausgewählten SpieldesignansätzenMethoden:Textarbeit, Kleingruppenarbeit, Diskussion,Mikropräsentationen, Projektarbeit, Blog-DokumentationErgebnis:Erstellen eines spiel- und lerntheoretisch reflektiertenSpielkonzepts oder eines spielbaren Prototypen,Dokumentation und Reflektion des Prozesses
  3. 3. Seminarplanung01     Di, 18. Okt. 2011          Seminarorganisation / Ziele und GrundlagenTheorie, Beispiele, Verknüpfungen02     Di, 25. Okt. 2011          Spiel 103     Di, 01. Nov. 2011          Spiel 204     Di, 08. Nov. 2011          Spiel 305     Di, 15. Nov. 2011          Lernen 106     Di, 22. Nov. 2011          Lernen 207     Di, 29. Nov. 2011          Spieldesign 108     Di, 06. Dez. 2011          Spieldesign 2 / ProjektvorbereitungProjektarbeit09     Di, 13. Dez. 2011          Projekt 110     Di, 20. Dez. 2011          Projekt 211     Di, 10. Jan. 2012          Projekt 3Präsentation12     Di, 17. Jan. 2012          Präsentation 113     Di, 24. Jan. 2012          Präsentation 214     Di, 31. Jan. 2012          Präsentation 3 / FeedbackAbschluß15     vfZ bis 15.03.2011         Beendigung von Projektentwürfen
  4. 4. SitzungsgestaltungTheorie, Beispiele, Verknüpfungen (7x)30 Minuten „Show & Tell“ 5 bis 10-minütige Kurzvorstellungen von Beispielen und Ideen, die ihr mit dem Seminar teilen wollt: Einzeln oder im Team30 Minuten Gruppenarbeit im Tagteam zu bestimmten Aspekten der Texte, der Kurzvorstellungen oder des Projekts25 Minuten Diskussion der Ergebnisse der Gruppenarbeit 5 Minuten Erläuterung der Texte & Aufgaben für die nächste SitzungGewichtsanteile können nach Bedarf variieren!Im Blog... Einzel- oder Tagteam-posten von Ideen, Fragen, Links zu Kurzvorstellungen, Texten oder Themen der Sitzung; kommentieren von anderen Posts und Kommentaren. Posten von Gruppenbildungen und ihren ersten Spielideen.
  5. 5. SitzungsgestaltungProjektarbeit (3x)15 Minuten Kurzes Erläutern des aktuellen Stands der einzelnen Gruppen, Gruppenziele für die Sitzung75 Minuten Projektarbeit in Gruppen. Rüberlinsen in die Arbeit anderer Gruppen sehr erwünscht!Gewichtsanteile können nach Bedarf variieren!Im Blog... Gruppenpost: Kurzes Posten des aktuellen Standes der Projektarbeit, der aktuellen Probleme, interessanter Ideen, Anfrage um Ratschläge, kommentieren der Ideen anderer Gruppen...
  6. 6. SitzungsgestaltungPräsentation (3x)90 Minuten Präsentation je 30 Minuten Präsentation eines Konzepts oder eines spielbaren Prototyps (vorspielen oder spielen lassen wäre i.d.F. fein)Gewichtsanteile können nach Bedarf variieren!Im Blog... Gruppenpost: Posten der Präsentation, eventuell posten des fertigen Projekts / Konzepts: Beschreibung & Reflektion, Spielanleitung, Material...
  7. 7. Austausch, Ressourcen, LiteraturKommunikation, Kommentare, WebbeispieleWir nutzen das Weblog„Spielend Lernen? Struktur und Funktion von (Lern)Spielen.“http://blogs.epb.uni-hamburg.de/spielendlernen2011/Link dorthin ist im EduCommSy-Raum zu finden.Hier posten wir: Ideen, Wünsche, Kommentare, Konzepte und Ideen.(Rund)Mails und geschützte LiteraturWir nutzen den EduCommSy-Raum „Spielend Lernen?“,Link dorthin ist ebenfalls auf dem WebLog zu finden.Die Literatur kann ggf. aufgestockt werden - fragt bei speziellemInteresse an bestimmten Themen einfach nach.
  8. 8. LeistungsanforderungenSolo: Profile & Anmeldungen auf den Plattformen Essay zur Darstellung von Interessen und Erfahrungen Lesen der Texte; notieren von Fragen, Kritik oder Ideen dazu; persönlichen oder Projektbezug herstellen. An der Diskussion teilnehmen; aussprechen von Ideen. Bilden von Tagteams für Kurzvorstellungen und Kleingruppenarbeit. Rechtschreibung und Zeichensetzung im Auge behalten.Gruppe: Ausarbeiten eines Spielkonzepts mit Präsentation, Dokumentation, ReflektionTexte (voraussichtlich)Johan Huizinga Gregory Bateson Kurt SquireHans Scheuerl Astrid Blumstengel Greg CostikyanRoger Caillois Heinz von Foerster Ruben PuenteduraJean Piaget Ernst von Glasersfeld Brian Mayer & Christopher HarrisBrian Sutton-Smith Dean R. SpitzerMarkus Montola John Keller
  9. 9. Aufgaben zum nächsten Dienstag EduCommSy-Raum (bis Sonntag wg. Mail & Teilnahme): Anmelden Profil ausfüllen Foto einstellen Text(e) aus EduCommSy herunter laden Lesen: Entweder Caillois, Huizinga oder Scheuerl (Ordner „Spiel“) Lesen: von Foerster (Ordner „Einführung“) Probespielen: Bertelsmann/SuperRTL (2011), „Scoyo“ www.scoyo.de Optional: „Super Press Space To Win“ Gedanken machen Sind die Theorien zutreffend? Woran erkenne ich Spiele? Blog Anmelden Profil ausfüllen Essay: Was interessiert mich an der Fragestellung? Was waren bisher meine Erfahrungen mit der Thematik? Ggf. Gedanken, Ideen zu den Texten oder dem Seminar bloggen.
  10. 10. Zum Seminarinhalt...
  11. 11. Leistungsanreiz Um die Motivation über einen Wettkampfcharakter der Veranstaltung zu steigern, erhalten nur die 15 Leistungswilligsten unter den Studierenden eine Bescheinigung über die Teilnahme am Seminar. Start (Unwissen) Ziel (Wissen) ? ? ? ?
  12. 12. Woraus sind (Lern)Spiele gestrickt? „Als Lernspiele werden Materialien„Offenheit kann sich gekennzeichnet, diesomit im Lernspiel nur die Regeln vonauf jene Spielelemente Gesellschaftsspielenbeziehen, die zwar Gestalterische Elemente übernehmen – sienicht didaktisch entsprechen Lotto,wirksam werden, die Domino, Puzzle,unterrichtliche Karten- oderTätigkeit der Schüler Würfelspiel – undjedoch als Spiel deren Inhaltecharakterisieren.“ didaktischKlaus Kube (1977), konzipiert sind.““Spieldidaktik für die Lerninhalte Mechthild DehnUnterrichtspraxis” (1986), „Lernspiele“ Narrative Elemente Regulative Elemente Semantiken Unterscheidungen „Die Ideologie eines Spiels liegt in seinen Regeln, seinen unsichtbaren Mechanismen und nicht nur in seinen erzählenden Teilen.“ Paolo Pedercini in Vogel (2008), “Gegen die Diktatur der Unterhaltung.”
  13. 13. Entscheidbare undunentscheidbare Fragen"Nur die Fragen, die im Prinzipunentscheidbar sind, können wirentscheiden."Warum?Einfach weil die entscheidbaren Fragenschon entschieden werden durch die Wahl des „Super Press Space To WinRahmens, in dem sie gestellt werden, und Adventure RPG 2009“durch die Wahl von Regeln, wie das, was wir"die Frage" nennen, mit dem, was wir als"Antwort" zulassen, verbunden wird. „Zur Pädagogik derIn einigen Fällen geschieht dies schnell, Postmoderne gehört, daß manin anderen mag das eine lange, lange Zeit sich nicht bei Fragenbeanspruchen. Aber letztendlich erzielen aufhält, die man sich beiwir nach einer Serie zwingender logischer einigem Nachdenken auchSchritte unwiderlegbare Antworten: ein selber beantworten könnte. Wenn man schon fragt,definitives Ja oder ein definitives Nein.“ dann so, daß die Frage eine- Heinz von Foerster (1990), „Ethik und neue,Kybernetik 2. Ordnung“ unentdeckte Schicht der Wirklichkeit freilegt und dann gar keiner unmittelbaren Antwort bedarf. Heinrich Kupfer (1990), “Pädagogik der Postmoderne”
  14. 14. Sind ‚Lernspiele‘ möglich? “In strongly opposing the world of play to that of reality, and in stressing that play is essentially a side activity, the interference is drawn that any contamination by ordinary life runs the risk of corrupting and destroying its very nature.” - Roger Caillois „There is a well known saying among designers in the educational games business: “If you want to take all of the fun out of it, get a bunch of educators involved.”“ - Kurt Squire (2005),„Game Based Learning“ Bertelsmann/SuperRTL (2011), „Scoyo“ www.scoyo.de
  15. 15. „Gaming the Seminar“ (Gamification)Punkte     Level 1  XP:             Verleihung  des  blassgelben  Gürtels 5  XP:             Kleines  Stirnband  des  Mutes 10  XP:             Bronzene  Anstecknadel  der  kleinen  Anstrengung 20  XP:             Verleihung  des  Eisernen  Fuß  in  der  Tür 40  XP:             Silbernes  Hemd  des  Verständnisses 60  XP:             Rune  des  Adeptus  /  Adepta 80  XP:             Purpurne  Schärpe  der  bemerkenswerten  Leistung 120  XP:             Träger  /  zur  Trägerin  des  Blauen  Steins  des  Wissens 160  XP:             Ehrenwerte  Vorsitzende  des  Seminars 200  XP:             Schutzpatron  /  Schutzpatronin  von  Spiel  und  Lehre 250  XP:             Ernennung  zur  Goldenen  Eule  des  Wissens Organisation ProSil  auf  CommSy  einrichten  -­‐  Photo:                                               2  XP ProSil  auf  CommSy  einrichten  -­‐  gute  Kurzbeschreibung:                     3  XP Eintragen  im  Bog  und  ProSil  erstellen:                                             2  XP Bildung  einer  Projektgruppe:                                                                 3  XP  pro  Teilnehmer Anwesenheit  in  einer  Seminarsitzung:                                               1  XP Kein  einziges  mal  gefehlt:                                                                 14  XP  einmaliger  Bonus Theorieteil Text  gelesen  und  Kernthesen  heraus  geschrieben:                             5-­‐20  XP (abhängig  von  Länge  und  Komplexität) Allgemeinen  Blogbeitrag  schreiben:                                                       3  XP
  16. 16. Zu den vorherigen Projekten...
  17. 17. Constructivist History Game „Two to One“Jens Binne „By a sign of the jury, the starting team may reveal the cards. Now this team has two minutes to choose one of the cards and find historical arguments that shall prove that this card does not fit to the other two cards. The notes on the right side of each card can be used. The jury takes the time. When times up, the starting team has to tell the arguments and the jury will give points for them. Every argument, the jury accepts is a point. The only attribute to accept or to refuse is, that the argument has to be a historical one. So e.g. “man” or “woman” is no historical argument, except the starting team can argue why this attribute is of historical importance.“
  18. 18. Cognitivistic Game „Fast Hands“Frederike Klinge „The competence challenged by the game is how to put your hands in the right position in a short time. You have to distinguish your left hand from the right one, the front and the back of the hand and you have to use different fingers. It is based on learning theory of cognitivism because rules can be changed very easy. You can use just the right hand or the left to rise challenge. You can alter the Things you can win with the game.“
  19. 19. „Guitar Tab Rock‘n Roll Card Game“Michael Skelton „The ultimate goal of the game is of course not just to play it, but to really learn the notes. So always take your time playing it so you can look at the note and TAB graphics. If you really want to learn, you can use the cards like vocabulary learning cards and ask someone to check you knowledge. You could make a game of that, too, the winner would be the one to get the most right answers. There are probably other ways to play with the cards, just try yourself! And have fun with this Rock´n Roll card game.“
  20. 20. „The Dating Game“Jill Jegutzki und Anjuli Portius „I define dating competence as a availability and use of cognitive, emotional and motorically behaviour that lead to a pay-off in interpersonal relationships. The pay-off is defined by the subjective goals every person has. Dating ties in with the living environment of youth. Teenagers are confronted with forms of dating every day and especially during adolescence dating starts to play a decisive role in peoples lives. So we thought that the topic dating could be very interesting to teenagers and motivate them to play the game. (...) we needed a medium to permute the game as close to reality as possible, so we decided to create a pen and paper role-playing game. By playing the roll-playing game not only the players dating competence is upgraded, but also teamwork, tactical acting and forecast, communication, empathy and the assessing of people.“
  21. 21. „Rats‘n Stats“Danny Gehlen „Es besteht eine Übereinstimmung zwischen Spiel und sozialer Realität. Beide nutzen ausgehandelte Regeln und bilden ein hilfreiches Gerüst der Handlungsorientierung. In Rats n Stats steht diese Orientierung auf wackligen Beinen: Im Gegensatz zu vielen anderen Spielen hat es hat keine Mechanismen, die Spieler direkt vor moralischen Übergriffen anderer Spieler beschützen. Es lässt Raum für Konflikte in der Grauzone der Spielmoral, in der sich Spieler gegenüber stehen. Wo hört für andere und für mich Spiel auf? Wo beginnt Ernst/Realität?“
  22. 22. „Stop the Press!“Gerard Brady, Eva Durall, „The primary learning objectives ofJoni Leimu, Noora Sopula, Stop the Press! is for students toVille Rautajoki able to learn a range of practical approaches to media and information communications, including but not limited to the following: • identify, adopt and apply various journalistic research methods; • manage, write and publish stories; and • develop and apply a range of communication strategies and tactics for dissemination; The secondary objectives are for students to critically reflect and analyse on the following aspects of media and information communications: • effectiveness of communication and management of information; • relationship and incongruity with real-world media communication; and • ethical issues of publishing fictional and/or inciteful media.“
  23. 23. „The Ultimate Uni Hamburg Game“Maya Moehlmann, Salla Puustinen, Esther Schieblon,Kathrin Joswig, Maya Möhlmann „The meta goal of this game is to give those who are interested in a bachelor study an idea what this could be like. It wants to raise awareness about the complex aspects that affect the everyday life of students (happiness / academic succes / fastness / networking). The player can get new informations about studying and a critical view on the Bachelor. Not only the academic success matters, but also if students feel comfortable with their decisions, if they like the city they live in, have enough friends and so on. By moving throug six or more semesters, the ultimate goal is to achieve the bachelor field which can only be done if the player gained enough credit points.“
  24. 24. „Tiebranimes“Kerstin Hemmerlich, Wey-Han Tan Seminararbeiten, Hausarbeiten, Referate, Projekte... rappelvolle Seminare, praxisferne Lerninhalte und dann schnappt sich der blöde Kerl vorne rechts auch noch genau das Referatsthema weg, auf das DU eigentlich Bock hattest. Später mäkelt der Prof an deiner Hausarbeit herum, weil ihm die Belege fehlen und der enthusias- tische Dozent im Parallelseminar meint, daß es für dich kein Problem sowie nötig wäre, wenn du den Inhalt eines brockhaus- dicken Bandes bis nächste Woche in dein anstehendes Referat einbauen könntest. Uff, hoffentlich gibt’s dafür wenigstens ordentliche Scheine. In diesem Spiel geht es um viele, viele Pädagogen und andere Gelehrte (tot oder lebendig), deren Namen du möglichst geschickt in deine Seminar- arbeiten einbauen mußt. Ist deine Arbeit komplett, dann erhälst du dafür Sieg- punkte und kannst, wenn du eine bestimmte Zahl zusammen hast, die Uni verlassen um auf‘s trefflichste mit dem nötigen pädagogischen Wissen ausgestattet auf dem freien Arbeitsmarkt zu bestehen. Applaus!
  25. 25. ...
  26. 26. Potential von ‚Lernspielen‘ Perspektivwechsel und Kontextualisierung Interaktivität, Expressivität und Konsequenz Wiederholbarkeit, Fehler, Erfolge und ‚Kartographierung‘ Sicherheit und Außenperspektive Veränderbarkeit und Umdeutbarkeit

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