Successfully reported this slideshow.
We use your LinkedIn profile and activity data to personalize ads and to show you more relevant ads. You can change your ad preferences anytime.

Lia080 1995-gesamt

9 views

Published on

Lia Nr. 80

Published in: News & Politics
  • Be the first to comment

  • Be the first to like this

Lia080 1995-gesamt

  1. 1. Informationsschrift Nr. 80 Herausgeber: f�r Lisdorfer B�rger Herbst 1995 CDU und JU Lisdorf Fernw�rme f�r Lisdorf Zur Zeit ein Verkehrsproblem?
  2. 2. - 2 - Sensible B�rgern�he statt elit�rer Arroganz Hans-Joachim Fontaine, OB-Kandidat Politik und Politikerverdrossenheit wird nicht nur in Bonn und Saarbr�cken provoziert, die B�rgerinnen und B�rger schauen auch auf das Rathaus und m�ssen mit Widerwillen erleben, wie hier politische Kultur, Stil und Umgangsformen einen rasanten Niedergang erleiden. Ergebnisoffene Diskussionen in Sachfragen und um CDU-Antr�ge haben schon lange keine Chancen mehr. Die rot/gr�ne Abstimmungsmaschine walzt die Vorschl�ge ungepr�ft nieder. Was an Redlichkeit fehlt, wird durch lautstarkes Get�se �berdeckt, wenn die abgeschriebenen Antr�ge als rote oder gr�ne Initiativen wieder auftauchen. Ganz und gar nicht zimperlich bewegen sich die roten und gr�nen Genossen im Selbstbedienungsladen Rathaus. Da holt sich der Oberb�rgermeister mit Millionenaufwand einen zus�tzlichen hauptamtlichen Beigeordneten zur angeblichen Verst�rkung auf die st�dtische Gehaltsliste und l�sst sich mit Steuergeldern in seiner hausgemachten Jubelpostille feiern, nur in der vagen Hoffnung, damit seine Wiederwahl sicherzustellen. Wie weit er sich bereits in den gierigen F�ngen der gr�nen Absahner verstrickt hat, konnte man in der letzten Stadtratssitzung erleben. Das flegelhafte, st�rende, provozierende Benehmen eines Hubert Ulrich von den Gr�nen musste er �ber sich ergehen lassen, ohne die Kraft aufzubringen, mit auch nur einem Ordnungsruf seine Autorit�t und die W�rde des gew�hlten Stadtrates zu gew�hrleisten. "Sage mir, mit wem Du gehst, und ich sage Dir, wer Du bist", so erhellt ein Sprichwort die besch�mende Situation. Es ist an der Zeit, da� Sachlichkeit, B�rgern�he und Fairness das politische Klima in Saarlouis bestimmen. Bei meinen regelm��igen B�rgertreffs nutzen die Saarlouiserinnen und Saarlouiser gerne die Gelegenheit, in aller Offenheit anzusprechen, wo der Schuh dr�ckt. Es sind manchmal nur Kleinigkeiten, die sich aber wegen mangelnder Sensibilit�t oder hinhaltender Antworten aus dem Rathaus zu �rgerlichen Problemen auswachsen. Oft genug sind es aber auch Missst�nde, die ganze Wohnquartiere in ihrer Lebensqualit�t beeintr�chtigen und dringend ausger�umt werden m�ssen. Immer neue Wettbewerbe und Gutachten k�nnen nicht dar�ber hinwegt�uschen, da� elementare kommunale Aufgaben erledigt werden m�ssen. Das Saarlouiser Kanalsystem ist veraltet, schadhaft und unterdimensioniert. L�ngst nicht mehr nur bei den sogenannten Jahrhundertregenf�llen werden in vielen Bereichen des Stadtgebietes Kellerr�ume �berflutet und von Mal zu Mal gr��erer Schaden angerichtet. Es ist h�chste Zeit, da� ein Sanierungskonzept erarbeitet wird, das konkret die Ma�nahme beschreibt, die Ausf�hrungstermine festlegt und die Finanzierung sicherstellt. Ich habe beantragt, da� die Verwaltung in der n�chsten Stadtratssitzung ihr Konzept vortr�gt und danach die notwendigen Beschl�sse gefasst werden.
  3. 3. - 3 - Der Verkehr in Saarlouis wird auch in Zukunft zunehmen und die Anwohner entsprechend st�rker belasten. Dagegen helfen keine ideologischen Beschw�rungsformeln, sondern nur ganz konkrete Entlastungsma�nahmen. Die Verteufelung des Autos in der Fordstadt Saarlouis ist geradezu widersinnig und stadtsch�digend. Die Projekte B 51 neu einschlie�lich Ostring (Fraulautern und Roden), die B 269 neu (Neuforweiler und Picard) m�ssen mit allen politischen Kr�ften in Saarlouis vorangetrieben werden. Die Einfallstra�en zur Innenstadt, wie Wallerfanger-, Metzer-, Provinzial-, oder Bahnhofstra�e m�ssen mit Vorrang so umgestaltet werden, da� eine z�gige Zu- und Abfahrt gew�hrleistet wird. Ich pl�diere auch daf�r, da� den Besuchern, die die Stadt Saarlouis braucht und will, auch annehmbarer Parkraum zur Verf�gung gestellt wird. Eine st�dtische Parkhausgesellschaft, die laut Nospers kein Parkhaus mehr bauen darf (!), ist nichts anderes als eine Schummelpackung. Wer die Verbesserung des �ffentlichen Personennahverkehrs (�PNV) ernsthaft will, kann nicht zulassen, da� die daf�r von Bonn bereitgestellten Gelder mit Unterst�tzung der Landesregierung in den Stra�engr�ben von Saarbr�cken verschwinden und da� der Schienenverkehr an Saarlouis vorbeigef�hrt wird. Saarlouis braucht neue Initiativen. Dabei darf aber nicht vers�umt werden, die hinl�nglich bekannten Unzul�nglichkeiten endlich zu beheben. Die B�rgerinnen und B�rger setzen eben andere Priorit�ten als elit�re Arroganz. Nur wer mit den Mitb�rgerinnen und Mitb�rgern redet, kann auch dem Gemeinwohl dienen. Heute und �ber den Wahltag hinaus. Ihr Hans-Joachim Fontaine Der Baum im Stadtwald und der Posten im Rathaus "Absinkweiher, Arbeitspl�tze und Stadtwald sind nur vordergr�ndig Anlass des Koalitionskraches bei Gr�n/Rot im Rathaus." Diese Ansicht vertritt Hans-Joachim Fontaine, der Saarlouiser CDU- Fraktionsvorsitzende. In Wahrheit geht es um den Versuch, sich gegenseitig auszutricksen und die Saarlouiser vom skandal�sen Postenschacher abzulenken. Der millionenteure 3. Beigeordnete, der Gr�ne Mahren, will auch nach dem von seinen Kollegen angedrohten Platzen der Koalition seinen A15-Platz nicht wieder r�umen. Damit liefert er den Beweis f�r die allgemein ge�u�erte Vermutung, da� es letztlich nicht um �kologische Vorsorge, sondern um pers�nliche Versorgung geht. Dieses Spiel ist nur m�glich, weil die SPD in ihrer Machtbesessenheit und Arroganz immer noch glaubt, die Stadt und das Rathaus als eine f�r allemal zugefallene Beute ausnutzen zu k�nnen. Die SPD sollte nun endlich zu vern�nftiger Sachpolitik bereit sein und aus umweltpolitischen Gr�nden die Schlie�ung des Ostringes und seine Anbindung an die B51 neu offensiv bei der Landesregierung einfordern. Die Entlastung des Fraulauterner Ortskernes muss im Interesse der Anwohner Vorrang vor machtpolitischen Spielchen mit den Gr�nen haben. Die mit der CDU gemeinsame Ablehnung der Standortvariante 4 des Absinkweihers 9 hat sich nicht ge�ndert. Die SPD muss allerdings endlich ihren Einfluss in Saarbr�cken geltend machen f�r eine kompromissbereite Haltung der Saarbergwerke. Hans-Joachim Fontaine, OB-Kandidat
  4. 4. - 4 - Unser Landratskandidat Alfons Schorr der CDU-Kandidat zum Anfassen Geboren 1940 in Illingen-Wustweiler, verheiratet seit 1963 2 Kinder: Tochter 31 Jahre (verheiratet) Sohn 20 Jahre (ledig) 1955 -1982 Amts- bzw. Gemeindeverwaltung Illingen zun�chst als Verwaltungslehrling im Angestelltenverh�ltnis, ab 1962 Beamter, zuletzt als Leiter der Finanzverwaltung der Gemeinde Illingen 1982 Wahl zum B�rgermeister der selbst�ndig gewordenen Gemeinde Ensdor 1992 Wiederwahl zum B�rgermeister Hobbys: Familie, Kegeln seit 1969 Mitglied der CDU seit 1971 bei den Sportakrobaten seit 1974 im Landesvorstand seit 1975 ehrenamtlicher Gesch�ftsf�hrer des Deutschen Sportakrobatik-Bundes seit 1981 Landesvorsitzender seit 1985 Mitglied der Finanzkommission der intern.F�deration der Sportakrobatik (IFSA) seit 1986 Vorsitzender des CDU-Gemeindeverbandes Ensdorf
  5. 5. - 5 - M�NCHENER OKTOBERFEST 1995 Die diesj�hrige CDU - Fahrt f�hrte vom 15. - 17. September 1995 zur Er�ffnung des M�nchener Oktoberfestes. Am Freitag, 15. September, traf sich die Reisegruppe morgens gegen 8.00 Uhr in Lisdorf am Feuerwehrhaus. Nach einer z�gigen Fahrt mit einem modernen Reisebus erreichte man gegen 16 Uhr Bayerns Hauptstadt M�nchen. Zun�chst war eine Stadtbesichtigung angesagt. Der kunstbeflissene F�hrer verstand es hervorragend, die Gruppe auf die Sch�nheiten M�nchens hinzuweisen. Ein erster H�he-punkt war dabei der Besuch des Cuvillies-Theaters in der Residenz. Nach der ersten �bernachtung im hervorragenden Hotel "Hubertus" bei Dachau fuhren wir am n�chsten Morgen wieder nach M�nchen. Dort erlebten wir den Einmarsch der Festwirte und den Fassanstich durch den M�nchener Oberb�rgermeister "live". Mit den traditionellen Worten "oa' zapft is" war das Oktoberfest 1995 er�ffnet. W�hrend einige sich auf dem Oktoberfest vergn�gten oder auf den zahlreichen Karussellen ihre Runden drehten, besuchten andere einige der zahlreichen Museen M�nchens wie z.B. das Deutsche Museum, des Deutsche Jagdmuseum oder das pr�historische Museum. Abends traf man sich wieder auf der "Wiesen" und einige feierten mit Anh�ngern der "60er" den ersten Fu�ballbundesliga-Sieg des Vereins. Nach einer allzu kurzen Nacht fuhren wir sonntags vormittags wieder nach M�nchen. Dort bestaunten wir mit vielen tausend Besuchern aus aller Welt den gro�en Festumzug zum Oktoberfest. Farbenpr�chtig und frohgelaunt zog sich der Umzug mit zahlreichen Musik-kapellen und pr�chtig herausgeputzten Pferde- und Ochsengespannen durch die Stra�en der bayerischen Metropole. Mit tollen Eindr�cken traten wir anschlie�end die Heimreise an. Gegen 21.30 Uhr trafen wir wieder in Lisdorf ein. Alle Teilnehmer waren sich einig, da� wir ein sch�nes Wochenende in M�nchen erlebt hatten.
  6. 6. - 6 - Wegen der in letzter Zeit geh�uft auftretenden Keller�berflutungen beantragte der CDU- Fraktionsvorsitzende Hans-Joachim Fontaine eine Behandlung dieses Themas im Stadtrat. Dazu schrieb er an den Saarlouiser Oberb�rgermeister Richard Nospers wie folgt: "Sehr geehrter Herr Oberb�rgermeister, Im Namen der CDU-Stadtratsfraktion beantrage ich gem�� �41 Abs. 1 KSVG f�r die n�chste Sitzung die Aufnahme des Tagesordnungspunktes: "Sanierung der st�dtischen Kanalisation zur Vermeidung von Keller�berflutungen ". Die starken Regenf�lle dieses Jahres haben das Problem der Keller�berflutungen offenkundig gemacht. Die Tatsache, da� diese katastrophalen Ereignisse nicht mehr punktuell, sondern gro�fl�chig und in immer k�rzeren Zeitabst�nden eintreten, l�sst nur den Schluss zu, da� das st�dtische Kanalsystem unzureichend und/oder schadhaft ist. Bei dem gegebenen Anschlusszwang und den nicht unerheblichen Kanalgeb�hren muss sichergestellt werden, da� die anfallenden Abw�sser auch ordnungsgem�� abgeleitet werden und sich nicht in die Keller- bzw. Wohnr�ume ergie�en. Die �ber 6 Millionen DM teure Bestandsaufnahme des Kanalsystems gibt bereits Hinweise auf Schwachstellen in der Kanalisation. Diese Ma�nahme w�re aber mit Sicherheit zu teuer, wenn nicht ein konkreter Sanierungsplan folgte. Deshalb bitte ich zu dem beantragten Tagesord- nungspunkt vorab um schriftliche Beantwortung folgender Fragen: 1. An welchen Stellen im Stadtgebiet und wann kam es in diesem Jahr zu durch Regenf�lle verur- sachten Keller�berflutungen ? 2. Wo sind die �berflutungen durch schadhafte und wo durch unterdimensionierte Kanalrohre verursacht ? 3. Wie sieht der konkrete Sanierungsplan der Stadtverwaltung aus ? Wann werden wo konkrete Ma�nahmen in Angriff genommen. ? 4. Welche Kosten entstehen dabei ? Wie und wann werden sie finanziert ? Sind nach der Auffas- sung der Verwaltung die Ans�tze in den Haushalten 1995 (1 Mio. DM) und 1996 (2 Mio. DM) bzw. in der mittelfristigen Finanzplanung (jeweils 1 Mio. DM f�r 1997 und 1998) ausreichend ? 5. Wie erkl�rt die Verwaltung das Vers�umnis der rechtzeitigen Vorsorge zur Vermeidung der gro�fl�chig auftretenden und sich immer h�ufiger wiederholenden Keller�berflutungen ? 6. Ist die Verwaltung bereit, die ihr zur Verf�gung stehenden Informationsm�glichkeiten daf�r zu nutzen, die betroffenen B�rgerinnen und B�rger unverz�glich �ber die beabsichtigten Ma�nah- men aufzukl�ren ? Die Ver�rgerung der betroffenen B�rgerinnen und B�rger w�re mit Sicherheit nicht in dem jetzt vorherrschenden Ausma� entstanden, wenn sie zeitnah �ber das Sanierungskonzept informiert statt mit pauschalen Erkl�rungsversuchen (Jahrhundertregen oder fehlende R�ckschlagventile) beschieden worden w�ren. Mit freundlichen Gr��en Hans-Joachim Fontaine
  7. 7. - 7 - Regulierung der Hochwassersch�den im Bereich Holzm�hle Zur Abwendung weiterer �berschwemmungen wurde der M�hlenbach im Bereich Holzm�hle im Juni diese Jahres von Kr�ften des st�dtischen Betriebshofes gereinigt. Das Teilst�ck von der Holzm�hle bis zur Provinzialstra�e in Lisdorf, das besonders stark versandet ist, wird in den n�chsten Tagen von einer Spezialfirma gereinigt. Nach dem Katastrophenhochwasser vom 26. April waren die Sch�den so gravierend, da� von den Betroffenen finanzielle Hilfen von der Versicherung der Stadt erwartet wurden. Die Stadt leitete die Forderungen an den Gemeinde-Versicherungsverband in K�ln weiter. Von dort war zu erfahren, da� eine Regulierung der Sch�den von einer entsprechenden Stellungnahme der Stadt Saarlouis abh�nge. Anfang Oktober wurde den Gesch�digten mitgeteilt, da� die Sch�den durch "h�here Gewalt" aufgetreten und deshalb nicht zu entsch�digen seien. Offenbar war die Stellungnahme der Stadt entsprechend. Wie zu erfahren war, wollen die Gesch�digten nunmehr rechtliche Schritte einleiten. Heiner Gro�
  8. 8. - 8 - Unterrichtsausf�lle an den Grundschulen Das Mitglied des Elternbeirates der Grundschule Professor-Ecker Lisdorf, Frau Gudrun Jungmann, wandte sich im Auftrag und namens der Elternschaft der Schule in einem Protestschreiben gegen die geh�uften Unterrichtsausf�lle an die Fraktionen des saarl�ndischen Landtages. Insbesondere monierte sie darin die mangelhafte Bereitstellung von Ersatzlehrkr�ften bei l�ngeren Erkrankungen, ein Problem, was ja auch in der Grundschule Lisdorf noch vor kurzem akut war. F�r solche F�lle schlug sie die Vorhaltung von Lehrkr�ften vor (eine Art "Lehrerfeuerwehr"), die bei sich abzeichnenden l�ngeren Erkrankungen sofort einspringen k�nnen. Lehrer ohne Anstellung gibt es bekanntlich im Saarland genug. Der Abgeordnete Reiner Braun (SPD) antwortete auf das Protestschreiben am 13.07.95 wie folgt: Sehr geehrte Frau Jungmann, auch im Namen von Reinhard Klimmt vielen Dank f�r Ihr Engagement. Ich habe gro�es Verst�ndnis hinsichtlich Ihrer Sorge um die Gew�hrleistung der unterrichtlichen Versorgung bei Krankheitsausf�llen von Lehrerinnen und Lehrern an Ihrer Grundschule. Ich gehe davon aus, da� auch in Zukunft bei krankheitsbedingten Ausf�llen so schnell wie m�glich Ersatzlehrer und Ersatzlehrerinnen abgeordnet werden und da� Unterrichtsausf�lle so vermieden werden. Das Vorhalten einer Lehrerfeuerwehr w�re insofern nicht notwendig. Sollten in Zukunft Probleme bei der Bereitstellung von Ersatzbedarf auftreten, w�re ich Ihnen dankbar, wenn Sie mich dar�ber informieren w�rden. Mit freundlichen Gr��en Reiner Braun, MdL
  9. 9. - 9 - F�r die CDU-Fraktion des saarl�ndischen Landtages antwortete der Abgeordnete J�rgen Schreier am 07.09.95: Sehr geehrte Frau Jungmann, Sie hatten ihr Protestschreiben wegen des desolaten Zustandes in den Grundschulen zur Information auch an die CDU - Landtagsfraktion �bersandt. Vielen Dank daf�r. Ihre Feststellungen treffen nicht nur auf die Grundschule in Lisdorf zu; die beschriebenen Probleme stellen sich �berall im Land. Der Grund: die strikte Sparpolitik des Landes. Die Folge: zu gro�e Klassen und �beralterung der Lehrerschaft sowie fehlende Ersatzkr�fte bei l�ngerfristigen Krankheiten. Die CDU hat immer daf�r gek�mpft, wenigstens die ausscheidenden Lehrerinnen und Lehrer zu ersetzen. Das war �ber lange Zeit nicht der Fall, mehr als 1000 Lehrerstellen wurden in den letzten 10 Jahren abgebaut. Erst auf unseren vehementen Einsatz hin ist jetzt die M�glichkeit gegeben, jede freiwerdende Stelle neu zu besetzen. Wir werden strikt kontrollieren, ob dies auch tats�chlich geschieht. Unserer Forderung nach Schaffung einer st�ndigen Lehrerfeuerwehr f�r Krankheits- vertretungen ist die Landesregierung leider noch nicht nachgekommen. Auch hierf�r werden wir weiterk�mpfen. Wir monieren mit Ihnen auch den Bildungsabbau und die Reduzierung des Fachunterrichts in den letzten Jahren bei fast gleichzeitig hohen Anforderungen im Lehrplan. Immer wieder weisen wir mit Nachdruck auf diese Missst�nde hin, ebenso wie wir die Wahlversprechen der SPD einfordern, da� es keine Klassen �ber 25 geben soll und Ausl�nderkinder doppelt gez�hlt werden. Mit den besten Gr��en verbleibe ich Ihr J�rgen Schreier Es ist sehr traurig und frustrierend, da� sich von allen angeschriebenen Elternmit- bestimmungsgremien f�r den Grundschulbereich niemand zu dem Problem, das nicht nur bei uns in Lisdorf besteht, ge�u�ert hat. Ich frage mich, warum die Leute ein solches Amt �berhaupt �bernehmen, wenn sie es doch nicht ernst nehmen. Gudrun Jungmann
  10. 10. - 10 - Kommunalisierung der landr�tlichen Verwaltung ein wichtiger Schritt zu mehr B�rgern�he Zur Zeit beraten die Kommunalpolitiker im Lande Probleme bei der Kommunalisierung bisher staatlicher Verwaltungsteile auf der Ebene der Landkreise. F�r die CDU geht es vor allem darum, bei dieser Umstrukturierung der Verwaltung mehr B�rgern�he zu erreichen. Deshalb stehen f�r uns nachfolgende Punkte auf der Liste unserer Ziele obenan: 1) Die Aufsplittung in staatliche Sonderbeh�rden ( z.B. Gesundheitsamt, Katasteramt) und landr�tliche Verwaltung muss beendet werden. F�r den B�rger ist es unverst�ndlich, wieso er es in einem Landkreis in diesem Bereich mit unterschiedlichen Ansprech-partnern zu tun hat. 2.) F�r die CDU ist die Steigerung der Effizienz der Verwaltung durch das Zusammenf�hren der kommunalen Verwaltungsteile mit den staatlichen Verwaltungsteilen und den staatlichen Sonder- beh�rden wichtig. Wir hoffen, durch Effizienzsteigerung eine bessere Betreuung der Menschen in unserem Landkreis zu erreichen. 3.) Wir setzen uns daf�r ein, da� durch die einheitliche Aufgabenwahrnehmung die Verwaltung b�rgern�her wird. Klare Verantwortlichkeiten f�hren unserer Ansicht nach zu mehr �berschau- barkeit f�r unsere Einwohner. 4.) Bei der Verfolgung des Ziels der Einheit und Einr�umigkeit der Verwaltung muss gepr�ft werden, inwieweit die Funktionalreform weitergef�hrt werden kann. So ist es zum Beispiel zu pr�fen, welche Aufgaben auf die Gemeinden herabgezont werden k�nnen; dies betrifft zum Beispiel Fragen stra�enrechtlicher Art oder Angelegenheiten der Polizeistunden. Es ist nicht einzusehen, warum Angelegenheiten, die ohnehin nur im Benehmen mit der betroffenen Gemeinde seitens der landr�tlichen Verwaltung erledigt werden k�nnen, nicht gleich vor Ort entschieden werden sollen. 5.) Auf Grund der negativen Erfahrungen, die die Landkreise mit dem Land zum Beispiel bei der �bertragung der Gymnasien gemacht haben (das Land hat massiv Finanzlasten auf die Landkreise abgeschoben), m�ssen nun alle Gemeindeverb�nde (Landkreise und Stadtverb�nde) daf�r k�mpfen, da� das Land f�r seine Entlastung, die es durch die Kommunalisierung der landr�tlichen Verwaltung erf�hrt, einen angemessenen Finanzausgleich an die Landkreise zahlt. Unter den zuvor genannten Voraussetzungen ist die Kommunalisierung der landr�tlichen Verwaltung eine Chance zur St�rkung der kommunalen Selbstverwaltung in unserem Land. Die CDU im Kreistag Saarlouis wird sich engagiert daf�r einsetzen, da� diese wesentliche Ver�nderung der Aufgabenstellung der Landkreise zu mehr �berschaubarkeit und B�rgern�he f�hrt. Hartmut Gimmler Fraktionsvorsitzender der CDU im Kreistag Saarlouis
  11. 11. - 11- Unser Kreistagsmitglied Robert Sch�tz berichtet: DIE CDU-Kreistagsfraktion wird die Einf�hrung eines Familientickets bei den Kreisverkehrsbetrieben Saarlouis beantragen. Nach den Vorstellungen der CDU soll ein ent- sprechen-des Ticket nicht mehr als 8 DM kosten. Reparaturen an den Schulen des Landkreises: Der �ber Jahre angestaute Reparaturbedarf an den Schulen des Landkreises Saarlouis erfordert erhebliche Kosten f�r die dringend notwen- digen Reparaturen und Sanierungen. F�r unsere Schulen im Landkreis wurden in der letzten Sitzung des Kreisausschusses Arbeiten in H�he von DM 965.000,- vergeben. Alle Auftr�ge wurden an saarl�ndische Firmen erteilt. Auf die Saarlouiser Gymnasien entfallen DM 360.000- ( 36 % der vorgesehenen Kosten) f�r Erneuerungsarbeiten an Fenstern, T�ren, Au�enputzsanierung, Schreinerarbeiten und Beleuchtungsanlagen. Die Arbeiten f�r die Erweiterungsma�nahme am Robert-Schumann-Gym- nasium gehen z�gig voran. Inzwischen wurden die 6 Klassenr�ume in Betrieb genommen. EURO-Gymnasium in Saarlouis zur Nachahmung empfohlen Zusammenarbeit �ber staatliche und sprachliche Grenzen hinweg: da� dies nicht nur eine wohlmeinende Forderung ist, konnte Euregio-Vizepr�sident Hartmut Gimmler auf der j�ngsten Sitzung des Verwaltungsrates Euregio Saar-Lor-Lux-Rhein darlegen. Gimmler stellte die Aktivit�ten des Max-Plank-Gymnasiums in Saarlouis vor. Dieses habe die Zielsetzung eines Euregio-Gymnasiums entworfen, wobei die Zusammenarbeit mit Schulen in Belgien, Luxemburg und Lothringen im Vordergrund stehe. Wie er berichtete, habe der Verwaltungsrat der Euregio die Aktivit�ten des Max-Plank-Gymnasiums ausdr�cklich zur Nachahmung empfohlen. Hartmut Gimmler in Hauptausschuss des RGRE gew�hlt Die Hauptversammlung des Rates der Gemeinden und Regionen Europas (RGRE) w�hlte in Karlsruhe Hartmut Gimmler, Vizepr�sident der Euregio Saar-Lor-Lux-Rhein und Vorsitzender der CDU-Fraktion im Saarlouiser Kreistag, zum Mitglied im Hauptausschuss. Die im RGRE zusammengeschlossenen Gemeinden, St�dte, Kreise und Landschaftsverb�nde unterst�tzen ein b�rgernahes und handlungsf�higes Europa. Der RGRE ber�t seine Mitglieder in kommunalrelevanten Fragen der europ�ischen Union und vertritt die kommunalen Interessen im europ�ischen Einigungsprozess. Bei der Reform des Maastrichter Vertrages m�sse die kommunale Selbstverwaltung gest�rkt werden, so Gimmler. Der RGRE wolle der kommunalen Selbstverwaltung Verfassungsrang geben und sie gerichtlich nachpr�fbar machen. Er selbst werde sich besonders f�r die europ�ische Dimension der nationalen und regionalen Kultur und Bildungspolitik einsetzen, erkl�rte Gimmler.
  12. 12. - 12 - Bebauungsplan Gartenreihen Am 25. M�rz 1993 hatte der Stadtrat beschlossen, den Bebauungsplan Gartenreihen im s�dlichen Bereich, der als "Teilplan 2, �nderung Nr. 2" bezeichnet wird, zu �ndern und zu erweitern. Der n�rdliche Bereich, s�dlich der Admiral-Knorr-Stra�e und im Bereich der neuen 1. Gartenreihe gelegen, als "Teilplan 2, �nderung Nr. 1" bezeichnet, war bereits vor einigen Jahren ge�ndert worden (Rechtskraft am 18.1.1981). In diesem Teilbereich verkauft die Stadt heute Baustellen f�r 250 DM/m�, was bei den dortigen Grundst�ckgr��en Preise von etwa 180.000-220.000 DM ergibt. Als wesentliche �nderung im jetzt in Bearbeitung befindlichen s�dlichen Bereich waren 1993 vorgesehen: 1. Wegfall der geplanten Weiterf�hrung der Rosenstra�e bis zur Provinzialstra�e. Statt dessen lediglich stra�enm��ige Verbindung von der II. zur III. , und der IV. zur V. Gartenreihe sowie Fu�wege zwischen den �brigen Gartenreihen. 2. Ausbau der Stra�e "Im Fischerfeld" von der Provinzialstra�e bis zur neuen I. Gartenreihe. 3. Erweiterung des Bebauungsplans nach S�den hin zu den r�ckw�rtigen Grenzen der Grund- st�cke Holzm�hler- Stra�e 12 bis 20. 4. Verdichtete Bebauung mit Reihenh�usern in 3 Teilbereichen. In einer vorgezogenen B�rgeranh�rung, die am 27. April 1993 in der Grundschule Prof.- Ecker stattfand, wurde den vorgeschlagenen �nderungen bis auf die vorgesehene Reihenhausbe- bauung zugestimmt. Diese, bereits zuvor von der CDU im Stadtrat heftig kritisiert, wurde von den B�rgern fast einhellig abgelehnt. Aufgrund der vorgebrachten Anregungen und Bedenken �berarbeitete die Stadtverwaltung den Planentwurf und stellte in der Stadtratssitzung am 21. September des Jahres einen neuen vor, der einstimmig beschlossen wurde und in n�chster Zeit �ffentlich ausgelegt wird. Danach ist die Reihenhausbebauung bis auf einen kleinen Teilbereich aufgegeben worden. Entsprechend dem Gebietscharakter ist �berwiegend eine aufgelockerte Bebauung mit frei- stehenden Ein- oder Zweifamilienh�usern vorgesehen. Der Planbereich weist etwa 110 Bau- stellen mit einer Durchschnittsgr��e von 6,5 Ar aus. Als weitere wesentliche �nderung des neuen Entwurfs ist die Ausdehnung des Plangebietes um ein bis zwei Grundst�cksbreiten nach S�den zur Holzm�hler- Stra�e hin zu erw�hnen, wodurch die fl�chenm��igen Voraussetzungen f�r einen dort vorgesehenen 20 m breiten Geh�lz- und Gr�nstreifen als Abschirmung zu den benachbarten gem�sebaulichen Fl�chen geschaffen werden sollen. Wenn keine weiteren Verz�gerungen eintreten, k�nnte der Plan Ende 1996 rechtskr�ftig werden. Dann ist eine Fl�chenumlegung erforderlich, sodass mit der baulichen Erschlie�ung und der Bebaubarkeit fr�hestens im Zeitraum Ende 1997/Anfang 1998 zu rechnen ist.
  13. 13. - 13 - Nach jetzigen Erkenntnissen werden die Grundst�ckspreise in diesem Bereich mindestens die H�lfte der Preise erreichen, die von der Stadt f�r den n�rdlichen Bereich festgesetzt wurden. Dem Normalverdiener d�rfte es deshalb finanziell �u�erst schwer fallen, dort eine Baustelle f�r ein freistehendes Haus zu erwerben. Diese Entwicklung zeigt mit aller Deutlichkeit, da� die von der SPD am 19.11.92 im Stadtrat beschlossene und in ihrer Koalitionsvereinbarung mit den Gr�nen vom Mai dieses Jahres bekr�ftigte "Nichtweiterverfolgung" der seit mehr als 20 Jahren vorgesehen Erweiterung des Neubaugebietes Holzm�hle, in dem die Stadt immerhin 30 % Grundbesitz hat, absolut falsch war und ist. Unverst�ndlicherweise wurde diese Entscheidung ganz ma�geblich vom Lisdorfer Bau- beigeordneten und SPD-Vorsitzenden betrieben. Dabei h�tte die gleichzeitige Bereitstellung von Baustellen auch in diesem Gebiet ein ausreichendes Angebot und damit eine Preisd�mpfung gebracht. Im Bild ( mit Strichlinie umrandet): Lage des Neubaugebietes im Bebauungsplan Gartenreihe; die dunkel schraffierte Fl�che soll der neuen Geh�lz- und Gr�nstreifen werden. Heiner Gro�
  14. 14. - 14 - Die Christlich-Demokratische-Union betrauert den pl�tzlichen Tod Ihres Freundes und G�nners Hans Welsch Ehrenb�rger der Kreisstadt Saarlouis Tr�ger des Bundesverdienstkreuzes 1. Klasse und des saarl. Verdienstordens Am 05. M�rz 1923 in Lisdorf geboren Am 27. September 1995 in Saarlouis verstorben Am 02. Oktober 1995 auf dem Friedhof in Lisdorf beigesetzt Mit dem Verstorbenen haben das Saarland, unsere Heimatstadt Saarlouis und insbesondere sein Geburtsort Lisdorf eine Unternehmerpers�nlichkeit verloren, die sich nach dem 2. Weltkrieg aus kleinsten Anf�ngen heraus ein Stahlbauunternehmen von Weltgeltung aufgebaut hat. Zu seinem gro�en Lebenswerk, der DSD-Unternehmensgruppe, geh�ren heute weltweit 46 Gesellschaften mit 11 Fertigungsst�tten und 7.600 Mitarbeitern. Auch viele Lisdorfer haben dort Arbeit und Brot gefunden. Hans Welsch ist seinem Geburtsort Lisdorf stets eng verbunden geblieben. Seine Anteilnahme am Ortsgeschehen und Unterst�tzung der Lisdorfer Vereine waren beispielhaft. In Lisdorf hat sich Hans Welsch bleibende Verdienste erworben. Wir werden Ihm stets ein ehrendes Andenken bewahren. C D U - Ortsverband Lisdorf Impressum: Herausgeber: CDU-Ortsverband Lisdorf, II. Gartenreihe 50, Tel. 40155 JUNGE UNION Lisdorf , Oberbruchstra�e 7, Tel. 40549 Redaktion: Georg Jungmann, Heiner Gro�, Bernd Lay, Gudrun Jungmann, Robert Sch�tz, Harald Weiler Namentlich gekennzeichnete Artikel geben die Meinung des Verfassers wieder und nicht unbedingt die Meinung der CDU-Lisdorf. Weitere Exemplare dieser Ausgabe liegen in der CDU- Kreisgesch�ftsstelle, Saarstra�e 4, aus und k�nnen dort kostenlos abgeholt werden.
  15. 15. - 16 -

×