Successfully reported this slideshow.

Zwei-Komponentenmodell wahrgenommener Produktqualitaeten

2

Share

Upcoming SlideShare
Web-Analytics für UXler
Web-Analytics für UXler
Loading in …3
×
1 of 27
1 of 27

Zwei-Komponentenmodell wahrgenommener Produktqualitaeten

2

Share

Download to read offline

von Grigor Grigorov im User Experience Roundtable Hamburg 07/2010

Zahlreiche Untersuchungen zeigen, dass allein Usability nicht mehr ausreicht, um interaktive Produkte attraktiv für die Nutzer zu gestalten. Verschiedene Autoren sehen die nichtaufgabenbezogene Produktqualitäten oder emotionale Aspekte als eine Bereicherung zu Usability und vertreten immer öfter die Meinung, dass sich diese ergänzen. Die Untersuchungen lassen erkennen, dass die nichtaufgabebezogene Produktqualitäten, wie z.B. Ästhetik, Herausforderung oder Spaß, die Produkte begehrenswert machen und eine entscheidende Rolle für das positive Benutzungserlebnis („User Experience“ oder „UX“) spielen. Die Berücksichtigung dieser verschiedenen Aspekte des Nutzererlebens bei der Gestaltung interaktiver Produkte wird als ein wichtiges Kriterium für die Gestaltung der Mensch-Computer-Interaktion gesehen.
Das Zwei-Komponenten-Modell von Marc Hassenzahl und Kollegen wird ausführlich vorgestellt. Dieses schreibt den nichtaufgabenbezogenen Produktqualitäten eine wichtige Bedeutung zu. Des Weiteren wird auch der AttrakDiff Fragebogen zur Messung aufgabenbezogener und nichtaufgabenbezogener Produktqualitäten interaktiver Produkte kurz vorgestellt. Mit seiner Hilfe wird gezeigt, wie Nutzer die pragmatischen und hedonischen Qualitäten eines interaktiven Produktes wahrnehmen und seine Attraktivität bewerten. Die Nutzung des Tests ist online möglich und für den Testleiter und die Testperson kostenfrei.

http://www.uxhh.de/roundtable/archiv/index.html#Jul10

von Grigor Grigorov im User Experience Roundtable Hamburg 07/2010

Zahlreiche Untersuchungen zeigen, dass allein Usability nicht mehr ausreicht, um interaktive Produkte attraktiv für die Nutzer zu gestalten. Verschiedene Autoren sehen die nichtaufgabenbezogene Produktqualitäten oder emotionale Aspekte als eine Bereicherung zu Usability und vertreten immer öfter die Meinung, dass sich diese ergänzen. Die Untersuchungen lassen erkennen, dass die nichtaufgabebezogene Produktqualitäten, wie z.B. Ästhetik, Herausforderung oder Spaß, die Produkte begehrenswert machen und eine entscheidende Rolle für das positive Benutzungserlebnis („User Experience“ oder „UX“) spielen. Die Berücksichtigung dieser verschiedenen Aspekte des Nutzererlebens bei der Gestaltung interaktiver Produkte wird als ein wichtiges Kriterium für die Gestaltung der Mensch-Computer-Interaktion gesehen.
Das Zwei-Komponenten-Modell von Marc Hassenzahl und Kollegen wird ausführlich vorgestellt. Dieses schreibt den nichtaufgabenbezogenen Produktqualitäten eine wichtige Bedeutung zu. Des Weiteren wird auch der AttrakDiff Fragebogen zur Messung aufgabenbezogener und nichtaufgabenbezogener Produktqualitäten interaktiver Produkte kurz vorgestellt. Mit seiner Hilfe wird gezeigt, wie Nutzer die pragmatischen und hedonischen Qualitäten eines interaktiven Produktes wahrnehmen und seine Attraktivität bewerten. Die Nutzung des Tests ist online möglich und für den Testleiter und die Testperson kostenfrei.

http://www.uxhh.de/roundtable/archiv/index.html#Jul10

More Related Content

Related Books

Free with a 14 day trial from Scribd

See all

Related Audiobooks

Free with a 14 day trial from Scribd

See all

Zwei-Komponentenmodell wahrgenommener Produktqualitaeten

  1. 1. Zwei-Komponenten-Modell wahrgenommener Produktqualitäten nach Hassenzahl und Kollegen Grigor Grigorov Diplom-Psychologe
  2. 2. Inhalt Das Zwei-Komponenten-Modell Der Fragebogen Attrak-Diff Diplomarbeitsthema und Ergebnisse Diskussion 05.07.2010 Grigor Grigorov
  3. 3. Zwei-Komponenten-Modell wahrgenommener Produktqualitäten Die zwei Komponenten in diesem Modell sind: - die wahrgenommene pragmatische Qualität: bezeichnet die Nützlichkeit eines interaktiven Produktes - die wahrgenommene hedonische Qualität: steht für die nicht aufgabenorientierten Qualitäten 05.07.2010 Grigor Grigorov
  4. 4. „Act“ und „Self“ Produktcharakter „ACT product“: wenn die pragmatische Qualitäten stark und die hedonische schwach ausgeprägt sind „SELF product“: stark ausgeprägte hedonische und schwach ausgeprägte pragmatische Qualitäten 05.07.2010 Grigor Grigorov
  5. 5. Situationsabhängigkeit der Produktattraktivitätsbeurteilung Die Beurteilung der Produktattraktivität ist situationsabhängig. Hassenzahl beschreibt zwei Situationsmodi: „goal mode“ „action mode“ 05.07.2010 Grigor Grigorov
  6. 6. AttrakDiff Fragebogen zur Messung wahrgenommener hedonischer und pragmatischer Qualität vier Dimensionen: PQ, HQ-I, HQ-S, ATT sieben Wortpaare pro Dimension auf einer siebenstufigen Skala 05.07.2010 Grigor Grigorov
  7. 7. AttrakDiff / Ergebnisdarstellung „Ergebnisüberblick-Portfolio“ „Das Diagramm der Mittelwerte“ „Das Profil der Wortpaare“ 05.07.2010 Grigor Grigorov
  8. 8. AttrakDiff / Ergebnisdarstellung „Ergebnisüberblick-Portfolio“ - enthält eine Zusammenfassung der Ergebnisse auf den Dimensionen für hedonische Qualität (HQ) und pragmatische Qualität (PQ) - die in neun Portfoliofelder geteilte Gesamtfläche erlaubt die Zuweisung von einem Produktcharakter zu dem getesteten Produkt 05.07.2010 Grigor Grigorov
  9. 9. AttrakDiff / Ergebnisdarstellung „Das Diagramm der Mittelwerte“ - zeigt die mittleren Ausprägungen der vier Dimensionen des AttrakDiff in Form eines Liniendiagramms - die hedonische Qualität (HQ) wird differenziert in HQ-I (Identität) und HQ-S (Stimulation) dargestellt 05.07.2010 Grigor Grigorov
  10. 10. AttrakDiff / Ergebnisdarstellung „Das Profil der Wortpaare“ - Darstellung der mittleren Ausprägungen der einzelnen Wortpaare des AttrakDiff für das untersuchte Produkt auf einer Skala von -3 bis +3 - lässt präzise erkennen welche Produkteigenschaften verbesserungsbedürftig sind 05.07.2010 Grigor Grigorov
  11. 11. Diplomarbeitsthema Zusammenhang zwischen den Persönlichkeitseigenschaften des Kunden und seinen Präferenzen für pragmatische und hedonische Qualitäten bei der Produktauswahl. 05.07.2010 Grigor Grigorov
  12. 12. Diplomarbeit/ Untersuchungsdesign 1 Produkt 39 Probanden, die dieses getestet haben Jede Testperson hat 2 Aufgaben gelöst Produktbewertung mittels AttrakDiff Ausfüllen des Persönlichkeitstests (NEO-PI-R) Korrelation der Ergebnisse von den beiden Fragebogen Zusammenhang zw. PE und Wahrnehmung von PQ und HQ 05.07.2010 Grigor Grigorov
  13. 13. Diplomarbeit/ Das Produkt: SonyEricsson W890i 05.07.2010 Grigor Grigorov
  14. 14. Diplomarbeit / Ergebnisse Hypothese 1: Probanden mit ähnlichen PE nehmen die pragmatischen und hedonischen Qualitäten eines Produktes gleich wahr. 05.07.2010 Grigor Grigorov
  15. 15. Diplomarbeit / Ergebnisse / Hypothese 1 Kendall-Tau-b Neurotizismus vs. PQ r = -,195 (p = ,091) Neurotizismus vs. HQ-I r = -,140 (p = ,228) Neurotizismus vs. HQ-S r = ,093 (p = ,422) Extraversion vs. PQ r = ,130 (p = ,254) Extraversion vs. HQ-I r = -,011 (p = ,923) Extraversion vs. HQ-S r = -,190 (p = ,096) Offenheit vs. PQ r = -,068 (p = ,551) Offenheit vs. HQ-I r = -,175 (p = ,131) Offenheit vs. HQ-S r = -,117 (p = ,307) Verträglichkeit vs. PQ r = ,008 (p = ,942) Verträglichkeit vs. HQ-I r = -,007 (p = ,952) Verträglichkeit vs. HQ-S r = ,080 (p = ,481) Gewissenhaftigkeit vs. PQ r = -,031 (p = ,789) Gewissenhaftigkeit vs. HQ-I r = -,120 (p = ,301) Gewissenhaftigkeit vs. HQ-S r = -,070 (p = ,543)
  16. 16. Diplomarbeit / Ergebnisse / Hypothese 2 Hypothese 2: Probanden mit ähnlichen Persönlichkeitseigenschaften bewerten die Attraktivität des Produktes gleich. Kendall-Tau-b Neurotizismus vs. ATT r = -,141 (p = ,223) Extraversion vs. ATT r = -,081 (p = ,481) Offenheit vs. ATT r = -,146 (p = ,206) Verträglichkeit vs. ATT r = ,056 (p = ,627) Gewissenhaftigkeit vs. ATT r = -,083 (p = ,473) 05.07.2010 Grigor Grigorov
  17. 17. Diplomarbeit / Ergebnisse / Hypothese 3 Hypothese 3: Es besteht ein Zusammenhang zwischen den Ausprägungen der Probanden in der Skala „Offenheit für Erfahrungen“ und deren Wahrnehmung der HQ-S des Produktes. Correlations Wahrnehmung der Offenheit HQS pro gesamt Teilnehmer Kendall's tau_b Offenheit Correlation 1,000 -,117 gesamt Coefficient Sig. (2-tailed) ,307 N 39 39 05.07.2010 Grigor Grigorov
  18. 18. Diplomarbeit / Ergebnisse / Hypothese 4 Hypothese 4: Es besteht ein Zusammenhang zwischen den Ausprägungen der Probanden in der Skala „Extraversion“ und deren Wahrnehmung der HQ-I des Produktes. Correlations Wahrnehmung der Extraversion HQI pro gesamt Teilnehmer Kendall's Extraversion Correlation 1,000 -,011 tau_b gesamt Coefficient Sig. (2-tailed) ,923 N 39 39 05.07.2010 Grigor Grigorov
  19. 19. Diplomarbeit / Ergebnisse / Hypothese 5 Hypothese 5: Es besteht ein Zusammenhang zwischen den Ausprägungen der Probanden in der Skala „Gewissenhaftigkeit“ und deren Wahrnehmung der PQ des Produktes. Correlations Wahrnehmung der Gewissenhaftig PQ pro keit Teilnehmer Kendall's Gewissenhafti Correlation 1,000 -,031 tau_b gkeit Coefficient Sig. (2-tailed) ,789 N 39 39 05.07.2010 Grigor Grigorov
  20. 20. Diplomarbeit / Ergebnisse / Hypothese 6 Hypothese 6: Es besteht ein Unterschied in der Bewertung der Attraktivität eines Produktes zwischen extravertierten und introvertierten Personen. Test Statisticsb Bewertung der Attraktivität pro Teilnehmer Mann-Whitney U 180,000 Wilcoxon W 351,000 Z -,254 Asymp. Sig. (2-tailed) ,799 Exact Sig. [2*(1-tailed Sig.)] ,813a a. Not corrected for ties. b. Grouping Variable: Extraversion gesamt dichotomisiert 05.07.2010 Grigor Grigorov
  21. 21. Diplomarbeit / Ergebnisse / Hypothese 7 Hypothese 7: Probanden, die weniger Zeit bei der Lösung der Aufgaben benötigen, bewerten die Attraktivität des Produktes höher. Correlations Bewertung der Attraktivität pro Mittelwert Teilnehmer Aufgabe 1+2 Kendall's Bewertung der Correlation 1,000 ,060 tau_b Attraktivität Coefficient pro Sig. (2-tailed) ,602 Teilnehmer N 39 39 05.07.2010 Grigor Grigorov
  22. 22. Diplomarbeit / Ergebnisse / Hypothese 7 Probanden, die weniger Zeit bei der Lösung der Aufgaben benötigen, nehmen die PQ des Produktes höher wahr. Correlations Mittelwert Wahrnehmung der Aufgabe 1+2 PQ pro Teilnehmer Kendall's tau_b Mittelwert Correlation 1,000 -,240* Aufgabe 1+2 Coefficient Sig. (2-tailed) ,035 N 39 39 05.07.2010 Grigor Grigorov
  23. 23. Diplomarbeit / Ergebnisse / Fragestellungen 1-3 Gibt es Unterschiede zwischen männlichen oder weiblichen Probanden in Bezug auf die e in Wahrnehmung von PQ und HQ des Produktes?N Gibt es Unterschiede bei der Wahrnehmung von PQ und HQ des Produktes bezogen auf Gruppenähnlichkeiten (z.B. Studenten vs. Ne in Berufstätige)? Gibt es Unterschiede in der Wahrnehmung in Bezug auf Alter (unter 30 vs. über 30)? e in N 05.07.2010 Grigor Grigorov
  24. 24. Diplomarbeit / Ergebnisse / Fragestellung 4 Fragestellung 4: Nehmen Probanden, die Erfahrung mit SonyEricsson Geräten gemacht haben, die Produktqualitäten des getesteten Produktes höher als andere Teilnehmer wahr? Bewerten Probanden, die Erfahrung mit SonyEricsson Geräten gemacht haben, die Attraktivität des getesteten Produktes höher als andere Teilnehmer? 05.07.2010 Grigor Grigorov
  25. 25. Diplomarbeit / Ergebnisse / Fragestellung 4 Test Statisticsb Wahrnehmung der Wahrnehmung der Wahrnehmung der Bewertung der PQ pro HQI pro HQS pro Attraktivität pro Teilnehmer Teilnehmer Teilnehmer Teilnehmer Mann-Whitney U 109,500 89,500 163,000 100,000 Wilcoxon W 280,500 260,500 334,000 271,000 Z -2,244 -2,812 -,734 -2,514 Asymp. Sig. (2- ,025 ,005 ,463 ,012 tailed) Exact Sig. [2*(1- ,024a ,004a ,477a ,011a tailed Sig.)] a. Not corrected for ties. b. Grouping Variable: Erfahrung mit se 05.07.2010 Grigor Grigorov
  26. 26. Diskussion Fragen Meinungen Anregungen 05.07.2010 Grigor Grigorov
  27. 27. Vielen Dank! 05.07.2010 Grigor Grigorov

×