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Design Prinzipien für Green UX

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Die Ausbeutung und Verschmutzung der Umwelt ist das aktuell globalste und größte Problem des Planeten. Auch UX Designer können hierauf einen positiven Einfluss nehmen. Der Vortrag beschreibt Design Prinzipien für ökologisch nachhaltige Innovationen mit dem Ziel einer Green UX. Als Inspiration für die Prinzipien dienen neben Theorien zu Nachhaltigkeit und Produktdesign auch gesellschaftliche Strömungen wie Minimalismus und die Zero Waste Bewegung. Die Anwendung der Prinzipien wird anhand von Beispielen im Hardware- sowie GUI-Design illustriert.

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Design Prinzipien für Green UX

  1. 1. DESIGN PRINZIPIEN FÜR GREEN UX World Usability Day 2016 - Hamburg Christoph Buckler
  2. 2. UNTERNEHMEN MISSION 2 Spezialisierter Anbieter von User Interface Design Services Fokus: B2B Anwendungen, Productivity, Anwendungen für Professionals, Medical (-Device) Software Gesamter User Centered Design Life Cycle Christoph Buckler Senior UX Consultant T +49 40 3179868-0 christoph.buckler@ergosign.de trashless-society.com @trashlessguy
  3. 3. GREEN UX Nachhaltigkeit & UX? 3 https://uxdesign.cc/product-design-for-sustainability-3fffbb2a7f0e#.c39i5mgni Artiom Dashinsky
  4. 4. GREEN UX 4 http://www.thwink.org/sustain/glossary/ThreePillarsOfSustainability.htm „This is the world’s biggest actual problem…“ => Green UX erforderlich Nachhaltigkeit Social EconomicEnvironment Sustainable
  5. 5. Alle Produkte und Services haben Einfluss auf die Umwelt Design ist Teil des Product Lifecycle Wir haben einen Einfluss Wir haben eine Verantwortung GREEN UX Unser Beitrag als Designer/Entwickler 6 Entsorgung/ Recycling Design Herstellung Distribution Kunde/ Nutzer Product Lifecycle
  6. 6. PRINZIPIEN DER NACHHALTIGKEIT 7
  7. 7. PRINZIPIEN DER NACHHALTIGKEIT Zero Waste Bewegung 8 trashless-society.com zerowastehome.com
  8. 8. PRINZIPIEN DER NACHHALTIGKEIT Zero Waste Refuse (ablehnen) Reduce (reduzieren) Reuse (wiederverwenden) Recycle (Wertstoffsammlung) Rot (kompostieren) 9 http://www.zerowastehome.com/about/tips/
  9. 9. PRINZIPIEN DER NACHHALTIGKEIT Zero Waste Refuse Reduce Reuse Recycle Rot Reduce Reuse Recycle Restore Process 10 „Design Is The Problem“ Buch von Nathan Shedroff http://www.zerowastehome.com/about/tips/
  10. 10. PRINZIPIEN DER NACHHALTIGKEIT Nützlichkeit & Usability Wenig nützliche Produkte verschwenden Ressourcen Dematerialisierung Weniger Material (z.B. durch kleinere, leichtere Produkte) Digital statt analog Transmaterialisierung Produkt in Service umwandeln z.B. Bücherei, Downloads etc. 11 Reduce (reduzieren)
  11. 11. PRINZIPIEN DER NACHHALTIGKEIT Langlebigkeit (Design for Durability) Wartbarkeit/Reparierbarkeit statt „planned Obsolescence“ Zukünftige Nutzerbedürfnisse berücksichtigen Zeitloses Design statt (ausgefallene) Trends Wiederverwendbarkeit Geplante Wiederverwendung Upcycling 12 Reuse (wiederverwenden) die-testbar.de/upcycling-diy-ideen-mit-lemonaid
  12. 12. INNOVATIVE PRINZIPIEN 13
  13. 13. INNOVATIVE PRINZIPIEN TRIZ (Teoria reschenija isobretatjelskich sadatsch) Hauptsächlich vom Russen Genrich Altschuller entwickelt Entdeckungen bei der Arbeit im Patentamt Viele Erfindungen basieren auf wenigen allgemeinen Prinzipien 40 innovative Prinzipien 14 „Theorie des erfinderischen Problemlösens"
  14. 14. INNOVATIVE PRINZIPIEN 15 1. Zerlegung 2. Abtrennung 3. Örtliche Qualität 4. Asymmetrie 5. Kopplung (Kombination) 6. Mehrzwecknutzung (Universalität) 7. Integration, Verschachtelung 8. Gegengewicht (Gegenmasse) 9. Vorgezogene Gegenaktion 10. Vorgezogene Aktion 11. Vorbeugung, Prävention 12. Äquipotential 13. Funktionsumkehr (Inversion) 14. Krümmung, Kugelähnlichkeit 15. Dynamisierung, Anpassung 16. Partielle oder überschüssige Wirkung 17. Übergang zu höherer Dimension 18. Mechanische Schwingungen 19. Periodische Wirkung 20. Kontinuität nützlicher Aktionen 21. Durcheilen und Überspringen 22. Schädliches in Nützliches wandeln 23. Rückkopplung (Feedback) 24.Vermittler, Mediator 25.Selbstbedienung, Automatik 26. Kopien, Modelle 27. Billige Kurzlebigkeit 28. Mechanik ersetzen 29. Pneumatik und Hydraulik 30. Flexible Hüllen und Folien 31. Poröse Materialien 32. Farbveränderung, Durchsichtigkeit 33. Gleichartigkeit (Homogenität) 34. Beseitigung und Regeneration 35. Anderer Aggregatzustand 36. Phasenübergänge 37. Wärmeausdehnung 38. Starkes Oxidationsmittel 39. Inertes/träges Medium 40. Verbundmaterial 40 innovative Prinzipien nach TRIZ
  15. 15. INNOVATIVE PRINZIPIEN BEISPIEL Beispiel: Smartphone 16 Alle Komponenten fest verbaut (kein Austausch für Laien möglich) Reparaturen teuer Zerlegung (TRIZ-Prinzip 1) Reparierbarkeit/Langlebigkeit Modularer Aufbau Ersatzteile verfügbar Laien können Komponenten selbst austauschen (Akku, Display, Kamera etc.)
  16. 16. INNOVATIVE PRINZIPIEN BEISPIEL Beispiel: Mobile tickets 17 Ausdrucken oder Zustellung per Post Wertlos nach Event, Flug etc. Direkt auf Gerät verfügbar Smartphone in der Regel dabei Kein (Thermo-)PapierabfallMehrzwecknutzung (TRIZ-Prinzip 6) Dematerialisierung
  17. 17. INNOVATIVE PRINZIPIEN BEISPIEL Beispiel: Automatische Skalierung 18 https://uxdesign.cc/product-design-for-sustainability-3fffbb2a7f0e#.c39i5mgni Automatik (TRIZ-Prinzip 25) Reduce Artiom Dashinsky
  18. 18. BENUTZERVERHALTEN 19
  19. 19. BENUTZERVERHALTEN Aufklärung & Information Information über (Umwelt-)Probleme Feedback über Auswirkungen der Nutzerhandlungen 20 Benutzerverhalten und Motivation
  20. 20. BENUTZERVERHALTEN Beispiel: Codecheck-App & Mikroplastik 21 http://www.codecheck.info/news/Wir-essen-Mikroplastik-aus- Kosmetikprodukten-38603 http://www.codecheck.info
  21. 21. BENUTZERVERHALTEN Beispiel: Feedback zum Fahrverhalten 22 https://www.automatic.com/features/
  22. 22. BENUTZERVERHALTEN Aufklärung & Information Information über (Umwelt-)Probleme Feedback über Auswirkungen der Nutzerhandlungen Benutzer zu Nachhaltigkeit motivieren Vorschläge / „Promotion“ Gamification 23 Benutzerverhalten und Motivation
  23. 23. BENUTZERVERHALTEN Beispiel: Automatischer Vorschlag 24 https://uxdesign.cc/product-design-for-sustainability-3fffbb2a7f0e#.c39i5mgniArtiom Dashinsky, Verkaufs- vorschlag
  24. 24. BENUTZERVERHALTEN Beispiel: Automatischer Vorschlag 25 https://uxdesign.cc/product-design-for-sustainability-3fffbb2a7f0e#.c39i5mgniArtiom Dashinsky, Studie: Über 100 Millionen ungenutzte Handys in deutschen Haushalten Verkaufs- vorschlag http://www.duh.de/althandy.html
  25. 25. BENUTZERVERHALTEN Beispiel: Apps mit Gamification-Mechanismen 26 https://joulebug.com/
  26. 26. BENUTZERVERHALTEN Aufklärung & Information Information über (Umwelt-)Probleme Feedback über Auswirkungen der Nutzerhandlungen Benutzer zu Nachhaltigkeit motivieren Vorschläge / „Promotion“ Gamification Green Defaults 27 Benutzerverhalten und Motivation
  27. 27. BENUTZERVERHALTEN Beispiel: Google Maps 28 https://uxdesign.cc/product-design-for-sustainability-3fffbb2a7f0e#.c39i5mgniArtiom Dashinsky,
  28. 28. WEBDESIGN 29
  29. 29. WEBDESIGN Auch das Internet verursacht CO2-Emissionen „Slimline“ Webdesign http://sustainableux.com/basic.html Bilder & Videos reduzieren bzw. optimieren Weniger Energie- und Speicherverbrauch Weniger Ablenkung Kürzere Ladezeiten Prinzipien http://sustainablewebdesign.org/ Findbarkeit (Nutzer muss weniger Seiten laden) Performance-Optimierung Design & UX (Mobile-first Design) Green Hosting 30 Nachhaltiges Webdesign
  30. 30. WEBDESIGN ecograder.com 31
  31. 31. FAZIT 32
  32. 32. FAZIT Nachhaltigkeit ist eine Notwendigkeit Designer haben einen Einfluss und eine Verantwortung Sprecht über Green UX! Versucht Design Prinzipien anzuwenden! 33 Schlussfolgerung
  33. 33. Ergosign GmbH
 Kistlerhofstraße 75
 81379 München
 Germany T +49 89 6890607-0
 F +49 89 6890607-10
 T +49 30 246397-13 F +49 681 988412-10
 Ergosign GmbH
 Ringbahnstraße 42
 12099 Berlin
 Germany Ergosign GmbH
 Hopfenstraße 23
 20359 Hamburg
 Germany T +49 40 3179868-0
 F +49 40 3179868-10
 Ergosign Switzerland AG
 Badenerstrasse 808
 8048 Zürich
 Switzerland T +41 44 54293-04
 F +41 44 54293-07
 T +49 681 988412-0
 F +49 681 988412-10
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 Germany VIELEN DANK.

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