Netzwoche: Trends und Hürden im Requirements Engineering

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Netzwoche vom, Juni 2013

SwissQ hat im aktuellen “Requirements Trends & Benchmarks Report Schweiz 2013″ unter anderem die Techniken, Tools und Trends im Requirements Engineering analysiert. Fazit des Reports: Es geht zwar vorwärts, aber noch bleibt Luft nach oben.

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Netzwoche: Trends und Hürden im Requirements Engineering

  1. 1. Requirements Engineering (RE) ist dieBasis eines jeden Softwareprojekts, seies nun die Weiterentwicklung einer be-stehenden Software oder eine Neuent-wicklung. Gleichzeitig ist RE oft auchSorgenkind der Softwarebranche. SwissQhat im aktuellen Trends & BenchmarksReport Schweiz 2013 die Schwierigkei-ten, Möglichkeiten und Entwicklungenim RE untersucht und bietet damit eineMöglichkeit, die eigenen Beobachtungenmit deren anderer Unternehmen zu ver-gleichen.Die Datenbasis für die Studie bildeneinerseits eine Onlineumfrage aus 580ausgefüllten Fragebogen und anderer-seits rund 25 persönliche Interviews mitIT-Entscheidungsträgern aus unterschied­lichen Firmen, Branchen und Regionen. Neuführte SwissQ die diesjährige Studie zu denTrends & Benchmarks in Kooperation mit demInstitut für Technologiemanagement der Uni-versität St. Gallen durch.Die Art der ProjekteWas die IT-Projekte betrifft, hat sich einer-seits die Anzahl der Neuentwicklungen imVergleich zum Vorjahr reduziert. Andererseitsgibt es immer mehr Grossprojekte. Dies hatlaut den Autoren der Studie wohl damit zu tun,dass immer weniger Vorhaben auf der grünenWiese starten. Entweder würden bestehendeLösungen erweitert oder komplett neu gebaut.Was die Qualität betrifft, hat sich das Pro-blem der Missverständnisse in der Kommu-nikation verschärft. Zusammen mit den sichändernden Anforderungen oder mit demZeitmangel bezüglich des RE sind dies diewichtigsten Probleme im Bereich der Anforde-rungsanalyse. Letzteres wird durch die Ergeb-nisse der Studie bestätigt: Rund drei Fünftelaller Befragten wenden weniger als 15 Pro-zent des Gesamtprojektaufwandes für RE auf.Hinzu kommt, dass gut zwei Fünftel der Be-fragten den Reifegrad ihres RE als mittelmäs­sig oder schwach einstufen. Auch zeigt sichdie Mehrheit der Befragten mit dem Erheben,Analysieren, Dokumentieren, Prüfen und Ver-walten von Anforderungen unzufrieden odernur mässig zufrieden. Wie aber kann man dieQualität verbessern?Als Massnahmen sehen mehr als dieHälfte der Befragten am ehesten die Etablie-rung interner Vorlagen und Normen. Rund dieHälfte will intern aus- und weiterbilden sowiegezielt geeignetes Personal einstellen. Dieszeigt sich auch in den Trends für die kommen-den Jahre: Rund ein Viertel der Befragten gibtdie Aus- und Weiterbildung im RE als oberstePriorität an. Agile Requirements Engineering,die Etablierung von Standardprozessen sowieBusiness Process Driven Requirements stehenebenfalls hoch im Kurs. Ein ähnliches Bildzeichnet sich auch in den Investitionen ab. Inder Zusammenarbeit zwischen IT und Busi-ness nehmen die Investitionen zu, genausowie in der Aus- und Weiterbildung für Mitar-beiter sowie der Entwicklung von Vorlagenund Richtlinien.Wie werden Anforderungen analysiert?Für die Analyse der Anforderungen werdenmeistens bestehende Systeme analysiert, wierund 70 Prozent der Befragten angeben. Rundzwei Drittel führen Interviews, etwas mehrals die Hälfte strukturierte Workshops durch.Was die Spezifikation der Anforderungen be-trifft, sind Use Cases die am meisten verbrei-tete Technik. Mehr als die Hälfte der Befragtensetzt sie ein. Knapp dahinter folgt die na-türliche Sprache, gefolgt von gut einemDrittel, das mit User Stories arbeitet.Ein weiterer Aspekt, der in der Stu-die behandelt wird, sind die Herausfor-derungen, die sich den Unternehmen inBezug auf RE stellen. Gut zwei Fünftelder Befragten nennen hier das Anforde-rungsmanagement beziehungsweise dieRückverfolgbarkeit der Anforderungen.Knapp ein Drittel nennt je die Erhebung,Verwaltung der Anforderungen sowiederen Verteilung auf die verschiedenenTeams. Hinzu kommen die Behandlungvon nicht-funktionalen Anforderungensowie die Umsetzung von RE in agilenProjekten.Haben es Unternehmen aber einmal ge-schafft, RE im agilen Umfeld einzusetzen,scheint dies einige Vorteile mit sich zu brin-gen: Beispielsweise ist eine grosse Mehrheitder Befragten der Meinung, dass man jederzeitoder zumindest meistens im Überblick habe,was gerade implementiert werde. Ausserdemseien die Stakeholder stärker involviert unddie Änderungen im Backlog brauchten keinenformalen Change-Prozess mehr. Auch sei derUmfang der Spezifikation deutlich geringergeworden, was auf eine Vereinfachung hin-deutet.Auch interessant sind die verwendetenRE-Tools. Microsoft Word und Excel werdenam häufigsten verwendet, sei es nun im agi-len oder nicht agilen Umfeld. Sie haben aberim Vergleich zum letzten Jahr an Marktanteilverloren, dies von 84,5 Prozent im Vorjahr auf67,2 Prozent im nicht agilen Umfeld und von67,6 Prozent im Vorjahr auf 52,9 Prozent im agi-len Umfeld. Daneben sind Atlassian Jira und HPQuality Center beliebte Werkzeuge. Im nichtagilen Umfeld kommt zusätzlich MicrosoftVisio häufig zum Einsatz. Atlassian Jira hat starkan Marktanteilen gewonnen. Im agilen Umfeldkonnte die Software von 31 Prozent im letz-ten Jahr auf 47,1 Prozent dieses Jahr zulegen.Im nicht agilen Umfeld machte sie gar einenSprung von 1,8 Prozent auf 27,2 Prozent. <www.swissq.it11/2013 © netzmedien ag 23Trends und Hürden im RequirementsEngineeringSwissQ hat im aktuellen «Requirements Trends & Benchmarks Report Schweiz 2013» unter anderem die Techniken,Tools und Trends im Requirements Engineering analysiert. Fazit des Reports: Es geht zwar vorwärts, aber noch bleibtLuft nach oben. Janine AegerterWie gross ist der Aufwand des Requirements Engineerings imVerhältnis zum Gesamtprojektaufwand?Quelle: Requirements Trends & Benchmarks Report Schweiz 2013, SwissQREQUIREMENTS ENGINEERING TRENDS

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