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Vorwort
Eine Studie zu den Alumni-Organisationen im italienischen Hochschulwesen
Die Entstehung und zunehmende Ausbreitung von Alumni-Organisationen in Italien ist ein neues
Phänomen. Lässt man der Einfachheit halber die Beispiele im Schulwesen sowie im Corporate Bereich
außer Acht, um sich auf die italienische Hochschullandschaft zu fokussieren, beobachtet man seit 30
Jahren und vor allem im letzten Jahrzehnt eine Beschleunigung der Gründungs- und
Wachstumsprozesse akademischer Alumni-Vereine. Lange Zeit lediglich auf die Interaktion zwischen
ihren traditionellen Bestandteilen konzentriert, und zwar Studierenden, Hochschullehrende,
forschendes und administratives Personal, haben sich die italienischen Hochschulen intensiver mit
Verbleib und Werdegang ihrer Absolventinnen und Absolventen auseinandergesetzt.
Dies ist zunächst das Ergebnis der durch europäische und nationale Bildungspolitik gesetzten Impulse,
vor allem in Hinblick auf die wachsende Priorität der Beschäftigungsfähigkeit und
Arbeitsweltsvorbereitung in Hochschulbildung, der Dritte Mission sowie der Evaluation und
Qualitätssicherung studienrelevanter Dienstleistungen. Erwartungsmanagement vor dem und während
des Studiums sowie Beziehungspflege nach dem Studienabschluss sind daher zum wichtigen Thema für
die Steuerung von Hochschulen geworden, bei denen die Studierenden immer mehr als
Dienstleistungsempfänger sowie Protagonisten eines akademischen, beruflichen und persönlichen
Bildungsprojekts gelten.
Darüber hinaus sind sich die italienischen Universitäten, nicht zuletzt infolge der Vorstöße dynamischer
Segmente der Studentenschaft und Professorenschaft, immer mehr dessen bewusst geworden, dass
ihren Absolventinnen und Absolventen ein Potenzial als strategische Ressourcen für ihre
Missionserfüllung innewohnt. Diese Anerkennung ist jedoch nicht nur auf die ersehnte Übertragung der
klassischen, auf Alumni-Fundraising basierten Finanzierungskonzepte einzuschränken. Hierbei handelt
es sich vielmehr um die Aufwertung jener Vernetzungs-, Wissens- und Erfahrungsressourcen, welche
bei der Einbindung der Alumni beispielweise in Maßnahmen zur Studierendenrekrutierung,
Karriereorientierung, Kommunikation, Internationalisierung oder Kooperationsentwicklung im
wissenschaftlichen oder wirtschaftlichen Bereich einen konkreten Mehrwert erweisen.
Von einem allgemeinen Standpunkt aus kann die wachsende Bedeutsamkeit der Alumni-Organisationen
im italienischen Hochschulwesen zuletzt auch im Lichte des breiteren Prozesses zum Auf- und Ausbau
von Netzwerken gelesen werden, der derzeit unsere Gesellschaften betrifft und rasant transformiert.
Als Medien zur Verknüpfung und Koordination sowie als Interaktionsplattformen erschließen diese
Vernetzungsinfrastrukturen neue Möglichkeitshorizonte mit einer Eigendynamik; ihre Ausdehnung
und Anwendung auf allen Ebenen stellen somit Merkmale der Umwälzung gesellschaftlicher und
ökonomischer Prozesse unserer Zeit dar.
Davon ausgehend wurde 2016 ein Forschungsvorhaben im Rahmen der institutionellen Tätigkeiten des
Alumni-Vereins der Universität Padua durchgeführt, dessen Resultate in der vorliegenden Präsentation
dargelegt werden. Eine konkrete Gelegenheit für die Abfassung ergab sich bei der Teilnahme an der, in
Aachen am 7. Mai 2016 stattgefundenen Konferenz von alumni-club.net, welche einen wichtigen
Austausch- und Diskussionsrahmen für die in Betracht gezogenen Fragestellungen anbot. Daran
anschließend erfolgten andere zu verzeichnende Initiativen als Bestätigung der in der Studie skizzierten
Tendenzen, unter anderem die Gründung einer Koordinationsstelle der Niederlassungen italienischer
universitärer Alumni-Vereine in Bruxelles, dessen Manifest von prominenten Exponenten italienischer
und europäischer Politik am 7. September 2016 feierlich präsentiert wurde.
Im englisch- sowie deutschsprachigen Raum hat sich das Alumni Relations Management schon lange
etabliert; es gilt nicht nur als Berufsgebiet einschließlich regionaler und internationaler
Vernetzungsveranstaltungen, sondern auch als Gegenstand transdisziplinärer Untersuchungen an der
Schnittstelle zwischen Wirtschaft-, Kommunikation- und Organisationswissenschaften. Die im Rahmen
des Alumni-Vereins der Universität Padua angestoßenen Recherchen beabsichtigen, einen Beitrag zur
Förderung der Alumni-Kultur in Italien nicht zuletzt in Hinblick auf eine wünschenswerte Tätigkeit zur
Erforschung und Professionalisierung dieses Sektors im Lande zu leisten.
In dieser Hinsicht fokussiert der erste Teil dieser Arbeit auf die vielfältige Landschaft der italienischen
Alumni-Organisationen – bis dato handelt es sich dabei um die erste Untersuchung zu diesem Thema.
Angesichts ihres explorativen Ansatzes hebt die Studie einige wichtige Profilierungselemente ohne
Anspruch auf Vollständigkeit hervor, um mögliche Ausgangspunkte für künftige Forschungstätigkeiten
in diesem Bereich zu schildern1. Der zweite Teil beschäftigt sich indes mit den Grundlinien der Vision,
Strategieentwicklung und Konstituierung des Alumni-Vereins der Universität Padua als innovatives
Vorhaben einer Hochschule, die sich auf ihr 800. Jubiläum vorbereitet.
Einen herzlichen Dank gebühren der Hochschulleitung der Universität Padua und dem Alumni-Verein
der Universität Padua bzw. seinem Präsidenten Prof. Dr. Andrea Vinelli sowie ihrem Leitungs- und
Verwaltungspersonal für die überzeugte Unterstützung dieses Projekts sowie Frau Bajame Petritaj für
ihre Mitarbeit bei der statistischen Analyse und grafischen Aufbereitung.
Dr. Pellegrino Favuzzi
1
In diesem Sinne wurde zwischen Sommer und Herbst 2017 von Frau Vittoria Bulzon eine Abschlussarbeit für den Master im
Wirtschaftsingenieurwesen am Institut für Technik und Management industrieller Systeme unter Betreuung Prof. Dr. Andrea
Vinellis und Dr. Pellegrino Favuzzis mit dem Titel „Strategische und organisatorische Modelle der Alumni-Vereine: Analysen
und Vergleiche“ durchgeführt.
Partner comunicazione strategica e tecnologica:
Die Rolle der Alumni-Organisationen im italienischen Hochschulsystem
Der Fall der Universität Padua
Dr. Pellegrino Favuzzi
Vorstand des Alumni-Vereins der Universität Padua
21. alumni-clubs.net Konferenz
Forum für Alumni-Management, Career Service, Fundraising und Social Media
7. Mai 2016 in Aachen
Einleitend
1. Alumni-Organisationen im italienischen Hochschulsystem
1.1 Methodik
1.2 Datenanalyse
1.3 Charakteristik
2. Der Fall der Universität Padua
2.1 Kontext
2.2 Der Alumni-Verein der Universität Padua
2.3 Rückblick und Perspektive
Überblick
 Was sind die Wesensmerkmale der Alumni-Kultur in Italien?
 Welche Aspekte der italienischen Alumni-Organisationen sind im
Sinne eines Austausches mit dem deutschsprachigen und
internationalen Raum von Bedeutung?
 Was sind die Ziele und Wege der Alumni-Arbeit?
 Welche Beitrag leisten die Alumni-Einrichtungen zur Entwicklung
universitärer und gesellschaftlicher Systeme?
 Warum ist es wichtig, Alumni-Netzwerke zu kultivieren?
Fragen
Erster Teil
Alumni-Organisationen im italienischen Hochschulsystem
Methodik
Untersuchung über die italienischen Alumni-Organisationen
 Informationsbasis für das Alumni-Projekt in Padua
 Kenntnis und Förderung der Alumni-Kultur in Italien
Ziele
 Überblick über die Alumni-Kultur in Italien
 Erstes Zensus der italienischen Alumni-Organisationen
 Quantitative und qualitative Analyse
 Erfahrungsaustausch und Benchmarking
Alumni in Italien: Eine Studie
Alumni in Italien: Fokus
Italienisches
Hochschulsystem
Universitäten
Kunsthochschulen
Berufshochschulen
Sonstige tertiäre
Einrichtungen
 Keine Berücksichtigung von anderen Einrichtungen im universitären
und nicht-universitären Tertiärbereich sowie sonstiger kultureller und
wirtschaftlicher Institutionen
 Fokus auf die Alumni-Organisationen der Universitäten
Quelle: Ministerium für
Bildung und Forschung
Universitäten in Italien
66 staatliche
Universitäten
61 Universitäten
3 Elite-
Hochschulen
2 Schools for
Advanced Studies
30 staatlich
anerkannte
Universitäten
16 private
Universitäten
3 Landes-
universitäten
11 Fern-
universitäten
96 universitäre Einrichtungen
Quelle: Ministerium für
Bildung und Forschung
Differenzierung der universitären Alumni-Einrichtungen (AE)
 Interne AE → Strukturen innerhalb der jeweiligen Universität (iAE)
 Ad hoc → Alumni als einziger Schwerpunkt
 Nicht ad hoc → Alumni-Arbeit zusammen mit anderen Schwerpunkten
 Externe AE → rechtlich selbständige Alumni-Institutionen (AV)
Differenzierung der externen Alumni-Einrichtungen (AV)
 Allgemeine Alumni-Vereine (aAV) → fachübergreifende Versammlung aller Alumni
als Mission
 Spezialisierte Alumni-Vereine (sAV) → Versammlung der Alumni nach
Fachrichtung (Fakultät, Institut, Studiengang, usw.) als Mission
Alumni in Italien: Definitionen
Erster Teil
Alumni-Organisationen im italienischen Hochschulsystem
Datenanalyse
Die folgenden Grafiken und Statistiken sind Ergebnis eigener Forschung in
Zusammenarbeit mit Frau Bajame Petritaj und im Rahmen der institutionellen Tätigkeiten
des Alumni-Vereins der Universität Padua.
 Die große Mehrheit der italienischen Universitäten (88%) hat keine
internen Alumni-Strukturen
 Im Folgenden → Fokus auf die externen Alumni-Vereine
Interne Alumni-Einrichtungen
2% 10%
88%
iAE ad hoc
iAE nicht ad hoc
keine iAE
Insgesamt: 2 iAE ad hoc (Alumni Office), 10 iAE nicht ad hoc (Alumni-Arbeit bei den Abteilungen
Entwicklung und Verhältnisse mit den Unternehmen, Orientierung und Praktika, Career Service,
Kommunikation, Job Placement); 84 haben keine iAE.
 Es gibt insgesamt 135 Alumni-Vereine, davon sind 56% spezialisiert
Alumni-Vereine: Anzahl und Verteilung
aAV
44%
sAV
56%
AV-Verteilung
AV-Anzahl
AV insg. 135
aAV 59
sAV 76
 72% der Vereine gehören den Sozial-, Ingenieur- oder Rechtwissenschaften
an, es gibt kaum Vereine in den Lebens- und Naturwissenschaften
Spezialisierte Alumni-Vereine: Fachaufteilung
Wirtschaft
37%
Ingenieurwesen
17%
Politik
11%
Jura
8%
Geisteswissenschaften
7%
Elitehochschulen
5%
Pharmazie
5%
Fremdsprachen
3%
Sonstige
8%
Sonstige: Pädagogik, Sportwissenschaften,
Architektur, Kommunikation, Agrar-
wissenschaften, Innovationsmanagement
 Eine bedeutsame Anzahl von Universitäten (39%) hat noch keinen
allgemeinen Alumni-Verein
Allgemeine Alumni-Vereine und Universitäten
mit aAV
61%
ohne AV
39%
Universitäten mit/ohne aAV
Anzahl Uni/aAV
Uni insg.
96
Uni mit aAV
59
Uni ohne aAV
37
 Staatlich anerkannte Universitäten (Fernuniversitäten
ausgeschlossen) haben proportional mehr aAV als die staatlichen
Universitäten
Allgemeine Alumni-Vereine: Aufteilung nach Recht
64
79
18
36
21
82
0% 20% 40% 60% 80% 100%
Staatliche Universitäten
Staatlich anerkannte Universitäten
Fernuniversitäten
aAV nach rechtlichem Status
mit aAV ohne aAV
 Kleine und technische Universitäten haben mehrheitlich einen
allgemeinen Alumni-Verein. Mittelgroße Universitäten sind deutlich
unterrepräsentiert
Allgemeine Alumni-Vereine: Aufteilung nach Größe
67
47
73
68
80
33
53
27
32
20
0% 20% 40% 60% 80% 100%
Groß (St. >40.000)
Mittelgroß (20.000< St. <40.000)
Klein (10.000< St.< 20.000)
Sehr klein (St. <10.000)
Technisch
aAV nach Universitätsröße (Anzahl der Studierenden)
mit aAV ohne aAV
 Die Universitäten in Süditalien haben weniger allgemeine Alumni-
Vereine als die in Nord- und Mittelitalien
Allgemeine Alumni-Vereine: Aufteilung nach Region
61
47
66
71
39
53
34
29
0% 20% 40% 60% 80% 100%
Italien insg.
Süditalien und Inseln
Mittelitalien
Norditalien
aAV nach Region
mit aAV ohne aAV
Moderne Entwicklung der Universitäten und AV
Gründungsfrequenz und Anzahl
0
20
40
60
80
100
120
140
1897 -
1906
1907 -
1916
1917 -
1926
1927 -
1936
1937 -
1946
1947 -
1956
1957 -
1966
1967 -
1976
1977 -
1986
1987 -
1996
1997 -
2006
2007 -
2016
AV-Frequenz
Uni-Anzahl
AV-Anzahl
Uni-Frequenz
 Die italienischen Alumni-Vereine entstanden in den letzten 30 Jahren
(91%) und mehrheitlich in den letzten 10 Jahren (53%)
Fokus auf die Entwicklung 1967-2016
2 5
14
38
71
49
58
68
93 96
7
12
26
64
135
7 9
10
25 3
0
20
40
60
80
100
120
140
1967 - 1976 1977 - 1986 1987 - 1996 1997 - 2006 2007 - 2016
AV-Frequenz
Uni-Anzahl
AV-Anzahl
Uni-Frequenz
0%
10%
20%
30%
40%
50%
60%
70%
80%
90%
100%
1957 - 1966 1967 - 1976 1977 - 1986 1987 - 1996 1997 - 2006 2007 - 2016
50%
83%
56%
44%
37%
100%
50%
17%
17%
23%
17%
6%
5%
11%
6%
5%
8%
6%
7%
7%
6%
5%
11%
5% 5%
6% 5%
3%
6% 5% 8%
Sonstige
Sprachen
Pharmazie
Elite-Uni
Geisteswiss.
Jura
Politik
Ingegn.
Wirtschaft
 Wirtschaft und Ingenieurwesen haben 40 Jahre Monopol, eine
Ausdifferenzierung beginnt erst ab Mitte der 1990er Jahre
Moderne Entwicklung nach Fachrichtungen
 65% der aAV sind in den letzten 10 Jahren gegründet worden. Die
Gründungstendenz ist größer als die der neuen Universitäten
Moderne Entwicklung der aAV
1 2 2 3 3 4 4 5 6 8
21
59
30 30
38 38 39 40 42
49
58
68
93 96
0
10
20
30
40
50
60
70
80
90
100
1897 -
1906
1907 -
1916
1917 -
1926
1927 -
1936
1937 -
1946
1947 -
1956
1957 -
1966
1967 -
1976
1977 -
1986
1987 -
1996
1997 -
2006
2007 -
2016
Anzahl der Universitäten und aAV
aAV Uni
0%
10%
20%
30%
40%
50%
60%
70%
80%
90%
100%
1917 -
1926
1927 -
1936
1937 -
1946
1947 -
1956
1957 -
1966
1967 -
1976
1977 -
1986
1987 -
1996
1997 -
2006
2007 -
2016
80,00%
66,67% 62,50%
42,86% 40,68%
20,00%
33,33% 37,50%
38,10%
35,59%
19,05% 23,73%
Nord Mitte Süd/Inseln
 Bis Mitte der 1990er Jahren waren alle aAV in Nord- oder Mitteitalien, in
Süditalien sind sie mehrheitlich im letzten Jahrzehnt entstanden
Moderne Entwicklung nach Region
 Die Internetpräsenz der aAV ist vorhanden, es besteht allerdings
Entwicklungspotenzial in den sozialen Netzwerken
Tätigkeiten der aAV: Kommunikation I
83%
63%
58%
22%
10%
17%
37%
42%
78%
90%
0%
10%
20%
30%
40%
50%
60%
70%
80%
90%
100%
Website LinkedIN Facebook Twitter Instagram
Virtuelle Präsenz der aAV
Ja Nein
Resonanz der aAV auf den sozialen Netzwerken: Ranglisten
Tätigkeiten der aAV: Kommunikation II
Facebook
aAV Like
1 Politecnico Milano 24.096
2 Siena 13.019
3 Bocconi Milano 11.888
4 Padova 5.973
5 LUISS Roma 5.588
6 Roma La Sapienza 3.388
7 Venezia Ca’ Foscari 3.181
8 IULM Milano 1.991
9 Sassari 1.886
10 San Raffaele Milano 1.810
LinkedIN
aAV Foll.
1 Politecnico Milano 23.060
2 Pisa 8.516
3 Bologna 6.754
4 Napoli Federico II 5.504
5 Bari 4.856
6 Pavia 4.507
7 Trento 3.319
8 Perugia 3.113
9 Venezia Ca’ Foscari 2.955
10 Milano Statale 2.724
Twitter
aAV Foll.
1 LUISS Roma 6.495
2 Bocconi Milano 5.818
3 Venezia Ca’ Foscari 1.302
4 Siena 716
5 Cattolica Milano 548
6 Roma La Sapienza 316
7 Pavia 277
8 Padova 164
9 IULM Milano 154
10 LIUC Varese 109
 Lediglich 11 Vereine (19%) haben Chapters im Ausland, welche
allerdings weltweit verbreitet sind
Tätigkeiten der aAV: Internationalisierung
19%
81%
aAV mit/ohne internationale(n) Chapters
Ja Nein
Chapter der italienischen aAV - Rangliste
aAV Anzahl EU Nicht-EU
1 Bocconi Milano 38 25 13
2 Politecnico Torino 8 4 4
3 Politecnico Milano 7 4 3
4 Venezia Ca' Foscari 5 3 2
5 Padova 3 1 2
6 LUISS Roma 3 3
7 Bologna 2 2
8 Pavia 2 2
9 Bolzano 2 2
10 Venezia IUAV 1 1
11 Cattolica Milano 1 1
Erster Teil
Alumni-Organisationen im italienischen Hochschulsystem
Charakteristik
 Selbständige Vereine als Infrastruktur für Alumni-Management
 Spezialisierte Alumni-Vereine sind auf individuelle Initiativen der
Alumni, allgemeine Alumni-Vereine auf strategische Beschlüsse der
Universitäten zurückzuführen
 Alumni-Arbeit als junges, sich derzeit etablierendes, perspektivhaftes
Phänomen im italienischen Hochschulsystem
 Im Alumni-Bereich sind die Universitäten in Nord- und Mittelitalien, die
staatlich anerkannten sowie die klein-spezialisierten Hochschulen
besonders dynamisch
Profil der italienischen Alumni-Organisationen
 Korrelation zwischen Alumni-Arbeit und Performances der
Universitäten (u.a. Arbeitsweltbefähigung und Wissenstransfer)
 Entwicklung der Indikatoren für den Wirkungsrahmen der Alumni-
Organisationen (u.a. Engagement und Fundraising)
 Untersuchung über Organisation, Governance und Rechtsform
 Vision → Monitoring von Alumni-Organisationen in Italien sowie
Benchmarking mit deutschsprachigem und internationalem Raum
Alumni-Studie: Desiderata und Perspektive
Zweiter Teil
Der Fall der Universität Padua
Kontext
Alumni-Organisationen in Padua
Verein der Freunde der
Universität Padua (1989)
Verein der Absolventen der
wirtschaftlichen Fakultät (2000)
Alumni-Verein der Scuola
Galileiana di Studi Superiori (2010)
Verein der Absolventen in
Wirtschaftsingenieurwesen (1996)
Zweiter Teil
Der Fall der Universität Padua
Der Alumni-Verein der Universität Padua
 Entstehungsgeschichte
 Vision
 Gründungsprozess: Planung und Umsetzung
 Studie: Profil- und Identitätsanalyse
 Welcome Alumni: Veranstaltungskonzept
 Aufbauprozess: Vernetzung und Mehrwert
 Alumni-Portal
 Alumni-Angebote
 Rückblick und Perspektiven
Überblick
 2011: Neue Satzung der Universität Padua
 Art. 4, Abs. 8: Förderung der Einbindung der Alumni mittels Vereine
 2014: Vorarbeiten
 Satzung
 Partner für IT und Kommunikation
 2015: Beschlüsse der Gründungsmitglieder
 Aufsichtsrat der Universität Padua
 Vorstand des Vereins der Freunde der Universität Padua
 April 2015: Gründung des Vereins
Motto → Noi, una rete di persone - Wir, ein Netzwerk von Personen
Entstehungsgeschichte
Horizont 2022 → 800. Geburtstag der Universität Padua
 Aufbau des Alumni-Netzwerkes
 Generierung von Mehrwert für die Alumni durch ein System von
Angeboten, Veranstaltungen und Aktivitäten
 Förderung der Alumni-Kultur auf nationaler Ebene in Verbindung mit
internationalen Alumni- und Hochschulinstitutionen
 Unterstützung der Universität Padua
Vision
Gründungsprozess
Planung
Struktur
 Vorstand sowie Rechts- und Steuerberatung
 Personal: Geschäftsführung, Sekretariat, Community Management (2 FTE)
Datenbank
 Liste der Alumni seit den 1960er Jahren (etwa 270.000 potenzielle Mitglieder)
 Umsetzung in Kooperation mit Referat für Studienangelegenheiten
Strategiestudie
 Profil- und Identitätsanalyse
 Positionierung zur Kooperation mit der Universität
 Liste der nationalen und internationalen Alumni-Organisationen
 Untersuchung über die beste Praxis im Alumni-Management
Ansatz → Strategische Konzeption als Wissenstransfer
Gründungsprozess: Planung
Studie
Profil- und Identitätsanalyse
Ziel → analytische Konzeption des Profils des Vereins
Definitionen
 Universität als System → Wissenschaftliches und nichtwissenschaftliches
Personal, Studierende und Professorenschaft
 Mission → der Verein konstituiert das Netzwerk der Alumni der Universität
Padua
Schwerpunkte der Analyse
1. Alumni als Element des universitären Systems
2. Netz-Werk als Organisationsform
3. Grundfunktionen
4. Rolle in universitärem und sozialem Rahmen
Methodik
Zugehörigkeit und Rollenbestimmung
 Alumni bloß als ehemalige Studierende → unzureichend
 Ende des Studiums → kein Ende der Beziehung mit der Universität,
sondern ihre Fortsetzung in neuer Form
 Alumni gehören dem Hochschulsystem weiter an, auch wenn sie
meist nicht mehr innerhalb, sondern außerhalb der Universität sind
Kontinuität im Wandel → Metamorphose
Alumni als Element des universitären Systems I
Dimensionen der Zugehörigkeit
 Emotional → Alumni fühlen sich immer noch als Teil, weil sie sich
erinnern, teilgehabt zu haben
 Volitiv → Alumni wollen Teil sein, weil sie sich in Traditionen und
Werten der Universität wiederfinden
 Kognitiv → Alumni kennen das Prestige der Zugehörigkeit sowie sind
sich ihrer Rolle für seine Fortentwicklung bewusst
 Nützlich → Alumni profitieren persönlich und beruflich in vielerlei
Hinsicht von ihrem neuen Status
Alumni als Element des universitären Systems II
Inhaltliches Komplementär zur Identität
 Universelle Freiheit → Universa universis patavina libertas als
traditionsstiftendes Motto der Universität Padua
 Exzellenz als Avantgarde → Begabung nicht nur als individuelle
Gabe, sondern als soziale Aufgabe
 Identitätsstiftender Pluralismus → gemeinsame Identität als
Schnittstelle der individuellen unreduzierbaren Differenzen
Alumni als Element des universitären Systems III
Netz-Werk als vielseitige und multidimensionale Form der Verknüpfung
 Vielseitigkeit
 Alumni
 Universität Padua
 Alle von den Alumni repräsentierten Welten
 Schulwesen
 Mehrdimensionalität
 Ort
 Generation
 Beruf
 Fachrichtung
Netzwerk als Organisationsform der Alumni I
Netz-Werk als operative Bestimmung der Vernetzung
 Vernetzung ist kein Zweck an sich, sondern wirksame Sozial- und
Kulturpraxis
 Verbindungen sind nicht nur anzuknüpfen und zu erhalten, sondern
produktiv einzusetzen
 Formen der Operativität
 Autonomie → Proaktivität der Alumni
 Kultur → Resultat und Kennzeichen der Alumni-Arbeit
 Teilnahme → Alumni als Protagonisten und Mitgestalter
Netzwerk als Organisationsform der Alumni II
 Der Verein gilt als Alumni-Netzwerk in dreifacher Hinsicht
Repräsentation
 Vertretung der Alumni als Teil des Hochschulsystems
 Sichtbarkeit und mediale Präsenz der Alumni Community
Vereinigung
 Versammlung der Alumni (online/offline)
 Offene und ausdifferenzierte Struktur (Meta-Verein)
Förderung (materiell/immateriell)
 Unterstützung der Alumni in persönlichen und beruflichen Entwicklungen
 Unterstützung der Universität in ihren Strukturen und Projekten
Grundfunktionen des Vereins
Befund → Alumni und Verein sind „Schnittstellen“, „Brücken“,
„Membranen“, „Schwellen“ zwischen Außen- und Innenwelt
Universitärer Rahmen (Innenwelt)
 Kooperation mit den Alumni-Welten
 Umsetzung der Dritten Mission
 Konstruktives Feedback
 Alumni als „verkörperte Zukunft“ der Studierenden
 Alumni als Resultat der Lehre, Forschung und Verwaltung
 Alumni als Wahrnehmungsthermometer
Gesellschaftlicher Rahmen (Außenwelt)
 Kooperation mit universitären Einrichtungen
 Kooperation mit allen von den Alumni vertretenen Welten
Rolle in universitärer und sozialer Rahmen
Gründungsprozess
Umsetzung
Kommunikation → Sichtbarkeit und Identitätsstiftung
 Offline
 Online
 Beteiligung an Veranstaltungen
Contest für das Markenzeichen
 Schlagwörter zum Branding
 1000€ Dotierung → Studierende/Alumni bis zu 30 Jahren alt
„Welcome Alumni!“ → allererstes Meeting des Vereins
 Eröffnungsfeier
 10. September 2015 am Botanischen Garten
Ansatz → Aktive Teilnahme der Alumni am Gründungsprozess
Gründungsprozess: Umsetzung
Welcome Alumni
Veranstaltungskonzept
Welcome Alumni
450 Teilnehmer Botanischer Garten
7 prominente Alumni Agora
Ziele
 Öffentliche Präsenz und Wahrnehmung
 Netzwerk-Aufbau und Alumni-Vernetzung
 Mitbestimmung des Verein-Programms
Struktur
 „Parola agli alumni“ (Alumni haben das Wort)
 Verleihung des Preises für den Logo-Contest
 „Agorà: Intrecci di Idee“ (Agora: Ideen im Netzwerk)
Visualisierung → „Wir, ein Netzwerk von Personen“
 Visualisierung durch ideelle und materielle Installationen
 Leitmotiven: „Weberei“ - „Verflechtung von vielfarbigen Faden“
Konzept
Alumni-Markenzeichen: Siegerkonzept
Zugehörigkeit
Freiheit
Kultur
Teilnahme
Alumni-Visual: Installation und Performance
Ansatz → Profil und Identität in symbolischer Form
 Agora → Freiheit als aktive und konstruktive Teilnahme
 Setting → destrukturierter Diskussionsraum
 Botanischer Garten → Kultur und Metamorphose
Workshop-Themen
 „Wir, Alumni“
 „Zukunft und Orientierung“
 „Internationale Vernetzung“
 „Alumni-Treffen“
 „Alumni, warum? Strategie, Identität, Profil“
Arbeitsweise
 Tafel und Klebe-Zettel → freie Sammlung von Ideen und Konzepten
 Follow-up Report → Auftakt zu den verschiedenen Baustellen
Agora: Konzept
Agora: Profil und Identität in symbolischer Form
Agora-Ergebnisse als
Begriffskonstellationen
Aufbauprozess
Vernetzung
Ansatz
 Aufbau des Alumni-Netzwerkes: zweigleisig (online/offline)
 transnationale, transdisziplinäre, beruflich differenzierte Gemeinschaft
Ziel → Alumni-Portal als Networking Community
 Repräsentation der Alumni-Gemeinschaft
 Virtuelle Schnittstelle zwischen Alumni, Universität und Gesellschaft
 Identitätsstiftung durch Kommunikation und Interaktion
 Infrastruktur für die proaktive Zusammenarbeit der Alumni
 Zugang zum Alumni-Angebot
 Information und Erfahrungsaustausch
Netzwerk-Aufbau online
Verein
 Profil und Philosophie des Alumni-Vereins
 News und Veranstaltungen aus dem Alumni- und Universitätsbereich
Alumni
 Community → Alumni-Profile (Suchmaschine, Alumni-Directory)
 Alumni-Geschichten → Interviews, Biographien und Autobiographien
Alumni-Social
 Pinnwand/Chronik
 Gruppen (Chapters, Disziplinen, Berufe, usw.)
Portal-Funktionen
Portal-Funktionen
Home
Interviews
Portal-Funktionen
Alumni-Suchmaschine
Autobiographien
Aufbauprozess
Mehrwert
Dimensionen des Mehrwerts
 Identitätsstiftung → Warum eine Mitgliedschaft?
 Konkretisierung von Profil und Identität
 Freiheit, Kultur, Teilnahme → universelles, ausdifferenziertes, kooperatives
Angebot
 Networking Community → Wert entsteht im Netzwerk als Horizont neuartiger
Möglichkeiten (Alumni Networking Community)
Richtungen des Mehrwerts
 Quantitativ → Fortsetzung des Status als Uni-Angehörige
 Qualitativ → Innovatives Angebot von Serviceleistungen und Aktivitäten
System der Alumni-Angebote → 3 Förderbereiche
 Person
 Beruf
 Freizeit
Teilhabe als Mehrwert
Ziel → Förderung des individuellen Profils
 Förderung der virtuellen Präsenz der Alumni
 Resonanz für individuelle Erfolge oder Aktivitäten
Aktionen
 Personal Web Page auf dem Alumni-Portal (online)
 Werbung für die Initiativen der Alumni (online/offline)
 Interviews, Biographien, Autobiographien (online/offline)
 Lebenslange Email
 Preise (z.B. Maria Paola Belloni-Preis für Alumni in den Naturwissenschaften)
 Einladungen als Testimonial zu verschiedenen Veranstaltungen
 Format „Meet your future“ → Treffen zwischen Alumni und Studierenden
1. Förderbereich: Person
 Ziel → Unterstützung der Karriereentwicklug
 Orientierung und Einstieg
 lebenslange Begleitung
 Berufliche Umorientierungen und Karrierewechsel
 Aktionen
 Format „Network on demand“ → berufsspezifische sowie interdisziplinäre
Vernetzungsveranstaltungen
 Mentoring für Studierende und Alumni (online/offline)
 Gruppen für berufliches Networking auf dem Alumni-Portal (online)
 Ermäßigungen bei Weiter- und Fortbildungsangeboten
2. Förderbereich: Beruf
 Ziel → Förderung nicht berufsbezogener Tätigkeiten
 Alumni-Netzwerk als Gelegenheit für Kultur, Kunst, Sport und Spaß
 Förderung von Begegnungen, Treffen und Zusammensein
 Aktionen
 Merchandising
 Museen, Galerien und Denkmalen
 Sporteinrichtungen
 Bibliotheken und Datenbanken
 Universitäre Strukturen und Räumen
 Alumni-Treffen: fachliche oder allgemeine Meetings
 Unterstützung im Ausland (relocation networking)
 Newsletter
3. Förderbereich: Freizeit
Zweiter Teil
Der Fall der Universität Padua
Rückblick und Perspektive
1. Gründungsprozess
 Kommunikation
 Strategiestudie
 Datenbank
 Contest und Visual
 Alumni-Meeting
2. Aufbauprozess
 Alumni-Portal
 Alumni-Angebote
Visionsbezogener Ansatz
 Netzwerk-Aufbau (online/offline)
 Generierung von Mehrwert (online/offline)
Rückblick
1. Fortentwicklung des Alumni-Netzwerkes
 Strukturierung thematischer Gruppen durch Engagement
2. Fortentwicklung des Alumni-Angebots
 Beratungsangebote (u.a. Personal development, Chancengleichheit)
 Unterstützung von Ideen und Projekten
3. Unterstützung der Universität Padua
 Internationale Kommunikation und Vernetzung
 Vorbereitung zum 800. Geburtstag
4. Alumni-Kultur auf nationaler und internationaler Ebene
 Zusammenarbeit italienischer Alumni-Vereine in Bruxelles
 Fortsetzung der Studie zum Alumni-Management
 Austausch mit Alumni-Organisationen anderer Länder
Perspektive
Noi, una rete di persone
Unsere Vergangenheit, unsere Zukunft
Die echte Sehnsucht muß stets produktiv
sein, ein neues Besseres erschaffen
(Goethe)
Partner comunicazione strategica e tecnologica:
Die Rolle der Alumni-Organisationen im italienischen Hochschulsystem
Der Fall der Universität Padua
Dr. Pellegrino Favuzzi
Vorstand des Alumni-Vereins der Universität Padua
21. alumni-clubs.net Konferenz
Forum für Alumni-Management, Career Service, Fundraising und Social Media
7. Mai 2016 in Aachen
Bei Fragen, Denkanstoßen oder Ideen:
pellegrino.favuzzi@gmail.com

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Eine Studie zu den Alumni-Organisationen im italienischen Hochschulwesen - Pellegrino Favuzzi DE

  • 1. Vorwort Eine Studie zu den Alumni-Organisationen im italienischen Hochschulwesen Die Entstehung und zunehmende Ausbreitung von Alumni-Organisationen in Italien ist ein neues Phänomen. Lässt man der Einfachheit halber die Beispiele im Schulwesen sowie im Corporate Bereich außer Acht, um sich auf die italienische Hochschullandschaft zu fokussieren, beobachtet man seit 30 Jahren und vor allem im letzten Jahrzehnt eine Beschleunigung der Gründungs- und Wachstumsprozesse akademischer Alumni-Vereine. Lange Zeit lediglich auf die Interaktion zwischen ihren traditionellen Bestandteilen konzentriert, und zwar Studierenden, Hochschullehrende, forschendes und administratives Personal, haben sich die italienischen Hochschulen intensiver mit Verbleib und Werdegang ihrer Absolventinnen und Absolventen auseinandergesetzt. Dies ist zunächst das Ergebnis der durch europäische und nationale Bildungspolitik gesetzten Impulse, vor allem in Hinblick auf die wachsende Priorität der Beschäftigungsfähigkeit und Arbeitsweltsvorbereitung in Hochschulbildung, der Dritte Mission sowie der Evaluation und Qualitätssicherung studienrelevanter Dienstleistungen. Erwartungsmanagement vor dem und während des Studiums sowie Beziehungspflege nach dem Studienabschluss sind daher zum wichtigen Thema für die Steuerung von Hochschulen geworden, bei denen die Studierenden immer mehr als Dienstleistungsempfänger sowie Protagonisten eines akademischen, beruflichen und persönlichen Bildungsprojekts gelten. Darüber hinaus sind sich die italienischen Universitäten, nicht zuletzt infolge der Vorstöße dynamischer Segmente der Studentenschaft und Professorenschaft, immer mehr dessen bewusst geworden, dass ihren Absolventinnen und Absolventen ein Potenzial als strategische Ressourcen für ihre Missionserfüllung innewohnt. Diese Anerkennung ist jedoch nicht nur auf die ersehnte Übertragung der klassischen, auf Alumni-Fundraising basierten Finanzierungskonzepte einzuschränken. Hierbei handelt es sich vielmehr um die Aufwertung jener Vernetzungs-, Wissens- und Erfahrungsressourcen, welche bei der Einbindung der Alumni beispielweise in Maßnahmen zur Studierendenrekrutierung, Karriereorientierung, Kommunikation, Internationalisierung oder Kooperationsentwicklung im wissenschaftlichen oder wirtschaftlichen Bereich einen konkreten Mehrwert erweisen. Von einem allgemeinen Standpunkt aus kann die wachsende Bedeutsamkeit der Alumni-Organisationen im italienischen Hochschulwesen zuletzt auch im Lichte des breiteren Prozesses zum Auf- und Ausbau von Netzwerken gelesen werden, der derzeit unsere Gesellschaften betrifft und rasant transformiert. Als Medien zur Verknüpfung und Koordination sowie als Interaktionsplattformen erschließen diese Vernetzungsinfrastrukturen neue Möglichkeitshorizonte mit einer Eigendynamik; ihre Ausdehnung und Anwendung auf allen Ebenen stellen somit Merkmale der Umwälzung gesellschaftlicher und ökonomischer Prozesse unserer Zeit dar. Davon ausgehend wurde 2016 ein Forschungsvorhaben im Rahmen der institutionellen Tätigkeiten des Alumni-Vereins der Universität Padua durchgeführt, dessen Resultate in der vorliegenden Präsentation dargelegt werden. Eine konkrete Gelegenheit für die Abfassung ergab sich bei der Teilnahme an der, in Aachen am 7. Mai 2016 stattgefundenen Konferenz von alumni-club.net, welche einen wichtigen Austausch- und Diskussionsrahmen für die in Betracht gezogenen Fragestellungen anbot. Daran anschließend erfolgten andere zu verzeichnende Initiativen als Bestätigung der in der Studie skizzierten Tendenzen, unter anderem die Gründung einer Koordinationsstelle der Niederlassungen italienischer
  • 2. universitärer Alumni-Vereine in Bruxelles, dessen Manifest von prominenten Exponenten italienischer und europäischer Politik am 7. September 2016 feierlich präsentiert wurde. Im englisch- sowie deutschsprachigen Raum hat sich das Alumni Relations Management schon lange etabliert; es gilt nicht nur als Berufsgebiet einschließlich regionaler und internationaler Vernetzungsveranstaltungen, sondern auch als Gegenstand transdisziplinärer Untersuchungen an der Schnittstelle zwischen Wirtschaft-, Kommunikation- und Organisationswissenschaften. Die im Rahmen des Alumni-Vereins der Universität Padua angestoßenen Recherchen beabsichtigen, einen Beitrag zur Förderung der Alumni-Kultur in Italien nicht zuletzt in Hinblick auf eine wünschenswerte Tätigkeit zur Erforschung und Professionalisierung dieses Sektors im Lande zu leisten. In dieser Hinsicht fokussiert der erste Teil dieser Arbeit auf die vielfältige Landschaft der italienischen Alumni-Organisationen – bis dato handelt es sich dabei um die erste Untersuchung zu diesem Thema. Angesichts ihres explorativen Ansatzes hebt die Studie einige wichtige Profilierungselemente ohne Anspruch auf Vollständigkeit hervor, um mögliche Ausgangspunkte für künftige Forschungstätigkeiten in diesem Bereich zu schildern1. Der zweite Teil beschäftigt sich indes mit den Grundlinien der Vision, Strategieentwicklung und Konstituierung des Alumni-Vereins der Universität Padua als innovatives Vorhaben einer Hochschule, die sich auf ihr 800. Jubiläum vorbereitet. Einen herzlichen Dank gebühren der Hochschulleitung der Universität Padua und dem Alumni-Verein der Universität Padua bzw. seinem Präsidenten Prof. Dr. Andrea Vinelli sowie ihrem Leitungs- und Verwaltungspersonal für die überzeugte Unterstützung dieses Projekts sowie Frau Bajame Petritaj für ihre Mitarbeit bei der statistischen Analyse und grafischen Aufbereitung. Dr. Pellegrino Favuzzi 1 In diesem Sinne wurde zwischen Sommer und Herbst 2017 von Frau Vittoria Bulzon eine Abschlussarbeit für den Master im Wirtschaftsingenieurwesen am Institut für Technik und Management industrieller Systeme unter Betreuung Prof. Dr. Andrea Vinellis und Dr. Pellegrino Favuzzis mit dem Titel „Strategische und organisatorische Modelle der Alumni-Vereine: Analysen und Vergleiche“ durchgeführt.
  • 3. Partner comunicazione strategica e tecnologica: Die Rolle der Alumni-Organisationen im italienischen Hochschulsystem Der Fall der Universität Padua Dr. Pellegrino Favuzzi Vorstand des Alumni-Vereins der Universität Padua 21. alumni-clubs.net Konferenz Forum für Alumni-Management, Career Service, Fundraising und Social Media 7. Mai 2016 in Aachen
  • 5. 1. Alumni-Organisationen im italienischen Hochschulsystem 1.1 Methodik 1.2 Datenanalyse 1.3 Charakteristik 2. Der Fall der Universität Padua 2.1 Kontext 2.2 Der Alumni-Verein der Universität Padua 2.3 Rückblick und Perspektive Überblick
  • 6.  Was sind die Wesensmerkmale der Alumni-Kultur in Italien?  Welche Aspekte der italienischen Alumni-Organisationen sind im Sinne eines Austausches mit dem deutschsprachigen und internationalen Raum von Bedeutung?  Was sind die Ziele und Wege der Alumni-Arbeit?  Welche Beitrag leisten die Alumni-Einrichtungen zur Entwicklung universitärer und gesellschaftlicher Systeme?  Warum ist es wichtig, Alumni-Netzwerke zu kultivieren? Fragen
  • 7. Erster Teil Alumni-Organisationen im italienischen Hochschulsystem Methodik
  • 8. Untersuchung über die italienischen Alumni-Organisationen  Informationsbasis für das Alumni-Projekt in Padua  Kenntnis und Förderung der Alumni-Kultur in Italien Ziele  Überblick über die Alumni-Kultur in Italien  Erstes Zensus der italienischen Alumni-Organisationen  Quantitative und qualitative Analyse  Erfahrungsaustausch und Benchmarking Alumni in Italien: Eine Studie
  • 9. Alumni in Italien: Fokus Italienisches Hochschulsystem Universitäten Kunsthochschulen Berufshochschulen Sonstige tertiäre Einrichtungen  Keine Berücksichtigung von anderen Einrichtungen im universitären und nicht-universitären Tertiärbereich sowie sonstiger kultureller und wirtschaftlicher Institutionen  Fokus auf die Alumni-Organisationen der Universitäten Quelle: Ministerium für Bildung und Forschung
  • 10. Universitäten in Italien 66 staatliche Universitäten 61 Universitäten 3 Elite- Hochschulen 2 Schools for Advanced Studies 30 staatlich anerkannte Universitäten 16 private Universitäten 3 Landes- universitäten 11 Fern- universitäten 96 universitäre Einrichtungen Quelle: Ministerium für Bildung und Forschung
  • 11. Differenzierung der universitären Alumni-Einrichtungen (AE)  Interne AE → Strukturen innerhalb der jeweiligen Universität (iAE)  Ad hoc → Alumni als einziger Schwerpunkt  Nicht ad hoc → Alumni-Arbeit zusammen mit anderen Schwerpunkten  Externe AE → rechtlich selbständige Alumni-Institutionen (AV) Differenzierung der externen Alumni-Einrichtungen (AV)  Allgemeine Alumni-Vereine (aAV) → fachübergreifende Versammlung aller Alumni als Mission  Spezialisierte Alumni-Vereine (sAV) → Versammlung der Alumni nach Fachrichtung (Fakultät, Institut, Studiengang, usw.) als Mission Alumni in Italien: Definitionen
  • 12. Erster Teil Alumni-Organisationen im italienischen Hochschulsystem Datenanalyse Die folgenden Grafiken und Statistiken sind Ergebnis eigener Forschung in Zusammenarbeit mit Frau Bajame Petritaj und im Rahmen der institutionellen Tätigkeiten des Alumni-Vereins der Universität Padua.
  • 13.  Die große Mehrheit der italienischen Universitäten (88%) hat keine internen Alumni-Strukturen  Im Folgenden → Fokus auf die externen Alumni-Vereine Interne Alumni-Einrichtungen 2% 10% 88% iAE ad hoc iAE nicht ad hoc keine iAE Insgesamt: 2 iAE ad hoc (Alumni Office), 10 iAE nicht ad hoc (Alumni-Arbeit bei den Abteilungen Entwicklung und Verhältnisse mit den Unternehmen, Orientierung und Praktika, Career Service, Kommunikation, Job Placement); 84 haben keine iAE.
  • 14.  Es gibt insgesamt 135 Alumni-Vereine, davon sind 56% spezialisiert Alumni-Vereine: Anzahl und Verteilung aAV 44% sAV 56% AV-Verteilung AV-Anzahl AV insg. 135 aAV 59 sAV 76
  • 15.  72% der Vereine gehören den Sozial-, Ingenieur- oder Rechtwissenschaften an, es gibt kaum Vereine in den Lebens- und Naturwissenschaften Spezialisierte Alumni-Vereine: Fachaufteilung Wirtschaft 37% Ingenieurwesen 17% Politik 11% Jura 8% Geisteswissenschaften 7% Elitehochschulen 5% Pharmazie 5% Fremdsprachen 3% Sonstige 8% Sonstige: Pädagogik, Sportwissenschaften, Architektur, Kommunikation, Agrar- wissenschaften, Innovationsmanagement
  • 16.  Eine bedeutsame Anzahl von Universitäten (39%) hat noch keinen allgemeinen Alumni-Verein Allgemeine Alumni-Vereine und Universitäten mit aAV 61% ohne AV 39% Universitäten mit/ohne aAV Anzahl Uni/aAV Uni insg. 96 Uni mit aAV 59 Uni ohne aAV 37
  • 17.  Staatlich anerkannte Universitäten (Fernuniversitäten ausgeschlossen) haben proportional mehr aAV als die staatlichen Universitäten Allgemeine Alumni-Vereine: Aufteilung nach Recht 64 79 18 36 21 82 0% 20% 40% 60% 80% 100% Staatliche Universitäten Staatlich anerkannte Universitäten Fernuniversitäten aAV nach rechtlichem Status mit aAV ohne aAV
  • 18.  Kleine und technische Universitäten haben mehrheitlich einen allgemeinen Alumni-Verein. Mittelgroße Universitäten sind deutlich unterrepräsentiert Allgemeine Alumni-Vereine: Aufteilung nach Größe 67 47 73 68 80 33 53 27 32 20 0% 20% 40% 60% 80% 100% Groß (St. >40.000) Mittelgroß (20.000< St. <40.000) Klein (10.000< St.< 20.000) Sehr klein (St. <10.000) Technisch aAV nach Universitätsröße (Anzahl der Studierenden) mit aAV ohne aAV
  • 19.  Die Universitäten in Süditalien haben weniger allgemeine Alumni- Vereine als die in Nord- und Mittelitalien Allgemeine Alumni-Vereine: Aufteilung nach Region 61 47 66 71 39 53 34 29 0% 20% 40% 60% 80% 100% Italien insg. Süditalien und Inseln Mittelitalien Norditalien aAV nach Region mit aAV ohne aAV
  • 20. Moderne Entwicklung der Universitäten und AV Gründungsfrequenz und Anzahl 0 20 40 60 80 100 120 140 1897 - 1906 1907 - 1916 1917 - 1926 1927 - 1936 1937 - 1946 1947 - 1956 1957 - 1966 1967 - 1976 1977 - 1986 1987 - 1996 1997 - 2006 2007 - 2016 AV-Frequenz Uni-Anzahl AV-Anzahl Uni-Frequenz
  • 21.  Die italienischen Alumni-Vereine entstanden in den letzten 30 Jahren (91%) und mehrheitlich in den letzten 10 Jahren (53%) Fokus auf die Entwicklung 1967-2016 2 5 14 38 71 49 58 68 93 96 7 12 26 64 135 7 9 10 25 3 0 20 40 60 80 100 120 140 1967 - 1976 1977 - 1986 1987 - 1996 1997 - 2006 2007 - 2016 AV-Frequenz Uni-Anzahl AV-Anzahl Uni-Frequenz
  • 22. 0% 10% 20% 30% 40% 50% 60% 70% 80% 90% 100% 1957 - 1966 1967 - 1976 1977 - 1986 1987 - 1996 1997 - 2006 2007 - 2016 50% 83% 56% 44% 37% 100% 50% 17% 17% 23% 17% 6% 5% 11% 6% 5% 8% 6% 7% 7% 6% 5% 11% 5% 5% 6% 5% 3% 6% 5% 8% Sonstige Sprachen Pharmazie Elite-Uni Geisteswiss. Jura Politik Ingegn. Wirtschaft  Wirtschaft und Ingenieurwesen haben 40 Jahre Monopol, eine Ausdifferenzierung beginnt erst ab Mitte der 1990er Jahre Moderne Entwicklung nach Fachrichtungen
  • 23.  65% der aAV sind in den letzten 10 Jahren gegründet worden. Die Gründungstendenz ist größer als die der neuen Universitäten Moderne Entwicklung der aAV 1 2 2 3 3 4 4 5 6 8 21 59 30 30 38 38 39 40 42 49 58 68 93 96 0 10 20 30 40 50 60 70 80 90 100 1897 - 1906 1907 - 1916 1917 - 1926 1927 - 1936 1937 - 1946 1947 - 1956 1957 - 1966 1967 - 1976 1977 - 1986 1987 - 1996 1997 - 2006 2007 - 2016 Anzahl der Universitäten und aAV aAV Uni
  • 24. 0% 10% 20% 30% 40% 50% 60% 70% 80% 90% 100% 1917 - 1926 1927 - 1936 1937 - 1946 1947 - 1956 1957 - 1966 1967 - 1976 1977 - 1986 1987 - 1996 1997 - 2006 2007 - 2016 80,00% 66,67% 62,50% 42,86% 40,68% 20,00% 33,33% 37,50% 38,10% 35,59% 19,05% 23,73% Nord Mitte Süd/Inseln  Bis Mitte der 1990er Jahren waren alle aAV in Nord- oder Mitteitalien, in Süditalien sind sie mehrheitlich im letzten Jahrzehnt entstanden Moderne Entwicklung nach Region
  • 25.  Die Internetpräsenz der aAV ist vorhanden, es besteht allerdings Entwicklungspotenzial in den sozialen Netzwerken Tätigkeiten der aAV: Kommunikation I 83% 63% 58% 22% 10% 17% 37% 42% 78% 90% 0% 10% 20% 30% 40% 50% 60% 70% 80% 90% 100% Website LinkedIN Facebook Twitter Instagram Virtuelle Präsenz der aAV Ja Nein
  • 26. Resonanz der aAV auf den sozialen Netzwerken: Ranglisten Tätigkeiten der aAV: Kommunikation II Facebook aAV Like 1 Politecnico Milano 24.096 2 Siena 13.019 3 Bocconi Milano 11.888 4 Padova 5.973 5 LUISS Roma 5.588 6 Roma La Sapienza 3.388 7 Venezia Ca’ Foscari 3.181 8 IULM Milano 1.991 9 Sassari 1.886 10 San Raffaele Milano 1.810 LinkedIN aAV Foll. 1 Politecnico Milano 23.060 2 Pisa 8.516 3 Bologna 6.754 4 Napoli Federico II 5.504 5 Bari 4.856 6 Pavia 4.507 7 Trento 3.319 8 Perugia 3.113 9 Venezia Ca’ Foscari 2.955 10 Milano Statale 2.724 Twitter aAV Foll. 1 LUISS Roma 6.495 2 Bocconi Milano 5.818 3 Venezia Ca’ Foscari 1.302 4 Siena 716 5 Cattolica Milano 548 6 Roma La Sapienza 316 7 Pavia 277 8 Padova 164 9 IULM Milano 154 10 LIUC Varese 109
  • 27.  Lediglich 11 Vereine (19%) haben Chapters im Ausland, welche allerdings weltweit verbreitet sind Tätigkeiten der aAV: Internationalisierung 19% 81% aAV mit/ohne internationale(n) Chapters Ja Nein Chapter der italienischen aAV - Rangliste aAV Anzahl EU Nicht-EU 1 Bocconi Milano 38 25 13 2 Politecnico Torino 8 4 4 3 Politecnico Milano 7 4 3 4 Venezia Ca' Foscari 5 3 2 5 Padova 3 1 2 6 LUISS Roma 3 3 7 Bologna 2 2 8 Pavia 2 2 9 Bolzano 2 2 10 Venezia IUAV 1 1 11 Cattolica Milano 1 1
  • 28. Erster Teil Alumni-Organisationen im italienischen Hochschulsystem Charakteristik
  • 29.  Selbständige Vereine als Infrastruktur für Alumni-Management  Spezialisierte Alumni-Vereine sind auf individuelle Initiativen der Alumni, allgemeine Alumni-Vereine auf strategische Beschlüsse der Universitäten zurückzuführen  Alumni-Arbeit als junges, sich derzeit etablierendes, perspektivhaftes Phänomen im italienischen Hochschulsystem  Im Alumni-Bereich sind die Universitäten in Nord- und Mittelitalien, die staatlich anerkannten sowie die klein-spezialisierten Hochschulen besonders dynamisch Profil der italienischen Alumni-Organisationen
  • 30.  Korrelation zwischen Alumni-Arbeit und Performances der Universitäten (u.a. Arbeitsweltbefähigung und Wissenstransfer)  Entwicklung der Indikatoren für den Wirkungsrahmen der Alumni- Organisationen (u.a. Engagement und Fundraising)  Untersuchung über Organisation, Governance und Rechtsform  Vision → Monitoring von Alumni-Organisationen in Italien sowie Benchmarking mit deutschsprachigem und internationalem Raum Alumni-Studie: Desiderata und Perspektive
  • 31. Zweiter Teil Der Fall der Universität Padua Kontext
  • 32. Alumni-Organisationen in Padua Verein der Freunde der Universität Padua (1989) Verein der Absolventen der wirtschaftlichen Fakultät (2000) Alumni-Verein der Scuola Galileiana di Studi Superiori (2010) Verein der Absolventen in Wirtschaftsingenieurwesen (1996)
  • 33. Zweiter Teil Der Fall der Universität Padua Der Alumni-Verein der Universität Padua
  • 34.  Entstehungsgeschichte  Vision  Gründungsprozess: Planung und Umsetzung  Studie: Profil- und Identitätsanalyse  Welcome Alumni: Veranstaltungskonzept  Aufbauprozess: Vernetzung und Mehrwert  Alumni-Portal  Alumni-Angebote  Rückblick und Perspektiven Überblick
  • 35.  2011: Neue Satzung der Universität Padua  Art. 4, Abs. 8: Förderung der Einbindung der Alumni mittels Vereine  2014: Vorarbeiten  Satzung  Partner für IT und Kommunikation  2015: Beschlüsse der Gründungsmitglieder  Aufsichtsrat der Universität Padua  Vorstand des Vereins der Freunde der Universität Padua  April 2015: Gründung des Vereins Motto → Noi, una rete di persone - Wir, ein Netzwerk von Personen Entstehungsgeschichte
  • 36. Horizont 2022 → 800. Geburtstag der Universität Padua  Aufbau des Alumni-Netzwerkes  Generierung von Mehrwert für die Alumni durch ein System von Angeboten, Veranstaltungen und Aktivitäten  Förderung der Alumni-Kultur auf nationaler Ebene in Verbindung mit internationalen Alumni- und Hochschulinstitutionen  Unterstützung der Universität Padua Vision
  • 38. Struktur  Vorstand sowie Rechts- und Steuerberatung  Personal: Geschäftsführung, Sekretariat, Community Management (2 FTE) Datenbank  Liste der Alumni seit den 1960er Jahren (etwa 270.000 potenzielle Mitglieder)  Umsetzung in Kooperation mit Referat für Studienangelegenheiten Strategiestudie  Profil- und Identitätsanalyse  Positionierung zur Kooperation mit der Universität  Liste der nationalen und internationalen Alumni-Organisationen  Untersuchung über die beste Praxis im Alumni-Management Ansatz → Strategische Konzeption als Wissenstransfer Gründungsprozess: Planung
  • 40. Ziel → analytische Konzeption des Profils des Vereins Definitionen  Universität als System → Wissenschaftliches und nichtwissenschaftliches Personal, Studierende und Professorenschaft  Mission → der Verein konstituiert das Netzwerk der Alumni der Universität Padua Schwerpunkte der Analyse 1. Alumni als Element des universitären Systems 2. Netz-Werk als Organisationsform 3. Grundfunktionen 4. Rolle in universitärem und sozialem Rahmen Methodik
  • 41. Zugehörigkeit und Rollenbestimmung  Alumni bloß als ehemalige Studierende → unzureichend  Ende des Studiums → kein Ende der Beziehung mit der Universität, sondern ihre Fortsetzung in neuer Form  Alumni gehören dem Hochschulsystem weiter an, auch wenn sie meist nicht mehr innerhalb, sondern außerhalb der Universität sind Kontinuität im Wandel → Metamorphose Alumni als Element des universitären Systems I
  • 42. Dimensionen der Zugehörigkeit  Emotional → Alumni fühlen sich immer noch als Teil, weil sie sich erinnern, teilgehabt zu haben  Volitiv → Alumni wollen Teil sein, weil sie sich in Traditionen und Werten der Universität wiederfinden  Kognitiv → Alumni kennen das Prestige der Zugehörigkeit sowie sind sich ihrer Rolle für seine Fortentwicklung bewusst  Nützlich → Alumni profitieren persönlich und beruflich in vielerlei Hinsicht von ihrem neuen Status Alumni als Element des universitären Systems II
  • 43. Inhaltliches Komplementär zur Identität  Universelle Freiheit → Universa universis patavina libertas als traditionsstiftendes Motto der Universität Padua  Exzellenz als Avantgarde → Begabung nicht nur als individuelle Gabe, sondern als soziale Aufgabe  Identitätsstiftender Pluralismus → gemeinsame Identität als Schnittstelle der individuellen unreduzierbaren Differenzen Alumni als Element des universitären Systems III
  • 44. Netz-Werk als vielseitige und multidimensionale Form der Verknüpfung  Vielseitigkeit  Alumni  Universität Padua  Alle von den Alumni repräsentierten Welten  Schulwesen  Mehrdimensionalität  Ort  Generation  Beruf  Fachrichtung Netzwerk als Organisationsform der Alumni I
  • 45. Netz-Werk als operative Bestimmung der Vernetzung  Vernetzung ist kein Zweck an sich, sondern wirksame Sozial- und Kulturpraxis  Verbindungen sind nicht nur anzuknüpfen und zu erhalten, sondern produktiv einzusetzen  Formen der Operativität  Autonomie → Proaktivität der Alumni  Kultur → Resultat und Kennzeichen der Alumni-Arbeit  Teilnahme → Alumni als Protagonisten und Mitgestalter Netzwerk als Organisationsform der Alumni II
  • 46.  Der Verein gilt als Alumni-Netzwerk in dreifacher Hinsicht Repräsentation  Vertretung der Alumni als Teil des Hochschulsystems  Sichtbarkeit und mediale Präsenz der Alumni Community Vereinigung  Versammlung der Alumni (online/offline)  Offene und ausdifferenzierte Struktur (Meta-Verein) Förderung (materiell/immateriell)  Unterstützung der Alumni in persönlichen und beruflichen Entwicklungen  Unterstützung der Universität in ihren Strukturen und Projekten Grundfunktionen des Vereins
  • 47. Befund → Alumni und Verein sind „Schnittstellen“, „Brücken“, „Membranen“, „Schwellen“ zwischen Außen- und Innenwelt Universitärer Rahmen (Innenwelt)  Kooperation mit den Alumni-Welten  Umsetzung der Dritten Mission  Konstruktives Feedback  Alumni als „verkörperte Zukunft“ der Studierenden  Alumni als Resultat der Lehre, Forschung und Verwaltung  Alumni als Wahrnehmungsthermometer Gesellschaftlicher Rahmen (Außenwelt)  Kooperation mit universitären Einrichtungen  Kooperation mit allen von den Alumni vertretenen Welten Rolle in universitärer und sozialer Rahmen
  • 49. Kommunikation → Sichtbarkeit und Identitätsstiftung  Offline  Online  Beteiligung an Veranstaltungen Contest für das Markenzeichen  Schlagwörter zum Branding  1000€ Dotierung → Studierende/Alumni bis zu 30 Jahren alt „Welcome Alumni!“ → allererstes Meeting des Vereins  Eröffnungsfeier  10. September 2015 am Botanischen Garten Ansatz → Aktive Teilnahme der Alumni am Gründungsprozess Gründungsprozess: Umsetzung
  • 51. Welcome Alumni 450 Teilnehmer Botanischer Garten 7 prominente Alumni Agora
  • 52. Ziele  Öffentliche Präsenz und Wahrnehmung  Netzwerk-Aufbau und Alumni-Vernetzung  Mitbestimmung des Verein-Programms Struktur  „Parola agli alumni“ (Alumni haben das Wort)  Verleihung des Preises für den Logo-Contest  „Agorà: Intrecci di Idee“ (Agora: Ideen im Netzwerk) Visualisierung → „Wir, ein Netzwerk von Personen“  Visualisierung durch ideelle und materielle Installationen  Leitmotiven: „Weberei“ - „Verflechtung von vielfarbigen Faden“ Konzept
  • 55. Ansatz → Profil und Identität in symbolischer Form  Agora → Freiheit als aktive und konstruktive Teilnahme  Setting → destrukturierter Diskussionsraum  Botanischer Garten → Kultur und Metamorphose Workshop-Themen  „Wir, Alumni“  „Zukunft und Orientierung“  „Internationale Vernetzung“  „Alumni-Treffen“  „Alumni, warum? Strategie, Identität, Profil“ Arbeitsweise  Tafel und Klebe-Zettel → freie Sammlung von Ideen und Konzepten  Follow-up Report → Auftakt zu den verschiedenen Baustellen Agora: Konzept
  • 56. Agora: Profil und Identität in symbolischer Form
  • 59. Ansatz  Aufbau des Alumni-Netzwerkes: zweigleisig (online/offline)  transnationale, transdisziplinäre, beruflich differenzierte Gemeinschaft Ziel → Alumni-Portal als Networking Community  Repräsentation der Alumni-Gemeinschaft  Virtuelle Schnittstelle zwischen Alumni, Universität und Gesellschaft  Identitätsstiftung durch Kommunikation und Interaktion  Infrastruktur für die proaktive Zusammenarbeit der Alumni  Zugang zum Alumni-Angebot  Information und Erfahrungsaustausch Netzwerk-Aufbau online
  • 60. Verein  Profil und Philosophie des Alumni-Vereins  News und Veranstaltungen aus dem Alumni- und Universitätsbereich Alumni  Community → Alumni-Profile (Suchmaschine, Alumni-Directory)  Alumni-Geschichten → Interviews, Biographien und Autobiographien Alumni-Social  Pinnwand/Chronik  Gruppen (Chapters, Disziplinen, Berufe, usw.) Portal-Funktionen
  • 64. Dimensionen des Mehrwerts  Identitätsstiftung → Warum eine Mitgliedschaft?  Konkretisierung von Profil und Identität  Freiheit, Kultur, Teilnahme → universelles, ausdifferenziertes, kooperatives Angebot  Networking Community → Wert entsteht im Netzwerk als Horizont neuartiger Möglichkeiten (Alumni Networking Community) Richtungen des Mehrwerts  Quantitativ → Fortsetzung des Status als Uni-Angehörige  Qualitativ → Innovatives Angebot von Serviceleistungen und Aktivitäten System der Alumni-Angebote → 3 Förderbereiche  Person  Beruf  Freizeit Teilhabe als Mehrwert
  • 65. Ziel → Förderung des individuellen Profils  Förderung der virtuellen Präsenz der Alumni  Resonanz für individuelle Erfolge oder Aktivitäten Aktionen  Personal Web Page auf dem Alumni-Portal (online)  Werbung für die Initiativen der Alumni (online/offline)  Interviews, Biographien, Autobiographien (online/offline)  Lebenslange Email  Preise (z.B. Maria Paola Belloni-Preis für Alumni in den Naturwissenschaften)  Einladungen als Testimonial zu verschiedenen Veranstaltungen  Format „Meet your future“ → Treffen zwischen Alumni und Studierenden 1. Förderbereich: Person
  • 66.  Ziel → Unterstützung der Karriereentwicklug  Orientierung und Einstieg  lebenslange Begleitung  Berufliche Umorientierungen und Karrierewechsel  Aktionen  Format „Network on demand“ → berufsspezifische sowie interdisziplinäre Vernetzungsveranstaltungen  Mentoring für Studierende und Alumni (online/offline)  Gruppen für berufliches Networking auf dem Alumni-Portal (online)  Ermäßigungen bei Weiter- und Fortbildungsangeboten 2. Förderbereich: Beruf
  • 67.  Ziel → Förderung nicht berufsbezogener Tätigkeiten  Alumni-Netzwerk als Gelegenheit für Kultur, Kunst, Sport und Spaß  Förderung von Begegnungen, Treffen und Zusammensein  Aktionen  Merchandising  Museen, Galerien und Denkmalen  Sporteinrichtungen  Bibliotheken und Datenbanken  Universitäre Strukturen und Räumen  Alumni-Treffen: fachliche oder allgemeine Meetings  Unterstützung im Ausland (relocation networking)  Newsletter 3. Förderbereich: Freizeit
  • 68. Zweiter Teil Der Fall der Universität Padua Rückblick und Perspektive
  • 69. 1. Gründungsprozess  Kommunikation  Strategiestudie  Datenbank  Contest und Visual  Alumni-Meeting 2. Aufbauprozess  Alumni-Portal  Alumni-Angebote Visionsbezogener Ansatz  Netzwerk-Aufbau (online/offline)  Generierung von Mehrwert (online/offline) Rückblick
  • 70. 1. Fortentwicklung des Alumni-Netzwerkes  Strukturierung thematischer Gruppen durch Engagement 2. Fortentwicklung des Alumni-Angebots  Beratungsangebote (u.a. Personal development, Chancengleichheit)  Unterstützung von Ideen und Projekten 3. Unterstützung der Universität Padua  Internationale Kommunikation und Vernetzung  Vorbereitung zum 800. Geburtstag 4. Alumni-Kultur auf nationaler und internationaler Ebene  Zusammenarbeit italienischer Alumni-Vereine in Bruxelles  Fortsetzung der Studie zum Alumni-Management  Austausch mit Alumni-Organisationen anderer Länder Perspektive
  • 71. Noi, una rete di persone Unsere Vergangenheit, unsere Zukunft Die echte Sehnsucht muß stets produktiv sein, ein neues Besseres erschaffen (Goethe)
  • 72. Partner comunicazione strategica e tecnologica: Die Rolle der Alumni-Organisationen im italienischen Hochschulsystem Der Fall der Universität Padua Dr. Pellegrino Favuzzi Vorstand des Alumni-Vereins der Universität Padua 21. alumni-clubs.net Konferenz Forum für Alumni-Management, Career Service, Fundraising und Social Media 7. Mai 2016 in Aachen Bei Fragen, Denkanstoßen oder Ideen: pellegrino.favuzzi@gmail.com