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Treffpunkt: Sportplotz Rosenthol
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Edeltroud Nogel-Görgen, Holzmühle
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Soldotenfriedhof on der Moos
löngst niemond mehr spricht? Eine innere Ver-
pflichtung!
Der Entschluss steht sehr schnell f...
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Lisdorfer heimatblatt 20

Lisdorfer Heimatblatt 20

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Lisdorfer heimatblatt 20

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  2. 2. Geschichten um die Evokuierung in den Felsenstollen Rosenthol 1944/45 vor 70 Johren ...................12 Neuer Leiter des Neuen Betriebshofes Soorlouis (NBS), Beiriebswiri Biörn Althous......... .....................32 lAMero 77/cr//&"1prro ca4d y'aztta auo? e*o Vaq*tefu. ?ler/raa,aZta{zal «4d alfu Arf" ec* 77eo«a /"h ?outa"d oud Rd,a/leuo lmpressum: Herousgeber: Redoktion: Druck: Bonkverbindungen: Bezugspreis: Verein für Heimotkunde Lisdorf e.V. Am Ginsterberg 13, 667 40 Soorlouis-Lisdorf Tel.: 06831/ 4 16 94, Fox: 06831/ 12 87 53 Heiner Groß (verontworllich) G. Groß, Agnes Groß, Gobi Feld, Morie-Luise Groß, Horold Weiler (Fotos), Monfred Nebelung Druckerei und Verlog Heinz Klein GmbH, Auf der Wies 7, 667 40 Soorlouis- Lisdorf Kreissporkosse Soorlouis (BLZ 593 501 l0), Kto. Nr.: 74-30088-0 Volksbonk Soorlouis (BLZ 593 90,l l0), Kto. Nr.: 1401217629 3 Euro je Heft, Vereinsmitglieder erholten es kostenlos Nomentlich gekennzeichnete Artikel geben die Meinung des Verfossers, nichl unbedingt der Redoklion, wieder. Nochdruck, ouch ouszugsweise, nur mii Genehmigung des Herousgebers 2
  3. 3. Verehrte Leserinnen und Leser, im Februor hoben wir die letzte Ausgobe unseres Heimotblottes ols Doppelnummer 18/19 mit 56 Seiten und I08 Bilder herousgebrocht. Die Resononz unter unserer Leserschoft wor überous positiv. Vor ollem die historischen Bilder hoben gut gefollen. Aber ouch die Textbeitröge wurden von unseren Kritikern gelobt. Wegen des großen Umfongs der Nr. 18/19 hoben wir uns fur die nöchste Ausgobe bis ietzt Zeii gelossen. Mit dem Heft Nr. 20, dos ouch wieder reichlich bebildert ist, schließen wir unsere pu- blizistische Arbeit für 2015 ob. Einen Schwerpunkt bilden wieder die Geschehnisse der beiden Weltkriege, die ouch für unsere nöhere Heimotviel Leid gebrocht hoben. Der l. Weltkrieg von l9l4 -1918 liegt nun rund I00 Johre zvrück, ist ober in gonz Europo noch nicht vergessen. Der 2. Weltkrieg von .l939 - 1945 ist noch ollgegenwörtig. Viele, die ihn noch ols Kind oder Jugendlicher, z.T. mit Angst, Ponik, Hunger und viel Leid troumotisiert erlebt hoben, leben noch. Gerode ietzt, wo weltweit Konflikte schwelen und der islomistische Terror die Welt bedroht, ist es wichlig, on die furchtboren Kriegs- ereignisse vor .l00 bzw. 7O Johren in unserer Heimot zu erinnern und vor dem Wohnsinn eines Krieges eindringlich zu wornen. Die Folgen der Kriege in Afghoniston, lrok und oktuell in Syrien bekommen wir togtöglich on den riesigen Flüchtlingsströmen ous diesen Löndern zu spüren. Dos Erinnern und Gedenken on die Opfer der beiden Weltkriege sollten wir nichi nur om Volkstrouertog tun und den Verbönden, wie der Vereinigung der Kriegsopfer und Hinterbliebenen (VdK) oder dem Volksbund Deutscher Kriegsgröberfür- sorge (VDK) überlossen. Nein, ieder hot unler seinen Vorfohren Kriegsopfer zu beklogen oder die Heimot verloren. Desholb geht uns dos olle on! Glücklicherweise sind wir in Deulschlond seil nunmehr 70 Johren von einem weiteren Krieg verschont ge- blieben. Dos ist einmolig in unserer Geschichtel Trotzdem ist ieder oufgerufen, seinen persönlichen Beitrog zur Erhollung des Friedens zu leisten, obwohl mehr ols 80 % der ietzt Lebenden bei uns noch keinen Krieg erlebt und erlitten hot. Als Beitrog zur Erholtung des Friedens gehört ouch dos Engogement von lungen Leu- len für die Bundeswehr, wie dos mein zweiter Sohn und seine Ehefrou seit vielen Johren ols MilitArarzte tun. Desholb hobe ich meine Schwiegertochter gebeten, für diese Ausgobe einen Beilrog über ihren letzten Aus- londseinsotz in Moli in Westofriko zu schreiben. Sie hot dort wöhrend ihres mehrmonotigen Einsotzes mit ihrer Sonitötseinheit in der Stodt Koulikoro ein Militörhospitol oufgebout. Diese molische Kleinstodt unter- hölt seit mehr ols 20 Johren eine Portnerschoft zur Gemeinde Bous in unserer Nochborschoft. Seit einigen Johren versuchen islomistische Rebellen den Norden von Moli, eines bisher demokrotisch gefuhrten Londes in ihre Gewolt zu bringen und es dem lS einzuverleiben. Seither können ouch keine Porlnerschoftstreffen zwischen Bous und Koulikoro mehr stottfinden. Wie geföhrlich es in Moli geworden ist, zeigt der terroristi- sche Anschlog des lS ouf ein Hotel in Bomoko, der Houptstodt Molis, bei dem onnöhernd 20 unschuldige Menschen getötet wurden. Weitere Beitröge in dieser Ausgobe befossen sich mit dem geschichtströchtigen Geisberger Kreuz, der Lisdorfer Mundort und oktuellen heimotlichen Ereignissen sowie unseren Aktivitöten im nun zu Ende gehenden Johr 20.l5. Auf den vorgesehenen Ausblick ouf 20'l 6 mussten wir ous Plotzgründen vezichten. Unsere wichtigsten Veronstol- tungen sind in dem von ,,Lisdor[,....olles im grünen Bereich" erslellten Johreskolender 20.I 6 entholten. Abschließend weise ich ouf ein Themo hin, dos unsere Gesundheii betrifft. Vor einigen Togen hoben SR und SZ eine Aktion zur Volkskronkheit ,,Diobetes" mit großem Erfolg gemocht. ln Deutschlond hoben mehr ols 7 Mill. Menschen Diobetes. Die Zohl der unerkonnten Diobetiker wird ouf nochmols 7 Mill. geschölzt, dos sind zusommen fost l8% unserer Bevölkerung. Demzufolge leiden im Soorlond mehr ols .l80.000 und in unserem Heimotort Lisdorf etwo 600 on der Stoffwechselkronkheit Diobetes, die ols Zuckerkronkheit bezeichnet wird. Diese olormierende Zohl veronlosst uns, im kommenden Johr uns ouch diesem Themo zu widmen. Dobei möchte ich ,,Entwornung" geben. Seil nunmehr 50 Johren leide ich noch einem Ver- kehrsunfoll durch Fremdverschulden ouf einer Dienstreise, bei dem ich u.o. schwersle innere Verlelzungen erlitten hotte, on Diobetes und muss seither mehrfoch töglich lnsulin sprilzen. lch hobe iedoch mit örztlicher Hilfe gelernt, den Diobetes zu beherrschen und ein ousgefülltes Leben mit Fomilie, Beruf und ehrenomtli- chem Engogement über 50 Johre bis ins fortgeschrittene Lebensoller zu führen. Die fürsorgliche Unterstüt- zung in der Fomilie ist dobei sehr wichtig. Ich wünsche ouch dieser Ausgobe unseres Heimqtblqttes eine große Leserschoft und lhnen viel Freude beim Lesen und Betrochten der Bilder. Allen wünsche ich ein gesegnetes Weihnochtsfest und olles Gute für dqs Neue Johr. Ihr Heiner Groß Vorsitzender des Vereins für Heimotkunde Lisdorf e.V. und verontwirtl. Redokteur 3
  4. 4. Wo sind sie UcHie[enP - Eine ungloublich bedrückende Reise in die Vergongenheit - Dr. Frqnz-t. Klein enl- slommt einer olteingeses- senen Görtnerfomilie ous Soorlouis-Lisdorf. Noch Ab- itur in Soorlouis und Militar- diensi bei der Bundesluftwoffe studierte er Gorlenbouwis- senschofien on der Techni- schen Universitöl Honnover. Dort promovierle der Dip- lom-Agroringenieur im Johre '1984 mit einer Dissertotion über Wörmepumpen zvr Ge- wöchshousbeheizung. Dos Referendoriot für den Höheren Dienst obsolvierte er on der Lehr- und Forschungsonslolt in Neustodt on der Weinstroße. Seit .I986 ist der Autor ols Berufsschullehrer in der Ausbildung von Görtnern und Floristen om TG Be- rufsbildungszenlrum ll in Soorbrücken tötig. Der Sohn von Erich und Rosq Klein-Rullong wohnt in Lis- dorf, ist verheirotet und hot zwei erwochsene Söhne. Im Nochloss meiner im August 2009 verstorbe- nen Tonte Anni (Anno, Morgoretho Groß-Rul- long, Johrgong 1934, ehemoliger Wohnsitz in der Prof.-Ecker-Stroße 22) {ond sich ouch ein olter Schuh-Korton mit einer Anzohl von 'Toten-Bildchen'. Dorunter ouch dos von - Peter Klein - mit dem Texi: "Am .1. Dezember 1914 storb den Heldentod für König und Voterlond im Argonnerwolde bei einem Sturmongriff, fern der Heimot, unser innigst gelieb- ter, unvergeßlicher Sohn im blühenden Aller von 22 Johren und 3 Monoten". Meine Cousine Mortino Dröger-Groß und ich frogten uns: "Wer wor dos überhoupt?" Unsere gemeinsomen Ur-Großeltern Johonn Klein - Ackerer (Londwirt) & lndustrieorbeiter - und Anno Morio Klein geb. Foust, wohnhoft in der Kirchen- stroße 9 (heute Hous-Nr. 1 1) hotten drei Töchter: Borboro, Morio Kothorino und Anno Morio (Omo von Morlino). lhre vier Söhne hießen Johonn, Fronz, Peler und Ludwig (Opo des Berichterstotters). - Dos Soorlond gehörte domols ols Teil der,,Rhein- provinz" (Verwoltungshouptstodt Koblenz) zum Königreich Preußen. König Wilhelm ll. wor gleich- zeitig Deutscher Koiser (1888 bis l9l8). Bei dem Attentot in der bosnischen Houptstodt Soroievo (28. Juni 1914) wurden der Thronfolger von Ös- terreich-Ungorn, Erzherzog Fronz Ferdinond, und seine Gemohlin Sophie von einem serbischen Noti- onolisten erschossen. lnfolge dieser Bluttot und der verhöngnisvollen Bündnisverpflichtungen zwischen 4 Spötsommer l9l4: die Fomilie Johonn Klein-Foust hinter derr Hous in der Kirchenstroße. Die drei ölteren Söhne sind ber-elis ,im Felde'. Zweitöltester Sohn Fronz wohrscheinlich schon ge- follen, wos die Eltern ober zu diesem Zeitpunkt noch nichi ., s- sen konnien. ln der Bildmitte (hintere Reihe) der iüngste Sci-:r Ludwig (Opo Louis, genonnl: ,Do Fouschden Louis'), urenige Monote vor seiner Einberufung on die Westfront. Die Ur-Großeltern Johonn und Anno Morio Klein-Fousi. ge- zeichnet von ihren Sorgen, sind ouf diesem Foto ersi 55 czr.r. 54 Johre olt. den Stooten Europos nohmen die Ereignisse ihren Louf: 3. August 1914: Dos Deutsche Koiserreich erklörte dem,,Erbfeind" Fronkreich, noch der,,Allgemeinen Mobilmochung" togs ztJvort den Krieg. - Die drei öltesten Söhne stonden kurz dorouf on der Westfront im Kompfeinsotz. Der iüngste Sohn Ludwig wurde einige Monote spöter ebenfolls eingezogen. Aufschlussreiche lnlernelrecherchen und der hilf- reiche Kontokt zum 'Volksbund Deutsche Kriegs- gröberfürsorge e. V.' in Kossel zeigten dem Autor dieses Beitroges folgendes Bild: Vom 12. bis zum 20. September l9l4 fond die Schlocht om Fluss Aisne (Chompogne) stott. Dos deutsche Westheer zog sich dorthin, noch der Nie- derloge on der Morne, zurück. Zum ersten Mol mussten sich ietzt deutsche Truppen wegen des slorken gegnerischen Artilleriebeschusses in Schüt- zengröben verschonzen. Die Aisne-Schlocht konn, noch Einschötzung von Militör-Historikern, ols Be- ginn des mehriöhrigen Stellungskrieges on der Westfront ongesehen werden. Es stonden sich hier 680.000 deutsche und 720.000 olliierte Soldoien gegenüber.
  5. 5. l l'!§ä t",.,*-){ "1 7r'v'v---1 l:7 #*fr Logeskizze: Westfroni in Nordostfronkreich Die Auswertung der offiziellen militörischen Ver- lustlisten, ouf deren Dotenbonken mon mittlerweile online Zugrill hot, erbrochte weitere Ergebnisse. Der 24 Johre olte Gefreite der Reserve Fronz Klein (ll. Armee, 8. Lothringisches lnfonterie-Regiment Nr. 159,10. Komponie) wurde om .l5.09..l9.I4 in der Nöhe des Ortes Croonne ols verwundet und ver- misst gemeldet. - Mitte September kom es in Höhe der Kompflinie ,,Chemin des Domes" zu einer Reihe von Gegenongriffen und Rückzugsgefechten. - Erst ols der Krieg zu Ende wor (11. November 19.18, Verlustmeldung vom 20. Dezember l9l8) sollten die Eltern zu House erfohren, doss ihr Sohn in dem spöter von fronzösischen und britischen Verbönden geholtenen Frontobschnitt, vier Johre zuvor nicht nur verwundet wurde, sondern gefollen wor. Der zwei Johre iüngere Bruder, Musketier (SchUtze) Peter Klein (V Armee, 4. Mogdeburgisches lnfon- terie-Regiment Nr. 67, Metz,4. Komponie), nohm on den erbitterten Kompfhondlungen im Argonner- wold, in der Nöhe von Verdun, teil. - ln den ersten Kriegstogen herrschte in der deut- schen Notion die Euphorie über einen Blitzkrieg und einen schnellen Vorstoß bis noch Poris vor. Jun- ge Mönner meldeten sich mit großer Begeislerung heroisch zu den Woffen. Mon hoffte, öhnlich wie im,,glorreichen" Deutsch-Fronzösischen Krieg von 1870/71, bis Weihnochten wieder zu House zu sein. Die Argonnen, eine Hügellondschoft, die sich chat<ö ,. M IA / cL**"u TLien 7' ,I ,{ -e - l'!o, , 14 xtle ö EFernt *',rI i-.."-d zwischen den Ardennen und den Flüssen Morne und Moos erstreckt, logen im Zentrum des Front- verloufes. Deutsche Truppen begonnen im Herbst 1914 in den Argonnerwold vorzustoßen. Dieser Frontobschnitt sollte in den nöchsten vier Johren zu einer der blutigsten Kompfstötten der gesomten Westfront werden. - Am I . Dezember I9l4 fielen ous seiner Komponie, neben Peter Klein, ouch Uffz. d. R. Georg Hee und Musketier Anton Hosselberg. Die drei Toten beer- digte mon in einem gemeinsomen Grob ouf einem provisorisch ongeleglen Friedhof, mitten im Wold. Aufgrund des schmerzlichen Verlusles von zwei Söhnen ,,im Felde" und dem domit verbundenen unermesslichen Leid fur die Ehern, wurden lout Erzöhlungen in der Fomilie des Chronisten, die beiden onderen Söhne Johonn und Ludwig, eini- ge Monote spöter ous der vorderslen Kompflinie zurückgezogen. Sie konnten desholb die fürchter- lichen Kriegswirren überleben und onschließend ihre Fomilien gründen. - Ahnlich hondelten übrigens oft ouch ondere No- tionen in diesem und in nochfolgenden Kriegen. So ouch dos Themo in Steven Spielbergs Kriegs- filmdromo ,Der Soldot Jomes Ryon' mit Tom Honks und Mott Domon in den Houptrollen. - Gibt es denn heule noch Gröber von Fronz und Peter Klein? Der 90 Johre olte Voter, Londwirt Erich Klein o ScJ, ri
  6. 6. (geboren om I 5.09. 1924, ouf den Tog, exokt zehn Johre noch dem Sterbetog seines Onkels Fronz), konnle leider wenig Auskunft geben. Auf die Froge, ob denn die Vorfohren irgendwonn mol die Gröber in Fronkreich besucht hötten, ontwortele er: ,,Wie häddn die dann domols sollen loh hinn kommen? Ett hat jo ach gar käner gewo'uscht, ob se iwuser- haupt en Graffhann ufln uo die zwo leien." Dos genügte mir ober nicht, zumol mon mich selbst (Johrgong 1954) ouf den Vornomen des ge- follenen Groß-Onkels Fronz getouft hotte. Der Volksbund Deutsche Kriegsgröberfürsorge e. V. holf weiter. Er ist eine humonitöre Orgonisoti- on, die im Auftrog der Bundesregierung für den Ruhesiötte von Fronz Klein. Jedes Kreuz morkiert mit den lnschriften ouf der Vorder- und Rückseite gleichzeitig vier Grobstellen. Ausbou und die Pflege der deutschen Kriegsgrö- berstötten im Auslond sorgt. Fronz Klein hot sein Grob in Montoigu Nr. 1, etwo 30 km nordwestlich von Reims. Dieser deulsche Soldotenfriedhof, im D6portement Aisne, ist be- reits wöhrend des Krieges von der deutschen Trup- pe ongelegt worden. Noch Kriegsende wurde dos Gröberfeld von den fronzösischen MilitArbehörden durch Umbettung deutscher Toter ous dem Bereich von 60 Gemeinden und Ortsteilen erweitert; insge- somt 7.192 deutsche Gefollene. -l920 fond ouch Fronz Klein hier seine letzie, wür- dige Ruhestötte. 6 Provisorisch ongelegter Regimentsfriedhof im Kompfgebiet Ar- gonnerwold Anfong der 194Oer Johre (noch dem Fronk- reich-Feldzug der Wehrmocht) erfolgte, ouf Veronlossung deutscher Behörden, ouch die Umbettung von Peter Klein und seiner Komero- den ous den Gröbern der Regimentsfriedhöfe im Argonnerwold. Der Ehrenfriedhof Consenvoye (knopp 15 km nördlich von Verdun im D6porte- ment Meuse) ist ietzt die Ruhestötte für 11.146 deutsche Kriegstote. Ergebnis der Ahnenforschung ouch: Der gleich- oltrige Klossenkomerod und entfernt Verwondte, Musketier Jokob Klein, diente mit Peter zusommen in derselben Komponie und tiel 12 Toge vor die- sem im gleichen Fronlbereich um den Ort Vien- ne-le-Chöteou. Komerodengrob von Peter Klein Nicht zu fossende lronie der Geschichte: die letzte Ruhestötte fond Jokob, mehr ols 25 Johre spöter, noch Exhumierung und Umbettung, ous- gerechnet im nebenliegenden Komerodengrob von Peter in Consenvoye. Wos tun mit dem Wissen um dos erschütternde Schicksol der Vorfohren, von denen doch heute
  7. 7. Soldotenfriedhof on der Moos löngst niemond mehr spricht? Eine innere Ver- pflichtung! Der Entschluss steht sehr schnell fest: Auto voll- tonken und somstogs morgens (Ende November 2014) zuerst in die korge Londschoft der nörd- lichen Chompogne und onschließend ouf der Rückfohrt in die sehr idyllische Moos-Region. Fohrtstrecke: 638 km. Unbeschreiblich die Eindrücke: oußer mir kein Mensch ouf diesen riesigen, sehr obgelegenen, ober gepflegten Soldotenfriedhöfen. Die Grob- nummern, mit preußischer Gründlichkeit orgo- nisiert; die Gröber sind ieweils gleich gefunden. Grobkreuze, soweit dos Auge reicht. Diese mussten ols Zeichen ,von Schuld und Sühne', gemöß einer Klousel im Versoiller Vertrog vom 28. Juni .l9-l9, bei den deutschen Gefollenen in schworzer Forbe geholten werden. Schourig die Atmosphöre und nicht zu beschrei- ben die Emotionen noch der longen und okribi- schen Rechercheorbeit. Ehrfurchtsvoll on ihrem Grob inneholtend, höre ich in Gedonken die Le'ischdrower Bo'uwen frogen: ,,Wer bescht ilau dann? Wo komscht dau dann jitz här, noh iwwer ho'unnat foahr?" lch hoffe, die Seelen der beiden Vorlohren finden ihren Frieden, nochdem eine Hondvoll mitge- brochter Erde vom heimotlichen Fomiliengrob on ihrer Ruhestötte verslreut und ein kleiner Strouß mit Sonnenblumen ous dem elterlichen Gorten niedergelegt wurde. - Dies wor die einzige Mög- lichkeit, ihnen die letzte Ehre zu bezeugen. Auch ein Gefaß voll Erde von den Gröbern in Fronk- reich brochten wir, meine Schwester Roswitho Wei- ler-Klein im Beisein des Voters Erich, om Tog noch der Rückkehr von meiner bewegenden Zeitreise, zum Grob der Fomilie ouf den Lisdorfer Friedhof. Hier sind om Mohnmol der Weltkriege die Nomen von Fronz und Peter Klein, zusommen mit den vie- len onderen Gefollenen und Getöteten des Hei- motortes mit öhnlich grousigem Schicksol, in Stein eingroviert. lm l. Weltkrieg fielen ollein ouf deutscher Seite mehr ols zwei Millionen Soldoten. Wie proktisch bei ollen militörischen Auseinonder- setzungen der Geschichte, muss mon wohl ouch noch diesem sicherlich vermeidboren Konflikt fest- stellen: ,,Männer, ihr seid leider alle ,,für die Katz" gestorben. Aber: IHR SEID NICHT VERGESSEN!' Stott Zwietrocht, sind Versöhnung und Freundschoft zwischen den Völkern bestimmt der bessere Weg. Der deutsch-fronzösische Arzt und Nobelpreiströ- ger Albert Schweitzer (1875-.l965) sogte einmol treffend: ,,Soldatengräber sind die besten Pre- diger des Friedens." Fotos: Archiv Dröger/Klein ut 1. DEUTSCH E R SOTD,ATENFRIEDHOT CONSENVOYE CIMETIERE MITITAIßE ATI.EMAID *# r91 4 -1918
  8. 8. Ge[et eines Bekruten Johonn Rullong (* 24.4..l 856 t 1 .l 1 .l 942) - mein Urgroßvoter mütterlicherseits - hotte l0 Geschwis- ler. Sein Bruder Adom (Johrgong 1853) obsolvier- te seine militörische Grundousbildung in Soorlouis ols Füsilier (Schütze) in der 10. Komponie beim 4. Rheinischen-lnfonlerie-Regiment Nr. 30. Sein Toge-/Soldbuch (in der Schriftort ,,Kurrent") ist überliefert. Mit einem gehörigen Moß on ,,Golgenhumor" beginnt er es om .l5. Februor 1876 mit einer ob- gewondelten Form des,,Voterunsers". Begründet durch den töglichen Kosernenhof-Drill, ist diese Selbstironie bei dem Rekruien in einer preußischen Ausbildungseinheit ouch nochvollziehbor. Die zügig mit einer Feder geschriebene Loufschrift ,,Kurrent" (loteinisch: currere : loufen) wor im -l9. Johrhundert die gebröuchliche Verkehrsschrift im gesomlen deutschen Sprochroum. Sie ist gekenn- zeichnet durch unterschiedliche Strichstörken und spitze Buchstobenschnörkel. ,,Kurrent" ist eine Vor- stufe der Deutschen Stondordschrift noch Ludwig Sütterlin, die erst ob l9l5 in Preußen eingeführt wurde. Die,,Sütterlinschrift" bezeichnete Reichs- minisler Mortin Bormonn im Johre l94l ols ,,Ju- denlettern". Auf Weisung des NS-Regimes, wurde ,,Sütterlin" desholb ob dem Schullohr 1941/42 von der ols ,,Deutsche Normolschrift" genonnten ,,Lo- teinischen Schreibschrift" obgelöst. Dr. Frqnz-J. Klein /*6 *;,:#"1 t - q o;'fffr,' & :{r- - #'fr , f/, ;ziz, t. '&4,, y',,,.Z1rq !...?e. z eL ":;:,f,,i ;-/;fu-** -,' :,, i ! .-*gffi,*l J, Dos Voterunser Volerunser der du bist im Leben: geheiligt werde dein Nome in Cholotenburg wie in Königsberg. gib uns olle zwei Toge ein Komißbrot wie wir es früher gehobt hoben führe uns nicht noch Koblenz und Ehren- breitstein. Erlöse uns von oller Angst und Gefongenschoft Dein ist dos Reich Preußen, Sochsen und Brondenburg. Dein ist eine Kroft WestFo- len und Rheinprovinz. Dein Reich steht von 1871. und wird es bleiben bis in Ewigkeit Amen geschrieben om I 5/2/1876 Füsilier Rullong ): r 21,/,,1,;,;f ' oy..-, >/ -,-y, ryrrfu":6,i? ,zürr/,'?ätd1rz), *rb ü @*r1.4,r, *6)/.i- c z, dyrt6u*.4 ir. ß,n/.rr** A j'r,,7*, 8
  9. 9. Verehrte Leserinnen und Leser, im Februor hoben wir die letzte Ausgobe unseres Heimotblottes ols Doppelnummer 18/19 mit 56 Seiten und I08 Bilder herousgebrocht. Die Resononz unter unserer Leserschoft wor überous positiv. Vor ollem die historischen Bilder hoben gut gefollen. Aber ouch die Textbeitröge wurden von unseren Kritikern gelobt. Wegen des großen Umfongs der Nr. 18/19 hoben wir uns fur die nöchste Ausgobe bis ietzt Zeii gelossen. Mit dem Heft Nr. 20, dos ouch wieder reichlich bebildert ist, schließen wir unsere pu- blizistische Arbeit für 2015 ob. Einen Schwerpunkt bilden wieder die Geschehnisse der beiden Weltkriege, die ouch für unsere nöhere Heimotviel Leid gebrocht hoben. Der l. Weltkrieg von l9l4 -1918 liegt nun rund I00 Johre zvrück, ist ober in gonz Europo noch nicht vergessen. Der 2. Weltkrieg von .l939 - 1945 ist noch ollgegenwörtig. Viele, die ihn noch ols Kind oder Jugendlicher, z.T. mit Angst, Ponik, Hunger und viel Leid troumotisiert erlebt hoben, leben noch. Gerode ietzt, wo weltweit Konflikte schwelen und der islomistische Terror die Welt bedroht, ist es wichlig, on die furchtboren Kriegs- ereignisse vor .l00 bzw. 7O Johren in unserer Heimot zu erinnern und vor dem Wohnsinn eines Krieges eindringlich zu wornen. Die Folgen der Kriege in Afghoniston, lrok und oktuell in Syrien bekommen wir togtöglich on den riesigen Flüchtlingsströmen ous diesen Löndern zu spüren. Dos Erinnern und Gedenken on die Opfer der beiden Weltkriege sollten wir nichi nur om Volkstrouertog tun und den Verbönden, wie der Vereinigung der Kriegsopfer und Hinterbliebenen (VdK) oder dem Volksbund Deutscher Kriegsgröberfür- sorge (VDK) überlossen. Nein, ieder hot unler seinen Vorfohren Kriegsopfer zu beklogen oder die Heimot verloren. Desholb geht uns dos olle on! Glücklicherweise sind wir in Deulschlond seil nunmehr 70 Johren von einem weiteren Krieg verschont ge- blieben. Dos ist einmolig in unserer Geschichtel Trotzdem ist ieder oufgerufen, seinen persönlichen Beitrog zur Erhollung des Friedens zu leisten, obwohl mehr ols 80 % der ietzt Lebenden bei uns noch keinen Krieg erlebt und erlitten hot. Als Beitrog zur Erholtung des Friedens gehört ouch dos Engogement von lungen Leu- len für die Bundeswehr, wie dos mein zweiter Sohn und seine Ehefrou seit vielen Johren ols MilitArarzte tun. Desholb hobe ich meine Schwiegertochter gebeten, für diese Ausgobe einen Beilrog über ihren letzten Aus- londseinsotz in Moli in Westofriko zu schreiben. Sie hot dort wöhrend ihres mehrmonotigen Einsotzes mit ihrer Sonitötseinheit in der Stodt Koulikoro ein Militörhospitol oufgebout. Diese molische Kleinstodt unter- hölt seit mehr ols 20 Johren eine Portnerschoft zur Gemeinde Bous in unserer Nochborschoft. Seit einigen Johren versuchen islomistische Rebellen den Norden von Moli, eines bisher demokrotisch gefuhrten Londes in ihre Gewolt zu bringen und es dem lS einzuverleiben. Seither können ouch keine Porlnerschoftstreffen zwischen Bous und Koulikoro mehr stottfinden. Wie geföhrlich es in Moli geworden ist, zeigt der terroristi- sche Anschlog des lS ouf ein Hotel in Bomoko, der Houptstodt Molis, bei dem onnöhernd 20 unschuldige Menschen getötet wurden. Weitere Beitröge in dieser Ausgobe befossen sich mit dem geschichtströchtigen Geisberger Kreuz, der Lisdorfer Mundort und oktuellen heimotlichen Ereignissen sowie unseren Aktivitöten im nun zu Ende gehenden Johr 20.l5. Auf den vorgesehenen Ausblick ouf 20'l 6 mussten wir ous Plotzgründen vezichten. Unsere wichtigsten Veronstol- tungen sind in dem von ,,Lisdor[,....olles im grünen Bereich" erslellten Johreskolender 20.I 6 entholten. Abschließend weise ich ouf ein Themo hin, dos unsere Gesundheii betrifft. Vor einigen Togen hoben SR und SZ eine Aktion zur Volkskronkheit ,,Diobetes" mit großem Erfolg gemocht. ln Deutschlond hoben mehr ols 7 Mill. Menschen Diobetes. Die Zohl der unerkonnten Diobetiker wird ouf nochmols 7 Mill. geschölzt, dos sind zusommen fost l8% unserer Bevölkerung. Demzufolge leiden im Soorlond mehr ols .l80.000 und in unserem Heimotort Lisdorf etwo 600 on der Stoffwechselkronkheit Diobetes, die ols Zuckerkronkheit bezeichnet wird. Diese olormierende Zohl veronlosst uns, im kommenden Johr uns ouch diesem Themo zu widmen. Dobei möchte ich ,,Entwornung" geben. Seil nunmehr 50 Johren leide ich noch einem Ver- kehrsunfoll durch Fremdverschulden ouf einer Dienstreise, bei dem ich u.o. schwersle innere Verlelzungen erlitten hotte, on Diobetes und muss seither mehrfoch töglich lnsulin sprilzen. lch hobe iedoch mit örztlicher Hilfe gelernt, den Diobetes zu beherrschen und ein ousgefülltes Leben mit Fomilie, Beruf und ehrenomtli- chem Engogement über 50 Johre bis ins fortgeschrittene Lebensoller zu führen. Die fürsorgliche Unterstüt- zung in der Fomilie ist dobei sehr wichtig. Ich wünsche ouch dieser Ausgobe unseres Heimqtblqttes eine große Leserschoft und lhnen viel Freude beim Lesen und Betrochten der Bilder. Allen wünsche ich ein gesegnetes Weihnochtsfest und olles Gute für dqs Neue Johr. Ihr Heiner Groß Vorsitzender des Vereins für Heimotkunde Lisdorf e.V. und verontwirtl. Redokteur 3
  10. 10. /1 Saarlouis zO' Ursprünglicher (l ) und ietziger (2) Stondort des Kreuzes von Poul Glodel, Morio geb. Guldner, slommte ous Berus und wor die Tonte des Bildhouers. lm oberen Teil des Kreuzes befindet sich eine schmole, hohe Einkerbung. Es ist onzunehmen, doss sich dort eine Christus-Stotue befunden hot, die im Loufe der Zeit obhonden kom. Yon Zeil zu Zeit werden in der Einkerbung Blumen obgestellt. Die rechte Seite des unteren Sockels trögt die ln- schrift: ,,Restouriert 1985 im Auftrog der Noch- kommen der Fomilie". Zu den Nochkommen zöhlen neben der weitverzweigten Fomilie Glodel die Fomilie Meilgen in Wodgossen und Kleinblit- lersdorf, u.o. die derzeitige Ortsvorsteherin von Felsberg, Agnes Klein, der frühere Ortsvorsteher Klous Schworz und Alfons Fournier ous Felsberg, die sich ollesomt für den Erholt des Kreuzes ouf dem Geisberg zur Erinnerung on ihren Vorfohren Poul Glodel einsetzen. Poul Glodel wor om 17.1.l.183.l in Felsberg ols öltestes Kind der olteingesessenen Fomilie Glodel geboren. Sein Voter, Anton Glodel (1805-1822), wor seit 20.I .l 831 mit Morio, geb. Guldner (.l8-l2-1890) ous Berus verheirotet. Zum Zeitpunkt seines Todes om 2l . Juni 1880 wor Poul Glodel 48 Johre olt und noch unverheirotet. Sein omt- licher Todestog ist der 22. Juni I880. Er wor wie seine Vorfohren vöterlicherseits Bouer und Stein- bruchbesitzer in Felsberg. Der Verkouf von selbst- gebrochenen Sondsteinen wor domols für monche Felsberger Bouern ein zwor hortes, ober lukrotives Geschöft, vor ollem, wenn für ein größeres Bou- vorhoben in der Nöhe Steine zu liefern woren. So ouch im Frühiohr .l880. Die Pforrei Morio Heimsu- chung in Wodgossen hotte beschlossen, eine neue t0 >{ Pforrkirche zu bouen. Poul Glodel ous Felsberg, der sich neben onderen um die Lieferung der Steine beworben hotte, bekom den Zuschlog. Es hondel- te sich um ein öußerst lukrotives Geschöft, um dos ihn insbesondere seine Mitbewerber beneideten. Zur Schilderung des weiteren Geschehens überneh- me ich einen Artikel ous der SZ vom 28.09.2012 zum Themo: ,,Als Wodgossen zum Totort wurde" (genehmigt), der wiederum ouf einer Schilderung von Poul Meilgen ous Kleinblitterdorf beruht, einem Nochfohren der Fomilie Poul Glodel: Wadgassen. Wir schreiben den 21. Juni 1880. ln der Gsststätte Schmitt - demheutigen AltenWad- gasser Wirtshaus - am Ortsausgang aon Wad- gassen geht es munter zu. Fuhrunternehmer und Steinbruchbesitzer Paul Gladel aus Felsberg ist mit dabei. Ein Geschäft mit der Pfarrgemeinde Wadgassen wird nachbesprochen. Der 49-jähri- ge Gladel hstte nämlich den Zuschlag für ein Los Steine zur Errichtung der neuen Kirche erhalten. Es wurde aiel getrunken. Neid kam auf ob des gu- ten Geschäftes des Fuhrunternehmers. Mitbewer- ber drängen ihn, den Zuschlag wieder rückgängig zu machen. Arf dem Nachhauseweg wird der so Bedrängte beraubt und tätlich angegriffen, u)oran er dann aerstarb. Am nöchsten Morgen finden Fomilienongehörige, die mit dem Pferdefuhrwerk und einer Lodung Kor- toffeln von Picord Richtung Volklingen unterwegs sind, den Getöteten im Stroßengroben liegend, on der Stelle, die die Bonnbezeichnung Rotsohlig trögt. Poul Meilgen, ehemoliger Wodgosser Bürger, seit 45 Johren in Kleinblittersdorf wohnend, hot nun diese lnformotionen der SZ zur Verfügung gestellt.
  11. 11. Mitglieder und Freunde des VHL om Stondori des Kreuzes Er stützt sich hierbei ouf mündliche Dorlegungen seiner Tonte Kothorino Glodel, geb. Meilgen, einer unmittelboren Verwondten des Getöteten. Die Röu- ber wurden nie gefosst. Übrigens, ein Erinnerungs- kreuz on diesen Vorgong stond ursprünglich in der Nöhe der Gemorkung Rotsohlig und musste spöter dem Gleisbou für die Stroßenbohnlinie 6 der Stre- cke Soorlouis-Wodgossen l9l3 weichen. Heute steht dos Wegekreuz bei den Resten des sogenonn- ten Geisberger Hofes ouf Neuforweiler Bonn. Der Schriftsteller Johonnes Kirschweng erwöhnt in sei- ner Erzöhlung ,,Zwischen Welt und Wöldern" dieses Kreuz, dos on einen Mord erinnerl. Meine weiteren Recherchen, die sich im Wesent- lichen ouf Aussogen unseres Vereinsmitgliedes Rudolf Zenner (.l939-20.l4), Heimot- und Fomili- enforscher ous Felsberg, stützen, ergoben Folgen- des: Poul Glodel sei om 21. )uni .l880 mit seinem Pferdefuhrwerk und einer Lodung Sondsteine noch Wodgossen gefohren. Die Steine woren für den Kirchenneubou in Wodgossen bestimmt. Es sei on diesem Tog bereits seine zweite oder dritte Fuhre gewesen. Noch seiner letzten Fuhre hobe er on diesem Tog eine erhebliche Abschlogszohlung er- holten, und zwor in bor. Auf dem Rückweg sei er in dos Gosthous Schmitt - heute Altes Wodgosser Wirtshous - in der Lindenstroße eingekehrt. Auch ondere Felsberger Bouern, Fuhrunternehmer und Steinbruchbesitzer seien on diesem Tog dort ein- gekehrt. Poul Glodel hobe sich on diesem Abend ungewöhnlich spendobel gezeigt. Bei Einbruch der Dunkelheit hobe er mit seinem Pferdegesponn die Heimfohrt fortgeselzt. Nicht weit vom Widshous Schmitt entfernt fuhrte der Weg durch den Wod- gosser Wold zum Geisberg und on den Gehöften Geisberger Hof, Sondhof und Soblonhof vorbei noch Neufor- weiler und Felsberg. Es wor do- mols die kürzeste Verbindung zwischen den Ortschoften. Kurz noch Erreichen des Woldes sei Poul Glodel überfollen und sei- nes Geldes beroubt worden. Dobei hobe er so schwere Ver- letzungen erlitlen, doss er storb. Sein Pferdefuhrwerk sei noch in der Nocht olleine zu House on- gekommen. Die sofort eingelei- tete Suche hobe zunöchst nichts ergeben. Erst om frühen Mor- gen des nöchsten Toges hötten Verwondte ous Picord, die mit einem Pferdefuhrwerk noch Völ- klingen unterwegs woren, Poul Glodel blutüberströmt obseits des Weges im Bereich Rotsohlig tot oufgefunden. Bei diesen Verwondten hondelte es sich um die Großeltern von Roiner Meilgen ous Wodgossen und seinem Bruder Poul Meilgen ous Kleinblitters- dorf. Die polizeilichen Ermittlungen ergoben zwei- felsfrei, doss es sich nicht um einen Unfoll, sondern um Roubmord hondelte. Obwohl die Fomilie des Getöteten Verdochlsmomente hotte, wurden der oder die Töler nie gefosst. Ein inzwischen verstor- bener Felsberger berichtete mir vor Johren, doss er mil hoher Wohrscheinlichkeit den Nomen des Roubmörders kenne, der ober löngst verstorben wor. Dieser hobe die Tot, die er unter Alkoholein- fluss begongen hobe, ouf seinem Sterbebett ge- slonden und zutiefst bereut. Schon wenige Monote noch dem Ableben ihres Angehörigen hobe die Fomilie beschlossen, zur bleibenden Erinnerung ein Steinkreuz on der Un- glücksstelle zu errichlen. Dies wor ein besonderes Anliegen der domols 68-iöhrigen Mutter des Ver- storbenen. Johonnes Kirschweng, .I900 in Wodgossen gebo- ren, Priester und weit über seine Heimot hinous be- konnter Schriftsteller, erwöhnte in seiner Erzöhlung ,,Zwischen Welt und Wöldern" ('1. Bond, S.1 1) die- ses Kreuz, ,,dos on einen Mord erinnerte" . Als 19.l3 die Stroßenbohnlinie 6 von Soorlou- is noch Wodgossen eingerichtet wurde, stond dos Kreuz im Wege. Es wurde einvernehmlich co. .l,5 km weiter westlich on den heutigen Slondort ver- setzt. Seit nunmehr ,I02 Johren steht dos Kreuz on dieser Stelle und beschöftigt die Heimotkundler ous Wodgossen, Lisdorf und Neuforweiler. Gepflegt wird es von den Nochkommen der Fomilie des Poul Glodel seit -l35 Johren. (hg) ll
  12. 12. Geschichten um die Euakuierung in den lelsenstollGn Bosentnal ß44 145 uor 70 lahren lm Johre .l998 wurde im Verein für Heimolkun- de Lisdorf e.V ein Arbeitskreis gebildet, der dos Geschehen im 2. Weltkrieg in Lisdorf ouforbeiten sollte. Bereits noch wenigen Silzungen woren die Mitglieder überein gekommen, doss der Schwer- punkt ouf dos Geschehen im Felsenstollen Rosent- hol und dos Kriegsende in Lisdorf zu legen ist. Anwohner des Rosenthols und sochkundige Helfer hotten in den Johren 1942/43 mehrere Stollen in den Buntsondfelsen im Rosenlhol getrieben, noch- dem sich eine droslische Zunohme der bis dohin nur vereinzelten Luftongriffe und Bombenobwür- fe ongloomerikonischer Verbönde ouch in Lisdorf obzuzeichnen begonn. Die Stollen woren für den kurzfristigen Aufentholt von etwo 250 - 300 Perso- nen ousgelegt und golten ols ziemlich bombensi- cher. Bei Fliegerolorm flüchteten nun die Anwohner der Rosentholstroße und des Flurwegs sowie ous dem südlichen Bereich der Provinziolslroße (do- mols Adolf-Hitler-Stroße) in die Rosenthol-Stol- len. Als im Spötherbsl 1944 unsere Heimot zum Frontgebiet wurde und Bombordierungen sowie Beschuss drostisch zunohmen, flüchteten viele ,,Do- heimgebliebenen" ous Lisdorf und den Nochboror- ten in die Rosenthol-Stollen und blieben dort. Viele widerselzen sich der Aufforderung, die Heimot zu verlossen, und blieben doheim. Als 6-iöhriger bin ich mit Mutter, Omo und Schwes- ter sowie Nochborn von der Holzmühle im Novem- ber 1944 ebenfolls in dos Rosenthol geflüchtet, nochdem omerikonische Stoßtruppen bereits in Oberfelsberg woren und Soorloutern (wie unsere Stodt domols offiziell hieß) mit den Stodtteilen un- ter stöndigen Beschuss nohmen. Bereits om 3. De- zember 1944 hallen omerikonische Truppen dos Rosenthol erobert. Nun wurden weitere Personen, die von den Gl's in Höusern, Kellern und privo- ten Stollen entdeckt wurden, ebenfolls in die totol überfüllten Rosenthol-Stollen gebrocht. Zeitweise woren dort mehr ols 800 Menschen zusommenge- pfercht. Auch die letzte örztliche und pflegerische Notbeselzung der St.-Elisobeth-Klinik mit Fronzis- koner-Schwestern und Cheforzl Dr. Drehsen vom Stadt. Kronkenhous wurden im Rosenthol unter- gebrocht. Spöter bestimmlen die Fronzosen Dr. Drehsen zum Londrot von Soorlouis. Dos StAdt. Kronkenhous wor ob 1944 durch Bomben- und Gronoteneinschlöge fost totol zerstört. 12 ln den Rosenthol-Stollen herrschlen oufgrund totoler Überbelegung eine quolvolle Enge, ein unertrögliches Klimo sowie Hunger, Durst und psy- chischer Douerstress, gonz obgesehen von den ver- heerenden hygienischen Zustönden. Der Aufenlholt in den Stollen wor zunöchst nur für wenige Toge geplont, verlöngerte sich ober ouf 8-.l2 Wochen. Erst Mitte Jonuor 1945 begonnen die Amerikoner mit der Röumung und brochten die ousgemergel- ten lnsossen noch Überherrn und Hemmersdorf. 26 Personen sind in den Rosenthol-Stollen von No- vember 1944 bis Jonuor I945 verstorben. Flucht von der Holzmühle in den Felsen- stollen Rosenthal im November1944 In meinem Elternhaus auf der Holzmühle, einem alten Bauernhaus neben der Mühle Senzig, im sog. ,,Hühnerecken" (heute Im Bogen), befand sich ein massiver Gewölbekeller, in dem Kartoffeln und andere Feld- und Gartenfrüchte lagerten. Bei Flie- geralarm suchten wir darin Schutz. Wir, das wa- ren meine Mutter (36), meine couragierte Oma (70) und meine zwei Jahre ältere Schwester (8) sowie eine Polin, die bei uns arbeitete. Manchmal kamen auch Personen aus der Nachbarschaft hinzu, die zu Hause geblieben waren. Sie hatten, wie wir, die Aufforderung der NS-Verantwortlichen zur Räu- mung ihrer Häuser ignoriert und auch eine erneu- te Evakuierung, wie bereits 1939, in innerdeutsche Gebiete abgelehnt. Mein Vater war schon 1939 in der Evakuierung in Thüringen als 34-jähriger Bau- er zur Wehrmacht eingezogen und nach kurzer militärischer Ausbildung zum Kriegsdienst an die Ostfront nach Rußland abkommandiert worden. Seit den schweren Kämpfen im Mittelabschnitt bei Slomensk in Richtung Moskau war er vermisst. Nach Kriegsende erfuhren wir von Heimkehrern aus Rußland, dass er dort schwer verwundet in russische Kriegsgefangenschaft gekommen war und am 8. Mai 1945, dem Tag des Kriegsendes in Europa, in einem Kriegsgefangenenlager in Sibiri- en als 39-jähriger gestorben war. Unser häuslicher Gewölbekeller galt nicht als bom- bensicher und hatte nur eine Z,sgangstreppe, was sich im Falle einer Verschüttung als lebensgefährlich erwiesen hätte. Als Mitte November 1944 die West- front unsere Heimat erreichte und das mörderische Kriegsgeschehen Tag und Nacht stark zugenommen
  13. 13. .// ////t I m +- Gebäude Wald Fließgewässer Fluchtweg Neue lVelt § Rosenthal {Schindkeuli hatte, entschlossen wir uns, gemeinsam mit der Fa- milie Johann Becker-Hoen aus der Nachbarschaft, in die Felsenstollen im Rosenthal zu flüchten. Die Entfemungbetrugnurknapp 2 km. Da die amerika- nischen Truppen schon auf den Gauhöhen standen und die Vorhut bereits bis Oberfelsberg vorgerückt war, nahmen wir an, dass die Truppen in wenigen Tagen die Saar erreichen würden. Mit unseren wenigen Sachen machten wir uns auf den kurzen, gefahrvollen Weg zusammen mit Johann Becker, seiner Frau Maria geb. Hoen und ihrer damals 12-jährigen Tochter Meta, später ver- heiratet mit dem Gärtner Willi Wein aus Lisdorf und heute wohnhaft in Überherrn. Ständig gab es um uns herum Einschläge. Besonders gefährlich war es im Flurweg für uns Kinder, weil wir ganz nahe an einer deutsche Flakstation vorbei kamery deren Geschütze ständig unter ohrenbetäubendem Lisdorf Kapellenrrühlc 6-nl Obstgarten Lärm Richtung Felsberg feuerten. Außerdem hatte eines der Flakgeschütze einen gegnerischen Voll- treffer erhalten und die toten Soldaten lagen mit zerschossenen Körpern herum. Dieser furchtbare Anblick, den ich bis heute nicht vergessen kann, hat mich traumatisiert. Im Stollen angekommen, wurden wir trotz des dichten Gedränges aufge- nommen und fühlten uns endlich sicher. In un- serer Nähe befand sich Familie Comtesse aus der Holzmühler Straße. Von Frau Comtesse und ihrer Tochter Lena, später mit Paul Morguet verheiratet, habe ich oft eine ,,Schmär" bekommery wenn ich allzu großen Hunger litt. Aus dem kurzen wurde ein qualvoller Aufenthalt von mehr als 8 Wochen, der in unserem Brch ,,Letzte Zufluchtsstätte - Der Felsenstollen Rosenthal" von mehreren Stollenin- sassen und durch viele Augenzeugenberichte ein- gehend beschrieben ist. ar ,ffi norertrtrf --l, -t-rrj r3
  14. 14. 2 I J, Stollenanlage Rosenüal =nl iutI -tEl /-- 1 -t7------,-F-- ,' ) ii:l i ) ) | ----'- / r ,;;;, i es,. _- --,--r t-- i -----_'--a _---- / Deutsch, dass es allen so ergehen werde, die sich nicht an die Vorschriften hielten. Nach Aussagen von Augenzeugen gab es damals unter den Stol- leninsassen sowohl Zustimmung als auch Ableh- nung über das Vorgehen der Amerikaner. ]unge Frauen in der Fäkaliengrube Anfangs waren die Fäkaliengruben vor den Stol- Ien nicht getrennt für Frauen und Männer. Da- rüber beschwerten sich Frauen und Mädchery insbesondere die Franziskaner-Schwestern aus der St.-Elisabeth-Klinik. Auch Mary Lonsdorfer aus Lisdorf, die spätere Stadträtin, die leidlich Englisch spractr, wandte sich diesbezüglich an die Amerikaner. Daraufhin wurde 1'eweils eine Frauen- und Männerseite eingerichtet, d.h. die Donnerbalken wurden durch ein großes Tuch ge- trennt. Den GI's war es strengstens verboten, die Frauen bei ihrem Toilettengang zu beobachten. Ein damals jugendlicher Augenzerge berichtete uns, dass es an einem frühen Abend im Dezem- ber 1944 ein großes Geschrei gab. Der Donnerbal- ken, auf dem gerade drei junge Frauen saßen, sei zerbrochen und die Frauen in die Grube gestürzt. Mehrere GI's mussten die völlig verschmutzten Frauen aus ihrer misslichen Lage befreien und mit kaltem Wasser, Bürsten und Tüchern (nicht ungern) säubern. Später stellte man fest, dass der Donnerbalken angesägt worden war. Die GI'be- schuldigten männliche Stolleninsassen der Tat. Da es diesen aber verboten war, Werkzeuge mit- zuführen, und es unter der strengen Kontrolle der GI's unmöglich gewesen wäre, den Balken mit einer Säge zu bearbeiten, liegt der Verdacht sehr nahe, dass diese selbst sich diesen üblen Scherz erlaubt hatten.(hg) Saail* %***oßa.&fu, cürzuu,rrrril-.öbl"-'rzeäazz, iln ttqL,lzaazzmiblez u,tb r/2. ?aZ %fr* .e-r, fu ,qo*tqz .%";y, ," *2" eo ureü* ,Fr*rSr*o{ ,%-rAfe '-.'z-- --- tt t -t' , .. L---- ' ttt .tt' (t.i._-l --'l . __J 'r'flt ll !rlr _)i --^l I l ir*=q".1', .%/r, yal* .o -,rä *tr*r, - /'6rfuä eo &€är?'ü-" *)r2n o" il.,r4 q*/"b rn/-ßril"äradr, &tdila%%,b-ur, /";rfi;.lr-r/"-.d*-.-arrr1y' "§ GI's bestrafen |ungen wegen einer Lappalie Als die Amerikaner Anfang Dezember 1944 das Rosenthal erobert und die katastrophalen hygie- nischen Verhältnisse dort sahen, durfte die Not- durft nicht mehr in Gefäße innerhalb der Stollen verrichtet werden. Arbeitsfähige Männer unter den Stolleninsassen mussten auf Anordnung der Amerikaner vor den Stollen Gräben von mehreren Metern Länge und ca. 1,5 m Breite ausheben. Da- rüber wurde ein Holzgestell mit ,,Donnerbalken" installiert. GI's, die an den Stolleneingängen pos- tiert waren, achteten sehr darauf, dass alle noch bewegungsfähigen Stolleninsassen diese,,Toilet- ten" benutzten. Der junge Sohn einer angesehenen Saarlouiser Familie genierte sich aber und rannte eilig auf die gegenüberliegende Seite der Rosent- halstraße, die teilweise mit Büschen bewachsen war. Unbemerkt, wie er glaubte, wollte er an- schließend wieder in den Stollen zurück. Doch er wurde von zwei GI's ergriffen und zurück zu den Büschen geschleppt. Als er sich weigerte, seine Ex- kremente mit den Händen in die Fäkaliengrube zu entsorgen, drückten die GI's ihn mit dem Gesicht hinein. Schreiend rannte er zurück in den Stollen zu seiner Familie. Dieses Ereignis verbreitete sich wie ein Lauffeuer unter den Stolleninsassen. Ein amerikanischer Offizier warnte in gebrochenem 14 ,"?ä"1/az/.1?/.gu/äfu 4 ,lß*ro* ,g&,*ryz
  15. 15. Skizze der Stollenstondorte in Lisdort W44/45 Obstgarten "Paakes Stollen" - Ka-rcngrodlagc dcr Zeichnuog Pläne der KreisstEdt Swlouis (ca. 1945) BcarbcitrDg: Dipl.Jng. Mria CroB Kapellenmühle Rosenthal (Schindkaul) 1111 J1 -(1 /L r'L ".*{'** Bunl<er Fam. Jakob o 15 *. sur" tStollcnaolage Rocrntbal t ';'-:::u n- ^ -r;O ^ln
  16. 16. Wo sind sie UcHie[enP - Eine ungloublich bedrückende Reise in die Vergongenheit - Dr. Frqnz-t. Klein enl- slommt einer olteingeses- senen Görtnerfomilie ous Soorlouis-Lisdorf. Noch Ab- itur in Soorlouis und Militar- diensi bei der Bundesluftwoffe studierte er Gorlenbouwis- senschofien on der Techni- schen Universitöl Honnover. Dort promovierle der Dip- lom-Agroringenieur im Johre '1984 mit einer Dissertotion über Wörmepumpen zvr Ge- wöchshousbeheizung. Dos Referendoriot für den Höheren Dienst obsolvierte er on der Lehr- und Forschungsonslolt in Neustodt on der Weinstroße. Seit .I986 ist der Autor ols Berufsschullehrer in der Ausbildung von Görtnern und Floristen om TG Be- rufsbildungszenlrum ll in Soorbrücken tötig. Der Sohn von Erich und Rosq Klein-Rullong wohnt in Lis- dorf, ist verheirotet und hot zwei erwochsene Söhne. Im Nochloss meiner im August 2009 verstorbe- nen Tonte Anni (Anno, Morgoretho Groß-Rul- long, Johrgong 1934, ehemoliger Wohnsitz in der Prof.-Ecker-Stroße 22) {ond sich ouch ein olter Schuh-Korton mit einer Anzohl von 'Toten-Bildchen'. Dorunter ouch dos von - Peter Klein - mit dem Texi: "Am .1. Dezember 1914 storb den Heldentod für König und Voterlond im Argonnerwolde bei einem Sturmongriff, fern der Heimot, unser innigst gelieb- ter, unvergeßlicher Sohn im blühenden Aller von 22 Johren und 3 Monoten". Meine Cousine Mortino Dröger-Groß und ich frogten uns: "Wer wor dos überhoupt?" Unsere gemeinsomen Ur-Großeltern Johonn Klein - Ackerer (Londwirt) & lndustrieorbeiter - und Anno Morio Klein geb. Foust, wohnhoft in der Kirchen- stroße 9 (heute Hous-Nr. 1 1) hotten drei Töchter: Borboro, Morio Kothorino und Anno Morio (Omo von Morlino). lhre vier Söhne hießen Johonn, Fronz, Peler und Ludwig (Opo des Berichterstotters). - Dos Soorlond gehörte domols ols Teil der,,Rhein- provinz" (Verwoltungshouptstodt Koblenz) zum Königreich Preußen. König Wilhelm ll. wor gleich- zeitig Deutscher Koiser (1888 bis l9l8). Bei dem Attentot in der bosnischen Houptstodt Soroievo (28. Juni 1914) wurden der Thronfolger von Ös- terreich-Ungorn, Erzherzog Fronz Ferdinond, und seine Gemohlin Sophie von einem serbischen Noti- onolisten erschossen. lnfolge dieser Bluttot und der verhöngnisvollen Bündnisverpflichtungen zwischen 4 Spötsommer l9l4: die Fomilie Johonn Klein-Foust hinter derr Hous in der Kirchenstroße. Die drei ölteren Söhne sind ber-elis ,im Felde'. Zweitöltester Sohn Fronz wohrscheinlich schon ge- follen, wos die Eltern ober zu diesem Zeitpunkt noch nichi ., s- sen konnien. ln der Bildmitte (hintere Reihe) der iüngste Sci-:r Ludwig (Opo Louis, genonnl: ,Do Fouschden Louis'), urenige Monote vor seiner Einberufung on die Westfront. Die Ur-Großeltern Johonn und Anno Morio Klein-Fousi. ge- zeichnet von ihren Sorgen, sind ouf diesem Foto ersi 55 czr.r. 54 Johre olt. den Stooten Europos nohmen die Ereignisse ihren Louf: 3. August 1914: Dos Deutsche Koiserreich erklörte dem,,Erbfeind" Fronkreich, noch der,,Allgemeinen Mobilmochung" togs ztJvort den Krieg. - Die drei öltesten Söhne stonden kurz dorouf on der Westfront im Kompfeinsotz. Der iüngste Sohn Ludwig wurde einige Monote spöter ebenfolls eingezogen. Aufschlussreiche lnlernelrecherchen und der hilf- reiche Kontokt zum 'Volksbund Deutsche Kriegs- gröberfürsorge e. V.' in Kossel zeigten dem Autor dieses Beitroges folgendes Bild: Vom 12. bis zum 20. September l9l4 fond die Schlocht om Fluss Aisne (Chompogne) stott. Dos deutsche Westheer zog sich dorthin, noch der Nie- derloge on der Morne, zurück. Zum ersten Mol mussten sich ietzt deutsche Truppen wegen des slorken gegnerischen Artilleriebeschusses in Schüt- zengröben verschonzen. Die Aisne-Schlocht konn, noch Einschötzung von Militör-Historikern, ols Be- ginn des mehriöhrigen Stellungskrieges on der Westfront ongesehen werden. Es stonden sich hier 680.000 deutsche und 720.000 olliierte Soldoien gegenüber.
  17. 17. 16. lisdorler Mundaltabenü am S.llouem[er 2015 Yerei für Heirrtstkun Referenten und orgonisotoren bei der 16. Lisdorfer Mundortveronstohung om 8.,1 1 ' den.v.l.n.r.: vorne:Korin Peter, Morionne Foust, ursulo Kerber, hinlen: M. Nebelung, P Honouer, J.L. Kieffer und M. Hoen. 20.l5 im Sool Schul- Feltes, H. Groß, H.W. Fotos: Horold Weiler T ;.:::: !G
  18. 18. Historische Hochzeits[ildu aus dr Hons Welsch *1 897 tr 950 ool9 Peter Adom oo1921 *,l89,l t1969 Borboro Klein *1894 t1969 Motthios Groß ool928 Anno Klein *]898 *lg0l t1969 t1972 Alois Meier oo1932 *1907 t1 985 18 Morgoreto Freichel *1907 t1 983 Friedrich Klein ool933 *1 906 t19e6 Mogdoleno Berdin *1907 t2002 Johonn Welsch *1897 t'r948 ! *i
  19. 19. Historische Hochzeitslilder aus dr Hons Welsch *1897 tr e50 ool9 Motthios Groß ool928 Anno KleinPeter Adom oo1921 *.l891 11969 Borboro Klein *1894 t1969 *l 8gg t1e69 *.I90.| 11972 Alois Meier oo1932 Morgoreto Freichel Friedrich Klein ool933 Mogdoleno Berdin Johonn Welsch *1997 11948 *1907 tr 985 *1907 tr 983 *1 906 t1996 *1907 t2002 t8
  20. 20. rm [rGhiu des Heimatkundeue]eins 22 Morio Jocob *1899 tt e80 Nikolous Adler ool934 *1904 t1969 Morio Ecker *l 906 t1 968 Philipp Groß *t 905 t1 985 ool935 Morio Ecker *l 908 t1 989 Morio Klein *l 900 t1 986 Alex Schütz oo1937 *l 908 t1996 Mothilde Ecker *l gl5 t1996 Albert Sieger oo1937 Morg. Berdin *1907 *1909 11942 11992 1926 19 *G t lr lr lr i§ §, -'§§ i*i e*{ q §w
  21. 21. Als tlliliHlärnin im Auslanilseinsatz in Mali/Westaltila Dr. med. Mo- scho-Christine Groß geho* mit Ehemonn Dr. Torsten Groß ous Lisdorf und den bei- den Kindern (13 u. 7 J.) dem YHL on. 1974 in Dillingen geb., oufgewochsen mit 2 Geschwistern in Völ- klingen, dort 1973 Abitur. Donoch Soni- tötsoffiziersonwöde- rin bei der BW. Noch Offiziersousbildung on der Sonitötsokodemie in München 1994 Leutnont. Anschließend Medizinstudium in Homburg. 2004 Promotion. Von 200.l bis 2005 Assistenzörztin om BW-Kronkenhous in Bod Zwischenohn. Donoch Truppenörztin om Sonilötsversorgungszenlrum De- lmenhorst. 2008 Fochörztin fUr Allgemeinmedi- zin, 2010 Beforderung zur Oberfeldörzlin. 2004, 2011 und 20.l2 Auslondseinsötze in Afgoniston und 20.l4 in Moli. Wohnhoft in Edewecht bei Ol- denburg. Jetzt Leiterin des Sonitötsversorgungszen- trums Diepholz mit Fliegerhorst in Niedersochsen, etwos mehr ols 70 km von ihrem Wohnort entfernt zwischen Bremen und Osnobrück gelegen. Die neue Klinik in Koulikoro bei der Einweihung om26.5.2014 20 ln Moli findet seit Mörz 20.l3 eine fronzösisch ge- fuhrte EU-Troiningsmission der molischen Soldoten stott. Ziel dieser Mission ist es, die molische Armee so ouszubilden, doss sie ihr Lond gegen Feinde selbsi verteidigen konn. Die EUTM (Europöische- TroiningsMission) Moli soll nicht in Kompfhondlun- gen im Norden des Londes mit einbezogen werden. Die Offensive islomistischer Rebellen im Dezem- ber 20]2 und Jonuor 20]3 konnte nur mit Hilfe der fronzösischen Mission ,,Operotion Servol" be- kömpft werden. Der Norden des Londes wor zur Zeit meines Einsotzes von Mörz bis Juli 2014 im- mer noch instobil und wurde weiterhin von islomis- tischen Rebellen bedroht, der Süden Molis schien soweit stobil zu sein. Die Soldoten der EU-Troiningsmission sind in der Koserne einer molischen Offizierschule in Kou- likoro untergebrocht, einer Stodt co. 60 km von der Houptstodt Bomoko entfernt. Hier teilen sich EU-Soldoten mit molischen Soldolen ein Loger. Am 26.Mörz 2014 bin ich noch vor Beginn des Kontingentwechsels mit einem Aufboukommon- do ins Einsotzlond Moli geflogen. Neben meinem Dienstposten ols Leiterin der SonitötsEinsotzKom- ponie im 4. Deulschen Einsotzkontingent sollte ich den Umbou der Klinikkomponie von einer luft- verlegboren Sonitötseinrichtung in eine modulore §h'{ l-t l a f 3 u o F§ :tll'
  22. 22. OberfeldörztinDr.M.Chr.GroßimGespröchmitVerteidigungs-StootssekreiörGrübel om26.5.2014,dohinterMdBR.Arnold Sonitötseinrichtung begleiten. Dos Schwierige melden sich die Soldoten ouch ersi einmol bei ihm, und bisher Einzigortige on dieser Aufgobe wor es, wenn sie kronk sind. Sollte dieser Arzt mit dem on dem Orl einer bereits bestehenden Klinik eine Kronkheitsbild eines Soldoten nicht zurechtkom- neue oufzubouen, die olte dobei gleichzeitig obzu- men, wird dieser on unsere Klinik überwiesen und bouen und dobei rund um die Uhr voll orbeitsbe- dort weiterbehondelt. lm Folle eines medizinischen reit zu sein. Dos bedeutete, doß zu ieder Zeit ein Notfolls kümmert sich unser Klinikpersonol selbst- schwer verletzter Potient in dieser Klinikeinrichtung verstöndlich um ieden Poiienten. ouch wöhrend der Umbouphose odöquot medizi- Dos Personol der Sonitötseinsotzkomponie ist zum nisch versorgt werden konnte. Zusötzlich belostend Großteil deutsch. Zusötzlich unterstützten im 4. wor die extreme Hitze und die hohe Luftfeuch- Koniingent drei ungorische Soldoten (ein lnternist tigkeit. Dos wor keine einfoche Aufgobe für dos und zwei Loborossistenlinnen) und sechs österrei- Teom. Mit genouer Plonung, großer Motivotion des sche Soldoten (ein Unfollchirurg, zwei Kronkenpfle- Aufboukommondos und komerodschoftlicher Un- ger, ein Notorzt und zwei Reftungsossistenten) dos terstützung durch die komplefte SonEinsKp wurde Teom. ln der Mitte des 4. Kontingentes beendeten die Aufgobe des Klinikumbous perfekt gelöst und die ungorischen Soldoten ihren Einsotz. lhr Mondot umgesetzt. Am 26.05.2015 wor der Umbou ob- wurde nichtweiterverlöngerl. geschlossen und wir konnien zusommen mit einer Die Stroßen Molis stellen eine große Herousfor- deutschen Delegotion ous Berlin unter Leitung des derung für Fohrzeuge dor. Sie sind oft nur un- porlomentorischen Stootssekretörs Grübel, CDU, zureichend pröporiert und weisen zohlreiche die neue Klinik feierlich einweihen. Schloglocher ouf. Trotzdem werden sie stork be- Die Klinik der deutschen Sonitötseinsotzkomponie fohren. Verkehrsregeln werden scheinbor nicht be- ist überwiegend für die medizinische Versorgung ochlet. Vielleicht gibt es sie ouch einfoch nicht so der Soldoten der Europöischen Troiningsmission wie wir es gewohnt sind?! Eine Strecke von gero- sowie ihrer Angestellten (dos fronzösische Küchen- de mol 60 km (ungeföhre Entfernung von Bomo- und Wöscherei-Personol, die molischen Dolmet- ko noch Koulikoro) konn donn gut zwei Stunden scher,...) zustöndig. Die molische Armee verfügt douern. Für den Tronsport eines Schwerverletzten im Loger über einen eigenen Truppenorzt. Doher undenkborl Aus diesem Grund wurde von der EU 21
  23. 23. l l'!§ä t",.,*-){ "1 7r'v'v---1 l:7 #*fr Logeskizze: Westfroni in Nordostfronkreich Die Auswertung der offiziellen militörischen Ver- lustlisten, ouf deren Dotenbonken mon mittlerweile online Zugrill hot, erbrochte weitere Ergebnisse. Der 24 Johre olte Gefreite der Reserve Fronz Klein (ll. Armee, 8. Lothringisches lnfonterie-Regiment Nr. 159,10. Komponie) wurde om .l5.09..l9.I4 in der Nöhe des Ortes Croonne ols verwundet und ver- misst gemeldet. - Mitte September kom es in Höhe der Kompflinie ,,Chemin des Domes" zu einer Reihe von Gegenongriffen und Rückzugsgefechten. - Erst ols der Krieg zu Ende wor (11. November 19.18, Verlustmeldung vom 20. Dezember l9l8) sollten die Eltern zu House erfohren, doss ihr Sohn in dem spöter von fronzösischen und britischen Verbönden geholtenen Frontobschnitt, vier Johre zuvor nicht nur verwundet wurde, sondern gefollen wor. Der zwei Johre iüngere Bruder, Musketier (SchUtze) Peter Klein (V Armee, 4. Mogdeburgisches lnfon- terie-Regiment Nr. 67, Metz,4. Komponie), nohm on den erbitterten Kompfhondlungen im Argonner- wold, in der Nöhe von Verdun, teil. - ln den ersten Kriegstogen herrschte in der deut- schen Notion die Euphorie über einen Blitzkrieg und einen schnellen Vorstoß bis noch Poris vor. Jun- ge Mönner meldeten sich mit großer Begeislerung heroisch zu den Woffen. Mon hoffte, öhnlich wie im,,glorreichen" Deutsch-Fronzösischen Krieg von 1870/71, bis Weihnochten wieder zu House zu sein. Die Argonnen, eine Hügellondschoft, die sich chat<ö ,. M IA / cL**"u TLien 7' ,I ,{ -e - l'!o, , 14 xtle ö EFernt *',rI i-.."-d zwischen den Ardennen und den Flüssen Morne und Moos erstreckt, logen im Zentrum des Front- verloufes. Deutsche Truppen begonnen im Herbst 1914 in den Argonnerwold vorzustoßen. Dieser Frontobschnitt sollte in den nöchsten vier Johren zu einer der blutigsten Kompfstötten der gesomten Westfront werden. - Am I . Dezember I9l4 fielen ous seiner Komponie, neben Peter Klein, ouch Uffz. d. R. Georg Hee und Musketier Anton Hosselberg. Die drei Toten beer- digte mon in einem gemeinsomen Grob ouf einem provisorisch ongeleglen Friedhof, mitten im Wold. Aufgrund des schmerzlichen Verlusles von zwei Söhnen ,,im Felde" und dem domit verbundenen unermesslichen Leid fur die Ehern, wurden lout Erzöhlungen in der Fomilie des Chronisten, die beiden onderen Söhne Johonn und Ludwig, eini- ge Monote spöter ous der vorderslen Kompflinie zurückgezogen. Sie konnten desholb die fürchter- lichen Kriegswirren überleben und onschließend ihre Fomilien gründen. - Ahnlich hondelten übrigens oft ouch ondere No- tionen in diesem und in nochfolgenden Kriegen. So ouch dos Themo in Steven Spielbergs Kriegs- filmdromo ,Der Soldot Jomes Ryon' mit Tom Honks und Mott Domon in den Houptrollen. - Gibt es denn heule noch Gröber von Fronz und Peter Klein? Der 90 Johre olte Voter, Londwirt Erich Klein o ScJ, ri
  24. 24. O National capital O Regional capital o Town, village + Major airport -..- lnternational boundary -'-'* Regioml boundary Main road Other road Track -- Railroad 0 100 200 300 km l1lrt MALT it oTidlikdja NTAURITANIA o'Ayoün el'Atroüs Tombouctou (Timbuktu) J GAOi I lrluuKrul l4ä o ü Gou ncla m o .z *. _.i- l I t ENEGA ^lallrl"+ ,) ', _ ' cBalaki ij 6Gaoual olabd Drnqutraye Si( GUINE"A Kebbi Gummi o 6Koko NA. oAleg losso Iougou Diapaq ol ada- o o N'gourma Tenkodooo - A..^ ff 23 GERIA oTaoudenni TOMBOUCTOU !') t) ln Gueäamö ../ .,,1 Tahouao oulamNIGER- -o* Brrnin Mada 'illähÄri ;:^:l c tf l}r urred NJhr§ j4 10".:'i IG ER I1 Konta( o'
  25. 25. llie lunguemählten des Heimat[undeuereins lisilorf ata äJl i' t lt rrF ] ''ltr of Kerstin Gozembo mit Christion Webel om .l.8.2015 in Kirche Lisdorf mit den VHL-Grotulon- ten H. Groß und Morio Scholly Veronico Sedito mit Michoel Hild om 19.9.2015 in Kirche Lisdorf mit den VHl-Grotulon- ten H. Groß und Morio Scholly Dominique Domde mit Peter Gindorf om .l4.8.2015 in Kir- che Lisdorf mit dem Grotulon- ten Kl. Port MGV f t,24 N ;F't.l§, *'',! eHt
  26. 26. UHl-Mitglieilet leiem lhte Goldene llochzeil Dipl.-lng. Victor Schmitt und Regino geb. Blosius beide ous Lisdorf stommend und heute in Gröbenzell bei München wohn- hoft, onlößlich ihrer Feier om 6.6.2015 im Dorfzentrum Felsberg im Kreise ihrer Geschwister und weiterer Verwondten. Hondwerksmeister Gerhord Weiler und Christel geb. Theobold wohnhoft in der Neue-Welt-Stroße im Ortsteil Holzmühle feierten om .l3.6.2015 mit einem Donk-Gotlesdienst in der Kirche St.Morien in Picord ihr Jubilöum. Glücklichsein ist eine Gabe des Schicksals und kommt nicht von außery man muss es sich selbst erkämpfen. Das ist aber auch tröstend, denn mann kann es erkämpfen. Wilhelm von Humbolt 25 d I .< r I
  27. 27. GhronolouiG üer uHl-AlttiuitätGn im lahr 2015 Jonuor .l6. Vorstondssitzung t 7. t"llnohme om GrÜnkohlessen in Felsberg Z+. ff"ifig" Messe fÜr die in 20.l4 verstorbenen Mitglieder Februor 08. Exkursion noch Wodern und Schlos t s Dogstuhl ": i- -r{* r& ,, ,-. / *a"F * * t t --t al:€' 0 fr lta :*_ ?.* i& Il.
  28. 28. '13. Fertigstellung Lisdorfer Heimotblott Nr. l8l,l9 (56 Seiten) 20. Vorstondssitzung 22. Busfohrl zum Besuch der Ausstellung ,,Agypten-Götter-Menschen-Phoroonen" im Weltkulturerbe Volklinger Hütte Mörz 'l 'l . Vortrogsveronstoltung ,,Vorsorge und Betreuung" mit Dipl.-Psych. Ute Hons von der AWO im Pforrsool I 4. Picobello-Söuberungsoktion in Lisdorf .l5. Busfohrt noch Auersmocher zu den Possionsspielen 17. Teilnohme on vortrog über ,,Kleopotro" im Weltkulturerbe volklinger Hütte 22. Besichtigung der Neugestoltungsorbeiten im Theoter om Ring onlösslich des Togs der Offenen Tür 25. Teilnohme on Vortrog von Volker Felten in der Koserne Vl 29. Teilnohme on 6. Mundortlesung mit K. Peter/U. Kerber/M. Foust im Hous Soorgou in Gisingen April 0'1. Teilnohme on Vortrog von Dr. J. Schmitt beim Geschichtskreis Roden I6. Teilnohme on Veronstoltung zur ,,Grubenwosserholtung" im Bergmonnsheim Ensdorf-l9. Teilnohme on Motin6e der Chorgemeinschoft MGV 1859 mit Ehrungen in der Hons-Welsch-Holle 29. Teilnohme on MV des Historischen Vereins fur die Soorgegend im Rothous Soorbrücken Gilnohme on Studienfohrt der Gemeinden Rehlingen-Siersburg und Bouzonville noch Lothringen (Gro- velotte und Robert-Schumonn-Hous) 30. Teilnohme on Moiboum-Setzen in Lisdorf Moi 03. Teilnohme on MV des vereins ,,Gou un Griis" in schreckling/Lothringen I l. Vorstondssitzung ,l6. Teilnohme om Tog der ,,Offenen Scheune" bei Cloudio Müller in der Neumühle ouf der Holzmühle 20. Teilnohme om Wodgosser Abteitreff im Deutschen Zeitungsmuseum in Wodgossen 21. Reporotur Chrislusfigur om Feldkreuz ouf dem Lisdorfer Berg 2T.Yorsproche und Kortenbestellung beim Londesvermessungsomt in Von-der-Heydt (DGK5 Blott Lisdorf) 29. Besprechung mit Edgor Burger im Borborosso in Ensdorf 30. Teilnohme on der Fohrt des HKV Neuforweiler noch Troben-Troboch (Mont-Royol) 3.l. Teilnohme on Konzert und Vortrog von H.J. Schu über,,St. Ludwig" in der Ludwigskirche in Soorlouis Juni ,l0. Besichtigung im Dorfgemeinschoftszentrum in Felsberg mit Vortrögen und Führungen (co. 50 Teilnehmer) 1 l. Vorsiondssitzung I6. Teilnohme on MV der Vereinigung für Heimotkunde im Londkreis Soorlouis im Londrotsomt 27 Brsnnc&l.ge , Ilortreahry Fel§krf r ,," " "* - " -*"" __-_ ' S": r G3
  29. 29. 21. Kindergorten- und Pforrfest in Lisdorf mit .l00-Johr-Feier des Kindergorlens, VHL-Heimotquiz 27. Teilnohme bei Übergobe und Einweihung ,,Rosensportplotz Rosenthol" in Lisdorf 28. Teilnohme on Johreskonzert des Musikvereins Lyro Lisdorf-Picord in der Hons-Welsch-Holle Juli 04. Teilnohme om Brunnenfest in Lisdorf 06. Übergobe der Gewinne on Sieger des VHL-Heimolquiz im Kindergorten (Foto unten) 10. Teilnohme on Besichtigung des VHVS mit Führung durch J. Bous des Rovelin V 17. Teilnohme on ,,12. Lisdorfer Open-Air" ouf dem Kirchplotz 23. Besichtigung der Renolurierungsmoßnohmen om Mühlenboch in Lisdorf 27. Vorstondssitzung 29. Vortrog über Soor-Föhren von Siegfried Boch beim Abtei-Treff in Wodgossen August 08. Gilnohme on ,,Iog der Offenen Tür" im Löschbezirk Lisdorf der Freiw. Feuerwehr Soorlouis 25. Teilnohme on Besichtigung des olten Wosserwerkes Picord on der Überherrner Str. durch HKV Picord 28. Exkursion noch Verdun mit VDK-Prösident Werner Hillen September 09. Teilnohme on Fohrt ouf die Bergeholde Ensdorf mit Shuttle-Bus-Service I2. Teilnohme on Historischer Belebung der ,,Picorder Kirv" durch HKV Picord .l3. Teilnohme on ,jlog des Offenen Denkmols" mit Ausstellung und Vortrog von Guido Fontoine in Frouloutern .l5. Teilnohme on Lehrgong: Ahnenforschung im Kreisorchiv mit Helmut Grein 16. Teilnohme on Vortrog ,,Dos Johr noch der Rückgliederung von 1935" von Helmut Grein im Hous Soorgou I8. Teilnohme on Festokt zur Wiedereröffnung des Historischen Museums Wollerfongen 27. Teilnohme on Theoter-Aufführung des LiGeKo in der Hons-Welsch-Holle 28 t .^l ru ffi
  30. 30. (geboren om I 5.09. 1924, ouf den Tog, exokt zehn Johre noch dem Sterbetog seines Onkels Fronz), konnle leider wenig Auskunft geben. Auf die Froge, ob denn die Vorfohren irgendwonn mol die Gröber in Fronkreich besucht hötten, ontwortele er: ,,Wie häddn die dann domols sollen loh hinn kommen? Ett hat jo ach gar käner gewo'uscht, ob se iwuser- haupt en Graffhann ufln uo die zwo leien." Dos genügte mir ober nicht, zumol mon mich selbst (Johrgong 1954) ouf den Vornomen des ge- follenen Groß-Onkels Fronz getouft hotte. Der Volksbund Deutsche Kriegsgröberfürsorge e. V. holf weiter. Er ist eine humonitöre Orgonisoti- on, die im Auftrog der Bundesregierung für den Ruhesiötte von Fronz Klein. Jedes Kreuz morkiert mit den lnschriften ouf der Vorder- und Rückseite gleichzeitig vier Grobstellen. Ausbou und die Pflege der deutschen Kriegsgrö- berstötten im Auslond sorgt. Fronz Klein hot sein Grob in Montoigu Nr. 1, etwo 30 km nordwestlich von Reims. Dieser deulsche Soldotenfriedhof, im D6portement Aisne, ist be- reits wöhrend des Krieges von der deutschen Trup- pe ongelegt worden. Noch Kriegsende wurde dos Gröberfeld von den fronzösischen MilitArbehörden durch Umbettung deutscher Toter ous dem Bereich von 60 Gemeinden und Ortsteilen erweitert; insge- somt 7.192 deutsche Gefollene. -l920 fond ouch Fronz Klein hier seine letzie, wür- dige Ruhestötte. 6 Provisorisch ongelegter Regimentsfriedhof im Kompfgebiet Ar- gonnerwold Anfong der 194Oer Johre (noch dem Fronk- reich-Feldzug der Wehrmocht) erfolgte, ouf Veronlossung deutscher Behörden, ouch die Umbettung von Peter Klein und seiner Komero- den ous den Gröbern der Regimentsfriedhöfe im Argonnerwold. Der Ehrenfriedhof Consenvoye (knopp 15 km nördlich von Verdun im D6porte- ment Meuse) ist ietzt die Ruhestötte für 11.146 deutsche Kriegstote. Ergebnis der Ahnenforschung ouch: Der gleich- oltrige Klossenkomerod und entfernt Verwondte, Musketier Jokob Klein, diente mit Peter zusommen in derselben Komponie und tiel 12 Toge vor die- sem im gleichen Fronlbereich um den Ort Vien- ne-le-Chöteou. Komerodengrob von Peter Klein Nicht zu fossende lronie der Geschichte: die letzte Ruhestötte fond Jokob, mehr ols 25 Johre spöter, noch Exhumierung und Umbettung, ous- gerechnet im nebenliegenden Komerodengrob von Peter in Consenvoye. Wos tun mit dem Wissen um dos erschütternde Schicksol der Vorfohren, von denen doch heute
  31. 31. d " t' t Die Gewinner des Rommelboozen-Wettbewerbs bei Roiffeisen om 9..I0.2015 v.l.n.r.: Lino Speicher, Mio-Sophie Belos, Julion Tinnes, Cloire-Morie Freichel und Michelle Grischnik I l. Teilnohme on Benefiz-Konzert des Musikvereins Lyro Lisdorf-Picord in der Hons-Welsch-Holle 12. Vorbereitungen in der Heimotstube für Teilnohme on Ausstellung ,,Röumung der Rolen Zone" des HKV Beoumorois in der Bruchwiesenholle om 17./18. Okt. 20.l5 1 3. Übergobe einer VHL-Spende von I000,- Euro on Freundeskreis für die Pforrkirche Lisdorf =. 'l§ 'J{il+*,1 t'r-.|r I i rl !: Übergobe eines Spenden-Schecks über l00O Euro vom VHL_Vorsitzenden Heiner Groß on den Vors. des Freundes- kreises der Pforrkirche Lisdorf Alfred Philippizur Finonzierung der Kirchenbonkpolsler om .l3.-l0.20.l5. v.l.n.r.: M. Boßmonn, A. Philippi mit Scheck, G. Amonn u. H. Groß Teilnohme on VHS-Veronstoltung in Koserne Vl mit Vorführung des Films ,,JoHo - Johonnes Hoffmonn" von Alfred Gulden 30
  32. 32. 17./18. Ausstellung ,,Röumung der Roten Zone 1939/40" in der Bruchwiesenholle Beoumorois 20. Teilnohme on Buchvorstellung von Korin Peter ,,Holl dich kurrosch - omüsonte Geschichten in Soorlou- iser Moselfrönkisch" in der Buchhondlung Bock und Seipp 23. Vorstondssitzung 24. Teilnohme on Gedenkfeier des VHL-Mitglieds Viktor Becker im Hous für Kultur und Sport in Hülzweiler 28. Übernohme von historischen Unterlogen ous Archiv der Pforrei Lisdorf Teilnohme on Wonderousstellung zum "Johr des Bodens" im Sitzungssool des Londrotsomtes 29. Besprechung mit SZ-Mitorbeiter Roimund Klöser über Feld- und Wegekreuze in Lisdorf 30. Weinprobe des VHL ouf Schloss Thorn in Polzem/Mosel mit 44 Teilnehmern November 03. Besprechung im Londrolsomt wegen 200 iohre Londkreis Soorlouis in 2016: Freitog, 15. Juli 2016, Festokt im Theoter om Ring Somstog, -l6. Juli 20.l6 Ausstellung im Londrotsomt und Gortenfest beim Londrotsomt Sonntog, 17. Juli 2016 Großer Festumzug durch Soorlouis Besichtigung des AWO-Sonnenpolois im Prölot-Subtil-Ring 3o in Soorlouis Besuch des Heimotkundevereins in der AWO-Seniorenresidenz Sls, Prölot-Sublil-Ring 3o Bildmitte v.r.: Heiner Groß, Residenzleiterin Edith Jorzombek 04. Teilnohme on Feier zum 10-löhrigen Bestehen des Rodener Geschichtskreises im Korl-Thiel-Hous 6.-8. Teilnohme on Ausstellung ,,Kunst im Dorf" des Vereins ,,Lisdorf olles im grünen Bereich" in der Hons- Welsch-Holle 02. Teilnohme on Fohrt der Stodt Soorlouis und der Gemeinde Soorwellingen zvr KZ-Gedenkstötte Notz- weiler/Struthof in den Vogesen/Elsoss 08. .l6. Lisdorfer Mundortobend im Sool des Gosthouses Schulden in Lisdorf .l0. Teilnohme on Ahnenforschungslehrgong mit H. Grein im Kreisorchiv 14. Teilnohme on Gedenkfeier zum Volkstrouertog om Ehrenmol ouf dem Friedhof Lisdorf 17. Teilnohme on Besichtigung des Wosserwerks West in Beoumorois mit Führung durch H. Hemmer, eine Veronstoltung des HKV Picord 21. Teilnohme on Konzert- und Primeurobend mit Morcel Adom und seiner Musik-Gruppe im Abteihof Wodgossen 24. Gilnohmen on Ahnenforschungslehrgong mit H. Grein im Kreisorchiv 26. Teilnohme on Besprechung der Lisdorfer Vereinsvorsitzenden unter Leitung von Herberl Germonn, Vor- sitzender des Vereins ,,Lisdorf olles im grünen Bereich", wegen Vereinskolender 20'16 im Sool Schulden Teilnohme on Vortrog von Volker Felten über Morscholl Michel Ney im Theoter om Ring 31 *!rt lÄfu D ,t ,,:l I Är fß
  33. 33. Dezember 0'1. Fohrt ins Stootstheoter Soorbrücken 03. Besichtigung des Seniorenzentrums mit Besuch der Oper "Victor's Residenz" in ,,Die Zouberflöte" von Mozort Soorlouis Besuch des VH L in Victor's Senioren- Residenz in Soorlouis om 3.I 2.201 5, Bildmitte: Direktor Morkus Schworz u. Re- sidenzberoterin Beote Hinz EDV-Abend des Vereins ,,Lisdorf olles im grünen Bereich" wegen Kolender, Sool Schulden 05. Teilnohme on ,,Borboro-Feier" des Berg- und Hüttenorbeitervereins Lisdorf im Pforrheim 08. Teilnohme on Ahnenforschungslehrgong mit H. Grein im Kreisorchiv -l0. MV/Delegierten-Versommlung des VHVS in Koserne Vl I l. Vorstondssitzung .l2. Teilnohme on Advenlskonzert in der Pforrkirche Lisdorf ,l3. Teilnohme on ,,Lesung im Advent" mit Korin Peter des Kiwonis e. V. in Koserne Vl Fotos: Horold Weiler lleuet leitu des llcucn Betlie[snofes Saarlouis t]lBsl, Bclficnswirt Biörn Althaus l34l Seit Anfong November ist Biörn Althous ous Soorbrücken neuer Betriebsleiter des NBS. Er ist Nochfolger von Stodt-Oberomtsrot Hons-Werner Strouß, der viele Johre beliebter NBS-Leiter wor und jetzt in den Ruhestond verobschiedet wurde. Dessen Vorgönger wor der Lisdorfer Hons Diwo, bevor er zum Bou-Beigeordneten gewöhlt wurde. Do die Vereine und ouch die Bürger unserer Stodt ouf vielfAltige Weise mit dem NBS ,,zu tt)n" hoben, stellen wir hier im Heimotblott den neuen NBS-Leiter kurz vor. Biörn Althous obsolvierte in Soorbrücken die Schule und ein Betriebswirtschoftsslu- dium einschließlich Auslondssemester in Schweden. Noch einem Troinee-Progromm bei Globus orbeitete er ouch einige Johre dort. Donoch wechselte er zu Kouflond und wurde Morktleiter in Schmelz. Von dort kom er zum NBS noch Soorlouis. Mit Biörn Althous hot sich der Stodtrot ous dem großen Bewerberkreis für eine iunge Führungskroft ous dem koufmönnischen Bereich entschieden. Dos lösst dorouf schließen, doss beim NBS die Wirtschoftlichkeit un- ter Berücksichtigung der zu erwortenden Sporzwönge von hoher Bedeutung sein wird. Biörn Althous, der verheirotet und Voter von zwei Kindern ist, versicherte lt. SZ-Bericht vom 16.11.2015, doss für ihn ols NBS-Leiter ,,der zufriedene Bürger über ollem stehe". Wir wünschen ihm eine stels gluckliche Hond und viel Erfolg in der Führung unseres NBS.(hg) 32 Senioren-Residenz in Soorlouis om 3..l2.2015, Bildmitte: Direktor Morkus Schworz ff tr tt l.
  34. 34. 3. Weihnachtsmarlt u01 der Mühle aul du Holzmühle am 2.Aduentssonnatg, 0.12.2015 Cloudio Müller von FINE FOODS hotte zum dritten Mol eingeloden zum urgemütlichen ,Weihnochtsmorkt vor der Mühle"l Und der wor wieder ein voller Erfolg. Von I 1 bis 18 Uhr strömten ous noh und fern viele Besucher vor und in die Mühle. Zeitweise gob es dort ein großes Gedrönge. Die in den ongrenzenden Stro- ßen geporkten vielen Autos deuteten schon ouf ein besonderes Event hin. lm stimmungsvollem Ambieente in der Scheune wurden weihnochtliche Speisen und Getrönke für Groß und Klein ongeboten. Außerdem freute sie sich sehr, Evo Scholly ous Lisdorf mit ihren Arbeiten für die dies- iöhrige Ausstellung gewonnen zu hobenl Diese zeigte ihre schönen Gemölde in der Scheune. Vor der Mühle erwortete ouf die Besucher ein gonz besonders vielföltiges Angebot. Neben Kolligrofie, Spirituosen ous dem Worndt, Wohn- und Weihnochtsdeko ous Holz, Metoll und Stoffen, Nöhorbeiten für Groß und Klein, GestricJ<tem und Gefilztem, fronzösischen Speziolitöten, Schmuck, Seifen und Bodekonfetti, dem ,,Soorluier Kolen- ner" wor ouch dos Weingut Schmitt-Weber ous Perl wieder mit einem Stond vertreten. Und notürlich gob es ouch die leckeren Chutneys, Sirups, Solzmischungen, Feigensenf, Fruchtoufstriche und Brownies von FINE FOODS. Cloudio Müller, die ihre kleine ober feine Firmo 2008 gegründet hot, stellt ousgefollene Soucen und Chutneys, Fruchtoufstriche, Feigensenf, verschiedenste Solzmischungen, Sirups und vieles mehr her. Auch ist es möglich ouf individuelle Kundenwünsche einzugehen und Prösentkörbe und selbst Gefößgrößen ouf Anfroge onzufertigen. Sie probiert immer wieder neue, interessonte Rezepte ous, wos ihre Kunden sehr schötzen. Erwerben konn mon ihre Produkte freitogs ouf dem Wochenmorkt in Soorlouis und in ihrer im letzten Johr renovierten Scheune. Öffnungszeiten sind immer freitogs von I5 bis l8 Uhr ober ouch noch telefonischer Vereinborung (01 70 28 28 394) Cloudio M0ller mit ihrem Stond ouf dem Wochenmorkt (links), Blick in die renovierte Scheune (oben), lmpressi- onen von ihrem Weihnochtsmorkt vor der Mühle (unten) - Le__ :1§fi+*,rI . !.4.. r-.^l&-rl 3 E .a
  35. 35. lisdorl PlG0Bt110 machen om Somslog, I 2. Mörz 2016,9.00 bis 12.00 Uhr Treffpunkt: Sportplotz Rosenthol saarland picohello 'ar-:J Am I I ./12. Mörz ist es wieder so weil: unter der Regie des EVS wird die iöhrliche Müll-Sommelokiion ,,Soor- lond picobello" Iondesweit durchgefuhrt. lm Stodtgebiet Soorlouis erfolgt der Frühiohrsputz om Somstog,12. Mörz 2016 unter der Leitung des Neuen Betriebshofes Soorlouis (NBS) noch dem Motto: ,,Soorlouis - wir röumen ouf". Bei der Aktion 20.l5 wurde im gesomien Soorlond mit rund 22.000 Mifwirkenden ein Teilneh- merrekord oufgestellt. Auch in Soorlouis hoben sich viele Gruppen und Einzelpersonen engogierl. Helfen Sie ouch 2016 mil, unseren Ort und unsere Londschofivon Müll zu befreien. Jeder ist oufgerufen und konn mitmochen, ob lung oder olt, Kindergorten, Schule, Verein, Unternehmen, Fomilie oder Einzelperson. Seit 201 I ist der Enlsorgungsverbond Soor (EVS) verontwortlich für ,,Soorlond picobello", bei dem un- ser Lisdorfer Georg Jungmonn seit l.'1.2015 Geschöftsführer ist. Georg Jungmonn unterstützt die Aktion schon seif Johren totkröftig und ehrenomtlich. Der NBS verteilt Hondschuhe, Greifzongen und Müllsöcke und sorgt für den Abtronsport des eingesommelten Mülls. Die SoorlouiserAktion om Somslog, 12.Mör22016 douert von 9.00 bis co. 12.00 Uhr. Zum Abschluss sind olle Helferinnen und Helfer zu einem lmbiss im Gebaude des NBS, Zeppelinstroße, eingeloden. Wir loden olle inleressierten und verontwortungsbewussten Bürgerinnen und Bürger ein, diese Aktion tot- kröftig zu unterslülzen und bitten um Anmeldung bis zum 27. Februor 2016 beim Heimotkundeverein Lisdorf (Tel. 41 694 oder morie-luise.gross@orokis.de ) oder beim NBS (Tel. 488 860 oder nbs@soorlouis. de); selbstverstöndlich freuen wir uns ouch über eine kurzfristige Teilnohme morgens om Treffpunkt. Wir hoffen wieder ouf eine rege Beteiligung und donken bereits im Vorous für dos Engogement - unserer Umwelt zuliebe. Es ist ouch möglich, bereits om Freitog, 1 '1. Mörz, Müll einzusommeln und om Wegrond obzulegen, der donn om Somstog,12.Mörz, obtronsportierl wird. (hg) Herzlich willkommen! Der Verein für Heimotkunde Lisdorf e.V. begrüßl ols neue Mitglieder: lrmgord Folk, Soorlouis Birgit Adom, Lisdorf Bernd Bellmonn, Lisdorf Annemie Schworz, Felsberg Stootsbürgerliche Gesellschoft e.V / Bürger-Club-Soor Cloudio Müller, Holzmühle Nochruf Seit der letzten Ausgobe Nr. I8l19 des Lisdorfer Heimotblottes sind folgende Mitglieder, Freunde und Förderer des Heimotkundevereins verstorben: Hons- Josef Amonn, Lisdorf Erno Adom, Lisdorf Ello Willkomm, Lisdorf Doris Wogner, Lisdorf Morlies Lonsdorfer, Roden Joochim Port, Lisdorf Viktor Becker, Hülzweiler Dietmor Schütz, Lisdorf Wir holten die Verstorbenen in donkborer Erinnerung und werden ihnen ein ehrendes Andenken bewohren. Verein für Heimotkunde Lisdorf e.V. 34
  36. 36. 2ßb Srofirtieren unseren ölteren Mitgliedern zu ihren holbrunden 70 Johre Edeltroud Nogel-Görgen, Holzmühle Monfred Kneip, Holzmühle Helgo Mößner-Scholly, Holzmühle Michoel Domde, Soorlouis Alfred Breininger, Lisdorf Monfred Nebelung, Lisdorf 75 Johre Moniko Honouer-Müller, Lisdorf Herbert Amonn, Lisdorf Monfred Sleinmetz, Lisdor{ Morlies Schütz-Breininger, Lisdorf Helgo Wollscheid-Soine, Soorlouis Bertold Nogel, Lisdorf Helgo Schmitt-Klein, Lisdorf Alice Luxenburger-Rullong, Lisdorf Wolfgong Follert, Steinrousch Siglinde Busch-Amonn, Hostenboch Wolfgong Herrmonn, Soorlouis 80 Johre Robert Schütz, Soorlouis Josef Schworz, Lisdorf Pforrer i.R. Anton Heidger, Oberfell/Mosel Morio Geib-Kneip, Thoilen Morionne Meier, Lisdorf Liesel Denis-Schmitt, Werbeln lrmgord Winter-Both, Lisdorf Eriko Dini-Schmitt, Holzmühle und runden Geburtsiogen in 2015 Morlies Julien-Zimmer Neue-Welt Morio von Mourice-Weiler, Lisdorf Alois Wock, Lisdorf Gerhord Groß, Neu{orweiler Morio Welsch-Rullong, Lisdorf Morio Kunzler-Breininger, Lisdorf Monfred Montnocher, Gisingen Erich Luxenburger, Soorlouis Hons Podewin, Lisdorf 85 Johre Morio Schwo rz-Schmit/Ecker, Lisdorf Alwine Poetsch-Hepp, Lisdorf Leni Linsler-Krömer, Lisdorf Josef Rupp, Lisdorf Günter Mong, Lisdorf Mo rio Ku nzler- Brei n i n ger, Altforw./Al be rtushof 90 Johre Guido Zengerle, Losheim Über 90 Johre Ottil ie Schwind- Lonsdorfer, Lisdorf Ruth lllenberger-Steffen, Port Elizobeth/RSA Clementine Bohr-Nobel, Lisdorf/Soorlouis I rmo Theobold-Scholly, Schwolboch Erich Klein, Lisdorf Theo Speicher, Roden/Stei n rousch Borboro Luxenburger-Freichel, Luisenthol Verein für Heimotkunde e.V. (VHL) stork vernetzt r VHL ist Mifglied in folgenden Vereinen bzw. Vereinigungen: - Lisdorf...olles in grünen Bereich e.V. - Stodtverbond der heimotkundlich-historischen Vereine in Soorlouis (VHVS) * Vereinigung fur die Heimotkunde im Londkreis Soorlouis - Londesverbqnd der historisch-kulturellen Vereine des Soorlondes - Historischer Verein fi;r die Soorgegend e.V - Gou un Griis, Bouzonville rbeit besteht mif: - Universitöt des Soorlondes/ Lqndesbibliothek - Leibnitz-lnstitut für Lönderkunde in Leipzig o.)Geogrophische Zenlrolbibliothek b.) Bi bl iothek der deutschen Heimotzeitsch riften - Diversen Archiven, Biliotheken und Heimolkundevereinen Die vorgenonnlen Stellen erholten regelmößig von uns dos Lisdorfer Heimotblott, dos dort digitolisiert und orchivi ird. So sind wir nicht nur deutschlondweii, sondern ouch europo- und sogor weltweil vernetzl. Im Gegenzug erhol- ,ten wir deren Publikotionen bzw. können per lnternet ouf diese zugreifen. 35
  37. 37. Soldotenfriedhof on der Moos löngst niemond mehr spricht? Eine innere Ver- pflichtung! Der Entschluss steht sehr schnell fest: Auto voll- tonken und somstogs morgens (Ende November 2014) zuerst in die korge Londschoft der nörd- lichen Chompogne und onschließend ouf der Rückfohrt in die sehr idyllische Moos-Region. Fohrtstrecke: 638 km. Unbeschreiblich die Eindrücke: oußer mir kein Mensch ouf diesen riesigen, sehr obgelegenen, ober gepflegten Soldotenfriedhöfen. Die Grob- nummern, mit preußischer Gründlichkeit orgo- nisiert; die Gröber sind ieweils gleich gefunden. Grobkreuze, soweit dos Auge reicht. Diese mussten ols Zeichen ,von Schuld und Sühne', gemöß einer Klousel im Versoiller Vertrog vom 28. Juni .l9-l9, bei den deutschen Gefollenen in schworzer Forbe geholten werden. Schourig die Atmosphöre und nicht zu beschrei- ben die Emotionen noch der longen und okribi- schen Rechercheorbeit. Ehrfurchtsvoll on ihrem Grob inneholtend, höre ich in Gedonken die Le'ischdrower Bo'uwen frogen: ,,Wer bescht ilau dann? Wo komscht dau dann jitz här, noh iwwer ho'unnat foahr?" lch hoffe, die Seelen der beiden Vorlohren finden ihren Frieden, nochdem eine Hondvoll mitge- brochter Erde vom heimotlichen Fomiliengrob on ihrer Ruhestötte verslreut und ein kleiner Strouß mit Sonnenblumen ous dem elterlichen Gorten niedergelegt wurde. - Dies wor die einzige Mög- lichkeit, ihnen die letzte Ehre zu bezeugen. Auch ein Gefaß voll Erde von den Gröbern in Fronk- reich brochten wir, meine Schwester Roswitho Wei- ler-Klein im Beisein des Voters Erich, om Tog noch der Rückkehr von meiner bewegenden Zeitreise, zum Grob der Fomilie ouf den Lisdorfer Friedhof. Hier sind om Mohnmol der Weltkriege die Nomen von Fronz und Peter Klein, zusommen mit den vie- len onderen Gefollenen und Getöteten des Hei- motortes mit öhnlich grousigem Schicksol, in Stein eingroviert. lm l. Weltkrieg fielen ollein ouf deutscher Seite mehr ols zwei Millionen Soldoten. Wie proktisch bei ollen militörischen Auseinonder- setzungen der Geschichte, muss mon wohl ouch noch diesem sicherlich vermeidboren Konflikt fest- stellen: ,,Männer, ihr seid leider alle ,,für die Katz" gestorben. Aber: IHR SEID NICHT VERGESSEN!' Stott Zwietrocht, sind Versöhnung und Freundschoft zwischen den Völkern bestimmt der bessere Weg. Der deutsch-fronzösische Arzt und Nobelpreiströ- ger Albert Schweitzer (1875-.l965) sogte einmol treffend: ,,Soldatengräber sind die besten Pre- diger des Friedens." Fotos: Archiv Dröger/Klein ut 1. DEUTSCH E R SOTD,ATENFRIEDHOT CONSENVOYE CIMETIERE MITITAIßE ATI.EMAID *# r91 4 -1918

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