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Sharing Geschäftsmodelle - Hype oder Realität?

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Sharing ist tot, lang lebe Sharing. Eine recht emtionale Diskussion geht um. Dabei geht vergessen, dass Sharing kein neue Idee ist, sondern schon seit Jahrhunderten funktioniert. Dank Digitalisierung sind aber ganz andere Geschäftsmodelle möglich. Ob jetzt ein Sharing Geschäftsmodell gut oder schlecht ist, hängt aber weniger von der Grundidee des Sharings ab, sondern von der Umsetzung in en Geschäftsmodell ab.

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Sharing Geschäftsmodelle - Hype oder Realität?

  1. 1. Geschäftsmodelle für Sharing Was ist das genau? Was funktioniert? Was nicht? Shared variance. Dr. Patrick Stähler – fluidminds Realität oder Hype?
  2. 2. Quelle: brandeins
  3. 3. Quelle: brandeins
  4. 4. Wie kann man Teebauern fair behandeln und gleichzeitig eine guten Profit verdienen?
  5. 5. Teeimport direkt vom Erzeuger, Ausschalten der Zwischenhändler, nur im Direktvertrieb und in Gross- packungen 62% des Verkaufspreises geht an Erzeuger.
  6. 6. Unternehmer- ische Tätigkeit ist nicht das Gegenteil von Gemeinnutz! 1
  7. 7. Dies ist ein Werkzeugkasten für Menschen, die ihre Welt neu erfinden wollen, für Menschen, die glauben, dass grosse Probleme der Menschheit durch unternehmerisches HANDELNzu Herausforderungen und damit lösbar werden, für Menschen, die glauben, dass begeisterte Kunden die Basis aller guten Geschäfte sind... ANDELNHANDELN Workshop
  8. 8. Die Suche nach der einen schnellen Lösung ist ein universelles menschliches Versagen. Peter Drucker
  9. 9. Übersetzung des Originalzitates von Peter Drucker mit DeepL, einer künstlichen Intelligenz der neusten Generation. Erste Gehversuche mittels Linguee, dem selbst geschaffenen Wörterbuch
  10. 10. Linguee ist kein vom Menschen gemachtes Wörterbuch wie LEO, sondern hat sich sein Wörterbuch selbst anhand von Texten, die Menschen übersetzt haben, mittels AI beigebracht
  11. 11. Im Web ist Teilen ein ganz normaler Vorgang. Wie regulieren wir dies? Die EU geht den Weg, fast absolute Rechte einzuräumen und so die grossen Player zu bevorzugen
  12. 12. Wer bin ich? Was hat mich geprägt?
  13. 13. Mein Heimatland: Die Schweiz Regierung Bundesrat: Kennt keinen «Chef», Primes inter pares, Konkordanz aka Einbindung der 4 grössten Parteien, keine Koalitionsverträge, sondern Aushandeln von Sachthemen, um breite Unterstützung durch Bevölkerung sicherzustellen, da sonst Referendum Bundesratfoto 2018, aufgenommen von Lehrlingen
  14. 14. Dr. Patrick Stähler, Erfinder-mit-Glück des Business Model Innovation Ansatzes, Urvater der Geschäftsmodell-Canvas, Unternehmer, Blogger, Buchautor, Wissenschaftler, und vieles mehr, digital seit 1995
  15. 15. Irgendwas speziell an diesem Foto? Wer hat das Foto gemacht?
  16. 16. Googles Algorithmus hat selbsttägig entschieden, dass aus diesen Fotos ein nettes neues Bild entstehen könne
  17. 17. Das Auto Alle reden über Sharing. Was ist aber Sharing genau? Gibt es das nicht schon seit Jahren bzw. was ist jetzt neu an der Idee?
  18. 18. Taxi: Wir beauftragen einen anderen, uns zu fahren. Taxi als Teil des ÖV, daher hoch reglementiert Foto 'Berlin Taxi' CC BY 2.0 T.Bortels/nuberlin.de
  19. 19. Beim ÖV teilen wir uns heute schon Gleise und Wagen
  20. 20. Nicht nur im Fernverkehr, sondern auch im Nahverkehr
  21. 21. Autovermietung: Nutzung auf Zeit ein altes Prinzip
  22. 22. Selbsthilfe, Eigenverantwortung und Selbstverwaltung die Grundidee von Friedrich Wilhelm Raiffeisen & Hermann Schulze-Delitzsch: Gründer der Genossenschaftsbewegung in Deutschland in den 1850er Jahren § Genossenschaftsbanken (Hülfsverein) wurden gegründet für gegenseitige Finanzierung von Ausrüstung, Saatgut und Vieh § Die Genossenschaftsmitglieder haben sich gegenseitig unterstützt
  23. 23. Heute ist diese Grundidee der Hilfe-zur-Selbsthilfe im Agrarbereich z.B. mit Maschinenringen lebendig
  24. 24. Teilen von Güter hat eine lange Tradition. Aber die dahinter liegenden Geschäftsmodelle wurden nicht weiterentwickelt. Teils hatte man ja Ziel (Selbsthilfe) erreicht. 2
  25. 25. Wie kann man die Konzentration von Vermögen bei wenigen vermindern?
  26. 26. Wie kann man die starke Konzentration von Vermögen bei wenigen vermindern? Quelle: Credit Suisse Global Wealth Databook 2017
  27. 27. John Bode, Erfinder der preiswerten Index-ETFs, ermöglichte Millionen von Kleininvestoren sich am Kapitalmarkt zu beteiligen. Seine Firma Vanguard ist genossenschaftlich organisiert
  28. 28. Warum reden wir erst jetzt von der Sharing Economy? Was ist neu?
  29. 29. Sharing Geschäftsmodelle entstehen dort, wo heutige Lösung wenig kundenzentriert sind und...
  30. 30. Nur 27.3% der Zeit ist ein Taxi besetzt sprich bezahlt. Der Rest geht für Warten drauf. Höchst ineffizient. https://www.berlin.de/senuvk/verkehr/politik/taxi/download/untersuchung_ wirtschaftlichkeit_taxi_berlin.pdf, S.63
  31. 31. https://www.berlin.de/senuvk/verkehr/politik/taxi/download/untersuchung_ wirtschaftlichkeit_taxi_berlin.pdf, S. 14 Der Berliner Taximarkt ist durch Schattenwirtschaft geprägt z.B. falsche Abrechnungen, Sozialversicherungsleistungen?
  32. 32. Heute 3.5 Milliarden Smartphones im Einsatz, damit sind alle mit allem vernetzt
  33. 33. Durch Smartphones/ Sensor vernetzten wir bisher unvernetzte Sachen und Personen
  34. 34. Neue Sharing Geschäftsmodelle werden durch Digitali- sierung/ Vernetzung und ineffizienter bisheriger Geschäftsmodelle gefördert 3
  35. 35. Mobility, eine Genossenschaft, betreibt 1.500 Stationen mit ca. 3.000 Autos, 200 Scoutern, seit 1987
  36. 36. BMW und Mercedes bieten zusammen 20.000 Autos für 4.4 Mio. Kunden an
  37. 37. Sharoo.com, ein Tauschplatz für private Autos
  38. 38. Uber. Privatleute fahren andere Personen. Ist das Taxi ohne Sozialversicherungs- pflicht, sprich auf Kosten der Schwachen und der Allgemeinheit?
  39. 39. Quelle: Alexander Migl Creative Commons Attribution-Share Alike 4.0 International license. Car2go funktioniert dort am besten, wo es eigentlich schon ÖV gibt. Rebound Effekt?
  40. 40. Ist Teilen immer gut? Was für negative Effekte gibt es z.B. durch Autosharing? Wie unterscheiden sich die Anbieter?
  41. 41. Wildbienen teilen: Wildbiene + Partner vermittelt Patenschaften und pflegt Bienen über den Winter
  42. 42. Heute schon allein in der Stadt Zürich 799 BeeHomes
  43. 43. Heute schon allein in der Stadt Zürich 799 BeeHomes
  44. 44. Creative Commons, neue Ideen, um digitale Werke in der Zukunft weiterentwickeln zu lassen. Leider geht Europa einen Weg zurück, der Kreativität behindert (Remix)
  45. 45. Kunde Nutzen Angebot Produktion (Kernaktivitäten) Kernfähigkeiten Vertrieb & Kommunikation Partner Geschäftsmodell: Kostenstruktur Ertragsquellen Team Werte Ertragsmodell Unternehmensgeist Value PropositionGeschäftsstruktur Business Model Canvas von Patrick Stähler ist lizensiert unter Creative Commons Attribution ShareAlike 4.0 International License So ist auch die Business Model Canvas von fluidminds unter Creative Commons
  46. 46. Die Ausprägung des Geschäftsmodells ist für die Wertschöpfung in der Gesellschaft entscheidend, nicht das Teilen an sich 4
  47. 47. Welche Produkte eignen sich besonders für Sharing Geschäftsmodelle? Welche Eigenschaften zeichnen diese aus?
  48. 48. Welche Gründe sprechen dagegen? Welche Eigenschaften eines Produktes machen Sharing schwierig?
  49. 49. Was sind die Erfolgsfaktoren von erfolgreichen Sharing Plattformen?
  50. 50. Was ist die grösste Einstiegshürde für Sharing Geschäftsmodelle?
  51. 51. Sharing Geschäfts- modelle müssen erst eine kritische Grösse erreichen, um Wert zu schaffen, da erst dann Netzwerkeffekte eintreten 5
  52. 52. Was ist eigentlich die Daseinsberechtigung von Unternehmen?
  53. 53. Der Zweck einer Firma ist Kunden zu gewinnen (Peter Drucker) und nicht tiefe Kosten zu haben für Produkte, die keiner braucht
  54. 54. Warum soll ich als Kunde Ihnen zuhören? Warum sollte ich mich mit Ihnen beschäftigen? Haben Sie mir etwas Relevantes zu erzählen?
  55. 55. Geschäftsmodell
  56. 56. Durch Netzwerk- effekte haben Sharing Modelle starke Tendenz zu Winner-takes-it-all Märkten (Monopole), die aber höheren Nutzen für Kunden und Unternehmen stiften können 6
  57. 57. Wo entsteht Wert in der Sharing Economy und wer erntet ihn?
  58. 58. Wie wäre es, wenn wir die Echtzeit-Daten von Bauern hätten?
  59. 59. Agricircle, ein 2012 gegründetes Schweizer Startup, hilft Bauern durch Daten ihre Äcker besser zu bestellen. Weltklasse Technologie, aber wenig Unterstützung wie so häufig in Europa
  60. 60. Monsanto macht es im grossen Stil. Es zahlte 2013 $1.1 Mrd. für The Climate Corporation. 2014 hat es so die Daten von 20% der Mais und Soja Flächen in den USA
  61. 61. Recht erschreckend, wenn eine Firma das Saatgut, die Herbizide und die Daten kontrolliert
  62. 62. Der Bösewicht aus James Bond, Mr Blofeld, hätte auf seinem Weg zur Weltherrschaft Informationen über globale Nahrungsmittel geliebt
  63. 63. Nur wenn wir alternative Geschäftsmodelle mit unternehmerischem Geist in Europa aufbauen, können wir in der Digitalisierung ein positive Rolle spielen. Sonst können wir nur das chinesische oder Amerika- nische System übernehmen 7
  64. 64. Kann Blockchain unsere Rettung sein?
  65. 65. Lieben Sie doppelte Buchhaltung? Erfunden vom Kennen Sie Lucca Pacioli? Mönch, der die doppelte Buchhaltung 1494 komplett beschrieben hat? Lieben Sie doppelte Buchführung?Quelle: https://de.wikipedia.org/wiki/Buchf%C3%BChrung#Geschichte_der_Buchf%C3%BC hrung
  66. 66. “The blockchain is an incorruptible digital ledger of economic transactions that can be programmed to record not just financial transactions but virtually everything of value.” Don & Alex Tapscott, authors Blockchain Revolution (2016)
  67. 67. Distributed Ledgers ermöglichen Aufzeichnungen von Transaktionen von Werten ohne eine zentrale Autorität oder Mittelmänner. Brauchen wir Banken oder Staaten überhaupt noch?Quelle: https://blockgeeks.com/wp-content/uploads/2016/09/home.jpg
  68. 68. Thomas Rippel, Bauer, Idealist, Initiator des Projektes «Nose-to- Tail» eines kompletten Rindviehs sucht Mitstreiter für Projekt «Land Commons Federation» basierend auf Blockchain
  69. 69. Neu: Terrafina.org Ein Blockchain-basiertes Governance Framework für eine Vielfalt von Land- Commons
  70. 70. Bis Ende 2018 könnte 5% des globalen Stromverbrauchs nur für Bitcoin verwendet werden. Pervers!
  71. 71. Blockchain, eine hochspannende Technologie, sucht noch nach sinnvollen Geschäftsmodellen. Heute mehr Hype als Relevanz 8
  72. 72. Das Geschäfts- modell A
  73. 73. Stellen Sie sich vor, Sie wären diese zwei Gründern. Sie haben jetzt einen Algorithmus entwickelt und wolllen jetzt Unternehmer warden. Was machen Sie?
  74. 74. Produkt/Technologie Wert schafft X ermöglicht Geschäftsmodell Ihre Technologie und Ihr Produkt schaffen noch keinen Wert
  75. 75. Das Geschäftsmodell ist entscheidend für die Wertschöpfung, nicht allein das Produkt oder die effizientesten Prozesse 5
  76. 76. Brauchen wir Hotels?
  77. 77. Oder wollen wir eine schöne Unterkunft mit netten Leuten, die uns ihr Land zeigen wollen wie bei AirBnB?
  78. 78. Zu-lösende-Aufgabe-der-Kunden Wir brauchen kein Hotel. Wir brauchen eine Unterkunft plus Extras wie Informationen von Einheimischen, wo was stattfinden. Das ist die Aufgabe, die Kunden lösen wollen Kunden heuern ein Produkt an, um eine Aufgabe zu lösen. Das Produkt ist das Mittel, um eine Aufgabe zu lösen, aber nicht das Ziel selbst
  79. 79. Value Proposition Die zu-lösende-Aufgabe ist lösungsneutral. Die Aufgabe ist eine Unterkunft. Mit einem Hotel hat man eine Unterkunft, aber keine Extras Weitere Lösungen: § Formule 1 Hotel § AirBnB mit Extras wie Informationen von Einheimischen § Freunde in der Stadt Die Kernaufgabe des Kunden zu verstehen ist sehr wichtig.
  80. 80. Produkt/Dienstleistung Glückliche Kunden schafft X Value Proposition löst wird geliefert von Geschäftsmodell Die Kundenperspektive: Das Produkt/ Technologie schafft keinen Wert. Es ist die Value Proposition Kunden-Aufgabe adressiert
  81. 81. Das Geschäftsmodell ist die DNA des Unternehmens Sind Sie sich ihrer DNA bewusst?
  82. 82. Das Geschäftsmodell gibt den Mitarbeitern und Kunden Sinn
  83. 83. Vier Elemente für ein erfolgreiches Geschäft: Was begeistert unsere Kunden? Value Proposition PATRICK STÄHLER DAS RICHTIGE GRÜNDEN Werkzeugkasten für Unternehmer Wie schaffen wir die Begeisterung für unsere Kunden? Geschäftsstruktur PATRICK STÄHLER DAS RICHTIGE GRÜNDEN Werkzeugkasten für Unternehmer Wie verdienen wir Geld? Ertragsmodell PATRICK STÄHLER DAS RICHTIGE GRÜNDEN Werkzeugkasten für Unternehmer Wer ist im Team? Welche Werte teilen wir? Unternehmergeist PATRICK STÄHLER DAS RICHTIGE GRÜNDEN Werkzeugkasten für Unternehmer Die Aufgabe des Unternehmers
  84. 84. „Seien Sie mutig. Exponieren Sie sich, auch wenn es bedeutet, Schläge ab zu bekommen“
  85. 85. JUST DO IT.OR GET DISRUPTED
  86. 86. Träumen Sie vom Kunden aus. Nutzen Sie Technologie. Entwickeln Sie ein innovatives Geschäfts- modell. Seien Sie mutig 9
  87. 87. Folien basieren auf dem Buch „Das Richtige gründen: Werkzeugkasten für Unternehmer“. Mit dem Arbeitsbuch können Sie aus Ihrer Idee ein tragfähiges Geschäftsmodell entwickeln. Erhältlich in jeder Buchhandlung oder bei Amazon.de Mehr Informationen auf Das-Richtige-gruenden.de
  88. 88. Relevant sein. Nicht hip. Das ist das Richtige

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