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Wie verändert digitale Kommunikation die Schule?

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Referat Philippe Wampfler, Didacta 2017

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Wie verändert digitale Kommunikation die Schule?

  1. 1. Generation »Social Media« Wie verändert digitale Kommunikation die Schule?
 phwa.ch/didacta17 Bild: jugendundmedien.ch
  2. 2. Bild: Henry Balaszeskul Die wichtigen Aspekte der Digitalisierung sind soziale: Was bedeuten Arbeit, Gemeinschaft, Bildung und Beziehungen heute?
  3. 3. Bild: jugendundmedien.ch Ablauf
  4. 4. Bild: Youtube: JustLikeThat Teil 1 Wie digitale Kommunikation funktioniert
  5. 5. Axiom 1 Jugendliche nutzen Medien nicht, wie Erwachsene das 
 a) denken 
 b) möchten.
  6. 6. When I wake up, I have about 40 snaps from friends. I just roll through and respond to them. […] 
 No conversations…it’s mostly selfies. Depending on the person, the selfie changes. Like, if it’s your best friend, you make a gross face, but if it’s someone you like or don’t know very well, it’s more regular. […]
 I don’t really see what they send. I tap through so fast. It’s rapid fire.
 (Rosen, 2016)
  7. 7. Bild: Instagram/marcodrexel
  8. 8. Axiom 2 Jugendliche zeigen Mediennutzung von Jugendlichen. Nicht die der Zukunft. Facebook vs. WhatsApp – der Reiz des Neuen? Ob WhatsApp Facebook zukünftig den Rang ablaufen wird, kann hier nicht beantwortet werden. Fest steht allerdings, dass WhatsApp anders gelagerte Kommunikationsbedürfnisse der jungen Menschen erfüllt. WhatsApp dient vor allem der (tages)aktuellen und direkten Kommunikation und wird dementsprechend häufiger als Facebook für Verabredungen, Gespräche über private Nachrichten und das Versenden von Fotos genutzt. Aktivitäten, die häufiger bei Facebook als bei WhatsApp statt- finden, sind demgegenüber eher ungerichtet – d. h. sie wenden sich nicht ausschließlich an einen bestimmten Empfänger – und deutlicher asynchron, d. h. es erfolgt keine direkte zeitliche Reaktion auf einen Kommunikationsimpuls. 80 90 Prozent 70 50 60 40 30 20 10 0 9 11 13 15 17 1910 12 14 16 18 20 21 22 23 24 Jahre Basis: 1.500 Fälle; 9- bis 24-Jährige Grafik 42 Gesamt 24-Jährigrige Ges WeiblichWei MännlichMän tägliche Nutzung von WhatsApp, DIVSI U-25 (2014)
  9. 9. Axiom 3 Die »Generation Social Media« gibt es nicht. Im Vergleich der DIVSI Internet-Milieus der Gesamtbevölkerung mit denen der 14- bis 24-Jährigen fallen die beschriebenen Unterschiede deutlich ins Auge. Die digitalen Lebenswelten der Jugendlichen und jungen Erwachsenen entsprechen zwar denen der Gesamtbevölkerung nicht eins zu eins – damit ließe sich den generationellen Unterschieden nicht gerecht werden –, die farblich gekennzeichneten Äquivalenzen erlauben jedoch eine basale Vergleichbarkeit. Die Internet-affineren, in der Grafik in niedrig Sicherheit & Orientierung traditionell Normative Grundorientierung Bildung Haben & Zeigen Sein & Verändern modern Machen & Erleben Grenzen überwinden & Sampeln postmodern mittelhoch Verant- wortungs- bedachte 8% Vorsichtige 7% Verun- sicherte 3% Souveräne 26%Pragmatische 28% Skeptiker 10% Unbekümmerte 18% © SINUS 2013 Grafik 08_Streifen
  10. 10. DIVSI Internet-Milieus UntereMittelschicht/ Unterschicht Festhalten Bewahren Tradition Haltung gegenüber Internet Verunsicherung Überforderung Exklusion Multioptionalität, vernetzt-entgrenzt Verantwortungsbewusstsein Skepsis Grundorientierung SozialeLage Haben & Genießen Sein & Verändern Modernisierung/Individualisierung Machen & Erleben Grenzen überwinden Neuorientierung Mittlere Mittelschicht Oberschicht/ ObereMittelschicht Verantwortungsbedachte Etablierte 10% Internetferne Verunsicherte 27% Unbekümmerte Hedonisten 12% Digital Souveräne 16% Postmaterielle Skeptiker 9% Effizienz- orientierte Performer 16% Ordnungs- fordernde Internet- Laien 10% Digital Natives (44%)Digital Immigrants (19%)Digital Outsiders (37%) © SINUS 2013 DIVSI Milieu-Studie,Aktualisierung 2013 Milieus, gesamt D Quelle: DIVSI, 2014
  11. 11. Milieus, gesamt D Quelle: DIVSI, 2016
  12. 12. Axiom 4
 Digitale Kommunikation ist ein zunehmend visuelles Phänomen. Axiom 5
 Jugendgruppen entwickeln eigene Codes und Normen.
  13. 13. Bild: Swystund Communications Axiom 6 Visuelles Storytelling
  14. 14. Bild: Twitter/Luke_Laehy
  15. 15. Bild: Twitter/Luke_Laehy
  16. 16. Bild: Twitter/Luke_Laehy
  17. 17. Bild: Twitter/Luke_Laehy
  18. 18. Bild: Chaunchai Bundej Teil 2 Soll sich Schule am Marketing orientieren?
  19. 19. Quelle usnews.com/education/blogs/high-school-notes
  20. 20. Prinzip 1
 Lernende da abholen, wo sie kommunizieren
  21. 21. Prinzip 2
 auf virale Verbreitung setzen
  22. 22. Prinzip 3
 Storytelling Bild: deviantart/sonny123
  23. 23. Prinzip 4
 Filtersouveränität
  24. 24. Prinzip 6
 informelles Lernen zulassen
  25. 25. Prinzip 7
 Lehrkräfte als Brand
  26. 26. Prinzip 8
 Wettbewerb um Aufmerksamkeit
  27. 27. Bild: Mac Buddy Teil 3 Aber!
  28. 28. Georg Franck
 nzz.ch/meinung/kommentare/rr-ld.143569 Die Umrechnung des Einkommens an äusserer Beachtung in Selbstwert erweist sich dadurch als veritable Ökonomie, dass sie unter Stress Zuflucht zu Formen des »creative accounting« nimmt. […] Bilanzfälschung beim Selbstwert kennt zwei gängige Tricks. Der eine heisst Eitelkeit, der andere Ressentiment. »
  29. 29. Matthias Burchardt
 lehrerverband.de/Digital-Dr.M.Burchardt.pdf Die Kinder werden in einem unmerklichen Kontrolldispositiv ausgesetzt, das alle ihre Lebensregungen als Daten erheben kann, so dass sie prinzipiell einer totalen Transparenz ausgeliefert sind. […] Sozialtechnologie tritt an die Stelle des pädagogischen Handelns. »
  30. 30. Jöran Muuß-Merholz
 joeran.de/drei-irrtumer-zur-medienkompetenz Die Pädagogik [muss] Offenheit, grundsätzliche Werte und Diskussion zusammenbringen, um gemeinsam über den Umgang mit dem Wandel Verständigung zu suchen. Was dabei hilft, sind Kompetenzen und Werte wie Mündigkeit, kritische Prüfung, Partizipation, Kreativität, Dialogfähigkeit, Aufklärung, Respekt, Transparenz und gute Manieren. »
  31. 31. Gerald Lembke
 phwa.ch/lembke Wenn ein Kind im Alter von acht Jahren ganz toll mit dem iPad umgehen kann, hat es vielleicht eine hohe Wischkompetenz, mit Medienkompetenz hat das aber nichts zu tun. [Das geschieht] völlig kontextfrei - nicht mit den Zielen Wissensaneignung und - verwertung. »
  32. 32. Konrad Paul Liessmann
 nzz.ch/meinung/kolumnen/dd-ld.142767 [Es kann nicht schnell genug gehen], bis die jungen Menschen jede Form des Denkens, Fühlens und Handelns, die nicht von den Algorithmen der Internetkonzerne bestimmt ist, nicht nur verlernt, sondern erst gar nicht gelernt haben und dadurch in jeder Hinsicht von ihren Geräten abhängig werden: digitale Drogen, nun auch staatlich verordnet. »
  33. 33. Zusammenfassung psychologische Probleme Kontrolle und Überwachung Fehlen zentraler Werte sinnlose Kompetenzen staatlich verordnete Abhängigkeit
  34. 34. Teil 4 Und nun?
  35. 35. Teil 4 Und nun? Bild: dEric Johnson »blended learning«
  36. 36. Bild: tribal insight Marketing-Lernen und Handwerk
  37. 37. Bild: Schaefer / Fox visuelles Storytelling und Wissensmanagement der Buchkultur
  38. 38. Bild: digezz.ch präsent und unterwegs lernen
  39. 39. traditioneller Unterricht mit BYOD
  40. 40. Bild: deviantart/sonny123 etablierte und innovative 
 Kommunikation reflektieren
  41. 41. Zusammenarbeit und Kompetenzen
  42. 42. googlen, wissen, können, wollen… Bild: Hero Images
  43. 43. echtes Lernen und Systemlernen
  44. 44. Sachverhalt
 Problem Suche Darstellung Austausch echtes Lernen
  45. 45. »Mehrwert« und Wert des digitalen Lernens Bild: bandt.com.au
  46. 46. Danke! 
 Folien: 
 Kontakt: 
 phwa.ch/didacta17
 wampfler@schulesocialmedia.ch
 +41 78 704 29 29
 phwampfler

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