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Geopunkt Jurameer Schandelah - Grabungsphase IV - 2017

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Volker Tenzer vom Naturhistorischen Museum Braunschweig hat auch die vierte Grabungskampagne im Geopunkt Jurameer Schandelah über das ganze Jahr 2017 dokumentiert. Ein schöner Einblick in die fossile Feldforschung - mit Humor und wunderbar geerdet. Einfach empfehlenswert.

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Geopunkt Jurameer Schandelah - Grabungsphase IV - 2017

  1. 1. Staatliches Naturhistorisches Museum Braunschweig 2017 Grabung Schandelah Vierte Grabungskampagne 2017 Alle Rechte : SNHM Braunschweig Texte und Bilder – soweit nicht gesondert vermerkt – Volker Tenzer
  2. 2. Wie immer für neu Hinzugekommene der Lageplan in topografischer Karte Google maps
  3. 3. Grabung Schandelah Grabung Hondelage Ausschnitt aus der geologischen Karte der Umgebung von Braunschweig , Quartär und Tertiär abgedeckt, nach Kockel 1997, kleine Veränderungen Und nochmals der geologische Überblick
  4. 4. Ein paar Worte vorweg. Es ist ja das Schicksal des Erstellers einer solchen Dokumentation, dass er eigentlich fast nie dabei selbst in Erscheinung tritt. Dem wird hiermit abgeholfen. Man mag es gar nicht glauben, dass es schon in die vierte Grabungskampagne geht. Die Fülle der Eindrücke und Erlebnisse ist schon toll. Mein persönlicher Dank geht an das gesamte Team für die wunderbare Zusammenarbeit. Auf ein Neues 2017 Volker TenzerAchim Ritter
  5. 5. Zu Beginn einige besondere -im Winter bearbeitete- Stücke aus dem Vorjahr: Knochen eines Flugsauriers
  6. 6. Dann hatte sich hoher Besuch angemeldet. Der Braunschweiger Oberbürgermeister und Landräte aus Wolfenbüttel ließen sich über Schandelah informieren
  7. 7. Bis weit in den Sommer hinein waren die Grabungsbemühungen stark vom Wetter beeinträchtigt Ende Januar sorgte zunächst ein Sturm für erhebliche Schäden
  8. 8. Die Grabungsstelle war voll Wasser und zugefroren Der Winter hatte noch alles voll im Griff
  9. 9. Auch die Wasservorräte waren total durchgefroren Aber unter der Erde erwachte doch schon das Leben
  10. 10. Auf den Ackerflächen alles noch winterlich
  11. 11. Ein wenig unaufgeräumt sah es immer noch aus nach dem Sturm
  12. 12. Bis in den Mai hinein ging das Wasser langsam zurück Ordnung schaffen war angesagt, denn der internationale Museumstag stand bevor
  13. 13. Im Wald war man schon weiter mit den Folgen des Sturms
  14. 14. Frühling war immer noch nicht angesagt, wer konnte zog sich ins Haus zurück
  15. 15. Am Museumstag war das Wetter recht gut, leider war wieder viel Wasser in der Grube
  16. 16. Das war so nicht allzu gut, um die Grabung zu präsentieren
  17. 17. Kurz entschlossen wurde die Grabungsfläche nach Süden erweitert Und dann kamen die Besucher
  18. 18. Achim Riter Achim Ritter Und noch mehr Besucher. Es wurde plötzlich richtig warm Und es entstand ein erfreulich hoher Informationsbedarf
  19. 19. Auch der Buchverkauf lief gut Achim Ritter Achim Ritter
  20. 20. Im Juni wurde es dann wettermäßig etwas besser, auch das Wasser ging wieder zurück
  21. 21. Die neue Frischwasseranlage Ein echter Blickfang
  22. 22. Natur pur
  23. 23. Bei langsam sinkendem Wasserstand wurden in sturmgeschädigten Bereichen Rekultivierungsmaßnahmen durchgeführt, hier mit Sumpfzypressen aber auch Gingkobäumen
  24. 24. Wichtig natürlich der Schutz vor anderen Liebhabern von frischem Grün
  25. 25. Und dann im Juli: Der große Regen
  26. 26. Da war wieder nichts zu machen, außer warten
  27. 27. Die Zelte zeigen, dass unsere Hamburger Grabungshelfer wieder eingetroffen waren
  28. 28. Gleichzeitig begann der Wasserstand wieder ein wenig zu sinken
  29. 29. Und sie hatten zwei neue Praktikanten mitgebracht Blieb die Hoffnung auf weiter sinkende Wasserstände
  30. 30. Da hat man dann die Zeit mal nachzuschauen, was in den Geoden steckt, die seit einiger Zeit auf dem Gelände liegen. Sie stammen aus der borealis-Schicht.
  31. 31. Die Feinauswertung, denn die Funde sind nicht alle groß
  32. 32. Hier liegen die größten Stücke in Bereich von 1 bis 1,5 cm
  33. 33. Hier lag allerdings einmal ein größerer Ammonit
  34. 34. Kaum 1 cm erreichen hier die öfters vorkommenden Insektenflügel
  35. 35. Positiv und Negativ von Fischresten
  36. 36. Es ist Zeit, mal wieder zu unserem Schmelzschupper in der Werkstatt zu sehen
  37. 37. Er gibt immer mehr Einzelheiten frei
  38. 38. Und dann dieser Wirbel, es könnte ein Wirbel eines Plesiosauriers sein
  39. 39. Im Gelände noch immer reichlich Wasser wenige Tage vor dem Tag des Geotops, aber immerhin sind Teile der alten Grabungsfläche wieder zugänglich. Wird auch Zeit Mitte September !!!
  40. 40. Interessant, was aus der eigentlich sterilen Grundfläche der Grabung an Wasserpflanzen in wenigen Monaten gewachsen ist
  41. 41. Dann war er da, der Tag des Geotops, und sogar das Wetter spielte mit, kühl aber trocken In Erwartung der ersten Gäste
  42. 42. Alles ist startklar und dann kamen auch die Besucher
  43. 43. Die Parksituation ist nicht optimal, Fahrräder sind eindeutig im Vorteil
  44. 44. Sie trug nicht unwesentlich zur Heiterkeit der Besucher -speziell der Kinder- und dem Team bei: Frau Scheller mit einem neuen Haustier
  45. 45. Ein kleiner Zahn lockt die gesamte Museumsführung an Und auch größere Stücke werden sorgfältig für den Transport ins Museum verpackt
  46. 46. Und jeder sucht sich ein Souvenir
  47. 47. Das Interesse an Beratung war wieder sehr groß
  48. 48. Gegen Abend wurde es dann etwas ruhiger Zum Schluss standen 361 Besucher zu Buche
  49. 49. Und das kennen wir ja schon vom Frühjahr: Ein früher Herbststurm mit dem schönen Namen „Xavier“ fegte mit über 120 Stundenkilometern über unsere Gegend Also zunächst stand Aufräumen auf dem Programm Tiam Abdani Tiam Abdani
  50. 50. Tini Der große Baum rechts war außerhalb, der kleine aber innerhalb der Grabungsstelle. Kein Problem für geübte geologische Ausgräber
  51. 51. Eine gemeinsame Begehung der Grabungsfläche zeigt vor allem Eines: Wasser
  52. 52. Selbst die neuen Sumpfzypressen schwächeln bei so viel Wasser
  53. 53. Achim Ritter versorgt den MAN mit einer neuen Batterie Auch die Abdeckung des Generators hat im Sturm gelitten
  54. 54. Aber so ganz ohne Buddeln geht es auch bei schlechten Bedingungen nicht ab
  55. 55. Aber schließlich verlegen wir den Blick zwangsläufig auf die Arbeiten an den Funden in der Präparationswerkstatt, und hier auf den geborgenen fast fertig präparierten Schmelzschupper
  56. 56. Er zeigt nach Sebastian Radeckers Präparation schon tolle Einzelheiten
  57. 57. Hier z. B. filigrane Flossen
  58. 58. Oder Knochen aus dem Schädelbereich
  59. 59. So präsentiert er sich nach Abschluss der Prärationsarbeiten
  60. 60. Und dann ist da ja auch noch der Ichthyosaurier, an dem jetzt weiter gearbeitet wird Der Schädel ist hier teilweise vom weichen Sediment befreit
  61. 61. Die Wirbelsäule ist ebenfalls in Teilen von Eisenmineralien beschädigt
  62. 62. Auch hier die Rippenbögen beschädigt, da ist noch viel zu tun
  63. 63. Und so, wie auf diesem Bild zu erkennen, warten auch noch andere Sachen
  64. 64. Damit beende ich meinen Bericht zur Grabungskampagne 2017 und bedanke mich für Ihre Aufmerksamkeit Was die Arbeit im Gelände angeht bleibt nach diesem Jahr nur ein Wunsch: Besseres und vor allen Dingen trockneres Wetter

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