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Die digitale Hochschule: Vision oder Wirklichkeit?

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Die Digitalisierung verändert die Hochschule. Das scheint ein politisch und gesellschaftlich akzeptierter Konsens zu sein. Auch die Akteure in den Hochschulen haben erkannt, dass der Change-Prozess Digitalisierung in Lehre, Forschung und Verwaltung nicht mehr aufzuhalten ist. Im Impulsvortrag steht die Digitalisierung der Lehre im Vordergrund und die Frage, welche Rahmenbedingungen und Erfolgsfaktoren hier relevant sind.

Dazu werden zunächst Veränderungen konkretisiert, die sich durch die Digitalisierung für die Lehre an Hochschulen ergeben. Ein zentrales Argument ist dabei eine zunehmende Augmentierung, d.h. die Integration von informellem und formalem Lernen, digitalen und nicht-digitalen Settings, individuellen und kooperativen Szenarien, universitärer und betrieblicher Bildung. Hochschulen müssen einerseits diese Augmentierung als Bedingung für eine erfolgreiche Digitalisierung der Lehre kennen und berücksichtigen, anderseits haben sie die Chance, diese Veränderung aktiv und mit Bezug auf Ergebnisse der Lehr-Lern-Forschung mitzugestalten.

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Die digitale Hochschule: Vision oder Wirklichkeit?

  1. 1. M A I N Z , 2 1 . M Ä R Z 2 0 1 8 | J O H A N N E S M O S K A L I U K Die digitale Hochschule: Vision oder Wirklichkeit? • Was verändert die Digitalisierung wirklich an Hochschulen? • Wie kann die Hochschule auf diese Veränderung reagieren? • Wie sieht eine moderne Hochschuldidaktik aus? • Welche Kompetenzen und Ressourcen brauchen Lehrende? • Welche Strukturen unterstützen Lehrende beim Einsatz digitaler Medien? 1
  2. 2. 2 Anatomische Vorlesung 1601 Anatomische Vorlesung 2018 Foto:SectioChirugica
  3. 3. Was bedeutet die Digitalisierung ? Was verändert die Digitalisierung wirklich an Hochschulen?
  4. 4. 4 Umfangreiche Lernmaterialien sind frei im Internet zugänglich.
  5. 5. Nutzer Nutzer Nutzer Filter Filter Nutzer Nutzer Nutzer Publish Publish Nutzer NutzerNutzer Nutzer Nutzer Nutzer 5 Wie Informationen im Netz veröffentlicht und verbreitet werden ändern sich.
  6. 6. 6 Das Netz ermöglicht Kommunikation und Kooperation in weltweiten Communities.
  7. 7. 7 Alle Studierende haben ein mobiles Endgerät und nutzen es ständig.
  8. 8. 8 Eine VUCA-World braucht Fach- und Führungskräfte mit 21st Century Skills. Kritisches Denken Problemlösen Kommunikation und Kooperation KreativitätInnovation Medienkompetenz ICT-Literacy Informationskompetenz Flexibiliät Interkulturelle Kompetenz Produktivität und Verantwortlichkeit Selbststeuerungsfähigkeit
  9. 9. Hörsaal Wohnzimmer Bibliothek Im Zug YouTube WhatsApp Lehrbuch LMS LMS Augmentierung informelles und formales Lernen digitale und nicht-digitale Settings individuelle und kooperative Szenarien universitäre und betriebliche Bildung
  10. 10. Wie kann die Hochschule auf diese Veränderung reagieren? 1 0 Change Herausforderungen Welche sehen die Hochschulen?
  11. 11. 1 1 2017 69% 58% 53% 39% Herausforderungen fürdigitalesLernen Quelle: Statista 2018 | Bertelsmann Stiftung; MMB-Institut für Medien- und Kompetenzforschung. Deutschland; 2017; 84 Personen aus Hochschulleitung und Verwaltung Rechtliche Fragen, z.B. zu Nutzungsrechten, Datenschutz stellen ein Problem dar. Kosten für die Ausstattung (42%) Angebot zu unübersichtlich (39%) Der Aufwand ist zu hoch und wird nicht auf das Lehrdeputat angerechnet. Die Kosten für die Beschaffung der Lerninhalte sind zu hoch. Es fehlt ein professionelle Betreuung der digitalen Infrastruktur an der Hochschule.
  12. 12. 2000 Virtuelle Hochschule Bayern 2000 Neue Medien in der Bildung FÖRDERPROGRAMME IN DEUTSCHLAND 22.06.2017 | GML2 | BERLIN 1997/1998 Virtuelle Hochschule Ba-Wü 1971 – 1975 DV im Bildungs- wesen 2002 Notebook- University 2005 elearning Transfer 2005 elearning Integration 2007 E-Learning Initiativen der Bundesländer Exzellente Lehre Qualitäts- pakt Lehre 2009 – 2012 2011 – 2020 Hochschul- bildung & Digitalisierung 2015 1999 – 2004 Bundesleit- projekte 500.000.000 Euro 1 2
  13. 13. 1 3 Wir müssen die Augmentierung verstehen, um gestalten zu können. Digitalen Change gestalten.
  14. 14. 1 4 Wie sieht eine moderne Hochschuldidaktik aus?
  15. 15. Didaktisches Rahmenmodell 1 5 Lehre Voraussetzungen der Lernenden lernbezogene Medieneigenschaften Lernziel / Lerninhalt Didaktisches Design Lernerfolg Virtualisierungsgrad Voraussetzungen der Lehrenden Rahmenbedingungen Lernrelevante Prozesse • kognitiv • sozial • motivational
  16. 16. 1 6 Wie sieht eine moderne Hochschuldidaktik aus? In einer digitalen Hochschule sind die didaktischen Einflussmöglichkeiten begrenzt.
  17. 17. Lernziele fokussieren statt Lerninhalte und Lerntechnologien. Lernräume und Präsenz kooperations- orientiert gestalten. Persönliche Entwicklung als Aufgabe von Hochschule verstehen. 1 7
  18. 18. Welche Kompetenzen und Ressourcen brauchen Lehrende? Veränderte Rolle Nicht mehr Experte oder Lehrer, sondern Lernbegleiter und Moderator. Medienkompetenz Wie kann ich Medien zielorientiert für Lernen und Kooperation nutzen? 1 8
  19. 19. Didaktisches Rahmenmodell 1 9 Lehre Voraussetzungen der Lernenden lernbezogene Medieneigenschaften Lernziel / Lerninhalt Didaktisches Design Lernerfolg Virtualisierungsgrad Voraussetzungen der Lehrenden Rahmenbedingungen Lernrelevante Prozesse • kognitiv • sozial • motivational
  20. 20. Lernbezogene Medieneigenschaften Synchronizität Selbststeuerung Adaptivität Interaktivität 2 0
  21. 21. Welche Kompetenzen und Ressourcen brauchen Lehrende? Veränderte Rolle Nicht mehr Experte oder Lehrer, sondern Lernbegleiter und Moderator. Medienkompetenz Wie kann ich Medien zielorientiert Lernen und Kooperation nutzen? Veränderungs- bereitschaft 2 1 Die Vision der digitalen Hochschule hängt an einzelnen, motivierten Change-Agents.
  22. 22. Welche Strukturen unterstützen Lehrende beim Einsatz digitaler Medien? Browser www.e-teaching.org/example Virtualisierungsgrad Anreicherung Integration Virtualisierung Ihre Suche erzielte 18 Ergebnisse. Interaktivität Synchronizität Adaptivität Selbststeuerung Medieneigenschaften hohe Komplexität der Lerninhalte geringe Lernmotivation Passivität der Studierenden heterogenes Vorwissen der Studierenden geringe Selbstregulationsfähigkeit geringer Transfer in die Praxis fehlende Forschungsorientierung in der Lehre Herausforderungen der Lehre Bundesland Fachdisziplin ZEITPLAN Einreichungen (ab sofort) Beta-Version (Ende April ´18) Finale Version (August ´18) Öffentliche Vorstellung (September ´18) 13. MÄRZ | LEARNMAP
  23. 23. Herzlichen Dank für Ihr Interesse 2 3 Call for Papers (bis 15.6.) für die Fachtagung „Lernprozess im Fokus: Forschung zu digitalen Medien in der Hochschullehre“ am 11.-12. Oktober 2018 in Tübingen https://learnmap.iwm-tuebingen.de/ post@moskaliuk.com http://www.moskaliuk.com twitter.com/moskaliuk bit.ly/mainz2018 FOLIEN UNTER PROF. DR. JOHANNES MOSKALIUK

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