Ich und die anderen: Erfolgreich lernen in Massive Open Online Courses?

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Massive Open Online Courses (MOOCs) ermöglichen den freien Zugang zu hochwertigen Lehrmaterialien und öffnen geschlossene Lehrveranstaltungen nach außen: auf den ersten Blick eine Revolution von Lernen und Lehren. Aus didaktischer Perspektive stellt sich die Frage, welche Kompetenzen notwendig sind, um in einem MOOC erfolgreich zu lernen. Der Vortrag stellt vor, welche Anforderungen an Lernende, Lehrende und Technologie sich daraus ergeben und wie Überforderungen begegnet werden kann. Herausforderungen und Grenzen von offenen Bildungsangeboten werden am Beispiel von zwei MOOCs diskutiert.

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Ich und die anderen: Erfolgreich lernen in Massive Open Online Courses?

  1. 1. Ich und die Anderen – Erfolgreich lernen in Massive Open Online Courses? Dr. Johannes Moskaliuk 15.11.2013
  2. 2. Massive Open Online Course ■ viele TeilnehmerInnen (150+) (Massive) ■ frei zugänglich, kostenlos (Open) ■ nutzt Infrastruktur des Web 2.0 (Online) ■ Kursstruktur (Course) 2
  3. 3. iversity MMC13 Leuphana Digital School Open HPI Fernuni Hagen OpenCourse2011 Open.SAP fkmedien SOOC13 Open Course World ich.kurs13 coursera.org/lmu OpenCourse2012 ocwl11 3 coer13
  4. 4. Klassifikation von MOOCs c Konnektionistisch 4 x 2.0 Vorlesung Strukturierung Selbststeuerung b Blended Learning
  5. 5. „Connections are the key to network learning.“ 5 George Siemens, 2005 By George_Siemens [CC-BY-2.0 via Wikimedia Commons] Konnektivismus
  6. 6. „Alle höheren psychischen Funktionen, eingeschlossen das Sprechen und begriffliche Denken, haben einen sozialen Ursprung.“ Lew Semjonowitsch Wygotski, 100 Jahre vorher sozialer Konstruktivismus 6
  7. 7. Lernen als sozio-kognitiver Prozess der kreativen Konstruktion von Wissen. Erschaffen, Überprüfen und Weiterentwickeln von conceptual artifacts. Marlene Scardamalia, 20 Jahre vorher Knowledge Building 7
  8. 8. lebenslang Community Social Web aktiv vernetzt Connectivism informell sozial diskursiv konstruktivistisch Eine Vision von Lernen
  9. 9. open E-Learning offene Bildung Herausforderungen
  10. 10. 10 Gesellschaft Hochschule Unternehmen Lernende Lehrende Forschende
  11. 11. Gesellschaft 11 ■ Was ist uns Bildung wert? ■ Wer hat alles Zugang zu Bildung? ■ Wieviel Bildung muss sein? lebenslanges Lernen Beschäftigungsfähigkeit Teilhabe Demokratisierung
  12. 12. Hochschule 12 Hochschule Web strukturierte Lernskripts selbstreguliertes Lernen vorgegebenes Curriculum vielfältige Lernressourcen zeitliche begrenzte Lerngruppe etablierte Community Theorie Praxis digital natives digital residents offline online zertifiziert freiwillig
  13. 13. Hochschule Öffnung nach außen Öffnung nach außen Bezug zur Praxis Bezug zur Praxis Lebenslanges Lernen Lebenslanges Lernen 13 teg In ion at r MOOCs Finanzierung Finanzierung Qualitätsicherung Qualitätssicherung Nachhaltigkeit Nachhaltigkeit Zertifizierung Zertifizierung
  14. 14. Hochschule ■ Didaktik anpassen und weiterentwickeln ■ Qualität überprüfen ■ in bestehende Curricula integrieren ■ Leistungen zertifizieren ■ Nachhaltigkeit sicherstellen ■ Finanzierung sichern 14
  15. 15. Unternehmen 15 Anbieter Anwender ■ Content und Technologien ■ Ausbildungs- und Weiterbildungskonzept ■ Zielgruppen ■ ■ Geschäftsmodelle entwickeln Unternehmenskommunikation ■ Wissensmanagement ■ Kooperationen auf Augenhöhe ■ Enterprise 2.0
  16. 16. Lernende 16 notwendige Kompetenzen Lernen kognitiv / meta-kognitiv Kommunikation „Community-Kompetenz“ Motivation Medienkompetenz
  17. 17. Lernen ■ vielfältige Ressourcen strukturieren Information Overload, Lost in Hyperspace ■ Information suchen, bewerten, verarbeiten, elaborieren ■ Lernstrategien Wiederholung, Organisation, Selbstkontrolle 17 ■ Verhalten Lernumgebung, Kooperation, Belohnung t- Selbs ng eueru st
  18. 18. Kommunikation ■ zwei Welten, zwei Sprachen ■ unterschiedliche Ziele ■ 18 Probleme vs. Lösungen ■ Theorie vs. Praxis ➡ Selbstkonzept entwickeln Web HochSchule
  19. 19. „Community-Kompetenz“ ■ Community of Practice ähnliche Aufgaben, Ziele, Interessen legitime periphere Partizipation Transformation Stewardship Maturing Coalescing Potential 19
  20. 20. Motivation Eingebundenheit | Kompenz | Autonomie als Lösung für hohe Dropout-Raten und geringe Partizipation
  21. 21. Medienkompetenz 21 89% 45% 42% der Studierenden nutzen Wikipedia häufig Wodzicki, Schwämmlein & Moskaliuk (2009) 4,50% 5% 2% 1% nutze ich nie nutze ich selten weder noch 77% nutzen Online-Communities nutze ich häufig (Bitkom, 2011) nutze ich sehr häufig kenne ich nicht
  22. 22. Ich und die Anderen. 22 Damit MOOCs erfolgreich sind, müssen kognitive, motivationale und soziale Lernen Voraussetzungen für berücksichtigt werden. An zweiter Stelle stehen Tools, Technologien und Glaubensüberzeugungen.
  23. 23. Die Rolle des Lehrenden ... 23 ... ändert sich fundamental. Vielleicht. Facilitator Gastgeber
  24. 24. Forschende research track EMOOCS 2014 Lausanne, Schweiz 10. bis 12. Februar 2014 mehr Infos unter www.emoocs2014.eu 24
  25. 25. Danke für Ihre Aufmerksamkeit Dr. Johannes Moskaliuk Universität Tübingen johannes.moskaliuk@uni-tuebingen.de 25

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