Daten-Journalismus: Lohnt der Aufwand?

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Was ist Datenjournalismus? Diese Präsentation nutzt Argumente aus älteren Vorträgen zum Thema, ist dafür aber mal in deutscher Sprache.

Gehalten auf dem Scoopcamp 2011.
Info: Diese Version wurde durch Links und Erklärungen erweitert, um die Verständlichkeit zu erhöhen.

Published in: News & Politics
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Daten-Journalismus: Lohnt der Aufwand?

  1. 1. DATENJOURNALISMUS:LOHNT DERAUFWAND? SCOOPCAMP 2011 • HAMBURG •VORTRAG UND WORKSHOP • 29. SEPTEMBER 2011• MIRKO LORENZ, DEUTSCHE WELLE
  2. 2. TWITTER? #DDJ DATA-DRIVEN JOURNALISM AKTIVE, INTERNATIONALE COMMUNITY, VIELE LINKS UND MÖGLICHKEIT KONTAKTE AUFZUBAUEN.
  3. 3. SCOOPCAMP 2011 30/60 30 Minuten Vortrag, 60 Minuten Workshop
  4. 4. SCOOPCAMP 2011: VORTRAG DATENJOURNALISMUSVortragEnter: Was ist Datenjournalismus?Update: Training & EntwicklungOutlook: Aufwand oder Chance?Workshop: Ideen & Diskussion(gemeinsam Ansätze entwickeln)
  5. 5. WAS GENAU ISTDATEN-JOURNALISMUS?
  6. 6. DIE KURZFASSUNG: AUS DATEN GESCHICHTEN MACHEN
  7. 7. DEF:DATA-DRIVEN JOURNALISM= WORKFLOW Mirko Lorenz, 2010 (CC-BY)
  8. 8. HIER IST EIN BEISPIEL:DIE DATEN SIND IMMERGLEICH, ABER WO IST DIESTORY?
  9. 9. ROHDATEN http://visualdata.dw-world.de/de/wikipedia/
  10. 10. HTML
  11. 11. FALSCH VISUALISIERT ???
  12. 12. EINE STORY, DIE DIE WELT VERÄNDERT HAT... LINK: FLORENCE NIGHTINGALE, 1855
  13. 13. WIRKUNG...
  14. 14. TRAINING &ENTWICKLUNG #DDJ
  15. 15. PERSPEKTIVEN WELT LANDMENSCHEN STADT GRUPPE OFFENE DATEN - TRANSPARENZ
  16. 16. PERSPEKTIVEN MEDIEN WELT LANDMENSCHEN STADT GRUPPE OFFENE DATEN - TRANSPARENZ
  17. 17. HERAUSFORDERUNGEN: DATENQUALITÄT DATEN UND „STORY“ ARBEITSABLÄUFE CHANCEN
  18. 18. DATENQUALITÄT? VOLLSTÄNDIGKEIT WETTBEWERB FALSCHES FORMAT TENDENZIÖS, Text MARKETING FEHLER DATEN ALS ZIEL BEI ERHEBUNG BEWUSST VERFÄLSCHT GEHEIMHALTUNG
  19. 19. Journalists,where do youadd value? Quote Jeff Jarvis
  20. 20. SITUATION DER JOURNALISTEN GERINGE FINANZIERUNGS IT-KENNTNISSE MODELL WENIG UNTERSTÜTZUWACHSENDE KEIN Text NGARBEITSLAST TRAINING ZU VIELE WERKZEUGE ZEITDRUCK FALSCHES CMS
  21. 21. ERSTES PRAXISTRAININGFORSCHUNG/ENTWICKLUNGWACHSENDE COMMUNITY
  22. 22. Datenjournalismus Praxistraining Gelb = Teilnehmer arbeiten aktiv eigenem ProjektABZV (Bonn), 5.-9. September 2011Zeit Mo Di Mi Do Fr EINSTIEG & PLANUNG FINDEN & FILTERN VISUALISIERUNG VISUALISIERUNG PUBLIZIEREN Daten visualisieren09:00 Vorstellung und Datenquellen Zwischenstand: Einbindung in CMS/Blogs (Linda Rath-Wiggins/Cosmin Wochenübersicht (Wilfried Runde) Ideen der Teilnehmer Erfolgsmessung Cabulea Präsentation: Wochenprojekt:10:00 Datensätze suchen Grundformen Wochenprojekt Datenjournalismus Abschluss Data Scraping Wochenprojekt:11:00 Ideen und Erwartungen? (Linda Rath-Wiggins/Cosmin Spezielle Formen Wochenprojekt Abschluss Cabulea)12:00 Pause Pause Pause Pause Pause Vortrag: Präsentation: Zahlen visualisieren - Wochenprojekt:13:00 Data Scraping Wochenprojekt Von den Daten zur Story typische Fehler vermeiden Abschluss Analyse: Wie haben die das Analyse: Wie haben die das14:00 Daten visualisieren Ergebnisse präsentieren gemacht? gemacht? Workshop mit Gregor Aisch: Ausblick/ Wochenprojekt: Daten visualisieren15:00 Daten filtern Daten visualisieren Formate für Datenjournalismus Erstes Storyboard Abschlussdiskussion Wochenprojekt: Wochenprojekt:16:00 Erstes Storyboard Daten filtern Storyboard verfeinern17:00 Feedback/Tagesgespräch Feedback/Tagesgespräch Feedback/Tagesgespräch
  23. 23. Gregor Aisch bei seinem Vortrag im ABZV Datenjournalismus Seminar, 09/2011 - http://vis4.net/blog/
  24. 24. #DDJ3 STUFEN
  25. 25. ERSTE STUFE:BRINGING DATA INTO STORY(AUS DATEN GESCHICHTENMACHEN)
  26. 26. ALWAYS ASK: COMPARED TO WHAT?
  27. 27. Edward Tufte: To be truthful and revealing, data graphics must bear on the question at the heart of quantitative thinking:“Compared to what?, from: The Visual Display of Quantitative Information
  28. 28. Die beste/hilfreichste/einfachste Frage zum Start: Compared to what?Edward Tufte: To be truthful and revealing, data graphics must bear on the question at the heart of quantitative thinking:“Compared to what?, from: The Visual Display of Quantitative Information
  29. 29. EIN LÄNGERES GEDÄCHTNIS HABEN Einfache Grafik, deutlich mehr Klarheit Mit einfachen Balken wird hier der Unterschied zwischen Prognosen/Versprechen und der Realität verdeutlicht. Mit solchen leicht nutzbaren Mitteln können Journalisten Fakten sichtbar machen, die alle anderen längst aus dem Blick verloren haben...Quelle: New York Times
  30. 30. MIT EINFACHEN MITTELN STRUKTUR SICHTBAR MACHENDavid McCandless: „Most Common Words in Toy Adverts“ (April 2011)http://www.informationisbeautiful.net/2011/most-common-words-in-toy-adverts/
  31. 31. BEISPIELhttp://www.heise.de/newsticker/meldung/Umsatzsteigerung-und-Gewinnrueckgang-bei-Amazon-1285944.html
  32. 32. http://projects.flowingdata.com/timeuse/
  33. 33. ZWEITE STUFE:DATEN DOSSIERS -ÜBERRASCHENDE EINSICHTEN
  34. 34. Go to: guardian.co.uk home Go Search: Entire site SearchNews Sport Comment Culture Business Money Life & style Travel Environment TV Video Community Blogs JobsInvestigate your MPs expenses: HomeJoin us in digging through the documents of MPs expenses to identify individual claims, ordocuments that you think merit further investigation. You can work through your own MPsexpenses, or just hit the button below to start reviewing. (Update, Fri pm: we now have avirtually complete set of expenses documents so you should be able to find your MPs)Already created an account? Log in here. We have 458,832 pages of documents. 27,241 of you have reviewed Investigate your own MPs documents 221,837 of them. Only 236,995 to go... Enter your postcode: Find your MP Or search by MP name or constituency: Please read our privacy policy to find out how we use your data. You must also read Start reviewing our terms of service. By reviewing pages, you are agreeing that you have read the terms of service, and that you agree to them. Search Most line items added (last 48 hrs)Thanks everyone for your valiant efforts so far. all timeYoure amply justifying our hope that many hands can make light work of the thousands of anon-27236 5 line itemsdocuments released by Parliament in relation to MPs’ expenses. We, and others - perhaps mdouble8 3 line itemsyou? - are still using these tools to review each document, decide whether it containsinteresting information, and extract the key facts. emsilly 2 line itemsSome pages will be covering letters, or claim forms for office stationery. But somewhere inhere is the receipt for a duck island. And who knows what else may turn up. If you find Most pages reviewed (last 48 hrs)something which you think needs further attention, simply hit the button marked “investigate all timethis!” and we’ll take a closer look. dmelda 22 votesHow to get involved: anon-27236 17 votes
  35. 35. BEISPIEL „NEVER COMING HOME“Quelle: http://mediastorm.com//publication/never-coming-home
  36. 36. DRITTE STUFE:DATEN-APPS„MEDIA COMPANIES ASTRUSTED DATA HUBS“
  37. 37. PERPEKTIVEN Chance - für wen?
  38. 38. VERLAGERUNG... Quelle: FAZ Netzökonom, 28.09.2011
  39. 39. WANN HÖREN WIR AUFHOLOVATY?
  40. 40. WANN INVESTIEREN DIEMEDIENUNTERNEHMENIN DAS KNOW-HOW DERJOURNALISTEN?
  41. 41. DATEN-SPEZIALISTEN,HÄNDERINGEND GESUCHT...
  42. 42. PERPEKTIVEN (Zwischen) Fazit
  43. 43. SCHRITT FÜR SCHRITTVeränderung der Redaktion von untn, nicht vo obenStart here! --->
  44. 44. SCHRITT FÜR SCHRITTVeränderung der Redaktion von untn, nicht vo obenStart here! ---> 1. AKTIVITÄTEN Erste Schritte, Experimente
  45. 45. SCHRITT FÜR SCHRITTVeränderung der Redaktion von untn, nicht vo oben 2. ABLÄUFE Immer besser werden. Üben.Start here! ---> 1. AKTIVITÄTEN Erste Schritte, Experimente
  46. 46. SCHRITT FÜR SCHRITTVeränderung der Redaktion von untn, nicht vo oben 3. STRATEGIE Kernfrage: Wie kann man Daten für vertiefte Berichte nutzen? 2. ABLÄUFE Immer besser werden. Üben.Start here! ---> 1. AKTIVITÄTEN Erste Schritte, Experimente
  47. 47. SCHRITT FÜR SCHRITTVeränderung der Redaktion von untn, nicht vo oben 4. ORGANISATION Allmähliche Veränderung der Redaktion 3. STRATEGIE Kernfrage: Wie kann man Daten für vertiefte Berichte nutzen? 2. ABLÄUFE Immer besser werden. Üben.Start here! ---> 1. AKTIVITÄTEN Erste Schritte, Experimente
  48. 48. WIE WEITER?SCHRITTE ZUR ETABLIERUNG DES DATENJOURNALISMUS TRAINING ARBEITSABLÄUFE STRATEGIEN NEUE PLATTFORMEN
  49. 49. WIE WEITER?Bei der Deutschen Welle arbeiten wir im Rahmen eines EU-Projektsan künftigen Modellen. Frage bei VISION Cloud: Wie könnte CloudComputing Multimedia- und Datenjournalismus unterstützen?Das Modell oben stammt von uns und wird aktuell weiter entwickelt.Website: http://www.visioncloud.eu
  50. 50. VOR DER HAUSTÜR:BEKANNTER MISSTAND, KAUM VERÄNDERUNG? http://www.versicherungen-tipps24.de/http://www.ratgeberzentrale.de/steuern-und-finanzen/ versicherungswesen-aktuelle-nachrichten/aktuelle-falschberatung.html nachrichten-ueber-versicherungen-allgemein/werden-die- verbraucherzentralen-zum-wettbewerber-der- finanzberater.html
  51. 51. Finanzierungmal anders:Die Leutewünschen sichmehr Klarheit.
  52. 52. JOURNALISTEN BRAUCHEN: TRAINING ARBEITSABLÄUFE ERST DANN: STRATEGIEN
  53. 53. FAZIT UND SCHLUSS:LOHNT DER AUFWAND?WAS BRINGEN DATEN FÜRJOURNALISTEN?
  54. 54. VOR DER GRANDIOSENSTRATEGIE DIE JOURNALISTENFIT MACHEN
  55. 55. ANTWORT AUF DIE FRAGE:LOHNT DER AUFWAND?WORUM GEHT ES EIGENTLICH?HYPERLOCAL, HYPERAKTIV,HYPERSCHNELL?ODER BESSER:HYPERRELEVANT?
  56. 56. THANK YOU!Alle Bilder sind verlinkt.Brian Storm Simon Rogers Walter Mossberg Rafat Ali Joe WeissAron Pilhofer Jeff Jarvis Nicolas Kayser-Bril Michelle Minkoff Mercedes BunzMathias Eberl Lorenz Matzat Tracy Boyer Paul Bradshaw Amanda Cox
  57. 57. STORYBOARDSENTWICKELN,SAMMELN,UMSETZENIdeen, Konzepte und Ansätze für Datenjournalismus vorbereiten
  58. 58. STORYBOARD ALS STARTPUNKTWie anfangen? ‣ Frage stellen und dann suchen ‣ Oder: Vorhandene Daten nutzen, dann die Fragen stellenMethodik: Abfolge von handschriftlichen Entwürfen ‣ „Fail fast“ - probieren, verwerfen, experimentieren ‣ Vergleichbar mit Exposé ‣ Hilft bei Strukturierung und PlanungStoryboard als Basis für Umsetzung ‣ Möglichkeiten: Zahlenkritik, Visualisierung, Kontext, App? ‣ Mögliche Visualisierungen (Repertoire) ‣ Formen: Welche ist geeignet? ‣ Daten für Beitrag ‣ Überlick/Kontext/Special/Investigation ‣ Beratung/Interaktion/Applikation
  59. 59. STORYBOARD Anmerkung: Die Grafiken zum Storyboarding stammen aus dem Buch „The Back of the Napkin“, von Dan Roam (siehe auch Link zu Slideshare unten)http://www.slideshare.net/stsanto/the-back-of-the-napkin-dan-roam
  60. 60. STORYBOARDhttp://www.slideshare.net/stsanto/the-back-of-the-napkin-dan-roam
  61. 61. STORYBOARD: HAUPTZIEL IST DIE TRANSFORMATIONDie Aufgabe des Journalisten: „Kalte“ Statistik verständlich machen.http://www.slideshare.net/stsanto/the-back-of-the-napkin-dan-roam
  62. 62. STORYBOARD: WAS SOLL GEZEIGT WERDEN? Prinzip: Jedes Ereignis kann auf unterschiedliche Weise beschrieben und verstanden werden. Welche Beschreibung ist die Beste?http://www.slideshare.net/stsanto/the-back-of-the-napkin-dan-roam
  63. 63. STORYBOARD: 6X6 Prinzip: Daten zerlegen, verschiedene Perspektiven betrachten.http://www.slideshare.net/stsanto/the-back-of-the-napkin-dan-roam
  64. 64. ERST DIE DATEN, DANN DIE STORY...Quelle: Washington Post, aus: Sarah Cohen, Visualization as a Reporting Tool (PDF, ohne Datum), Link: http://www.ire.org/resourcecenter/nettour/2949_visualize.pdf
  65. 65. IDEEN FÜR DATENGESCHICHTENPrüfen1. Überprüfen von Daten: Kann das so stimmen?2. Überprüfen von Visualisierungen: Ist das so korrekt?3. Wichtige Daten als lange Zeitreihe: z.B. Gewinn eines Unternehmens, Budget einer Stadt4. Untersuchen Sie ein Statistikmodell: z.B. wie genau ist die Arbeitslosenstatitik?5. Unterschiede: z.B. beim Berufseinkommen in verschiedenen Ländern6. Stellen Sie eine Frage, wenn es zur Antwort Zahlen gibt: Sorgen Starenkästen für mehr Unfälle?Vergleichen7. Zeitreihe: Wichtige Daten und Entwicklungen, als Übersicht8. Abweichungen: z.B. Spritverbrauch bei Autos - Hersteller vs. Realität9. Streuung: Prognose vs. Realität, z.B. bei Bauprojekten10. Berufe, Einkommen, Lebenssituation: Ein Land mit dem anderen, ein Beruf mit dem anderen11. Service: Was kostet ein Kredit? Worauf muss man achten?

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