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Die österreichische Hochschule-E-Learning-Landschaft

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Workshop Hoschuldidaktik im Zeichen der Digitalisierung, Baden 2017

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Die österreichische Hochschule-E-Learning-Landschaft

  1. 1. Mar$n Ebner, Baden, 12.05.2017 Die österreichische Hochschul- E-Learning-Landscha6 Der Weg der österreichischen Universitäten in die Digitalisierung der Hochschullehre Mar$n Ebner Präsident des Vereins Forum Neue Medien in der Lehre Austria Leiter Lehr- und Lerntechnologien, TU Graz
  2. 2. Mar$n Ebner, Baden, 12.05.2017 Danke für Ihr Feedback!
  3. 3. Mar$n Ebner, Baden, 12.05.2017 Nagler, W., Ebner, M., Schön, M. (2017) Mobile, Social, Smart, and Media Driven. The Way Academic Net-Genera$on Has Changed Within Ten Year. ED-Media 2017 conference (in review)
  4. 4. Mar$n Ebner, Baden, 12.05.2017 Das Forum neue Medien in der Lehre Austria ist das einzige landesweite und hochschulübergreifende E-Learning-Netzwerk im deutschsprachigen Raum. Das Forum neue Medien in der Lehre Austria ist die einzige Vereinigung in Österreich, die sich als hoch- schulübergreifende Interessenvertretung für den Einsatz neuer Medien in der Lehre stark macht. Forum Neue Medien in der Lehre Austria 44 ordentliche Mitglieder: •  19 öffentliche Universitäten •  18 Fachhochschulen •  6 Pädagogische Hochschulen •  1 Private Universität
  5. 5. Mar$n Ebner, Baden, 12.05.2017 Forum Neue Medien in der Lehre Austria Aufgaben: •  Verein als Netzwerk •  Tagungen und Koopera$onen •  Verein als Interessensvertretung •  Verein als Serviceanbieter (u. a. Zeitschrid für Hochschulentwicklung) •  Verein als Projekfördergeber und Projektnehmer
  6. 6. Mar$n Ebner, Baden, 12.05.2017 Digitalisierung der Hochschule Vorarbeiten
  7. 7. Mar$n Ebner, Baden, 12.05.2017 Digitalisierung der Hochschule Vorarbeiten Autoren: E. Bratengeyer, H.-P. Steinbacher, M. Friesenbichler, K. Neuböck, M. Kopp, O. Gröblinger, M. Ebner
  8. 8. Mar$n Ebner, Baden, 12.05.2017 Inhalt Mo$va$on, Zielsetzung, Methode, Datenquellen Auswertung der Dokumente, Online-Umfrage, Experten- interviews Verbesserungs- potenziale & Handlungs- empfehlungen
  9. 9. Mar$n Ebner, Baden, 12.05.2017 MoDvaDon •  Bildungstechnologien kommen an österreichischen Hochschulen seit über einem Jahrzehnt zum Einsatz •  Der Einsatz ist augenscheinlich heterogen, konkrete Befunde liegen nicht vor •  Eine umfassende Bestandserfassung hat bislang noch nicht stakgefunden
  10. 10. Mar$n Ebner, Baden, 12.05.2017 Zielsetzung Ziel: Erfassung und Analyse des Status quo der E-Learning- Maßnahmen und -Ak$vitäten im ter$ären Bildungsbereich Indikatoren für E-Learning-Maßnahmen und -AkDvitäten: -  Strategien -  Ressourcen -  Organisa$on -  Erfahrungen Zielgruppe: Alle 72 österreichische Hochschulen
  11. 11. Mar$n Ebner, Baden, 12.05.2017 Zielgruppe Alle 72 österreichischen Hochschulen 22 Öffentliche Universitäten 21 Fachhochschulen 17 Pädagogische Hochschulen 12 Privatuniversitäten
  12. 12. Mar$n Ebner, Baden, 12.05.2017 Methode Literaturrecherche: Interna$onale vergleichbare Studien mit ähnlicher Zielsetzung Seitens des BMWFW erhobene Dokumente Empirische Erhebungen Online-Befragung Experteninterviews
  13. 13. Mar$n Ebner, Baden, 12.05.2017 Datenquellen (1)  Entwicklungspläne, Leistungsvereinbarungen, Wissensbilanzen der Universitäten, und Erhebung des BMWFW zu Fachhochschulen Analyse hinsichtlich -  Strategien zur Weiterentwicklung der Lehre -  Maßnahmen zur Qualifizierung und Qualitätssicherung -  Reichweite und Formen des E-Learning-Einsatzes -  Rahmenbedingungen für E-Learning
  14. 14. Mar$n Ebner, Baden, 12.05.2017 Datenquellen (2) Online-Befragung 28.05. - 28.06.2015 Anzahl der angeschriebenen Hochschulen: 72 Anzahl der vollständig ausgefüllten Fragebögen: 49 Rücklaufquote 68% (!) 22 21 17 12 16 18 10 5 0 5 10 15 20 25 UNI FH PH UNI_priv Anzahl der jeweiligen Hochschultypen und Anzahl der Rückmeldungen pro Typ n=49 30 Fragen zu •  Einsatz •  Strategie •  Organisa$on •  Erfahrungen •  Demographie
  15. 15. Mar$n Ebner, Baden, 12.05.2017 Datenquellen (3) Experteninterviews 24.07 - 10.09.2015 Per Skype 40- 90min, Interviewleifaden S$chprobe der 12 ausgewählten Hochschulen für InterviewpartnerInnen: Universitäten Fachhochschulen Pädagogische Hochschulen Privatuniversitäten Universität Wien FH-Burgenland PH-Oberösterreich Katholisch theologische Privatuniversität Linz Technische Universität Graz FH-Kärnten PH-Vorarlberg Private Universität für Gesundheitswiss., Medizinische InformaDk und Technik (UMIT) Universität Innsbruck FH-Salzburg Veterinärmedizinische Universität IMC-FH Krems
  16. 16. Mar$n Ebner, Baden, 12.05.2017 Inhalt Mo$va$on, Zielsetzung, Methode, Datenquellen Auswertung der Dokumente, Online-Umfrage, Experten- interviews Verbesserungs- potenziale & Handlungs- empfehlungen
  17. 17. Mar$n Ebner, Baden, 12.05.2017 Leistungsbeschreibung •  E-Learning wird überwiegend (>50%) angeführt, jedoch kaum (2) strategische Ausrichtungen •  Alle drei Ausprägungen von E-Learning kommen zum Einsatz •  Notwendigkeit von eigenständigen OrganisaDons-Einheiten E-Learning sowie LMS •  Unklarheit was alles unter Blended Learning zu verstehen ist. (Widerspruch zur Online-Umfrage) •  FH-weit werden LMS eingesetzt, Intensität und Form unterscheiden sich •  Qualität der Lehre als wich$ge Kennzahl
  18. 18. Mar$n Ebner, Baden, 12.05.2017 Umfrage - Einsatz Einsatzreichweite von E-Learning nach HS Typ
  19. 19. Mar$n Ebner, Baden, 12.05.2017 Einsatz von E-Learning Angebote Umfrage - Einsatz
  20. 20. Mar$n Ebner, Baden, 12.05.2017 Übergeordnete Grund für E-Learning Umfrage - Strategie
  21. 21. Mar$n Ebner, Baden, 12.05.2017 OrganisaDon von E-Learning Umfrage - OrganisaDon
  22. 22. Mar$n Ebner, Baden, 12.05.2017 Vollzeitäquivalente der E-Learning MitarbeiterInnen Umfrage - OrganisaDon
  23. 23. Mar$n Ebner, Baden, 12.05.2017 Herausforderungen von E-Learning Umfrage - Erfahrungen
  24. 24. Mar$n Ebner, Baden, 12.05.2017 Inhalt Mo$va$on, Zielsetzung, Methode, Datenquellen Auswertung der Dokumente, Online-Umfrage, Experten- interviews Verbesserungs- potenziale & Handlungs- empfehlungen
  25. 25. Mar$n Ebner, Baden, 12.05.2017 Verbesserungspotenziale & Handlungsempfehlungen 1 Nur 29% der befragten Hochschulen gaben an, über eine dedizierte E‑Learning-Strategie zu verfügen. Spezielle Qualitätssicherungsmaßnahmen für E‑Learning gab es bei allen befragten Hochschultypen zum überwiegenden Teil nicht. Die Entwicklung einer E‑Learning-Strategie sollte den zumeist gepflegten Bokom-Up- mit einem Top-Down-Ansatz verbinden Ø  E‑Learning strategisch planen
  26. 26. Mar$n Ebner, Baden, 12.05.2017 Verbesserungspotenziale & Handlungsempfehlungen 2 Über 40% der befragten Hochschulen bieten ihren Lehrenden keinerlei Anreize für den Einsatz von E-Learning. Lehrende leisten od essenDelle Entwicklungsarbeit für eine ins$tu$onelle Verbesserung der Lehre. Besondere Leistungen sollen durch Kompensa$onsmaßnahmen oder durch Awards wertgeschätzt werden. Ø  Anreizsysteme schaffen
  27. 27. Mar$n Ebner, Baden, 12.05.2017 Verbesserungspotenziale & Handlungsempfehlungen 3 Rund 71% der befragten Hochschulen verfügen über hochschulweite Weiterbildungsangebote. E Learning wird von vielen Lehrenden noch als Herausforderung gesehen einhergehend mit einem niedrigen Akzeptanzlevel. Mit speziellen Qualifizierungsmaßnahmen soll dem dringenden Bedarf an Weiterbildungsangeboten, insbesondere an PHs, entsprochen werden. Ø  Lehrende weiter qualifizieren
  28. 28. Mar$n Ebner, Baden, 12.05.2017 Verbesserungspotenziale & Handlungsempfehlungen 4 Nahezu 100% der Hochschulen bieten (teilweise) Blended- Learning-Lehrveranstaltungen an. Game-Based-Learning wird von 33% und MOOCs von 16% der Hochschulen angeboten. Dem Einsatz von innova$ven Lehr-/Lernformen stehen od hinderliche Rahmenbedingungen entgegen. Ø  Innova=ve Lehr-/Lernformen forcieren
  29. 29. Mar$n Ebner, Baden, 12.05.2017 Verbesserungspotenziale & Handlungsempfehlungen 5 An rund 53% der befragten Hochschulen wird zu E-Learning geforscht. Diese Forschungsak$vitäten werden aber fast ausschließlich dezentral betrieben. E Learning-Abteilungen sollten Gelegenheit erhalten ebenfalls angewandte Forschung zu betreiben. Ø  Forschungsak=vitäten zu E-Learning ausbauen
  30. 30. Mar$n Ebner, Baden, 12.05.2017 Verbesserungspotenziale & Handlungsempfehlungen 6 Rund 50% der befragten Hochschulen kooperieren bei E Learning-Projekten und bei gemeinsamen E Learning- Veranstaltungen. 33% nutzen gemeinsame Lehr-/ Lernmaterialien. Koopera$onswillige Hochschuleinrichtungen, die sich mit E- Learning beschädigen, sollten mit zusätzlichen dedizierten Ressourcen ausgestaket werden. Ø  Hochschulübergreifende Zusammenarbeit fördern
  31. 31. Mar$n Ebner, Baden, 12.05.2017 Verbesserungspotenziale & Handlungsempfehlungen 7 Rund 50% der befragten Hochschulen sahen unzureichende Personalressourcen und unzureichendes Budget als zentrale Herausforderung beim Einsatz von E Learning. Zusätzliche Finanzminel seitens des Bundes sind eine wesentliche Voraussetzung zur Aufrechterhaltung bestehender Leistungen und für eine zukundsorien$erte Weiterentwicklung innova$ver Bildungsangebote. Ø  Ressourcen bereitstellen
  32. 32. Mar$n Ebner, Baden, 12.05.2017 Digitalisierung der Hochschule Vorarbeiten
  33. 33. Mar$n Ebner, Baden, 12.05.2017 Zielsetzung §  Überblick über freie Bildungsressourcen (Open Educa$onal Resources, kurz: OER) §  Empfehlungen für die österreichische Hochschullandschad in Bezug auf die nachhal$ge Verankerung von OER in der Bildungslandschad
  34. 34. Mar$n Ebner, Baden, 12.05.2017 Open EducaDonal Resources OER sind „Lehr-, Lern- und Forschungsressourcen in Form jeden Mediums, digital oder anderwei$g, die gemeinfrei sind oder unter einer offenen Lizenz veröffentlicht wurde, welche den kostenlosen Zugang sowie die kostenlose Nutzung, Bearbeitung und Weiterverbreitung durch Andere ohne oder mit geringfügigen Einschränkungen erlaubt. Das Prinzip der offenen Lizensierung bewegt sich innerhalb des bestehenden Rahmens des Urheberrechts, wie er durch einschlägige interna$onale Abkommen festgelegt ist, und respekDert die Urheberscha6 an einem Werk. (UNESCO, 2012)
  35. 35. Mar$n Ebner, Baden, 12.05.2017 Lizensierungsmodelle Creative Commons
  36. 36. Mar$n Ebner, Baden, 12.05.2017 7 Argumente für OER 1.  Die digitale Gesellschad braucht freien Zugang zu Wissen und offenen Austausch 2.  OER als Treiber und Ermöglicher für offene Lernszenarien 3.  OER als Kriterium und Quelle für gute Lehre und die Qualifika$on von Lehrenden 4.  OER sind kein Qualitätsproblem, im Gegenteil 5.  OER als Motor für die Zusammenarbeit von Universitäten und Wirtschad 6.  OER als Motor für Inklusion 7.  OER als Hilfestellung bei urheberrechtlichen Fragen
  37. 37. Mar$n Ebner, Baden, 12.05.2017 Empfehlungen zur IntegraDon 1.  Verbindliches Bekenntnis zu OER (insbesondere seitens des BMWFW) 2.  Gezielte strukturelle und finanzielle Förderung von OER 3.  Schaffung flächendeckender Qualifizierungsmaßnahmen zu OER für Mul$plikatorinnen/Mul$plikatoren und Lehrenden 4.  Schaffung von hochschulübergreifenden und hochschulinternen OER-Strategien 5.  Schaffung von hochschulübergreifenden und na$onalen Austauschplapormen zu OER 6.  Schaffung und Etablierung na$onaler OER-Labels
  38. 38. Mar$n Ebner, Baden, 12.05.2017 Weitere AkDvitäten •  AG OER zur „OER-Zer$fizierung von Hochschullehrenden und Hochschulen in Österreich“ •  OER-Fes$val •  Open-Educa$on-Austria Projekt (Qualifizierungsmaßnahmen, Infrastrukturausbau) hkp://openeduca$on.at
  39. 39. Mar$n Ebner, Baden, 12.05.2017 ... ist ein ganzheitlicher und konDnuierlicher Prozess, getragen von drei Säulen: 1.  Stärkung der HochschuldidakDk (Qualifizierungsmaßnahmen im Bereich Mediendidak$k, -informa$k, ...) 2.  Schaffung der organisaDonalen Rahmenbedingungen (rechtlich, administra$v, ...) 3.  Ausbau der Ressourcen (personell, Infrastruktur, ...) Digitalisierung der Hochschule
  40. 40. Mar$n Ebner, Baden, 12.05.2017

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