Sdh faszination hoeren-2_stimmesprechen

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Sdh faszination hoeren-2_stimmesprechen

  1. 1. Die kindliche Sprache entwickelt sich am besten ineiner positiven Umgebung und im Rahmen deskindlichen Spiels. Sie fördern und unterstützen IhrKind, indem Sie es ernst nehmen, durch gutes Zuhörenund Einfühlungsvermögen.• Kinder wollen sich mitteilen. Schaffen Sie täglichZeitfenster, die nur für Ihr Kind bestimmt sind.• Verbessern Sie ihr Kind nicht, wenn es redet undlassen Sie es Wörter oder Sätze nicht richtig wieder-holen. Fassen Sie lieber hinterher das Gesagte kurzzusammen. So zeigen Sie Ihrem Kind, dass Sie zuhö-ren, es verstehen und bieten gleichzeitig ein korrek-tes Sprachvorbild an.• An Ihrer Sprache orientiert sich Ihr Kind. SprechenSie deshalb deutlich, auch die Wortendungen guthörbar.• Formulieren Sie Ihre Sätze grammatikalisch vollstän-dig zu Ende.• Ihr Kind lernt die Welt der Wörter am besten ken-nen, wenn Sie selber eine reiche Sprache sprechen,Dinge erklären, beschreiben, lautmalerisch aus-schmücken.• Lesen Sie Ihrem Kind vor: Die bunte Sprache ausMärchen und Geschichten regt die Fantasie derKinder an und die Kinder lernen einen reichenWortschatz kennen.• Variieren Sie Sprachrhythmus und Satzmelodien –zum Beispiel beim Vorlesen.• Machen Sie mit Ihren Kindern gelegentlich dieStimm- und Sprechübungen der Schule des Hörens.Praktische TippsFaszinationHören2Stimme. Sprechen.Seit 1996 ist der gemeinnützige Projektkreis Schule desHörens e.V. im Auftrage von Landes- und Bundesein-richtungen mit der Entwicklung von Konzepten für dieAusbildung der Sinneskompetenz Hören befasst:OLLI OHRWURM, AUDITORIX, RADIO 108,8 gehörenzu seinen Projekten. Die Schule des Hörens ist Grün-dungsmitglied der Bundesvereinigung INITIATIVEHÖREN und führt deren Geschäftsstelle in Köln.Mit der Durchführung der Initiative Eltern+Medienwurde das Adolf-Grimme-Institut beauftragt:www.elternundmedien.de© 2009 Schule des Hörens e.V. Köln,Marienstraße 3, 50825 KölnDas Projekt FASZINATION HÖREN der Schule desHörens findet statt in Kooperation mit der InitiativeEltern+Medien, einem Angebot der Landesanstalt fürMedien Nordrhein-Westfalen (LfM) und wird gefördertvon der Stiftung Kunst, Kultur und Soziales derSparda-Bank West.Dieses Faltblatt und weitere Informa-tionen zum Thema finden Sie auch hier:www.auditorix.dewww.initiative-hoeren.dewww.schule-des-hoerens.de
  2. 2. Grundlagen Spiele ÜbungenHören und Sprechen gehören zusammenHören können und Sprechen lernen bilden vor allem inden ersten Lebensjahren eine Einheit. Kinder erlernendie Sprache ihrer Eltern, indem sie ihnen zuhören undzusehen: Wie bildet der Mund die Laute? Was höre ich,wenn ich das nachahme? Warum hört es sich bei mirnoch nicht so an wie bei den anderen? Was muss ichmit Zunge und Mund tun, damit sich mein Sprechen soanhört wie das der Eltern? Ohne ein gesundes Gehör istes nur schwer möglich, verständlich sprechen zu lernen.Deshalb sind Hörtests im frühen Babyalter von großerBedeutung.Hinhören fördert das SprachverständnisGesprochene Wörter und Sätze haben in jeder Spracheeinen bestimmten Rhythmus wie Musik. Je genauer einKind die gesprochene Sprache wahrnimmt, desto besserwird es auch Sprache verstehen und nachvollziehenkönnen. Aufmerksames Hinhören ist eine Voraussetzungdafür und kann jederzeit spielerisch geübt werden.Klares, verständliches und freies Sprechen gehört inder von audiovisuellen Medien geprägten Welt zu denSchlüsselkompetenzen, die Kinder erlernen sollen.Entdecken Sie mit Ihrem Kind auf spielerische Art undWeise die Wirkung von Stimme und Sprache. Stimm-und Sprechspiele fördern eine gute Aussprache und sindzur Vorbereitung eines erfolgreichen Schriftsprach-erwerbs hilfreich.Mit den folgenden Spielen der Schule des Hörensfördern Sie die Nutzung und Wahrnehmung vonStimme und Sprache:Wort an WortDer letzte Buchstabe eines Wortes soll der Anfangs-buchstabe des nächsten Wortes sein.AnfanG – GitteR – RübE – EberT – TischbeiN – NoT ...Silbe an SilbeTisch – bein – di – no – sau – rie – er – ba – by ...Jeder fügt eine neue Silbe hinzu. Witzige Wörter entste-hen. Natürlich müssen alle Silben wiederholt werden,bevor eine neue angehängt wird.ReimspielMit Sätzen oder Wörtern gemeinsam hin und her rei-men. Eine Vorgabe: „Peter mag Kartoffeln.“ Und eineAntwort: „Opa sucht Pantoffeln.“Alles mit „A“Im Wechsel oder um die Wette werden zu bestimmtenBuchstaben Wörter gesucht: „Alter – aber – Auto ...“.Varianten: Tiere, Vornamen, Pflanzen mit dem jeweili-gen Buchstaben finden.Lautsprache-ÜbungErfinden Sie gemeinsam rhythmische Sätze aus ähnlichklingenden Wörtern: Krumme, dumme, Brummer sum-men ... Platte Latten klappen mit Lippen Papppapier ...Stille Rille auf der Brille ...Wo sitzt die Stimme?Fühlen Sie mit den Kindern nach: Brummen und sum-men Sie und tasten Sie dabei Bauch, Brust, Hals,Mund und Nase danach ab, wo es vibriert!Knopf-Ziehen2 Knöpfe jeweils am Ende eines kräftigen Fadensbefestigen. Jeder Spieler nimmt einen Knopf in denMund, nur mit den Lippen festhalten! Und jetzt vor-sichtig ziehen. Wer zieht dem Gegner zuerst denKnopf aus dem Mund?Fußball-PustenEin Wattebausch; zwei oder mehr Spieler, verteilt anzwei Tischenden. Wer pustet den Wattebausch zuerstüber die Tischkante des Gegners?Eine Runde Gähnenlaut und mit weit offenem Mund! Das lockert und löstjederzeit die Stimmbänder.Mit Pfeil und BogenWie Robin Hood schießen wir einen Pfeil ab. DenBogen hochnehmen, spannen, tief einatmen und kräftigund zielgerichtet wie ein Pfeil die Luft heraus stoßen.Korken im MundKann man mit einem Korken zwischen den Zähnendeutlich sprechen? Ausprobieren und ordentlichanstrengen: Trainiert die Zungenmuskulatur und dieklare Aussprache.www.schule-des-hoerens.de

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