Mündlichkeit - Schriftlichkeit

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Mündlichkeit - Schriftlichkeit

  1. 1. WS 2011 SE Aspekte des Schriftspracherwerbs Grundschuldidaktik Deutsch Sprache 1: VO 2 – 12 Mag. phil. Sigrid Jones, MA sigrid.jones@kphvie.at sigridjones.wordpress.comKIRCHLICHE PÄDAGOGISCHE HOCHSCHULE WIEN/KREMS www.kphvie.ac.at
  2. 2. Überblick1. Sprachdidaktik als wissenschaftliche Disziplin, Sprache und Mensch2. Sprachunterricht: Ziele, Kompetenzen, Bildungsstandards3. Anfänge schriftsprachlichen Lernens4. Sprechen und Zuhören5. Lesen6. Schreiben7. Sprache und Sprachgebrauch reflektierenBudde, Monika et.al (2011) Sprachdidaktik. Berlin: Akademie Verlag
  3. 3. BildungsstandardsUnterrichtsgegenstand „Deutsch, Lesen, Schreiben“BIFIE Praxishandbuch Deutsch
  4. 4. 04 Literacy Teilhabe an einer Schrift-, Buch und Erzählkultur
  5. 5. Eine ökologische Perspektivenach: Marsh (2003) One Way Traffic: Connection between Home and School Literacy Practices
  6. 6. Erweitertes Lese/ Schreibverständnis LESEN/HÖREN/ SCHREIBEN/ ANSCHAUEN/ PRODUZIEREN/ SPIELEN GESTALTEN Bilderbücher, Kinderbücher Zeichnung & Text Hörbücher Bildgeschichten CD-ROMs, E-Bücher SMS, Email, Chat Zeitungen, Zeitschriften, Photos, Bildbearbeitung Werbung, Plakate Power Point Film, Fernsehen, DVD Webseiten, Blogs, Wikis Webseiten, Webquests, Video, VideoschnittComputerspiele, Videospiele Animationen, Trickfilm Email, SMS, Chats Radio, Podcasts iPod, PodcastingSigrid Jones – some rights reserved
  7. 7. 04 „Environmental Print“
  8. 8. Environmental Print
  9. 9. 04 Sprechen und Zuhören
  10. 10. Kommunikationsbedingungen Mündlichkeit Schriftlichkeit dialogisch, interaktiv monologisch Vertrautheit der Partner Fremdheit der Partner face-to-face Interaktion raumzeitliche Trennung freie Themenentwicklung Themenfixierung privat öffentlich spontan reflektiert Situationsverschränkung Situationsentbindung Affektivität ObjektivitätPräferenzen in konzeptioneller Mündlichkeit und Schriftlichkeit(nach Koch & Österreicher 1986) siehe Günther (1993) Erziehung zur
  11. 11. Versprachlichungsstrategien Mündlichkeit Schriftlichkeit Prozeßhaftigkeit Vergegenständlichung Vorläufigkeit Endgültigkeit parataktisch hypotaktisch geringere: höhere: Kompaktheit Integration Komplexität Elaboriertheit PlanungPräferenzen in konzeptioneller Mündlichkeit und Schriftlichkeit(nach Koch & Österreicher 1986) siehe Günther (1993) Erziehung zur
  12. 12. Konzeptionelle Mündlichkeit und Schriftlichkeit
  13. 13. Konzeptionelle Mündlichkeit und SchriftlichkeitWir unterscheiden konzeptionelle Mündlichkeit undSchriftlichkeit auf allen Ebenen: Wortebene Satzebene Text- bzw. DiskursebeneHartmut Günther (1993) Erziehung zur Schriftlichkeit. in Hartmut Günther, Ursula Bredel & Michael Becker-Mrotzek (Hg) (2010) Beiträge zur Didaktik der Schriftlichkeit, Kölner Beiträge zur Sprachdidaktik Reihe AKöBeS (6) 2010 Gilles & Francke Verlag
  14. 14.  Schulische Anforderungen an die mündlichen Leistungen sind durch Schriftlichkeit geprägt: ,,Sprich bitte in ganzen Sätzen“= medial mündlich, aber konzeptionell schriftlich = „sprich schriftlich“ Förderung von Mündlichkeit und Schriftlichkeit! Eintwicklung von Sprechmustern = Handlungsmustern für verschiedene Situationen Nutzung verschiedener sprachlicher sprachlicher Register (Mundart, Jugendsprache, etc.) Anheben der Fehlertoleranz Angemessenheit, nicht Richtigkeit als Richtline!
  15. 15. Eingangsphase an Grundschulen (2009) Institut für Qualitätsentwicklung an Schulen.Schleswig-Holstein In Anlehnung an das Vier-Säulenmodell von Brinkmann/Brügelmannin: Brinkmann, E./Brügelmann, H.: Pädagogische Leistungskultur: Materialien für Klasse 1und 2. Deutsch. Grundschulverband 2005.
  16. 16. 03 Sprechanlässe ..
  17. 17. PlanungsgesprächGemeinsame Aktivitäten planen Aktivitäten werden besprochen, geplant und durchgeführt, die gemeinsame Diskussionen und Entscheidungen verlangen (z.B. Vorbereitung eines Ausflugs, Bau einer Hütte, Produktion einer Hörkassette etc).Diese Aktivität erfordert: Informationen einzuholen und darüber zu berichten, die Folge der Arbeitsschritte festzulegen oder einen Plan anzufertigen.
  18. 18. Erzählen Erzählen als Kommunikation: Erzählung entsteht im Dialog Kollaboratives Erzählen: mehrere Sprecher konstruieren eine Erzählung an ein gemeinsame Erinnerung Verkettung und Zusammenhang der erzählten Handlungen herstellen Hinführung zum episodischen Erzählen Hinführung zum Erzählen mit Dramaturgie (z.B. Witze) Entwicklung von Erzählstrukturen (Schemata, z.B .im Märchen) Nacherzählen (Bildgeschichte, Film, Buch)
  19. 19. Berichten und Beschreiben Berichten und Beschreiben als sprachliche Darstellung nicht gegenwärtiger Handlungen, Zustände, Vorgänge etc. (z.B. „Mein Schulweg“, „Wie kocht man Spaghetti?“) Anschaulichkeit, Verwendung von Anschauungsmaterial (Gegenstände, Fotos, Poster, Handzettel, etc.) Strukturierung des Themas Entwicklung der Fähigkeit in in formalen Situationen zu sprechen > Präsentation, Vortrag
  20. 20. Vortragen und Präsentieren Präsentation (bedeutsame Gegenstände, Bücher und andere Medien, Sachthemen, etc.) Vorlesen eines eingeübten Erzählextes Vortragen eines auswendig gelernten (eigenen) Textes (Auswendiges) Vortragen eines Gedichtes Audioaufnahmen, Kinderradio (sekundäre Mündlichkeit) Hörspieldialoge, szenische Darstellung Bilderbuchkino, Powerpointgeschichten
  21. 21. AnschlusskommunikationSprechen über Medienerfahrungen Sprechen über Bilder, Bildserien Bilderbücher Film Fernsehen Computerspiele Comics Buchpräsentationen
  22. 22. Geschichten erfindenSpiele zum Geschichtenerfinden: Ausgehend von einem oder mehreren Gegenständen(Schachtelgeschichte) Auf Basis von ausgewählten Erzählelementen (ausgewählte oder zufällig zusammengestellte Bildkärtchen, Bildserien, Stichworte auf Kärtchen) Kettengeschichten entwickeln Geschichtenanfänge weiter erzählen Erzählungen diktieren Film ohne Ton: Dialoge erfinden
  23. 23. Szenisches DarstellenImprovisation und Rollenspiel Spiel mit Handpuppen 5-Minuten Theater Audioaufnahme Videoaufnahme „Reporter“ „Interview“ „Fernsehdiskussion“
  24. 24. Vorlesen Hinführung zu Literatur-, Bücher- und Schriftkultur Entdecken, dass Schriftzeichen Bedeutung tragen Freude an Büchern entwickeln und Lust auf eigenes Lesen bekommen Eine Bandbreite von verschiedenen Geschichten und Erzählmustern kennen lernen Zuhören lernenErika Brinkmann 13.10.2007 Offenheit mit Sicherheit: Lesen- undSchreibenlernen auf eigenen Wegen – aber nicht allein
  25. 25. Zuhören Vorlesen in der Klasse : Geschichten, Gedichte, auch ganze Bücher, nicht nur für Sprachübungen instrumentalisieren sondern auch nur zum Vergnügen Hörbücher, Hörbeispiele Aufmerksamkeit fokussieren, Aufgaben lösen Selektieren (zum Gehörten zeichnen, Notizen machen) Erzählkreis: einander Zuhören lernen

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