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Jungdeutschen

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Jungdeutschen

  1. 1. Jungdeutschen: - Schriften verboten - Gegen Autoritäten, Klassiker, Romantiker - Kunst darf nicht zweckfrei und absolut sein - Literatur sollte Gesellschaftszustände wiedergeben - Zweck (poetische Umgestaltung des Lebens) - Kunstformen sind Mittel zum Zweck - Dichter und Schriftsteller -> Dienst des Vaterlandes - Erneuerung des Lebens / poetische Umgestaltung - Gattungsformen: Roman, Novelle - Heinrich Heine 1831 -> FR, dann D -> „Deutschland. Ein Wintermärchen“ Realismus 1) Historischer Hintergrund a. bürgerliche Revolution -> 1848 b. Sturz Metternichs (A) c. Ziele der Revolution wurden nicht erreicht d. Errichtung von neoabsolutistischen Systemen e. wirtschaftlich und gesellschaftpolitisch -> zu einer Polarisierung von Kapitalismus und Proletariat f. Landflucht: Arbeiter boten Arbeitskraft für ihren Hungerlohn an, da es zu viele Arbeiter gab; gab keinen Sozialschutz g. 1848: -> Friedrich Engels & Karl Max -> Manifest der kommunistischen Partei h. Realisten: im Gegensatz dazu, sie reagieren nicht auf die Zeitprobleme i. Realismus -> starke Impulse von der Philosophie der Zeit, besonders von Feuerbach j. Materialist: alles was ist, ist Materie, die sich nach strengen Gesetzen verhält, die Gesetze sind erforsch- und erkennbar k. Biologie -> Durchbruch mit Darwins Abstammungslehre poetischer Realismus - Realismus ist keine Erfindung des 19 Jh. - Mittelalter -> Schwänken des 15 und 16 Jh. und bei Grimmelshausen (Simplizisimus) - wird erst Mitte des 19 Jh. zum Stilprogramm - Vertreter: o D:  Gottfried Keller  Theodor Storm  Wilhelm Busch  Wilhelm Raabe  Konrad Ferdinand Meyer  Theodor von Fontane o A:  Peter Rosegger  Marie von Ebner-Eschenbach  Ferdinand von Saar  Ludwig Anzengruber
  2. 2. - gegen Klassik und Romantik - der Realismus will die erfahrbare Welt unparteiisch schildern - Beobachter der Wirklichkeit - Vertreter aus Bürgertum oder Kleinbürgertum - nur ihre Welt; kein Thema ist Arbeiter (Armut) - Handlungen in Kleinstadt oder Land (Dorfgeschichte) - Figuren: Handwerker, Bauern, sonderbare Leute, Kaufleute - Hintergrund = kleine, private Welt - wird poetisiert -> poetischer Realismus FR -> kritischer Realismus D -> Naturalismus Erzähltechniken: - kennzeichnend für die Erzählung ist die Rahmentechnik (Erinnerung an etwas -> wird erzählt) z.B. Theodor Storm „Der Schimmelreiter“ (Novelle) Der Lehrer erzählt im Gasthaus die Geschichte des Deichgrafen namens Hauke Haien als ein Unwetter die Deiche bedroht. - Prosa herrscht bei der Dichtung vor! nüchterner einfacher Stil, Milieu und Zustand Schilderungen, bevorzugte Gattungsform ist die Novelle; Formen des Romans (historischer, Entwicklung, Gesellschaft, Familien); Drama wird verzichtet - Lyrik (Erlebnis- und Stimmungsgedichte dominieren) Hauptvertreter: Konrad. F. Meyer („Füße im Feuer“ S.34 & „Der römische Brunnen“ S.208) Autoren & Werke: A) Lyrik: a. Storm „Von Drauss vom Walde komm ich her“ S.208 B) Epik: Roman: a. Theodor Fontane „Effi Briest“ (Gesellschaftsroman 1895) S.206 b. Gottfried Keller „Der grüne Heinrich“ (Bildungsroman 1879-80) - Heinrich Lee verliert früh seinen Vater und wird von der Schule geworfen wegen eines Streiches. Er begibt sich auf einer Wanderschaft und will Maler werden. (1 Fassung: kommt nicht nach Hauste zurück, Mutter stirbt, fühlt sich schuldig /// 2 Fassung: ergreift einen bürgerlichen Beruf und integriert sich) Novelle: a. Gottfried Keller „Romeo und Julia auf dem Dorfe“ (1856) b. Theodor Storm „Der Schimmelreiter“ (Rahmenerzählung 1888) - ein Deichgraf verliert Frau und Kind bei einer Flut und begeht Selbstmord Der kritische Realismus - andere Erscheinungsform des Realismus in FR - bemüht sich um unbedingte Objektivität - das Elend, das Hässliche, das Beklemmende wird entdeckt und literarisch verarbeitet
  3. 3. a. Gustave Flaubert „Madame Bovary“ (1856) Emma B. hat als junges Mädchen mit Leidenschaft “romantische” Romane gelesen -> heiratet Provinzarzt Charles Bovary.. passt ihren Vorstellungen.. flüchtet in ständige Affären und begeht am Ende Selbstmord. S.210-211

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