Successfully reported this slideshow.
We use your LinkedIn profile and activity data to personalize ads and to show you more relevant ads. You can change your ad preferences anytime.

Aktuelle Entwicklungen in der Lebensmittelindustrie und ihre Auswirkungen auf das Risikomanagement

1,130 views

Published on

Die Brandgefahr ist eines der größten Risiken für Betriebe der Lebensmittelherstellung und -verarbeitung. Laut einer Studie des Gesamtverbandes der Deutschen Versicherungswirtschaft e.V. (GDV) sind beispielsweise in Deutschland lediglich 2 % der Lebensmittelindustrie mit automatischen Feuerlöschanlagen ausgestattet. Zurzeit ist zu beobachten. dass sich immer mehr Großschäden ereignen und die Schadenhöhe einzelner Schäden kontinuierlich steigt.

Lesen Sie mehr dazu auf http://www.genre.com/knowledge/blog/the-impact-of-trends-in-the-food-industry-on-risk-management-de.html.

Published in: Economy & Finance
  • Be the first to comment

  • Be the first to like this

Aktuelle Entwicklungen in der Lebensmittelindustrie und ihre Auswirkungen auf das Risikomanagement

  1. 1. Das Brandrisiko in der europäischen Lebensmittelindustrie wird unterschätzt
  2. 2. Die Lebensmittel- und Getränkeindustrie zählt zu den größten Branchen der Welt.
  3. 3. Das Gesamtvolumen der weltweiten Lebensmittelexporte betrug im Jahr 2014 knapp USD 1,5 Bio. Quelle: Welthandelsorganisation (WTO), Internationale Handelsstatistik 2014
  4. 4. Produktions- kosten Gewinn- margenwährendsteigen sinken
  5. 5. Betriebe sind einem steigenden Druck ausgesetzt Schnellere Produktion Größere Produktions- stätten Just-in-Time- Lieferung Zunehmend automatisierte Herstellungs- verfahren – wettbewerbsfähig zu bleiben
  6. 6. Betriebe sind einem steigenden Druck ausgesetzt Neue, vielfältigere und exotischere Produkte Niedrigere Preise – die Erwartungen der Verbraucher zu erfüllen
  7. 7. Betriebe sind einem steigenden Druck ausgesetzt Hygiene- vorschriften Transparente Zutaten- angaben auf der Verpackung – gesetzliche Auflagen zu erfüllen Selbst bekannte Marken nutzen Zulieferer/Produktionsstätten in Ländern mit unterschiedlich strengen Sicherheitsstandards und sind deshalb häufig nicht abschätzbaren Risiken ausgesetzt, die Großschäden nach sich ziehen.
  8. 8. Obwohl die Branche den Schwerpunkt auf Innovation und Wachstum legt, weisen viele Betriebe schwere Mängel oder einen unzureichenden Brandschutz auf.
  9. 9. In Deutschland sind nur 2 % der Lebens­ mittelbetriebe mit einer automatischen Feuerlöschanlage geschützt. Quelle: Gesamtverband der Deutschen Versicherungswirtschaft e.V. (GDV)
  10. 10. Was sind die Hauptursachen für Brände in Lebensmittelbetrieben?
  11. 11. Menschliches Versagen Arbeitsprozesse Anlagendefekte Teilweise sind Hygienevorschriften nicht mit notwendigen Brandschutzmaßnahmen vereinbar. Die häufigsten Brandursachen
  12. 12. 7 24 18 18 26 31 26 34 15 34 33 29 36 34 2001 2002 2003 2004 2005 2006 2007 2008 2009 2010 2011 2012 2013 2014 20 2015 Gesamtschäden in Millionen Euro Anzahl der Schäden Durchschnittliche Schadenhöhe je Anspruch €124,6 €283,6 €865,0 €1.159,8 €552,9 €220,2 €183,4 €533,5 €304,2 €983,9 €557,8€557,5 €459,9 €257,0 €104,6 Großschäden nehmen zu. Einzelne Schäden werden größer. Hinweis: Ansprüche wegen Brandschäden von Januar 2001 bis 2015 Quelle: Gen Re
  13. 13. Was sollten versicherte Betriebe tun?
  14. 14. Feuerbeständige Trennung von brandgefährdeten Bereichen (z. B. Frittieranlagen, Lagerung von brennbaren Flüssig- keiten usw.) Einrichtung von Brandabschnitten (z. B. Produktion, Lager, Verpackung) Verwendung von nicht brennbaren Baustoffen Brandschutzmaßnahmen
  15. 15. Risikomanagement Überprüfung von Business Continuity-Plänen, einschließlich Redundanzen alternativer Standorte Installation von Feuerlöschanlagen in gefährdeten Betrieben Überwachung des Betriebs durch eine automatische Brandmeldeanlage mit Alarmierung der örtlichen Feuerwehr Ausstattung des Betriebs mit einer automatischen Sprinkleranlage
  16. 16. Was sind die Auswirkungen für Versicherer?
  17. 17. Maschinen können unter Umständen aufgrund von gesetzlichen Auflagen nicht gereinigt oder repariert werden. Aufgrund der Just-in-Time-Produktion entlang der Lebensmittelieferkette führen kleine Schäden zu Betriebs- unterbrechungen, die länger sind als erwartet.
  18. 18. - Keine Möglichkeiten des Outsourcing Keine Produktion während des Wiederaufbaus Produktionsalternativen sind begrenzt, vor allem für Betriebe, die vor Ort produzieren müssen, z. B. Hersteller von Mineralwasser und regionalen Spezialitäten wie Kölsch, Champagner, Nürnberger Rostbratwürstchen usw.
  19. 19. Was Versicherer berücksichtigen sollten:
  20. 20. Angesichts der zunehmenden Industrialisierung und höheren Sachwerten von Betrieben sollten die Risiken nicht als gewerbliche, sondern als industrielle Risiken betrachtet werden. Fachspezifische Kenntnisse in der Lebensmittelindustrie und Kenntnisse im industriellen Underwriting sind unerlässlich; Risikobesichtigungen durch Versicherungsingenieure sollten regelmäßig durchgeführt werden. Eine sorgfältige Prüfung der Wordings/Policen sowie vereinbarter Sublimits und Deckungssummen sind ebenfalls entscheidend.
  21. 21. Weitere Informationen erhalten Sie von Ihrem Gen Re-Ansprechpartner. © 2016 General Re Corporation | Die in dieser Präsentation enthaltenen Informationen wurden von der Gen Re zu Informationszwecken zusammengestellt. Das Material basiert auf Quellen, die wir für zuverlässig halten oder eigenen Daten der Gen Re. Dennoch übernehmen wir keine Haftung hinsichtlich ihrer Genauigkeit oder Vollständigkeit der Angaben. Der Inhalt dieser Präsentation ist als genereller Leitfaden zum Thema gedacht. Für Ihren konkreten Fall sollten Sie sich gesonderte Beratung einholen. +49 221 9738 939 leo.ronken@genre.com Leo Ronken

×