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1IUL-Politik über die Ausbeutung von Kindern im FremdenverkehrSchutz von Kindern vor sexueller AusbeutungDie IUL-Mitglieds...
2Arbeitgebern dagegen vorgehen können.9. Arbeitgebervereinigungen verpflichten sich, Maßnahmen zu ergreifen –erforderliche...
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Iul politik über die ausbeutung von kindern im fremdenverkehr

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Iul politik über die ausbeutung von kindern im fremdenverkehr

  1. 1. 1IUL-Politik über die Ausbeutung von Kindern im FremdenverkehrSchutz von Kindern vor sexueller AusbeutungDie IUL-Mitgliedsverbände werden aufgefordert, Maßnahmen zur Bekämpfung dersexuellen Ausbeutung von Kindern anzunehmen oder zu verbessern:• Mitgliedsverbände sollten die Annahme des Verhaltenskodexes zum Schutz vonKindern vor sexueller Ausbeutung im Tourismus vorschlagen• Mitgliedsverbände sollten mit Unternehmen Vereinbarungen auf der Grundlageder “Mustervereinbarung – Bekämpfung der Prostitution” unterzeichnen (dieMustervereinbarung ist beigefügt, und der Titel wird in “Kampf gegen dieAusbeutung von Kindern im Tourismus” geändert werden)• Mitgliedsverbände sollten gezielt formulierte Vereinbarungen aushandeln, durchdie gewährleistet wird, dass die Rekrutierung von Minderjährigen in den HRCTSektorenauf diejenigen Abteilungen und Aufgaben beschränkt wird, bei denennicht die Gefahr sexueller Belästigung besteht, und dass Minderjährige keinesfallsmit Arbeiten oder Aufgaben beschäftigt werden, bei den es zu Kontakten mitKunden kommt, außer in Gegenwart eines erwachsenen Kollegen/einererwachsenen Kollegin.KAMPF GEGEN DIE AUSBEUTUNG VON KINDERN IM TOURISMUSMUSTERVEREINBARUNGFür Verhandlungen zwischen Arbeitgebern und Gewerkschaften im TourismussektorDas Unternehmen (oder die Arbeitgebervereinigung) und die Gewerkschaft(en) kommt(kommen) hiermit wie folgt überein:1. Hotels weigern sich, Geschäfte mit Reisebüros oder Reiseveranstaltern zu tätigen, dienachweislich Verbindungen zur Kinderprostitution haben.2. Beschäftigte von Tourismus-Organisationen werden dazu ermutigt, ihrer Gewerkschaftalle Wünsche im Zusammenhang mit dem Prostitutions-Tourismus zu melden.Gewerkschaften prüfen zusammen mit der Leitung der betreffenden OrganisationenMittel und Wege, um von solchen Wünschen abzuhalten.3. Beschäftigte von Transportunternehmen werden dazu ermutigt, alle verfügbarenInformationen über den Kampf gegen den Prostitutions-Tourismus zu verbreiten.4. Einrichtungen des Gastgewerbes (Hotels, Gaststätten, Bars usw.) zeigen Informationenüber den Kampf gegen den Prostitutions-Tourismus an und machen sie ihrenKunden zugänglich.5. Beschäftigte von Einrichtungen des Gastgewerbes haben das Recht und verpflichtensich, ihrer Gewerkschaft alle Wünsche im Zusammenhang mit der Kinderprostitution zumelden. Gewerkschaften setzen die Betriebsleitung davon in Kenntnis und prüfenMittel und Wege, um von solchen Wünschen abzuhalten.6. Beschäftigte haben das Recht und verpflichten sich, sich zu weigern, Wünschen imZusammenhang mit der Kinderprostitution zu entsprechen. In einem solchen Fallverpflichtet sich die Betriebsleitung von Einrichtungen des Gastgewerbes, dieBeschäftigten in einem Konflikt mit Kunden zu unterstützen. Gegen Beschäftigte, diees abgelehnt haben, dem Wunsch eines Kunden im Zusammenhang mit derKinderprostitution Folge zu leisten, werden keinerlei Disziplinarmaßnahmen verhängt.7. Kinder dürfen in Einrichtungen des Gastgewerbes nicht beschäftigt werden, auch nichtauf freiwilliger Basis. Grundsätzlich dürfen jugendliche Beschäftigte nachts nichtarbeiten, insbesondere bei Tätigkeiten, bei denen sie in Kontakt mit Kunden stehen.8. Gewerkschaften werden dazu ermutigt, Beschäftigte des Sektors nachdrücklichaufzufordern, jede verdächtige Situation zu melden, damit die Gewerkschaften bei
  2. 2. 2Arbeitgebern dagegen vorgehen können.9. Arbeitgebervereinigungen verpflichten sich, Maßnahmen zu ergreifen –erforderlichenfallsin Bezug auf ihre eigenen Mitglieder – mit dem Ziel, der sexuellen Ausbeutungvon Kindern Einhalt zu gebieten, wo immer sie Kenntnis davon erlangen.IUL Exekutive, Genf, 29.-30. Mai 2013

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