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Rollenspiele im UX-Design: Spielerisch den Anwender verstehen

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Was würde nur der Anwender tun? Ach wäre man nur der Anwender, dann könnte man sich selber fragen. Da das aber nicht so einfach funktioniert, können wir Rollenspiele nutzen, um andere und uns in die Situationen zu versetzen, die die Anwender erfahren. Schon im Kindesalter lernen wir in Rollenspielen, wie sich beispielsweise Cowboys und Indianer verhalten. Daher sind wir von Natur aus in Rollenspielen geschult.

Durch Übungen aus dem Schauspielunterricht und dem Rollenspieltraining zeigt Dominique, wie Produkt- und Featureideen schon sehr früh auf Akzeptanz oder Rückweisung spielerisch geprüft werden können. Wir werden durch viele verschiedene Übungen langsam an die Praktik Rollenspiele herangebracht und können dann konkret erarbeiten, was an unseren Ideen gut oder schlecht ist. Dabei bringt uns Dominique einige beispielhafte Ideen mit, aber wer will, kann natürlich auch eigene Ideen mitbringen!

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Rollenspiele im UX-Design: Spielerisch den Anwender verstehen

  1. 1. Rollenspiele im UX-Design Dominique Winter Spielerisch den Anwender verstehen
  2. 2. Wir werden uns bewegen, herumlaufen und peinliche Sachen machen…
  3. 3. EINFÜHRUNG
  4. 4. Rollenspiele erlauben es, sich in andere Personen hineinversetzen und soziale Fähigkeiten und Einsichten für den Einsatz in der Realität zu gewinnen.
  5. 5. Im Mittelpunkt des Rollenspiels steht die Rolle, aus deren Sicht wir heraus interagieren.
  6. 6. Die Spielsituation beschreibt den Kontext des Rollenspiels und des fiktiven Einsatzes eines Produktes.
  7. 7. Das Produkt nimmt eine Katalysatorrolle ein, um das Rollenspiel zu fokussieren.
  8. 8. AUFWÄRMEN
  9. 9. Jetzt geht’s los! Ein paar Aufwärmübungen müssen sein :)
  10. 10. Lauft im Raum umher ohne euch anzurempeln!
  11. 11. Jetzt haben wir einen Raum und eine Beziehung.
  12. 12. Laufe wie ein anderer!
  13. 13. Stellt euch im Kreis mit den Gesichtern nach außen auf und zählt gemeinsam bis 20! Wenn zwei gleichzeitig anfangen, fangen wir wieder bei 1 an.
  14. 14. Rollenspiele haben auch etwas mit Wahrnehmung und Einfühlungsvermögen zu tun.
  15. 15. Bildet 3 Gruppen!
  16. 16. Wir assoziieren Wörter! Einfach das erste was einfällt. Es gibt keine falschen Assoziationen! Einfach das erste Wort sagen und keines vorbereiten.
  17. 17. Bildet Gruppen von jeweils 3 Personen!
  18. 18. Einer von euch kommt aus München, einer aus Berlin und einer aus Hamburg.
  19. 19. Unterhaltet euch in diesen Rollen über eure Anreise!
  20. 20. ROLLENSPIELE EINSETZEN
  21. 21. Übung: Kennst du diese App? In dieser Übung werden wir eine App einem Freund empfehlen. Was ist alles gut an der App und warum sollte jeder diese benutzen? Lücken in der Produktidee einfach schließen oder auslassen. Kassenzettel- archiv Kassenzettel können abfotografiert und lokal archiviert werden. Alle Kassenzettel sind dann sortierbar, kategorisierbar und werten pro Monat die Ausgaben aus. Zwei sich Unterhaltende Beobachtung des Nutzers. Was ist ihm wichtig und was begeistert ihn? Moderator/ Beobachter
  22. 22. Spielreize aufnehmen und weiterführen, damit ein kontinuierliches Spiel entsteht.
  23. 23. ERZÄHLEN DURCH ROLLENSPIELE
  24. 24. Übung: Gute App, böse App? In dieser Übung werden wir eine App einem Freund empfehlen. Was ist alles gut an der App und warum sollte die am besten jeder benutzen? Dieser ist jedoch extrem kritisch und fokussiert sich auf die negativen Eigenschaften. FullMonitor App Sie protokolliert alle körperlichen Aktivitäten und Gefühle. Sie teilt die Informationen über das Internet mit dem Arzt und der Familie. Moderator/Beobachter KritikerPromotor
  25. 25. VERWENDUNG VON EIN- PERSONEN-ROLLENSPIELEN
  26. 26. Wie wird die psychische Umwelt im Nutzungskontext erwartet?
  27. 27. In dieser Übung werden wir im Ein- Personen-Rollenspiel aus Nutzerperspektive ein einfaches Szenario durchspielen. Der Anwender möchte den Weg nach Hause erfahren, weil er aus persönlichen Gründen besonders schnell nach Hause muss. Welche Alternativen gibt es und welche ist die beste? Nehmt euch euer Smartphone, Tablet oder ähnliches. Spielt dann für euch persönlich das Szenario durch. Dokumentiert danach besondere Problemstellen. Was ist euch an eurem Verhalten aufgefallen? Stellt vorher diese Fragen! • Warum muss der Anwender möglichst schnell nach Hause? • Wann war ich in einer entsprechenden Situation? • Woran merkt jemand anderes, dass ich es sehr eilig habe? (Nervöses Verhalten?) Übung: Ab nach Hause!
  28. 28. Auch bei Ein-Personen- Rollenspiel ist ein Beobachter sinnvoll.
  29. 29. Thinking-Aloud-Tests mit Experten und Cognitive Walkthroughs können durch rollenspielerisches Herangehen verbessert werden.
  30. 30. NOCH EIN PAAR TIPPS
  31. 31. Durch kleine Gegenstände die Rolle klar von der wirklichen Person abgrenzen hilft Spiel und Realität auseinander zu halten.
  32. 32. Werdet nicht persönlich. Bleibt in der Rolle und spielt mit der miteinander statt gegen- einander.
  33. 33. Schafft eine angemessene Umgebung, um Peinlichkeiten von der Umwelt zu isolieren.
  34. 34. Storyboards und Szenarien müssen ausreichend Informationen für den Nutzungskontext inkl. psychischer Umwelt zur Verfügung stellen.
  35. 35. Zeitwahrnehmung kann durch ein Metronom variiert werden.
  36. 36. Die eigene Tagesform ist Verbündeter und Feind zugleich.
  37. 37. 1. Rollenspiele sind einfach und günstig. 2. Beachtet die Selbstreferenzierung und nutzt ggf. Personas und Rollengegenstände. 3. Klare Grenze zwischen Spielsituation und Realität schaffen. 4. Hoher Nutzen nur bei klaren Zielen. 5. Kein Rollenspiel ohne Moderator/Beobachter. 6. Nicht jeder ist geeignet für Rollenspiele, man kann sie Menschen nicht aufzwingen. 7. Nicht zu viel von einem Rollenspiel erwarten, Druck zerstört die Spielfreiheit.
  38. 38. Wie kann ich euch noch weiterhelfen????
  39. 39. THXDanke für Eure Aufmerksamkeit Dominique Winter www.designik.de @designik dominique.winter@designik.de

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