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Ausbildungskonferenz2013 klaus lorenz_umsetzung_enquetekommission_berufliche_schule

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Ministerialdirigent Klaus Lorenz zur Umsetzung der Ergebnisse der Empfehlungen der Enquetekommission Berufliche Schule

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Ausbildungskonferenz2013 klaus lorenz_umsetzung_enquetekommission_berufliche_schule

  1. 1. Umsetzung der Empfehlungen der Enquete- Kommission zur beruflichen Schule MDgt Klaus Lorenz, Ministerium für Kultus, Jugend und Sport Baden-Württemberg
  2. 2. Schüler an öffentlichen beruflichen Schulen in Baden-Württemberg in naturwissenschaftlichen Berufen der Chemieindustrie s. en be n ch e ng de ul rg er le ra e n m n ch e bi el ge hu im ul bu w be ul ge r u Tü m I nf t le ge es ei le I ei Ge he ch r b ch lin sc Bi an nt tg hu ei Sin b r-S le Fr au- er be nh hu Ho w. S er Rh n e lw ze ru le ut s c hu ul La ne ew Üb wer El hul an c rls hu St iner n ch le M nz-S Sc Schülerzahl (Klassen) ar us he ei he -G Ka r-Sc hu c -S Ge up Ha St e ss te at el La ich ld sc n- n- uf -R s gle wi nd no en h- be vo bl er ür er t nt En ric m .u Ar ch er er sb n- -Z th he sa rl- rl- in w w w rs lia rg ei al Ge Ho He Ge Ge Ge Ke Ca Ka W Kr Jö Ki duale Ausbildungsberufe: Biologielaborant/in 92 (3) 111 (6) 64 (3) 267 (12) Chemielaborant/in 139 (6) 168 (6) 102 (3) 95 (4) 46 (3) 116 (6) 666 (28) Chemikant/in 119 (6) 81 (3) 72 (3) 136 (6) 408 (18) Lacklaborant/in 165 (6) 165 (6) Pharmakant/in 65 (3) 29 *1 114 (6) 208 (9) Produktionsfachkraft Chemie 42 (2) 43 (2) Zweijährige Berufskollegs: 2BK Biologisch-technische Assistenten 90 (4) 90 (4) 2BK Chemisch-technische Assistenten 42 (2) 38 (2) 40 (2) 37 (2) 39 (2) 46 (2) 44 (2) 41 (2) 46 (2) 373 (18) 2BK Pharmazeutisch-techn. Assistenten 91 (4) 86 (4) 114 (4) 104 (4) 92 (4) 92 (4) 22 (1) 106 (5) 707 (30) *1 Unterricht in Fachklassen gemeinsam mit Chemielaboranten
  3. 3. … ein wenig Historie …
  4. 4. Die Reichsschulkonferenz wurde vom 11. bis 20. Juni 1920 in Berlin einberufen, um das deutsche Schulsystem in der Weimarer Republik systematisch neu zu ordnen. Eingeladen waren etwa 650 Bildungsexperten, unter ihnen die namhaften deutschen Vertreter der Reformpädagogik sowie die Vertreter der Kultusministerien der deutschen Länder, der Kirchen und maßgeblichen Verbände. Fast alle späteren Reformbestrebungen und bildungspolitischen Streitpunkte bis in die Gegenwart sind auf dieser Konferenz bereits vorgetragen und diskutiert worden. Ein Hauptstreitpunkt war die Dauer der Grundschulzeit (vier oder sechs Jahre). Das Reichsgrundschulgesetz vom 28. April 1920 legte bereits vor der Konferenz die vierjährige Grundschule für alle verbindlich fest, womit die bisher üblichen privaten Vorschulen für spätere Gymnasiasten wegfielen. Die Grundlage der Diskussion bildete zunächst der "Weimarer Schulkompromiss" der Parteien, die die Verfassung von 1919 in den Artikeln 135 bis 150 geprägt hatten: Danach sollte es eine für alle gemeinsame Grundschule geben, Volksschulen konnten aber auf Antrag der Eltern konfessionell eingerichtet werden. Der Religionsunterricht blieb ein ordentliches Unterrichtsfach unter Aufsicht des Staates. Die SPD trat für die kostenlose Einheitsschule auch in höheren Klassen sowie die Koedukation und wissenschaftliche Lehrerausbildung ein, die DDP hatte Bedenken gegen die Abschaffung des Gymnasiums, das Zentrum war mit den Kirchen strikt für Konfessionsschulen. Die zahlreichen Ergebnisse der Konferenz blieben ohne direkte Umsetzung, da in der Reichstagswahl 1920 die Mehrheit der Weimarer Koalition verloren ging. Quelle: Wikipedia
  5. 5. Bildungswesen 1958: Technische Probleme behindern umfassende Schulreform Vor allem im Bereich der schulischen Bildung gibt es Ende der 50er Jahre in der Bundesrepublik noch deutliche Mängel. Zum einen fehlen Schulgebäude und Klassenräume, so dass die Kinder teilweise in Vormittags- und Nachmittagsschichten unterrichtet werden, oder die Schulstunden in völlig unzureichenden Räumen stattfinden. Andererseits herrscht Lehrermangel, der dazu führt, dass durchschnittlich 34 Schüler in einer Klasse sitzen. Besonders gravierend ist die Situation in Bremen und Hessen mit je 37 Schülern pro Klasse. Obwohl sich die Situation seit Beginn der 50er Jahre bereits deutlich gebessert hat - 1950 betrug die durchschnittliche Klassenstärke 42 Kinder - fordert die Arbeitsgemeinschaft deutscher Lehrerverbände auf ihrer Tagung Anfang Juni die Festsetzung einer Höchstgrenze bei 30 Schülern pro Klasse; anderenfalls sei ein menschlicher Kontakt zwischen Lehrer und Schülern unmöglich. Sorgen macht der Arbeitsgemeinschaft auch der fehlende Lehrernachwuchs; viele junge Menschen würden durch geringe Gehälter abgeschreckt und fürchteten überdies das Negativimage der Lehrer in der Öffentlichkeit. Das Problem wird sich voraussichtlich noch durch den großen Überhang älterer Lehrer verschärfen. So erreicht etwa ein Viertel der knapp 200 000 Lehrkräfte in der Bundesrepublik innerhalb der nächsten zehn Jahre die Pensionsgrenze. Demgegenüber legen im Sommersemester 1958 im Bundesgebiet - ohne Bayern, Saarland und Berlin (West) - nur 882 Studenten erfolgreich ihr Staatsexamen für das Lehramt ab. Während im Schulsystem vor allem versucht wird, die technischen Probleme zu bewältigen, bleibt eine Bildungsreform aus. Der Unterricht orientiert sich nach wie vor weitgehend an den Lehrplänen von 1938, die so gut wie möglich von nationalsozialistischem Gedankengut befreit wurden. Erschwert wird die Neuorientierung auch durch die Bekenntnisschulen, die in Nordrhein-Westfalen, Bayern und Rheinland-Pfalz die Regelform sind, jedoch auch in den meisten anderen Bundesländern als hauptsächliche Schulform bestehen. … Quelle: chroniknet wissenmedia GmbH.
  6. 6. 1964: Georg Picht: „ … deutsche Bildungskatastrophe…“ Deutscher Bildungsrat
  7. 7. Entwicklungsschritte der beruflichen Schulen in Baden-Württemberg 2010 Operativ Eigenständige Schule STEBS 2000 Berufliche und soziale Lernfelder Handlungs- kompetenz 1995 Innere Schulentwicklung Schlüssel- Lehrplanrevision im Zielorientierte qualifikationen 1989 beruflichen Schulwesen Lehrpläne Pädagogische Professionalisierung Erziehender Unterricht Feinzielorientierte Lehrpläne Taxonomie nach Bloom Schulentwicklungsplan II Schulstandorte - 1970 Standortentwicklung Strukturbereinigung 1969 Berufsbildungsgesetz 1964 Schulverwaltungsgesetz Ba.-Wü. Bildungspolitisch/administrativer Rahmen Lehrplan „Vision“
  8. 8. Schülerzahlen an beruflichen Schulen in B-W: Teilzeit/Vollzeit
  9. 9. Schülerzahlen an beruflichen Schulen in B-W: Typen
  10. 10. Schülerinnen und Schüler an beruflichen Schulen im Schuljahr 2012/13
  11. 11. Gesamtunterrichtsdefizit an beruflichen Schulen in Baden- 14,0 Württemberg (aktuelles Jahr: vorläufige Werte) 12,8 12,9 KM-Auswertung; Quelle: Schulstatistik 12,0 12,0 11,6 11,4 11,0 10,9 10,9 10,0 9,8 8,5 8,3 8,2 8,0 7,8 Prozent 7,2 7,0 6,8 6,6 6,4 6,8 6,0 5,8 5,8 5,4 5,3 4,9 5,1 4,7 4,4 4,44,6 4,5 4,4 4,1 4,0 2,7 2,0 0,0
  12. 12. Kreditmarktschulden des Landes Baden-Württemberg jeweils zum 31.12. in Mio. 50.000 (Quelle: homepage FM B-W) € 45.000 43.326 41.705 40.000 35.000 29.506 30.000 Mio € 25.000 20.000 18.922 15.000 10.000 9.255 5.000 2.022 1.067 1.229 0 1955 1957 1963 1965 1969 1971 1973 1977 1979 1983 1985 1987 1991 1993 1995 1999 2001 2005 2007 2009 1953 1959 1961 1967 1975 1981 1989 1997 2003 2011
  13. 13. Blick nach vorne
  14. 14. Prognostizierte Entwicklung der Schülerzahlen an öffentlichen beruflichen Schulen im Geschäftsbereich des KM 400 377,237376,934 371,678 Quelle: 363,998 368,6 359,813 354,235355,719357,112 351,599 356,8 346,859 338,877 350 331,138 341,9 339,3 336,3 325,098 331,2 319,81 326,4 317,947 318,4 309,5 300,2 300 291,2 Teilzeitschülerzahl 283,3 Schüler in Tausend 276,9 272 Vollzeitschülerzahl 268,3 265,5 263,2 261,3 259,5 257,9 256,6 250 Gesamtschülerzahl 209,285 211,083 207,381 208,066 205,921 205,269 201,19 200,6 194,345 197,747 197,721 191,743 194,712 200 189,939 189,433 194,429 193,3 190,6 188,2 186,9 182,9 179,8 176 168,868 172,2 166,409 166,154 168 165,384166,277 163,5 167,1 161,5 162,4 157,972 156,4 151,3 151,1 152,4 148,314 149,4 148,3 146,6 149,1 142,314 146,6 144,8 150 135,159 139,478 136,793137,687 142,4 137,3 143,5 142,4 141,3 139,6 140,4 133,1 130,377 129,7 126,9 126,204 124,5 122,9 121,7 120,7 119,7 118,9 118,2 117,5 117 100 * = IST-Werte; **= vorläufige Zahlen gem. Schulstatistik
  15. 15. Koalitionsvereinbarung: Leitlinien der Regierungsarbeit Die Regierungsarbeit wird sich an fünf Leitlinien orientieren: - Förderung der individuellen Freiheit in einer solidarischen Gesellschaft - Sicherung der wirtschaftlichen Stärke - Prinzip der Nachhaltigkeit - Soziale Sicherheit und Teilhabe für alle - BW soll Musterland der demokratischen Beteiligung werden Als zentrale Aufgaben werden genannt: - ökologische und soziale Modernisierung von Wirtschaft und Gesellschaft - Schaffung bester Bildungschancen für alle - nachhaltige Konsolidierung des Landeshaushalts - mehr Bürgerbeteiligung auf allen Entscheidungsebenen Leitgedanken in der Bildungspolitik sind unter anderem: - „…Wir werden die Qualität im Bildungswesen spürbar verbessern.“ - Prinzip der individuellen Förderung - Verminderung der sozialen Ungerechtigkeit im Bildungssystem - „Gute Schule wächst von unten“ - weitere Stärkung der Eigenständigkeit - Bildung für nachhaltige Entwicklung - Lebensbegleitendes Lernen
  16. 16. Allgemein Bildende Schulen Gemeinschaftsschule Ausbau der Ganztagsschule Verbindliche Grundschulempfehlung wird abgeschafft Umbau der Haupt- und Werkrealschule G9 Betreuung/Kita-Plätze/Frühkindliche Bildung
  17. 17. Aussagen der Koalitionsvereinbarung zur beruflichen Bildung
  18. 18. Berufliche Schulen - Projekte der Koalitionsvereinbarung 1 Enquetekommission Umsetzung Gleichstellung des allgemeinen und beruflichen Bildungswesens 2 strukturelles Unterrichtsdefizit schrittweise abbauen 3 Ganztagsschulangebote 4 soziale Dienste und der Jugendberufshilfe 5 Schulgesetz verankerter Teilrechtsfähigkeit 6 Rechtsanspruch auf Zugang zu einem beruflichen Gymnasien 7 Reform des so genannten Übergangssystems 8 ausbildungsbegleitenden Erwerb der Fachhochschulreife 9 Kammerprüfung für duale Berufskollegs 10 individuelle Unterstützungsmaßnahmen (Berufsvorbereitung) 11 Bei einem unzureichenden Ausbildungsplatzangebot … subsidiären, betriebsnahen Ausbildungsgängen mit Kammerprüfung 12 Jugendwohnen für Blockschülerinnen und Blockschüler wieder gesichert und bezahlbar wird
  19. 19. Enquête-Kommission Fit für´s Leben in der Wissensgesellschaft - Berufliche Schulen, Aus- und Weiterbildung -
  20. 20. Auf welche Fragen wollen wir mit dieser Initiative tragfähige Antworten finden? - Anzahl der Menschen – Demographischer Rückgang - Gelingende Integration – z.B. Migrationshintergrund - Finanzausstattung des Landes – Effizienzverbesserung - Änderungen im „zuführenden“ allgemeinen Bildungsbereich - Werkrealschule – Inklusion – Gemeinschaftsschule - Innovation - Veränderung der Bedarfe in Arbeitsmarkt und Studium
  21. 21. Einsetzungsantrag aller Fraktionen vom 08.10.2009 Ziel: • Erarbeitung von Empfehlungen zu zukunftsfähigen Handlungsstrategien im Bereich "Berufliche Schulen, Aus- und Weiterbildung" auf der Grundlage einer Bestandsaufnahme • Vorlage der Handlungsempfehlungen beim Landtag am 16.12.2010 Themen: • Duales System und Kooperation zwischen beruflichen Schulen und Wirtschaft • Integration durch Förderung von Schülern mit besonderem Unterstützungsbedarf • Förderung leistungsstarker Schüler • Gleichwertigkeit allgemeiner und beruflicher Bildung • Personalgewinnung und -entwicklung von Lehrkräften an beruflichen Schulen • Schulentwicklung und Qualitätsmanagement • Teilhabe aller Bevölkerungsgruppen an Weiterbildungsangeboten • Entwicklung einer individuellen Bildungsberatung • Weiterentwicklung des zweiten Bildungsweges • Bedarfsgerechte Weiterbildungsangebote, die den Menschen im Arbeitsprozess sowie nach deren Ausscheiden eine permanente Unterstützung zur Aufrechterhaltung ihrer Beschäftigungsfähigkeit sowie zur Führung eines selbstbestimmten Lebens bieten
  22. 22. Mitglieder Parlamentarische Mitglieder CDU Waldemar Futter Vorstandsvorsitzender des Beruf- Externe Mitglieder schullehrerverbandes Baden- (stimmberechtigte Württemberg Sachverständige) SPD Marion von Stellvertretende Vorsitzende des Wartenberg DGB-Bezirks Baden-Württemberg Die Grünen Prof. Dr. Dieter Universität St. Gallen, Direktor des Euler Instituts für Wirtschaftspädagogik FDP/DVP Dr. Michael Ruf ZF Friedrichshafen AG,Leiter Inter- nationales Personalmarketing
  23. 23. Handlungsempfehlungen: 3 Handlungsfelder und Empfehlungen 121 3.1 Allgemeine Entwicklungen und Herausforderungen 121 3.1.1 Sicherung der Ausbildungsreife 121 3.1.2 Integration durch berufliche Bildung 123 3.1.3 Gleichwertigkeit von beruflicher und allgemeiner Bildung 125 3.1.4 Entwicklung der beruflichen Gymnasien 126 3.1.5 Berufliche Bildung im europäischen Kontext 128 3.1.6 Erhöhung des Erwerbs- und Ausbildungsanteils von Frauen und Mädchen insbesondere in MINT-Berufen 129 3.1.7 Verbesserung der Datenlage zur Aus- und Weiterbildung 131 3.1.8 Anerkennung von im Ausland erworbenen Qualifikationen 132 3.1.9 Inklusion 134
  24. 24. 3.2 Berufliche Schulen 143 3.2.1 Dynamische Standortoptimierung beruflicher Schulen zur Vorbereitung auf die demografische Entwicklung 143 3.2.2 Weiterentwicklung von OES 147 3.2.3 Einführung des Schulverwaltungsassistenten 151 3.2.4 Kompetenzanalyse 152 3.2.5 Individuelle Förderung 154 3.2.6 Transparenz beruflicher Bildungsangebote 156 3.2.7 Dualisierung der berufsvorbereitenden Schularten 158 3.2.8 Bedarfsgerechter Kapazitätsausbau der beruflichen Gymnasien 161 3.2.9 Neues Profil am Technischen Gymnasium 162 3.2.10 Bedarfsgerechter Kapazitätsausbau der Berufsoberschulen 164 3.2.11 Seminarkurs in allen beruflichen Vollzeitschularten 164 3.2.12 Ausbildung von Lehrkräften 167 3.2.13 Gewinnung von Lehrkräften in Mangelfächern 170 3.2.14 Zeitweiser Austausch von Lehrkräften über Schularten hinweg 172 3.2.15 Stärkung der Werteorientierung im beruflichen Schulbereich 174 3.2.16 Einführung von Ganztagesangeboten an den beruflichen Schulen 176 3.2.17 Schüleraustausch 178 3.2.18 Stärkung der Schülermitverantwortung (SMV) an beruflichen Schulzentren 181 3.2.19 Berufliche Schulen in freier Trägerschaft 182
  25. 25. 3.3 Duale Ausbildung 188 3.3.1 Attraktivität des dualen Systems nachhaltig stärken 188 3.3.2 Systematisierung der Berufsorientierung 193 3.3.3 Kommunikation duales System 195 3.3.4 Einführung der Fremdsprache Englisch in der Berufsschule 196 3.3.5 Pflegeberufe Gewinnung von leistungsfähigen Berufseinsteigern 198 3.3.6 Individuelle Unterstützungssysteme ausbauen 199 3.3.7 Ausbau zweijähriger Ausbildungsberufe 201 3.3.8 Ausbau des Modellversuchs „Zweijährige Berufsfachschule zur Erlangung eines Abschlusses in anerkannten Ausbildungsberufen“ 202 3.3.9 Ausbildungsbausteine 204 3.3.10 Anrechnung 205 3.3.11 Reduktion der Zahl der Ausbildungsberufe 206 3.3.12 Unterbringung von Bundes-, Landes- und Bezirksfachklassen sowie länderübergreifender Klassen 208 3.3.13 Qualität der dualen Ausbildung 211 3.3.14 Qualitätsstandards für Überbetriebliche Bildungsstätten 213 3.3.15 Austauschmöglichkeit zwischen Lehrkräften und Ausbildern 214
  26. 26. Handlungsempfehlungen, die zum laufenden SJ 2011/2012 an beruflichen Schulen umgesetzt oder erprobt werden: Maßnahmenpaket I Stärkung der Sicherung des Integrationsleistung der Fachkräftebedarfs Beruflichen Schulen 6 Maßnahmen 6 Maßnahmen
  27. 27. 1. Inklusion an beruflichen Schulen • An 10 beruflichen Schulen in den fünf ‚Schwerpunktregionen Inklusion‘ wird ein Sonderpädagogischer Dienst (SD) aufgebaut. • Weitere rund 65 berufliche Schulen bauen einen SD auf (siehe Maßnahme 9). • An den Arbeitsstellen Kooperation (SSÄ) arbeiten Lehrkräfte, um die Vernetzung zwischen den Kooperationspartner zu unterstützen. • Schulen erhalten jeweils 5 zusätzliche Lehrerwochenstunden für die Tätigkeit eines SD.
  28. 28. 2. Auswahlmöglichkeit für die Fremdevaluation • Bis zu acht berufliche Schulen erproben eine Fremdevaluation durch externe Anbieter - alternativ zum Landesinstitut . • Voraussetzung zur Teilnahme: Erste Fremdevaluation liegt bis Januar 2012 mindestens zwei Jahre zurück und es gibt noch keine Terminabsprachen zur zweiten Fremdevaluation mit dem LS. • Derzeit werden die in Frage kommenden Schulen ausgewählt.
  29. 29. 3. Bedarfsgerechtes Fortbildungsbudget für Schulen • Mit dem Budgets können die Schulen externe Fortbildungsmaßnahmen finanzieren. • Diese Fördermittel sollen verwendet werden, um spezielle Fortbildungsangebote, die durch die Lehrerfortbildung des Landes nicht abgedeckt werden können, einzukaufen. • Die zugewiesenen Fortbildungsbudgets sind abhängig von der Zahl der Lehrkräfte und der dualen Ausbildungsberufe (pro Schule durchschnittlich rund 2750 €).
  30. 30. 4. Individuelle Förderung (IF) in beruflichen Schulen, Sekundarstufe II • 120 berufliche Schulen nehmen teil. • Dort erfolgt die Weiterentwicklung des Unterrichts in Richtung Differenzierung und Schüleraktivierung. • Maßnahmen zur IF: Einzel- oder Kleingruppenförderung, Aufbau eines Tutorensystems. • Die teilnehmende Schulen erhalten bis zu sechs Lehrerwochenstunden. • Die Schulen erhalten Unterstützung durch Fachberater IF.
  31. 31. 5. Dualisierung der berufsvorbereitenden Schularten • Eckpunkte zur Durchführung der vorgesehenen zwei Betriebstage pro Woche wurden in Zusammenarbeit mit Partnern der Wirtschaft und den Regierungspräsidien erarbeitet. • Die Schulversuchsbestimmungen des BEJ und VAB sind geändert. • Eine weiterentwickelte Stundentafel für das VAB und BEJ ist erstellt. • Die Anzahl der teilnehmenden Klassen ist u.a. abhängig von den zur Verfügung gestellten Praktikumsplätzen vor Ort; bis Ende September melden die Schulen, mit wie vielen Klassen sie die Dualisierung im Schuljahr 2011/12 umsetzen können
  32. 32. 6. Seminarkurs in allen beruflichen Vollzeitschularten • In allen Klassen des BKFH (rund 200) und in 50 Klassen des BK II (über ein Ausschreibungsverfahren ermittelt) wird im laufenden Schuljahr das Fach Projektarbeit eingeführt. • Den 250 beteiligten Klassen am Modellversuch im Schuljahr 2011/12 stehen insgesamt 20 Deputate zur Verfügung. • Eine Schulversuchsbestimmung ist erstellt.
  33. 33. 7. Einführung von Ganztagesangeboten BVJ, BEJ, VAB • Die Einführung von Ganztagsklassen erfolgt an rund 130 Schulen • Jede Klasse erhält in der Regel 5 Lehrerwochenstunden zusätzlich zum Pflichtunterricht zugewiesen • Insgesamt stehen 50 Deputate zur Verfügung, von denen rund 26 Deputate ausgeschöpft sind BK I (kaufmännisch, technisch und pflegerisch) • 40 Klassen starteten ein 2-jähriges Modellprojekt Ganztagesförderung. • Jede Ganztagsklasse erhält eine zusätzliche Zuweisung in Höhe von 5 Lehrerwochenstunden. • Insgesamt stehen 10 Deputate zur Verfügung, von denen rund 8 Deputate ausgeschöpft sind.
  34. 34. 8. Einführung der Fremdsprache Englisch in der Berufsschule • Englisch wird Bestandteil des Pflichtbereichs; der Wahlpflichtbereich wird dafür von zwei auf eine Stunde gekürzt. • Der Gesamtumfang des Unterrichts von insgesamt 13 Stunden bleibt erhalten. • Der Lehrplan "Englisch für die Berufsschule“ ist so konzipiert, dass die Auszubildenden an der freiwilligen KMK-Fremdsprachenzertifikats- prüfung teilnehmen können. • Fortbildungsveranstaltungen werden zu Beginn des Schuljahrs 2011/2012 für Lehrkräfte durchgeführt. • 135 Schulen mit 873 Klassen nehmen am Schulversuch teil. • Die schrittweise Umsetzung erfolgt bis zum Schuljahr 2016/2017.
  35. 35. 9. Individuelle Unterstützungssysteme für Jugendliche in der Berufsschule • 65 weitere berufliche Schulen können einen Sonderpädagogischen Dienst SD zur Unterstützung leistungsschwächerer Berufsschüler/- schülerinnen aufbauen (siehe Maßnahme 1) • Die Sonderpädagogen/-innen wurden in der Regel speziell hierfür eingestellt. • Der SD stellt bei Bedarf eine qualifizierte Diagnose der Problemlagen einzelner Schüler/-innen und berät bzw. unterstützt sowohl die Lehrkräfte wie auch die Schüler/-innen. • Die Schulen erhalten 10 Lehrerwochenstunden, um aufbauend auf die Diagnosen des SD die Schülerinnen und Schüler individuell zu fördern. • Für das Schuljahr 2011/12 sind insgesamt 50 Deputate veranschlagt.
  36. 36. 10. Berufliche Gymnasien Der Ausbau der beruflichen Gymnasien um • 100 zusätzlichen Klassen sowie • die Ergänzung um weitere Profile erfolgte ebenfalls zum Schuljahr 2011/12; diese sind nicht Teil des o.g. Maßnahmenpaktes I
  37. 37. Weitere Maßnahmen im Maßnahmenpaket I Vor der konkreten Umsetzung der Handlungsempfehlungen • 10. 'Interaktiver Bildungsnavi‚ • 11. 'Austauschmöglichkeiten zwischen Lehrkräften und Ausbildern‘ • 12.'Wirtschaftsbeiräte für Berufsschulen sind noch weitere klärende Gespräche und Abstimmungen erforderlich.
  38. 38. Neuerungen im laufenden Schuljahr 2012/2013: - ca. 850 neue Lehrkräfte eingestellt - Berufliches Gymnasium: - Weitere 50 Eingangsklassen beruflicher Gymnasien - Neues Profil Gesundheit - 6jährige berufliche Gymnasien - PIA – Praxisintegrierte Erzieherausbildung - ca. 20 Berufs-Neuordnungen
  39. 39. Enquete - Maßnahmenpaket 2 für 2013/14/15 - Fortsetzung des Maßnahmenpakets 1 - Weiterentwicklung des Übergangssystems, - Inklusion, - individuelle Förderung, - Fortsetzung des Zulagenprogramms, - Fortbildung in verschiedenen Bereichen - Stärkung des Religionsunterrichtes an beruflichen Schulen, - internationaler Austausch,
  40. 40. Strategische Ziele: … nicht aus den Augen verlieren… „Positive Mitgestaltung“ der Gesellschaft: Bildungsanspruch Bestmögliche Entwicklung der Begabungslagen Fachkräftebedarf decken der Schüler/innen … bezahlbar bleiben … Schnelle Anpassung an Veränderungen
  41. 41. Herzlichen Dank

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