Successfully reported this slideshow.
We use your LinkedIn profile and activity data to personalize ads and to show you more relevant ads. You can change your ad preferences anytime.
UPTA
Compliance. Industrie 4.0. Kreislaufwirtschaft. Diese Themen beschäftigten die
Führungskräfte beim jüngsten Umwelt-Pr...
Entscheider
Compliance und Datenschutz – Was geht das mich als KMU an?
In seinem Vortrag macht der Rechtsanwalt unmissvers...
Produkte/Technik
Industrie 4.0 – Chancen und Herausforderungen für die BASF
Egal ob Technik-Messen oder selbstfahrende Aut...
UPTA | Frankenthal
Impressum
Herausgeber: Chemieverbände Rheinland-Pfalz – eine Dachmarke von Arbeitgeberverband Chemie Rh...
Upcoming SlideShare
Loading in …5
×

Compliance. Industrie 4.0. Kreislaufwirtschaft.

816 views

Published on

Compliance. Industrie 4.0. Kreislaufwirtschaft. Diese Themen beschäftigten die Führungskräfte beim jüngsten Umwelt-Produkte-Technik-Ausschuss in Rheinland-Pfalz. Denn alle drei Themen haben maßgeblichen Einfluss auf die Zukunft der Betriebe. Welche? Lesen Sie das festgehalten!

Published in: Economy & Finance
  • Be the first to comment

  • Be the first to like this

Compliance. Industrie 4.0. Kreislaufwirtschaft.

  1. 1. UPTA Compliance. Industrie 4.0. Kreislaufwirtschaft. Diese Themen beschäftigten die Führungskräfte beim jüngsten Umwelt-Produkte-Technik-Ausschuss in Rhein- land-Pfalz. Denn alle drei Themen haben maßgeblichen Einfluss auf die Zukunft der Betriebe: Während ein fehlendes Compliance-System existenzbedrohend sein kann, bietet Industrie 4.0 viele gute Existenzperspektiven. Die avisierte Kreislaufwirtschaft wiederum beinhaltet neue Herausforderungen durch die Herstellerverantwortung und durch die Unsicherheit bei der Beantwortung der Frage „Was ist Abfall und was ist Rohstoff?”. Darüber hinaus lesen Sie Beiträge zur Forschungsförderung der Infrastruktur- bank (ISB) in Rheinland-Pfalz sowie zum geplanten VCI Energie-Effizienz-Netz- werk Rheinland-Pfalz. Tobias Göpel | Chemieverbände Rheinland-Pfalz Der UPTA-expertenkreis des VCI tagt zwei mal jährlich INHALT entscheider: Compliance und Datenschutz – Was geht das mich als KmU an? Umwelt: Pläne der eU-Kommission zur Kreislaufwirtschaft Produkte/Technik: Industrie 4.0 – Chancen und Herausforderungen für die BAsF Forschung: Forschungs- und entwicklungs- förderung in rLP entscheider/Technik: Initiative 500 energie-effizienz- Netzwerke festgehalten Die Veranstaltungen der Chemieverbände rheinland-Pfalz 07 | 2016 
  2. 2. Entscheider Compliance und Datenschutz – Was geht das mich als KMU an? In seinem Vortrag macht der Rechtsanwalt unmissverständlich deutlich, dass Compliance ein essentielles Handlungsfeld für die Geschäftsführung in Unternehmen ist. Zwar berücksichtigen Ämter, Behörden und Staatsan- waltschaft die geringeren Ressourcen von KMUs, aber dies ist eine Ermes- sensentscheidung. Und die Folgen eines nicht vorhandenen Compliance Management Systems (CMS) können existenzvernichtend sein. Auch wenn sich die Betriebe vor dem Aufwand scheuen, ein solches CMS einzuführen, sind vermeintlich einfache Softwareangebote nur ein Teil der Lösung. Der Appell an die KMUs lautet, schrittweise vorzugehen und mit einer Bestandsaufnahme zu beginnen. Denn die Erfahrung zeigt, dass es oft Insellösungen in den Abteilungen der Betriebe gibt, die 70 – 80 Prozent der Anforderungen bereits abdecken. Wichtig sei es nun, die Vernetzung dieser Lösungen im Unternehmen zu erreichen. Auch der Datenschutz stellt ein Risikofeld dar, das nicht vernachlässigt werden sollte. Ein einfacher Verstoß nach Artikel 79 Abs. 3 der 2016 be- schlossenen Datenschutzgrundverordnung (DSGVO) liegt vor, wenn Infor- mationspflichten verletzt werden. Das ist schnell passiert und kann dem Unternehmen Geldbußen von bis zu 4 Prozent des globalen Umsatzes vom Vorjahr bescheren. Dem Datenverarbeiter drohen Forderungen von bis zu 10 Mio. Euro. Eine erste Orientierung bieten die neun wichtigsten Grund- prinzipien der DSGVO: 1. Treu und Glauben: Verhältnismäßigkeit 2. Rechtmäßigkeit: Verbot mir Erlaubnisvorbehalt Umwelt Pläne der EU-Kommission zur Kreislaufwirtschaft Die EU-Kommission will eine bessere Nutzung von Erzeugnissen am Ende der Nutzungsphase und setzt dazu auf ein Kreislaufwirtschaftssystem und verschärfte Recyclingziele. Für die Industrie bedeutet dies neue Herausfor- derungen und offene Fragen. Klaus Wittstock konzentrierte sich bei seinem Vortrag auf die abfallrelevanten Teile des neuen Kreislaufwirtschafts­ pakets. Dessen zweiter Entwurf wurde Ende 2015 präsentiert, nachdem der Erste aufgrund erheblicher Proteste zurückgezogen werden musste. Im zweiten Entwurf wurden die Belange der Industrie mehr berücksichtigt. Dennoch sorgt die Verschärfung der abfallrechtlichen Herstellerverantwor- tung für zusätzliche Kosten und bürokratischen Aufwand. So sollen bis 2030 beispielsweise 55 Prozent aller Kunststoffverpackungen wiederverwertet werden. Dazu zählen dann auch Kleinverpackungen aus privaten Haushalten. Erschwerend kommt eine erweiterte Herstellerverant- wortung hinzu, die im Widerspruch zum Verursacher- und Subsidiaritäts- prinzip steht. Für fehlende Rechtssicherheit sorgt auch die Überlappung der Abfallge- setzgebung mit der Stoffgesetzgebung (REACH und CLP). Klassisch ist in der Chemie der Abfall eines Betriebes oft der Rohstoff eines Anderen. Doch ist noch ungeklärt, wann ein Stoff Abfall und wann er ein sekundärer Rohstoff ist. Hinzu kommt, dass eine Konzentration auf die Recyclingfähig- keit der Produkte der Funktionalisierung entgegensteht. Ein Beispiel sind Flammschutzmittel, die dem Schutz der Verbraucher dienen, aber als Kunststoffadditive höheren Recyclingzielen im Wege stehen. Hinzu kommt, dass zwei unterschiedliche Rechtssysteme ein formales Problem bei Ge- nehmigungen bringen: Produktionsbetriebe dürfen keinen Abfall verwerten. Wenn nun ein als Abfall klassifiziertes Produkt durch Innovationen zum Ausgangsstoff neuer Produktionen wird, birgt dies Konflikte. In der Gesamtschau bleiben Stolpersteine. Die Industrie und Verbände müssen den politischen Prozess intensiv begleiten. UPTA | Frankenthal Dr. Klaus Wittstock, BASF „Man muss es nicht gleich groß machen, aber wichtige Grundlagen schaffen. Denn Compliance kann zur Wirtschaftswaffe werden.” Armin Fladung, Arbeitgeberverband Chemie Rheinland-Pfalz e.V., Compliance Officer (TÜV) 3. Zweckbindung: keine Speicherung auf „Vorrat” 4. Transparenz: der Betroffene soll Kenntnis haben 5. Datenminimierung: auf das notwendige Maß beschränkt 6. Richtigkeit: sachlich richtig, neuester Stand 7. Speicherbegrenzung: zeitlich am Zweck orientiert 8. Integrität und Vertraulichkeit: Schutz vor Verlust 9. Rechenschaftspflicht: Beweislast des Verarbeiters
  3. 3. Produkte/Technik Industrie 4.0 – Chancen und Herausforderungen für die BASF Egal ob Technik-Messen oder selbstfahrende Autos. Es gibt nahezu endlos viele Medienberichte über die zukünftige Digitalisierung der Industriepro- duktion. Was bedeutet dies für eine hochautomatisierte Branche wie die Chemie? Relevante Technologien müssen betriebswirtschaftlich einsetz- bar und auch innerhalb der Wertschöpfungskette sinnvoll nutzbar sein. Vielversprechend sind bisher beispielsweise augmented reality, 3D-Prin- ting, Mobile Devices, Internet of Things, Cloud Computing, Big Data und artifical intelligence – um nur ein paar zu nennen. Neben den Möglich- keiten der Digitalisierung ist auch die digitale Reife der Prozesse in Unter- nehmen zu berücksichtigen. Hierzu hatte PricewaterhousCoopers (PwC) 2016 eine Studie veröffentlicht. Ein Ergebnis war, dass Unternehmen eher eine hohe digitale Reife haben, je näher sie am Endkunden sind. Demzu- folge seien Zulieferer, wie die chemische Industrie, eher unter digitalen Anfängern einzuordnen. Die Analyse der BASF beinhaltete verschiedene Kerntechnologien und Markttrends. Nach einer Ideensammlung wurden diese auf Einsatzfähig- keit, Relevanz und wirtschaftliche Effekte geprüft. Im Ergebnis entstanden 10 Anwendungsfelder, zu denen je ein Pilotprojekt gestartet wurde, um die Praxistauglichkeit zu testen. Die Projektteams setzen sich aus Mitarbeitern zusammen, die aus der Chemie, IT, Produktion und anderen Bereichen in der BASF kommen. Für diese Teams ergeben sich im Rahmen der Projekte deutliche Veränderungen: Die digitale Kommunikation erfordert einen Kulturwandel, weg von der Absicherung hin zu mehr Risikobereitschaft. Es müssen Change-Management-Prozesse vorbereitet werden, da erfolg- reiche Projekte bei der Umsetzung im Betrieb Einfluss auf die Arbeitsplatz- gestaltung haben werden. 07/2016 Forschung Ich hab’ da mal ’ne Idee – Forschungs- und Entwicklungsförderung in RLP Innovationen sind wichtig, aber sie brauchen meist auch eine kräftige Anschubfinanzierung. Mit gleich zwei Programmen unterstützt die ISB in Mainz die Unternehmen: Während InnoTop ein einzelbetriebliches Innova- tions- und Technologieförderungsprogramm darstellt, unterstützt InnoStart die Forschungs- und Entwicklungsvorhaben, die ausschließlich von Hoch- schulen/Forschungseinrichtungen erbracht werden sollen, wenn Unter­ nehmen die erforderliche Grundausstattung fehlt. Das Programm InnoTop richtet sich vorwiegend an KMUs gemäß der EU- Definition (Anh. I der Verordnung 651/2014). Gefördert wird die Entwick- lung neuer Produkte und Produktionsverfahren in den Kategorien der indus- triellen Forschung und experimentellen Entwicklung. Das Produkt oder Ver- fahren gilt als neu, wenn es in der Europäischen Union noch nicht auf dem Markt ist. Die Vorhaben werden mit Zuschüssen bis zu 37.500 Euro (Durchführbarkeitsstudien für FuE-Vorhaben) und bis zu 500.000 Euro für Forschung und Entwicklung gefördert. InnoStart ist ein eigenständiges Fördermodul innerhalb des einzelbetrieb- lichen Innovations- und Technologieförderprogramms Rheinland-Pfalz. Geför- dert werden FuE-Tätigkeiten durch Hochschulen und nicht-gewinnorientierten Forschungseinrichtungen, wenn den Unternehmen die Grundlagen für eigene FuE-Tätigkeiten fehlen. Die Höhe der Zuwendung beträgt bis zu 12.500 Euro; die Projekte sollen spätestens nach 12 Monaten abgeschlossen sein. Beantragt werden können die Mittel jeweils über die Homepage der ISB unter: www.isb.rlp.de Angela Haag Investitions- und Strukturbank Rheinland-Pfalz (ISB) Christian Schulz, BASF
  4. 4. UPTA | Frankenthal Impressum Herausgeber: Chemieverbände Rheinland-Pfalz – eine Dachmarke von Arbeitgeberverband Chemie Rheinland-Pfalz e.V. und Verband der Chemischen Industrie e.V. Landesverband Rheinland-Pfalz e.V., Bahnhofstraße 48, 67059 Ludwigshafen, Telefon 06 21-520 56‑0, Telefax 06 21‑520 56‑20, info@chemie-rp.de, www.chemie-rp.de, Redaktion: Tobias Göpel, Fotos: Marcel Hasübert, mh-foto.de, Gestaltung: gestaltbar@netcologne.de, Köln, Druck: Chroma Druck & Verlag GmbH, Römerberg-Berghausen, Auflage: 400, Stand: Juli 2016. Die Veranstaltung fand am 13. Mai 2016 in Frankenthal statt. Entscheider/Technik Initiative 500 Energie-Effizienz-Netzwerke – Vorstellung der IfaS Der VCI möchte sich an der Initiative „500 Energie-Effizienz-Netzwerke” beteiligen. In allen Bundesländern wird daher die Bildung eines solchen Netzwerkes angestrebt. Für die Umsetzung in Rheinland-Pfalz stellte sich das IfaS vor. Das 2001 gegründete Institut arbeitet und forscht derzeit in 39 Ländern auf vier Kontinenten und bringt in das Projekt praxiserprobte Expertise ein. Das Konzept des VCI Netzwerks für Rheinland-Pfalz sieht eine Laufzeit des Netzwerks von zwei Jahren mit einer Verlängerungsop­ tion vor. In dieser Zeit sollen vorhandene Energiedaten der teilnehmenden Firmen aufgenommen und evaluiert werden. Begleitend ist eine Presse- und Öffentlichkeitsarbeit vorgesehen. Für die Akquise der Unternehmen ist der VCI Landesverband Rheinland-Pfalz zuständig. „Networking und Erfahrungs­ austausch sind, neben der Informationsvermittlung, ein wesentlicher Bestandteil der UPTA-Sitzungen.” Dr. Hubert Lendle, VCI RLP Kontakthinweis „Bei Interesse an einer Teilnahme wenden Sie sich bitte an Herrn Dr. Lendle: hubert.lendle@lv-rp.vci.de oder Tel.: 0621-520 56-26” Weitere Informationen zu den Netzwerken gibt es unter http://www.effizienznetzwerke.org Thomas Anton (li), Prof. Dr. Klaus Helling, Institut für angewandtes Strommanagement (IfaS), Hochschule Trier, Umwelt-Campus Birkenfeld

×