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Online-Magazine in der B2B-Kommunikation - festgehalten der Chemie

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Die Digitalisierung hat die Kommunikation längst erreicht. Es ist selbstverständlich, das Pressemitteilungen per Mail verschickt werden und im Netz auf der Webseite abrufbar sind. Auch bei den Magazinen zeichnet sich ein Wandel ab. Als eine
letzte Bastion der analogen Kommunikation werden Magazine zunehmend digitalisiert. Welche Möglichkeiten es über das bekannte Blätter-PDF hinaus gibt, lesen Sie hier.

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Online-Magazine in der B2B-Kommunikation - festgehalten der Chemie

  1. 1. Online-Magazine in der B2B-Kommunikation Die Digitalisierung hat die Kommunikation längst erreicht. Es ist selbstver- ständlich, das Pressemitteilungen per Mail verschickt werden und im Netz auf der Webseite abrufbar sind. Begleitet wird dies durch Tweets und Posts in den Sozialen Kanälen. So werden die Nachrichten in der Infor- mationsgesellschaft schnell verbreitet und besser wahrgenommen. Eine andere Welt hingegen bietet sich bei den Magazinen. Diese werden mit einer entspannten Atmosphäre verbunden, mit ausdrucksstarken Bil- dern und tiefgründigen langen Beiträgen. Ein Magazin braucht Zeit zum Lesen – bislang. Denn auch hier zeichnet sich ein Wandel ab. Als eine letzte Bastion der analogen Kommunikation werden Magazine zunehmend digitalisiert. Welche Möglichkeiten es über das bekannte Blätter-PDF hinaus gibt, lesen Sie im vorliegenden festgehalten. Tobias Göpel | Chemieverbände Rheinland-Pfalz Digitalisierung der Magazine ist mehr als ein „Blätter-PDF“ INHALT Digitaler Wandel – da müssen wir mitziehen Was will der Leser? Print oder Online? Ideensammlung Messen & Wiegen Fahrplan & Links festgehalten Die Veranstaltungen der Chemieverbände Rheinland-Pfalz 11 | 2016 
  2. 2. Online-Magazine in der B2B-Kommunikation | Asselheim Digitaler Wandel – da müssen wir mitziehen Der Einstieg in die Digitalisierung ähnelt aus Sicht der Kommunikatoren oft einem Last-Minute-Urlaub, bei dem das Ziel nicht immer klar ist, wenn man am Flughafen steht: “Digitalisierung ist die Zukunft“, „Wir brauchen eine App“, „die IT-Abteilung hat das Redaktionssystem XY gekauft“ oder auch „Wir müssen Geld sparen, am besten bei Druck und Versand“. Und wenn ihr Online-Magazin auch so spontan beginnt, sollten Sie einen Fahr- plan festlegen. Denn ein Online-Auftritt muss nicht günstiger werden: Durch Animationen, Bildstrecken und Filme kommen neue Elemente hinzu, die für zusätzliche Kosten sorgen. Die Grundfrage für ein solches Projekt sollte nicht technisch oder fiskalisch sein, sondern sich an den Erwar- tungen der Zielgruppe orientieren. Schnell-Check Darauf sollten Sie achten 1. Wer ist der Leser? (Kunden, Öffentlichkeit, Stakeholder, Mitarbeiter, Rentner …) 2. Was will der Leser/Empfänger? 3. Welche Verbreitung ist gewünscht? (offen und vernetzt oder geschlossen und geschützt) 4. Wann und wo erreiche ich meine Zielgruppe? (Arbeitsplatz, zu Hause, Wochentag, Uhrzeit, Online, Offline, Sprache, Ansprache …) Was will der Leser? Magazine oder Jahresberichte dienen keinem Selbstzweck. Sondern Sie wollen Ihre Leser erreichen und Informationen weitergeben. Was heißt das für die Konzeption? Während im europäischen Raum der Schwer- punkt auf einem gedruckten Exemplar liegt, macht ein Unternehmen im asiatischen Raum mehr Eindruck mit einer guten Onlineausgabe. Beide Optionen haben besondere Eigenschaften: Printmedien bieten eine wer- tige Haptik und die Möglichkeit kleine Gimmicks einzufügen: Ein Bericht über Indien kann zum Beispiel mit einer kleinen Curryprobe ergänzt wer- den. Onlinemagazine wiederum sind ständig verfügbar und erreichen dort auch einen potentiell größeren Adressatenkreis, als es der eigene Postverteiler kann. Zusätzlich ist die Auswertung der Nutzung des An­ gebotes transparenter. Zu Beginn der Konzeption stellt sich also die Frage, was Ihre Leser er- warten. Und das kann, je nach Region und Personenkreis, variieren. Eine wertvolle Hilfe sind „Personas“. Hierbei handelt es sich um fiktive Per- sonen, die die relevanten Zielgruppen und deren Nutzerverhalten charak- terisieren. Für die Evaluierung des Projektes dienen sie wiederum als sehr gute Orientierung. Print oder Online? Eine pauschale Lösung gibt es nicht. Grundsätzlich gilt, dass sich die Um- setzung des Projektes aus dem Spannungsfeld von Lesererwartung, tech- nischen Möglichkeiten und Kommunikationszielen ergibt. Den Rahmen bil- det das finanzielle Budget. Folgende Übersicht soll helfen, das Verhältnis von Print und Online zu klären: Print und Online sind identisch (z.B. PDF als Download) + geringstmöglicher Aufwand  - Zielgruppe bleibt bei einem Medium  - Online bleibt unter seinen Möglichkeiten Print führt, online folgt + gelernte Redaktionsabläufe bleiben erhalten + Online bietet Mehrwert  - Online-Inhalte sind an Print-Ausgaben gekoppelt  - Zusätzlicher Redaktionskreislauf für Online-Angebote (Bilderstrecken, Videos) Print und Online ergänzen sich + teils gleiche, teils verschiedene Inhalte + Online Schwerpunkt auf Aktualität und medialen Mehrwert + Print Schwerpunkt auf Themen mit Tiefe und langer Halbwertzeit  - Redaktionsabläufe neu denken Online löst Print ab + Unabhängig bei Layout, Redaktion, Erscheinungsweise  - fraglich, ob alle Ziele und Zielgruppen erreicht werden
  3. 3. 11/2016 Ideensammlung Ein Online-Magazin bietet Ihnen einige Vorteile, wie maximale Freiheiten bei der Gestaltung und Systemunabhängigkeit. Besonders hervorzuheben ist die Skalierbarkeit des Projektes. Egal ob Sie kostengünstig mit einem Webbaukasten starten oder mit einer Individualentwicklung: basierend auf allgemeinen Webstandards können Sie die Präsentation Ihres Contents schrittweise ausbauen oder in anderen Formaten wie zum Beispiel News- letter, Unternehmens-App oder PDFs zweitverwerten. Viele Elemente bieten sich Ihnen, wenn Sie nun Ihr Online-Magazin umset- zen wollen. Ein paar Ideen stellen wir kurz vor: Startseite Fakt ist, dass die Nutzer über Suchmaschinen direkt auf die Artikel kom- men. Die Startseite ist nicht mehr der Einstiegspunkt in das Angebot. Daher sollte die Funktion dieser Seite neu gedacht werden. Lesezeit erhöhen Bieten Sie dem Leser weiterführende Informationen an. Klassiker sind die „verwandten Artikel“. Möglich sind auch „Weiterlesen-Hinweise“ links und rechts am Bildschirm oder ein „Lesebefehl“ am Ende des Textes: „Lesen Sie jetzt: Artikel und Videos nach Zeitbudget“. Artikel und Videos nach Zeitbudget Sind die Leser häufig in der Mittagspause auf Ihrer Seite? Dann bieten Sie doch Informationen an, die zum Zeitbudget passen. Kurz, mittel oder lang – bei diesem Angebot muss keiner vorzeitig abbrechen. Usability Achten Sie auf Ihre Zielgruppe. Nicht jede schicke technische Spielerei ist zielführend. Es gilt die Grundregel „Don’t make me think“ – Entscheider zum Beispiel wollen das gleiche Angebot immer an der gleichen Stelle. Egal ob Desktop oder Tablet hoch oder Tablet quer. Inhalte aufbereiten Lange Artikel können zu Beginn des Textes eine Zusammenfassung mit Aufzählpunkten erhalten. Zwischenüberschriften strukturieren den Text. Ganz geübte Texter schaffen es, dass die Zwischenüberschriften für sich eine Aussage bilden, die den Text zusammenfasst. Manche Geschichten kommen auch ohne langen Text aus – probieren Sie Bilderstrecken. Medienbruch Es gibt QR-Codes, Kurzlinks, Web-Codes und Scanner-Apps. Nützliche Tools, die dennoch einen Medienbruch erzeugen und deshalb gut überlegt eingesetzt werden sollten. Die Erfahrung zeigt, dass die Ziele einen wirk- lichen Mehrwert bieten müssen, um genutzt zu werden. Dazu zählen zum Beispiel Online-Rechner, Videos oder Bilderstrecken. Integriert oder eigenständig Das neue Angebot kann eigenständig existieren, integriert in den beste- henden Webauftritt oder als Microsite. Alle drei Möglichkeiten haben Vor- und Nachteile hinsichtlich Design, SEO und Identität. Verbreitung Die Inhalte stehen und das Online-Magazin ist fertig – nun sollte auch für die notwendige Verbreitung gesorgt werden. Nutzen Sie dazu alle Kanäle und verknüpfen Sie diese. Nicht nur in der Verbreitung, sondern auch in der Entwicklung des Contents. Denken Sie an interne und externe Möglich- keiten. Die Bandbreite reicht von Newslettern über Gastbeiträge bis hin zur Bannerwerbung. Responsiv ist mehr als Smartphone Responsive Webseiten stellen Inhalte immer optimal auf dem Endgerät dar. Die Klassiker sind Desktop, Tablet und Smartphone. Doch es gibt noch mehr Geräte, die mitgedacht werden sollten, wie 60-Zoll Smart TV, Infoter- minals und Kantinendisplays. An welche Sie denken sollten, können Ihnen Ihre Personas verraten. „Die Praxisbeispiele und die Darstellung der verfügbaren Tools haben mir sehr gut gefallen.“
  4. 4. Online-Magazine in der B2B-Kommunikation | Asselheim IMPRESSUM Herausgeber: Chemieverbände Rheinland-Pfalz – eine Dachmarke von Arbeitgeberverband Chemie Rheinland-Pfalz e.V. und Verband der Chemischen Industrie e.V. Landesverband Rheinland-Pfalz e.V., Bahnhofstraße 48, 67059 Ludwigshafen, Telefon 06 21-520 56‑0, Telefax 06 21‑520 56‑20, info@chemie-rp.de, www.chemie-rp.de, Redaktion: Tobias Göpel, Fotos: Marcel Hasübert, mh-foto.de, Gestaltung: gestaltbar@netcologne.de, Köln, Druck: Chroma Druck & Verlag GmbH, Römerberg-Berghausen, Auflage: 400, Stand: November 2016. Die Veranstaltung fand am 11. Oktober 2016 in Asselheim statt. Messen & Auswerten Der Erfolg kommt nicht von alleine und auch nicht über Nacht. Bei allen Maß- nahmen ist das Erwartungsmanagement ein wichtiges Thema. Dazu gehört auch, dass das Online-Magazin nach dem Start regelmäßig technisch und in- haltlich überarbeitet und angepasst werden muss. Um die Baustellen zu ent- decken, gibt es online viele Möglichkeiten der Auswertung. Mit der Google- Alternative PIWIK können allgemeine Kennzahlen wie Zugriffe und Verweil- dauer erfasst werden. Möglich ist es aber auch, die Scroll-Wegstrecke zu erfassen und so zu ermitteln, ob die Texte auch bis zum Ende gelesen werden. Kommentare und Bewertungen als Feedback sind denkbar, wenn diese zur Unternehmenskultur passen und bereits gelebt werden und wenn geklärt ist, wer diese kompetent beantworten kann. Fahrplan Diese Dokumentation begann mit dem Hinweis, dass Sie sich trotz Spon­ tanität einen Fahrplan festlegen sollten und als Einstiegshilfe haben wir sieben wichtige Punkte aufgeschrieben: 1. Zielgruppe analysieren 2. Ziele definieren 3. Solides Konzept erarbeiten 4. Erwartungsmanagement 5. Kenntnis der internen Möglichkeiten 6. Partnerschaften (intern und extern) bilden 7. Dranbleiben und Nachjustieren Inspirierende Links Kundenmagazine http://mag.ebmpapst.com http://1890.allianz.de/ausgabe/4-2012 Mitarbeitermagazine http://we-online-tyssenkrupp.com https://mitarbeiterapp.vodafone.de Strategischer Content http://talkabout.de Sonderformen Präsentation http://www.zeit.de/sport/tour-de-france.html https://www.theguardian.com/world/interactive/2013/nov/01/ snowden-nsa-files-surveillance-revelations-decoded Ideen aus der Agentur PR+CO http://prco.de/blog „Das Seminar gab mir einen guten Überblick über die bestehenden Möglichkeiten.“

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