Digitalisierung & Bereitstellung gemeinfreier Werke. Rechtliche Grundlagen und Empfehlunge

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Rechtliche Grundlagen und Empfehlungen zur Digitalisierung gemeinfreier Werke und ihrer Bereitstellung im Internet.
Ein Vortrag vor Bibliothekar/innen im Rahmen des scantoweb-Workshops am 27. April im Hochschulbibliothekszentrum Nordrhein-Westfalen.

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Digitalisierung & Bereitstellung gemeinfreier Werke. Rechtliche Grundlagen und Empfehlunge

  1. 1. Digitalisierung & Bereitstellung gemeinfreier Werke Rechtliche Grundlagen und Empfehlungen Adrian Pohl ‚scantoweb hosted by hbz‘-Workshop 27.4.2010
  2. 2. Inhalt  Rechtliche Hintergründe der Digitalisierung gemeinfreier Werke und ihrer Bereitstellung im Internet  Nicht: Rechtliche Hintergründe der Digitalisierung und Bereitstellung urheberrechtlich geschützter Materialien 2
  3. 3. Gliederung I. Urheberrecht und Gemeinfreiheit II.Exkurs: Von den technischen Leichtigkeit und rechtlichen Schwierigkeit der Kreativität III.Der Status Quo in bibliothekarischen Digitalisierungsprojekten IV.Praxisempfehlungen 3
  4. 4. I. Urheberrecht und Gemeinfreiheit 4
  5. 5. Urheberrecht in Deutschland  Urheberrecht kann nicht abgegeben werden aber Verwertungsrechte  Bis 70 Jahre nach Tod des längstlebenden Urhebers  Bei Körperschaften/anonymen Urhebern: bis 70 Jahre nach Publikation 5
  6. 6. Die Public Domain  Alles, was nicht (mehr) urheberrechtlich geschützt ist.  Deutscher Rechtsbegriff: „gemeinfrei“  Gemeinfreie Werke sind ohne jegliche Nutzungsbeschränkungen nutzbar.  Amtliche Werke (Gesetze, Verordnungen sind per se gemeinfrei). 6
  7. 7. 7
  8. 8. The Public Domain is the rule, copyright protection is the exception. http://www.publicdomainmanifesto.org 8
  9. 9. Rechtsansprüche auf Digitalisate  Die Digitalisierung eines Buches begründet kein Urheberrecht auf das Digitalisat.  Urheberrechtsbehauptungen sind unrechtmäßig. (Copyfraud)  Nutzungsbeschränkungen allein durch schuldrechtliche, bilaterale Verträge (z.B. AGBs) möglich. 9
  10. 10. II. Exkurs: Von der technischen Leichtigkeit und rechtlichen Schwierigkeit der Kreativität 10
  11. 11. Internet und Kreativität Zugriff Bearbeitung Publikation …so leicht wie nie zuvor. 11
  12. 12. Das Internet: Kopien von Kopien Unregulated? – Nicht im Internetzeitalter! Abbildung aus Lawrence Lessig (2005): Free Culture, S.141 12
  13. 13. Sind Bibliotheken Teil der Content-Industrie? 13
  14. 14. Nutzungsbedingungen  Kreativität setzt einfache Nachnutzung von Bestehendem voraus  Nutzer/innen (und auch Maschinen) müssen wissen, was sie mit Web- Inhalten machen können.  Verständliche, gut sichtbare und möglichst freie Lizenzen sind wichtig. 14
  15. 15. III. Der Status Quo in bibliothekarischen Digitalisierungsprojekten - Eine kleine emprirische Untersuchung 15
  16. 16. Methodik  Stichprobe: 29 willkürlich ausgesuchte deutsche Digitalisierungsprojekte  Aspekte: Volltextdownload Nutzungsbedingungen Urheberrechtsangaben Copyfraud 16
  17. 17. Ergebnis Ja Nein Sonstiges Volltextdownload 11 17 1 teilweise Nutzungsbed. 9 20 - Urheberrecht 12 16 1 unklar Copyfraud 3 20 3 wahrscheinlich 3 möglicherweise 17
  18. 18. Fazit  Einfacher, freier Zugriff auf Digitalisate ist nicht selbstverständlich.  Relevanz der urheberrechtlichen Dimension ist nicht klar.  Wichtigkeit von Nutzungsbedingungen ist unbekannt. 18
  19. 19. IV. Praxisempfehlungen 19
  20. 20. Volltextdownload ermöglichen. 20
  21. 21. Copyfraud unterlassen. 21
  22. 22. Nutzungsbedingungen angeben. 22
  23. 23. Die Public Domain stärken. 23
  24. 24. „Die Digitalisierung von gemeinfreien Inhalten schafft keine neuen Rechte über diese Inhalte: Alle Werke, die in analoger Form als Gemeingut vorliegen, sind auch nach ihrer Digitalisierung weiterhin Gemeingut.“ aus: „Europeana Public Domain Charter“ http://version1.europeana.eu/web/europeana-project/publications 24
  25. 25. Danke für Ihre Aufmerksamkeit. Fragen? Gerne auch per Mail an pohl@hbz-nrw.de. 25

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