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Presentation VEE Sachsen KOM Germany (GERMAN)

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Presentation VEE Sachsen WinWind KOM Germany (GERMAN)

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Presentation VEE Sachsen KOM Germany (GERMAN)

  1. 1. 1. Ländertisch WinWind Rahmenbedingungen von Sachsen Dr. Wolfgang Daniels 11. Januar 2018 | Berlin
  2. 2. Ausbauzahlen für Sachsen 2017: Brutto-Anlagenzubau: 15 WEA Installierte Zubau-Leistung: 46,59 MW Rückbau: 4 WEA (5,1 MW) Anlagenanzahl zum 31.12.2017: 881 WEA Installierte Leistung 31.12.2017: 1.201.695 kW Aktuell offene Genehmigungen: 22 Genehmigungen In 2017 erteilte Genehmigungen: 2 Genehmigungen Zuschläge Ausschreibungsverfahren: 3 Gebote (0; 3; 0)
  3. 3. Quelle: Deutsche Windguard, Status Windenergieausbau an Land 2016
  4. 4. Quelle: Deutsche Windguard, Status Windenergieausbau an Land 1. Halbjahr 2017
  5. 5. Quelle: Bundesnetzagentur, Hintergrundpapier, Ergebnisse der Ausschreibungen
  6. 6. Windpotential Sachsen Quelle: DIN 2011, eigene Darstellung • Windzone 4 und 3: windstarke Bereiche (110 - 150 %) • Windzone 2: mittlere Windgeschwindigkeit (80 - 100 %) • Windzone 1: Schwachwindbereich (<80 %)
  7. 7. Windpotential Sachsen Windpotentialstudie Oktober 2017 Quelle: Energieportal Sachsen – www.energieportal-sachsen.de
  8. 8. Windpotentialstudie Sachsen „In dem modellierten Windfeld zeichnen sich in Sachsen unabhängig von der jeweiligen Höhe ü. Grund vier großräumige Bereiche ab, die zum überwiegenden Teil gute bis sehr gute Windhöffigkeiten aufweisen. Zum einen sind dies die Höhenlagen des Oberen Erzgebirges, die nach der Modellierung sehr gute Windverhältnisse zeigen, jedoch gerade im westlichen Bereich aufgrund fehlender Referenzdaten zur Plausibilisierung gleichzeitig hohe Unsicherheit aufweisen. Weitere Regionen sind der östliche Teil des Untere Erzgebirge, das Lösshügelland und in Teilen das Nordsächsische Platten- und Hügelland. Maßgeblich für das hier modellierte große Windpotenzial ist die Orographie bzw. die Exponiertheit der Standorte. Eine dritte Region, die vergleichsweise gute bis sehr gute Windhöffigkeiten aufweist, ist das Lausitzer Hügel- und Bergland im östlichen Sachsen. Ebenfalls eine gute Windhöffigkeit zeigen Bereiche im nördlichen Leipziger Land und in der Düben-Dahlener Heide.“ Quelle: Windpotentialstudie Sachsen, 2017, Seite 27
  9. 9. Energie- und Klimaprogramm Sachsen 2012 (EKP) Quelle: EKP 2012, Seite 37 „Die Sächsische Staatsregierung sieht es auf dieser Grundlage als möglich an, in den nächsten zehn Jahren die Stromerzeugung aus Windenergie im Wesentlichen auf den bereits durch die Regionalplanung festgelegten Flächen und einer moderaten Erweiterung dieser Flächen von 1.700 GWh/a auf 2.200 GWh/a zu steigern. In den Raumordnungsplänen sollen durch eine abschließende flächendeckende Planung die erforderlichen Flächen dafür gesichert werden.“
  10. 10. Energie- und Klimaprogramm Sachsen 2012 (EKP) Quelle: EKP 2012, Seite 40
  11. 11. Landesentwicklungsplan 2013 (LEP) Quelle: LEP 2013, Seite 146 f. „In den Regionalplänen sind die räumlichen Voraussetzungen zum Erreichen des für die Nutzung der Windenergie geltenden Zieles der Sächsischen Staatsregierung in der jeweils geltenden Fassung entsprechend dem Flächenanteil der jeweiligen Planungsregion an der Gesamtfläche des Freistaates Sachsen (regionaler Mindestenergieertrag) zu sichern. Die Nutzung der Windenergie ist dabei durch eine abschließende, flächendeckende Planung nach dem Prinzip der dezentralen Konzentration in den Regionalplänen durch die Festlegung von Vorrang- und Eignungsgebieten zur Nutzung der Windenergie räumlich zu konzentrieren. Die Träger der Regionalplanung können vom regionalen Mindestenergieertrag nach Ziel 5.1.3 Satz 1 abweichen, soweit gewährleistet ist, dass das Ausbauziel bezogen auf die Windenergie landesweit eingehalten wird. Bei der Festlegung von Vorrang- und Eignungsgebieten zur Nutzung der Windenergie sollen unter anderem die Windhöffigkeit der Gebiete, bestehende technogene Vorbelastungen der Landschaft, insbesondere Autobahnen und andere Infrastrukturtrassen sowie die durch den Braunkohlenabbau geprägten Gebietsregionen, Lagen, welche nicht in besonderer Weise die Kulturlandschaft prägen, die Möglichkeiten der Netzeinspeisung, das besondere Interesse, Altanlagen durch Neuanlagen zu ersetzen (Repowering) und die lokale Akzeptanz von Windenergieanlagen, auch im Hinblick auf einen hinreichenden Abstand zu Wohngebieten berücksichtigt werden. Die Nutzung von Waldgebieten soll grundsätzlich vermieden werden. Dies gilt insbesondere für Waldflächen mit Schutzstatus nach Naturschutzrecht und mit ausgewählten Waldfunktionen. Die Träger der Regionalplanung sollen darauf hinwirken, dass Altanlagen, deren Energieertrag außer Verhältnis zu den von ihnen ausgehenden störenden Auswirkungen steht, durch neue Windenergieanlagen an geeigneten Standorten ersetzt werden. Dazu sollen in den Regionalplänen Vorrang- und Eignungsgebiete oder Teilflächen solcher Gebiete festgelegt werden, innerhalb derer die Errichtung von Windenergieanlagen nur zulässig ist, wenn bestimmte, außerhalb der festgelegten Vorrang- und Eignungsgebiete errichtete Windenergieanlagen zurückgebaut werden.“
  12. 12. Koalitionsvertrag CDU & SPD SACHSENS ZUKUNFT GESTALTEN – 2014 bis 2019 Quelle: Koalitionsvertrag 2014-2019, Seite 42 „Wir bekennen uns zum Ausbau der Windkraft und setzen auf flexible Rege- lungen auf der Ebene der Regionalen Planungsverbände. Es ist unerlässlich, die Bürger sowohl bei Neustandorten als auch beim Repowering frühzeitig und umfassend in die Planungen einzubeziehen. Zur besseren Koordinierung des Ausbaus der Windenergie und als Grundlage für die Fortschreibung der Regionalpläne werden wir eine Windpotenzialstudie für Sachsen erstellen. Starre Mindestabstandsregelungen für die Errichtung von Windkraftanlagen lehnen wir ab. Stattdessen streben wir flexible Regelungen an, die auch das Wohl der Einwohner im Blick behalten. Die Flexibilität der Regionalen Planungsverbände bei der Ausweisung von Vorrang- und Eignungsgebieten für die Nutzung der Windkraft, auch im Hinblick auf das Straßengesetz, werden wir erhalten. Beim Ausbau der erneuerbaren Energien setzen wir auf dezentrale Lösungen. Darüber hinaus werden wir eine stärkere Beteiligung von Bürgerinnen und Bürgern fördern.“
  13. 13. Handlungsanleitungen • Im Genehmigungsverfahren ist außerdem die Handlungsanleitung „Formulare für die Erstellung von Antragsunterlagen in Genehmigungsverfahren und Anzeigeunterlagen bei Änderung von Anlagen nach dem Bundes- Immissionsschutzgesetz (BImSchG)“ zu beachten. • Gemeinsame Handlungsempfehlung des Sächsischen Staatsministeriums des lnnern und des Sächsischen Staatsministeriums für Umwelt und Landwirtschaft zur Zulassung von Windenergieanlagen. • Windkrafterlass 2015: Der Erlass ermöglicht eine landeseinheitlich vergleichbare Ausübung des planerischen Gestaltungsspielraums der Regionalen Planungsverbände bei der Festsetzung von Abständen zwischen Windenergieanlagen und Wohngebieten. Adressaten sind die vier Regionalen Planungsverbände als Träger der Regionalplanung. • Handlungsleitfaden des Sächsischen Staatsministeriums für Wirtschaft, Arbeit und Verkehr über die Berechnung der Ertragsprognosen für Windkraftanlagen bei der Aufstellung der Regionalpläne im Freistaat Sachsen, Juni 2015.
  14. 14. Regionalplanung • Planungsregion und Regionaler Planungsverband Leipzig-Westsachsen: Regionalplan Westsachsen: in Kraft getreten am 25.07.2008 • Planungsregion und Planungsverband Region Chemnitz: Regionalplan Chemnitz-Erzgebirge: in Kraft getreten am 31.07.2008, Teilfortschreibung Wind: in Kraft getreten am 20.10.2005, Teilfortschreibung „Industrie und Gewerbe“: in Kraft getreten am 28.10.2004 sowie Regionalplan Südwestsachsen: in Kraft getreten am 31.07.2008 (durch Beschluss des Bundesverwaltungsgerichtes wurde am 23.10.12 das Kap. 2.5 Windenergienutzung außer Kraft gesetzt) • Planungsregion und Regionaler Planungsverband Oberes Elbtal/Osterzgebirge: Regionalplan Oberes Elbtal/Osterzgebirge: in Kraft getreten am 19.11.2009 (mit Ausnahme des Teils Windenergienutzung), Teilfortschreibung Wind: in Kraft getreten am 24.04.2003 • Planungsregion und Regionaler Planungsverband Oberlausitz-Niederschlesien: Regionalplan Oberlausitz-Niederschlesien: in Kraft getreten am 04.02.2010 Gemäß der Übergangsbestimmung im Kap. 7 des am 31.08.2013 in Kraft getretenen Landesentwicklungsplanes 2013 sind die Regionalpläne innerhalb von vier Jahren an die Ziele und Grundsätze des LEP 2013 anzupassen.
  15. 15. Bruttobeschäftigung durch den Ausbau der Windenergienutzung Sachsen, 2012 bis 2014 Quelle: Windenergie in Sachsen, Ausbau und Beschäftigung, GWS mbH Osnabrück, September 2017, Seite 10
  16. 16. Zukunft der Windenergie in Sachsen? § Potential ist gegeben – gute Windhöffigkeit § Sachsen braucht Energie und will weiter wachsen § Ausstieg aus der Braunkohle steht bevor § Wertschöpfung entsteht auch durch Zulieferer(derzeit ca. 5.000 Arbeitsplätze) § Projektierer aus dem Mittelstand können Wertschöpfungskette in der Region halten ABER: § politische Ziele sind zu wenig ambitioniert und werden sehr langsam umgesetzt § Planungskorridore sind zu lang § Höhenbegrenzungen vermindern Wettbewerbsfähigkeit und effiziente Nutzung der Potentiale § Keine Windenergie im Wald

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