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Introduction to WinWind - DiNucci, Krug (GERMAN)

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Introduction to the Horizon 2020 project WinWind

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Introduction to WinWind - DiNucci, Krug (GERMAN)

  1. 1. This project has received funding from the European Union’s Horizon 2020 research and innovation programme under grant agreement no 764717. The sole responsibility for the content of this presentation lies with its author and in no way reflects the views of the European Union. WinWind: Zielsetzungen, Aufgaben, Zeitplan Dr. Maria Rosaria Di Nucci Michael Krug Freie Universität Berlin Forschungszentrum für Umweltpolitik 1. WinWind Themenworkshop Leipzig, 20. Juni 2018
  2. 2. Das Projekt WinWind WinWind - Winning social acceptance for wind energy in wind energy scarce regions Förderung: Horizon 2020 Programm (sog. Coordination & Support Action, CSA) Projektlaufzeit: 1. Oktober 2017 bis 31. März 2020 (30 Monate) Konsortium: 12 Partner aus Deutschland, Italien, Lettland, Norwegen, Polen und Spanien http://winwind-project.eu/
  3. 3. Zentrale Arbeitsschritte Politikempfehlungen und Politikdialog Transfer von good/best practices Fallstudien (good/best practice + innovative Maßnahmen) Stakeholder Dialoge und Konsultationen Einbindung von Stakeholdern im Rahmen von Ländertischen Untersuchung u. Systematisierung regionsspezifischer Akzeptanzfaktoren (Taxonomie)
  4. 4. WinWind Ansatz
  5. 5. Aktuelle Aktivitäten in den anderen WinWind Partnerländern Alle Auftakt-Treffen der 6 Ländertische absolviert Thematische Workshops (TW) im Gange: 19.6.2018 Pescara, Abruzzen: TW über mögliche Zielkonflikte mit Landschaftsbild, Natur und Tourismus 20.06.2018 Leipzig: TW über intermediäre Organisationen, freiwillige Selbstverpflichtungen und Zertifizierungen 21.06.2018 Riga, Lettland: TW über Barrieren September 2018 Polen, Norwegen Oktober 2018 Spanien- Balearen: TW zu Entwicklung in geschützten Gegenden insbes. Zielkonflikten mit Landschaftsbild und Tourismus
  6. 6. Zeitplan • Analyse & Taxonomie der Akzeptanzbarrieren Juni 2018 • Beiratstreffen Juli 2018 • Zwischenberichte Ländertische/Stakeholder Dialoge Sep 2018 • WinWind-Partnertreffen Sep 2018 • Good/Best Practice Portfolio Okt 2018 • Transfer-Managementpläne April 2019 • EU Policy Roundtable in Brüssel im Rahmen der EUSEW Juni 2019 • Transferkonzepte Okt 2019 • Transferworkshops ( 3 national & 1 international) Okt 2019 • Interaktives Tool zur Entscheidungsunterstützung Nov 2019 • Handlungsempfehlungen für die Zielregionen Nov 2019 • Transferleitfaden Jan 2020 • Abschlusskonferenz Jan 2020 • Politikempfehlungen Feb 2020
  7. 7. Ergebnisse des WinWind- Ländertisches in Berlin (11.1.2018) „Klassische“ Hemmnisse:  Beeinträchtigungen des Landschaftsbilds  Befürchtete Gesundheitsrisiken  Risiken für den Natur-/Artenschutz  Siedlungsstrukturelle und landschaftliche Gegebenheiten, Tendenz zu immer höheren und leistungsfähigeren Anlagen an Binnenlandstandorten Gemeinsame Probleme der beiden Zielregionen THÜ und SAX:  Fehlende Tradition von Bürgerenergie  Dominanz externer Projektierer bzw. Investor*innen  Erlöse aus dem EEG und Unternehmensgewinne fließen zu einem Großteil aus der Region ab  Geringe finanzielle Teilhabe der Bürger*innen  Bürgerenergieprojekte strukturell erschwert durch die Einkommens- und Vermögensverhältnisse sowie Flächenbesitzverhältnisse  Flächeneigentümer*innen oft nicht lokal verankert, Pachteinnahmen verbleiben nur zum Teil in der Region
  8. 8. Ergebnisse des WinWind- Ländertisches in Berlin (11.1.2018) Weitere Probleme in Sachsen und Thüringen  Befürchteter „Wildwuchs“ aufgrund teilweise unwirksamer Regionalpläne  Sinnhaftigkeit/Plausibilität/Konsistenz der Energiewende  Ohnmachtsgefühle, Fremdbestimmung  Zunehmende Fundamentalopposition  Einfluss populistischer Parteien Mögliche Maßnahmen  Kommunikationsstrategien, die „schweigende Mehrheit“ adressieren  Kommunikation von Leuchtturmprojekten und Gemeinwohleffekten  Intermediäre Organisationen, Dialog- und Beratungsangebote, Professionelle Unterstützung der Kommunen
  9. 9. Ziele des heutigen Themenworkshops Fokus • Intermediäre Organisationen, Service- und Beratungsstellen • Gütesiegel/freiwillige Selbstverpflichtungen/Zertifizierungen Fragen • Beispiele Guter Praxis? • Erfolgsfaktoren? • Voraussetzungen? Rahmenbedingungen? • Voraussetzungen für einen erfolgreichen Transfer? http://www.wpgs.de/content/view/391/347/
  10. 10. This project has received funding from the European Union’s Horizon 2020 research and innovation programme under grant agreement no 764717. The sole responsibility for the content of this presentation lies with its author and in no way reflects the views of the European Union. http://winwind-project.eu info@winwind-project.eu Increasing the social acceptance for wind energy in wind energy scarce regions
  11. 11. This project has received funding from the European Union’s Horizon 2020 research and innovation programme under grant agreement no 764717. The sole responsibility for the content of this presentation lies with its author and in no way reflects the views of the European Union. Good/Best Practices aus den Ziel- und Modellregionen Dr. Maria Rosaria Di Nucci Michael Krug Freie Universität Berlin Forschungszentrum für Umweltpolitik 1. WinWind Themenworkshop Leipzig, 20. Juni 2018
  12. 12. Vorgehensweise • Fallstudien zu bewährten („good/best practice“) und innovativen Maßnahmen, Steuerungs- und Governanceansätzen, die zu einer Verbesserung der lokalen Akzeptanz beitragen können • Fokus: Verfahrensbeteiligung und aktive/passive finanzielle Teilhabe der Bürger/-innen und betroffenen Gemeinden • Analyse der Erfolgsfaktoren und Voraussetzungen für einen möglichen Transfer in andere Regionen • Initiierung eines Transfers von bewährten („good/best practice“) und innovativen Maßnahmen und Konzepten innerhalb und zwischen den Partnerländern
  13. 13. WinWind Kriterien für die Definition und Auswahl von „Guter Praxis“ Kriterien Leitfragen Effektivität Inwieweit trägt die Maßnahme dazu bei, die lokale Akzeptanz zu erhöhen bzw. Barrieren für die lokale Akzeptanz zu überwinden? Machbarkeit Inwieweit kann die Maßnahme technisch/administrativ reibungslos und (kosten-)effizient durchgeführt werden? Innovationsfähigkeit Inwieweit ist die Maßnahme selbst innovativ oder fördert innovative Maßnahmen / Praktiken? Modellcharakter/ Relevanz Inwieweit ist die Maßnahme relevant / dient als Modell für Regionen mit unterdurchschnittlichem Windenergieausbau, einschließlich WinWind- Zielregionen oder anderen Regionen / Ländern? Übertragbarkeit In welchem Umfang und unter welchen Bedingungen kann die Maßnahme ganz oder teilweise auf andere Regionen desselben Landes oder anderer Länder übertragen werden, insbesondere in Regionen mit unterdurchschnittlichem Windenergieausbau? Nachhaltigkeit Inwieweit trägt die Maßnahme dazu bei, weitere Ziele der sozialen Nachhaltigkeit (z.B. Chancengleichheit, Partizipation, Geschlechtergerechtigkeit, Beschäftigungsqualität) und der ökologischen Nachhaltigkeit zu erreichen?
  14. 14. Ausgewählte Beispiele Guter Praxis Informelle Beteiligungsformate („Verfahrensgerechtigkeit“) • Informelle Beteiligungsformate im Bereich der Regionalplanung (Brandenburg) Direkte/indirekte finanzielle Teilhabe („Verteilungsgerechtigkeit“) • Bürgerwindgenossenschaften, Bürgerwindräder (Wülknitz, Sachsen) • Flächenpachtmodell/Bürgerstiftung Windpark (Schlalach, Brandenburg) • Bürgerwindpark und Bürgerstiftung (Neuenkirchen, Schleswig-Holstein) Integrierte Ansätze • Servicestelle Windenergie und Leitlinien für faire Windenergie („Thüringer Modell“) • Servicestelle Windenergie und Leitlinien für Bürgerwind Kreis Steinfurt • Landesprogramm Bürgerforum Energieland Hessen • Forum Energiedialog Baden-Württemberg
  15. 15. Das „Thüringer Modell“ als ein Beispiel Guter Praxis • Policy mix (Capacity Building, Informations-, Beratungs- und Moderationsangebote, Dialogveranstaltungen, freiwillige Vereinbarungen/Gütesiegel) • Integrierter Ansatz (Adressierung von Verfahrensgerechtigkeit und Verteilungsgerechtigkeit) • Flankierende Maßnahmen (z.B. Preisverleihung, Weiterbildungsfahrten, Bürgerenergieberatungsprogramm, Task Force Wind/Windkampagne) • Machbarkeit • Effektivität? Akzeptanzwirkungen? (Evaluation/Wirkungsanalyse?) • Modellcharakter, hohes Transferpotenzial • Soziale und ökologische Nachhaltigkeit
  16. 16. Akzeptanzpolitische Maßnahmen: Ausgewählte Bundesländer Land Maßnahme Jahr Thüringen • Servicestelle Windenergie bei der ThEGA • Informations-, Beratungs- und Moderationsangebote • Freiwillige Selbstverpflichtung/Vereinbarung • Leitlinien und Gütesiegel „Faire Windenergie“ 2015 2015 2016 Schleswig- Holstein • Privatwirtschaftlich organisiertes Gütesiegel • Leitlinie zur Bewertung fairer Windparkplaner • Freiwillige Selbstverpflichtung 2018 Brandenburg • Freiwillige Vereinbarung BWE/Landesregierung • Novellierung Energiestrategie 2030 • Antrag Bündnis 90/Die Grünen zur Einrichtung einer Servicestelle Windenergie + Gütesiegel 2016 2018? 2017 Sachsen • Gesetzentwurf DIE LINKE „Gesetz zur Stärkung der Windenergienutzung im Freistaat Sachsen“ • Antrag Bündnis 90/Die Grünen zur Einrichtung einer Servicestelle Windenergie + Gütesiegel 2017 2018
  17. 17. Vielen Dank für Ihre Aufmerksamkeit! dinucci@zedat.fu-berlin.de mikru@zedat.fu-berlin.de

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