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Organisation 4.0

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„Kontakte mit Geschäftspartnern lassen sich weder taylorisieren noch digitalisieren.“

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Organisation 4.0

  1. 1. Organisation 4.0 Sind Sie bereit für die digitale Zukunft? Uwe Weng
  2. 2. Wer bin ich?  43 Jahre Lebenserfahrung  Diplom-Wirtschaftsinformatiker  20 Jahre Erfahrung im Zusammenspiel von Informatik und Organisation
  3. 3. Agenda  Warum jetzt eine Diskussion über Organisation?  Was ist Ziel dieses Vortrags?  Wie begegne ich organisatorisch den heutigen Herausforderungen?  Was zeichnet eine Organisation 4.0 aus?  Wo stehe ich mit meiner Organisation?  Wie lassen sich die Lösungsansätze zusammenfassen?
  4. 4. Warum jetzt eine Diskussion über Organisation?  Umwelt Ihres Unternehmens verändert sich rasant! Globalisierung Y Generation Digitalisierung
  5. 5. Warum jetzt eine Diskussion über Organisation?  Globalisierung  Schafft Absatzpotenziale, erhöht jedoch auch den Wettbewerbsdruck (Marktdynamik).  Automatisierung sorgt nur für funktional-lokale Optimierungen, die jeder Wettbewerber auch vornehmen kann.  Outsourcing hat sich in vielen Fällen als Trugschluss erwiesen, um die (Stück-)kosten zu senken.  Größere Produktvielfalt erhöht innerorganisatorische Komplexität.  Globalisierung erfordert ein organisatorisches Umdenken, um besser als Ihre Wettbewerber zu sein.
  6. 6. Warum jetzt eine Diskussion über Organisation?  Y Generation  … hinterfragt Sinnhaftigkeit von Arbeitsinhalten  … ist anspruchsvoll.  … ist selbstbestimmend (u.a. Inhalt, Arbeitszeit).  … ist mitbestimmend (z.B. keine Hierarchien).  … will Dinge sofort erledigen („Smartphonegeneration“).  … ist nicht markentreu, auch nicht gegenüber Arbeitgebern.  … ist sich ihrer starken Verhandlungsposition durch demografischen Wandel bewusst.  … hasst Verschwendung von Ressourcen.  Y Generation erfordert ein organisatorisches, kulturelles Umdenken, um die „Besten“ zu begeistern und langfristig zu „halten“.
  7. 7. Warum jetzt eine Diskussion über Organisation?  Digitalisierung  … ist mehr als nur die Erhöhung des Automatisierungsgrads!  … eröffnet neue Geschäftsideen und –felder in kurzer Zeit.  … nimmt Einfluss auf innerorganisatorische Abläufe. IT rückt näher an das Business.  … ist (Stand-)ortsunabhängig ohne Transportkosten.  … ist geprägt durch hohe Innovationskraft und Änderungsgeschwindigkeit, die kaum Rüstzeiten erfordert.  … ist einfacher „kopierbar“.  … reduziert Wertschöpfungsketten (z.B. durch neue Technologien wie Blockchains bei Vermittlung von Dienstleistungen und im Zahlungsverkehr)  Digitale Transformation erfordert ein organisatorisches Umdenken. Smart Contracts
  8. 8. Warum jetzt eine Diskussion über Organisation?  Ihre Konkurrenz denkt auch über Organisation 4.0 nach
  9. 9. Was ist Ziel dieses Vortrags?  Ihre Organisation für die digitale Zukunft fitmachen  Lösungsansätze für Herausforderungen der heutigen Zeit  Einflussfaktoren auf Ihre Organisationsform  Key Performance Indikatoren  Handlungsempfehlungen
  10. 10. Wie begegne ich…  …der Herausforderung „Globalisierung“?  Internationalization  Absatzmarktorientierte Präsenz  Interne und Externe kulturelle Integration  Regionaloptimierte Prozesse und Organisationsstrukturen statt funktionsbezogene Kostenoptimierung durch Outsourcing
  11. 11. Wie begegne ich…  …der Herausforderung „Y Generation“?  Vermeidung von Hierarchien  Agile, selbstorganisierende Teams  Kundenzentrierte, sinnstiftende Arbeit  Vermeidung „Flow“ verhindernde organisatorische Grenzen  Wandel von Kontrolle zu Unterstützung  Ergebnis- statt Präsenzkultur  Entrepreneurship: Scheitern wird gewertschätzt! Arbeiten 4.0 | Führungsstil | Unternehmenskultur
  12. 12. Wie begegne ich…  …der Herausforderung „Digitalisierung“?  Zusammenschluss von Business und domänenspezifischer IT  Kohärente Geschäftsprozessorientierte Innovationsteams BizDevOps | Swarm Organisation| Prozessorientierung | Business-IT-Alignment
  13. 13. Kundenzentriert Prozessorientiert Motivierend Kohärent flexibel und agil Organisation 4.0
  14. 14. Was zeichnet eine Organisation 4.0 aus?  Wertschöpfende Prozessorientierung statt funktionsorientierte Wissenssilos  Die Erfüllung des einzelnen Auftrags bzw. Vertrags steht im Vordergrund (Prozessinstanz)  Eindeutige Zuordnung von Kosten, die zum Geschäftserfolg beitragen  Compliance unterstützende Instrumente
  15. 15. Was zeichnet eine Organisation 4.0 aus?  Organisatorische, strukturelle Ineffizienz beseitigen, d.h.  Minimaler Abstimmungsbedarf  Stärkere funktionsübergreifende Zusammenarbeit (interdisziplinäre Teambildung führt zur höheren Motivation und effizienteren Wissensaufbau und gezielte Nutzung der Lösungskompetenz)  Bessere Skalierbarkeit der Geschäftstätigkeit (Auftragslage)  Effektivere Ressourcenplanung, d.h. höhere Flexibilität bei Änderung des Geschäftsmodells bzw. im Verlauf des Produktlebenszyklus (z.B. neues Produkt → neues „Prozess“ Team)  Doppelarbeiten vermeiden und Bearbeitungsfehler reduzieren
  16. 16.  Klassisch nach Funktionseinheiten organisiert Beispiel: Auftragsbearbeitung Stellvertretend für Operatives Geschäft Auftragseingang Fertigung Versand Reklamation „Service 7/24“ Kunde Kunde Vertrieb Einkauf ERP-System Angebot Bestellung Mein Unternehmen
  17. 17.  Anonyme Auftragsbearbeitung mit wechselnden Zuständigkeiten  Im Idealfall sorgt eine zentrale IT für Mindestmaß an Konsistenz der Daten und Standardisierung des Arbeitsflusses (oftmals Insellösungen), ist gleichzeitig der Engpass in der Weiterentwicklung des Geschäftsmodells. Beispiel: Auftragsbearbeitung Stellvertretend für Operatives Geschäft Was kostet mich die IT zur Kompensation organisatorischer Unzulänglichkeiten? Welchen Wertbeitrag leistet diese kompensierende IT? Wie stark standardisiert ist Ihr Geschäft?
  18. 18.  Klassisch nach Funktionseinheiten organisiert  Erkennen Sie am durchlaufenden Prozess die Organisationsstruktur wieder? Beispiel: Auftragsbearbeitung Stellvertretend für Operatives Geschäft Unternehmens- leitung Auftrags- eingang Fertigung Einkauf & Logistik Marketing & Vertrieb Services IT Personal Buchhaltung Controlling … Wie profitabel ist ein Auftrag? Wie wirken sich Absatzschwankungen aus? Welche Auswirkungen hat Digitalisierung? Forschung & Entwicklung
  19. 19. Organisatorische Schnittstellen Kommunikationsgrenzen mit hohem Konfliktpotenzial (Interessen, Ziele, Termine, Ressourcen) Innovationsgrenzen Motivationsgrenzen = = =
  20. 20. Conway´s Law "Any organization that designs a system (defined more broadly here than just information systems) will inevitably produce a design whose structure is a copy of the organization's communication structure.“ Zitat aus How Do Committees Invent? (Datamation magazine, 1968) http://www.melconway.com/research/committees.html Senkung organisatorisch bedingter Kosten wirkt sich positiv und nachhaltig auf IT-Kosten aus.
  21. 21. Beispiel: Auftragsbearbeitung Stellvertretend für Operatives Geschäft  Organisation 4.0 Mein Unternehmen  Kundenaufträge werden prozessual von interdisziplinären Teams bearbeitet.  Auftragsartindividualität (z.B. verschiedene Produkte) spiegelt Geschäftsfelder wider und bietet Chance einer zielorientierten Optimierung (z.B. unter Einbeziehung von Forschung und Entwicklung).  Lokales Konfliktmanagement, globale Skalierbarkeit und Flexibilität
  22. 22. Beispiel: Softwareentwicklung Stellvertretend für Forschung und Entwicklung Klassisch: Projektleiter Anforderungs- management BetriebBusiness Software- entwicklung Qualitäts- sicherung Projektteam Organisation 4.0: Projektleiter Projektteam Agile Softwareentwicklung| DevOps | BizDevOps | Time to Market
  23. 23. Wie sieht eine Organisation 4.0 aus? Business 1 Business 2Marketing Personal & Verwaltung IT Unternehmensleitung Standard- applikation 1st-Level Support Infrastruktur / Netzwerk Security Operating Geschäfts(prozess)spezifische IT Forschung & Entwicklung im Business integriert als Bestandteil interdisziplinärer Teams Zentrale IT konzentriert sich auf „Basics“. Compliance
  24. 24. Wo stehe ich mit meiner Organisation? Einflussfaktoren und Rahmenbedingungen Compliance Unternehmensgröße Geschäftsmodell /-strategie Wettbewerber Führungskultur Zielgruppe / Kunden Mitarbeiter/innen Technologische Unterstützung
  25. 25. Wo stehe ich mit meiner Organisation? Key Performance Indicators  Operatives Geschäft  Laufzeit Auftragsbearbeitung von Eingang bis Abschluss (inkl. positive Rückmeldung durch Kunden)  Laufzeit und Wartezeit bei Reklamation  Kosten zur Erfüllung eines Auftrags (Stückkosten)  Anzahl beteiligter Organisationseinheiten  Reaktionsgeschwindigkeit bei Absatzschwankungen  Forschung und Entwicklung  Time-to-Market  Analog zur Auftragsbearbeitung im operativen Geschäft
  26. 26. Konsequente Ausrichtung der organisatorischen Verantwortung am digitalen Geschäftsprozess sowohl bei der operativen Durchführung als auch in der Weiterentwicklung. Wo stehe ich mit meiner Organisation? Handlungsempfehlungen
  27. 27. Wo stehe ich mit meiner Organisation? Handlungsempfehlungen  Erst die Organisationsfrage beantworten, dann die Stellen besetzen.  Mittleres Management einbeziehen und dabei Sicherheit ausstrahlen.  Etablierung von Prozessverantwortlichen (process owners)  Verdienste würdigen, aber nicht auf ewig.  Schaffung einer Continous Improvement Kultur  Compliance organisatorisch eigenständig behandeln, um der Verantwortung gerecht zu werden.  Positive wirtschaftliche Lage ist ideal für Veränderungen. Haben Sie die richtigen Führungskräfte für die digitale Transformation?
  28. 28. Zusammenfassung  Konzentration auf die wertschöpfenden und damit vom Kunden honorierten Aktivitäten  Bündelung der Kompetenzen entlang dieser Wertschöpfungskette  Weniger organisatorisch bedingter Zielkonflikte  Direkte Zuordnung von Wertbeitrag und Kosten den Geschäftsobjekten  Mehr Selbstbestimmung führt zur höheren Mitarbeitermotivation, weil Beitrag direkt erkennbar und Aufgaben abwechslungsreicher sind.  Teams skalieren und „wandern“ mit der Geschäftsstrategie und -entwicklung.  Interdisziplinäre Teams gegen Fachkräftemangel  Compliance durch eigenständige organisatorischer Einheit absichern.
  29. 29. Zufriedenere Kunden Mehr Umsatz Motiviertere Mitarbeiter/innen Höherer Gewinn Organisation 4.0
  30. 30. „Kontakte mit Geschäftspartnern lassen sich weder taylorisieren noch digitalisieren.“ Uwe Weng, 2017
  31. 31. Welche Anmerkungen und Fragen haben Sie? Sie sind jederzeit herzlich willkommen: Uwe Weng uwe.weng@gmx.de Tel. 0179/8773537

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