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einer fehlgeleiteten
Wirtschaftsweise mit
deren dahinterliegen-
den Strukturen.

Österreich gehört zu
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Manifest für Gerechtigkeit

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Manifest für Gerechtigkeit. Eine gemeinsame Erklärung von Katholischer Kirche OÖ, Arbeiterkammer OÖ und ÖGB OÖ am 8. Juni 2010.
"Es ist genug für alle da", "Arbeitslosigkeit ist die ärgste Vergeudung menschlicher Fähigkeiten", "Nicht das Geld arbeitet, sondern der Mensch"
Mehr Informationen: http://www.dioezese-linz, http://www.arbeiterkammer.com/positionen.htm, http://www.gewerkschaft-ooe.at

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Manifest für Gerechtigkeit

  1. 1. einer fehlgeleiteten Wirtschaftsweise mit deren dahinterliegen- den Strukturen. Österreich gehört zu den zehn reichsten Ländern der Welt. Gewinne und Vermögenserträge wuchsen in den letzten Jahren doppelt so schnell wie Lohneinkommen. Dennoch zahlen Arbeitnehmer/-innen und Konsumenten/-in- nen rund zwei Drittel aller Steuern, während Unternehmen und Vermögende immer weni- ger zur Gemeinwohlfinanzierung beitragen. Immenser Reichtum konzentriert sich an der wohlhabenden Spitze. Das reichste Zehntel der Bevölkerung besitzt mehr als zwei Drittel des gesamten Vermögens. Vom Geldvermö- gen hat allein das oberste Promille (= 0,1 Pro- zent) genau so viel angehäuft, wie die ganze „untere“ Hälfte der Bevölkerung gemeinsam hat. Zugleich müs- sen mehr als eine Million Menschen von einem Einkom- , men (inkl. Sozialleis- tungen) unterhalb der Armutsgefähr- dungsschwelle leben, und 500.000 Menschen in akuter Armut. „Working poor“ sind in Österreich traurige Realität: 2008 waren fast 250.000 Erwerbs- tätige armutsgefährdet, 129.000 sogar trotz Vollzeit. Über 300.000 Menschen waren 2009 arbeitslos, zugleich leisten 700.000 bis 800.000 Beschäftigte Woche für Woche Milli- onen, teils unbezahlte, Überstunden. Johann Kalliauer Quellen: Statistik Austria, Sozialministerium, + Ludwig Schwarz SDB Österreichische Nationalbank, AK OÖ Präsident der AKOÖ Diözesanbischof von Linz und ÖGB-Landesvorsitzender

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