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Presskonferenz: Pressemitteilung zum IGES-Gutachten (25. Juni 2014)

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Pressemitteilung der Techniker Krankenkasse (TK) anlässlich der Vorstellung des IGES-Gutachtens zur Reform der Vergütung der niedergelassenen Ärzte für die Pressekonferenz am 25. Juni 2014 in Berlin.

Das gegenwärtige Vergütungssystem für die mehr als 150.000 niedergelassenen Vertragsärzte ist
hochkomplex und wenig transparent ‒ und das bei einem jährlichen Volumen von 30 Milliarden
Euro. Es setzt stark auf pauschalierte Bezahlung und bietet dem einzelnen Arzt derzeit keine ausreichende Planbarkeit. Außerdem setzt es nicht genug Anreize, Leistungen den Patienten bedarfsgerecht zur Verfügung zu stellen, was sich auch auf die Terminvergabe auswirkt. All dies liefert immer wieder die Gründe für Unstimmigkeiten zwischen Ärzten und Krankenkassen, aber auch für Unfrieden innerhalb der Ärzteschaft. Die TK hat daher das IGES Institut beauftragt, einen Reformvorschlag zu entwickeln, der auf die Vergütung einzelner Leistungen setzt und zugleich Möglichkeiten bereit hält, die Ausgabenentwicklung im Griff zu behalten.

Dieses Dokument kann für redaktionelle Zwecke und mit dem Hinweis "Quelle: Techniker Krankenkasse" honorarfrei verwendet werden. Eine Nutzung zu Werbezwecken ist ausgeschlossen.

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Presskonferenz: Pressemitteilung zum IGES-Gutachten (25. Juni 2014)

  1. 1. TK-News Informationen für die Presse Techniker Krankenkasse  Pressestelle  Bramfelder Straße 140  22305 Hamburg  www.presse.tk.de Für Rückfragen: Dorothee Meusch, Pressesprecherin Tel. 040 - 6909 1783, E-Mail: pressestelle@tk.de Social Media Newsroom: www.newsroom.tk.de, Twitter: www.twitter.com/TK_Presse Techniker Krankenkasse: Bessere Versorgung durch neues Hono- rarsystem für Ärzte ‒ IGES-Gutachten zeigt Machbarkeit Berlin, 25. Juni 2014. Rund 30 Milliarden Euro zahlen die Krankenkassen jedes Jahr für die niedergelassenen Ärzte in Deutschland. Die Gelder werden von den Kassenärztlichen Vereinigungen unter den 150.000 Ärzten verteilt, was immer wieder Anlass für Unfrieden gibt ‒ zwischen Kassen und Ärzten ebenso wie innerhalb der Ärzteschaft. Und trotz der vielen Milliarden erleben auch Patienten unzufriedene Ärzte und haben Schwierigkeiten, zeitnah an Behandlungstermine zu kommen. Für die Techniker Krankenkasse (TK) ist dies kein zukunftsfähiger Zustand. Sie hat daher das Berliner IGES Institut beauftragt, Reformvorschläge zu entwickeln. Thomas Ballast, stellvertretender Vorsitzender des TK-Vorstands: "Wir wollen Patienten zu einer besseren Ver- sorgung und Ärzten zu mehr Zufriedenheit verhelfen. Deshalb können wir uns eine Einzelleistungsvergütung gut vorstellen. Sie muss natürlich so gestaltet sein, dass die Ausgabenentwicklung dennoch beherrschbar bleibt." Ein solches Modell hat das Berliner IGES Institut für die TK entwickelt: Es sieht eine Trennung der Vergütung in Fixkosten und variable Kosten vor. Die ein- zelnen Leistungen werden definiert und mit einem Preis versehen, der vor je- dem Quartal bekannt ist und nicht nachträglich reduziert wird. Die variablen Kosten, in denen auch der "Arztlohn" enthalten ist, werden für alle erbrachten Leistungen vergütet, die Fixkosten (z.B. Praxisausstattung) nur so lange, bis sie gedeckt sind. Damit sinkt der Anreiz unnötiger Mengenausweitung. Gleich- zeitig erhöht sich die Planbarkeit und Transparenz für die Ärzte. Dr. Karsten Neumann, Geschäftsführer des IGES Instituts: "Patienten profitie- ren von dem vorgelegten Modell der Einzelleistungsvergütung, denn ihre Ärzte können sie zielgerichteter und bedarfsgerechter behandeln. Das nützt dem
  2. 2. TK-News Informationen für die Presse 2 Für Rückfragen: Dorothee Meusch, Pressesprecherin Tel. 040 - 6909 1783, E-Mail: pressestelle@tk.de Social Media Newsroom: www.newsroom.tk.de, Twitter: www.twitter.com/TK_Presse gesamten Gesundheitssystem, weil Über- und Unterversorgung entfallen. Ge- fördert wird zudem die sprechende Medizin, denn der Druck, technische Gerä- te einzusetzen, entfällt." Erfahrungen in anderen Ländern zeigten, dass eine Einzelleistungsvergütung mit geeigneten Begrenzungsinstrumenten nicht zu einer Kostenexplosion in der ambulanten Versorgung führte, so Neumann. "In der Studie haben wir in Modellrechnungen festgestellt, dass die zu erwartende Ausgabensteigerung einmalig bei 5,4 bis 5,9 Prozent liegen würde. Zum Ver- gleich: Seit 2008 lag die Steigerungsrate im Jahresmittel bei 3,7 Prozent." Ballast erscheint dies vertretbar: "Wir hätten es mit einer einmaligen Steige- rung zu tun, die sich durch einen Zuwachsverzicht im Folgejahr sogar voll- ständig kompensieren ließe ‒ zumal das neue Modell viele Vorteile für Patien- ten, Ärzte und Kassen brächte." Er sieht noch weitere Vorteile in einem sol- chen System: "Perspektivisch werden wir eine Konvergenz der gesetzlichen und privaten Krankenversicherung erleben. Dass ein einheitliches Vergü- tungssystem in einem einheitlichen Versicherungsmarkt grundsätzlich möglich ist, haben wir bereits im vergangenen Jahr in einer Studie gezeigt. Das vorlie- gende IGES-Modell würde eine Konvergenz der Systeme weiter erleichtern." Hinweis für die Redaktionen: Die digitale Pressemappe mit dem vollständigen Gutachten, den gezeigten Charts, dem Statement von Herrn Ballast und der Pressemitteilung finden Sie unter www.presse.tk.de (Webcode 651354).

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