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Commons als Grundlage einer neuen Produktionsweise

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Vortrag bei der COM'ON-Tagung am 10.12.2011 in der Rosa-Luxemburg-Stiftung.

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Commons als Grundlage einer neuen Produktionsweise

  1. 1. Commons als Grundlageeiner neuen Produktionsweise Stefan Meretz keimform.de COM ON, Tagung, 10.12.2011 Rosa-Luxemburg-Stiftung
  2. 2. Commons?
  3. 3. Commons?Grundlage?
  4. 4. Commons? Grundlage?Produktionsweise?
  5. 5. NEU?
  6. 6. Queernesswird hergestellt
  7. 7. Soziale Identitätwird hergestellt
  8. 8. Lebensweisewird hergestellt
  9. 9. ...oder NOCH allgemeiner
  10. 10. Das, WAS und WIE wir sind stellen wir her
  11. 11. Commons?
  12. 12. Commons sind eine bestimmte Art und Weise uns und unsereLebensbedingungen herzustellen
  13. 13. ...und Ware eine andere!
  14. 14. ?...und Ware eine andere!
  15. 15. Also:
  16. 16. Commons & Ware
  17. 17. Commons & Waresind keine »Dinge«
  18. 18. Commons & Ware sind keine »Dinge«sondern soziale Formendie Lebensbedingungen,
  19. 19. Commons & Ware sind keine »Dinge« sondern soziale Formen die Lebensbedingungen,in denen und die wir leben,
  20. 20. Commons & Ware sind keine »Dinge« sondern soziale Formen die Lebensbedingungen,in denen und die wir leben, herzustellen
  21. 21. GENAUER:
  22. 22. Ware
  23. 23. Produkte nehmen Warenform an,
  24. 24. Produkte nehmen Warenform an, wenn sie in getrennt-privater Produktion hergestellt werden
  25. 25. Ware
  26. 26. WareTausch
  27. 27. WareTauschWert Verwertung
  28. 28. WareTauschWert VerwertungGeld
  29. 29. WareTausch Wert Verwertung GeldKapital
  30. 30. WareTausch Wert Verwertung GeldKapital
  31. 31. Besondere Ware: Arbeitskraft
  32. 32. Commons
  33. 33. Produkte nehmen Commonsform an,
  34. 34. Produkte nehmen Commonsform an, wenn sie inkooperativ-gemeinschaftlicher Produktion hergestellt werden
  35. 35. Produkte nehmen Commonsform an, wenn sie inkooperativ-gemeinschaftlicher Produktion hergestellt werden ...jenseits von Markt und Staat
  36. 36. Ressourcen
  37. 37. Ressourcen +Commoning Vernetzung
  38. 38. Ressourcen +Commoning VernetzungCommons
  39. 39. Ressourcen +Commoning VernetzungCommons
  40. 40. Besonderes Commons: menschliches Schöpfertum
  41. 41. Wo liegen wesentliche Unterschiede?
  42. 42. 1
  43. 43. 1Ware: erst wird produziert, dann wird vermittelt
  44. 44. 1 Ware: erst wird produziert, dann wird vermitteltCommons: erst wird vermittelt, dann wird produziert
  45. 45. Vermittelt?
  46. 46. Vermittlung =Abgleich mit den Bedürfnissen und den Möglichkeiten ihrer Befriedigung
  47. 47. Vermittlung Ware: indirekt über den MarktCommons: direkt durch die Menschen
  48. 48. 2
  49. 49. 2Ware: das Medium der Vermittlung ist abstrakt – das Geld
  50. 50. 2 Ware: das Medium der Vermittlung ist abstrakt – das GeldCommons: das Medium der Vermittlung ist konkret – das Commons selbst
  51. 51. Warum ist das so?
  52. 52. Warezerfällt in zwei
  53. 53. Warezerfällt in zwei Produkt Ware Wertding
  54. 54. Warezerfällt in zwei Produkt Herstellung Nutzung Ware Wertding
  55. 55. Warezerfällt in zwei Produkt Herstellung Nutzung Ware Verteilung Wertding
  56. 56. Ware Commonszerfällt in zwei ist ein Commons Produkt Commons Herstellung Nutzung Ware Commons Verteilung Wertding Commons
  57. 57. Ware Commonszerfällt in zwei ist ein Commons Produkt Commons Herstellung Nutzung Herstellung Nutzung Ware Commons Verteilung Verteilung Wertding Commons
  58. 58. 3
  59. 59. 3Ware: kann sich nicht selbst erzeugen, sondern braucht die Commons
  60. 60. 3Ware: kann sich nicht selbst erzeugen, sondern braucht die Commons Commons: erzeugt sich selbst und kann gut auf die Ware verzichten
  61. 61. Auch das ist näher anzusehen. Und zwar historisch.
  62. 62. Voraussetzung der kapitalistischen Warenproduktion ist die Einhegung der Commons,die „ursprüngliche Expropriation“
  63. 63. Die kapitalistische Landnahme war kein einmaliger Schritt,sondern ist kontinuierlicher Prozess
  64. 64. stößt aus Nicht-Ware Ware verleibt ein
  65. 65. stößt aus Nicht-Ware Ware verleibt ein inklusive Commons
  66. 66. Gesellschaftlich notwendige Tätigkeiten Nicht- Ware Ware
  67. 67. Gesellschaftlich notwendige Tätigkeiten1/3 in der Ware Nicht-Warenform Ware
  68. 68. Gesellschaftlich notwendige Tätigkeiten1/3 in der Nicht- 2/3 nicht Ware in derWarenform Ware Warenform
  69. 69. Gesellschaftlich notwendige Tätigkeiten1/3 in der Nicht- 2/3 nicht Ware in derWarenform Ware Warenform inklusive Commons
  70. 70. Was heißt das jetzt?
  71. 71. 1Die kapitalistische Warenproduktionist die dominante Produktionsweise, aber nicht die einzige
  72. 72. 2Die Commons waren und sind dieGrundlage aller Produktionsweisen
  73. 73. 3Die Commons können zur dominanten Produktionsweise werden, wenn sie sich auf ihrer eigenen Grundlage reproduzieren
  74. 74. So.Was haben wir jetzt?
  75. 75. Commons
  76. 76. Commons Ressourcen + Commoning
  77. 77. Commons Grundlage Bedürfnisse + Konkretheit + Generativität
  78. 78. Commons  Grundlage Produktionsweise Verallgemeinerbarkeit
  79. 79. Commons  Grundlage Produktionsweise 
  80. 80. Aber warum NEU?
  81. 81. Bzw. was ist NEU?
  82. 82. Persönliche Abhängigkeitsverhältnisse (zuerst ganznaturwüchsig) sind die ersten Gesellschaftsformen, in denen sich die menschliche Produktivität nur in geringem Umfang und auf isolierten Punkten entwickelt.
  83. 83. Persönliche Abhängigkeitsverhältnisse (zuerst ganznaturwüchsig) sind die ersten Gesellschaftsformen, in denen sich die menschliche Produktivität nur in geringem Umfang und auf isolierten Punkten entwickelt. Persönliche Unabhängigkeit, auf sachlicher Abhängigkeit gegründet, ist die zweite große Form, worin sich erst ein System des allgemeinen gesellschaftlichen Stoffwechsels, der universalenBeziehungen, allseitiger Bedürfnisse und universeller Vermögen bildet.
  84. 84. Persönliche Abhängigkeitsverhältnisse (zuerst ganznaturwüchsig) sind die ersten Gesellschaftsformen, in denen sich die menschliche Produktivität nur in geringem Umfang und auf isolierten Punkten entwickelt. Persönliche Unabhängigkeit, auf sachlicher Abhängigkeit gegründet, ist die zweite große Form, worin sich erst ein System des allgemeinen gesellschaftlichen Stoffwechsels, der universalenBeziehungen, allseitiger Bedürfnisse und universeller Vermögen bildet. Freie Individualität, gegründet auf die universelle Entwicklung der Individuen und die Unterordnung ihrer gemeinschaftlichen, gesellschaftlichenProduktivität als ihres gesellschaftlichen Vermögens, ist die dritte Stufe.
  85. 85. Freie Individualität gegründet auf dieuniverselle Entwicklung der Individuen
  86. 86. Freie Individualität gegründet auf dieuniverselle Entwicklung der Individuen also Selbstentfaltung
  87. 87. Freie Individualität gegründet auf dieuniverselle Entwicklung der Individuen also Selbstentfaltung also Verhältnisse, in denen die freieEntwicklung eines jeden die Bedingung für die freie Entwicklung aller ist
  88. 88. … das ist das NEUE
  89. 89. … und das finden wir vor allem in der commons-basierten Peer-Produktion als Keimformeiner freien Gesellschaft
  90. 90. Danke 

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