Projekt Zukunft Report (Ausgabe 2/2012)

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Projekt Zukunft-Report: In der aktuellen Ausgabe stellt die Landesinitiative laufende und gerade abgeschlossene Projekte und Vorhaben vor. Themen sind u. a. das zehnjährige Bestehen des internationalen Designfestivals DMY, die Gewinner des Förderwettbewerbes Berlin – Made to Create und Open Data-Projekte, Berlins innovative Konzepte zur Nutzung der offenen Datenbestände. Der Report, der auch online als PDF vorliegt, gibt einen aktuellen Überblick über ausgewählte Themen der Landesinitiative.

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Projekt Zukunft Report (Ausgabe 2/2012)

  1. 1. Juni 2012 I K T u n d K r e a ti v w i r t s c h a f t i n B e r l i n report Foto: Bernhard LudewigFoto: © Janne Suhonen Berlins Kreativwirtschaft weltweit sichtbar DMY International Design Festival feiert zehnjähriges Bestehen Die Landesinitiative „Projekt Zukunft“ arbeitet seit mehr tionen stellen neue Produkte, Prototypen und innovative als 10 Jahren an der Verbesserung der Wachstumsbedin- Designansätze vor. gungen für Unternehmen des IKT- und Kreativbereichs, Erstmals werden auch die nominierten Produkte des entwickelt neue Förderprogramme, initiiert Netzwerke Designpreises der Bundesregierung im Rahmen des Fes- und fördert jedes Jahr zahlreiche Innovations- und Infra- tivals ausgestellt. Damit schlägt das Festival erstmals die strukturvorhaben. Besonders erfolgreich ist die Landes- Brücke zwischen experimentellen Arbeiten sowie kom- initiative beim Aufbau von Plattformen – solchen im Netz merziell erfolgreichen Produkten der deutschen Design- wie auch Leuchtturmveranstaltungen mit nationaler und industrie. internationaler Strahlkraft. Dazu gehören unter anderem das Informationsportal für Startups www.creative-city-  32.000 Besucher und Besucherinnen auf dem Über berlin.de, das DMY International Design Festival Berlin, die DMY International Design Festival Berlin 2011 Berlin Fashion Week, ebenso wie die Berlin Music Week Das Festival wird von einem breiten Rahmenprogramm und die im Herbst 2012 startende Art Week Berlin. begleitet, bestehend aus Symposien, Workshops, Designer Die Etablierung von Plattformen wird auf unterschied- Talks und Abendveranstaltungen. Über 50 Galerien, Muse- liche Weise durch Projekt Zukunft unterstützt – durch en und Designinstitutionen laden im Veranstaltungszeit- regelmäßige Abstimmung mit den wichtigsten Bran- raum zu Satellitenveranstaltungen in ganz Berlin ein. Das chenakteuren, durch Kommunikationskampagnen, durch Festival zieht jedes Jahr mehr Besucher an - in 2011 waren Anschubfinanzierungen oder durch projektbezogene Ko- es über 32.000 – und wird in diesem Jahr sicherlich einen operation mit diesen Plattformen. Die Plattformen dienen neuen Rekord aufstellen. der Vernetzung, Präsentation von Produkten und Dienst- Seit vielen Jahren präsentiert DMY Berliner Design- leistungen, der Akquise potentieller Auftraggeber und produkte im Ausland – u. a. auf der Salone de Mobile in Einkäufer und dem branchenbezogenen Standortmar- Mailand, der Designtide in Tokyo, der Taiwan Design Expo, keting. Sie machen Berlins Potenziale im Kreativbereich der Seoul Design Fair oder der Mes de Designo in Buenos weltweit sichtbar und stärken dadurch die wirtschaftliche Aires. Dieses Jahr steht erstmals eine DMY America Tour zu Basis der Unternehmen am Standort. Designmessen in Miami, New York und Sao Paulo auf dem Programm. Aufgrund des nachhaltigen Engagements im  DMY International Design Festival Das Ausland nimmt auch die Anzahl von Länderpräsentatio- Das DMY International Design Festival Berlin ist das größ- nen im Rahmen des Festivals stetig zu. te deutsche Festival für zeitgenössisches Interior- und Die Landesinitiative Projekt Zukunft gratuliert den Ver- Produktdesign und hat sich international als Plattform für anstaltern zum zehnjährigen Bestehen des DMY und freut junge, talentierte Designer und experimentelle Arbeiten sich, mit einer Anschubfinanzierung sowie der Unterstüt- etabliert. Das Festival findet vom 6. - 10. Juni 2012 in den zung bei vielen Auslandspräsentationen zum Erfolg des historischen Hangars des ehemaligen Flughafengeländes Festivals beigetragen zu haben. Berlin-Tempelhof statt. Über 700 Designer aus rund 30 Na- EUROPÄISCHE UNION Europäischer Fonds für 1 Report · Ausgabe 01/2012 regionale Entwicklung Investition in Ihre Zukunft!
  2. 2. Foto: © Andreas Schwinn, 8millimediaBerlin – Made to createGewinner bedanken sich: Wettbewerbschafft wertvolle Aufmerksamkeit Seit 2009 veranstaltet Projekt Zukunft Förderwettbewer- be; mittlerweile sind neun Wettbewerbe durchgeführt worden, drei weitere sind gerade gestartet. Anlass genug für einen Rückblick. Wettbewerbe ergänzen das insgesamt gute Förderan- gebot der Wirtschaftsverwaltung für die Kreativwirtschaft. Wettbewerbe Sie stellen aktuelle Themen der Technologie- oder Con- tententwicklung in den Vordergrund: Themen, die aus un- – Start your Fashion Business serer Sicht eine besondere Aufmerksamkeit erhalten soll- – Webradio-Wettbewerbs creative r@dio contest ten. Dabei stimulieren sie Unternehmen und Kreative, die – deenwettbewerb zu Open Source/Open Standard I die Förderangebote des Landes bisher noch nicht wahr- – Kreativwettbewerb Apps4Berlin genommen haben. Die Wettbewerbe sollen zu konkreten – Evolving Books – Digitaler Mehrwert für Bücher Kooperationsprojekten aufrufen, neue Anwendungsge- – Visual Effects biete erschließen und auf besonders innovative Projekte – Serious Games - Spielend Lernen aufmerksam machen. – First-we-take-Berlin-Videowettbewerb – Open Cities App Challenge Warum Wettbewerbe? Wettbewerbe machen auf neue Themen und neue tech- nologische Entwicklungen aufmerksam, so beispielsweiseBerliner Künstler On AirReboot.fm abseits vom Mainstream:Hier spielen Berliner die Musik Das Webradio reboot.fm präsentiert neue Formen der Ra- dioproduktion und setzt auf eine Verbindung von UKW, Syndizierung, 24/7-Stream, Podcast, Online-Archive und Social Media. Mehr als 85 internationale Berliner Künstler gestalten das Programm. Die Formate bieten Livekon- zerte, elektronische Musikmixes, Debatten und Diskurse, Lesungen und Diskussionen, Magazine, Workshops, Wort- und Klangcollagen – zumeist live produziert im Haus der Kulturen der Welt. reboot.fm setzt seinen Programm- schwerpunkt bei Themen, die im Radio schwerer eine „[…]wenn man authen- breite Zuhörerschaft finden, aber den internationalen Ruf tische Berliner Musiker der Region Berlin/Brandenburg ausmachen und wichtiger und Künstler hören will, Bestandteil der hiesigen Kulturlandschaft geworden sind. sollte man bei uns oder Die Macher von reboot.fm, Guido Plonski (Geschäfts- den anderen Berliner führer der Klubradio unlimited GmbH), Diana McCarty Web- und Lokalradios und Pit Schultz (redaktionelle Leitung bei reboot.fm), einschalten.“ (Guido haben 2011 am „creative r@dio contest“ im Rahmen von Plonski) „Berlin – Made to Create“ teilgenommen und den ersten Foto: © Guido Plonski Preis gewonnen. Die Wettbewerbsreihe „Made to Create“ wird von der Berliner Landesinititive Projekt Zukunft ver- anstaltet. Report · Ausgabe 01/2012 2
  3. 3. der Wettbewerb zu Evolving Books, der zur Entwicklung Publikumspreise und Öffentlichkeitsarbeit von neuen Inhalten der digitalen Buchformate angeregt unterstützen die Vorhaben hat. Mit der Auslobung eines Publikumspreises wird nicht nur Sie vernetzen die Branche mit Anwendern und Abneh- die Promotion von Ideen unterstützt. Über den Rücklauf mern in anderen Feldern und erweitern so die Marktchan- erhalten die Einsender gleich ein Feedback vom Markt. So cen. Ein Beispiel dafür ist der Wettbewerb Serious Games, sind für den Publikumspreis im Apps4Berlin-Wettbewerb bei dem es uns gelungen ist, Spieleentwickler mit der Ge- mehr als 5.700 Votes eingegangen. sundheitswirtschaft sowie den Krankenkassen und ande- Nicht zuletzt trägt die Öffentlichkeitsarbeit von Pro- ren Einrichtungen dieser Art zu vernetzen. jekt Zukunft zum Erfolg der Vorhaben bei: Eine der Preis- Bei den Wettbewerben Start your Fashion Business trägerinnen bei einem unserer Apps-Wettbewerbe berich- geht es darum, junge Modedesignerinnen und Mode- tet, dass ihr der Preis die Aufmerksamkeit gesichert hat, designer, die die ersten Schritte auf dem Weg zur Selb- die sie bei der Suche nach Geschäftspartnern gebraucht ständigkeit bereits hinter sich haben, mit einem Preisgeld hat. Genau das ist das Ziel. und mit Marketingleistungen auf ihrem weiteren Weg zu unterstützen. Der Wettbewerb zu Open Source hat die öffentliche Wertschätzung für den Einsatz von Open Source/Open Standard-Produkten und -Services bekräftigt. Wettbewerbe sichern ein faires Auswahlverfahren. Eine jeweils für das konkrete Thema benannte fachkun- dige Jury gibt Feedback und unterstützt die prämierten Projekte bei ihrem weiteren Weg.App „Lorberg Grüner Daumen“versorgt Hobbygärtner mit Tippszur Gartenpflegemobileappz aus Potsdam gewinnen 1. Preisim Wettbewerb „Apps4Berlin“ Das Konzept für die App „Lorberg Grüner Daumen“ ent- Foto: © mobileappz.com GmbH stand in Kooperation mit der Berliner Baumschule Lor- berg. Die App ermöglicht es den Nutzern ihre Pflanzen standort-, wetter-, zeit- und pflanzenartabhängig zu pfle- gen. Über GPS ermittelt die Anwendung die Position des Anwenders und kann diese mit Wetter- oder Bodendaten verknüpfen. Für die Pflanzen, die per Videostream doku- „Die Leute fanden nicht mentiert werden, erhält der Nutzer Tipps zur Pflege und nur unsere Idee an sich konkrete Handlungsempfehlungen. Das App-Konzept toll, sie waren vor allem setzt also auf Augmented Reality. auch überrascht darüber, Das Team um mobileappz-Geschäftsführer Lars Geiß- was technisch machbar ler, Uwe Fasold (Projektmanagement), Dirk Tech und Rai- ist und dass das Konzept ner Weber (Developer) sowie Sebastian Pastor (Design tatsächlich umsetzbar Foto: © Gründungszentrum FHB und Konzeption), ging mit Ihrer App „Lorberg Grüner Dau- ist.“ (Lars Geißler) men“ im Wettbewerb „Apps4Berlin“ 2011 in der Kategorie „Unternehmen“ als Sieger hervor. 3
  4. 4. Hybrid-Talk am 09.02.2012 Foto: Deborah Schmidt, UDK  Hybrid-Plattform erreicht Wendepunkt Seit dem Start 2011 wurden einige Meilensteine erreicht: Ein Projektbüro unter der Leitung von Prof. Dr. Christoph Gengnagel, Universität der Künste und Barbara Stark, Technische Universität wurde aufgebaut, eine interaktive Website geschaltet (www.hybrid-plattform.org), Initial- projekte in Angriff genommen, neue Veranstaltungsfor- mate initiiert und in- und externe Kooperationspartner aus Wissenschaft und Wirtschaft konnten gewonnen wer- den. Der Hybrid-Plattform-Verbund zur Förderung trans- disziplinärer Projekte auf dem Campus Charlottenburg e.V. (gegründet am 23. April) mit Gründungsmitgliedern aus Kreativwirtschaft, Forschung, Wirtschaft und Recht (u.a. Telekom Innovation Laboratories, Institute of Elect- ronic Business [IEB], Triad Berlin Projektgesellschaft mbH, Art+Com AG und Kanzlei RöverBrönner) wird die Plattform aktiv unterstützen.  Forschungsprojekt „Biokohle“ konzentriert sich auf Herstellungsprozesse Neben laufenden Initialprojekten (Prototyping u. a.) arbei- ten derzeit Designer der UdK und Innovationsmanager der TU an neuen Impulsen für Medizintechnik und Orthopä- die. Andere Themen sind Bildungsräume, Boden oder Bio- kohle. (Weitere Infos zu Projekten, Profilen und Partnern: www.hybrid-plattform.org). In dem aktuellen Forschungs- projekt „Biokohle“ arbeiten Materialwissenschaftler unterIn der Zukunftswerkstatt Prof. Dr. Arne Thomas vom Institut für Chemie der TU Ber- lin gemeinsam mit dem Design- und Architekturbüro ele-Projekt Zukunft fördert Netzwerk gant embellishments an den Potenzialen der Biokohle undfür interdisziplinäre Forschungsprojekte der Gestaltung neuer Materialien. Kontext ist die derzeit zu beobachtende Revolution von Herstellungsprozessen,der Berliner Universität der Künste (UdK) die unter dem Begriff „Open Manufacturing“ beschriebenund der Technischen Universität (TU) wird. Sie bezeichnet die fortschreitende Dezentralisierung der Produktionsmittel, die es in Zukunft prinzipiell jedem Individuum ermöglichen wird, einen großen Teil von be- Die Hybridplattform, Ideenlabor und Zukunftswerkstatt nötigten oder begehrten Gebrauchsgegenständen dezen- zugleich, ist eine transdisziplinäre Projektplattform von tral mittels 3D-Drucker selbst herzustellen. UdK und TU auf dem Campus Charlottenburg. Seit April 2011 gefördert vom Europäischen Fond für regionale Ent- Hybrid-Talks laden interessierte Öffentlichkeit ein wicklung (EFRE) innerhalb von Projekt Zukunft, entspricht Die Hybrid-Plattform betreibt einen lebendigen Wissens- die Plattform in jeder Hinsicht den strategischen Zielen und Technologietransfer nicht nur gegenüber Wissen- der Landesinitiative: Zusammenhänge zwischen Bran- schaft und Industrie, sondern auch für die interessierte chen und Themen sichtbar zu machen, Kooperationen Öffentlichkeit. Die vierteljährlich stattfindenden Hybrid- zwischen Wissenschaft, Kreativwirtschaft und Industrie zu Talks und Symposien haben das Ziel, mit disziplinüber- fördern und die Innovationsentwicklung voranzutreiben. greifend spannenden Themen neue Kontakte zwischen Wissenschaftler und Ingenieure, Künstler und Gestalter Akteuren unterschiedlicher Bereiche und Zielgruppen arbeiten gemeinsam an Forschungsprojekten zu Themen anzubahnen und auf diese Weise die Netzwerke zwi- der Zukunft mit dem Ziel, Partner in Forschung und Wis- schen kreativen und wissenschaftlich-technischen Diszi- senschaft, Industrie und Gesellschaft für konkrete Koope- plinen weiter auszugestalten. Bisherige Themen waren rationen und Anwendungen zu gewinnen und den Diskurs „Bewegung und Raum“ (09.02.12) und „Arbeit der Zukunft“ über Innovation zu befördern. Nach erfolgreicher dreijäh- (03.05.12). In dem Symposion „Digitale Selbstvermessung“ riger Pilotphase soll die Plattform in ein tragfähiges und (11./12.05.12) wurden Szenarien der Zukunft in Medizin nachhaltiges Wirtschaftsmodell überführt werden. und Design entwickelt, in denen das Sammeln und Inter- pretieren von Daten durch Computer eines Tages Regie über den Alltag übernehmen könnte. Weitere Veranstaltungsinformationen: www.hybrid-plattform.org/index.php/de/ veranstaltungen Report · Ausgabe 01/2012 4
  5. 5. O pen Source in und ware und Open Stan- dards/Interoperabili-aus der Hauptstadtregion Berlin tät als gemeinsames Dach, um ihre Akti- Open-Source-Software bietet mit ihren offenen Quell- vitäten zu bündeln codes viele Vorteile, sowohl für Open-Source-Dienstleister, und ihre Sichtbarkeit als auch für Kunden. Dienstleister können auf bestehen- zu erhöhen. Auch den Open-Source-Lösungen aufbauen und Kunden be- Schnittstellen zu anderen „Open-Feldern” wie z. B. Open kommen mit einer Open-Source-Lösung Transparenz und Data, Open Content und Open Design werden adressiert. Nachhaltigkeit. Im Oktober 2009 wurde das öffentlich geförderte GRW- Open- Source bietet gerade auch kleinen und mittel- Netzwerk open source berlin [www.opensourceberlin.de] ins ständischen IT-Entwicklern die Basis zur Realisierung von Leben gerufen. Die Netzwerkpartner sind als Open-Source- innovativen, hochwertigen und zuverlässigen IT-Lösun- Dienstleister Spezialisten auf ihrem Gebiet und als open sour- gen. ce berlin optimaler Ansprechpartner für große Projekte im Seit 2008 ist das Technologiefeld Open Source/Open Bereich Open-Source-Software. Standards ein Schwerpunkt im Rahmen des Berliner Clus- Mit den regelmäßigen Members-Treffen und dem zuge- ters IKT/Medien/Kreativwirtschaft. Das Clustermanage- hörigen Mailverteiler werden die Open-Source-Akteure aus ment liegt bei der Senatsverwaltung für Wirtschaft, der Hauptstadtregion vernetzt. Mit der Veranstaltungsreihe Technologie und Forschung im Rahmen der Landesiniti- „meet greet mit open source berlin” werden Interessierte ative Projekt Zukunft. Das spezielle Handlungsfeld Open aus Politik, öffentlicher Verwaltung und Unternehmen zu ak- Source/Open Standards wird von der TSB Innovations- tuellen Open-Source-Themen informiert. agentur Berlin GmbH verantwortet. Wie erfolgreich der Einsatz von Open Source für Dienst- Eine „Potenzialanalyse im Technologiefeld Open Sour- leister und Unternehmen sein kann, zeigte kürzlich die Veran- ce in der Hauptstadtregion Berlin” zeigt, dass bereits jedes staltung „meet greet mit open source berlin: Problem ge- fünfte Berliner IKT-Unternehmen Open-Source-Lösungen löst! Dank Freier Software.” am 26.03.2012. Hier stellten zehn anbietet. Meist handelt es sich hierbei allerdings um Ein- Open-Source-Dienstleister ihre Erfolgsgeschichten über den zel- und Mikrounternehmen. Auch zeigt die Studie, dass Einsatz von Open Source vor und wie ihre Kunden von der trotz zahlreicher Verbesserungen immer noch Hemmnisse quelloffenen Lösung profitieren. Vom „papierlosen Büro mit den Einsatz von Open Source einschränken wie beispiels- der E-Akte” und „gewinnbringenden Fachanwendungen” weise der Mangel an politischen Rahmenbedingungen über „Service Level Überwachung” und „virtualisierte Com- und Vorurteile im Hinblick auf die Qualität und Nachhal- puter bis hin zum „interaktiven Video” und „Apps für den tigkeit von Open-Source-Software. Fernseher” wurde ein breites Spektrum an Lösungen und Mehr Sichtbarkeit für das Thema Open Source in Poli- Anwendungen vorgestellt und demonstriert. tik, Wissenschaft und Wirtschaft sind ebenso, wie die Ver- Das zu der Dachmarke open it berlin gehörige Portal netzung der Akteure untereinander die beiden verfolgten www.open-it-berlin.de gibt den Akteuren die Gelegenheit, Hauptzielsetzungen. sich, ihr Unternehmen und ihre Open-Source-Lösungen zu präsentieren. Auch lassen sich hier leicht Kontakte zu ande-  Hierzu gibt es im Handlungsfeld Open Source/ ren Open-Source-Begeisterten knüpfen. Open Standards zwei Kern-Initiativen: Für Mitte 2012 ist eine open it berlin-Broschüre geplant. Die Dachmarke open it berlin mit dem Portal www.open- In dieser können dann die interessanten Erfolgsgeschichten it-berlin.de ist seit Mitte 2011 der Rahmen für das Hand- von Berliner Open-Source-Akteuren nachgelesen und weite- lungsfeld Open Source/Open Standards. Die Marke dient re Anregungen gefunden werden. Berliner Akteuren im Bereich Open Source, Open Hard- Zuses Enkel: Paul Heyer, Geschäftsführer und Mitgründer von fnctions Aufbauend auf Redmine, einem webbasierten Open-Source-Projektmanagementsystem, entwickel- ten Paul Heyer und Robert Palmer die RedmineApp um eine Verbindung zwischen dem Smartphone und dem Redmine System zu schaffen. So können die Redmine-Nutzer auch von unterwegs auf ihre Projekte zugreifen und ihre Aufgaben und Projekte steuern. Die RedmineApp ist inzwischen das Hauptprodukt ihres Unternehmens fnctions GbR geworden, das sie 2011 gründeten. Neben der Red- mineApp setzt fnctions auch Ideen für mobile Lösungen im Kundenauftrag um. In Zukunft möchte Foto: Paul Heyer, privat das Unternehmen verstärkt eigene Anwendungen konzipieren, gestalten und realisieren. Link auf unsere Seite im Netz: www.berlin.de/projektzukunft/networking/zuses-enkel/archiv-aller-enkel/detailseite/ datum/2012/01/02/paul-heyer/ 5
  6. 6. Ursprünglich war nur ein Plattformkonzept geplant. Der technische Entwicklungsstand ließ aber den Aufbau eines Pilotbetriebes für ein Datenportal zu. Erste Erfahrungen aus dem Portalbetrieb sind in den Abschlussbericht einge- flossen. Er liefert auf 180 Seiten detaillierte Betrachtungen zu den o. g. Themenblöcken und schließt mit einem Stu- fenplan und 39 Handlungsempfehlungen zur Umsetzung des Open-Data-Konzepts in Berlin ab. So wurde festgestellt, dass das rechtliche Umfeld durch viele Fachgesetze recht unübersichtlich und nicht harmonisch gestaltet ist. Daher ist in Berlin geplant, den Punkt der Datenbereitstellung in einem übergreifenden eGovernment- und Organisationsgesetz zu regeln. AuchDaten werden freigelegt der Bund arbeitet an einem entsprechenden Gesetz.Öffnung der Datenbestände auf bestem Wege  Empfehlungen zu den Bereichen Politik, Verwaltung, Recht und Technik Einer weiteren Klärung bedürfen die Lizenz- und Nut- Seit Beginn von Projekt Zukunft vor nunmehr 15 Jahren zungsbedingungen. Wir haben uns erst einmal an der steht das Thema „Modernisierung der Verwaltung“ mit auf Creative Commons Licence, die auch in Wikipedia für dort der Agenda unserer Aktivitäten. Im vergangenen Jahr lag eingestellte Inhalte angewendet wird, orientiert. Diese der Schwerpunkt auf der „Öffnung der Datenbestände“. Lizenzform ist im Internet weitgehend bekannt und ak- Der Staatssekretärsausschuss für die Verwaltungsmoderni- zeptiert. sierung hatte ein entsprechendes Projekt im Februar 2011 Die Handlungsempfehlungen in der Studie sind nach in Auftrag gegeben, um Gegenstand und Potenziale rund einem kurz-, mittel- und langfristigen Zeithorizont geglie- um das neue Schlagwort „Open Data“ erkunden zu lassen. dert. Des Weiteren sind die Bereiche Politik, Verwaltung, Eine Projektgruppe unter unserer Federführung nahm die Recht und Technik angesprochen. Arbeit am Vorhaben „Von der öffentlichen zur offenen Ver- Kurzfristig sind einige Punkte auf der politischen waltung“ auf. Berlin betrat mit diesem Vorhaben Neuland. Ebene zu klären: Wie sollen – gemäß der Erklärung aus Keine andere deutsche Stadt hatte bisher ein Konzept zu der Koalitionsvereinbarung – Fortsetzung und Ausbau Open Government oder Open Data vorgelegt. Die Pro- der Open-Data-Initiative konkret erfolgen? Wird es einen jektgruppe hat jetzt ihren Abschlussbericht veröffentlicht. Open-Data-Beauftragten geben? Wie kann der Übergang Dies war der zweite Höhepunkt der Projektarbeit nach vom Labor- in den Regelbetrieb gestaltet werden? Wo dem Start des Berliner Datenportals Mitte September 2011. wird er angesiedelt? Mittelfristige Themenstellungen sind u. a. technischer Art: Auf welche Datenformate verständigt  Abschlussbericht zum Open Data-Konzept man sich? Sind diese aus den vorhandenen Datenbestän- Das neue Vorhaben gliederte sich in sechs Themenblöcke den ableitbar? Sind Konverter zu entwickeln? Welche Wei- von der Bedarfs- und Potenzialanalyse bis hin zu Hand- terbildungsmaßnahmen müssen gestaltet und angebo- lungsempfehlungen. ten werden? Die Klärung offener Rechtsfragen hat sicher Langfristcharakter.  Berlin Open Data Day führt die nächsten Punkte der Open Data-Initiative vor Auf dem nächsten Berlin Open Data Day (BODDy12) am 6. Juni 2012 im Berliner Rathaus werden die Senatsverwal- tungen die nächsten Schritte zur Umsetzung der Open Data-Initiative vorstellen. Schwerpunkt des Treffens soll die Sicherung der Nachhaltigkeit aus der Projektphase heraus sein. Dazu werden in den gegenwärtigen Haus- haltberatungen Mittel für die Sicherung des Regelbetrie- bes vorgesehen. Danach stehen organisatorische Ent- scheidungen an. Foto: fotolia.com (2) Der Abschlussbericht steht übrigens unter http://bln.io/bEw5i3q zum kostenlosen Download bereit. Report · Ausgabe 01/2012 6
  7. 7. W enn aus Kreativität Innovationentsteht Foto: Ligne RoséProjekt „Cross Innovation“ promotet seit Januar2012 branchenübergreifende Kooperation Designed in Berlin: Die Bedeutung der Kreativwirtschaft als Impulsgeber für Der Klapptisch F2 von Innovationen ist stärker in den Fokus der Europäischen Frederking-Design Union gerückt. In Berlin wurden bereits eine Reihe von Ko- operationen zwischen kreativen Unternehmen und tradi- tionellen Wirtschaftszweigen angeschoben. Initiiert durch das Hochschulprojekt „Design Reaktor“ oder gefördert  Projekt Zukunft erarbeitet neue Förderungs­­ durch den „Design Transfer Bonus“ arbeiteten beispiels- strategien weise Designer mit Handwerkern oder Herstellern medi- Durch den weiterführenden Austausch von Erfahrungen zinischer Geräte zusammen. Impulse für diese Kooperati- und Best Practices wollen die Projektpartner neue Strate- onsformen kamen auch aus der Europäischen Kommission gien und Maßnahmen entwickeln, die branchenübergrei- – von 2007 bis 2010 tauschten sich Berliner Akteure aus fende Kooperationen vorantreiben und damit Innovati- Wirtschaft und Verwaltung mit ihren europäischen Part- onsprozesse fördern. Die Landesinitiative Projekt Zukunft nern im Rahmen des EU-Projektes „Creative Metropoles“ wird einen Expertenbeirat aus Wirtschaft, Wissenschaft über Wirksamkeit und Potenziale von Fördermaßnahmen und Verbänden einsetzen und mit diesem gemeinsam für die Kreativwirtschaft aus. Daraus entstand die Idee zu anhand von Themenfeldern, die sich auf aktuelle Frage- einem Nachfolgeprojekt, zu dem sich der Kern der Teil- stellungen der Kreativsektoren beziehen, Stärken, Schwä- nehmer mit weiteren europäischen Metropolen zusam- chen, Risiken und Potenziale analysieren. Darauf aufbau- menfand, um die Stärkung der Kreativsektoren weiter vo- end wird Projekt Zukunft mit Unterstützung des Beirates ranzutreiben. So startete „Cross Innovation“ („Promoting eine Strategie zur Förderung dieses Wachstumsfeldes aus- Cross-Innovation in European Cities and Regions“) im Ja- arbeiten. Bei der Umsetzung der Analyseergebnisse sollen nuar 2012 und läuft als Teil der INTERREG IVC Programme verschiedene Maßnahmen in ihrer Effektivität und ihrer über drei Jahre. Zu den Projektpartnern zählen kommuna- Übertragbarkeit auf andere Bereiche und Standorte er- le und wissenschaftliche Institutionen aus den Städten Bir- probt werden, so dass auch in Zukunft innovative Produk- mingham, Amsterdam, Rom, Lissabon, Stockholm, Tallin, te und Dienstleistungen durch die Zusammenarbeit mit Vilnius, Pilsen, Linz und Warschau. Berliner Kreativen entstehen.r edefine the possible. log in. berlin Satz: „Hier treffen sich IT, Forschung und KreativwirtschaftKampagne für den IT-Standort Berlin und erfinden die Welt digital neu“. Sie wurde in einen ebenso prägnanten wie eigenwilligen Claim überführt. In diesem Herbst wird man mit ihm auf den IT-Standort Berlin ist der Ort, an dem man ein Start-up gründet, das Berlin neugierig machen: „redefine the possible. log in. irgendetwas mit dem Internet zu tun hat – dieses Thema berlin.“ haben deutsche und internationale Medien seit einigen Zu den Maßnahmen zählen Anzeigen in regionalen, Monaten für sich entdeckt. Die digitale Szene der Haupt- überregionalen und internationalen Medien. Zudem wird stadt wird wahrgenommen und hat ein klares Profil: Sie man auf wichtigen Veranstaltungen und Messen national ist international. Weniger mediale Beachtung finden die und international präsent sein. Begleitende Marketingma- IT- und Telekommunikationsunternehmen vor Ort. Dabei terialien „aktualisieren“ das Image Berlins bei IT-Entschei- hat die Region eine sehr breit aufgestellte und erfolgrei- dern und Nachwuchskräften: „redefine the possible!“. che IT-Wirtschaft mit den wichtigsten Global-Playern der Branche und zahlreichen Mittelständlern. Wo viel Gutes ist, sollte man darüber sprechen. Die be- reits im letzen „Report“ von Projekt Zukunft angekündig- te Marketingkampagne für den IT-Standort an der Spree nimmt jetzt Gestalt an. Die Federführung haben Berlin Partner und Projekt Zukunft gemeinsam, zahlreiche wei- tere Partnern engagieren sich in dem Projekt. Die für den Standort erarbeitete Positionierung verdichtet sich in dem 7
  8. 8. Vernetzt euch, engagiert euch, Das Zukunftsgespräch, aktuell zum Thema „Crossme- dia“, war dieses Jahr wieder Gast der Kongressmesse seid Teil des Ganzen! „Informare!“ und erneut ein Ort des Austauschs von Ideen Im Café Moskau fand das 61. Zukunfts­ espräch g und Anregungen. Claudia Nothelle, Programmdirekto- rin des rbb, Ingrid Walther, Referatsleiterin in der Senats- von Projekt Zukunft statt verwaltung für Wirtschaft, Technologie Forschung, Prof. Dr. Klaus Goldhammer, Gründer und Geschäftsführer der Goldmedia GmbH und Prof. Reto Wettach vom Fachbe- reich Design der FH Potsdam diskutierten Fragen, wie sichFoto: index zum Beispiel die Macher und Nutzer crossmedialer Inhalte intelligent verzahnen lassen könnten. Berlin wurde von allen Podiumsgästen als kreativer Ort neuer Ideen gelobt. Die Zukunftsgespräche sind eine Veranstaltungsreihe von Projekt Zukunft in Zusammenarbeit mit dem Inforadio des RBB. Diese öffentlichen Veranstaltungen, die aktuelle Aspekte der technologischen, kulturwissenschaftlichen Entwicklung und Modernisierung der Hauptstadtregion in den Fokus stellen, verbinden drei Formate. Erstens bieten sie eine öffentliche Podiumsdiskussion, zweitens werden sie im Info- radio in der Reihe „Forum“ gesendet und drittens sind sie ein beliebtes Get-Together und Network-Event. Seit ihrem Start im Februar 2000 haben: – ber 250 prominente Fachleute auf dem Podium Ü mitgewirkt – 5.000 Gäste vor Ort mitdiskutiert – und sechs Mio. Hörerinnen und Hörer von Inforadio r die Zukunftsgespräche im Radio und als Podcast im Web verfolgt Die Zukunftsgespräche finden an zentralen, exponierten Berliner Locations wie dem Haus der Kulturen der Welt, dem Museum für Film und Fernsehen oder wie zuletzt dem Café Moskau statt. Sie sind mittlerweile zu einer der erfolg- reichsten Veranstaltungsreihen in der Hauptstadt geworden. Die Diskussionen können als Podcast auf der Webseite von Inforadio (http://bln.io/iJKjaGw) ein Jahr lang angehört wer- den. Videos stehen auf der Webseite von Projekt Zukunft (http://bln.io/IWMRy9) bereit. Impressum Senatsverwaltung für Wirtschaft, Technologie und Forschung Landesinitiative Projekt Zukunft Martin-Luther-Str. 105 10825 Berlin Tel.: 030/9013 – 7477 · Fax: 030/9013 – 7478 projektzukunft@senwtf.berlin.de www.projektzukunft.berlin.de Gesamtgestaltung und Öffentlichkeitsarbeit: index Agentur GmbH 030/39088-300 projekt-zukunft@index.de twitter.com/#!/zukunftberlin www.facebook.com/projektzukunft www.berlin.de/projektzukunft/service/rss-feeds/ www.flickr.com/photos/62546393@N04/ EUROPÄISCHE UNION Europäischer Fonds für www.youtube.com/user/projektzukunftberlin regionale Entwicklung Investition in Ihre Zukunft! www.slideshare.net/ProjektZukunft 8

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