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Zeit und Raum für den Blick in die Zukunft

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Kollegentipp im Personalmagazin 2012-02: Ihre Personaler verlieren sich im Klein-Klein des Tagesgeschäfts und haben keine Zeit für Zukunftsthemen? Lesen Sie, wie Sie das ändern können.

Published in: Recruiting & HR
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Zeit und Raum für den Blick in die Zukunft

  1. 1. PERSÖNLICH personalmagazin 02/12 82 Schreiben Sie uns an: redaktion@personalmagazin.de KOLUMNE Kollegentipp Frischer Wind – dafür steht die junge Generation im Personalwesen. Was sie denkt und was sie bewegt, das schildern hier Mitglieder der „Young Professionals“ innerhalb der Personalerinitiative „Wege zur Selbst-GmbH“. www.selbst-gmbh.de Zeit und Raum für den Blick in die Zukunft TIPP. Ihre Personaler verlieren sich im Klein-Klein des Tagesgeschäfts und haben keine Zeit für Zukunfts- themen? Lesen Sie, wie Sie das ändern können. ©AMANAIMAGESRF Machen Sie nicht auch häufig die Erfahrung, dass Sie bei Ihrer Arbeit als Personaler mehr reagieren als aktiv gestalten? Das Tagesgeschäft nimmt uns derart stark in Beschlag, dass wir blind werden für die Themen, mit denen wir künftig konfrontiert werden. Eigentlich sollten wir uns heute schon passende Lösungen überle- gen, damit wir morgen souverän damit umgehen können. Das ist fatal für eine betriebliche Funktion, die den komplexen und vielschichtigen Produktivfaktor Mensch „bewirtschaftet“. Schon frühzeitig ein Verständnis von gesell- schaftlichen, wirtschaftlichen, politischen und technologischen Trends und ihren Auswirkungen auf Belegschaften zu entwickeln, sollte daher im Interesse von HR liegen. Voraussetzung dafür ist aber, regelmäßig das Grundrauschen des Tagesgeschäfts auszublenden, um empfänglich für die Klänge der Zukunft zu werden. Wie kann das gelingen? Ich habe im HR-Bereich meines Arbeitgebers den „HR-Zukunftsraum“ ins Leben gerufen. Ziel der mindestens dreimal im Jahr stattfindenden Veranstaltung ist es, eine Gelegenheit zur Ver- fügung zu stellen, um sich abseits des Tagesge- schäfts mit Zukunftsfragen zu befassen. Unsere Themen im Zukunftsraum müssen nicht notwendigerweise Fragen sein, die im unmit- telbaren Zusammenhang mit Kernaufgaben des HR-Managements stehen. Es können auch weiter gefasste gesellschaftliche, wirtschaftliche oder technologische Fragestellungen sein. Der Besuch dieser Veranstaltung ist für meine Personalkollegen freiwillig. Dies deshalb, weil das Treffen in den Abendstunden stattfindet und sich bewusst an diejenigen richtet, denen es Freude macht, nach- und weiterzudenken – und natürlich auch an jene, die bereit und in der Lage sind, einmal querzudenken. Primäres Ziel des HR-Zukunftsraums ist der Erkenntnisfortschritt für jeden Einzelnen. Diesen erzielen wir durch einen Impulsvortrag und eine sich anschließende Diskussion. Wenn es sich ergibt, darf der HR-Zukunftsraum aber auch zur Erarbeitung von Konzepten oder Maßnahmen genutzt werden, die anschließend in Arbeits- gruppen weitergeführt oder ins Tagesgeschäft überführt werden können. Bei unserer Auftaktveranstaltung, an der ungefähr die Hälfte unserer HR-Mitarbeiter teilgenommen hat, haben wir uns mit dem Thema Social Media befasst. Vortragender war ein Kollege aus dem Strategiebereich unseres Unternehmens, der sich seit langer Zeit intensiv mit dieser Entwicklung befasst und das Thema mit großer Begeisterung vermittelt. Dies zeigt, dass eine solche Veranstaltung leicht umsetzbar ist und nicht viel kosten muss. Der nächste HR-Zukunftsraum soll noch Anfang dieses Jahres stattfinden. Das Thema muss noch festgelegt werden, doch es gibt bereits zahlreiche Ideen. Damit bin ich meinem Ziel nä- hergekommen, den regelmäßigen Blick über den Tellerrand zu institutionalisieren – eine wichtige Voraussetzung, um nicht nur zu reagieren, sondern stattdessen aktiv zu gestalten. ist Head of HR Policies bei der Eon IT GmbH. Patrick Maloney

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