Social Media im Investor-Relations-Alltag

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Social Media im Investor-Relations-Alltag

  1. 1. Social Media imInvestor-Relations-AlltagReferat für Sensus Investor & Public Relationsund news aktuell vom 27. September 2011von Dr. Oliver Staffelbach, LL.M. 1
  2. 2. Was ist Social Media? (1)1:1-Kommunikation (individuelle Kommunikation) Anbieter User1:n-Kommunikation (klassische Massenkommunikation) User User Anbieter User … 2
  3. 3. Was ist Social Media (2)n:n-Kommunikation (Social Media) User User User User Anbieter User … … 3
  4. 4. Was ist Social Media (3) 1 Betreiber Information Nutzungsbedingungen Social Media Plattform n Inf tio orm orma ati on Inf Nutzer Dritter1 Vereinfachte Darstellung 4
  5. 5. Bedeutung von Social Media 5
  6. 6. Bestehende Vorgaben Persönlichkeitsrecht Ausländisches Recht Datenschutzrecht Immaterialgüterrecht Schweizer Recht Bestehende Lauterkeitsrecht Vorgaben Nutzerbestimmungen Obligationenrecht Arbeitsrecht Weitere Börsengesetze Weitere 6
  7. 7. Themenauswahl Rufschädigung Persönlichkeitsrecht Weitere Datenschutzrecht Schweizer Immaterialgüterrecht Arbeitnehmer in sozialen Recht wie z.B. Urheberrecht Medien Lauterkeitsrecht Buchführungspflicht Obligationenrecht Weitere Arbeitsrecht Ad hoc-Publizität Börsenrecht Weitere Weitere 7
  8. 8. Arbeitnehmer in Social Media (1) Quelle: http://www.blick.ch/news/schweiz/bern/bund-sperrt-facebook-127870 8
  9. 9. Arbeitnehmer in Social Media (2) 9
  10. 10. Der Arbeitnehmer in sozialen Medien (3)Tangierte Interessen des Arbeitgebers- Geheimhaltung von vertraulichen Informationen- Ruf des Arbeitgebers- Haftungsrisiken- Arbeitszeit und andere finanzielle Interessen- Viren, Würmer, trojanische Pferde etc.- Beanspruchung von Speicherkapazität- Weitere 10
  11. 11. Der Arbeitnehmer in sozialen Medien (4) Social Media Richtlinien Präventiv «Scharfe» NDAs Überwachung von Arbeitnehmern Möglichkeiten, um WeitereRisiken zu minimieren Verwarnung Kündigung Repressiv Zivilverfahren einleiten Strafverfahren einleiten Weitere 11
  12. 12. Der Arbeitnehmer in sozialen Medien (5) Social Media Richtlinien: • Freiheiten aufzeigen • Schranken setzen 12
  13. 13. Der Arbeitnehmer in sozialen Medien (6)Verantwortlich für Social Media Richtlinien- Ausarbeitung durch verschiedene Abteilungen (insb. Kommunikation und Recht)- Beizug von externen Spezialisten- Genehmigt durch Top-Management 13
  14. 14. Der Arbeitnehmer in sozialen Medien (7)Umsetzung von Social Media Richtlinien- Kurz und verständlich- Schriftliche Zustimmung durch Arbeitnehmer- Unter Umständen Schulungen und Kontrollen erforderlich 14
  15. 15. Der Arbeitnehmer in sozialen Medien (8)«Scharfe» Non-Disclosure Agreements- Möglichst umfassende Definition der vertaul. Information- Präzise Definition der Geheimhaltungspflichten- Geheimhaltung über Dauer des Arbeitsvertrags hinaus- Konventionalstrafe 15
  16. 16. Der Arbeitnehmer in sozialen Medien (9) Quelle: http://www.faz.net/artikel/C30563/internet-das-buero-als-big-brother-container-30254398.html 16
  17. 17. Der Arbeitnehmer in sozialen Medien (10)Überwachung der Arbeitnehmer- Rechtsgrundlagen: Art. 26 Abs. 1 Verordnung 3 zum Arbeitsgesetz, Art. 328 und 328b OR, datenschutz- rechtliche Normen etc.- Grundsatz: Kontrollen des Arbeitnehmers nur beschränkt möglich- Leitfaden des EDÖB1 über Internet- und E-Mail- Überwachung am Arbeitsplatz1 Eidgenössischer Datenschutz- und Öffentlichkeitsbeauftragter 17
  18. 18. Ad hoc-Publizität (1)Potentiell kursrelevante Tatsache Ad hoc-Mitteilung Vorgaben (insbesondere): Ja - Rechtzeitigkeit2 - Richtiger Adressatenkreis3 - Klarheit, Wahrheit, Vollständigkeit4 Potentiell kursrelevante Tatsache1 Normale Medienmitteilung Nein - Publikation jederzeit möglich1 Vgl. insb. Art. 53 Abs. 1 KR; Art. 3 RLAhP2 Vgl. insb. Art. 53 Abs. 2 KR; Art. 5 RLAhp3 Vgl. insb. Art. 7 RLAhp4 Vgl. insb. Art. 15 Abs. 2 RLAhp 18
  19. 19. Ad hoc-Publizität (2)Zwei Konstellationen Konstellation 1: Potentiell kursrelevante Tatsache Konstellation 2: Nicht potentiell kursrelevante Tatsache 19
  20. 20. Ad hoc-Publizität (3)Grundsätze- Potentiell kursrelevante Tatsachen dürfen über soziale Medien verbreitet werden, aber nur unter Beachtung der bestehenden Vorgaben- Nicht potentiell kursrelevante Tatsachen dürfen grundsätzlich beliebig über soziale Medien verbreitet werden 20
  21. 21. Ad hoc-Publizität (4)Alter Wein in neuen Schläuchen?- Es besteht grundsätzlich kein Regelungs-, jedoch Klärungs- und allenfalls Handlungsbedarf- Soziale Medien begünstigen den Grundsatz, dass Ad hoc- Mitteilungen möglichst breit zu streuen sind- Faktische Beschränkungen in sozialen Medien (z.B. Twitter mit 140 Zeichen) stellen grundsätzlich kein Problem dar 21
  22. 22. Ad hoc-Publizität (5)Herausforderungen (i)- Vielschichtigkeit der Kommunikation von IR- Verantwortlichen aufgrund der sozialen Medien- Umgang mit falschen, unvollständigen oder unklaren Kommentaren von Dritten- Zunahme der Komplexität, Verantwortlichkeit für korrekte Erfüllung liegt aber nach wie vor beim Emittenten 22
  23. 23. Ad hoc-Publizität (6)Herausforderungen (ii)- Wahrscheinlichkeit von Informationslecks im Falle eines Bekanntgabeaufschubs- Erkennung von Informationslecks trotz Informationsflut in sozialen Medien 23
  24. 24. Praktische Tipps Der Umgang der Arbeitnehmer mit Social Media sollte in Richtlinien klar festgelegt werden Unkontrollierter Informationsfluss der Arbeitnehmer ist vertraglich abzusichern Arbeitnehmer sind (im gesetzlich zulässigen Rahmen) zu überwachen Soziale Medien erfordern keine neuen Regelungen betreffend Ad hoc-Publizität, bestehende Kommunikationskonzepte sollten aber überprüft werden 24
  25. 25. Bilderverzeichnis© jwisser 25
  26. 26. Vielen Dank für IhreAufmerksamkeit!Dr. Oliver Staffelbach, LL.M.Wenger & Vieli AGDufourstrasse 56, Postfach 1285, CH-8034 ZürichT +41 (0)58 958 58 58, www.wengervieli.ch 26

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