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Mediale Lebenswelten von Jugendlichen
Musik im Web 2.0 und mit mobilen Endgeräten

       Bundesakademie für musikalische Jugendbildung Trossingen
                             Symposium
                     Jugend – Musik – Schule
            Aktiv Musizieren in Schule und Musikschule
                        28. – 30. Januar 2011

Matthias Krebs
29.01.2011
Creative-Commons-Lizenz für diese Vortragsfolien




                                   Was sind Creative-Commons-Lizenzen? http://de.creativecommons.org/was-ist-cc/

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Intro

•     Neben persönlichen Kontakten in körperlich erfahrbaren Räumen, Erlebnissen
      und Aktivitäten vor Ort tritt die virtuelle Welt mit einigen neuartigen und auch
      vielen „alten“ Möglichkeiten. Das Internet erweitert den Erfahrungshorizont und
      beeinflusst auch unser Tun in der realen Welt.




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Intro – Aus welcher Perspektive sehen die Jugendlichen die Medienwelt?




                                  Q: http://www.youtube.com/watch?v=uJTdcDJuw7M | http://www.youtube.com/watch?v=QujE-Ux8jR4
                                     http://www.youtube.com/watch?v=jTsOeo6Qa3Y | http://www.youtube.com/watch?v=hibUv31Wf7M
                                     http://www.youtube.com/watch?v=C9m3uyd9Y1E | http://www.youtube.com/watch?v=pITDhr62kTg

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Intro – virtuelle Straßenecken – Schauplätze einer Alternativkultur

•     Im Hinblick auf die Entwicklung jugendkultureller Praktiken gilt es zu
      untersuchen, inwieweit die Nutzung des Internets (Web 2.0-Plattformen) im
      Sinne „virtueller Straßenecken“ als Schauplätze einer Alternativkultur
      betrachtet werden können.




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Selbstverständlichkeit – Unterwegs im Netz

•     Das Web 2.0 erweitert den Erfahrungshorizont und beeinflusst auch das
      Handeln in der realen Welt. Auf kollektiven Internet-Plattformen werden
      Gestaltungsspielräume erprobt und als Inspirationsquelle für ästhetisch-
      gestalterische Experimente genutzt.

•     Das Web 2.0 ist für Jugendliche insbesondere Raum der Selbstdarstellung,
      Partizipation, Vernetzung und Beziehungspflege.
•     Dieser scheinbar unbegrenzter Raum garantiert Sichtbarkeit und bietet als Ort
      mehrgleisiger Interaktion nicht zuletzt auch das Potenzial zum
      Provokationsraum.
Literatur (aus dem Bereich der Soziologie und der Kunstpädagogik):
Richard, Grünwald, Recht, Metz (Hg.): „Flickernde Jugend – Rauschende Bilder“, Netzkulturen im Web 2.0, Campus
Verlag, 2010


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Musiklernen im Web 2.0

Noch wissen wir wenig darüber wie
sich Jugendliche mittels der Angebote
im Web 2.0 medialer Ausdrucks- und
Gestaltungsmöglichkeiten bedienen.



                                                 Während Medienpädagogen nur wenig
                                                 an der Musik selbst interessiert zu sein
                                                 scheinen, fühlen sich Musikpädagogen
                                                 von der technischen Komplexität über-
                                                 fordert oder stellen den musikalischen
                                                 Wert der Ergebnisse in Frage.

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Zur Bedeutung von Musik im Internet

•     Insbesondere das „Social Web“ (Online Communities und Web 2.0-
      Plattformen) hat einen hohen Stellenwert im Medienrepertoire jugendlicher
      Lebenswelten.

•     Erfahrungen im Zusammenhang mit Musik waren stets ein sehr
      entscheidender Bestandteil der Netzkultur. Dies zeigt z. B. die Anziehungskraft
      der ersten große Online-Community MySpace.com. Bis 2009 orientierte sich
      diese ganz deutlich an einer musikbezogenen Nutzung. Heute haben sich die
      Möglichkeiten Musik zu gestalten durch viele neuartige Möglichkeiten stark
      erweitert.

•     Neue mediale Strukturen erfordern eine Neuentwicklung von
      Forschungsmethoden für die neuartigen jugendlichen Netzkulturen.

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► In Anknüpfung an (bisherige) Beiträge/Gespräche in Trossingen 2011

•     Ziel: Aktivierung des Musikunterrichts (Koop)

•     Musik kann im Gestalten subjektiv bedeutsam werden (Busch)

•     Ziel: Gemeinsames Musizieren!

•     Musikprojekte in der Schule – auch in den Nachmittag hinein

•     Kein Ersatz für Musikunterricht

•     Unsicherheit ist nahe am Missverständnis, Präsenz schafft vertrauen


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► Um Missverständnissen etwas vorzubeugen…

•     Das Internet ist kein (reines) Jugendmedium.
•     Das Internet ist Leitmedium der Jugendlichen (siehe folgende Folien).
•     Wer das Internet ausschließt/ignoriert, schließt Jugendliche aus.
•     Musikunterricht kann keine „Gegenwelt“ darstellen, da Musik immer nur im
      Kontext von Gesellschaft und Kultur seine Berechtigung erfährt.
•     Kein Aktionismus: Wo das Internet noch keine Rolle spielt, muss es auch nicht
      künstlich installiert werden.
•     Im Zentrum steht der gemeinsame Umgang mit Musik – das Musizieren.

•     Dieser Beitrag soll auf Grundlage empirischer Befunde sowie erster Erfahrungen
      im Umgang mit den neuen Musiktechnologien auch dazu beitragen, dass
      Vorurteile gegenüber den neuartigen Kommunikationstechnologien sowie über
      die gegenwärtige Mediennutzung der Jugend überdacht und revidiert werden.

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Agenda
1.      Mediennutzung in der Freizeit
         • Welche Nutzung spielt im Alltag der Jugendlichen eine Rolle?

2.      Internetnutzung
         • Welche der zahlreichen Angebote und Dienste des Internets werden
             genutzt und entsprechen den Bedürfnissen der Jugendlichen?

3.      Musikmachen im Web 2.0 (Vertiefung im Workshop)
         • Welchen Prinzipien prägen die Nutzung des Web 2.0? Welche
            musikbezogenen Praktiken finden im Internet statt?

•     Musikmachen auf mobilen Endgeräten (Vertiefung im Workshop)
       • Gemeinsame Musizieren auf dem Hosentaschen-Instrument.

•     Diskussion

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MEDIENNUTZUNG


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►
JIM-Studie – Gerätebesitz Jugendlicher
Geräte-Ausstattung im Haushalt 2010:
      • Vollausstattung (Handy, Computer/Laptop, Fernseher, Internet, DigiCam, MP3)


Geräte-Ausstattung Jugendlicher:
      •  79 Prozent haben einen eigenen Computer bzw. Laptop zur Verfügung.
      •  Einen Fernseher haben gut die Hälfte der Jugendlichen (58 %).
      •  Jeder Zweite hat einen eigenen Internetzugang (52 %).

Differenzen:
       •   Mädchen: DigiCam
       •   Jungen: Spielkonsolen, Smartphones
       •   Jüngere auch schon sehr gut ausgestattet - Vollausstattung bei Mobiltelefonen
       •   Geringerer Bildungshintergrund: Pay-TV, DVD, Spielkonsolen
       •   formal höherer Bildung: Computer, Internet, DigiCam


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► JIM-Studie 2010
•     Hg.: Medienpädagogischer Forschungsverbund Südwest

•     Medienumgang der 12- bis 19-Jährigen
          •     Gerätebesitz, Freizeitaktivitäten, Alltagsbedeutung
                von Medien, Radio, TV, Bücher, Zeitschriften,
                Computer, Konsolen, Handynutzung

•     Methode
          •     Telefonische Befragung
          •     Grundgesamtheit umfasst knapp 7 Millionen
                Jugendliche in Telefon-Haushalten
          •     Repräsentative Stichprobe von 1208                    - Langzeitstudie (13. Ausgabe)
                                                                      - Fokus: Communities,
                Jugendlichen, Zeitraum Mai - Juli 2010                  Datensparsamkeit,
          •     Hauptschule/Ausbildung, Realschule, Gymnasium           Wahrnehmung von
                                                                        Gefahrenquellen im Internet,
                                                                        Glaubwürdigkeit von Quellen
•     Download-Link: http://www.mpfs.de/?id=181
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JIM-Studie – Freizeitaktivitäten (non-medial) über die Jahre relativ stabil
                                                 Häufigkeit täglich/mehrmals pro Woche




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JIM-Studie – Freizeitaktivitäten (medial) mit markanten Unterschieden w/m
                                                                     Häufigkeit
                                                                     täglich/mehrmals pro Woche




•     Aus Sicht der Jugendlichen sind die wichtigsten Medienaktivitäten Musik hören (MP3 &
      CD) und die Nutzung des Internets.
•     Jugendliche lesen weiter regelmäßig Bücher oder Tageszeitung bzw. deren
      Onlineangebote.
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JIM-Studie – Nutzungsentwicklung von Medien




•     Während non-mediale Freizeitaktivitäten stabil relativ sind, spielt bei den
      Jugendlichen das Konvergieren der Medien eine große Rolle.
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JIM-Studie – Medienwichtigkeit im Kontext




                                                 ist mir am wichtigsten


                                                        ist mir am wichtigsten


                                                              ist mir am wichtigsten




•     Bedürfnisse auch von der sozialen Situation abhängig. So ist beim
      Zusammensein mit Freunden vor allem das Handy und der MP3-Player/CDs
      von Bedeutung. Das Internet spielt dann keine Rolle.
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Mediennutzung Jugendlicher im Vergleich zur Gesamtbevölkerung

                                                                                    ►




•     Große Unterschiede in der Mediennutzung
•     Der zunehmende Videoabruf (Youtube) führt bei den meisten Nutzern zu der
      Erwartung, dass die Medien zum zeit- und ortssouveränen Abruf im Netz
      bereitgestellt werden.
•     Diese Erwartungen offenbaren sich besonders deutlich bei der jüngeren
      Mediengeneration.

                                                              Q: ARD/ZDF-Onlinestudie 2010

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► Mediennutzung anderer Altersgruppen
                                                   Basis: 1006 Befragte
                                                   (14-49 Jahre)
                                                   Q: SevenOne Media




•     Bei der allgemeinen Mediennutzung ist ein deutlicher Schwerpunkt beim Fernsehen.
•     Insbesondere das Radio scheint seine Rolle als Informationsmedium an das Internet
      abzutreten.
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INTERNETNUTZUNG


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Wie wird das Internet in diesem Moment genutzt?




   Q: http://www.personalizemedia.com/garys-social-media-count/


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JIM-Studie – Nutzungsdauer
•     Über 90% der Jugendlichen nutzen das Internet täglich (2003 – 66%).

•     Jungen schätzen ihre Nutzung mit 144 Minuten etwas höher ein als Mädchen
      (131 Minuten). (TV etwa 120 Minuten)

•     Mit zunehmendem Alter der Jugendlichen steigt die Online-Nutzung von 91
      Minuten (12-13 Jahre) auf 172 Minuten (18-19 Jahre) täglich an.



•     Die Nutzungsdauer wird aufgrund
                                                                          138
      der hohen Bedeutung des Mediums                      117
      überschätzt. (vgl. Studie SevenOne Media)   99
                                                  2006     2008           2010



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► JIM-Studie – Nutzungsfrequenz und Nutzungsorte

•     In der subjektiv empfundenen Wichtigkeit der verschiedenen Medien liegt das
      Internet ganz vorne: Für 86% der Jugendlichen ist es sehr wichtig bzw. wichtig, das
      Internet zu nutzen (unabhängig vom Nutzungsweg) – nur Musik hören (91 %) nimmt
      einen höheren Stellenwert ein.

•     Der regelmäßige Zugang zur Online-Welt (täglich/mehrmals pro Woche) erfolgt beim
      Großteil der Jugendlichen vom eigenen Zimmer (71 %) bzw. generell von zu Hause
      aus (39 %). Weitaus weniger ritualisiert ist die Internet-Nutzung bei Freunden (11 %)
      oder in der Schule bzw. am Arbeitsplatz (13 %).

•     Mobiles Internet oder Netzzugang über Spielkonsolen nehmen zu, sind aber
      vergleichsweise bedeutungslos.



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JIM-Studie – Inhaltliche Verteilung der Internetnutzung




                                                                                        Q: JIM-Studie 2010
                                                    Häufigkeit der Nutzung in Prozent

Unterhaltung: Computer und Internet fungieren als Musik-/Videoabspielstätte ►
Informationssuche: Printmedienportale und Suchmaschinen ►
Spiele: Soll hier nicht weiter betrachtet werden.
Kommunikation: Trend vom Instant Messenging zu Online Communities ►



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► allgemeine Internetnutzung




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► JIM-Studie – Internetnutzung: Schwerpunkt Unterhaltung
                                                    Häufigkeit täglich/mehrmals pro Woche




•     Computer (68 %) bzw. Internet (60 %) ist Musikabspielstätte
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► Das Internet als Informationsmedium




•     Glaubhafteste Quellen im Internet sind für Jugendliche an erster Stelle die
      Internetseiten von Zeitungen und Zeitschriften.
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JIM-Studie – Internetnutzung: Schwerpunkt Kommunikation



                                                          Häufigkeit der Nutzung in Prozent




                                                                                              Q: JIM-Studie 2010
•     Mädchen haben das „Ritual“ stärker verinnerlicht als Jungen. ►

•     Privacy Awareness: 2010 nutzen zwei Drittel Privatsphäreneinstellungen.

•     Insgesamt lässt sich feststellen, dass das Internet eben auch hinsichtlich der
      negativen Erfahrungen im Alltag der Jugendlichen angekommen ist. ►
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► Cybermobbing
= Beleidigen, Bedrohen oder Verunglimpfen Anderer mit Hilfe moderner
   Kommunikationsmittel
• Dass jemand schon einmal peinliche oder beleidigende Bilder oder Videos
    des Befragten im Internet verbreitet hat, bestätigen Mädchen (17 %) nur etwas
    häufiger als Jungen (13 %).

•     Jeder vierte Internet-Nutzer berichtet, dass es bei Personen aus dem
      Freundeskreis schon Ärger gegeben hat, sei es weil es zu Beleidigungen im
      Internet kam, weil Bildmaterial entweder unerlaubt eingestellt wurde oder die
      Betroffenen unvorteilhaft auf dem Bildmaterial dargestellt waren. Auch Lügen,
      Verunglimpfung, Fake-Accounts unter falschem Namen…




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► JIM-Studie – Gibt es jemanden in Deinem Bekanntenkreis, der im Internet
               fertig gemacht wurde?
                                                     Häufigkeit der Nutzung in Prozent




                                                                                           Q: JIM-Studie 2010
•    Ernst zu nehmen sind die Angaben darüber, dass das Internet innerhalb der
     peer group dazu eingesetzt wird, um gezielt jemanden fertig zu machen.
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► Formen der persönlichen Interaktion


                                                 Social Network




          Face2Face




                                                                  Q:
                                                                  http://www.universalmedia.nl/fil
                                                                  es/Wave_5-
                                                                  The_Socialisation_Of_Brands-
              2008                 2009               2010        Report.pdf


•     Kommunikation steigt
•     Auch die persönlichen Treffen werden positiv beeinflusst.
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► Selbstdarstellung

    „Eine Studie an der Mainzer Universität hat ergeben, dass Profile auf sozialen
    Netzwerken wie Facebook oder StudiVZ weniger inszeniert sind, als vielfach
    angenommen. Tatsächlich hat die Psychologin Juliane Stopfer
    herausgefunden, dass die Selbstbeschreibungen ziemlich genau den
    Persönlichkeitsprofilen der Nutzer entsprechen.“

    "Die Urteile sind nicht durch die Selbstidealisierungstendenzen der
    Profilbesitzer verzerrt."
    Quelle: http://www.heise.de/newsticker/meldung/Studie-Soziale-Netzwerke-luegen-nicht-1044873.html 26.07.10



    Weitere Literatur:
    Richard, Grünwald, Recht, Metz (Hg.): „Flickernde Jugend – Rauschende Bilder“, Netzkulturen im Web 2.0,
    Campus Verlag, 2010

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► Facebook

    „Sollte Facebook nicht bereit sein, seine Firmenpolitik zu ändern und die
    eklatanten Missstände zu beheben, sehe ich mich gezwungen, meine
    Mitgliedschaft zu beenden“ (Ilse Aigner, 05.04.2010).
    http://www.bmelv.de/SharedDocs/Standardartikel/Verbraucherschutz/Internet-Telekommunikation/Facebook-Datenschutz-Aigner.html




    Die Lawine donnerte ins Tal. Da stellte sich die kleine Ilse mutig in den Weg
    und sagte: „Ich finde Schnee blöd“ (Prof. Peter Kruse)




► www.seheichmichgezwungen.de

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JIM-Studie – Internetnutzung: Schwerpunkt Schule/Freizeit
                                                                       Häufigkeit
                                                                       täglich/mehrmals pro Woche




•     Während ein Drittel regelmäßig nach Informationen für die Schule bzw. Ausbildung
      sucht, zählt der Umgang mit Computer und Internet in der Schule nur für halb so viele
      zum Alltag.
•     Noch weniger verbreitet ist die Erstellung von Referaten und Präsentationen.
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Wo informieren sich Jugendliche zu bestimmten Themen?
•       Das Internet stellt gleich für 7 von 13 Themengebieten das Leitmedium dar. Es hat
        also alle anderen Medien als Informationsquelle überflügelt.




                                         Q: http://www.jugendmarketing.de/2009/11/jugendstudie-mediennutzung-stark-themenabhangig/

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Kurze Zusammenfassung
1.      Die häufigste Tätigkeit „Mit Freunden treffen“ (2005-2010) hat sich kaum
        verändert. (siehe auch: Bitkom, Studie Jugend 2.0, Jan. 2011)

2.      Allen kulturpessimistischen Befürchtungen zum Trotz, hat Lesen keinen
        Bedeutungsverlust hinnehmen müssen.

3.      Musikhören (91 %) ist die wichtigste Medienbeschäftigung (Internet (86 %)
        und Handy (80 %)).

4.      „Computer und Internet sind Realität und Alltag“ (JIM 2010).
          •       Medienkonvergenz: Die Erwartungen an die multimediale Vernetzung der
                  Inhalte in den klassischen Medien steigen (Stichwort: zeitunabhängige
                  Verfügbarkeit).


                                                                              Q: JIM-Studie 2010

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Kurze Zusammenfassung
1.   Fast 98% der 12-19-Jährigen haben            Tägliche Mediennutzung in Deutschland

     Zugang zum Internet.                         250
                                                          244
                                                         Min./Tag
                                                                                  insgesamt
2.   Seit 2008 besitzen Jugendliche erstmals      200
                                                                                  14-19jährige
     eher Computer als Fernseher.
                                                  150
3.   Sie sind 110 Minuten pro Tag online –                       107
                                                                                      110
                                                                                     Min./Tag
     dagegen 107 Minuten vor dem                  100
                                                                Min./Tag         77
                                                                              Min./Tag
     Fernseher.
                                                   50
4.   Internet ist das Medium, auf das die
     meisten Jugendlichen am wenigsten              0
     verzichten könnten.                                  Fernsehen               Internet

5.   Für den Großteil gehören Online-
     Communities selbstverständlich zum Alltag.
                                                   Q: ARD/ZDF-Onlinestudie, 2010; JIM-Studie 2010
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► Das Internet hat sich zum selbstverständlichen Alltagsmedium entwickelt.

Man sagt nicht mehr „Ich bin im Internet.“ http://www.youtube.com/watch?v=4X11JCrq1V0




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WEB 2.0                                          3/2007




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Grundlegende Prinzipien des Internets




Es werden in erster Linie auf technisch-formaler Ebene drei Eigenschaften bedeutsam:

1.      die kommunikative Verbindung räumlich getrennter Menschen,

2.      der Zugriff auf große Datenmengen sowie

3.      die Multimedialität.




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Grundlegende Prinzipien des Web 2.0




        Verschlagwortung                         Verbreitung   Verarbeitung
          (Indexierung)                           (Sharing)    (Processing)




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► Verarbeitung                - Was macht das Web 2.0 aus den Daten?




         www.inbflat.net
                                                 http://trendpiraten.tv/2009/03/geniale-mashup-musik-aus-youtube-videos
z.B. Mashup
(engl. für Vermanschung, „vermischen“)
• bedeutet auch Remix
• Erstellung neuer Webinhalte durch (Re-)Kombination bestehender Webinhalte und –
   angebote aus verschiedenen Quellen
• Inhalte der Mashup-Website werden über Programmierschnittstellen (API), per Web-
   Feed (z.B. RSS) oder JavaScript eingebunden
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Web 2.0 = Social Web = Social Media?




•     Der Begriff Web 2.0 wind in umfassenderem Zusammenhang gebraucht. Hier können
      technische, ökonomische und rechtliche sowie soziale Aspekte mit einbezogen
      werden.

•     Das Social Web umfasst also webbasierte Anwendungen, die für Menschen den
      Informationsaustausch, den Beziehungsaufbau und die Kommunikation in
      sozialen Kontexten unterstützen (vgl. Hippner 2006).

•     Unter dem Schlagwort Social Media ist ein Schlagwort werden soziale Plattformen
      verstanden werden, die zum gegenseitigen Austausch von Meinungen, Erfahrungen
      und nutzergenerierten Inhalten dienen.
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Neben persönlichen Kontakten in körperlich erfahrbaren Räumen,
Erlebnissen und Aktivitäten vor Ort…
                                 …tritt die virtuelle Welt mit einigen neuartigen
• Reden                          und auch vielen „alten“ Möglichkeiten.
• Schreiben
• Musizieren
• Malen
• Fotografieren
• Spielen
• Sporttreiben
• Lernen
• Kuscheln, Berühren
• Basteln
• Kochen                           Gemeinsam, Inspiration, Austausch,
• …                                Motivation, Info, Experten, Fans, Sprachen,
                                   Hobbys , Wettkampf …
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Social Media
Spektrum




                                                 ►
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►Das Twitter-Universum

•     Anwendungen rund um
      Twitter




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► Kulturelle Praktiken (Auswahl)
•   Internetradio – z.B.: http://www.radio.de/
•   Plattformen für Musikclips – z.B.: http://www.putpat.tv/
•   Musikspiele – z.B.: http://www.jamlegend.com/
•   Musikdatenbanksysteme – z.B.: http://www.musicline.de/
•   Musikforen – z.B.: http://www.musiker-board.de/forum/
•   Empfehlungssysteme – z.B.: http://www.lastfm.de/
•   Musik-Communities - http://musikernetz.cc/
•   Musikblogs – z.B.: http://www.numblog.de/
•   Musik bei Twitter, Facebook etc. – z.B.: http://blip.fm/
•   Soundtoys / Flash-Animationen mit Musik – z.B.: http://www.sas.mdx.ac.uk/sweetshop/
•   Musik-Video-Livestream – z.B.: http://www.ustream.tv/discovery/live/music
•   Musikvertrieb – z.B.: http://www.musicload.de/
•   Musiktauschbörsen
•   Online-Musikmagazine – z.B.: http://www.laut.de/ http://www.klassik.com/
•   Veranstaltungsplattformen – z.B.: http://www.livegigs.de/
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Ausprägungen des Web 2.0

•   Ein Versuch Web2.0-Anwendungen anhand verschiedene Funktionalitäten zu
    systematisieren:
            • Usergenerated Content (Nutzergenerierte Inhalte)
            • Social Software        (Gruppenbasierte Software)
            • Blogs                  (Internet-Tagebücher)
            • Virtual Communities      (virtuelle Gemeinschaften)
            • Social Network Services (Gruppenbasierte Netzwerke)
                                                            Siehe auch Wikipedia

Medienkonvergenz:
• „Mit der technischen Entwicklung geht die Konvergenz der Geräte einher,
  verschiedene Anwendungen können nun mit unterschiedlichen Geräten
  genutzt werden“ (Jim 2010).
• Bei Software geht dieser Trend noch viel schneller!
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MUSIKMACHEN IM WEB 2.0


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Beispiel – Musik aus viele kurzen musikalischen Gedanken

•     Auf www.thounds.com können Musiker kurze musikalische Gedanken mit dem
      (Laptop-)Mikrophon direkt ins Internet aufnehmen. Befreundete Musiker
      können dann weitere Instrumente hinzuspielen.
                  1. Einzelaufnahme               2. Kollaborative Musik




                                                 • einzelne Spuren können auch
Video: http://www.vimeo.com/6295906                stummgeschalten werden
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Web 2.0-Begriff nach Tim O‘Reilly – Eigenschaften:

                       O‘Reilly beschreibt die Kernkompetenzen von denen erfolgreiche
                       Firmen mindestens eine besitzen:
                       1. Internet wird als Plattform benutzt (komplexe Programme im
                          Internetbrowser ausführbar)
                       2. Interaktion als Prinzip – Mitmach-Internet
                       3. die Anwendung besitzt eine einzigartige Datenbasis
         4.       perpetual beta – ständige Weiterentwickelung von Anwendungen
         5.       wieder verwendbaren Komponenten, Verknüpfungen der Daten
                  zwischen verschiedenen Seiten
         6.       die Benutzer werden in Gemeinschaften integriert
         7.       die bekannten „Best Practices“ (Web-Standards) wurden umgesetzt

                (vgl. Tim O‘Reilly, http://oreilly_com/web2/archive/what-isweb-20.html, Stand: 18.08.2010)
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1. Internet als Plattform

•     Das Internet wird als Plattform benutzt. Komplexe Programme werden direkt
      im Internetbrowser ausführbar.




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2. Das Musikmach-Internet

•     Interaktion als Prinzip




Beispiel: http://thounds.com/t/2397be

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3. einzigartige Datenbasis

•     Die Anwendung besitzt eine einzigartige Datenbasis




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4. perpetual beta

•     perpetual beta – ständige Weiterentwickelung von Anwendungen




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5. wieder verwendbaren Komponenten (Module)

•     wieder verwendbaren Komponenten, Verknüpfungen der Daten zwischen
      verschiedenen Seiten




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6. Gemeinschaften

•     die Benutzer werden in Gemeinschaften integriert




Beispiel: http://thounds.com/hummingmx
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7. Best Practices

•     die bekannten „Best Practices“ (Web-Standards) wurden umgesetzt




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Online-Musikplattformen – eine kleine Auswahl




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► Beispiel – Notenschreiben und gemeinsame Kompositionen

                                                    •    Mit dem Notensatzprogramm Noteflight
                                                         (http://www.noteflight.com) können Noten im
                                                         Internet-Browser mit intuitiver Noten-eingabe
                                                         gesetzt sowie fertige Kompositionen im
                                                         Internet publiziert werden.
                                                    •    Die Noten können akustisch wiedergegeben
                                                         werden (auch einzelne Stimmen), Möglichkeit
                                                         zum Ausdrucken sowie Speicherfunktion
• Die Noten können auch in und aus
  anderen Notationsprogrammen                       •    Kollaboratives Editieren von Noten –
  exportiert bzw. importiert werden                      ermöglicht Gemeinschaftskompositionen oder
  (MusicXML, MIDI, WAV)
                                                         das Unterstützen von Lehrern/Mitschülern
• Notenblätter können auf andere
  Seiten und z.B. Blogs angezeigt                   •    Die Nutzung von Noteflight ist kostenlos.
  und abgespielt                                        Siehe auch: Artikel in Üben & Musizieren 5/10
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► Beispiel – musikalisches Spielzeug

                                                 •   Unter www.inudge.net findet man das
                                                     sehr reduzierte Musikprogramm
                                                     iNudge, mit dem auch Nutzer ohne
                                                     musikalische Vorkenntnisse
                                                     experimentieren können.
                                                 •   iNudge bietet eine einfache Version
                                                     und eine erweiterte Version, in der
                                                     man die Zeitleiste um weitere
                                                     Abschnitte verlängern kann.
                                                 •   Die entstehenden mehrstimmigen
                                                     Kompositionen können an Freunde
                                                     verschickt werden, die ihrerseits
                                                     musikalisch antworten können.
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► Beispiel – Musikbegleitung aus der Box

•       Jamstudio (http://www.jamstudio.com)
        ist eine Online-Musikplattform auf der
        man Begleitungen entwickeln kann.
•       Taktweise können Harmonien festgelegt
        und dazu Perkussion- und
        Begleitinstrumente in verschiedenen
        Stilistiken arrangiert werden.
•       Harmoniewahl mit Grundakkorden und
                                               • Jamstudio eignet sich z.B.
        erweiterten Akkorden (7, maj7...)        wunderbar für das Hören von
•       Transponieren der Akkordfolgen           harmonischen Wendungen
                                                 (entdeckendes Lernen: Wie klingen
•       8 Slots beliebig mit insgesamt 8
                                                 bestimmte Harmonieverbindungen?)
        verschiedenen Instrumententypen        • Zu eigenen Arrangements kann
                                                  gesungen oder improvisiert werden.
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► Beispiel – Tonstudio im Internet-Browser




http://www.aviary.com/tools/Myna
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► Beispiel – komplexes Musikstudio mit Sequenzer




http://www.audiotool.com
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► Beispiel – Lernen eines Instruments im Internet?
•   iPerform3D (www.iperform3d.com/) ist eine
    kommerzielle Online-Gitarrenschule
•   Angefangen beim Spielen einfacher Akkorde und
    Anschlagarten werden auch Notenkenntnisse vermittelt
•   Als Gitarrenlehrer fungiert eine Gruppe realer
    Menschen, die über aufwendige Technik in allen
    Bewegungen digitalisiert wurden
•   Das virtuelles Modell eines Gitarrenlehrers kann frei
    von allen Seiten betrachtet (auch durch das Griffbrett
    hindurch) und das Tempo kann frei gewählt werden
•   Das System sieht Stufen unterschiedlichen                • Der iPerform-Gitarrenkurs ist ganz klar kein
    Schwierigkeitsgrades vor, die frei wiederholt oder         Ersatz für eine Instrumentalausbildung an
                                                               einer Musikschule. Hier werden aber Ansätze
    übersprungen werden können
                                                               deutlich, wie das Musiklernen im digitalen
•   Der Gitarrenschüler, kann sein Spiel aufnehmen und         Zeitalter aussehen kann und welche
    bewerten lassen – die realen Lehrer geben Feedback         Konsequenzen die neuen Technologien auch
•   Es gibt auch Funktionen um andere Schüler                  für den Instrumentalunterricht haben werden.
    kennenzulernen um auch gemeinsam zu üben                 • Üben muss jeder Gitarrenschüler noch selbst!


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Online-Musikplattformen

    Bisher wurden 43 Online-Musikplattformen untersucht. Um die Vielzahl an
    Möglichkeiten zur Auseinandersetzung mit Musik zu beschreiben, werden
    folgende Klassen unterschieden:
          1.    (Step-)Sequenzer-Programme / Begleitungen / Musikproduktionen
          2.    Livejamming / Musizieren
          3.    Kollaborative Plattformen
          4.    Musik-Communities / Kommunikation
          5.    Soundtoys und Musikspiele
          6.    Notensatzprogramme / Gehörbildung / multimediale Nachschlagewerke

          7.    Kunst (Genre: Netzmusik)
          8.    Musik/Samplearchive und -bibliotheken
          9.    Recherche: Musikblogs, Expertenseiten

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► Musikkulturen im Internet
•     An der Musikkultur teilzuhaben, schließt heute also auch mit ein, Angebote
      des Internets zu nutzen und damit umgehen zu können.
•     Da Online-Musikplattformen hauptsächlich durch Interaktion geprägt sind,
      ähneln sie aus dem traditionellen Repertoire der Unterrichtsgestaltung
      besonders der Musikpraxis. Besondere Qualität ist es, dass sie sich sehr dazu
      eignet, Verbindungen zu anderen Bereichen im Musikunterricht zu ziehen.
•     Neben den produzierenden, mitteilenden Menschen existiert dabei natürlich
      auch die große Masse an „nichtpartizipierenden“, konsumierend-passiven
      Teilnehmern der Online-Welten (Stichwort: partizipative Kluft). Der
      unterschiedliche Umgang mit den neuen Anwendungen und Möglichkeiten der
      digitalen Kommunikationstechnologien könnte letztlich dazu führen, dass die
      rein konsumierende Masse die Chance verpasst, selbst die Inhalte und damit
      die Substanz der Mediendienste mitzugestalten (vgl. Richard et al, 2010).
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Anmerkung
•    Im sozialen Web 2.0 existieren auch Problemfelder. Nicht zuletzt schafft die neue
     Mischung von Öffentlichkeit und Privatem mit dem Paradox einer persönlichen
     Öffentlichkeit eine bisher kaum befriedigend gelöste Herausforderung. Als Grund der
     Verweigerung einer aktiven Untersuchung werden negative Beispiele wie zum Beispiel
     Cyber-Mobbing genannt, doch überwiegen die positiven Erfahrungen mit den neuen
     ästhetischen und kommunikativen Möglichkeiten.

•     „Insgesamt wird deutlich, dass es gilt trotz oder gerade der hohen Alltäglichkeit die
      jugendliche Mediennutzung gut zu beobachten“ (JIM-Studie 2010).

•     Doch viel wichtiger scheint mir, die neuartigen Musiktechnologien auf ihre
      Möglichkeiten zu Musizieren und in Bezug auf das Musiklernen praktisch zu erkunden.




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Musik ist im Internet!

                Musik kann im Internet gestaltet werden!

                                 Wann, wie, mit wem und mit welchem musikalischem Ergebnis
                                 entscheidet der Musizierende, der es vor einem Publikum
                                 präsentieren kann.




•     Bei der Auseinandersetzung mit den neuartigen Musiktechnologien gilt nicht
      so sehr auf die „schöne neue Welt“ der potenziellen Möglichkeiten abzuheben,
      sondern die Jugendlichen mit ihren alltäglichen Umgangsweisen in den Blick
      zu nehmen und versuchen zu verstehen.

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http://handymusik.wordpress.com




MUSIKMACHEN AUF MOBILEN
ENDGERÄTEN

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JIM-Studie – Handy-Besitzer 2010




•     Seit Mitte der 90er, Handy Alltagsgegenstand für fast alle Jugendlichen, Vollausstattung
•     Der aktuelle Trend zu multifunktionalen Handys (iPhone oder ähnliches) macht auch
      vor Jugendlichen nicht halt
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JIM-Studie – Nutzung verschiedener Handy-Funktionen




                                                        Häufigkeit täglich/mehrmals pro Woche




•     Inzwischen nutzen fast zwei Drittel das Handy regelmäßig als Musikabspielgerät (63%),
      37 Prozent fotografieren oder filmen zumindest mehrmals die Woche. Per Bluetooth
      überträgt ein Viertel MP3-Dateien, ein Fünftel Fotos oder Filme auf andere Geräte.
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Smartphone-Nutzung
•     Im Schnitt haben Jugendliche 24 Apps auf dem Handy
      geladen. Am wichtigsten sind hierbei Tools zur Nutzung
      von Communities und Computerspiele. Mit etwas Abstand
      folgen Apps, die die Kommunikation über Instant
      Messenger ermöglichen, Musikprogramme,
      Nachrichtendienste, Navigationsprogramme und
      Videoportale (siehe JIM-Studie 2010).



•     Anfang 2011 existieren in der Kategorie Musik des Apple
      App Store über 6600 Apps für iPhone und über 1200 Apps
      für iPad.
                                          Q: http://www.mobile-zeitgeist.com/2011/01/05/infografik-
                                          apple-app-store-in-numbers/
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Musikmachen auf Tablets (z.B. iPad)




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Beispielvideos – Musizieren auf mobilen Endgeräten




Videosammlung unter: www.youtube.de/user/digiensemble
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iPod/iPhone Apps (originale Größe)




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Kurze Vorstellung

Matthias Krebs
Wissenschaftlicher Mitarbeiter am Zentralinstitut für Weiterbildung (UdK Berlin)
Projektentwicklung „DigiMediaL – Strategisches Musikmarketing im Internet“

•     Studienrat (Musik, Physik), Dipl.-Musikpädagoge, Opernsänger

•     Medien- und Theaterpädagoge seit 2002
•     Lehraufträge an der Universität der Künste Berlin und Universität Potsdam ►

•     Dissertationsvorhaben „Musiklernen im Web 2.0“ ►

•     Gründer des „DigiMediaL iEnsemble Berlin“
•     Blogger: www.handymusik.wordpress.com | www.netzmusik.wordpress.com


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► Fragestellungen des Dissertationsvorhabens „Musiklernen im Web 2.0“

Ziel: Besser zu verstehen, was passiert, wenn Jugendliche auf Online-
Musikplattformen mit Musik umgehen?

•     Wie ist die Musik beschaffen, die unter den spezifischen Bedingungen des
      Web 2.0 entsteht?

•     Welche Strategien lassen sich bei der kreativen Gestaltung von Musik auf
      Online-Plattformen unterscheiden?

•     Wie lässt sich die Vielzahl an Online-Musikplattformen unterscheiden?

•     Aus welchen Motiven nutzen Menschen Online-Musikplattformen?

•     In welcher Form findet Musiklernen durch die Nutzung von Online-
      Musikplattformen statt?

Matthias Krebs | Universität der Künste Berlin                                   / 79
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► Extra: Musikvideos im Musikunterricht

•     Musikpädagogisches Proseminar UdK Berlin WS10/11
•     Musikvideos im Musikunterricht - Videos in Eigenproduktion
•     Seminar wird auf eigenem Blog (www.muvipro.wordpress.com) begleitet
•     25. Januar 2011 - Unterrichtsprojekt MuviPro-LAB
        • 29 Schüler
        • 8 Studierende
        • 6 verschiedene Projekte
        • 12 Musikvideos
        • 90 Minuten
        • Videoergebnisse unter
                www.youtube.de/user/muviprolab
          •Videobesprechungen mit den SuS in Folgestunden
•     Es werden Skripte zu den einzelnen Videoprojekten veröffentlicht (Unterrichtsideen)
Matthias Krebs | Universität der Künste Berlin                                   / 80
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Ich freue mich auf Ihre Fragen und Hinweise


           Zentralinstitut für Weiterbildung (ZIW)

           Matthias Krebs
           DigiMediaL
           Projektentwicklung

           krebs@udk-berlin.de




                                                     www.matthiaskrebs.net

                                                     www.handymusik.wordpress.com
                                                     www.netzmusik.wordpress.com
                                                     www.musiklernen.tumblr.com

                                                     www.slideshare.net/matzerak




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Mediale Lebenswelten von Jugendlichen

  • 1. Mediale Lebenswelten von Jugendlichen Musik im Web 2.0 und mit mobilen Endgeräten Bundesakademie für musikalische Jugendbildung Trossingen Symposium Jugend – Musik – Schule Aktiv Musizieren in Schule und Musikschule 28. – 30. Januar 2011 Matthias Krebs 29.01.2011
  • 2. Creative-Commons-Lizenz für diese Vortragsfolien Was sind Creative-Commons-Lizenzen? http://de.creativecommons.org/was-ist-cc/ Matthias Krebs | Universität der Künste Berlin / 2 www.matthiaskrebs.net
  • 3. Intro • Neben persönlichen Kontakten in körperlich erfahrbaren Räumen, Erlebnissen und Aktivitäten vor Ort tritt die virtuelle Welt mit einigen neuartigen und auch vielen „alten“ Möglichkeiten. Das Internet erweitert den Erfahrungshorizont und beeinflusst auch unser Tun in der realen Welt. Matthias Krebs | Universität der Künste Berlin / 3 www.matthiaskrebs.net
  • 4. Intro – Aus welcher Perspektive sehen die Jugendlichen die Medienwelt? Q: http://www.youtube.com/watch?v=uJTdcDJuw7M | http://www.youtube.com/watch?v=QujE-Ux8jR4 http://www.youtube.com/watch?v=jTsOeo6Qa3Y | http://www.youtube.com/watch?v=hibUv31Wf7M http://www.youtube.com/watch?v=C9m3uyd9Y1E | http://www.youtube.com/watch?v=pITDhr62kTg Matthias Krebs | Universität der Künste Berlin / 4 www.matthiaskrebs.net
  • 5. Intro – virtuelle Straßenecken – Schauplätze einer Alternativkultur • Im Hinblick auf die Entwicklung jugendkultureller Praktiken gilt es zu untersuchen, inwieweit die Nutzung des Internets (Web 2.0-Plattformen) im Sinne „virtueller Straßenecken“ als Schauplätze einer Alternativkultur betrachtet werden können. Matthias Krebs | Universität der Künste Berlin / 5 www.matthiaskrebs.net
  • 6. Selbstverständlichkeit – Unterwegs im Netz • Das Web 2.0 erweitert den Erfahrungshorizont und beeinflusst auch das Handeln in der realen Welt. Auf kollektiven Internet-Plattformen werden Gestaltungsspielräume erprobt und als Inspirationsquelle für ästhetisch- gestalterische Experimente genutzt. • Das Web 2.0 ist für Jugendliche insbesondere Raum der Selbstdarstellung, Partizipation, Vernetzung und Beziehungspflege. • Dieser scheinbar unbegrenzter Raum garantiert Sichtbarkeit und bietet als Ort mehrgleisiger Interaktion nicht zuletzt auch das Potenzial zum Provokationsraum. Literatur (aus dem Bereich der Soziologie und der Kunstpädagogik): Richard, Grünwald, Recht, Metz (Hg.): „Flickernde Jugend – Rauschende Bilder“, Netzkulturen im Web 2.0, Campus Verlag, 2010 Matthias Krebs | Universität der Künste Berlin / 6 www.matthiaskrebs.net
  • 7. Musiklernen im Web 2.0 Noch wissen wir wenig darüber wie sich Jugendliche mittels der Angebote im Web 2.0 medialer Ausdrucks- und Gestaltungsmöglichkeiten bedienen. Während Medienpädagogen nur wenig an der Musik selbst interessiert zu sein scheinen, fühlen sich Musikpädagogen von der technischen Komplexität über- fordert oder stellen den musikalischen Wert der Ergebnisse in Frage. Matthias Krebs | Universität der Künste Berlin / 7 www.matthiaskrebs.net
  • 8. Zur Bedeutung von Musik im Internet • Insbesondere das „Social Web“ (Online Communities und Web 2.0- Plattformen) hat einen hohen Stellenwert im Medienrepertoire jugendlicher Lebenswelten. • Erfahrungen im Zusammenhang mit Musik waren stets ein sehr entscheidender Bestandteil der Netzkultur. Dies zeigt z. B. die Anziehungskraft der ersten große Online-Community MySpace.com. Bis 2009 orientierte sich diese ganz deutlich an einer musikbezogenen Nutzung. Heute haben sich die Möglichkeiten Musik zu gestalten durch viele neuartige Möglichkeiten stark erweitert. • Neue mediale Strukturen erfordern eine Neuentwicklung von Forschungsmethoden für die neuartigen jugendlichen Netzkulturen. Matthias Krebs | Universität der Künste Berlin / 8 www.matthiaskrebs.net
  • 9. ► In Anknüpfung an (bisherige) Beiträge/Gespräche in Trossingen 2011 • Ziel: Aktivierung des Musikunterrichts (Koop) • Musik kann im Gestalten subjektiv bedeutsam werden (Busch) • Ziel: Gemeinsames Musizieren! • Musikprojekte in der Schule – auch in den Nachmittag hinein • Kein Ersatz für Musikunterricht • Unsicherheit ist nahe am Missverständnis, Präsenz schafft vertrauen Matthias Krebs | Universität der Künste Berlin / 9 www.matthiaskrebs.net
  • 10. ► Um Missverständnissen etwas vorzubeugen… • Das Internet ist kein (reines) Jugendmedium. • Das Internet ist Leitmedium der Jugendlichen (siehe folgende Folien). • Wer das Internet ausschließt/ignoriert, schließt Jugendliche aus. • Musikunterricht kann keine „Gegenwelt“ darstellen, da Musik immer nur im Kontext von Gesellschaft und Kultur seine Berechtigung erfährt. • Kein Aktionismus: Wo das Internet noch keine Rolle spielt, muss es auch nicht künstlich installiert werden. • Im Zentrum steht der gemeinsame Umgang mit Musik – das Musizieren. • Dieser Beitrag soll auf Grundlage empirischer Befunde sowie erster Erfahrungen im Umgang mit den neuen Musiktechnologien auch dazu beitragen, dass Vorurteile gegenüber den neuartigen Kommunikationstechnologien sowie über die gegenwärtige Mediennutzung der Jugend überdacht und revidiert werden. Matthias Krebs | Universität der Künste Berlin / 10 www.matthiaskrebs.net
  • 11. Agenda 1. Mediennutzung in der Freizeit • Welche Nutzung spielt im Alltag der Jugendlichen eine Rolle? 2. Internetnutzung • Welche der zahlreichen Angebote und Dienste des Internets werden genutzt und entsprechen den Bedürfnissen der Jugendlichen? 3. Musikmachen im Web 2.0 (Vertiefung im Workshop) • Welchen Prinzipien prägen die Nutzung des Web 2.0? Welche musikbezogenen Praktiken finden im Internet statt? • Musikmachen auf mobilen Endgeräten (Vertiefung im Workshop) • Gemeinsame Musizieren auf dem Hosentaschen-Instrument. • Diskussion Matthias Krebs | Universität der Künste Berlin / 11 www.matthiaskrebs.net
  • 12. MEDIENNUTZUNG Matthias Krebs | Universität der Künste Berlin / 12 www.matthiaskrebs.net
  • 13. ► JIM-Studie – Gerätebesitz Jugendlicher Geräte-Ausstattung im Haushalt 2010: • Vollausstattung (Handy, Computer/Laptop, Fernseher, Internet, DigiCam, MP3) Geräte-Ausstattung Jugendlicher: • 79 Prozent haben einen eigenen Computer bzw. Laptop zur Verfügung. • Einen Fernseher haben gut die Hälfte der Jugendlichen (58 %). • Jeder Zweite hat einen eigenen Internetzugang (52 %). Differenzen: • Mädchen: DigiCam • Jungen: Spielkonsolen, Smartphones • Jüngere auch schon sehr gut ausgestattet - Vollausstattung bei Mobiltelefonen • Geringerer Bildungshintergrund: Pay-TV, DVD, Spielkonsolen • formal höherer Bildung: Computer, Internet, DigiCam Matthias Krebs | Universität der Künste Berlin / 13 www.matthiaskrebs.net
  • 14. ► JIM-Studie 2010 • Hg.: Medienpädagogischer Forschungsverbund Südwest • Medienumgang der 12- bis 19-Jährigen • Gerätebesitz, Freizeitaktivitäten, Alltagsbedeutung von Medien, Radio, TV, Bücher, Zeitschriften, Computer, Konsolen, Handynutzung • Methode • Telefonische Befragung • Grundgesamtheit umfasst knapp 7 Millionen Jugendliche in Telefon-Haushalten • Repräsentative Stichprobe von 1208 - Langzeitstudie (13. Ausgabe) - Fokus: Communities, Jugendlichen, Zeitraum Mai - Juli 2010 Datensparsamkeit, • Hauptschule/Ausbildung, Realschule, Gymnasium Wahrnehmung von Gefahrenquellen im Internet, Glaubwürdigkeit von Quellen • Download-Link: http://www.mpfs.de/?id=181 Matthias Krebs | Universität der Künste Berlin / 14 www.matthiaskrebs.net
  • 15. JIM-Studie – Freizeitaktivitäten (non-medial) über die Jahre relativ stabil Häufigkeit täglich/mehrmals pro Woche Matthias Krebs | Universität der Künste Berlin / 15 www.matthiaskrebs.net
  • 16. JIM-Studie – Freizeitaktivitäten (medial) mit markanten Unterschieden w/m Häufigkeit täglich/mehrmals pro Woche • Aus Sicht der Jugendlichen sind die wichtigsten Medienaktivitäten Musik hören (MP3 & CD) und die Nutzung des Internets. • Jugendliche lesen weiter regelmäßig Bücher oder Tageszeitung bzw. deren Onlineangebote. Matthias Krebs | Universität der Künste Berlin / 16 www.matthiaskrebs.net
  • 17. JIM-Studie – Nutzungsentwicklung von Medien • Während non-mediale Freizeitaktivitäten stabil relativ sind, spielt bei den Jugendlichen das Konvergieren der Medien eine große Rolle. Matthias Krebs | Universität der Künste Berlin / 17 www.matthiaskrebs.net
  • 18. JIM-Studie – Medienwichtigkeit im Kontext ist mir am wichtigsten ist mir am wichtigsten ist mir am wichtigsten • Bedürfnisse auch von der sozialen Situation abhängig. So ist beim Zusammensein mit Freunden vor allem das Handy und der MP3-Player/CDs von Bedeutung. Das Internet spielt dann keine Rolle. Matthias Krebs | Universität der Künste Berlin / 18 www.matthiaskrebs.net
  • 19. Mediennutzung Jugendlicher im Vergleich zur Gesamtbevölkerung ► • Große Unterschiede in der Mediennutzung • Der zunehmende Videoabruf (Youtube) führt bei den meisten Nutzern zu der Erwartung, dass die Medien zum zeit- und ortssouveränen Abruf im Netz bereitgestellt werden. • Diese Erwartungen offenbaren sich besonders deutlich bei der jüngeren Mediengeneration. Q: ARD/ZDF-Onlinestudie 2010 Matthias Krebs | Universität der Künste Berlin / 19 www.matthiaskrebs.net
  • 20. ► Mediennutzung anderer Altersgruppen Basis: 1006 Befragte (14-49 Jahre) Q: SevenOne Media • Bei der allgemeinen Mediennutzung ist ein deutlicher Schwerpunkt beim Fernsehen. • Insbesondere das Radio scheint seine Rolle als Informationsmedium an das Internet abzutreten. Matthias Krebs | Universität der Künste Berlin / 20 www.matthiaskrebs.net
  • 21. INTERNETNUTZUNG Matthias Krebs | Universität der Künste Berlin / 21 www.matthiaskrebs.net
  • 22. Wie wird das Internet in diesem Moment genutzt? Q: http://www.personalizemedia.com/garys-social-media-count/ Matthias Krebs | Universität der Künste Berlin / 22 www.matthiaskrebs.net
  • 23. JIM-Studie – Nutzungsdauer • Über 90% der Jugendlichen nutzen das Internet täglich (2003 – 66%). • Jungen schätzen ihre Nutzung mit 144 Minuten etwas höher ein als Mädchen (131 Minuten). (TV etwa 120 Minuten) • Mit zunehmendem Alter der Jugendlichen steigt die Online-Nutzung von 91 Minuten (12-13 Jahre) auf 172 Minuten (18-19 Jahre) täglich an. • Die Nutzungsdauer wird aufgrund 138 der hohen Bedeutung des Mediums 117 überschätzt. (vgl. Studie SevenOne Media) 99 2006 2008 2010 Matthias Krebs | Universität der Künste Berlin / 23 www.matthiaskrebs.net
  • 24. ► JIM-Studie – Nutzungsfrequenz und Nutzungsorte • In der subjektiv empfundenen Wichtigkeit der verschiedenen Medien liegt das Internet ganz vorne: Für 86% der Jugendlichen ist es sehr wichtig bzw. wichtig, das Internet zu nutzen (unabhängig vom Nutzungsweg) – nur Musik hören (91 %) nimmt einen höheren Stellenwert ein. • Der regelmäßige Zugang zur Online-Welt (täglich/mehrmals pro Woche) erfolgt beim Großteil der Jugendlichen vom eigenen Zimmer (71 %) bzw. generell von zu Hause aus (39 %). Weitaus weniger ritualisiert ist die Internet-Nutzung bei Freunden (11 %) oder in der Schule bzw. am Arbeitsplatz (13 %). • Mobiles Internet oder Netzzugang über Spielkonsolen nehmen zu, sind aber vergleichsweise bedeutungslos. Matthias Krebs | Universität der Künste Berlin / 24 www.matthiaskrebs.net
  • 25. JIM-Studie – Inhaltliche Verteilung der Internetnutzung Q: JIM-Studie 2010 Häufigkeit der Nutzung in Prozent Unterhaltung: Computer und Internet fungieren als Musik-/Videoabspielstätte ► Informationssuche: Printmedienportale und Suchmaschinen ► Spiele: Soll hier nicht weiter betrachtet werden. Kommunikation: Trend vom Instant Messenging zu Online Communities ► Matthias Krebs | Universität der Künste Berlin / 25 www.matthiaskrebs.net
  • 26. ► allgemeine Internetnutzung Matthias Krebs | Universität der Künste Berlin / 26 www.matthiaskrebs.net
  • 27. ► JIM-Studie – Internetnutzung: Schwerpunkt Unterhaltung Häufigkeit täglich/mehrmals pro Woche • Computer (68 %) bzw. Internet (60 %) ist Musikabspielstätte Matthias Krebs | Universität der Künste Berlin / 27 www.matthiaskrebs.net
  • 28. ► Das Internet als Informationsmedium • Glaubhafteste Quellen im Internet sind für Jugendliche an erster Stelle die Internetseiten von Zeitungen und Zeitschriften. Matthias Krebs | Universität der Künste Berlin / 28 www.matthiaskrebs.net
  • 29. JIM-Studie – Internetnutzung: Schwerpunkt Kommunikation Häufigkeit der Nutzung in Prozent Q: JIM-Studie 2010 • Mädchen haben das „Ritual“ stärker verinnerlicht als Jungen. ► • Privacy Awareness: 2010 nutzen zwei Drittel Privatsphäreneinstellungen. • Insgesamt lässt sich feststellen, dass das Internet eben auch hinsichtlich der negativen Erfahrungen im Alltag der Jugendlichen angekommen ist. ► Matthias Krebs | Universität der Künste Berlin / 29 www.matthiaskrebs.net
  • 30. ► Cybermobbing = Beleidigen, Bedrohen oder Verunglimpfen Anderer mit Hilfe moderner Kommunikationsmittel • Dass jemand schon einmal peinliche oder beleidigende Bilder oder Videos des Befragten im Internet verbreitet hat, bestätigen Mädchen (17 %) nur etwas häufiger als Jungen (13 %). • Jeder vierte Internet-Nutzer berichtet, dass es bei Personen aus dem Freundeskreis schon Ärger gegeben hat, sei es weil es zu Beleidigungen im Internet kam, weil Bildmaterial entweder unerlaubt eingestellt wurde oder die Betroffenen unvorteilhaft auf dem Bildmaterial dargestellt waren. Auch Lügen, Verunglimpfung, Fake-Accounts unter falschem Namen… Matthias Krebs | Universität der Künste Berlin / 30 www.matthiaskrebs.net
  • 31. ► JIM-Studie – Gibt es jemanden in Deinem Bekanntenkreis, der im Internet fertig gemacht wurde? Häufigkeit der Nutzung in Prozent Q: JIM-Studie 2010 • Ernst zu nehmen sind die Angaben darüber, dass das Internet innerhalb der peer group dazu eingesetzt wird, um gezielt jemanden fertig zu machen. Matthias Krebs | Universität der Künste Berlin / 31 www.matthiaskrebs.net
  • 32. ► Formen der persönlichen Interaktion Social Network Face2Face Q: http://www.universalmedia.nl/fil es/Wave_5- The_Socialisation_Of_Brands- 2008 2009 2010 Report.pdf • Kommunikation steigt • Auch die persönlichen Treffen werden positiv beeinflusst. Matthias Krebs | Universität der Künste Berlin / 32 www.matthiaskrebs.net
  • 33. ► Selbstdarstellung „Eine Studie an der Mainzer Universität hat ergeben, dass Profile auf sozialen Netzwerken wie Facebook oder StudiVZ weniger inszeniert sind, als vielfach angenommen. Tatsächlich hat die Psychologin Juliane Stopfer herausgefunden, dass die Selbstbeschreibungen ziemlich genau den Persönlichkeitsprofilen der Nutzer entsprechen.“ "Die Urteile sind nicht durch die Selbstidealisierungstendenzen der Profilbesitzer verzerrt." Quelle: http://www.heise.de/newsticker/meldung/Studie-Soziale-Netzwerke-luegen-nicht-1044873.html 26.07.10 Weitere Literatur: Richard, Grünwald, Recht, Metz (Hg.): „Flickernde Jugend – Rauschende Bilder“, Netzkulturen im Web 2.0, Campus Verlag, 2010 Matthias Krebs | Universität der Künste Berlin / 33 www.matthiaskrebs.net
  • 34. ► Facebook „Sollte Facebook nicht bereit sein, seine Firmenpolitik zu ändern und die eklatanten Missstände zu beheben, sehe ich mich gezwungen, meine Mitgliedschaft zu beenden“ (Ilse Aigner, 05.04.2010). http://www.bmelv.de/SharedDocs/Standardartikel/Verbraucherschutz/Internet-Telekommunikation/Facebook-Datenschutz-Aigner.html Die Lawine donnerte ins Tal. Da stellte sich die kleine Ilse mutig in den Weg und sagte: „Ich finde Schnee blöd“ (Prof. Peter Kruse) ► www.seheichmichgezwungen.de Matthias Krebs | Universität der Künste Berlin / 34 www.matthiaskrebs.net
  • 35. JIM-Studie – Internetnutzung: Schwerpunkt Schule/Freizeit Häufigkeit täglich/mehrmals pro Woche • Während ein Drittel regelmäßig nach Informationen für die Schule bzw. Ausbildung sucht, zählt der Umgang mit Computer und Internet in der Schule nur für halb so viele zum Alltag. • Noch weniger verbreitet ist die Erstellung von Referaten und Präsentationen. Matthias Krebs | Universität der Künste Berlin / 35 www.matthiaskrebs.net
  • 36. Wo informieren sich Jugendliche zu bestimmten Themen? • Das Internet stellt gleich für 7 von 13 Themengebieten das Leitmedium dar. Es hat also alle anderen Medien als Informationsquelle überflügelt. Q: http://www.jugendmarketing.de/2009/11/jugendstudie-mediennutzung-stark-themenabhangig/ Matthias Krebs | Universität der Künste Berlin / 36 www.matthiaskrebs.net
  • 37. Kurze Zusammenfassung 1. Die häufigste Tätigkeit „Mit Freunden treffen“ (2005-2010) hat sich kaum verändert. (siehe auch: Bitkom, Studie Jugend 2.0, Jan. 2011) 2. Allen kulturpessimistischen Befürchtungen zum Trotz, hat Lesen keinen Bedeutungsverlust hinnehmen müssen. 3. Musikhören (91 %) ist die wichtigste Medienbeschäftigung (Internet (86 %) und Handy (80 %)). 4. „Computer und Internet sind Realität und Alltag“ (JIM 2010). • Medienkonvergenz: Die Erwartungen an die multimediale Vernetzung der Inhalte in den klassischen Medien steigen (Stichwort: zeitunabhängige Verfügbarkeit). Q: JIM-Studie 2010 Matthias Krebs | Universität der Künste Berlin / 37 www.matthiaskrebs.net
  • 38. Kurze Zusammenfassung 1. Fast 98% der 12-19-Jährigen haben Tägliche Mediennutzung in Deutschland Zugang zum Internet. 250 244 Min./Tag insgesamt 2. Seit 2008 besitzen Jugendliche erstmals 200 14-19jährige eher Computer als Fernseher. 150 3. Sie sind 110 Minuten pro Tag online – 107 110 Min./Tag dagegen 107 Minuten vor dem 100 Min./Tag 77 Min./Tag Fernseher. 50 4. Internet ist das Medium, auf das die meisten Jugendlichen am wenigsten 0 verzichten könnten. Fernsehen Internet 5. Für den Großteil gehören Online- Communities selbstverständlich zum Alltag. Q: ARD/ZDF-Onlinestudie, 2010; JIM-Studie 2010 Matthias Krebs | Universität der Künste Berlin / 38 www.matthiaskrebs.net
  • 39. ► Das Internet hat sich zum selbstverständlichen Alltagsmedium entwickelt. Man sagt nicht mehr „Ich bin im Internet.“ http://www.youtube.com/watch?v=4X11JCrq1V0 Matthias Krebs | Universität der Künste Berlin / 39 www.matthiaskrebs.net
  • 40. WEB 2.0 3/2007 Matthias Krebs | Universität der Künste Berlin / 40 www.matthiaskrebs.net
  • 41. Grundlegende Prinzipien des Internets Es werden in erster Linie auf technisch-formaler Ebene drei Eigenschaften bedeutsam: 1. die kommunikative Verbindung räumlich getrennter Menschen, 2. der Zugriff auf große Datenmengen sowie 3. die Multimedialität. Matthias Krebs | Universität der Künste Berlin / 41 www.matthiaskrebs.net
  • 42. Grundlegende Prinzipien des Web 2.0 Verschlagwortung Verbreitung Verarbeitung (Indexierung) (Sharing) (Processing) Matthias Krebs | Universität der Künste Berlin / 42 www.matthiaskrebs.net
  • 43. ► Verarbeitung - Was macht das Web 2.0 aus den Daten? www.inbflat.net http://trendpiraten.tv/2009/03/geniale-mashup-musik-aus-youtube-videos z.B. Mashup (engl. für Vermanschung, „vermischen“) • bedeutet auch Remix • Erstellung neuer Webinhalte durch (Re-)Kombination bestehender Webinhalte und – angebote aus verschiedenen Quellen • Inhalte der Mashup-Website werden über Programmierschnittstellen (API), per Web- Feed (z.B. RSS) oder JavaScript eingebunden Matthias Krebs | Universität der Künste Berlin / 43 www.matthiaskrebs.net
  • 44. Web 2.0 = Social Web = Social Media? • Der Begriff Web 2.0 wind in umfassenderem Zusammenhang gebraucht. Hier können technische, ökonomische und rechtliche sowie soziale Aspekte mit einbezogen werden. • Das Social Web umfasst also webbasierte Anwendungen, die für Menschen den Informationsaustausch, den Beziehungsaufbau und die Kommunikation in sozialen Kontexten unterstützen (vgl. Hippner 2006). • Unter dem Schlagwort Social Media ist ein Schlagwort werden soziale Plattformen verstanden werden, die zum gegenseitigen Austausch von Meinungen, Erfahrungen und nutzergenerierten Inhalten dienen. Matthias Krebs | Universität der Künste Berlin / 44 www.matthiaskrebs.net
  • 45. Neben persönlichen Kontakten in körperlich erfahrbaren Räumen, Erlebnissen und Aktivitäten vor Ort… …tritt die virtuelle Welt mit einigen neuartigen • Reden und auch vielen „alten“ Möglichkeiten. • Schreiben • Musizieren • Malen • Fotografieren • Spielen • Sporttreiben • Lernen • Kuscheln, Berühren • Basteln • Kochen Gemeinsam, Inspiration, Austausch, • … Motivation, Info, Experten, Fans, Sprachen, Hobbys , Wettkampf … Matthias Krebs | Universität der Künste Berlin / 45 www.matthiaskrebs.net
  • 46. Social Media Spektrum ► Matthias Krebs | Universität der Künste Berlin / 46 www.matthiaskrebs.net
  • 47. ►Das Twitter-Universum • Anwendungen rund um Twitter Matthias Krebs | Universität der Künste Berlin / 47 www.matthiaskrebs.net
  • 48. ► Kulturelle Praktiken (Auswahl) • Internetradio – z.B.: http://www.radio.de/ • Plattformen für Musikclips – z.B.: http://www.putpat.tv/ • Musikspiele – z.B.: http://www.jamlegend.com/ • Musikdatenbanksysteme – z.B.: http://www.musicline.de/ • Musikforen – z.B.: http://www.musiker-board.de/forum/ • Empfehlungssysteme – z.B.: http://www.lastfm.de/ • Musik-Communities - http://musikernetz.cc/ • Musikblogs – z.B.: http://www.numblog.de/ • Musik bei Twitter, Facebook etc. – z.B.: http://blip.fm/ • Soundtoys / Flash-Animationen mit Musik – z.B.: http://www.sas.mdx.ac.uk/sweetshop/ • Musik-Video-Livestream – z.B.: http://www.ustream.tv/discovery/live/music • Musikvertrieb – z.B.: http://www.musicload.de/ • Musiktauschbörsen • Online-Musikmagazine – z.B.: http://www.laut.de/ http://www.klassik.com/ • Veranstaltungsplattformen – z.B.: http://www.livegigs.de/ Matthias Krebs | Universität der Künste Berlin / 48 www.matthiaskrebs.net
  • 49. Ausprägungen des Web 2.0 • Ein Versuch Web2.0-Anwendungen anhand verschiedene Funktionalitäten zu systematisieren: • Usergenerated Content (Nutzergenerierte Inhalte) • Social Software (Gruppenbasierte Software) • Blogs (Internet-Tagebücher) • Virtual Communities (virtuelle Gemeinschaften) • Social Network Services (Gruppenbasierte Netzwerke) Siehe auch Wikipedia Medienkonvergenz: • „Mit der technischen Entwicklung geht die Konvergenz der Geräte einher, verschiedene Anwendungen können nun mit unterschiedlichen Geräten genutzt werden“ (Jim 2010). • Bei Software geht dieser Trend noch viel schneller! Matthias Krebs | Universität der Künste Berlin / 49 www.matthiaskrebs.net
  • 50. MUSIKMACHEN IM WEB 2.0 Matthias Krebs | Universität der Künste Berlin / 50 www.matthiaskrebs.net
  • 51. Beispiel – Musik aus viele kurzen musikalischen Gedanken • Auf www.thounds.com können Musiker kurze musikalische Gedanken mit dem (Laptop-)Mikrophon direkt ins Internet aufnehmen. Befreundete Musiker können dann weitere Instrumente hinzuspielen. 1. Einzelaufnahme 2. Kollaborative Musik • einzelne Spuren können auch Video: http://www.vimeo.com/6295906 stummgeschalten werden Matthias Krebs | Universität der Künste Berlin / 51 www.matthiaskrebs.net
  • 52. Web 2.0-Begriff nach Tim O‘Reilly – Eigenschaften: O‘Reilly beschreibt die Kernkompetenzen von denen erfolgreiche Firmen mindestens eine besitzen: 1. Internet wird als Plattform benutzt (komplexe Programme im Internetbrowser ausführbar) 2. Interaktion als Prinzip – Mitmach-Internet 3. die Anwendung besitzt eine einzigartige Datenbasis 4. perpetual beta – ständige Weiterentwickelung von Anwendungen 5. wieder verwendbaren Komponenten, Verknüpfungen der Daten zwischen verschiedenen Seiten 6. die Benutzer werden in Gemeinschaften integriert 7. die bekannten „Best Practices“ (Web-Standards) wurden umgesetzt (vgl. Tim O‘Reilly, http://oreilly_com/web2/archive/what-isweb-20.html, Stand: 18.08.2010) Matthias Krebs | Universität der Künste Berlin / 52 www.matthiaskrebs.net
  • 53. 1. Internet als Plattform • Das Internet wird als Plattform benutzt. Komplexe Programme werden direkt im Internetbrowser ausführbar. Matthias Krebs | Universität der Künste Berlin / 53 www.matthiaskrebs.net
  • 54. 2. Das Musikmach-Internet • Interaktion als Prinzip Beispiel: http://thounds.com/t/2397be Matthias Krebs | Universität der Künste Berlin / 54 www.matthiaskrebs.net
  • 55. 3. einzigartige Datenbasis • Die Anwendung besitzt eine einzigartige Datenbasis Matthias Krebs | Universität der Künste Berlin / 55 www.matthiaskrebs.net
  • 56. 4. perpetual beta • perpetual beta – ständige Weiterentwickelung von Anwendungen Matthias Krebs | Universität der Künste Berlin / 56 www.matthiaskrebs.net
  • 57. 5. wieder verwendbaren Komponenten (Module) • wieder verwendbaren Komponenten, Verknüpfungen der Daten zwischen verschiedenen Seiten Matthias Krebs | Universität der Künste Berlin / 57 www.matthiaskrebs.net
  • 58. 6. Gemeinschaften • die Benutzer werden in Gemeinschaften integriert Beispiel: http://thounds.com/hummingmx Matthias Krebs | Universität der Künste Berlin / 58 www.matthiaskrebs.net
  • 59. 7. Best Practices • die bekannten „Best Practices“ (Web-Standards) wurden umgesetzt Matthias Krebs | Universität der Künste Berlin / 59 www.matthiaskrebs.net
  • 60. Online-Musikplattformen – eine kleine Auswahl Matthias Krebs | Universität der Künste Berlin / 60 www.matthiaskrebs.net
  • 61. ► Beispiel – Notenschreiben und gemeinsame Kompositionen • Mit dem Notensatzprogramm Noteflight (http://www.noteflight.com) können Noten im Internet-Browser mit intuitiver Noten-eingabe gesetzt sowie fertige Kompositionen im Internet publiziert werden. • Die Noten können akustisch wiedergegeben werden (auch einzelne Stimmen), Möglichkeit zum Ausdrucken sowie Speicherfunktion • Die Noten können auch in und aus anderen Notationsprogrammen • Kollaboratives Editieren von Noten – exportiert bzw. importiert werden ermöglicht Gemeinschaftskompositionen oder (MusicXML, MIDI, WAV) das Unterstützen von Lehrern/Mitschülern • Notenblätter können auf andere Seiten und z.B. Blogs angezeigt • Die Nutzung von Noteflight ist kostenlos. und abgespielt Siehe auch: Artikel in Üben & Musizieren 5/10 Matthias Krebs | Universität der Künste Berlin / 61 www.matthiaskrebs.net
  • 62. ► Beispiel – musikalisches Spielzeug • Unter www.inudge.net findet man das sehr reduzierte Musikprogramm iNudge, mit dem auch Nutzer ohne musikalische Vorkenntnisse experimentieren können. • iNudge bietet eine einfache Version und eine erweiterte Version, in der man die Zeitleiste um weitere Abschnitte verlängern kann. • Die entstehenden mehrstimmigen Kompositionen können an Freunde verschickt werden, die ihrerseits musikalisch antworten können. Matthias Krebs | Universität der Künste Berlin / 62 www.matthiaskrebs.net
  • 63. ► Beispiel – Musikbegleitung aus der Box • Jamstudio (http://www.jamstudio.com) ist eine Online-Musikplattform auf der man Begleitungen entwickeln kann. • Taktweise können Harmonien festgelegt und dazu Perkussion- und Begleitinstrumente in verschiedenen Stilistiken arrangiert werden. • Harmoniewahl mit Grundakkorden und • Jamstudio eignet sich z.B. erweiterten Akkorden (7, maj7...) wunderbar für das Hören von • Transponieren der Akkordfolgen harmonischen Wendungen (entdeckendes Lernen: Wie klingen • 8 Slots beliebig mit insgesamt 8 bestimmte Harmonieverbindungen?) verschiedenen Instrumententypen • Zu eigenen Arrangements kann gesungen oder improvisiert werden. Matthias Krebs | Universität der Künste Berlin / 63 www.matthiaskrebs.net
  • 64. ► Beispiel – Tonstudio im Internet-Browser http://www.aviary.com/tools/Myna Matthias Krebs | Universität der Künste Berlin / 64 www.matthiaskrebs.net
  • 65. ► Beispiel – komplexes Musikstudio mit Sequenzer http://www.audiotool.com Matthias Krebs | Universität der Künste Berlin / 65 www.matthiaskrebs.net
  • 66. ► Beispiel – Lernen eines Instruments im Internet? • iPerform3D (www.iperform3d.com/) ist eine kommerzielle Online-Gitarrenschule • Angefangen beim Spielen einfacher Akkorde und Anschlagarten werden auch Notenkenntnisse vermittelt • Als Gitarrenlehrer fungiert eine Gruppe realer Menschen, die über aufwendige Technik in allen Bewegungen digitalisiert wurden • Das virtuelles Modell eines Gitarrenlehrers kann frei von allen Seiten betrachtet (auch durch das Griffbrett hindurch) und das Tempo kann frei gewählt werden • Das System sieht Stufen unterschiedlichen • Der iPerform-Gitarrenkurs ist ganz klar kein Schwierigkeitsgrades vor, die frei wiederholt oder Ersatz für eine Instrumentalausbildung an einer Musikschule. Hier werden aber Ansätze übersprungen werden können deutlich, wie das Musiklernen im digitalen • Der Gitarrenschüler, kann sein Spiel aufnehmen und Zeitalter aussehen kann und welche bewerten lassen – die realen Lehrer geben Feedback Konsequenzen die neuen Technologien auch • Es gibt auch Funktionen um andere Schüler für den Instrumentalunterricht haben werden. kennenzulernen um auch gemeinsam zu üben • Üben muss jeder Gitarrenschüler noch selbst! Matthias Krebs | Universität der Künste Berlin / 66 www.matthiaskrebs.net
  • 67. Online-Musikplattformen Bisher wurden 43 Online-Musikplattformen untersucht. Um die Vielzahl an Möglichkeiten zur Auseinandersetzung mit Musik zu beschreiben, werden folgende Klassen unterschieden: 1. (Step-)Sequenzer-Programme / Begleitungen / Musikproduktionen 2. Livejamming / Musizieren 3. Kollaborative Plattformen 4. Musik-Communities / Kommunikation 5. Soundtoys und Musikspiele 6. Notensatzprogramme / Gehörbildung / multimediale Nachschlagewerke 7. Kunst (Genre: Netzmusik) 8. Musik/Samplearchive und -bibliotheken 9. Recherche: Musikblogs, Expertenseiten Matthias Krebs | Universität der Künste Berlin / 67 www.matthiaskrebs.net
  • 68. ► Musikkulturen im Internet • An der Musikkultur teilzuhaben, schließt heute also auch mit ein, Angebote des Internets zu nutzen und damit umgehen zu können. • Da Online-Musikplattformen hauptsächlich durch Interaktion geprägt sind, ähneln sie aus dem traditionellen Repertoire der Unterrichtsgestaltung besonders der Musikpraxis. Besondere Qualität ist es, dass sie sich sehr dazu eignet, Verbindungen zu anderen Bereichen im Musikunterricht zu ziehen. • Neben den produzierenden, mitteilenden Menschen existiert dabei natürlich auch die große Masse an „nichtpartizipierenden“, konsumierend-passiven Teilnehmern der Online-Welten (Stichwort: partizipative Kluft). Der unterschiedliche Umgang mit den neuen Anwendungen und Möglichkeiten der digitalen Kommunikationstechnologien könnte letztlich dazu führen, dass die rein konsumierende Masse die Chance verpasst, selbst die Inhalte und damit die Substanz der Mediendienste mitzugestalten (vgl. Richard et al, 2010). Matthias Krebs | Universität der Künste Berlin / 68 www.matthiaskrebs.net
  • 69. Anmerkung • Im sozialen Web 2.0 existieren auch Problemfelder. Nicht zuletzt schafft die neue Mischung von Öffentlichkeit und Privatem mit dem Paradox einer persönlichen Öffentlichkeit eine bisher kaum befriedigend gelöste Herausforderung. Als Grund der Verweigerung einer aktiven Untersuchung werden negative Beispiele wie zum Beispiel Cyber-Mobbing genannt, doch überwiegen die positiven Erfahrungen mit den neuen ästhetischen und kommunikativen Möglichkeiten. • „Insgesamt wird deutlich, dass es gilt trotz oder gerade der hohen Alltäglichkeit die jugendliche Mediennutzung gut zu beobachten“ (JIM-Studie 2010). • Doch viel wichtiger scheint mir, die neuartigen Musiktechnologien auf ihre Möglichkeiten zu Musizieren und in Bezug auf das Musiklernen praktisch zu erkunden. Matthias Krebs | Universität der Künste Berlin / 69 www.matthiaskrebs.net
  • 70. Musik ist im Internet! Musik kann im Internet gestaltet werden! Wann, wie, mit wem und mit welchem musikalischem Ergebnis entscheidet der Musizierende, der es vor einem Publikum präsentieren kann. • Bei der Auseinandersetzung mit den neuartigen Musiktechnologien gilt nicht so sehr auf die „schöne neue Welt“ der potenziellen Möglichkeiten abzuheben, sondern die Jugendlichen mit ihren alltäglichen Umgangsweisen in den Blick zu nehmen und versuchen zu verstehen. Matthias Krebs | Universität der Künste Berlin / 70 www.matthiaskrebs.net
  • 71. http://handymusik.wordpress.com MUSIKMACHEN AUF MOBILEN ENDGERÄTEN Matthias Krebs | Universität der Künste Berlin / 71 www.matthiaskrebs.net
  • 72. JIM-Studie – Handy-Besitzer 2010 • Seit Mitte der 90er, Handy Alltagsgegenstand für fast alle Jugendlichen, Vollausstattung • Der aktuelle Trend zu multifunktionalen Handys (iPhone oder ähnliches) macht auch vor Jugendlichen nicht halt Matthias Krebs | Universität der Künste Berlin / 72 www.matthiaskrebs.net
  • 73. JIM-Studie – Nutzung verschiedener Handy-Funktionen Häufigkeit täglich/mehrmals pro Woche • Inzwischen nutzen fast zwei Drittel das Handy regelmäßig als Musikabspielgerät (63%), 37 Prozent fotografieren oder filmen zumindest mehrmals die Woche. Per Bluetooth überträgt ein Viertel MP3-Dateien, ein Fünftel Fotos oder Filme auf andere Geräte. Matthias Krebs | Universität der Künste Berlin / 73 www.matthiaskrebs.net
  • 74. Smartphone-Nutzung • Im Schnitt haben Jugendliche 24 Apps auf dem Handy geladen. Am wichtigsten sind hierbei Tools zur Nutzung von Communities und Computerspiele. Mit etwas Abstand folgen Apps, die die Kommunikation über Instant Messenger ermöglichen, Musikprogramme, Nachrichtendienste, Navigationsprogramme und Videoportale (siehe JIM-Studie 2010). • Anfang 2011 existieren in der Kategorie Musik des Apple App Store über 6600 Apps für iPhone und über 1200 Apps für iPad. Q: http://www.mobile-zeitgeist.com/2011/01/05/infografik- apple-app-store-in-numbers/ Matthias Krebs | Universität der Künste Berlin / 74 www.matthiaskrebs.net
  • 75. Musikmachen auf Tablets (z.B. iPad) Matthias Krebs | Universität der Künste Berlin / 75 www.matthiaskrebs.net
  • 76. Beispielvideos – Musizieren auf mobilen Endgeräten Videosammlung unter: www.youtube.de/user/digiensemble Matthias Krebs | Universität der Künste Berlin / 76 www.matthiaskrebs.net
  • 77. iPod/iPhone Apps (originale Größe) Matthias Krebs | Universität der Künste Berlin www.matthiaskrebs.net
  • 78. Kurze Vorstellung Matthias Krebs Wissenschaftlicher Mitarbeiter am Zentralinstitut für Weiterbildung (UdK Berlin) Projektentwicklung „DigiMediaL – Strategisches Musikmarketing im Internet“ • Studienrat (Musik, Physik), Dipl.-Musikpädagoge, Opernsänger • Medien- und Theaterpädagoge seit 2002 • Lehraufträge an der Universität der Künste Berlin und Universität Potsdam ► • Dissertationsvorhaben „Musiklernen im Web 2.0“ ► • Gründer des „DigiMediaL iEnsemble Berlin“ • Blogger: www.handymusik.wordpress.com | www.netzmusik.wordpress.com Matthias Krebs | Universität der Künste Berlin / 78 www.matthiaskrebs.net
  • 79. ► Fragestellungen des Dissertationsvorhabens „Musiklernen im Web 2.0“ Ziel: Besser zu verstehen, was passiert, wenn Jugendliche auf Online- Musikplattformen mit Musik umgehen? • Wie ist die Musik beschaffen, die unter den spezifischen Bedingungen des Web 2.0 entsteht? • Welche Strategien lassen sich bei der kreativen Gestaltung von Musik auf Online-Plattformen unterscheiden? • Wie lässt sich die Vielzahl an Online-Musikplattformen unterscheiden? • Aus welchen Motiven nutzen Menschen Online-Musikplattformen? • In welcher Form findet Musiklernen durch die Nutzung von Online- Musikplattformen statt? Matthias Krebs | Universität der Künste Berlin / 79 www.matthiaskrebs.net
  • 80. ► Extra: Musikvideos im Musikunterricht • Musikpädagogisches Proseminar UdK Berlin WS10/11 • Musikvideos im Musikunterricht - Videos in Eigenproduktion • Seminar wird auf eigenem Blog (www.muvipro.wordpress.com) begleitet • 25. Januar 2011 - Unterrichtsprojekt MuviPro-LAB • 29 Schüler • 8 Studierende • 6 verschiedene Projekte • 12 Musikvideos • 90 Minuten • Videoergebnisse unter www.youtube.de/user/muviprolab •Videobesprechungen mit den SuS in Folgestunden • Es werden Skripte zu den einzelnen Videoprojekten veröffentlicht (Unterrichtsideen) Matthias Krebs | Universität der Künste Berlin / 80 www.matthiaskrebs.net
  • 81. Ich freue mich auf Ihre Fragen und Hinweise Zentralinstitut für Weiterbildung (ZIW) Matthias Krebs DigiMediaL Projektentwicklung krebs@udk-berlin.de www.matthiaskrebs.net www.handymusik.wordpress.com www.netzmusik.wordpress.com www.musiklernen.tumblr.com www.slideshare.net/matzerak Matthias Krebs | Universität der Künste Berlin www.matthiaskrebs.net