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Commonistische Inklusionsgesellschaft

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Viele viele Folien. Auch zusätzliche zum vortrag

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Commonistische Inklusionsgesellschaft

  1. 1. COMMONISTISCHE INKLUSIONSGESELLSCHAFT Begründete Möglichkeit solidarischer Vergesellschaftung
  2. 2. Vielen jungen Leute [forderten] […] mit Recht ein, dass wir etwas dafür tun, dass auch sie gute Lebenschancen haben Das unterscheidet Politik von Wissenschaft und auch von ungeduldigen jungen Menschen. Politik ist das, was möglich ist. Angela Merkel
  3. 3. And if solutions within the system are so impossible to find, maybe we should change the system itself Greta Thunberg
  4. 4. We need to know where we live in order to imagine living elsewhere. We need to imagine living elsewhere before we can live there. Avery Gordon, Ghostly Matters
  5. 5. FRAGEN DER LINKEN ▪ Was ist falsch? (Kritik)
  6. 6. FRAGEN DER LINKEN ▪ Was ist falsch? (Kritik) ▪ Was tun? (Praxis)
  7. 7. FRAGEN DER LINKEN ▪ Was ist falsch? (Kritik) ▪ Was tun? (Praxis) ▪ Wo wollen wir hin? (Utopie)
  8. 8. FRAGEN DER LINKEN ▪ Was ist falsch? (Kritik) ▪ Was tun? (Praxis) ▪ Wo wollen wir hin? (Utopie) ▪ Wie kommen wir dahin? (Transformation) Hierüber gibt es kaum Diskussion
  9. 9. FRAGEN DER LINKEN – REIHENFOLGE 1. Was ist falsch? (Kritik) 2. Wo wollen wir hin? (Utopie) 3. Wie kommen wir dahin? (Transformation) 4. Was tun? (Praxis)
  10. 10. Wunschtraum
  11. 11. ZIELBESTIMMUNG Freiheit, Solidarität und Inklusion Zielbestimmung|Utopietheorie|Herstellung*, Vermittlung und Individualität
  12. 12. Menschen tun was ihnen wichtig ist, und bekommen was sie brauchen… Träum weiter. Das klappt nur, wenn alle Menschen gut wären. Und das sind sie nicht.
  13. 13. Ethische Handlungsutopie
  14. 14. Klimaschutz? Viel zu teuer. Arbeitssicherheit? Teuer. Stetig steigender Leistungsdruck? Kostensenkend. Ruhe und Gemütlichkeit? Teuer. Mehr Produktion? Großartig. Profit? Notwendig.
  15. 15. BEDINGUNGSUTOPIE INKLUSIONSGESELLSCHAFT ▪ Exklusionslogik: Subjektiv funktional auf Kosten anderer zu leben ▪ Inklusionslogik: Subjektiv funktional andere einzubeziehen ▪ Jenseits von Altruismus und Egoismus
  16. 16. INKLUSIONSBEDINGUNGEN Motivation/Freiwilligkeit Offene Verfügung
  17. 17. COMMONS - ENTSTEHEN DURCH COMMONING ▪ Commoning ist ein soziale Prozess, der durch Freiwilligkeit und kollektive Verfügung bedingt ist … ▪ … und Inklusionslogik hervorbringt ▪ Bsp. Wikipedia, SoLawi, Politgruppen, etc.
  18. 18. HERSTELLUNG*, VERMITTLUNG &INDIVIDUALITÄT Zielbestimmung|Utopietheorie|Herstellung*, Vermittlung und Individualität
  19. 19. DAS FAULE TIER? ▪ Konsumgesteuerte und faule Subjekt? Kooperation nur mit Belohnung ▪ Tomasello/Warneken: Kooperationsstudien Belohnungssystem statt freie Kooperation ▪ Gummibärchen und Piratengeschichten ▪ Feministische Eisberg
  20. 20. TAUSCH ERSCHUF DEN HOMO OECONOMICUS ▪ Tausch sozialisiert Menschen zu Homines Oeconomici ▪ Belohnung- statt zielorientiert Kooperation durch Zwang hergestellt ▪ Krit. Psychologie: Produktive und sinnlich-vitale Bedürfnisdimension ▪ Konsum als einzige Befriedigung?! ▪ Maschinen als Gefahr?
  21. 21. RE/PRODUKTION: WER MACHT DIE MÜLLABFUHR? ▪ Alle Tätigkeiten: Care/Sorge und Produktion ▪ Tätigkeit muss Menschen motivieren ▪ Tätigkeit inkludiert Bedürfnisse der Tätigen ▪ Zwischen Lust und Notwendigkeit ▪ Automatisierung, Gestaltung, Aufteilung, Rotation, Nicht-Machen etc.
  22. 22. WG-Plenum Nur für die Fantasie!
  23. 23. COMMONISTISCHE HINWEISE ▪ Kapitalismus über „Wert“ ver-mittelt ▪ Commonismus über Bedürfnissignale ver-mittelt Braucht der Kindergarten Tätige? Phosphor geht zur Neige, was tun wir? ▪ Polyzentrale Hinweiskoordination erlaubt Selbstorganisation der Commons ▪ Plan als Matching von produktiven und sinnlich-vitalen Bedürfnissen: Vorschlag
  24. 24. (Demokratische) Staatsplanung Infrastruktur Staat Projekte Nur für die Fantasie!
  25. 25. ALLGEMEINHEIT UND VERGESELLSCHAFTUNG ▪ Was ist Vergesellschaftung? Assoziation „von Individuen, die vereint sind auf der Grundlage der gemeinsamen Aneignung und Kontrolle der Produktionsmittel“ (Marx, Grundrisse, 77) ▪ Wie verfügt die Gesellschaft? „Vergesellschaftung bedeutet Überführung von individuellem Privateigentum an Produktionsmitteln in das Eigentum von Gesellschaftern bzw. in das Eigentum der Gesellschaft (➞ öffentliches Eigentum), in der sich Menschen genossenschaftlich assoziieren bzw. in deren Namen der demokratische Staat handelt.“ (Frank Deppe, ABC der Alternativen) Staat als Repräsentant der Gesellschaft
  26. 26. STAAT ALS ABSTRAKTE ALLGEMEINHEIT ▪ Vielfalt der Partialwillen wird identischer ‚Allgemeinwille‘ ▪ Privater Repräsentant der Allgemeinheit 1. Staat muss zwingen können Gehorsam oder Belohnung Staat ist unvereinbar mit Kritik an Arbeit und Eigentum 2. Bedürfnisse werden als Interessen formiert Abstrakte Vermittlung der Bedürfnisse in Form des Gesamtplans
  27. 27. Polyzentrische Selbstorganisationsgesellschaft Infrastruktur Institutionen ProjekteNur für die Fantasie!
  28. 28. INKLUSIVE KONFLIKTE? ▪ Eine Gesellschaft der Bedürfnisse ist eine Gesellschaft der Konflikte ▪ Konflikte haben neue Form und Zeit ➢ Inklusive Bedingung für Konflikte? ▪ Angewiesen auf Re/Produktionspartner* – gute Gründe inklusiv zu entscheiden Druck der freien Kooperation bei exkludierenden Entscheidungen
  29. 29. INKLUSIVE KONFLIKTE ▪ Suche nach inklusiven Vorschlägen Tragfähige Lösungen ▪ Innovation von Konfliktmitteln ▪ Partner*innen überzeugen ▪ Sprachfähig machen ▪ Raum für Innovation, Dissens, Nicht-Überzeugendes
  30. 30. COMMONISTISCHE INDIVIDUALITÄT ▪ Inklusion ist einfach … ▪ Selbst-Inklusion ... ▪ Frei sein ... ▪ Verantwortlich sein ... ▪ Queer sein ... ▪ Sicher sein ...
  31. 31. “OHNE ANGST ABHÄNGIG SEIN …”
  32. 32. WEITER GEHT‘S MIT … ▪ „Ausgetauscht“(Friederike Habermann) ▪ „Beziehungsweise Revolution“ (Bini Adamczak) ▪ „Konkrete Utopien“ (Hrsg. Neupert-Doppler) ▪ Commons-institut.org ▪ Keimform.de ▪ Commonism.us („Kapitalismus aufheben“)
  33. 33. Staat schafft Rahmen Globale Strukturen TINA: Markt ist am wenigsten schlecht Markt ist gut Markt ist auch blind Nationalstaat ist begrenzt Das klappt doch auch nicht Tja, dann bleibt …
  34. 34. Staat schafft Rahmen Globale Strukturen TINA: Markt ist am wenigsten schlecht Markt ist gut
  35. 35. Staat schafft Rahmen Globale Strukturen TINA: Markt ist am wenigsten schlecht Markt ist gut
  36. 36. Staat schafft Rahmen Globale Strukturen TINA: Markt ist am wenigsten schlecht Markt ist gutMarkt-Staat Rahmen
  37. 37. Staat schafft Rahmen Globale Strukturen TINA: Markt ist am wenigsten schlecht Markt ist gut
  38. 38. „DIE MARKTWIRTSCHAFT IST DIE AM WENIGSTEN SCHLECHTE GESELLSCHAFT ZU DER MENSCHEN FÄHIG SIND“Postmoderner Zeitgeist
  39. 39. BUCHGLIEDERUNG 1. Einleitung 2. Reform und Revolution 3. Aufhebungstheorie 4. Kategoriale Utopietheorie 5. Individuum und Gesellschaft 6. Commonismus 7. Keimformtheorie Rahmung Eigene Theorie
  40. 40. ETHISCHE HANDLUNGSUTOPIE ▪ Der Mensch kann gut sein. Aber ist er gut oder böse? Gefühl von Unglaube und Angst, wichtiger Hinweis denn … ▪ Ethik adressiert uns als Einzelne - Ethik vereinzelt/isoliert ▪ Menschen handeln unter gesellschaftlichen Bedingungen Aber wenn es in bestimmten Bedingungen subjektiv funktional ist mich auf Kosten anderer durchzusetzen? Unter welchen Bedingungen ist es für Menschen subjektiv funktional gut zu sein?
  41. 41. Im großen und ganzen hängt dies aber auch nicht vom guten oder bösen Willen des einzelnen Kapitalisten ab. Die freie Konkurrenz macht die immanenten Gesetze der kapitalistischen Produktion dem einzelnen Kapitalisten gegenüber als äußerliches Zwangsgesetz geltend. (MEW 23/286)
  42. 42. „Nicht vom Wohlwollen des Metzgers, Brauers und Bäckers erwarten wir das, was wir zum Essen brauchen, sondern davon, daß sie ihre eigenen Interessen wahrnehmen. Wir wenden uns nicht an ihre Menschen- sondern an ihre Eigenliebe...“ Wohlstand der Nationen
  43. 43. „Der Mensch ist ein Tier, das, wenn es unter andern seiner Gattung lebt, einen Herrn nötig hat. Denn er missbraucht gewiss seine Freiheit in Ansehung anderer seinesgleichen“ Idee zu einer allgemeinen Geschichte in weltbürgerlicher Absicht, 1784
  44. 44. DIE TÜCKEN GETRENNTER ALLGEMEINHEIT 1. Staat muss zwingen können Unvereinbar mit Freiwilligkeit 2. Bedürfnisse werden als Interessen formiert
  45. 45. „Solange es einen Staat gibt, gibt es keine Freiheit. Wenn es Freiheit geben wird, wird es keinen Staat geben.“ Staat und Revolution, 1917
  46. 46. PLANUTOPIE DES STAATES ▪ Aufklärung: „Vernünftige Planung der Welt“ ▪ Repräsentant der Allgemeinheit: Staat Staat trifft verbindliche Entscheidungen und setzt diese durch
  47. 47. VER-MITTL-UNG ▪ Gesellschaft als kooperative, vorsorgende Herstellung* der Lebensbedingungen ▪ Koordination entscheidend Was wird gebraucht? Welche Bedürfnisse haben Priorität? Wie reproduzieren Einzelne die Logik der Gesellschaft? Wie entscheide ich „gesellschafltich rational“? ▪ Bedingungen wirken als materielle, soziale und symbolische Mittel Mittel bringen uns Bedingungen nahe, tragen sie in unser Leben ▪ Erzeugen prozessinhärente Hinweise
  48. 48. COMMONISTISCHES RECHT ▪ Gesetz vs. Recht ▪ Recht als Commons Gemeinsam geschaffen Best Practice Vorschläge Recht nicht mehr knappes Gut ▪ Transformative Justice ▪ Staats-Eskalation
  49. 49. UTOPIETHEORIE Wie über Utopie sprechen? Zielbestimmung|Utopietheorie|Herstellung*, Vermittlung und Individualität
  50. 50. GESCHICHTSPHILOSOPHISCHEM BILDERVERBOT ▪ „Sozialismus nicht mehr als zufällige Entdeckung dieses oder jenes genialen Kopfs, sondern als das notwendige Erzeugnis des Kampfes zweier geschichtlich entstandner Klassen“ (Engels, 1880/1973: 208) ▪ „Ebenso unvermeidlich und durch die ökonomische Entwicklung mit Naturnotwendigkeit herbeigeführt, wie das Erstehen der Arbeiterbewegung ist die Bildung einer Arbeiterpartei. Nicht minder unvermeidlich aber ist es, daß diese schließlich den Sieg über die anderen Parteien davontragen wird. […] Wer die Sozialdemokratie widerlegen will, muß die heutige Wirklichkeit widerlegen.“ (Kautzky/Schönlank, 1892)
  51. 51. … ALS DETERMINIMUS ▪ Geschichts- und Bewegungsdeterminismus ▪ „Stellt man sich die Revolution [und die freie Gesellschaft] dagegen nicht als das blaue Wunder vor, als etwas, das die Proletarier im Eifer des Gefechts beinahe aus Versehen machen, spontan und ohne jedes vorab gefasste Ziel [...] dann scheint eine Verständigung über die Grundzüge einer klassenlosen Gesellschaft allemal sinnvoll“ (Freund*innen 2018: 32)
  52. 52. Wunschtraum Bilderverbot Utopie auf Basis begründeter Theorie Kategoriale Utopie
  53. 53. Commonismus Gesellschaftsform A Gesellschaftsform B Kapitalismus Allgemein-menschlich Historisch-Spezifisch Menschlich-gesellschaftliche Potenzen
  54. 54. Allgemein-menschlich Menschlich-gesellschaftliche Potenzen Gesellschaftsform A Gesellschaftsform B Kapitalismus Historisch-Spezifisch Commonismus
  55. 55. LITERATUR ▪ Adorno, Theodor W. (1970/2003): Negative Dialetik, Suhrkamp Verlag, Frankfurt am Main ▪ Friedrich Engels (1973): Die Entwicklung des Sozialismus von der Utopie zur Wissenschaft, in: Karl Marx/Friedrich Engels - Werke. (Karl) Dietz Verlag, Berlin. Band 19, 4. Auflage 1973, unveränderter Nachdruck der 1. Auflage 1962, Berlin/DDR. S. 210-228. ▪ Freundinnen und Freunde der klassenlosen Gesellschaft (2018): Umrisse der Weltcommune. In: Eiszeit, Freundinnen und Freunden der klassenlosen Gesellschaft, La Banda Vaga, Surplus Club (Hg.): Kosmoprolet 5. Berlin, S. 14–47. ▪ Kautzky, Karl; Schönlank, Bruno (1892): Die Erhebung des Proletariats
  56. 56. COMMONS, KEIMFORM, KONSTRUKTION Wie den Kapitalismus überwinden?
  57. 57. FRAGEN DER LINKEN ▪ Was ist falsch? (Kritik)
  58. 58. FRAGEN DER LINKEN ▪ Was ist falsch? (Kritik) ▪ Was tun? (Praxis)
  59. 59. FRAGEN DER LINKEN ▪ Was ist falsch? (Kritik) ▪ Was tun? (Praxis) ▪ Wo wollen wir hin? (Utopie)
  60. 60. FRAGEN DER LINKEN ▪ Was ist falsch? (Kritik) ▪ Was tun? (Praxis) ▪ Wo wollen wir hin? (Utopie) ▪ Wie kommen wir dahin? (Transformation) Hierüber gibt es kaum Diskussion
  61. 61. FRAGEN DER LINKEN – REIHENFOLGE 1. Was ist falsch? (Kritik) 2. Wo wollen wir hin? (Utopie) 3. Wie kommen wir dahin? (Transformation) 4. Was tun? (Praxis)
  62. 62. Stellt man sich die Revolution dagegen nicht als das blaue Wunder vor, als etwas, das die Proletarier im Eifer des Gefechts beinahe aus Versehen machen, spontan und ohne jedes vorab gefasste Ziel [...] dann scheint eine Verständigung über die Grundzüge einer klassenlosen Gesellschaft allemal sinnvoll Freund*innen der klassenlosen Gesellschaft, Umrisse der Weltcommune
  63. 63. UTOPIE Utopie |Interpersonale Transformation | Politisch-staatliche Transformation |Keimformtheorie
  64. 64. Menschen tun was ihnen wichtig ist, und bekommen was sie brauchen… Träum weiter. Das klappt nur, wenn alle Menschen gut wären. Und das sind sie nicht.
  65. 65. Ethische Handlungsutopie
  66. 66. Im großen und ganzen hängt dies aber auch nicht vom guten oder bösen Willen des einzelnen Kapitalisten ab. Die freie Konkurrenz macht die immanenten Gesetze der kapitalistischen Produktion dem einzelnen Kapitalisten gegenüber als äußerliches Zwangsgesetz geltend. (MEW 23/286)
  67. 67. BEDINGUNGSUTOPIE INKLUSIONSGESELLSCHAFT ▪ Exklusionslogik: Subjektiv funktional auf Kosten anderer zu leben ▪ Inklusionslogik: Subjektiv funktional andere einzubeziehen ▪ Jenseits von Altruismus und Egoismus
  68. 68. „Der Mensch ist ein Tier, das, wenn es unter andern seiner Gattung lebt, einen Herrn nötig hat. Denn er missbraucht gewiss seine Freiheit in Ansehung anderer seinesgleichen“ Idee zu einer allgemeinen Geschichte in weltbürgerlicher Absicht, 1784
  69. 69. PLANUTOPIE DES STAATES ▪ Aufklärung: „Vernünftige Planung der Welt“ ▪ Repräsentant der Allgemeinheit: Staat Staat trifft verbindliche Entscheidungen und setzt diese durch
  70. 70. DIE TÜCKEN GETRENNTER ALLGEMEINHEIT 1. Staat muss zwingen können Unvereinbar mit Freiwilligkeit 2. Bedürfnisse werden als Interessen formiert
  71. 71. „Solange es einen Staat gibt, gibt es keine Freiheit. Wenn es Freiheit geben wird, wird es keinen Staat geben.“ Staat und Revolution, 1917
  72. 72. INTERPERSONALE TRANSFORMATION Utopie |Interpersonale Transformation | Politisch-staatliche Transformation |Keimformtheorie
  73. 73. HANDLUNGSUTOPIE ▪ Blumenstrauß der Alternativen? Fair Trade, Solidarische Ökonomie, Commons, BGE Gleichberechtigung,Weniger Auto fahren, Netter sein ▪ Gesellschaftliche Veränderung als individuelle oder kollektive Handlung? ▪ Praxis muss Bedingungen des Handelns verändern Jenseits von Markt, Staat und Herrschaft
  74. 74. POLITISCH-STAATLICHE TRANSFORMATION Politisch-staatliche Transformation |Keimformtheorie
  75. 75. WARUM POLITISCH-STAATLICH? Politischer Prozess ▪ Trennung politischer und gesellschaftlicher Wandel ▪ Trennung von Weg und Ziel ▪ Staat als Werkzeug der Emanzipation? ▪ Transformation wird zur Herrschaftsfrage Staatlicher Wandel Veränderung der Gesellschaftsform
  76. 76. Zerstörung des Staates (Post-)revolutionäre Selbstorganisation Sprung über Schlucht Bruch, PlötzlichkeitErklimmen des Berges Kontinuität, Umformung, demokratischer Prozess Politisch-staatliche Transformation Reform Revolution Sozialistische Revolution Anarchistische Revolution Staat als Werkzeug
  77. 77. ▪ Kommt aus traditionellen Marxismus ▪ Wichtig: Utopie first! Kapitalismus Sozialismus Politisch-staatliche Transformation Absterben des Staates Kommunismus „Eroberung der politischen Macht“
  78. 78. Kapitalismus Sozialismus Politisch-staatliche Transformation Absterben des Staates Kommunismus „Eroberung der politischen Macht“ Reform oder Revolution ?
  79. 79. Kapitalismus Sozialismus Politisch-staatliche Transformation Absterben des Staates Kommunismus „Eroberung der politischen Macht“ Reform oder Revolution „wenn die Menschen sich so an das Befolgen der Grundregeln des gesellschaftlichen Zusammenlebens gewöhnt haben werden und ihre Arbeit so produktiv sein wird, daß sie freiwillig nach ihren Fähigkeiten arbeiten werden“ (Lenin, Staat und Revolution)
  80. 80. DIE TRANSFORMATORISCHE VORENTSCHEIDUNG ▪ Transformationsfrage: Wie kommen wir in die befreite Gesellschaft? ▪ Traditionsmarxismus: Zuerst „Eroberung der Politischen Macht“ ▪ Reform und Revolution antworten auf die Frage: Wie können wir die politische Macht erobern? ▪ Wir können diese Theorien nicht einfach übernehmen
  81. 81. KEIMFORMTHEORIE Politisch-staatliche Transformation |Keimformtheorie Wie entsteht die freie Gesellschaft?
  82. 82. INHALT: BEFREIUNG ▪ Individuell „Jede*r kann sich nur selbst befreien“ ▪ Gesellschaftlich „Gesellschaftliche Menschen können sich nur Gesellschaft befreien“ ▪ Kollektiv „Wir befreien uns in unseren konkreten Beziehungen“ ▪ →Wir können uns nur selbst, innerhalb und mit der Gesellschaft, in und mit unserem konkreten Lebensumfeld befreien.
  83. 83. FORMKONSEQUENZ: AUFBAUPROZESS ▪ Neue Gesellschaftsform fällt nicht vom Himmel … ▪ Freie Formen aufbauen, Alte umbauen ▪ Basiert auf unseren Bedürfnissen – Müssen wir machen ▪ Lernen, Ausprobieren, Entwickeln ▪ Beginnt innerhalb der alten Gesellschaft Individuell- gesellschaftiche Befreiung Aufbauprozess
  84. 84. 1. Vorbedingungen 2a. Entwicklungswiderspruch I 4. Dominanzwechsel 5. Umstrukturierung Keimform3. Funktionswechsel 2b. Entwicklungswiderspruch II Voraussetzungen Entwicklungs -prozess
  85. 85. BRUCH, PROZESS, KONSTRUKTION Inkludierende Keimform Auf- und Umbauprozess Bruch mit Kapitalismus Inklusions- gesellschaft
  86. 86. BRUCH (REVOLUTION) Inkludierende Keimform Auf- und Umbauprozess Bruch mit Kapitalismus Inklusions- gesellschaft Bruch neue Bedingungen der Herstellung*
  87. 87. PROZESS (REFORM) Inkludierende Keimform Auf- und Umbauprozess Bruch mit Kapitalismus Inklusions- gesellschaft Prozess der Selbst- und Bedingungsveränderung
  88. 88. KONSTRUKTION Inkludierende Keimform Auf- und Umbauprozess Bruch mit Kapitalismus Inklusions- gesellschaft Konstruktion
  89. 89. TÜCKEN DER COMMONISTISCHEN KEIMFORM ▪ Kapitalistische Keimform transpersonal ▪ Politische Proteste, Solidarische Landwirtschaft, Autonome Zentren, Feministische Polit-Gruppen, Commons ▪ V.a. Interpersonale Inklusion
  90. 90. WIE KANN SIE SICH VERALLGEMEINERN? ▪ Doppelte Funktionalität Funktional für den Kapitalismus Inkompatibel mit Tauschlogik ▪ Krise? ▪ Zusammenschluss und friedliches Wachstum? ▪ Soziale Bewegung und Ausdehnung?
  91. 91. AUSDEHNEN? ▪ Verbund: Gemeinsames Tausch-Interface Tendenzielle Entkopplung im Verbund Zuverlässige Tätigkeit – Beschränkt Freiwilligkeit – noch schwerer bei Wachstum?! Transpersonalität und Anonymität zerstört Fairness und soziale Kontrolle?! Außen: Immer teurer ▪ Netzwerk: Commons vernetzten sich Fairer Austausch statt Äquivalententausch Marktpreis +X – nach außen hin noch teurer
  92. 92. COMMONS SIND ZU FRIEDLICH ▪ Konsequenz der Praxis – Teil der Kultur „Endlich nicht mehr kämpfen“
  93. 93. WIR BRAUCHEN EUCH … DIE EINLADUNG IST ERNST GEMEINT Vielen Dank für die Aufmerksamkeit
  94. 94. VORTRAGSGLIEDERUNG 1. Kategoriale Utopie 2. Ziel: Solidarität und Inklusion 3. Commonistische Inklusionsgesellschaft 4. Kritik Reform und Revolution 5. Keimformtheorie
  95. 95. BUCHGLIEDERUNG 1. Einleitung 2. Reform und Revolution 3. Aufhebungstheorie 4. Kategoriale Utopietheorie 5. Individuum und Gesellschaft 6. Commonismus 7. Keimformtheorie Rahmung Eigene Theorie
  96. 96. PLANGESELLSCHAFT ▪ Bewusste Planung statt Marktzwänge ▪ Wer plant? Früher: Die Partei mit dem Staat ▪ Bleibt häufig Arbeitsgesellschaft ▪ →Gesellschaftliche Gestaltung statt staatliche Planung
  97. 97. Commonistische Vermittlung Kapitalistische Vermittlung Verfügbarkeit Gestaltbar Verselbständigt Hinweise Qualitative Bedürfnissignale Eindimensionaler Preis Konfliktlösung Inkludierend Strukturelle Herrschaft
  98. 98. Zerstörung des Staates (Post-)revolutionäre Konstruktion Sprung über Schlucht Bruch, Plötzlichkeit Erklimmen des Berges Kontinuität, Umformung, demokratischer Prozess Politisch-staatliche Transformation Reform Revolution Sozialistische Revolution Anarchistische Revolution Staat als Werkzeug

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