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Ankunftsorte - Integration von Flüchtlingen in das Gemeinwesen, Dr. Thomas Franke, DIfU

Thomas Franke Deutsches Institut für Urbanistik Integration in den Sozialraum

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Ankunftsorte - Integration von Flüchtlingen in das Gemeinwesen, Dr. Thomas Franke, DIfU

  1. 1. 1 DeutschesInstitutfürUrbanistik Ankunftsorte Integration von Flüchtlingen in das Gemeinwesen g 16. August März 2016 Hannover g Integration in den Sozialraum – Was können wir aus den Erfahrungen mit dem Programm Soziale Stadt lernen? g Dr. Thomas Franke
  2. 2. 2 DeutschesInstitutfürUrbanistik Integration in den Sozialraum – Was können wir aus den Erfahrungen mit dem Programm Soziale Stadt lernen? Agenda  „Herausforderung“ Integration von Geflüchteten  Integrationsstrategien  Sozialraumansatz / Soziale Stadt  Welche Unterstützung benötigen „Integrationsquartiere“?
  3. 3. 3 DeutschesInstitutfürUrbanistik „Herausforderung“ Integration von Geflüchteten (I)  Daten / Trends  Wanderungssaldo 2015: + 1,2 Mio. Menschen  2015: knapp 477.000 Anträge auf Asyl in Deutschland  1/2016 – 7/2016: knapp 480.000 Anträge  35,5 % < 18 Jahre / 38,3 %: 18 - <30 Jahre  8 – 10 Prozent Akademiker  bis 80 Prozent im arbeitsfähigen Alter haben keine abgeschlossene Berufsausbildung ( Bemessung!)  oftmals unzureichende Schulbildung  zahlenmäßig größte Gruppen aus Syrien, Irak und Afghanistan  unterschiedliche Aufenthaltstitel / Bleibeperspektiven (vgl. ARL Positionspapier „Migration und Raumentwicklung“ 2016, BAMF 2016)
  4. 4. 4 DeutschesInstitutfürUrbanistik „Herausforderung“ Integration von Geflüchteten (II)  Integration „klassisch“  Platzierung auf Wohn- und Arbeitsmarkt  Kulturation: Wissen um (Aufnahme-) Gesellschaft  Interaktion: Einbindung in soziale Netzwerke, Partizipation  Identifikation: subjektive Verortung  Kritikpunkte  Fokussierung auf Perspektive Aufnahmeland  objektive Perspektiven für Geflüchtete?  kaum Berücksichtigung der Identität(en) der Geflüchteten  subjektive Perspektive(n) von Geflüchteten?  subjektive Perspektiven der „Aufnehmenden“? (vgl. ARL Positionspapier „Migration und Raumentwicklung“ 2016)
  5. 5. 5 DeutschesInstitutfürUrbanistik Integrationsstrategien (I)  Platzierung auf dem Wohnungsmarkt  Wohnungsneubau  Wohnsitzzuweisung, …  Platzierung auf dem Arbeitsmarkt  Förderung von Berufsausbildungen  Sprachförderung, …  Förderung der Kulturation  Integrationskurse  Schaffung / Anpassung von Gemeinschaftseinrichtungen, …  Förderung von Interaktionen  Unterstützung von Ehrenamt, …
  6. 6. 6 DeutschesInstitutfürUrbanistik Integrationsstrategien (II)  Förderung subjektiver Verortung(en)  ???  Quartiers- / Nachbarschafts- / Gemeinwesenbezug!  „Innenperspektive(n)“  soziales / kulturelles Kapital: Bildung, Sprache, kulturelle Praktiken, individuelle (informelle) Fähigkeiten / Skills etc.  Werte und Normen  „Vergemeinschaftungsspezifika“: Familie, Rollen, Gemeinwesen / Community  biografische Erfahrungen: u.a. Krieg / existenzielle Bedrohungen, Traumata  Erwartungen
  7. 7. 7 DeutschesInstitutfürUrbanistik Sozialraumansatz / Soziale Stadt (I)  Geflüchtete suchen Nähe zu „eigener“ Community  familiäre Netzwerke  ethnische, religiöse, soziale Nähe (Kultur / Sprache, Werte und Normen)  Hilfestellung durch „eigene“ Netzwerke / Strukturen  Vermittlung zwischen „eigener“ und bis dato fremden Communities  „Ankunftsorte“ entwickeln / befinden sich in (westdeutschen) Großstadtquartieren (?)  „Ankunfts“- / „Integrations“-Quartiere  spezifische Lebenswelten  Ressourcen: u.a. günstiger Wohnraum  Aufeinandertreffen verschiedener Bevölkerungsgruppen  (faktische) Integration(en)
  8. 8. 8 DeutschesInstitutfürUrbanistik Strategien der „Sozialen Stadt“ (1)  Verbesserung der Bildungsangebote im Stadtteil  frühkindliche Förderung in Kita und Vorschule, vorschulische Sprachförderung  individuelle Förderung von Schüler/innen  Elternbildung (u.a. Spracherwerb)  Entwicklung von Kitas und Schulen zu quartiersbezogenen „Stadtteilschulen“ / „Stadtteilkitas“, interkulturelle Öffnung  Übergangsmanagement Kita – Schule(n) – Beruf  quartiersbezogene Vermittlung zwischen Betrieben und ausbildungsgeeigneten Zuwanderer/innen Sozialraumansatz / Soziale Stadt (II)
  9. 9. 9 DeutschesInstitutfürUrbanistik Strategien der „Sozialen Stadt“ (2)  bedarfsgerechte Anpassung der sozialen Infrastruktur im Stadtteil  Begegnungsräume  Nachbarschaftshäuser  … Sozialraumansatz / Soziale Stadt (III)
  10. 10. 10 DeutschesInstitutfürUrbanistik Strategien der „Sozialen Stadt“ (3)  Stärkung der ethnischen Ökonomie  Unterstützung von Existenzgründungen  Stabilisierung bestehender Unternehmen  Bereitstellung von Kleinkrediten  Beratungs- und Qualifizierungsangebote  sozialräumliche Ausrichtung der kommunalen Wirtschaftsförderung Sozialraumansatz / Soziale Stadt (IV)
  11. 11. 11 DeutschesInstitutfürUrbanistik Strategien der „Sozialen Stadt“ (4)  Verbesserung von Teilhabe- und Mitwirkungsmöglichkeiten  Einrichtung interkultureller Kommunikations- und Begegnungsorte  Unterstützung der Selbstorganisation von Zuwanderergruppen  stärkere Einbeziehung von Migrant/innen in (politische) Gremien  intensivere Zusammenarbeit mit Multiplikator/innen Sozialraumansatz / Soziale Stadt (V)
  12. 12. 12 DeutschesInstitutfürUrbanistik Strategien der „Sozialen Stadt“ (5)  Aktivierung und Beteiligung von Zuwander/innen  persönliche Ansprache durch Personen aus dem gleichen Sprachkreis wie der Zielgruppe  Berücksichtigung der kulturellen „Pfadabhängigkeiten“ der Zuwander/innen  Identifizierung von Interessen, Bedarfen, … Sozialraumansatz / Soziale Stadt (VI)
  13. 13. 13 DeutschesInstitutfürUrbanistik  „Basiselemente“ der Sozialen Stadt nutzen / stärken  (Sozial-) Raumorientierung („Fördergebiet“, „Lebenswelt“)  vernetzungsorientiertes Management (ressortübergreifende Verwaltungszusammenarbeit, QM, …)  Integrierte (Quartiers-) Entwicklungskonzepte  Ressourcenbündelung (Finanzmittel, Know How)  Aktivierung und Beteiligung (spezifische Zugänge, …) Welche Unterstützung benötigen „Integrationsquartiere“? (I)
  14. 14. 14 DeutschesInstitutfürUrbanistik  „Prinzip“ der Sozialen Stadt weiterentwickeln  Ausweitung des Raumbezuges u.a. auf kleinere Gemeinden (im ländlichen Raum)  sozialraumbezogene(r) Globalfonds: Förderung investiver und sozial-integrativer Maßnahmen aus einer Hand  größere Gewichtung von GWA / spezifischer „Aktivierung“ / spezifischen „Zugängen“  Finanzierung von Personalkosten  übergeordnete / integrative politische Verortung  … Welche Unterstützung benötigen „Integrationsquartiere“? (II)
  15. 15. 15 DeutschesInstitutfürUrbanistik Grundsätzliche Überlegungen zur Integration von Geflüchteten  Fragen  Wann ist wer wie integriert?  Wer integriert wen wohin(ein)?  Wer möchte sich warum wohin(ein) [nicht] integrieren (lassen)?  Was lässt sich dabei von wem wie steuern?  Welche Integration(en) finden faktisch wie statt?  Welche (alternativen) Integration(en) sind aus wessen Perspektive denkbar / möglich / realistisch?
  16. 16. 16 DeutschesInstitutfürUrbanistik Vielen Dank für Ihre Aufmerksamkeit! franke@difu.de

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