Successfully reported this slideshow.
We use your LinkedIn profile and activity data to personalize ads and to show you more relevant ads. You can change your ad preferences anytime.

Jan Schoenmakers: Unternehmenskommunikation 4.0 - der digitale Wandel in Rollen, Prozessen und Kanälen

165 views

Published on

In den letzten zwei Jahrzehnten haben Unternehmenskommunikation und Marketing dramatische Veränderungen durchlebt - was Technik, Umfeld, Selbstbild und Organisation betrifft. Zentraler Treiber dabei: die Digitalisierung. Vor dem Hintergrund meiner persönlichen Erfahrung rekapituliere ich, wie sich die Profession seit den Nullerjahren gewandelt hat und wage einen Blick nach vorn. Der Vortrag richtet sich an ein kommunikationswissenschaftliches Publikum, fokussiert jedoch auf Erkenntnisse aus der Praxis.

Published in: Marketing
  • Be the first to comment

  • Be the first to like this

Jan Schoenmakers: Unternehmenskommunikation 4.0 - der digitale Wandel in Rollen, Prozessen und Kanälen

  1. 1. Unternehmenskommunikation 4.0 – der digitaleWandel in Rollen, Prozessen und Kanälen Vortrag an der Friedrich-Schiller-Universität Jena 10.April 2017
  2. 2. Ego-Folie:Erfahrungshintergrund • 2001-2007 Studium Medienwissenschaft,Politik,Interkulturelle Wirtschaftskommunikation (Magister),Certificate for Intercultural Coaching and Mediating for Business (CICM) • 2008 Assistent der Geschäftsführung nextpractice GmbH (Forschung & Beratung) • 2008-2010 Online-Marketing-Manager NaturWatt GmbH (Ökostrom) • 2011-2013 Mitgründer Zeitreicher GmbH (E-Commerce für Services) • 2010-2017 Kommunikationsmanager EWE AG (Energie, Telekommunikation,IT) • ab 2017 freier Berater Digitalisierung Marketing,Kommunikation &Vertrieb https://www.xing.com/profile/Jan_Schoenmakers https://www.linkedin.com/in/janschoenmakers/de
  3. 3. Unternehmenskommunikation 1.0 Kundenzeitschrift Webseite Live Strategie Pressearbeit Mitarbeiterzeitschr ift / Intranet Geschäftsbericht Werbung Public Affairs Marketing Kommunikation • Stimulus-Response-Sicht • Professionelle Gatekeeper mit wenig Fluktuation • Langfristige Beziehungen in überschaubarer Zahl • Organisation nach Medien und Zielgruppen • Erfolgskriterien? Routine! • Hergebrachte Kompetenzprofile “AlteWelt“,ca.2000-08
  4. 4. Treiber desWandels 1.0 zu 2.0 • Suchmaschinen werden zentraler Faktor für (beinahe) alle Zielgruppen • Social Media wird relevant:Agora,Pranger oder Battle der Narzissten? • Das Internet wird zum (billigen)Werbeplatz • Journalistische Medien verlieren an Impact und streichen Mittel & Stellen  Neue Arenen,Technik statt Beziehungen…und derTraum der direkten Kommunikation
  5. 5. Unternehmenskommunikation 2.0 Kundenzeitschrift Webshop Live Strategie Werbung Marketing Online-Werbung / SEO Newsletter Social (Sales/Service) Pressearbeit Mitarbeiterzeitschrift / Social Intranet Geschäftsbericht Public Affairs Kommunikation Strategie Corporate Website Social (Presse/Politik) (Online) Fachmagazine • Suche nach neuer Metapher.Uses and Gratifications? • klassische vs.neue Medien parallel • Professionelle Gatekeeper vs.offener Austausch • Zahl der Interaktionen und Kanäle explodiert,„Halbwertszeit“ kurz – Schwarm statt Beziehung? • Organisation weiter nach Medien und Zielgruppen • Erfolgskriterien:Reichweite,Dialog (aber:wozu/worüber?) • Neue Kompetenzprofile werden aufgebaut – aber nicht integriert “WilderWesten“,ca.2008-14
  6. 6. Treiber desWandels 2.0 zu 3.0 • Information Overload macht Kommunikation unwahrscheinlich • Komplexitäts- und Effizienzdruck erfordert neues Miteinander • Themen-Journeys statt Medien-Silos (idR zulasten von Print) • Kommerzialisierung des Internets:Ende derTransparenz;Distributoren als neue Gatekeeper? • MobileWeb:Der physische Kontext wird entscheidend • Big Data verspricht Orientierung – und schafft Messbarkeit  Fokus nach innen:Was sind meine Ziele?Wie muss ich mich organisieren? Wie schaffe ich Relevanz?
  7. 7. Unternehmenskommunikation 3.0 Kommunikation & Marketing Owned Media (Online, Print, Social) Earned Media (Presse, Ambassadors, Community) Paid Media (Werbung, Distribution, Sponsoring) „Pay for play“ Themenmanagement Daten Tracking/ Analyse / Controlling • Content Marketing ,Nachrichtenfaktoren –„Die bessere Story gewinnt“ • Medienlandschaft konsolidiert sich – doch bleibt bunt & dynamisch • Situative Multiplikatoren,kreisende Erregung,Budget – Gatekeeper von heute • Glaubwürdigkeit durchTestimonials • Organisation nachThemen und Rollen (Redakteur vs.Sprecher vs.Werber) • Erfolgskriterium:Resonanz • Ideal des Generalisten,Fach-/Technik- experten als flexible „Linking Pins“ “Content Factory“,ab ca.2014
  8. 8. Treiber desWandels 3.0 zu 4.0 • Statistik statt Erfahrung? Chancen und Risiken der Automatisierung in Erstellung und Ausspielung von Inhalten • Ende der Öffentlichkeit?Vom Publikum zum individuellen „Tailored Content“ • Rückzug in die privaten Netzwerke:Two-Step-Flow 2.0 • Rückzug in die Filterblase:Scheinriesen und Schweigespiralen • Renaissance derWerbebudgets (Content Distribution) • Aporie des Managements:Matrix vs.Linie  Der wirkliche Rollenwandel beginnt erst!
  9. 9. 7Thesen zur Unternehmenskommunikation 4.0 1. Wir bewegen uns ins dynamisch-transaktionale Paradigma 2. Es wird keine Leitmedien mehr geben,nur noch Resonanzen 3. It‘s the Relationships,stupid! 4. Inhalte sind sozialeWährung 5. Die Automatisierung bringt ernste Prinzipal-Agent-Probleme 6. Kernkompetenz IT? Ja,aber auch Statistik & Erhebungsmethoden – sowie die Fähigkeit,in Systemen zu denken und Resonanzen zu erklären 7. Die klassische Organisation ist tot.Die Zukunft ist agil – und braucht kaum noch Manager,dafür systematische Führung.
  10. 10. Herzlichen Dank für Ihre Aufmerksamkeit!

×