Change Management geht Web 2.0: Urknall oder Irrweg?

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Präsentation auf dem ExpertPoint der Know How! AG am 14.07.2009

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Change Management geht Web 2.0: Urknall oder Irrweg?

  1. 1. Change Management geht Web 2.0: Urknall oder Irrweg? Expert-Point Know How! AG Stuttgart, 14.07.2009 Joachim Niemeier
  2. 2. Eine Wortwolke meiner Interessen
  3. 3. Rock Art
  4. 4. Meine Web 2.0-Karriere bei Flickr
  5. 5. Web 2.0 ist heute ein spannendes Thema Kommunikation Soziale Netzwerke Videos Web OS Programme Fotos Einkaufen Information Leben
  6. 6. Change Management-Werkzeuge Multiplikatoren, Scouts, Fokusgruppen Face-to-face, Kaminabende Management Jour Fix, Town Hall Meetings Broschüren, Poster, Mitarbeitermagazine Seminare, Workshops, Open Space Traditionell
  7. 7. Change Management-Werkzeuge Business Chat, Diskussionsforen Multiplikatoren, Scouts, Fokusgruppen CBT, WBT, E-Learning Face-to-face, Kaminabende Video, Audio- und Videostreaming Management Jour Fix, Town Hall Meetings E-Mail, Newsletter Broschüren, Poster, Mitarbeitermagazine Intranet, Microsites, FAQs Seminare, Workshops, Open Space 1.0 Traditionell
  8. 8. Change Management-Werkzeuge Microblogs Business Chat, Diskussionsforen Multiplikatoren, Scouts, Fokusgruppen Podcasts, Videocasts, Virtuelle Lernwelten CBT, WBT, E-Learning Face-to-face, Kaminabende Social Networking, Communities (CoP) Video, Audio- und Videostreaming Management Jour Fix, Town Hall Meetings Wikis E-Mail, Newsletter Broschüren, Poster, Mitarbeitermagazine Business- und Mitarbeiter-Weblogs Intranet, Microsites, FAQs Seminare, Workshops, Open Space 2.0 1.0 Traditionell
  9. 9. Worum geht es da eigentlich?
  10. 10. Hauptdefizite bei Enterprise 2.0 Quelle: Frappaolo, C.; Keldsen, D. (2008), Enterprise 2.0: Agile, Emergent & Integrated, aiim MarketIQ, Q1, 2008
  11. 11. Spielt Enterprise 2.0 eine Rolle für den zukünftigen Unternehmenserfolg Quelle: AIIM Market Intelligence (Hrsg., 2009), Collaboration and Enterprise 2.0, 2009
  12. 12. Catch Up … or Catch you Later
  13. 13. Der Fall „Kryptonite Lock“ im Jahr 2004
  14. 14. Der Fall „Kryptonite Lock“ im Jahr 2004
  15. 15. Web 2.0 hat eine kritische Masse erreicht Die Nutzer- und die Gestalterperspektive verschmilzt Quelle: http://www.flickr.com/photos/dionh/234525331/
  16. 16. Hat Enterprise 2.0 eine Zukunft? <ul><li>http://www.flickr.com/photos/jam343/1703693/ </li></ul>
  17. 17. Neue Werkzeuge Quelle: Chui, M.; Miller, A.; Roberts P.P. (2009), Six Ways to Make Web 2.0 Work, in: The McKinsey Quarterly Produktivität Zeit Automatisierung von Transaktionen Kollaboration und Partizipation ermöglichen 1990 2009 <ul><li>Einführung von ERP, CRM, SCM: </li></ul><ul><li>Nutzer werden vom Management festgelegt </li></ul><ul><li>Nutzer müssen sich an Regeln halten </li></ul><ul><li>Häufig komplexes Investment in Technologien </li></ul><ul><li>Einführung von Web 2.0 Werkzeugen: </li></ul><ul><li>Verhalten der Nutzer wenig vorherbestimmbar </li></ul><ul><li>Nutzer partizipieren stark </li></ul><ul><li>Das Technologieinvestment ist eher eine leichtgewichtige Ergänzung </li></ul>
  18. 18. Social Software Quadrant Identitäts- und Netzwerkmanagement Kommunikationsmanagement Kooperationsmanagement Informationsmanagement
  19. 19. Social Software Quadrant Identitäts- und Netzwerkmanagement Kommunikationsmanagement Kooperationsmanagement Informationsmanagement
  20. 20. Know-How-Datenbanken, Corporate Yellow Pages <ul><li>1995 - 2000: Zentrale Ansätze </li></ul><ul><li>2000 – 2005: Dezentrale Ansätze </li></ul><ul><li>Heute: Web 2.0-Ansätze (?) </li></ul>
  21. 21. Netzwerkeffekte und das Kleine-Welt-Phänomen
  22. 22. Soziale Netzwerke im Unternehmen <ul><li>Nicht XING als Vorbild, sondern Twitter </li></ul><ul><li>Dynamische Aktivitäten statt bloße Kontaktinformationen </li></ul><ul><li>Strukturen </li></ul><ul><li>Personen taggen </li></ul><ul><li>Gepflegtes Skillprofil vs. „Aggregiertes Skillprofil“ </li></ul>Quelle: http://www.projektmanagement20.de/soziale-netzwerke-im-unternehmen-warum-xing-das-falsche-vorbild-ist
  23. 23. Social Software Quadrant Identitäts- und Netzwerkmanagement Kommunikationsmanagement Kooperationsmanagement Informationsmanagement
  24. 24. Informationsmanagement mit Wikis Quelle: http://rossdawsonblog.com/weblog/archives/2009/04/visualization_w.html
  25. 25. Entwicklung des Ideenmanagements Quelle: ITONICS
  26. 26. Fallbeispiel: DELL Laptops explodieren durch Fehlfunktion der Batterie http://www.engadget.com/2006/07/31/dell-laptop-number-3-explodes/
  27. 27. Fallbeispiel: DELL DELL IdeaStorm - Ideen und Wünsche <ul><li>Größte PC-Rückrufaktion in der Geschichte von DELL: neue Authentizität zur Vermeidung von Imageschäden! </li></ul><ul><li>direct2dell: vom Krisenblog zum Kundendialog </li></ul><ul><li>IdeaStorm: neue Ideen und Wünsche, Bewertungen -> Dell Entwicklungsplan </li></ul>http://www.ideastorm.com
  28. 28. Fallbeispiel: DELL DELL IdeaStorm - Ideen und Wünsche <ul><li>Größte PC-Rückrufaktion in der Geschichte von DELL: neue Authentizität zur Vermeidung von Imageschäden! </li></ul><ul><li>direct2dell: vom Krisenblog zum Kundendialog </li></ul><ul><li>IdeaStorm: neue Ideen und Wünsche, Bewertungen -> Dell Entwicklungsplan </li></ul>http://www.ideastorm.com Letzte Aktualisierung: 25. Mai 2009
  29. 29. Fallbeispiel: DELL StudioDell - Turns Up the Volume of the Customer Voice <ul><li>Größte PC-Rückrufaktion in der Geschichte von DELL: neue Authentizität zur Vermeidung von Imageschäden! </li></ul><ul><li>direct2dell: vom Krisenblog zum Kundendialog </li></ul><ul><li>IdeaStorm: neue Ideen und Wünsche, Bewertungen -> Dell Entwicklungsplan </li></ul><ul><li>StudioDell: Pod/Vodcasts von Nutzern über Erfahrungen und Expertise mit Dell Produkten -> Knowledge Base über IT, Case Studies, Lösungen </li></ul>
  30. 30. Social Software Quadrant Identitäts- und Netzwerkmanagement Kommunikationsmanagement Kooperationsmanagement Informationsmanagement
  31. 31. Power Law of Partipation Quelle: http://ross.typepad.com/blog/2006/04/power_law_of_pa.html
  32. 32. Einsatzfelder für Enterprise 2.0 Grosse Anzahl an Teilnehmern notwendig 30-50 Mitglieder für ein aktives Netzwerk Schon effektiv bei einer kleinen Teilnehmerzahl (3-5) Operationale Größe Blogosphäre, Tagging, kollektives Filtern Blogs, Feedreader, Social Networking Software, Twitter Wiki, Google Docs Beispielhafte Web 2.0-Werkzeuge „ Wisdom of Crowds“ Virtuelle Community of Practice Virtueller Arbeitsraum Typische Aktivitäten Innovation, Serendipität Wissensgewinnung, Brücke zu anderen Netzwerken Produktivität, Reaktionsfähigkeit Typischer Nutzen Potential Schwach Stark Verbindung der Akteure Entsteht über die Aktionen von Individuen Emergentes, nicht zentral gestaltetes Netzwerk von Individuen Institutionell gestaltet (Teilnahme, Rollen, Hierarchie), aufgabenorientiert Konstitution Kollektiv Netzwerk Team
  33. 33. Social Software Quadrant Identitäts- und Netzwerkmanagement Kommunikationsmanagement Kooperationsmanagement Informationsmanagement
  34. 34. Twitter - schneller als die Presse http://www.spiegel.de/netzwelt/web/0,1518,593173,00.html http:// www.heute.de/ZDFheute/inhalt/14/0,3672,7590798,00.html http://www.augsburger-allgemeine.de/Home/Nachrichten/Aus-aller-Welt/Artikel,-Twitter-Absturz-_arid,1452456_regid,2_puid,2_pageid,4293.html http://twitter.com/tontaube/status/1310027345
  35. 35. Berichten mit Twitter http://twitter.com/lernet
  36. 36. Charakteristik der Kommunikationskanäle Quelle: Accenture (2008)
  37. 37. Netzwerk in Twitter einrichten http://twitter.com/hnauheimer
  38. 38. Kollaboration wird durch Fähigkeiten möglich Quelle: Accenture (2008)
  39. 39. Kommunikation im Microblog
  40. 40. Kommentare und Feedback
  41. 41. Automatisierte Informationen per RSS Informationen aus Twitter Informationen aus Delicious Informationen aus dem Issue Management System
  42. 42. Social Software Quadrant Identitäts- und Netzwerkmanagement Kommunikationsmanagement Kooperationsmanagement Informationsmanagement
  43. 43. Social Software Quadrant Identitäts- und Netzwerkmanagement Kommunikationsmanagement Kooperationsmanagement Informationsmanagement
  44. 44. Social Software vs. Social Media Social Media Social Software
  45. 45. Wie kann ich das für mein Change Management-Projekt Nutzen?
  46. 46. Definition und Ziele von Change Management <ul><ul><ul><li>… die systematische und nachhaltige Begleitung von Veränderungsprozessen in Unternehmen, </li></ul></ul></ul><ul><ul><ul><li>Indem die Mitarbeiter informiert, mobilisiert und befähigt werden, </li></ul></ul></ul><ul><ul><ul><li>Veränderungen zu verstehen und anzunehmen </li></ul></ul></ul><ul><ul><ul><li>sowie neues Wissen und Fähigkeiten zu erlernen und anzuwenden . </li></ul></ul></ul>Change Management ist… Quelle: Capgemini
  47. 47. Arten von Change Management Veränderungsbereitschaft Veränderungsbedarf sehr hoch sehr hoch gering
  48. 48. Zwei Dimensionen des Change Managements Quelle: http://www.4managers.de/themen/change-management
  49. 49. Arten von Change Managements Quelle: http://www.4managers.de/themen/change-management
  50. 50. 2.0 als Ergänzung zu 1.0 / traditionell Organisatorische CM Maßnahmen (Top-Down) <ul><li>Informationen und Feedback zu Werten, Zielen, Visionen, Veränderungen, neuer Situation (CM-Blog, Videoblogs, Podcasts, RichMedia) </li></ul><ul><li>Kommunikation herstellen, offene Fragen beantworten (FAQ, IM) </li></ul><ul><li>Diskussionen moderieren, regelmäßig, transparent und offen, Kritik zulassen und reagieren (Foren, Communities, Livecasts) </li></ul><ul><li>Management Attention: Meinungen, Bewertungen, Reaktionen auf Kritik, Motivation (CEO-Blog) </li></ul><ul><li>Committments einholen (Voting) </li></ul><ul><li>Coaching und Support, Wissensmanagement, CM-Glossar (Wiki, E-Portfolios, Learning Objectives) </li></ul><ul><li>Dokumentationen (Blogs, E-Portfolios) </li></ul><ul><li>Kollaboration zwischen Teams für einen spezifischen Zweck (Editing/Writing Tools, Wikis, Virtual Communities of Practice, Social Bookmarks) </li></ul>
  51. 51. 2.0 als Ersatz für 1.0 / traditionell Individuelle CM Maßnahmen (Bottom-up) <ul><li>Differenzierte Beteiligungsmöglichkeiten für Mitarbeiter um </li></ul><ul><ul><li>relevante Fähigkeiten, Expertise und Fachknow einzubringen (User Generated Content), </li></ul></ul><ul><ul><li>Promotoren und Stakeholder zu identifizieren, </li></ul></ul><ul><ul><li>Beeinflusser und Treiber von Netzwerken zu erkennen (RSS, Blogs, Tagging, Social Bookmarking, Trackbacks etc.) </li></ul></ul><ul><li>Feedbackmöglichkeiten für Kritik, Fragen, eigene Meinungen, auch anonym möglich (Microblogs) </li></ul><ul><li>Informeller Austausch zwischen den Mitarbeitern und Möglichkeiten der Netzwerkbildung in selbstorganisierten offenen oder geschlossenen Gruppen (Soziale Netzwerke) </li></ul><ul><li>Ideeneingabe und Bewertungsmöglichkeiten (Open Innovation, Ranking) </li></ul>
  52. 52. Web 2.0 im Change Management Vorgehensweise (nach RADAR) <ul><li>Wie passt „2.0“ zu unserem Change Management Projekt? </li></ul><ul><li>Was sind die Ziele für den Einsatz von Web 2.0 in dem Change Management Projekt? </li></ul><ul><li>Ist uns klar, wozu wir im Change Management Projekt eine Web 2.0-Lösung einsetzen wollen? </li></ul><ul><li>Sind wir uns über die Vorgehensweise und die Bedingungen des Einsatzfeldes im Klaren? </li></ul><ul><li>Wie beurteilen wir den Erfolg von Web 2.0 im Change Management Projekt? </li></ul>
  53. 53. Wandel ist machbar „Die vernünftigen Menschen passen sich der Welt an; die Unvernünftigen versuchen, sie zu verändern. Deshalb hängt aller Fortschritt von den Unvernünftigen ab.“ George Bernard Shaw

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