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New Work weiter denken, Kai Anderson, Promerit AG

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Wenn wir heute von New Work reden, geht es dabei um die Arbeit im digitalen Zeitalter. Wir haben wenig Zweifel, dass wir anders arbeiten werden, als im Industrie-Zeitalter, haben aber noch kein umfassendes Bild, wie anders das sein wird. Meist verengen wir die Sicht auf das, was im Kontext Arbeit naheliegend ist: auf den Arbeitsplatz und das, womit wir dort in Berührung kommen. Arbeit wird zu einem guten Teil unabhängig von Ort und Zeit? Haben wir verstanden und praktizieren wir in bestimmten Jobs und Funktionen bereits fleißig. Wenn wir trotzdem im Büro arbeiten, haben wir wahrscheinlich keinen eigenen Schreibtisch mehr? Kein großer Verlust. Wir haben neue Tools, mit denen wir im Team leichter zusammenarbeiten? Na endlich. Wir werden uns von der Idee eines klassischen Arbeitsplatzes verabschieden müssen - soweit reicht die Phantasie.

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New Work weiter denken, Kai Anderson, Promerit AG

  1. 1. 24 Competence Book: New Work Zukunftsstatement - Kai Anderson New Work weiter denkenSTATEMENT: Kai Anderson, Gründungspartner und Vorstand der Promerit AG Wenn wir heute von New Work reden, geht es dabei um die Arbeit im digitalen Zeitalter. Wir haben wenig Zweifel, dass wir anders arbei- ten werden, als im Industrie-Zeitalter, haben aber noch kein umfas- sendes Bild, wie anders das sein wird. Meist verengen wir die Sicht auf das, was im Kontext Arbeit naheliegend ist: auf den Arbeitsplatz und das, womit wir dort in Berührung kommen. Arbeit wird zu einem guten Teil unabhängig von Ort und Zeit? Haben wir verstanden und praktizieren wir in bestimmten Jobs und Funktionen bereits fleißig. Wenn wir trotzdem im Büro arbeiten, haben wir wahrscheinlich kei- nen eigenen Schreibtisch mehr? Kein großer Verlust. Wir haben neue Tools, mit denen wir im Team leichter zusammenarbeiten? Na end- lich. Wir werden uns von der Idee eines klassischen Arbeitsplatzes verabschieden müssen - soweit reicht die Phantasie.
  2. 2. 25 Competence Book: New Work Zukunftsstatement - Kai Anderson Aber ab jetzt wird es schwierig. Die wichtigere Frage, die wir für die Organisati- on und den Einzelnen beantworten müssen ist, wie sich das Wesen der Arbeit in der digitalen Welt verändern wird. Damit wir die nächste Frage stellen und beantworten können: was braucht es, um für diese neue Art der Arbeit gerüstet zu sein? Denken wir einen Moment lang darüber nach, wie sich der Inhalt unserer Arbeit in Zukunft verändern wird. Der Einsatz von Künstlicher Intelligenz ist in seiner Tragweite noch nicht absehbar, aber wir wissen, dass wir von Routine-Tätigkei- ten entlastet werden. Was verbleibt sind steuernde und gestalterische Aufga- ben und Tätigkeiten, die eine echte menschliche Interaktion erfordern. Für den klassischen Sachbearbeiter ist kein Platz mehr in der neuen Arbeitswelt. Wir werden damit massive Veränderungen in den Personalstrukturen haben, die wir heute noch nicht in ihrer Konsequenz durchdrungen haben. Um damit richtig um- gehen zu können, brauchen wir eine Flexibilisierung der star- ren Strukturen, Funktionen und Rollen, die heute noch unsere Arbeitswelt bestimmen. Was uns gleichzeitig von einem der größten Hindernisse befreit, das uns die durchgängige Sicht auf den Kunden verstellt: das Silo-Denken. Die Arbeitsteiligkeit des Industrie-Zeitalters hat Funktionen in Unternehmen mani- festiert, die die Effizienz befördert und neue Geschäftsmodelle behindert haben. Das Ganze noch dazu in starren und (über) regulierten Arbeitsverhältnissen, die keinen individuellen und organisatorischen Spielraum mehr ermöglicht haben. Passé. Der Charakter der neuen Arbeitswelt wird wesentlich agiler und diverser sein, als wir das heute noch erleben. Die Befreiung von der Routine bietet uns die Chance, von der Arbeit aufzublicken und über den Tellerrand zu schauen. Neue Ideen zu entwickeln und auszupro- bieren. Nicht immer in einem großen Wurf, nicht unbedingt disruptiv, sondern im eigenen Wirkungskreis. Das ist zuerst eine Frage des Selbstverständnisses „Die Befreiung von der Routine bietet uns die Chance, von der Arbeit aufzublicken und über den Tellerrand zu schauen. Neue Ideen zu entwickeln und auszuprobieren.“
  3. 3. 26 Competence Book: New Work Zukunftsstatement - Kai Anderson und damit der Kultur, in der die Veränderung stattfindet. Stehen wir dem positiv gegenüber oder fürchten wir uns davor? In einer ‚digitalen Kultur’ ist man den Chancen der Digitalisierung gegenüber aufgeschlossen. Sie ist der Nährboden für New Work – ohne eine solche positive Disposition verharren wir im alten Arbeitsverständnis und den damit verbundenen Routinen. Alleine die intelligente Nutzung der Informationssysteme, die uns zur Verfügung stehen, hat ein massives Potenzial. Dafür braucht es das, was wir digitale Kompetenz nennen. Ein sicherer Umgang mit den immer mächtiger werdenden Informationssystemen ist dabei eine Kernkompetenz. Das gleiche gilt für die Fähigkeit, sinnvoll mit den zunehmenden Daten umzugehen, die Teil unserer Arbeitswelt sind. Wenn Informationen das Öl des digitalen Zeitalters sind, müssen wir in der Lage sein, es entsprechend zu verarbeiten – zu raf- finieren. Aus Silos und starren Strukturen ausbrechen, Ideen entwi- ckeln und ausgestalten, Informationssysteme und Informa- tion nutzen – New Work kann spannend für uns werden. Die neue Arbeit hat das Potenzial, eine Bereicherung für den Einzelnen werden – eine echte Befreiung. Dafür braucht es allerdings den Freiraum, selbstständig zu agieren. Was wie- derum nur gelingen wird, wenn wir auch die Command&- Control - Strukturen und Mechanismen hinter uns lassen, die uns im Industrie- zeitalter gute Dienste geleistet haben. Wir werden uns damit vom klassischen Verständnis von Führungskraft und Mitarbeiter verabschieden, ebenso, wie wir uns vom statischen Konzept der Arbeit als solches verabschieden müssen. Wir müssen New Work weiterdenken und als einen echten Paradigmenwechsel in verschiedenen Dimensionen verstehen, um die Chancen nutzen zu können, die das Ganze bietet. Fangen wir damit am besten gleich bei uns selbst an ... „Ein sicherer Umgang mit den immer mächtiger werdenden Informationssystemen ist [...] eine Kernkompetenz. [...] Wenn Informationen das Öl des digitalen Zeitalters sind, müssen wir in der Lage sein, es entsprechend zu verarbeiten – zu raffinieren.“
  4. 4. 27 Thema Competence Book: New Work Kai Anderson ist Gründungspartner und Vorstand der auf HR und Transformation spezialisierten Unternehmensberatung Promerit. Als Partner für Geschäftsleitungsmitglieder und Personalverant- wortliche begleitet er in internationalen Organisati- onen Veränderungsprojekte sowie die Neuausrich- tung des HR-Managements. Kai Anderson

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