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New Work: Neue Arbeitswelt für 99 € , Marc Wagner, Detecon International GmbH

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New Work als heiliger Gral
Es scheint so, als hätte man endlich den „heiligen Gral“, die Antwort auf die Probleme vieler gerade großer Unternehmen gefunden, die sich unter dem Druck der Märkte und Kunden (auch Mitarbeiter) auf die Suche nach einer innovationsfördernden Arbeitskultur begeben haben: New Work

Published in: Leadership & Management
  • Diesen Artikel finden Sie im New Work Impulse https://de.slideshare.net/Competence-Books/new-work-impulse-teils-1-zwischen-next-work-und-gesellschaft-40-treiber-paradigmen-lsungen-und-vorgehen-competence-book-nr-18
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New Work: Neue Arbeitswelt für 99 € , Marc Wagner, Detecon International GmbH

  1. 1. 16 Competence Book: New Work Zukunftsstatement - Marc Wagner New Work: Neue Arbeitswelt für 99 €STATEMENT: Marc Wagner, Detecon International GmbH New Work als heiliger Gral Es scheint so, als hätte man endlich den „heiligen Gral“, die Antwort auf die Probleme vieler gerade großer Unternehmen gefunden, die sich unter dem Druck der Märkte und Kunden (auch Mitarbeiter) auf die Suche nach einer innovationsfördernden Arbeitskultur begeben haben: New Work
  2. 2. 17 Thema Competence Book: New Work Marc Wagner Marc Wagner ist Future Work Evangelist und ein ausgewiesener Experte rund um New Work und Innovationskultur. Seine Mission: Die Kreativi- tätspotenziale von Mitarbeitern freisetzen, das Personalmanagement für seine neue Rolle im digitalen Zeitalter fit machen und die Innovations- fähigkeit von Unternehmen steigern. Seit mehr als 20 Jahren begleitet er Unternehmen bei der Gestaltung der Digitalen Transformation – sei es aus einer finanziellen oder kulturellen Perspektive – und schöpft dabei immer wieder neue Inspirati- on aus eigenen Projekten und dem Austausch mit seinem hervorragenden Netzwerk internationaler Führungskräfte.
  3. 3. 18 Competence Book: New Work Zukunftsstatement - Marc Wagner Zwischen Heilung für 99 Euro, Scheitern und Reifung Fast täglich sprießen neue Blogs, Communities und Veranstaltungsreihen aus dem Boden, die sich mit dem Phänomen New Work beschäftigen und leicht verdaubare Konzepte für mehr Agilität, Flexibilität und zufriedene Mitarbeiter liefern. Dass die Blogparade von Huffington Post und Competence Site ein sol- cher Erfolg war, verwundert nicht. Und erste Institutionen bieten Zertifizierungen zu New Work Managern und Selbsthilfekurse für 99 Euro an. Selbst die Industrie- und Handelskammern bre- chen auf in diese Richtung. Es scheint so, als wäre New Work auf dem Weg, Mainstream zu werden – oder? Zumindest auf dem Papier und in Form von kleinen oder größeren Organisationsex- perimenten, denn mittlerweile wird so ziemlich alles unter New Work subsummiert, was irgendwie nach „Neugestaltung von Arbeit“ riecht. Dabei bleibt häufig die Frage nach konkreten Um- setzungserfahrungen mit New Work-Instrumenten unbeant- wortet. Und allzu schnell werden isolierte Einzelmaßnahmen (wie z.B. die Einführung demokratischer Führungsstrukturen oder einer Social Collaboration Plattform) als New Work Initia- tiven gefeiert. Da überrascht es nicht, dass an vielen Stellen die Erfolge aus- bleiben. Gleiches gilt bei allzu sozialromantischen Graswur- zelinitiativen, bei denen die Überzeugungstäter an der Spitze fehlen. Meine These: Wir befinden uns in einem typischen Rei- fungsprozess. Letztendlich wird die Praxis deutlich machen, was an Erfolgsmus- tern wirklich trägt und was noch nachzubessern ist. Im Gartner-Zyklus haben wir jedenfalls noch nicht generell das Plateau der Produktivität erreicht, aber wir arbeiten daran – in vielen erfolgreichen Projekten. Ethik und Gesellschaft bleiben außen vor Gleichzeitig geraten an vielen Stellen die gesellschaftlichen und ethischen Fra- gestellungen – der ursprüngliche Auslöser für die New Work Bewegung nach Bergmann – in den Hintergrund oder werden als Gesellschaft 4.0 leichtfertig in Richtung Politik und staatliche Institutionen verschoben („Wir brauchen ein Bedingungsloses Grundeinkommen“). Dabei sollte – neben der Schaffung eines wettbewerbsfähigen und produktiven Arbeitsumfeldes – insbesondere auch die gesellschaftliche und ethische Verantwortung von Unternehmen im Kontext New Work nicht außer Acht gelassen werden. Denn letztlich stoppt die digitale Transformation nicht an Organisations- und Ländergrenzen, sondern wird vo- rangetrieben und bestimmt durch internationale Super-Konzerne wie Google oder Facebook. „Wir befinden uns in einem typischen Reifungsprozess. Letztendlich wird die Praxis deutlich machen, was an Erfolgsmustern wirklich trägt und was noch nachzubessern ist.“
  4. 4. 19 Competence Book: New Work Zukunftsstatement - Marc Wagner Gesellschaft 4.0 als größeres Bild, das alle angeht Brauchen wir nach Arbeiten 4.0 nicht (endlich) auch eine Gesellschaft 4.0, die breit getragen wird und breit mitnimmt? Diese Fragen stellen sich nicht nur die Vertreter der New Work Community. Auch die „Technologen“ der Industrie 4.0 und ihre Kritiker fordern ein größeres Bild. Die Vordenker der Drucker-Commu- nity haben zumindest Inclusive Prosperity als Aufgabe für ihr jährliches Treffen formuliert. Bausteine von New Work für die Gesellschaft 4.0 Natürlich werden Fragen wie ein Bedingungsloses Grundeinkommen dabei zu diskutieren sein. Aber daneben helfen sicher auch People, Places und Tools – die Trinität von New Work im Unternehmen – dabei, im größeren Rahmen Ge- sellschaft neu zu denken. • People: Wir müssen auch in der Gesellschaft weg von den starren Struktu- ren, Silos und der Kontroll-Mustern hin zu liquiden Netzwerken und einer Vertrauenskultur – in vielen Kontexten. Wir müssen dafür die Mitbürger befähigen, damit sie für die Anforderungen einer Gesellschaft 4.0 bestens aufgestellt sind. Am besten schon beginnend im Rahmen der schulischen Ausbildung. • Places: „Von der Zelle in ein kommunikatives und kreativitätsförderndes Umfeld“ haben wir in unserem Buch über New Work geschrieben. Müs- sen in diesem Sinne nur Unternehmen neugestaltet werden oder z.B. auch Schulen und Universitäten. Zurück zur Akademie Athens – wäre das nicht eine Vision? • Tools: Lange schon denken wir über e-Government nach. Könnte aber Tech- nologie nicht auch Gesellschaft jenseits der reinen Effizienzoptimierung ad- ministrativer Prozesse erneuern? Auch wenn nicht alle Piratenträume wahr wurden, kann Gesellschaft und Demokratie durch Technologie partizipati- ver werden. Es wäre doch absurd, wenn sich am Schluss Unternehmen immer mehr in Rich- tung einer produktiveren und menschenfreundlicheren Plattform entwickelten und wir in der Gesellschaft stehen blieben. Daher: Lassen Sie uns weiter gemeinsam an der Zukunft arbeiten – auch im großen Stil! Ihr Marc Wagner, Detecon International GmbH

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