2013 OS E-Commerce Magento OXID Shopware

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kleiner Marktüberblick zu den großen Open Source E-Commerce Systemen Magento, OXID eShop, Shopware. Keine tabellarischen Listings, sondern Betrachtung von Aspekten wie SEO, Mobile Fähigkeit, Performance, Suche (Solr/ElasticSearch), Payment Service Provider, eFire, eXchange Marktplätze, Code-Qualität, Google Trends etc

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2013 OS E-Commerce Magento OXID Shopware

  1. 1. Open Source E-Commerce 2013 „kleine Marktübersicht“ Björn Schotte // @BjoernSchotte // bjoern.schotte@mayflower.de MAYFLOWER GmbH http://creativecommons.org/licenses/by-sa/3.0/deed.de
  2. 2. Über den Referenten: Björn Schotte ‣ Unruhestifter ;-) ‣ Geschäftsführer MAYFLOWER GmbH ‣ Senior Consultant ‣ E-Commerce Konzeption & Implementierung („Plan, Build, Run“) ‣ hilft Kunden, die Herausforderungen ihres Geschäfts im Online Umfeld zu lösen. Experte zu E-Commerce Themen ‣ MAYFLOWER: 60+ Devs, Individualsoftware Web, Mobile & EBusiness/E-Commerce
  3. 3. Agenda ‣ Make - or buy? Argumente und Einsatz für Make ‣ Hersteller Facts ‣ Community oder Enterprise Edition? ‣ Betrachtung Performance ‣ Betrachtung Payment-Systeme ‣ Betrachtung ERP/PIM-Anbindung ‣ B2B Fähigkeit ‣ Mobile? ‣ Internationalisierung, Mehrmandanten-Fähigkeit ‣ Suche ‣ Alternative Shop Frameworks ‣ Was Sie bei Ihrem E-Commerce Projekt beachten sollten keine Dienstleister Listings!
  4. 4. Prolog: Make or Buy? Argumente für Make
  5. 5. Spitze Anforderungen, die 80/20 Lüge
  6. 6. neue E-Commerce Modelle („Shopping Clubs“ etc)
  7. 7. tiefe Integration in andere Systeme
  8. 8. Shop ist nicht die Hauptkomponente
  9. 9. „brauche nur Warenkorb und Payment“
  10. 10. Beispiele: Vaillant Ersatzteilshop, Gaming Plattform mit Payment für PowerUps, Community mit Mini-Shop
  11. 11. Beispiel Vaillant ETShop ‣ SAP-Integration, OCR Bilderkennung, Offline-Fähigkeit, Mobile App, International + mehrere Marken, NodeJS/ExtJS/PHP ...
  12. 12. Hier Anpassung der drei großen Systeme sehr umständlichteuer, daher eher Make. Im Zweifel durch den Dienstleister beraten lassen!
  13. 13. Die Hersteller Facts
  14. 14. Google Trends
  15. 15. Magento
  16. 16. Hersteller Facts: Magento (1) ‣ Ursprung USA, gehört seit 2011 zu eBay Inc. ‣ >100 Mitarbeiter ‣ stark im Fokus kleinere und mittlere Shops („Magento Go“ Angebote etc) ‣ eBay auch an GSI eCommerce beteiligt -> Enterprise Level bei GSI ‣ in Deutschland nur wenige große Shops auf Magento Basis online
  17. 17. Hersteller Facts: Magento (2) ‣ keine Präsenz in Deutschland, repräsentiert durch AgenturLandschaft ‣ stark getragen von Community (zB mit Meet Magento) ‣ Entwicklung vornehmlich im osteurop. Raum (Kiev) ‣ mehr als 200.000 Installationen ‣ ca. 300 Solution Partner weltweit ‣ eigener Modul-Marktplatz (durchwachsene Qualität)
  18. 18. OXID eSales AG
  19. 19. Hersteller Facts: OXID (1) ‣ Unternehmen mit Sitz in Freiburg sowie Standort in Halle ‣ ca. 60 Mitarbeiter ‣ Entwicklung des Shops vornehmlich in Litauen, eFire Plattform in Deutschland ‣ 3 Editionen: Community, Professional, Enterprise ‣ eFire Plattform zur „One Click“ Integration von Channels und Payment ‣ Schwerpunkt des Herstellers im Enterprise Segment
  20. 20. Hersteller Facts: OXID (2) ‣ mehr als 150 Partner, vornehmlich in DACH ‣ seit 2013 keine Preisinfos mehr auf der Website ‣ Version 5.0 konzentriert sich stark auf Performance & Skalierung ‣ eigener Modul Marktplatz OXID eXchange (Qualität durchwachsen)
  21. 21. Hersteller Facts: OXID (3) ‣ eigene Professional Services Organisation (>10 Personen) ‣ tritt in Konkurrenz zu den OXID Partnern (!) ‣ Quellcode seit 2013 auf GitHub, komplett Open Source ‣ Trend: zukünftig noch stärkere Entwicklung in Richtung Open Source, Beispiele Mobile Responsive Template Open Source sowie PayPal Standalone Modul
  22. 22. shopware AG
  23. 23. Hersteller Facts: Shopware (1) ‣ Hersteller aus Deutschland (Schöppingen, Münsterland) ‣ Entwicklung in Deutschland, Quellcode auf GitHub ‣ mehr als 600 Partner ‣ mehr als 18.000 Installationen ‣ mehr als 800 Plugins
  24. 24. Hersteller Facts: Shopware (2) ‣ setzt stark auf Kooperationen mit anderen ‣ Bepado (2013): B2B Marktplatz zur Vernetzung von Händlern untereinander (zB Libri Produkte im eigenen Shop anbieten) ‣ Allianz Shopware & plentymarkets (Shopware als Frontend) ‣ Omeco: zieht Shopware der eigenen Lösung vor
  25. 25. Community oder Enterprise Edition?
  26. 26. Genau hinsehen: wenig Ausdifferenzierung bei Features?
  27. 27. Genau hinsehen: Support - macht evtl sowieso der Dienstleister?
  28. 28. Genau hinsehen: „it‘s just PHP“?
  29. 29. Dennoch: Einsatz Enterprise Edition kann Sinn machen (Vorsicht bei Beratung durch die System-Partner)
  30. 30. Beratung durch Systempartner sich sinnvoll beraten lassen
  31. 31. Partnermodelle teilweise mit Umsatzzwang wenig/keine intrinsische Beratung in Richtung Kunde!
  32. 32. Performance & Skalierung damit‘s schnell rennt
  33. 33. Performance, Skalierung ‣ OXID V5.0 legt Wert auf Performance-Steigerung sowie Skalierungsmöglichkeiten ‣ Magento sehr komplex, Skalierungs-Maßnahmen grundsätzlich empfehlenswert ‣ Dritt-Dienstleister bieten Module für Magento/OXID mit vorkonfektionierten Infrastrukturen für Monats-/Jahresbeiträge ‣ grundsätzlich: Performance/Skalierung ist ein „Problem“ des darunter liegenden Application Stacks (Betriebssystem, Webserver, PHP, Datenbank MySQL) ‣ Optimierung über Standard Open Source Komponenten wie nginx, varnish, memcache/Redis möglich
  34. 34. Anbindung Payment damit Kunden bezahlen können
  35. 35. Anbindung an PSPs ‣ unzählige PSPs lassen sich über vorgefertigte Module anbinden ‣ Auflistung aller PSPs würde hier zu weit führen, Einsatz meist abhängig von den Konditionen (%-fee, Monatsbeiträge etc) und den eingesetzten Zahlungsmitteln ‣ Besonderheit OXID: über eFire Plattform sind einige PSPs (Heidelpay, Paypal) sehr komfortabel einbindbar
  36. 36. Anbindung ERP/ PIM wo sind meine Produkte?
  37. 37. ERP/PIM Anbindung (1) ‣ in großen Projekten wird meist die Shop-interne Produktverwaltung „ausgeknipst“ ‣ stattdessen direkte Anbindung an ERP/PIM ‣ Vorsicht: bei den vorkonfektionierten Modulen meist großer Anpassungsaufwand notwendig. Hier prüfen, ob ggf eine eigene, direkte Anbindung sinnvoller ist.
  38. 38. ERP/PIM Anbindung (2) ‣ Grundsatz: ERP/PIM Anbindung häufig mit hohem Customizing verbunden, auch auf ERP/PIM Seite („ist einfach so“) ‣ OXID bietet SOAP-Modul ‣ Einsatz nicht unbedingt empfehlenswert, da SOAP kompliziertes Protokoll ‣ besser: Shopsystem holt Daten vom ERP und pushed sie direkt in die Shop-Datenbasis ‣ Einsatz von Caching Mechanismen bei „langsamen“ ERPVerbindungen empfehlenswert
  39. 39. B2B Fähigkeit? Ich habe nur Geschäftskunden
  40. 40. B2B Fähigkeit ‣ B2B Fähigkeit in allen drei Shopsystemen nahezu gegeben ‣ Vorsicht bei Preisberechnungen (B2B: vom Nettopreis), insbesondere aufgrund von Rundungsfehler-Möglichkeiten in der Berechnung (OXID 4.x berechnet USt falsch) ‣ kompliziert wird es, wenn jeder Geschäftskunde „echte“ Einzelpreise mit unterschiedlichen Rabatten hat ‣ hilfreich ist es hier dann, wenn das ERP System das führende System darstellt und echte Preise on-the-fly abgefragt werden
  41. 41. mit dem Tablet einkaufen Stichwort Mobile Support
  42. 42. mit dem Tablet einkaufen - Responsive Layout ‣ Responsive Default Layouts haben alle Anbieter im Programm, teilweise auch von Dritt-Dienstleistern (kostenlos wie kommerziell) ‣ es kann Sinn machen, auf diesen Layouts aufzusetzen, jedoch: ‣ es gibt für Responsive Design ‣ viele offene Baukastensysteme (twitter Bootstrap ist nur eines von vielen) ‣ viel Anpassungsbedarf ist inhärent, speziell für Ihre LayoutWünsche
  43. 43. mit dem Tablet einkaufen - Mobile Apps ‣ OXID u Magento bieten gegen Mietpreis eigene, rudimentäre native Mobile Apps an (OXIDs native App nutzt als Basis die mobilemojo App) ‣ Shopware setzt technologisch auf SenchaTouch für Mobile „App“ (HTML-based Webapp für Mobile optimiert) ‣ Open Source Mobile App für OXID, Magento, Shopware: www.cushymoco.com (Disclosure: by Mayflower!)
  44. 44. Can I buy this product? Internationalisierung & Mehrmandantenfähigkeit
  45. 45. Can I buy this product? ‣ Mehrsprachen- und Mehrwährungsfähigkeit in allen Produkten ‣ OXID: Subshops leider nur in der Enterprise Edition („workaround“: mehrere CE-Installationen, wenn man eh noch eine Middleware zum ERP hat und wegen weltweiter Verteilung unterschiedliche Shop-Installationen hat) ‣ Magento via GWS (Global, Website, Store) ‣ Shopware: Subshops via kommerziellem Plugin für CE, PE, in Enterprise Edition enthalten
  46. 46. Finden, nicht Suchen Kunden schnell zum Kauf bringen
  47. 47. Finden, nicht Suchen ‣ Shop-Systeme haben gute Anbindungsmöglichkeiten zu Suchservices wie FactFinder, PrudSys und Konsorten ‣ Vorsicht bei Magento FactFinder Modul: Performance-Probleme möglich! ‣ übliches Vorgehen in größeren Szenarien: statt FactFinder & Co. einen Such-Indexer wie Solr oder ElasticSearch nehmen und die Suche selbst betreiben (performanter, deutlich besser anpassbarer), insbesondere bei Facetten-Suche und umfangreichen Filterings
  48. 48. SEO über Suchmaschinen gefunden werden
  49. 49. SEO-Fähigkeit ‣ alle Systeme bieten SEO-Fähigkeit und unterstützen moderne Anforderungen an SEO ‣ Erfolg von SEO hängt mehr von Ihren Maßnahmen (Content, passendes Keywording etc.) ab ‣ fragen Sie Ihre SEO-Agentur - diese im E-Commerce Projekt parallel mit ins Boot holen
  50. 50. Alternative Shop Frameworks ... wenn‘s kein Buy sein soll
  51. 51. Sylius Symfony2-basierend https://github.com/Sylius
  52. 52. Was Sie für Ihr nächstes E-Commerce Projekt beachten sollten
  53. 53. Die Online-Welt dreht sich schneller, als Sie es aus dem „Offline“ Kanal her kennen
  54. 54. Vergessen Sie „80% liefert der Shop, 20% customized“
  55. 55. fordern Sie in Ausschreibungen „agile Vorgehensweisen“ für schnelles Going Live (und seien Sie selbst auch agil!)
  56. 56. Hat mein Dienstleister Erfahrung mit agilen Projekten?
  57. 57. Lassen Sie ExcelTemplates („Feature X kostet Y“) aus den Ausschreibungen weg!
  58. 58. Erarbeiten Sie Anforderungen in HighLevel Workshops („Story Mapping“)
  59. 59. Source:: http://leanagilechange.com/leanagilewiki/index.php?title=Story_Mapping
  60. 60. Es müssen nicht alle Anforderungen JETZT en detail geklärt werden.
  61. 61. „Und wie kann ich dann ein Budget planen?“ Hinweis: Webinar Agile Verträge, http:// de.slideshare.net/BjoernSchotte/vertraege-inagilen-projekten
  62. 62. Früher Live-Gang (mit weniger Features) = klein starten, Markt schnell testbar, früher Umsatz generieren, elastische Änderungen, flexibleres E-Commerce
  63. 63. Integration Design/UX: direkt beim DL oder mit weiterem Dienstleister Vorsicht: keine serielle Lieferung Design->Entwicklung, sondern parallele Arbeit
  64. 64. techn. Dienstleister sollte die „Führung“ übernehmen keine Berater o.ä. als PMler „nebenher“ aufgleisen, macht Schwierigkeiten
  65. 65. Vorsicht vor Zukauf von Drittmodulen aus den Shopmarktplätzen Qualität nicht immer gut, Quellcode manchmal verschlüsselt, manchmal Doku nicht so gut (Nachfragen!). Auf Zertifizierungen durch ShopHersteller achten. Je mehr Drittmodule, desto höher die Abhängigkeiten.
  66. 66. „Lasst uns E-Commerce Projekte besser machen. Durch sinnvolle Make or Buy Auswahl, iterative Planung und schnelle Realisierung.“ http://mayflower.de/

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