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Verbraucherschutz aus Bürgersicht - Verbraucher sind weitgehend zufrieden

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Die Bundesbürger sind mit Umfang und Qualität des Verbraucherschutzes in Deutschland im Großen und Ganzen zufrieden. 51 Prozent der Befragten schätzen den Verbraucherschutz als „hoch“ bzw. sogar „sehr hoch" ein und sehen ihre Interessen weitgehend geschützt. Das geht aus einer aktuellen Umfrage hervor, die der Bankenverband im Vorfeld des Weltverbrauchertages am 15. März veröffentlicht hat.

Trotz dieser positiven Einschätzung meinen Dreiviertel der Befragten, dass man als Verbraucher heutzutage bei Produktentscheidungen generell oft überfordert sei. Von sich selbst meinen dies allerdings deutlich weniger. Wenn es um Entscheidungen zu Finanzprodukten geht, fühlen sich immerhin rund 30 Prozent der Befragten überfordert.

Andreas Krautscheid, Hauptgeschäftsführer des Bankenverbandes, bewertet die Ergebnisse der repräsentativen Umfrage positiv: „Es gibt in der Bevölkerung keine Alarmstimmung, wenn es um Verbraucherfragen geht und damit auch keinen Grund für Aktionismus. Handlungsbedarf besteht trotzdem: Banken und Politik sind in der Pflicht, Produkte und Informationen weiter zu vereinfachen und verständlich zu erklären.“ Oft seien es gerade die gesetzlichen Vorgaben, die zu noch mehr Papierbergen führen. „Wie im Koalitionsvertrag vorgesehen, müssen jetzt alle bisherigen Maßnahmen zum finanziellen Verbraucherschutz auf den Prüfstand“, fordert Krautscheid.

„Es ist auch eine Daueraufgabe der Politik, für mehr Finanzbildung in den Schulen zu sorgen“, so Krautscheid weiter, „damit Verbraucher in der Lage sind, die Informationen rund um Produkte zu verstehen und einzuordnen.“ Laut Umfrage sagen nämlich viele selbstkritisch, dass sie sich über Produkte und Dienstleistungen vorab gar nicht ausreichend informieren würden.

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Verbraucherschutz aus Bürgersicht - Verbraucher sind weitgehend zufrieden

  1. 1. Verbraucherschutz aus Bürgersicht Repräsentative Umfrage im Auftrag des Bundesverbandes deutscher Banken Januar 2018
  2. 2. ©BundesverbanddeutscherBankene.V.  Verbraucherschutz ist den Deutschen wichtig – und sie sind mit dessen Umfang und Qualität im Großen und Ganzen zufrieden.  Die Deutschen haben ein Grundvertrauen in die Qualität der hier- zulande angebotenen Produkte und Dienstleistungen und sehen ihre Interessen als Verbraucher in Deutschland ausreichend geschützt.  Finanzdienstleistungen rangieren im Hinblick auf einen wirksamen Verbraucherschutz im Branchenvergleich im oberen Mittelfeld.  Die Deutschen meinen mehrheitlich, dass Verbraucher bei Kauf- entscheidungen oft überfordert sind; von sich selbst sagen das in Hinblick auf konkrete Konsumbereiche allerdings nur wenige.  Die Verbraucher sehen sich auch selbst in der Verantwortung, durch gründliche Information und bewusstes Kaufverhalten Nachteile ihrer Kaufentscheidungen für sich zu vermeiden. Doch viele nutzen die heutigen Informationsmöglichkeiten nicht, um sich über entsprechende Produkte und Dienstleistungen zu informieren. 2 Zentrale Befunde
  3. 3. ©BundesverbanddeutscherBankene.V.  Der Verbraucherschutz ist den Deutschen ein zentrales Anliegen. Für gut die Hälfte der Befragten (51%) ist es ein „sehr wichtiges“, für weitere 41% immerhin noch ein „wichtiges“ Thema.  Die hohe Relevanz des Verbraucherschutzes basiert nicht auf Besorgnis oder der Wahrnehmung von Defiziten – im Gegenteil: Weite Teile der Bevölkerung sehen den Verbraucherschutz in Deutschland auf einem sehr passablen Niveau: Gut die Hälfte (52%) beurteilt Umfang und Qualität des Verbraucherschutzes als „hoch“ (42%) oder „sehr hoch“ (10%), weitere vier von zehn Befragten (42%) als immerhin noch „ausreichend“. 3 Verbraucherschutz ist den Deutschen wichtig – und sie sind mit dessen Umfang und Qualität im Großen und Ganzen zufrieden.
  4. 4. ©BundesverbanddeutscherBankene.V. 51 41 6 3 Gesamt sehr wichtig wichtig nicht wichtig überhaupt nicht wichtig „Verbraucherschutz ist für mich …“ E30: Wie wichtig ist für Sie persönlich der Verbraucherschutz hier in Deutschland? Ist dieser für Sie …? Einstellungen zur Verbraucherpolitik 2017; Quelle: Bankenverband/GfK; Angaben in Prozent.
  5. 5. ©BundesverbanddeutscherBankene.V. 10 42 41 6 2 Gesamt sehr hoch hoch ausreichend niedrig sehr niedrig „Umfang und Qualität des Verbraucherschutzes in Deutschland sind …“ E31: Wenn Sie an Umfang und Qualität des Verbraucherschutzes in Deutschland denken, was würden Sie da sagen? Ist das Niveau des Verbraucherschutzes in Deutschland …? Einstellungen zur Verbraucherpolitik 2017; Quelle: Bankenverband/GfK; Angaben in Prozent.
  6. 6. ©BundesverbanddeutscherBankene.V.  Zwei Drittel der Verbraucher (68%) sind davon überzeugt, dass die Qualität der in Deutschland vertriebenen Produkte und Dienstleistungen „gut“ (53%) oder sogar „sehr gut“ (15%) ist. Weitere drei von zehn Befragten (29%) meinen „noch ausreichend“; von einer „schlechten“ oder „sehr schlechten“ Qualität gehen lediglich vier Prozent der Befragten aus.  Neun von zehn Deutschen (89%) sind der Meinung, dass ihre Interessen als Verbraucher mindestens ausreichend geschützt sind; dass sie „gut“ (46%) oder „sehr gut“ (5%) geschützt sind, glaubt dabei mehr als die Hälfte der Befragten. Rund jeder Zehnte (11%) sieht seine Interessen hingegen schlecht geschützt. 6 Die Deutschen haben ein Grundvertrauen in die ange- botenen Produkte und Dienstleistungen und sehen ihre Interessen als Verbraucher ausreichend geschützt.
  7. 7. ©BundesverbanddeutscherBankene.V. 15 53 29 3 1 Gesamt sehr gut gut ausreichend schlecht sehr schlecht „Die Qualität der in Deutschland angebotenen Produkte und Dienstleistungen ist in der Regel …“ E40: Was denken Sie zur Qualität der Produkte und Dienstleistungen, die in Deutschland angeboten werden? Ist deren Qualität in der Regel …? Einstellungen zur Verbraucherpolitik 2017; Quelle: Bankenverband/GfK; Angaben in Prozent.
  8. 8. ©BundesverbanddeutscherBankene.V. 5 46 38 9 2 Gesamt sehr gut gut ausreichend schlecht sehr schlecht „Meine Interessen als Verbraucher sind … geschützt.“ E32: Und mit Blick auf Sie persönlich: Wie gut meinen Sie sind Ihre Interessen als Verbraucher geschützt? Einstellungen zur Verbraucherpolitik 2017; Quelle: Bankenverband/GfK; Angaben in Prozent.
  9. 9. ©BundesverbanddeutscherBankene.V.  Unter zehn ausgewählten Branchen sehen die Verbraucher den Bereich Bankdienstleistungen mit Blick auf einen wirksamen Verbraucherschutz auf dem vierten Rang (Verbraucherschutz-Niveau hoch/sehr hoch: 38%).  Noch vor den Finanzdienstleistungen liegen die Bereiche Nahrungsmittel (47%), Energieversorgung (45%) und medizinische Behandlungen (43%). Danach folgen Touristik (37%), Immobilien (36%) und Öffentliche Verkehrsmittel (36%). Den Abschluss der Rangliste bilden Versicherungen (35%), Handwerker (34%) und die Telekombranche (28%). 9 Finanzdienstleistungen rangieren im Hinblick auf einen wirksamen Verbraucherschutz im Branchenvergleich im oberen Mittelfeld.
  10. 10. ©BundesverbanddeutscherBankene.V. Chart 1/2 E33: Was meinen Sie, wie ist das in den folgenden Konsumbereichen? Ist dort das Maß an Verbraucherschutz …? 10 9 10 8 6 37 36 33 30 31 37 43 38 45 48 12 10 14 13 11 4 2 5 3 4 Nahrungsmittel Versorgung mit Strom, Heizöl oder Gas medizinische Behandlungen Bankdienstleistungen Urlaubsreisen, Flüge, Hotels sehr hoch hoch ausreichend niedrig sehr niedrig „Der Verbraucherschutz ist in diesen Bereichen …“ Einstellungen zur Verbraucherpolitik 2017; Quelle: Bankenverband/GfK; Angaben in Prozent.
  11. 11. ©BundesverbanddeutscherBankene.V. E33: Was meinen Sie, wie ist das in den folgenden Konsumbereichen? Ist dort das Maß an Verbraucherschutz …? 9 6 7 4 5 27 30 28 30 23 48 45 44 51 48 11 14 17 11 18 5 4 5 4 6 Mietverträge oder Wohnungen öffentliche Verkehrsmittel wie Bahnen oder Busse Versicherungen Handwerkerleistungen Telefon- oder Internetverträge sehr hoch hoch ausreichend niedrig sehr niedrig „Der Verbraucherschutz ist in diesen Bereichen …“ Chart 2/2 Einstellungen zur Verbraucherpolitik 2017; Quelle: Bankenverband/GfK; Angaben in Prozent.
  12. 12. ©BundesverbanddeutscherBankene.V.  Trotz der ansonsten positiven Einschätzungen zum Verbraucherschutz in Deutschland stimmen nahezu acht von zehn Befragten (78%) der Meinung „voll und ganz“ (30%) oder „eher“ (48%) zu, dass man als Verbraucher heutzutage oft überfordert ist.  Von sich selbst sagen allerdings – bezogen auf sechs zentrale Konsumbereiche – erheblich weniger Befragte, dass sie bei Kauf- entscheidungen überfordert wären. Am häufigsten wird dabei noch der Kauf von Finanzdienstleistungen genannt; 31% der Deutschen fühlen sich hier „oft“ (20%) oder „sehr oft“ (10%) überfordert.  Danach folgt mit geringem Abstand der Abschluss einer Versicherung (sehr oft/oft überfordert: 28%), der Kauf von Computern und Elektrogeräten (27%) sowie der Abschluss eines Handyvertrags (26%). Mit der Wahl eines Energieanbieters (22%), erwartungsgemäß aber vor allem mit dem Einkauf von Nahrungsmitteln (11%) haben die Verbraucher noch deutlich weniger Schwierigkeiten. 12 Die Deutschen meinen mehrheitlich, dass Verbraucher heutzutage bei Kaufentscheidungen oft überfordert sind; von sich selbst glauben sie das allerdings weniger.
  13. 13. ©BundesverbanddeutscherBankene.V. 30 48 17 6 Gesamt voll und ganz zu eher zu eher nicht zu überhaupt nicht zu „Als Verbraucher ist man heutzutage oft überfordert.“ E37: Inwieweit stimmen Sie der folgenden Aussage zu? „Angesichts der großen Vielfalt und Komplexität von Produkten und Dienstleistungen, die heutzutage angeboten werden, ist man als Verbraucher oft überfordert.“ „Ich stimme …“
  14. 14. ©BundesverbanddeutscherBankene.V. „Ich fühle mich bei einer Kaufentscheidung in diesen Bereichen … überfordert.“ E38: Wie ist das bei Ihnen? Fühlen Sie sich bei einer Kaufentscheidung in den folgenden Bereichen manchmal überfordert? 11 10 10 9 6 2 20 18 17 17 16 9 26 29 24 24 23 21 43 43 49 49 55 67 Anlageberatung / Kauf von Finanzprodukten Abschluss von Versicherungen Kauf von Computern, Unterhaltungselektronik, Elektrogeräten Abschluss eines Handy- oder Tablet-Vertrages Wahl des Energieanbieters Einkauf von Lebensmitteln sehr oft oft manchmal selten / gar nicht Einstellungen zur Verbraucherpolitik 2017; Quelle: Bankenverband/GfK; Angaben in Prozent.
  15. 15. ©BundesverbanddeutscherBankene.V.  Fast acht von zehn Bundesbürgern (78%) stimmen der Auffassung zu, dass sich Verbraucher durch Information und bewusstes Kaufverhalten selbst „gut“ (62%) oder „sehr gut“ (16%) vor für sie ungünstigen oder nachteiligen Produkten und Dienstleistungen schützen können. Damit sind sich die deutschen Verbraucher ihrer Eigenverantwortung offenbar bewusst.  Im Konsumalltag stoßen die guten Vorsätze vieler Verbraucher aber offenbar an Grenzen. So nutzen vor dem Kauf vieler Produkte nur relativ wenige die durch Internet und andere Medien vorhandenen Informations- möglichkeiten. Am häufigsten tun Verbraucher das noch beim Kauf von Computern und anderen elektronischen Geräten (sehr oft/oft: 52%). Aber nur gut ein Drittel der Verbraucher (36%) informiert sich beispielsweise oft oder sehr oft auf diesem Wege vor dem Kauf einer Finanzdienstleistung. 15 Die Verbraucher sehen sich auch selbst in der Verantwortung, durch gründliche Information und bewusstes Kaufverhalten Nachteile ihrer Kaufentscheidungen für sich zu vermeiden. Doch viele nutzen die heutigen Informationsmöglichkeiten nicht, um sich über entsprechende Produkte und Dienstleistungen zu informieren.
  16. 16. ©BundesverbanddeutscherBankene.V. 16 62 18 5 Gesamt sehr gut gut schlecht gar nicht „Verbraucher können sich durch Information und be- wusstes Kaufverhalten … vor Nachteilen selbst schützen.“ E35: Können sich Verbraucher selbst durch eine gründliche Information und ein bewusstes Kaufverhalten vor für sie ungünstigen oder nachteiligen Produkten und Dienstleistungen schützen? Einstellungen zur Verbraucherpolitik 2017; Quelle: Bankenverband/GfK; Angaben in Prozent.
  17. 17. ©BundesverbanddeutscherBankene.V. „Ich informiere mich über Produkte und Dienst- leistungen im Internet oder anderen Medien …“ E39: Informieren Sie sich vor dem Kauf oder auch ganz allgemein im Internet oder in anderen Medien über Produkte und Dienstleistungen? 24 20 16 16 15 7 28 26 25 25 21 19 18 20 22 20 19 17 30 34 37 40 46 57 Kauf von Computern, Unterhaltungselektronik, Elektrogeräten Abschluss eines Handy- oder Tablet-Vertrages Abschluss von Versicherungen Wahl des Energieanbieters Anlageberatung / Kauf von Finanzprodukten Einkauf von Lebensmitteln sehr oft oft manchmal selten / gar nicht Bei … Einstellungen zur Verbraucherpolitik 2017; Quelle: Bankenverband/GfK; Angaben in Prozent.
  18. 18. ©BundesverbanddeutscherBankene.V. 18 Informationen zur Umfrage Erhebungszeitraum: Oktober 2017 Stichprobe: 1.004 Befragte (deutschsprachige Wohnbevölkerung) ab 18 Jahre Erhebungsmethode: CATI - Computer-Assisted Telephone Interview Auftraggeber: Bundesverband deutscher Banken, Berlin Erhebung: GfK – Gesellschaft für Konsumforschung, Nürnberg Die Ergebnisse der Studie sind repräsentativ für die erwachsene deutsch-sprachige Wohnbevölkerung in Deutschland. Alle Angaben in Prozent. Fehlende Prozentpunkte zu 100 % = „weiß nicht“/keine Angabe.

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