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Mediennutzung und Wirtschaftsbildung bei Jugendlichen und jungen Erwachsenen

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Sonderauswertung Jugendstudie 2018 des Bundesverbandes deutscher Banken

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Mediennutzung und Wirtschaftsbildung bei Jugendlichen und jungen Erwachsenen

  1. 1. Mediennutzung und Wirtschaftsbildung bei Jugendlichen und jungen Erwachsenen Sonderauswertung Jugendstudie 2018 des Bundesverbandes deutscher Banken September 2018
  2. 2. Jugendstudie 2018 Informationsquellen zu Wirtschaftsthemen • Die Jugendstudie 2018 des Bankenverbands1 hat bei der Wirtschafts- und Finanzbildung der Jugendlichen und jungen Erwachsenen in Deutschland erhebliche Defizite bestätigt. Fast vier von zehn der 14- bis 24-Jährigen (37%) können beispielsweise nicht erklären, was eine ‚Inflationsrate’ ist; ebenso viele (40%) wissen nicht, dass die Europäische Zentralbank für die Sicherung der Preisstabilität in den Euro-Ländern, und damit auch in Deutschland, verantwortlich ist. Den Begriff „Rendite“ kennt mehr als die Hälfte jungen Leuten (53%) nicht. • Gleichwohl sind viele Jugendliche an Wirtschaftsthemen interessiert und erwarten entsprechende Informationen vor allem von der Schule (60%) sowie von den Medien (57%). 1) Bundesverband deutscher Banken, „Jugendstudie 2018: Wirtschaftsverständnis, Finanzkultur, Digitalisierung“; repräsentative Befragung in Deutschland lebendender 14- bis 24-Jährigen durch die Gesellschaft für Konsumforschung (GfK), Nürnberg. 2
  3. 3. Jugendstudie 2018 3 Informationsquellen zu Wirtschaftsthemen Jugendliche und junge Erwachsene erwarten Informationen über Wirtschaft vor allem von der Schule und den Medien. Frage: Und von wem erwarten Sie hauptsächlich Informationen über wirtschaftliche Zusammenhänge?; Angaben in Prozent Informationen über wirtschaftliche Zusammenhänge werden erwartet von … 22 29 57 60 Eltern Banken Medien Schule
  4. 4. Jugendstudie 2018 Wirtschaftsinfos aus der Tageszeitung • Zeitungen stellen für junge Leute eine Quelle für Wirtschafts- informationen dar: Ein Viertel (26%) der 14- bis 24-Jährigen liest mindestens 2- bis 3- Mal pro Woche den Wirtschaftsteil einer Tageszeitung. Der Anteil liegt leicht unter dem noch vor drei Jahren gemessenen Wert von 30%. • Unter den jungen Erwachsenen im Alter zwischen 21 und 24 Jahren nutzt ein Drittel (34%) mindestens 2- bis 3-Mal pro Woche eine Tageszeitung als Quelle für Wirtschaftsinformationen; 2015 waren es noch 42%. 4
  5. 5. Jugendstudie 2018 Leser des Wirtschaftsteils einer Tageszeitung 26% der 14- bis 24-Jährigen lesen mindestens 2-3 Mal/Woche den Wirtschaftsteil einer Tageszeitung – etwas weniger als noch 2015. 5 Leser Wirtschaftsteil einer Tageszeitung Frage: Wie häufig lesen Sie den Wirtschaftsteil einer Tageszeitung?; Angaben in Prozent 3 7 16 17 28 29 Täglich 4-5 Mal pro Woche 2-3 Mal pro Woche 1 Mal pro Woche Seltener Nie 26% 30% 9 5 16 15 27 28 Täglich 4-5 Mal pro Woche 2-3 Mal pro Woche 1 Mal pro Woche Seltener Nie 2015 2018
  6. 6. Jugendstudie 2018 Lesen des Wirtschaftsteils – nach Altersgruppen Ein Drittel der jungen Erwachsenen (21-24 Jahre) nutzt mehrmals die Woche eine Tageszeitung als Quelle für Wirtschaftsinformationen. 6 27 33 22 13 4 2 14 – 17 Jahre 21-24 Jahre 25 28 13 19 9 6 Täglich 4-5 Mal pro Woche 2-3 Mal pro Woche 1x pro Woche Seltener Nie Frage: Wie häufig lesen Sie den Wirtschaftsteil einer Tageszeitung?; Angaben in Prozent 37 20 17 16 8 2 18 – 20 Jahre 34%
  7. 7. Jugendstudie 2018 Lesen des Wirtschaftsteils – nach Berufssituation Den Wirtschaftsteil einer Tageszeitung lesen überdurchschnittlich häufig Studenten/innen und junge Berufstätige. 7 29 31 44 17 30 45 47 36 49 35 27 22 20 34 35 Mind. 2 Mal pro Woche 1 Mal pro Woche und seltener nie Ausbildung Studium BerufAlle Frage: Wie häufig lesen Sie den Wirtschaftsteil einer Tageszeitung?; Angaben in Prozent Schule Lektüre des Wirtschaftsteils einer Tageszeitung
  8. 8. Jugendstudie 2018 Lesen des Wirtschaftsteils – nach Geschlecht Männliche Jugendliche und junge Erwachsene lesen häufiger regelmäßig den Wirtschaftsteil einer Tageszeitung als weibliche Befragte gleichen Alters. 8 28 30 24 25 41 49 36 48 31 22 39 27 Mind. 2 Mal pro Woche 1 Mal pro Woche und seltener nie Männlich 14-24 J. Frage: Wie häufig lesen Sie den Wirtschaftsteil einer Tageszeitung?; Angaben in Prozent Weiblich 14-24 J. Lektüre des Wirtschaftsteils einer Tageszeitung Männlich 21-24 J. Weiblich 21-24 J.
  9. 9. Jugendstudie 2018 Zeitungslektüre und Wirtschaftswissen • (1) Zwischen der Lektüre des Wirtschaftsteils einer Tageszeitung und dem eigenen Wirtschafts- und Finanzwissen gibt es einen deutlich positiven Zusammenhang: Von den 14- bis 24-Jährigen, die mindestens 4 Mal pro Woche den Wirtschaftsteil einer Zeitung lesen, verfügen fast zwei Drittel (64%) über sehr gute ökonomische Kenntnisse; bei Befragten, die seltener den Wirtschaftsteil lesen, fällt dieser Anteil rapide (auf 35 bzw. 28%) ab. • (2) Auch umgekehrt gilt: Unter jungen Leuten mit (sehr) guten Wirtschaftskenntnissen lesen 33% mindestens 2 Mal pro Woche den Wirtschaftsteil einer Tageszeitung; bei den Befragten mit (sehr) schlechten ökonomischen Kenntnissen ist dieser Anteil mit 14% weniger als halb so groß. Hinweis: Der Kenntnisstand der Befragten wurde im Rahmen der Jugendstudie anhand von sieben Wissensfragen erfasst und in einem Index zusammengeführt. Nähere Infos zum „Index Wirtschaftswissen“ im Anhang. 9
  10. 10. Jugendstudie 2018 Zeitungslektüre und Wirtschaftswissen (1) Zeitungsleser wissen mehr: Junge Leute, die öfter den Wirtschaftsteil lesen, verfügen über erheblich mehr ökonomische Kenntnisse als andere. 10 0 10 16 7 16 28 29 39 28 64 35 28 sehr gute Kenntnisse gute Kenntnisse schlechte Kenntnisse sehr schlechte Kenntnisse Wirtschaftskenntnisse gemäß Wissensindex1 1 Anhand von sieben Wissensfragen; nähere Erläuterungen siehe Anhang. Frage: Wie häufig lesen Sie den Wirtschaftsteil einer Tageszeitung?; Angaben in Prozent 4x pro Woche oder öfter 1 bis 3x pro Woche Seltener als 1x pro Woche Lektüre des Wirtschaftsteils einer Tageszeitung
  11. 11. Jugendstudie 2018 Zeitungslektüre und Wirtschaftswissen (2) Befragte mit (sehr) guten Wirtschaftskenntnissen informieren sich mehr als doppelt so oft regelmäßig im Wirtschaftsteil einer Zeitung als andere. 11 23 40 44 46 33 14 mind. 2 Mal pro Woche 1 Mal pro Woche oder seltener nie „Ich lese den Wirt- schaftsteil einer Tageszeitung …“ Befragte mit (sehr) schlechten Kenntnissen1 Befragte mit (sehr) guten Kenntnissen1 1 Anhand von sieben Wissensfragen; nähere Erläuterungen siehe Anhang. Frage: Wie häufig lesen Sie den Wirtschaftsteil einer Tageszeitung?; Angaben in Prozent
  12. 12. Jugendstudie 2018 Zeitungslektüre und Wirtschaftswissen • (3) Der positive Einfluss der Lektüre von Wirtschaftsnachrichten in der Zeitung auf das eigene Wirtschaftswissen lässt sich auch an den Kenntnissen zur Europäischen Zentralbank (EZB) verdeutlichen: Während von den jungen Befragten, die nur selten oder gar nicht den Wirtschaftsteil einer Zeitung lesen, nur etwa die Hälfte weiß, dass es zu den Aufgaben der EZB gehört, in den Euro-Staaten für die Preisstabilität zu sorgen, ist dies unter den „Viellesern“ der Wirtschaftspresse bei 85% der Befragten bekannt. • (4) Noch größer ist die Diskrepanz bei der Kenntnis des Begriffs „Rendite“: Während 83% der regelmäßigen Wirtschaftsteil-Leser sagen können, was man unter dem Begriff versteht, sind unter den Wenig- oder Garnicht-Lesern nur 37%, die dazu in der Lage sind; 63% müssen hingegen passen. 12
  13. 13. Jugendstudie 2018 Zeitungslektüre und Wirtschaftswissen (3) Beispiel: Rolle der EZB 13 15 31 49 85 69 51 bekannt nicht bekannt Verantwortung der EZB für Preisstabilität Frage: Welche Institution ist in der Euro-Zone, also in allen Ländern, in denen es den Euro gibt, für die Sicherung der Preisstabilität verantwortlich?; Frage: Wie häufig lesen Sie den Wirtschaftsteil einer Tageszeitung?; Angaben in Prozent 4x pro Woche oder öfter 1 bis 3x pro Woche Seltener als 1x pro Woche Lektüre des Wirtschaftsteils einer Tageszeitung
  14. 14. Jugendstudie 2018 Zeitungslektüre und Wirtschaftswissen (4) Beispiel: Kenntnis des Begriffs „Rendite“ 14 17 49 63 83 51 37 bekannt nicht bekannt Begriff „Rendite“ Frage: Können Sie mir sagen, was man unter “Rendite” versteht?; Frage: Wie häufig lesen Sie den Wirtschaftsteil einer Tageszeitung?; Angaben in Prozent 4x pro Woche oder öfter 1 bis 3x pro Woche Seltener als 1x pro Woche Lektüre des Wirtschaftsteils einer Tageszeitung
  15. 15. Jugendstudie 2018 Cross-Media-Effekte? • Bei Wirtschaftsinfos Print vs. Online: Ja Wer von den jungen Befragten öfter den Wirtschaftsteil einer Tageszeitung liest, informiert sich in der Regel auch häufiger online über Politik und Wirtschaft im Internet. • Bei Print-Zeitung vs. Soziale Medien: Nein Junge Leute, die öfter den Wirtschaftsteil einer Tageszeitung lesen, nutzen eher etwas seltener Soziale Medien wie Facebook, Twitter, WhatsApp oder Instagram. 15
  16. 16. Jugendstudie 2018 Zeitungslektüre Print vs. Online-Nachrichten Junge Leute, die öfter den Wirtschaftsteil einer Tageszeitung lesen, informieren sich auch häufiger online im Internet zu Politik und Wirtschaft. 16 1 3 10 4 18 7 19 36 37 47 30 55 27 16 regelmäßig manchmal selten nie K.A. Politik- und Wirtschafts- nachrichten im Internet Frage: Wie häufig lesen Sie den Wirtschaftsteil einer Tageszeitung? Frage: Nutzen Sie das Internet, um sich Politik- und Wirtschaftsnachrichten anzusehen?; Angaben in Prozent 4x pro Woche oder öfter 1 bis 3x pro Woche Seltener als 1x pro Woche Lektüre des Wirtschaftsteils einer Tageszeitung
  17. 17. Jugendstudie 2018 Zeitungslektüre und Soziale Medien Junge Leute, die öfter den Wirtschaftsteil einer Tageszeitung lesen, nutzen etwas seltener die Sozialen Medien. 17 6 4 8 13 7 2 24 27 22 58 63 69 mehrmals täglich täglich mehrmals wöchentlich seltener, nie „Soziale Medien nutze ich …“ Frage: Wie häufig lesen Sie den Wirtschaftsteil einer Tageszeitung? Wie häufig nutzen Sie Soziale Medien wie Facebook, Twitter, WhatsApp, Instagram etc.?; Angaben in Prozent 4x pro Woche oder öfter 1 bis 3x pro Woche Seltener als 1x pro Woche Lektüre des Wirtschaftsteils einer Tageszeitung
  18. 18. Jugendstudie 2018 Anhang 18
  19. 19. Jugendstudie 2018 Prinzip „Angebot und Nachfrage“ 62 28 Richtig Falsch oder nicht bekannt 54 46 34 32 22 12 Sehr gut Gut Schlecht Sehr schlecht 62 38 Index: Wirtschaftswissen der 14- bis 18-Jährigen Jeder dritte Jugendliche oder junge Erwachsene hat sehr gute Wirtschafts- kenntnisse; ein Drittel hat aber auch große bis sehr große Wissensdefizite. 19 63 37 60 40 79 21 Erklärung „Inflationsrate“ Rolle der EZB Erklärung „Aktie“ 47 53Erklärung „Rendite“ Index Wirtschafts- wissen Zusammenhang Risiko und Gewinn Risikostreuung bei Aktien
  20. 20. Jugendstudie 2018 Erläuterungen zur Indexbildung Aus den unterschiedlichen Wissensfragen zum Themenbereich „Wirtschaft“ erfolgte eine Indexbildung, um die Befragten nach ihrem Wirtschaftswissen zu kategorisieren. Für Fragen, die einer Erklärung bedürfen und richtig beantwortet wurden, wurden 15 Punkte vergeben. Bei Wahr-Falsch-Fragen wurden bei richtiger Antwort 12,5 Punkte zugewiesen. Prinzip „Angebot und Nachfrage“ 15 Index-Punkte Erklärung „Inflationsrate“ 15 Index-Punkte Rolle der EZB 15 Index-Punkte Erklärung „Aktie“ 15 Index-Punkte Erklärung „Rendite“ 15 Index-Punkte Zusammenhang Risiko und Gewinn 12,5 Index-Punkte Risikostreuung bei Aktien 12,5 Index-Punkte SUMME 100 Index-Punkte Der Index „Wirtschaftswissen“ kann somit individuell in Summe zwischen 0 und 100 liegen. Die Jugendlichen wurden im Anschluss mithilfe des Index in vier Gruppen eingeteilt: 0-24 Punkte: sehr schlechtes Wirtschaftswissen 12% aller Befragten 25-49 Punkte: schlechtes Wirtschaftswissen 22% aller Befragten 50-74 Punkte: gutes Wirtschaftswissen 32% aller Befragten 75-100 Punkte: sehr gutes Wirtschaftswissen 34% aller Befragten 20
  21. 21. Jugendstudie 2018 Studiendesign 21 Erhebungszeitraum: 22. Mai bis 7. Juni 2018 Stichprobe: n=650 Jugendliche und junge Erwachsene im Alter von 14 bis 24 Jahren (deutsch-sprachige Bevölkerung) Erhebungsmethode: CATI (Computer-Assisted Telephone Interview) Auftraggeber: Bundesverband deutscher Banken, Berlin Erhebung: GfK Marktforschung, Nürnberg Repräsentative Befragung – Gewichtung nach den Merkmalen: Bundesland, Alter, Geschlecht, Haushaltsgröße, Schulbildung und Ortsgröße. Angaben, wo nicht anders bezeichnet, in Prozent. Fehlende zu 100%= „weiß nicht“/keine Angabe.

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